{"id":13261,"date":"2012-12-20T02:57:07","date_gmt":"2012-12-20T00:57:07","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13261"},"modified":"2012-12-20T02:57:07","modified_gmt":"2012-12-20T00:57:07","slug":"x-r-47-06-gewerblicher-grundstueckshandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-47-06-gewerblicher-grundstueckshandel\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;47\/06 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.8.2009, X R 47\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarb mit Kaufvertrag vom 16. Februar 1990 das unbebaute Grundst&uuml;ck in X. Unmittelbar danach lie&szlig; er es in acht Teilgrundst&uuml;cke parzellieren. Am 12. Juli 1990 wurde die Z-GmbH (GmbH) gegr&uuml;ndet. Der Kl&auml;ger war Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH. Diese errichtete auf den Grundst&uuml;cken schl&uuml;sselfertig acht Einfamilienh&auml;user, die an acht verschiedene K&auml;ufer ver&auml;u&szlig;ert wurden. Bei den Kaufvertr&auml;gen trat der Kl&auml;ger neben der GmbH als Ver&auml;u&szlig;erer auf. Er verpflichtete sich jeweils, den K&auml;ufern das Eigentum an dem Grundst&uuml;ck zu verschaffen. Die GmbH musste auf dem f&uuml;r sie fremden Grund und Boden ein Einfamilienhaus errichten. Nach den Feststellungen des Finanzgerichts (FG) wurden die &Uuml;bersch&uuml;sse aus dem Bautr&auml;gergesch&auml;ft der GmbH zugerechnet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 7. April 1994 erwarb der Kl&auml;ger zusammen mit seiner Ehefrau mehrere Grundst&uuml;cke in Y. Nach Vermessung und Bauvoranfragen an die Stadt Y wurden die Grundst&uuml;cke vom Kl&auml;ger &#8211;zugleich in seiner Eigenschaft als Alleinerbe seiner inzwischen verstorbenen Ehefrau&#8211; ver&auml;u&szlig;ert:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Flurst&uuml;cke C und D wurden am 4. September 1996 verkauft. Dieser Verkauf wurde r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das Flurst&uuml;ck A wurde am 29. Januar 1997 ver&auml;u&szlig;ert. Die Anschaffungskosten betrugen 80.442 DM. Der Ver&auml;u&szlig;erungspreis belief sich auf 160.000 DM.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das Flurst&uuml;ck B wurde am 3. September 1997 ver&auml;u&szlig;ert. Dem Ver&auml;u&szlig;erungspreis von 86.000 DM standen Anschaffungskosten von 51.448 DM gegen&uuml;ber.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) erfasste die Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Flurst&uuml;cke A und B in dem f&uuml;r das Streitjahr 1997 ergangenen Einkommensteuer-Bescheid.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage wies das FG mit in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 760 ver&ouml;ffentlichtem Urteil ab.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung formellen und materiellen Rechts. Ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel habe nicht vorgelegen. Durch den An- und Verkauf der Grundst&uuml;cke in Y sei die Drei-Objekt-Grenze nicht &uuml;berschritten worden. Die Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte in X seien nicht heranzuziehen. Hinsichtlich dieser Gesch&auml;fte fehle es an der Teilnahme des Kl&auml;gers am wirtschaftlichen Verkehr. Die Grundst&uuml;cke seien nicht einer &Ouml;ffentlichkeit angeboten worden, da ausschlie&szlig;lich die GmbH die Vermarktung der von ihr bebauten Grundst&uuml;cke &uuml;bernommen habe. Es fehle zudem an der Gewinnerzielungsabsicht. Das Grundst&uuml;ck sei in der Absicht erworben worden, allein auf der Ebene der GmbH Gewinn zu erzielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Voraussetzungen, unter denen die Rechtsprechung auch ohne &Uuml;berschreitung der Drei-Objekt-Grenze einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel annehme, seien nicht gegeben. Entgegen der Ansicht des FG lasse sich allein aus der Branchenn&auml;he des Steuerpflichtigen nicht auf eine solche Absicht schlie&szlig;en. Zudem fehle es an dem erforderlichen zeitlichen Zusammenhang der Grundst&uuml;cksverk&auml;ufe in X und Y.