{"id":13271,"date":"2012-12-19T16:09:14","date_gmt":"2012-12-19T14:09:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13271"},"modified":"2012-12-19T16:09:14","modified_gmt":"2012-12-19T14:09:14","slug":"i-r-28-08-voraussetzungen-von-duldungs-und-anscheinsvollmacht-verletzung-der-belehrungspflicht-und-verwertungsverbot-erhoehte-mitwirkungspflicht-bei-zuordnung-von-baumassnahmen-zu-den-herstellungskost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-28-08-voraussetzungen-von-duldungs-und-anscheinsvollmacht-verletzung-der-belehrungspflicht-und-verwertungsverbot-erhoehte-mitwirkungspflicht-bei-zuordnung-von-baumassnahmen-zu-den-herstellungskost\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;28\/08 &#8211; Voraussetzungen von Duldungs- und Anscheinsvollmacht &#8211; Verletzung der Belehrungspflicht und Verwertungsverbot &#8211; erh&ouml;hte Mitwirkungspflicht bei Zuordnung von Bauma&szlig;nahmen zu den Herstellungskosten &#8211; Aktivierung der Provisionsforderung eines Handelsvertreters &#8211; Aufgabe der sog. Theorie der finalen Betriebsaufgabe &#8211; Voraussetzung f&uuml;r Ablaufhemmung nach &sect; 171 Abs. 4 Satz 1 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.10.2009, I R 28\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Voraussetzungen von Duldungs- und Anscheinsvollmacht &#8211; Verletzung der Belehrungspflicht und Verwertungsverbot &#8211; erh&ouml;hte Mitwirkungspflicht bei Zuordnung von Bauma&szlig;nahmen zu den Herstellungskosten &#8211; Aktivierung der Provisionsforderung eines Handelsvertreters &#8211; Aufgabe der sog. Theorie der finalen Betriebsaufgabe &#8211; Voraussetzung f&uuml;r Ablaufhemmung nach &sect; 171 Abs. 4 Satz 1 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Streitpunkt ist u.a., ob durch Wegzug und Verlegung des Betriebs eines selbst&auml;ndigen Handelsvertreters nach Luxemburg ein fiktiver Aufgabegewinn zu versteuern ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der zun&auml;chst im Inland wohnhafte Kl&auml;ger, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) erzielte dort in den Streitjahren (1992 und 1993) als Handelsvertreter Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb gem&auml;&szlig; &sect; 15 des Einkommensteuergesetzes (EStG 1990) sowie Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung gem&auml;&szlig; &sect; 21 EStG 1990. Die Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r 1992 hatte er im Jahr 1993, die Erkl&auml;rungen f&uuml;r 1993 hatte er im Jahr 1995 eingereicht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Am 31. Dezember 1993 verzog der Kl&auml;ger nach Luxemburg. Er &uuml;bte von dort aus die T&auml;tigkeit als Handelsvertreter weiterhin aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im November 1993 erlie&szlig; der Beklagte, Revisionskl&auml;ger und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) f&uuml;r das Streitjahr 1992 einen Einkommensteuerbescheid, der im Oktober 1996 nach &sect; 173 Abs. 1 Nr. 1 der Abgabenordnung (AO) und im Februar 1997 nach &sect; 10d Abs. 1 Satz 2 EStG 1990 ge&auml;ndert wurde. F&uuml;r das Kalenderjahr 1993 hatte das FA erstmals im April 1995 einen Einkommensteuerbescheid erlassen, der im Oktober 1996 und im Februar 1997 jeweils nach &sect; 164 Abs. 2 AO ge&auml;ndert wurde; der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung blieb bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den erstmaligen Bescheid f&uuml;r das Jahr 1992 &uuml;ber den einheitlichen Gewerbesteuermessbetrag erlie&szlig; das FA im November 1993; er wurde im Oktober 