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zu Unrecht habe das FG auch den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der vom Kl&auml;ger im Erbwege erworbenen Grundst&uuml;cksanteile der Besteuerung unterworfen. Nach der Rechtsprechung lasse die Ver&auml;u&szlig;erung eines Grundst&uuml;cks durch den Erben keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die Verwendungsabsichten beim Erblasser zu. Sofern keine weiteren f&uuml;r eine Zuordnung zum Betriebsverm&ouml;gen sprechenden Indizien vorl&auml;gen, werde ein geerbtes Grundst&uuml;ck nicht im Rahmen eines gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels des Erben ver&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das angefochtene Urteil beruhe zudem auf Verfahrensm&auml;ngeln. Das FG habe nicht gepr&uuml;ft, welche materiell-rechtlichen Folgen durch den Erbfall ausgel&ouml;st worden seien. Es habe nicht festgestellt, ob bereits die verstorbene Ehefrau des Kl&auml;gers einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betrieben habe, der vom Kl&auml;ger im Erbweg gem&auml;&szlig; &sect; 7 Abs. 1 der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung (EStDV) &uuml;bernommen worden sei, oder ob die Grundst&uuml;ckanteile bei ihr Privatverm&ouml;gen gewesen seien. In letzterem Falle h&auml;tte das FG, sofern es von einer Einlage in das kl&auml;gerische Betriebsverm&ouml;gen ausgehe, den Einlagewert feststellen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zudem habe das FG seine Pflicht zur Sachaufkl&auml;rung verletzt. Es habe nicht ermittelt, ob nicht weitere Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen gewesen w&auml;ren. Das FA habe als Gewinn lediglich die Differenz zwischen dem Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s und den Anschaffungskosten und der Gewerbesteuerr&uuml;ckstellung angesetzt. Es entspreche der Lebenserfahrung, dass bei einem Grundst&uuml;cksverkauf Nebenkosten entst&uuml;nden. Eine weitere Sachaufkl&auml;rung habe sich dem FG aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuer-Bescheid f&uuml;r 1997 vom 18. Januar 2000 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 6. Juni 2002 in der Weise zu &auml;ndern, dass keine Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb angesetzt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger habe bereits mit dem Erwerb, der Parzellierung und der Baureifmachung des in X belegenen Grundbesitzes seine gewerbliche T&auml;tigkeit aufgenommen. Nach der Rechtsprechung beginne die gewerbliche T&auml;tigkeit beim gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel zu dem Zeitpunkt, zu dem der Steuerpflichtige T&auml;tigkeiten unternehme, die objektiv erkennbar auf die Vorbereitung des Grundst&uuml;ckshandels gerichtet seien. Die GmbH sei zum Zweck der Bebauung und Vermarktung der Grundst&uuml;cke errichtet worden. Dem Kl&auml;ger habe auch nicht die Gewinnerzielungsabsicht gefehlt. Dass der Kl&auml;ger sich den m&ouml;glichen Erwerb des Grundst&uuml;cks nicht habe entgehen lassen wollen, offenbare seine Absicht, mit der sp&auml;teren Verwertung des Grundst&uuml;cks Gewinn zu erzielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unabh&auml;ngig hiervon seien auch bei Unterschreiten der Drei-Objekt-Grenze die Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte in Y als gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel zu beurteilen, weil nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse zweifelsfrei von einer von vornherein bestehenden unbedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht auszugehen sei. Dies zeige die Bauvoranfrage, die hinsichtlich eines der sp&auml;ter erworbenen Grundst&uuml;cke an die Stadt Y gerichtet worden sei. Zu ber&uuml;cksichtigen sei ferner, dass die Zahl der ver&auml;u&szlig;erten Objekte nur indizielle Bedeutung habe. Ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel k&ouml;nne auch dann vorliegen, wenn ein Steuerpflichtiger den Wert der zu ver&auml;u&szlig;ernden Grundst&uuml;cke aktiv steigere und dadurch Objekte anderer Marktg&auml;ngigkeit schaffe. In diesem Fall verhalte er sich wie ein Erschlie&szlig;ungsunternehmer.