1996 nach &sect; 173 Abs. 1 Nr. 1 AO ge&auml;ndert. Der erstmalige Bescheid &uuml;ber den Gewerbesteuermessbetrag des Jahres 1993 datierte vom April 1995; dieser Bescheid wurde im Oktober 1996 nach &sect; 164 Abs. 2 AO ge&auml;ndert; der Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung blieb bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Bekanntgabe der ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheide sowie der Bescheide &uuml;ber den einheitlichen Gewerbesteuermessbetrag erfolgte mit der Versendung an den damaligen Steuerberater des Kl&auml;gers, M. Dieser hatte in den Jahren 1994 bis 1996 namens des Kl&auml;gers beim FA verschiedene Antr&auml;ge gestellt (Antr&auml;ge auf Anpassung und Herabsetzung der Vorauszahlungen, auf Stundung und Teilzahlung und auf Aussetzung der Vollziehung) sowie gegen den Einkommensteuerbescheid 1993 Einspruch eingelegt und f&uuml;r den Kl&auml;ger an Er&ouml;rterungen mit dem zust&auml;ndigen Sachbearbeiter des FA teilgenommen. Nachdem M dem FA mit Schreiben vom 31. Januar 1994 mitgeteilt hatte, der Kl&auml;ger sei nach Luxemburg verzogen, forderte das FA M mit Schreiben vom 9. Februar 1995 auf, f&uuml;r den Kl&auml;ger einen inl&auml;ndischen Empfangsbevollm&auml;chtigten zu benennen. Daraufhin lie&szlig; M dem FA im April 1995 &uuml;ber einen Mitarbeiter seiner Kanzlei mitteilen, der den Kl&auml;ger betreffende Schriftverkehr solle weiterhin an ihn (M) gesandt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In der Zeit vom 29. Oktober 1997 bis 7. Dezember 2000 fand (mit Unterbrechungen) eine Au&szlig;enpr&uuml;fung beim Kl&auml;ger statt. Eine Ausfertigung der Pr&uuml;fungsanordnung vom 12. September 1997 wurde an M &uuml;bersandt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach Eingang einer Kontrollmitteilung des Finanzamts f&uuml;r Gro&szlig;betriebspr&uuml;fung B im Januar 1998 wurde im M&auml;rz 1998 ein Steuerstrafverfahren gegen den Kl&auml;ger eingeleitet. Nachdem sich der Verdacht der Steuerhinterziehung nicht weiter erh&auml;rtet hatte, wurde das Steuerstrafverfahren nach einem abschlie&szlig;enden Gespr&auml;ch mit dem Kl&auml;ger im Dezember 1998 eingestellt und die Au&szlig;enpr&uuml;fung beim Kl&auml;ger fortgesetzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Pr&uuml;fer nahm in seinem Bericht &uuml;ber die Au&szlig;enpr&uuml;fung vom 7. Dezember 2000 aufgrund der von ihm getroffenen Feststellungen u.a. folgende &Auml;nderungen der Besteuerungsgrundlagen vor:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; Anschaffungsnahe Aufwendungen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Aufwendungen f&uuml;r Bauma&szlig;nahmen (Mietereinbauten und Reparaturkosten) in beiden Streitjahren an einem Geb&auml;ude in R, das der Kl&auml;ger zun&auml;chst noch betrieblich genutzt und ab 15. Februar 1992 vermietet hatte, behandelte der Pr&uuml;fer im Rahmen der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung nicht als in voller H&ouml;he abzugsf&auml;hige Werbungskosten, sondern ordnete sie als anschaffungsnahe Aufwendungen den Herstellungskosten zu.