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich sei, dass der Kl&auml;ger sich von 1992 bis 1995 nicht als gewerblicher Grundst&uuml;cksh&auml;ndler bet&auml;tigt habe. Hierbei handele es sich um eine blo&szlig;e Betriebsunterbrechung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zutreffend habe das FG auch den Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Grundst&uuml;cksanteile erfasst, die der Kl&auml;ger im Erbweg von seiner verstorbenen Ehefrau erworben habe. Beide h&auml;tten als Anteilseigner die GmbH beherrscht; beide seien Eigent&uuml;mer der Grundst&uuml;cke in Y gewesen. Die GmbH und ihre Gesellschafter seien wirtschaftlich verflochten gewesen. Sie h&auml;tten bereits vor Erwerb der in Rede stehenden Grundst&uuml;cke Erschlie&szlig;ungsma&szlig;nahmen durch die GmbH veranlasst und damit erste T&auml;tigkeiten zur Vorbereitung der Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte durch Verbesserung der Marktg&auml;ngigkeit getroffen. Die ererbten Grundst&uuml;cksanteile seien mit zu ber&uuml;cksichtigen. Die Erblasserin habe mittels dieser Vorbereitungshandlungen den gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel des Kl&auml;gers mit begr&uuml;ndet, den der Kl&auml;ger als Erbe auf Grund eines unternehmerischen Gesamtplans fortgef&uuml;hrt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG habe seine Aufkl&auml;rungspflicht nicht verletzt. Dass weitere Betriebsausgaben angefallen seien, habe der Kl&auml;ger erstmals im Revisionsverfahren vorgetragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das angefochtene Urteil wird aufgehoben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckverwiesen (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat im Ergebnis zu Recht erkannt, dass der Kl&auml;ger die von ihm erworbenen Anteile an den Flurst&uuml;cken A und B in Y im Rahmen eines gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels ver&auml;u&szlig;ert hat. Zutreffend ist auch die (stillschweigende) Annahme des FG, dass die vom Kl&auml;ger im Erbwege erworbenen Anteile an diesen Grundst&uuml;cken Bestandteil des kl&auml;gerischen Betriebsverm&ouml;gens waren. Das FG hat jedoch keine Feststellung zum Einlagezeitpunkt und zum Einlagewert getroffen. Der erkennende Senat kann daher nicht beurteilen, in welcher H&ouml;he ein Gewinn aus dem gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel anzusetzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Ein Gewerbebetrieb liegt nach n&auml;herer Ma&szlig;gabe des &sect; 15 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) vor, wenn er selbst&auml;ndig, nachhaltig sowie mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, betrieben wird, sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt und die T&auml;tigkeit nicht der privaten Verm&ouml;gensverwaltung zuzurechnen ist (st&auml;ndige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211;, vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10. Dezember 2001 GrS 1\/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) F&uuml;r die Abgrenzung zwischen Gewerbebetrieb einerseits und Verm&ouml;gensverwaltung andererseits stellt die Rechtsprechung auf das Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse und die Verkehrsanschauung ab. In Zweifelsf&auml;llen ist ma&szlig;gebend, ob die T&auml;tigkeit dem Bild entspricht, das nach der Verkehrsanschauung einen Gewerbebetrieb ausmacht und einer privaten Verm&ouml;gensverwaltung fremd ist (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3. Juli 1995 GrS 1\/93, BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, unter C.I.; BFH-Urteil vom 29. Oktober 1998 XI R 80\/97, BFHE 187, 287, BStBl II 1999, 448, zum Wertpapierhandel).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Anhaltspunkt f&uuml;r einen solchen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel ist die Ver&auml;u&szlig;erung von mehr als drei Objekten innerhalb eines engen zeitlichen Zusammenhangs (sog. Drei-Objekt-Grenze, vgl. BFH-Beschluss in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, m.w.N.). Denn die Zahl der Ver&auml;u&szlig;erungen innerhalb eines engen zeitlichen Zusammenhangs von in der Regel f&uuml;nf Jahren zwischen Anschaffung bzw. Errichtung und Verkauf l&auml;sst den Schluss zu, dass es dem Steuerpflichtigen auf die Ausnutzung substantieller Verm&ouml;genswerte durch Umschichtung ankommt (Senatsurteil vom 15. M&auml;rz 2000 X R 130\/97, BFHE 191, 360, BStBl II 2001, 530). Dar&uuml;ber hinaus kann sich bereits aus anderen &#8211;ganz besonderen&#8211; Umst&auml;nden zweifelsfrei eine von Anfang an bestehende oder aber fehlende Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht ergeben (vgl. Beschl&uuml;sse des Gro&szlig;en Senats in BFHE 178, 86, BStBl II 1995, 617, und in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291). Danach kann trotz &Uuml;berschreitens der Drei-Objekt-Grenze ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel zu verneinen sein, wenn eindeutige Anhaltspunkte gegen eine von Anfang an bestehende Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht sprechen; andererseits k&ouml;nnen auch bei der Ver&auml;u&szlig;erung von weniger als vier Objekten besondere Umst&auml;nde auf eine gewerbliche Bet&auml;tigung schlie&szlig;en lassen (BFH-Entscheidung in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat der Kl&auml;ger die im Jahr 1994 angeschafften Miteigentumsanteile an den Grundst&uuml;cken in Y im Rahmen eines bestehenden Grundst&uuml;ckshandels ver&auml;u&szlig;ert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die vom FG festgestellten Tatsachen rechtfertigen allerdings nicht den Schluss, der Kl&auml;ger habe unabh&auml;ngig von den Grundst&uuml;cksgesch&auml;ften in X allein durch seine Aktivit&auml;ten in Y einen Grundst&uuml;ckshandel begr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Entgegen der Auffassung des FG kann nicht allein aus der Branchenn&auml;he des Kl&auml;gers beim Verkauf von weniger als vier Objekten auf eine von Anfang an bestehende bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht geschlossen werden (BFH-Urteil vom 17. Dezember 2008 IV R 85\/06, BFHE 224, 84).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Auf Grund der vom FG getroffenen Feststellungen kann der erkennende Senat nicht beurteilen, ob es sich bei den Grundst&uuml;cksverk&auml;ufen in Y um mehr als drei Objekte handelt. Das FG hat nicht gepr&uuml;ft, ob die Flurst&uuml;cke C und D eine wirtschaftliche Einheit und damit nur ein Objekt sind. Kann eine wirtschaftliche Einheit nicht bejaht werden, handelt es sich um vier Objekte, weil auch fehlgeschlagene Verk&auml;ufe zu Z&auml;hlobjekten f&uuml;hren (Senatsbeschluss vom 8. November 2006 X B 183\/05, BFH\/NV 2007, 232, m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Hierauf kommt es im Streitfall jedoch nicht entscheidend an, weil der Kl&auml;ger durch die Ver&auml;u&szlig;erung von acht Grundst&uuml;cken in X einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel begr&uuml;ndet hat. Die in Y erworbenen Grundst&uuml;cksanteile wurden von Beginn an Bestandteil des Betriebsverm&ouml;gens dieses lediglich unterbrochenen Gewerbebetriebs. Die Verwertung der Flurst&uuml;cke A und B erfolgte daher im Betriebsverm&ouml;gen und f&uuml;hrte zu gewerblichen Eink&uuml;nften.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Annahme von acht Z&auml;hlobjekten in X steht nicht entgegen, dass die ver&auml;u&szlig;erten Grundst&uuml;cke durch die Parzellierung nur eines Grundst&uuml;cks entstanden sind. Wird ein erworbenes Grundst&uuml;ck wie im Streitfall in engem zeitlichen Zusammenhang parzelliert und werden die hierbei entstehenden Grundst&uuml;cke verwertet, ist grunds&auml;tzlich von einer bestehenden bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht auszugehen. Bei dieser Sachlage ist die Parzellierung und zeitnahe Ver&auml;u&szlig;erung nicht anders zu beurteilen als der Erwerb von bereits parzellierten Grundst&uuml;cken in bedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht (BFH-Urteil vom 16. Januar 1996 VIII R 11\/94, BFH\/NV 1996, 676; zur Abgrenzung vgl. Senatsurteil in BFHE 191, 360, BStBl II 2001, 530, unter II.3.c cc).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Mit diesen Grundst&uuml;cksgesch&auml;ften hat sich der Kl&auml;ger am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt und auch in Gewinnerzielungsabsicht gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Eine Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr setzt voraus, dass sich der Verk&auml;ufer mit seiner Verkaufsabsicht an den allgemeinen Markt wendet. Hierf&uuml;r reicht es nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH aus, dass der Verk&auml;ufer bereit ist, an jeden zu verkaufen, der die Kaufbedingungen erf&uuml;llt (BFH-Urteil vom 20. Februar 2003 III R 10\/01, BFHE 201, 515, BStBl II 2003, 510).