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&#8211; Aufgabegewinn:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Hinblick auf die Verlegung des Betriebs des Kl&auml;gers nach Luxemburg legte der Pr&uuml;fer einen nach Ma&szlig;gabe von &sect; 16 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 EStG 1990 zu versteuernden Aufgabegewinn von insgesamt 887.836 DM zugrunde, wovon auf den Gesch&auml;fts- bzw. Firmenwert 700.000 DM entfielen. Weiterhin erh&ouml;hte er den Teilwert der durch die Betriebsverlegung als entnommen angesehenen Wirtschaftsg&uuml;ter (Au&szlig;enanlagen, Fahrzeuge, sonstige abnutzbare Wirtschaftsg&uuml;ter) im Vergleich zum bisherigen Ansatz um 50.000 DM. Dar&uuml;ber hinaus setzte der Pr&uuml;fer die in der Bilanz zum 31. Dezember 1993 noch nicht ausgewiesenen Provisionsanspr&uuml;che aus dem Auftragsbestand bis zum 31. Dezember 1993 in H&ouml;he von 75.400 DM an und ordnete sie dem Aufgabegewinn zu; es handelte sich dabei um Provisionsforderungen f&uuml;r im Dezember 1993 vom Kl&auml;ger vermittelte Kaufvertr&auml;ge, die von den jeweiligen Gesch&auml;ftsherren durch Warenlieferungen im Jahr 1994 erf&uuml;llt worden waren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA folgte den Pr&uuml;fungsfeststellungen und erlie&szlig; unter dem Datum vom 20. Februar 2001 nach &sect; 173 Abs. 1 Nr. 1 AO ge&auml;nderte Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 1992 und 1993 und ge&auml;nderte Bescheide &uuml;ber die einheitlichen Gewerbesteuermessbetr&auml;ge f&uuml;r 1992 und 1993. Die deswegen erhobene Klage st&uuml;tzte der Kl&auml;ger zuletzt noch auf den seiner Auffassung nach gegebenen Ablauf der Festsetzungsfrist vor Erlass der Bescheide, auf ein Verwertungsverbot im Hinblick auf die aus der Au&szlig;enpr&uuml;fung gewonnenen Erkenntnisse, auf die Ermittlung des Aufgabegewinns und die Behandlung der Bauma&szlig;nahmen als anschaffungsnahe Aufwendungen. Die Klage hatte insoweit Erfolg, als das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz den im ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 1993 angesetzten Aufgabegewinn um die auf den Gesch&auml;ftswert\/Firmenwert entfallenden 700.000 DM reduziert hat; es h&auml;lt die Besteuerung eines Aufgabegewinns infolge der Betriebsverlegung im Hinblick auf den Gesch&auml;ftswert f&uuml;r gemeinschaftsrechtswidrig (Versto&szlig; gegen die Niederlassungsfreiheit). Im &Uuml;brigen hat das FG die Klage als unbegr&uuml;ndet abgewiesen. Sein Urteil vom 17. Januar 2008&nbsp;&nbsp;4 K 1347\/03 ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2008, 680 abgedruckt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gegen das FG-Urteil richten sich die auf die Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzten Revisionen von Kl&auml;ger und FA.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger beantragt (sinngem&auml;&szlig;), das FG-Urteil und die angefochtenen &Auml;nderungsbescheide sowie die hierzu ergangenen Einspruchsentscheidungen aufzuheben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt, das FG-Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beteiligten beantragen im &Uuml;brigen, die Revision des jeweils Anderen zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>W&auml;hrend des Revisionsverfahrens ist das Bundesministerium der Finanzen (BMF) dem Rechtsstreit beigetreten. Einen Sachantrag hat es nicht gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Die Revision des Kl&auml;gers hat Erfolg; das Rechtsmittel des FA ist hingegen unbegr&uuml;ndet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Revision des Kl&auml;gers ist begr&uuml;ndet und f&uuml;hrt gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Annahme des FG, die angefochtenen &Auml;nderungsbescheide seien innerhalb der Festsetzungsfristen ergangen, wird von den tatrichterlichen Feststellungen nicht getragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die vierj&auml;hrigen Festsetzungsfristen f&uuml;r die Einkommensteuer und die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge (&sect; 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO) haben gem&auml;&szlig; &sect; 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO mit Ablauf des Kalenderjahres begonnen, in dem der Kl&auml;ger seine Steuererkl&auml;rungen eingereicht hatte. Sie endeten demnach f&uuml;r das Streitjahr 1992 regul&auml;r mit Ablauf des Jahres 1997 und f&uuml;r das Streitjahr 1993 regul&auml;r mit Ablauf des Jahres 1999, mithin jeweils vor dem Erlass der angefochtenen Bescheide, die vom 20. Februar 2001 datieren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG hat angenommen, der Ablauf der Festsetzungsfristen sei im Streitfall gem&auml;&szlig; &sect; 171 Abs. 4 Satz 1 AO durch den Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung am 29. Oktober 1997 gehemmt worden. Nach dieser Bestimmung l&auml;uft u.a. dann, wenn vor Ablauf der Festsetzungsfrist mit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung begonnen wird, die Festsetzungsfrist f&uuml;r die Steuern, auf die sich die Au&szlig;enpr&uuml;fung bezieht, nicht ab, bevor die aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu erlassenden Bescheide unanfechtbar geworden sind. Ob eine solche Ablaufhemmung im Streitfall eingetreten ist, l&auml;sst sich anhand der Feststellungen des FG nicht abschlie&szlig;end beurteilen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Die Ablaufhemmung nach &sect; 171 Abs. 4 Satz 1 AO setzt voraus, dass im Hinblick auf die begonnene Au&szlig;enpr&uuml;fung eine Pr&uuml;fungsanordnung i.S. des &sect; 196 AO ergangen ist (Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25. Januar 1996 V R 42\/95, BFHE 179, 480, BStBl II 1996, 338; vom 6. Juli 1999 VIII R 17\/97, BFHE 189, 302, BStBl II 2000, 306; Klein\/R&uuml;sken, Abgabenordnung, 9. Aufl., &sect; 171 Rz 39). Daran k&ouml;nnte es hier fehlen, weil nach dem Vorbringen des Kl&auml;gers dessen fr&uuml;herer Steuerberater M, gegen&uuml;ber dem das FA die Pr&uuml;fungsanordnung vom 12. September 1997 bekannt gegeben hat, nicht empfangsbevollm&auml;chtigt war. Die Bekanntgabe an den Steuerpflichtigen oder an einen Bevollm&auml;chtigten (vgl. BFH-Beschluss vom 3. M&auml;rz 2003 IX B 206\/02, BFH\/NV 2003, 884) ist aber gem&auml;&szlig; &sect; 122, &sect; 197 AO Voraussetzung f&uuml;r die Wirksamkeit der Pr&uuml;fungsanordnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Das FG hat keine Feststellungen dazu getroffen, ob zum Bekanntgabezeitpunkt eine rechtsgesch&auml;ftlich (ausdr&uuml;cklich oder konkludent) erteilte Empfangsvollmacht des M bestanden hat, sondern hat die wirksame Bekanntgabe der Pr&uuml;fungsanordnung gegen&uuml;ber M auf eine Duldungs- oder Anscheinsvollmacht des M gest&uuml;tzt. Diese hat es daraus abgeleitet, dass M im Zeitraum vor der Bekanntgabe f&uuml;r den Kl&auml;ger mehrfach im Verfahren der Einkommensteuerveranlagung und in den Rechtsbehelfsverfahren gegen den Einkommensteuerbescheid 1993 und den Bescheid &uuml;ber die Feststellung des Gewerbesteuermessbetrags 1993 f&uuml;r den Kl&auml;ger aufgetreten sei; &uuml;berdies habe M dem FA mitteilen lassen, dass der den Kl&auml;ger betreffende Schriftverkehr nach dem Umzug nach Luxemburg weiterhin &uuml;ber ihn (M) abgewickelt werden solle. Diese Feststellungen reichen indes f&uuml;r das Vorliegen einer Anscheins- oder einer Duldungsvollmacht nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Von einer Anscheinsvollmacht wird gesprochen, wenn der Vertretene das Handeln eines angeblichen Vertreters nicht kennt, er es aber bei pflichtgem&auml;&szlig;er Sorgfalt h&auml;tte erkennen und