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem Vortrag des Kl&auml;gers hat er zwar der GmbH die Vermarktung der Grundst&uuml;cke &uuml;berlassen, aber als (Mit-)Verk&auml;ufer den Erwerbern jeweils das Eigentum an dem ihm geh&ouml;renden Grund und Boden verschafft. Er war bereit, an jeden zu verkaufen, der die Kaufbedingungen erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hat auch mit Gewinnerzielungsabsicht gehandelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&Uuml;berl&auml;sst ein Steuerpflichtiger ganz oder zum Teil zugunsten einer nahe stehenden Person oder Gesellschaft eine von ihm erwirtschaftete Erwerbschance, dann verf&uuml;gt er damit &uuml;ber den ihm selbst zustehenden Gewinn (Senatsurteil vom 15. M&auml;rz 2005 X R 39\/03, BFHE 209, 320, BStBl II 2005, 817). Eine solche dem Fremdvergleichsgrundsatz widersprechende Vereinbarung bewirkt daher nicht, dass die Gewinnerzielungsabsicht entf&auml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger hatte im Streitfall mit seiner GmbH vereinbart, dass er nach der Ver&auml;u&szlig;erung der ihm geh&ouml;renden Grundst&uuml;cke und der darauf von der GmbH errichteten Einfamilienh&auml;user bei der internen Verrechnung des Gesamtkaufpreises keinen &uuml;ber den Einstandswert hinausgehenden Preis verlangen werde. Damit verzichtete er in Bezug auf die von ihm ver&auml;u&szlig;erten Grundst&uuml;cke zugunsten der von ihm beherrschten GmbH auf den ihm zustehenden Gewinn. Der Kl&auml;ger hat den von ihm erwirtschafteten Gewinn lediglich auf seine GmbH verlagert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die vom Kl&auml;ger in Y erworbenen Grundst&uuml;cksanteile wurden von Beginn an Bestandteil dieses Grundst&uuml;ckshandelsbetriebs.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dem steht nicht entgegen, dass der Kl&auml;ger nach der Ver&auml;u&szlig;erung der Grundst&uuml;cke in X &uuml;ber mehrere Jahre hinweg in eigener Person keine Grundst&uuml;cksverk&auml;ufe vorgenommen hat. Entfaltet ein gewerblicher Grundst&uuml;cksh&auml;ndler &uuml;ber eine gewisse Zeit keine Grundst&uuml;cksaktivit&auml;ten, ist bei einem zureichenden zeitlichen Zusammenhang von einer blo&szlig;en Betriebsunterbrechung auszugehen (BFH-Urteil vom 28. September 1995 IV R 39\/94, BFHE 179, 75, BStBl II 1996, 276; BFH-Beschluss vom 26. April 2000 III B 47\/99, BFH\/NV 2000, 1451; Senatsbeschluss vom 7. Juni 2005 X B 140\/04, BFH\/NV 2005, 1794). Nichts anderes gilt, wenn in der inaktiven Phase die sp&auml;teren Grundst&uuml;cksgesch&auml;fte nicht konkret absehbar sind und keine Grundst&uuml;cke im Umlaufverm&ouml;gen gehalten werden (BFH-Urteil vom 20. April 2006 III R 1\/05, BFHE 214, 31, BStBl II 2007, 375).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der erforderliche zeitliche Zusammenhang mit den Grundst&uuml;cksgesch&auml;ften in X (vgl. hierzu BFH-Urteil vom 5. Mai 2004 XI R 7\/02, BFHE 206, 141, BStBl II 2004, 738) ist gewahrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Regelm&auml;&szlig;ig darf der zeitliche Abstand zwischen den jeweiligen Verwertungsgesch&auml;ften einen Zeitraum von f&uuml;nf Jahren nicht &uuml;bersteigen (Senatsurteile vom 18. September 2002 X R 28\/00, BFHE 200, 304, BStBl II 2003, 133, und vom 20. Juli 2005 X R 74\/01, BFH\/NV 2005, 2195, jeweils m.w.N. aus der BFH-Rechtsprechung). Die F&uuml;nf-Jahres-Grenze ist jedoch keine starre Grenze. Eine geringf&uuml;gige &Uuml;berschreitung ist nach der Rechtsprechung jedenfalls bei einem branchenkundigen Steuerpflichtigen unsch&auml;dlich, wenn dieser eine hohe Zahl von Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ften vorgenommen hat (BFH-Beschluss vom 6. Februar 2009 IV B 74\/08, BFH\/NV 2009, 919, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den letzten Verkauf in X t&auml;tigte der Kl&auml;ger am 5. Dezember 1990 und den ersten Verkauf in Y am 4. September 1996. Der zeitliche Abstand betrug also ungef&auml;hr f&uuml;nf Jahre und neun Monate. Ferner war der Kl&auml;ger in dieser Zeit im Immobilienbereich t&auml;tig. Er ver&auml;u&szlig;erte zwischen 1990 und 1997 jedenfalls elf Objekte. Daher ist die geringf&uuml;gige &Uuml;berschreitung des F&uuml;nf-Jahres-Zeitraums im Streitfall unsch&auml;dlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Annahme, dass der Kl&auml;ger seine Grundst&uuml;cksanteile in Y in bedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben hat und sie daher auch in sachlichem Zusammenhang mit dem (unterbrochenen) Grundst&uuml;ckshandelsbetrieb standen, ist nach den Feststellungen des FG nicht widerlegt worden. Ein aus der Sicht des Steuerpflichtigen wichtiger und von seinem Willen unabh&auml;ngiger Grund f&uuml;r den Grundst&uuml;cksverkauf