verhindern k&ouml;nnen, und wenn ferner der Gesch&auml;ftsgegner nach Treu und Glauben annehmen durfte, der Vertretene dulde und billige das Handeln seines Vertreters. Eine Duldungsvollmacht liegt vor, wenn der Vertretene es wissentlich geschehen l&auml;sst, dass ein anderer f&uuml;r ihn wie ein Vertreter auftritt und der Gesch&auml;ftsgegner dieses Dulden nach Treu und Glauben dahin verstehen darf, dass der als Vertreter Handelnde bevollm&auml;chtigt ist (BFH-Urteil vom 28. Januar 1976 IV R 168\/73, BFHE 118, 49, BStBl II 1976, 344; BFH-Beschluss in BFH\/NV 2003, 884; Dr&uuml;en in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 80 AO Rz 10).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Von diesen Definitionen ist zwar auch das FG ausgegangen. Jedoch fehlt es an den erforderlichen Feststellungen zu wesentlichen Tatbestandsmerkmalen. So ist anhand der Entscheidungsgr&uuml;nde nicht erkennbar, inwiefern der Kl&auml;ger nach Daf&uuml;rhalten des FG gewusst hat, dass sich M gegen&uuml;ber dem FA nach dem Umzug des Kl&auml;gers nach Luxemburg als weiterhin bevollm&auml;chtigt geriert hat; nur dann k&auml;me nach der vorstehenden Definition das Institut der Duldungsvollmacht in Betracht. Hinsichtlich des Tatbestands der Anscheinsvollmacht fehlt es an Feststellungen zur Zurechenbarkeit des von M gesetzten Rechtsscheins zum Kl&auml;ger. Das FG stellt ausschlie&szlig;lich auf den von M erzeugten Rechtsschein ab und befasst sich nicht mit der Frage, ob der Kl&auml;ger das Auftreten des M als Vertreter bei pflichtgem&auml;&szlig;er Sorgfalt h&auml;tte erkennen und verhindern k&ouml;nnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Bei der erneuten Befassung mit der Sache wird das FG auch zu pr&uuml;fen haben, ob im Streitfall nicht eine formlos &#8211;z.B. durch schl&uuml;ssiges Verhalten des Kl&auml;gers&#8211; erteilte Vollmacht gegeben sein k&ouml;nnte (vgl. BFH-Beschluss vom 12. Oktober 2005 XI B 11\/04, BFH\/NV 2006, 237). Gegebenenfalls ist auch an eine Heilung einer unwirksamen Bekanntgabe durch tats&auml;chliche Weiterleitung zu denken (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 14. Dezember 1989 III R 49\/89, BFH\/NV 1991, 288; in BFH\/NV 2006, 237).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Frage, ob die Pr&uuml;fungsanordnung wirksam zugestellt wurde, ist entscheidungserheblich. &Uuml;ber die Begr&uuml;ndetheit der Klage kann nicht vollen Umfangs ohne ihre Beantwortung entschieden werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Eintritt der Ablaufhemmung ist nicht aufgrund des &sect; 171 Abs. 4 Satz 2 AO ausgeschlossen. Die R&uuml;ge des Kl&auml;gers, das FG habe den Tatbestand dieser Vorschrift im Streitfall zu Unrecht verneint, bleibt ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gem&auml;&szlig; &sect; 171 Abs. 4 Satz 2 AO greift die Ablaufhemmung gem&auml;&szlig; Satz 1 nicht, wenn eine Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn f&uuml;r die Dauer von mehr als sechs Monaten aus Gr&uuml;nden unterbrochen wird, die die Finanzbeh&ouml;rde zu vertreten hat. Ein solcher Sachverhalt liegt im Streitfall nicht vor. Die Vorinstanz ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der als Zeuge vernommene Pr&uuml;fer bis zum Zeitpunkt der Unterbrechung der Pr&uuml;fung im November 1997 an mehreren Tagen in erheblichem Umfang Pr&uuml;fungshandlungen vorgenommen und Feststellungen getroffen hatte, so dass entgegen der Darstellung des Kl&auml;gers von einer Pr&uuml;fungsunterbrechung unmittelbar nach Pr&uuml;fungsbeginn bzw. einer sog. &quot;Scheinpr&uuml;fung&quot; nicht