besagt nichts dar&uuml;ber, ob er nicht auch aus anderen Gr&uuml;nden zum Verkauf bereit gewesen w&auml;re. Das FG hat daher dem kl&auml;gerischen Vortrag, der Tod der Ehefrau sei Ausl&ouml;ser f&uuml;r die Grundst&uuml;cksverk&auml;ufe in Y gewesen, zutreffend keine entscheidende Bedeutung beigemessen. Zudem hat das FG sich nicht davon &uuml;berzeugen k&ouml;nnen, dass der Kl&auml;ger auf den Flurst&uuml;cken C und D einen eigenen Altersruhesitz errichten wollte. Auch hat das FG es nicht als plausibel angesehen, dass der Kl&auml;ger die urspr&uuml;ngliche Absicht, die anderen Flurst&uuml;cke in Y jeweils zu bebauen und zu vermieten, wegen des Todes der Ehefrau aufgegeben habe, weil sich an seiner von ihm behaupteten Unterversorgung im Alter nichts ge&auml;ndert habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Ohne Bedeutung ist, dass der Kl&auml;ger lediglich Miteigentumsanteile in bedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben, aber in engem zeitlichem Zusammenhang die Grundst&uuml;cke ver&auml;u&szlig;ert hat. Seine Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht hat er durch den Verkauf der gesamten Grundst&uuml;cke verwirklicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Zu Recht hat das FG (stillschweigend) angenommen, dass die Grundst&uuml;cksver&auml;u&szlig;erungen in Y auch hinsichtlich der vom Kl&auml;ger im Erbwege erworbenen Miteigentumsanteile an diesen Grundst&uuml;cken zu gewerblichen Eink&uuml;nften f&uuml;hrten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Anteile sind notwendiges Betriebsverm&ouml;gen des kl&auml;gerischen Grundst&uuml;ckshandelsbetriebs geworden, und zwar zu dem Zeitpunkt, zu dem sich der Kl&auml;ger nach au&szlig;en erkennbar entschlossen hat, die von ihm angeschafften sowie die ererbten Miteigentumsanteile in Gestalt der Ver&auml;u&szlig;erung der Grundst&uuml;cke zu verwerten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Kl&auml;ger hat entgegen der Auffassung des FA weder einen nach &sect; 7 Abs. 1 EStDV in der im Streitjahr geltenden Fassung (nunmehr: &sect; 6 Abs. 3 EStG) von ihm zum Buchwert fortzuf&uuml;hrenden Grundst&uuml;ckshandelsbetrieb seiner Ehefrau noch einen dieser geh&ouml;renden Mitunternehmeranteil an einem gemeinsam mit ihm &#8211;dem Kl&auml;ger&#8211; betriebenen Grundst&uuml;ckshandelsunternehmen im Erbweg &uuml;bernommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es ist nichts daf&uuml;r ersichtlich, dass die Ehefrau zu ihren Lebzeiten bereits Inhaberin eines solchen Betriebs bzw. einer betrieblichen Teileinheit gewesen w&auml;re. Sie hat ihre Grundst&uuml;cksanteile weder in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben noch, ggf. in Zusammenwirkung mit dem Kl&auml;ger, mit dem von Anfang an bestehenden Ziel der sp&auml;teren Grundst&uuml;cksverwertung mit dem Betrieb eines gewerblichen Erschlie&szlig;ungsunternehmens begonnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Ehefrau ist weder allein noch im Zusammenwirken mit dem Kl&auml;ger als gewerbliche Erschlie&szlig;ungsunternehmerin t&auml;tig geworden. Voraussetzung hierf&uuml;r w&auml;re, dass der Steuerpflichtige Grundst&uuml;cke vor der Ver&auml;u&szlig;erung als Bauland erschlie&szlig;t oder an der Erschlie&szlig;ung aktiv teilnimmt, z.B. durch den Ankauf oder die Abtretung von Stra&szlig;enland sowie durch Ma&szlig;nahmen der Bebauungsplanung, um auf diese Weise ein Produkt anderer Marktg&auml;ngigkeit zu schaffen (BFH-Urteile vom 5. Oktober 1989 IV R 35\/88, BFH\/NV 1991, 317; vom 9. Dezember 2002 VIII R 40\/01, BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294, in BFHE 209, 320, BStBl II 2005, 817; vom 15. April 2004 IV R 54\/02, BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, und Senatsurteil vom 12. Juli 2007 X R 4\/04, BFHE 218, 331, BStBl II 2007, 885).