die Rede sein k&ouml;nne. An die tatrichterliche Beweisw&uuml;rdigung, die das FG in verfahrensrechtlich nicht zu beanstandender Weise vorgenommen hat und die weder gegen Denkgesetze noch gegen allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t, ist der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden. Soweit sich der Kl&auml;ger demgegen&uuml;ber in der Revisionsbegr&uuml;ndung weiterhin auf den Standpunkt stellt, es liege offenkundig eine Scheinpr&uuml;fung vor, setzt er lediglich die eigene Beweisw&uuml;rdigung an die Stelle jener des FG. Revisionsrechtlich beachtliche Fehler vermag er nicht aufzuzeigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Unbegr&uuml;ndet sind des Weiteren die Einw&auml;nde des Kl&auml;gers gegen die Annahme des FG, die in der Au&szlig;enpr&uuml;fung gewonnenen Erkenntnisse unterl&auml;gen im Hinblick auf eine unterbliebene Belehrung des Kl&auml;gers gem&auml;&szlig; &sect; 393 Abs. 1 Satz 4 AO keinem Verwertungsverbot.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect; 393 Abs. 1 S&auml;tze 2 und 3 AO sind nach Einleitung eines Strafverfahrens gegen den Steuerpflichtigen Zwangsmittel (&sect; 328 AO) im Besteuerungsverfahren unzul&auml;ssig, wenn der Steuerpflichtige dadurch gezwungen w&auml;re, sich selbst wegen einer von ihm begangenen Steuerstraftat oder Steuerordnungswidrigkeit zu belasten. &sect; 393 Abs. 1 Satz 4 AO schreibt vor, dass der Steuerpflichtige dar&uuml;ber zu belehren ist, soweit dazu Anlass besteht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ob danach im Streitfall f&uuml;r das FA Anlass zur Belehrung des Kl&auml;gers bestanden hat, bedarf f&uuml;r die hier ma&szlig;gebliche Frage keiner Entscheidung. Denn im Besteuerungsverfahren besteht kein allgemeines gesetzliches Verwertungsverbot f&uuml;r Tatsachen, die unter Verletzung von Verfahrensvorschriften ermittelt wurden (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 30. Oktober 2008 VIII B 146\/07, juris, m.w.N.). Deshalb f&uuml;hrt auch eine Verletzung der Belehrungspflicht des &sect; 393 Abs. 1 Satz 4 AO im Besteuerungsverfahren grunds&auml;tzlich zu keinem Verwertungsverbot (BFH-Urteil vom 23. Januar 2002 XI R 11\/01, BFHE 198, 7, BStBl II 2002, 328).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Im &Uuml;brigen ist den tatrichterlichen Feststellungen kein Anhalt daf&uuml;r zu entnehmen, dass das FA den Kl&auml;ger unter dem Eindruck angedrohter oder angewendeter Zwangsmittel zu konkreten Mitwirkungshandlungen im Besteuerungsverfahren veranlasst hat. Nur die daraus gewonnenen Erkenntnisse k&auml;men aber &uuml;berhaupt f&uuml;r ein Verwertungsverbot in Betracht. Insbesondere ist das FG im Rahmen der Beweisw&uuml;rdigung zu dem Ergebnis gekommen, dass der vom Kl&auml;ger behauptete Besprechungstermin mit dem Pr&uuml;fer, dessen Sachgebietsleiter, dem Kl&auml;ger und dem Steuerberater M vom 26. M&auml;rz 1998 nicht stattgefunden hat. Auch insoweit ist der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO an die revisionsrechtlich nicht zu beanstandenden tatrichterlichen Feststellungen gebunden. Soweit der Kl&auml;ger die Aussagekraft der vom FG als eines von mehreren Indizien herangezogenen Reisekostenabrechnung des Pr&uuml;fers in Zweifel zieht, ergibt sich daraus kein Versto&szlig; gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Begr&uuml;ndetheit der Einwendungen des Kl&auml;gers gegen die materielle Rechtm&auml;&szlig;igkeit der &Auml;nderungsbescheide l&auml;sst sich anhand der tatrichterlichen Feststellungen ebenfalls nicht in allen Punkten