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nicht ausreichend ist, dass der Steuerpflichtige geringf&uuml;gige Aktivit&auml;ten entfaltet, die allein der Herbeif&uuml;hrung der Baureife dienen (BFH-Urteil in BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868). Dementsprechend gen&uuml;gt die blo&szlig;e Grundst&uuml;cksparzellierung vor der Ver&auml;u&szlig;erung nicht (Senatsurteile in BFHE 191, 360, BStBl II 2001, 530, und in BFHE 209, 320, BStBl II 2005, 817). Aus diesem Grund kann nicht allein aus der vom FG festgestellten Vermessung der Grundst&uuml;cke und einer Bauvoranfrage auf eine gewerbliche Bet&auml;tigung geschlossen werden. Daher sind entgegen der Ansicht des FA die vom FG festgestellten Aktivit&auml;ten auch nicht als Beginn eines gewerblichen Erschlie&szlig;ungsunternehmens zu beurteilen. Im &Uuml;brigen hat das FG keine Umst&auml;nde festgestellt, die f&uuml;r den vom FA behaupteten Gesamtplan sprechen. Solche Umst&auml;nde sind nach Lage der Akten nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die geerbten Grundst&uuml;cksanteile wurden jedoch notwendiges Betriebsverm&ouml;gen des kl&auml;gerischen Gewerbebetriebs im Zeitpunkt ihrer Verwendung zu eigenbetrieblichen Zwecken.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Zeitpunkt des Erbfalls ist jedenfalls dann nicht ma&szlig;geblich, wenn der Erblasser wie hier keinen eigenen Grundst&uuml;ckshandel betrieben hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die T&auml;tigkeit eines H&auml;ndlers ist dadurch gepr&auml;gt, dass er Wirtschaftsg&uuml;ter am Markt erwirbt, um diese wiederum am Markt zu verwerten. Eine Beschaffung am Markt liegt aber nicht vor, wenn Grundst&uuml;cksanteile im Erbwege erworben werden, weil diese vom sp&auml;teren Ver&auml;u&szlig;erer nicht entgeltlich gekauft wurden und die vom Erben vorgenommenen Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte keine R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die vom Erblasser im Erwerbszeitpunkt bestehenden Absichten zulassen (BFH-Urteil in BFHE 214, 31, BStBl II 2007, 375). Auch die Finanzverwaltung geht davon aus, dass geerbte Grundst&uuml;cke nicht zu ber&uuml;cksichtigen sind, wenn weder der Erblasser in seiner Person einen Grundst&uuml;ckshandel betrieben hat und auch der Erbe keinen unternehmerischen Gesamtplan fortsetzt oder wertsteigernde Aktivit&auml;ten entfaltet (Bundesministerium der Finanzen, Schreiben vom 26. M&auml;rz 2004, BStBl I 2004, 434, Tz. 9). Bei der Ehefrau, die bis zu dem Erwerb ihrer Grundst&uuml;cksanteile keine Grundst&uuml;cksaktivit&auml;ten entfaltet hat, hat das FG keine Bet&auml;tigung als Grundst&uuml;cksh&auml;ndlerin festgestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Dem Zeitpunkt des Erbfalls kommt nicht dadurch Bedeutung zu, dass die Miteigentumsanteile an den Grundst&uuml;cken der Erblasserin mit dem Erbfall unmittelbar und von selbst auf den Kl&auml;ger &uuml;bergegangen (Palandt\/Edenhofer, B&uuml;rgerliches Gesetzbuch, 68. Aufl., &sect; 1922 Rz 4) und deshalb die bisherigen Bruchteile mit der Folge in einer Hand zusammengetroffen sind, dass die Bruchteilsgemeinschaft beendet und der Kl&auml;ger Alleineigent&uuml;mer der Grundst&uuml;cke geworden ist (Palandt\/Bassenge, a.a.O., &sect; 1008 Rz 2, 5; M&uuml;nchKommBGB\/K. Schmidt, 5. Aufl., &sect; 1008 Rz 4, 5, 14). Von dieser zivilrechtlichen einheitlichen Beurteilung unterscheidet sich die steuerrechtliche Zuordnung von Grundst&uuml;cken und Grundst&uuml;cksteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grunds&auml;tzlich geh&ouml;rt zwar auch im Steuerrecht jeder Gegenstand nur einheitlich dem Betriebsverm&ouml;gen oder dem Privatverm&ouml;gen an. Aber bei Grundst&uuml;cken macht die Rechtsprechung seit langem davon Ausnahmen, die insbesondere der unterschiedlichen Nutzung Rechnung tragen. So liegen beispielsweise bei einem gemischt genutzten Geb&auml;ude im Hinblick auf einen nicht einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhang unterschiedliche Wirtschaftsg&uuml;ter vor (Schmidt\/Weber-Grellet, EStG, 28. Aufl., &sect; 5 Rz 94, 96, 135). Ein solcher Ausnahmefall ist auch im Streitfall anzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend die vom Kl&auml;ger erworbenen Anteile mit dem Erwerb ohne die Notwendigkeit einer weiteren der Widmung dienenden Handlung zum Umlaufverm&ouml;gen seines gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels wurden, waren die von der Ehefrau des Kl&auml;gers erworbenen Anteile Privatverm&ouml;gen; die Ehefrau des Kl&auml;gers hatte zu keinem Zeitpunkt Aktivit&auml;ten auf dem Grundst&uuml;cksmarkt entfaltet, die die Annahme einer gewerblichen T&auml;tigkeit gerechtfertigt h&auml;tte. An der Qualifizierung der Miteigentumsanteile der Ehefrau des Kl&auml;gers als Privatverm&ouml;gen hat sich durch den Tod und Erbfall nichts ge&auml;ndert. Der sich durch den Erbfall und damit einhergehender Beendigung der Bruchteilsgemeinschaft von selbst vollziehende Wandel von Miteigentumsanteilen in Alleineigentum des Kl&auml;gers macht die urspr&uuml;nglich unterschiedlich einzuordnenden Anteile an den Grundst&uuml;cken nicht zu einem einheitlich dem Betriebs- oder Privatverm&ouml;gen zuzuordnenden Wirtschaftsgut (vgl. BFH-Urteile vom 8. M&auml;rz 1990 IV R 60\/89, BFHE 160, 443, BStBl II 1994, 559; vom 10. November 2004 XI R 31\/03, BFHE 208, 180, BStBl II 2005, 334; vom 21. April 2005 III R 4\/04, BFHE 209, 485, BStBl II 2005, 604). Der Erbfall f&uuml;hrt nicht von sich aus ohne eine zus&auml;tzliche Widmungsentscheidung des nunmehrigen Alleineigent&uuml;mers zu einer Einlage in das Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers. Eine Zwangseinlage ist dem Einkommensteuerrecht fremd (vgl. BFH-Urteile in BFHE 160, 443, BStBl II 1994, 559; in BFHE 208, 180, BStBl II 2005, 334, und in BFHE 209, 485, BStBl II 2005, 604).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die im Erbwege erworbenen Grundst&uuml;cksanteile wurden jedoch zu dem Zeitpunkt notwendiges Betriebsverm&ouml;gen, zu dem der Kl&auml;ger sie unmittelbaren betrieblichen Zwecken zugef&uuml;hrt hat. Ein solcher Einsatz ist gegeben, wenn bisher zum Privatverm&ouml;gen geh&ouml;rende Wirtschaftsg&uuml;ter mit dem Ziel verwendet werden, die betriebliche Bet&auml;tigung zu erm&ouml;glichen oder nachhaltig zu f&ouml;rdern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall hat der Kl&auml;ger seine hinsichtlich der von ihm erworbenen Miteigentumsanteile von Anfang an bestehende bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht in der Weise in die Tat umgesetzt, dass er jeweils ganze Grundst&uuml;cke und nicht nur Miteigentumsanteile hieran (in H&ouml;he der von ihm erworbenen Quote) ver&auml;u&szlig;erte. Er hat daher die geerbten Anteile als Mittel zur Verwirklichung seiner betrieblichen Bet&auml;tigung eingesetzt. Die im Erbwege erworbenen Anteile sind daher zu dem Zeitpunkt Bestandteil seines notwendigen Betriebsverm&ouml;gens geworden, zu dem seine Absicht zur Verwertung der Grundst&uuml;cke nach au&szlig;en erkennbar geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Das FG hat keine Feststellungen dazu getroffen, von welchem Zeitpunkt an der Kl&auml;ger jeweils Aktivit&auml;ten zur Ver&auml;u&szlig;erung der Grundst&uuml;cke in Y unternommen hat. Hierauf kommt es aber hinsichtlich des Flurst&uuml;cks B an. Bei diesem Grundst&uuml;ck ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass zwischen dem Erwerb des Miteigentumsanteils der Erblasserin und der Einlage in das Betriebsverm&ouml;gen des Kl&auml;gers mehr als drei Jahre vergangen sind. In diesem Fall w&auml;re die Einlage nicht mit den Anschaffungskosten (&sect; 6 Abs. 1 Nr. 5 Halbsatz 2 Buchst. a EStG), sondern mit dem Teilwert zum Zeitpunkt der Zuf&uuml;hrung zum Betriebsverm&ouml;gen anzusetzen. Das FG m&uuml;sste dann die H&ouml;he des Teilwerts ermitteln und den Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn auf dieser Grundlage berechnen. Hinsichtlich des geerbten Miteigentumsanteils an dem Flurst&uuml;ck A bedarf es solcher Ermittlungen nicht, weil dieses Grundst&uuml;ck innerhalb von drei Jahren nach dem Erwerb des Anteils ver&auml;u&szlig;ert wurde und deshalb die Einlage dieses Anteils mit den Anschaffungskosten anzusetzen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Da die vorstehend genannten Feststellungen fehlen, ist das angefochtene Urteil aufzuheben, damit das FG diese Feststellungen nachholen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Da sich die kl&auml;gerischen Verfahrensr&uuml;gen allein auf die H&ouml;he des anzusetzenden Gewinns beziehen, den das FG im zweiten Rechtsgang festzustellen hat, hat der erkennende Senat &uuml;ber die Verfahrensr&uuml;gen nicht zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 18.8.2009, X R 47\/06 Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel Tatbestand 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarb mit Kaufvertrag vom 16. Februar 1990 das unbebaute Grundst&uuml;ck in X. Unmittelbar danach lie&szlig; er es in acht Teilgrundst&uuml;cke parzellieren. Am 12. Juli 1990 wurde die Z-GmbH (GmbH) gegr&uuml;ndet. Der Kl&auml;ger war Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH. 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