abschlie&szlig;end kl&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Kl&auml;ger r&uuml;gt zu Recht, dass die Vorinstanz die Aufwendungen f&uuml;r die Bauma&szlig;nahmen an dem vermieteten Geb&auml;ude in R ohne konkrete Feststellungen als anschaffungsnahe Aufwendungen behandelt und sie deshalb bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung nur &uuml;ber ein erh&ouml;htes Abschreibungsvolumen &#8211;und nicht gem&auml;&szlig; &sect; 9 Abs. 1 EStG 1990 als sofort abziehbare Werbungskosten&#8211; ber&uuml;cksichtigt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Das FG hat keine Feststellungen dazu getroffen, um welche Art von Bauma&szlig;nahmen es sich konkret gehandelt und in welchem Ma&szlig;e sich der Zustand des Geb&auml;udes dadurch verbessert hat. Deshalb l&auml;sst sich anhand der angefochtenen Entscheidung nicht beurteilen, ob es sich bei den Bauma&szlig;nahmen um solche gehandelt hat, die entweder der Herstellung oder Erweiterung des Geb&auml;udes gedient oder zu einer wesentlichen Verbesserung des Geb&auml;udes gem&auml;&szlig; &sect; 255 Abs. 2 Satz 1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) gef&uuml;hrt haben. Das ist aber nach der BFH-Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteile vom 12. September 2001 IX R 39\/97, BFHE 198, 74, BStBl II 2003, 569; vom 25. September 2007 IX R 28\/07, BFHE 219, 96, BStBl II 2008, 218) die Voraussetzung f&uuml;r die Zuordnung der Aufwendungen zu den Herstellungskosten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Entgegen der Sicht der Vorinstanz kann die Zuordnung zu den Herstellungskosten nicht darauf gest&uuml;tzt werden, dass der Kl&auml;ger Mitwirkungspflichten verletzt hat. Die Feststellungslast hinsichtlich der Tatsachen, die eine wesentliche Verbesserung begr&uuml;nden und deshalb die Behandlung als Herstellungskosten rechtfertigen, tr&auml;gt das FA (BFH-Urteil in BFHE 198, 74, BStBl II 2003, 569). Da das FA in der Regel nicht in der Lage ist, den Zustand eines Geb&auml;udes im Zeitpunkt des Erwerbs festzustellen, trifft den Steuerpflichtigen insoweit zwar eine erh&ouml;hte Mitwirkungspflicht (&sect; 90 Abs. 1 Satz 3 AO, vgl. BFH-Urteil in BFHE 198, 74, BStBl II 2003, 569). Diese erh&ouml;hte Mitwirkungspflicht f&uuml;hrt aber nicht dazu, dass der Steuerpflichtige ohne vorherigen Aufkl&auml;rungsversuch der Finanzbeh&ouml;rde oder des Gerichts unaufgefordert aus eigener Initiative zu begr&uuml;nden hat, warum die von ihm als Werbungskosten abgezogenen Aufwendungen nicht zu einer wesentlichen Verbesserung des Geb&auml;udes gef&uuml;hrt haben. Dadurch w&uuml;rden die Anforderungen an die Mitwirkungspflicht in einer Weise &uuml;berdehnt, dass die Feststellungslast faktisch umgekehrt w&auml;re. Aus der Feststellungslast der Finanzbeh&ouml;rde folgt vielmehr, dass zun&auml;chst das FA konkrete Ermittlungen dar&uuml;ber anstellen muss, aus welchen Gr&uuml;nden eine Zuordnung der Aufwendungen zu den Herstellungskosten in Betracht kommt. Dabei kann es den Steuerpflichtigen erforderlichenfalls zu bestimmten Mitwirkungshandlungen auffordern. Erst wenn der Steuerpflichtige dem nicht im gebotenen Umfang nachkommt und deshalb nach Aussch&ouml;pfung der beh&ouml;rdenseitigen Erkenntnism&ouml;glichkeiten noch Unsicherheiten verbleiben, kann dies zu Lasten des Steuerpflichtigen gewertet werden (vgl. BFH-Urteil vom 9. Juni 2005 IX R 75\/03, BFH\/NV 2005, 1765; Seer in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect; 90 AO Rz 14).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat der Kl&auml;ger keine Mitwirkungspflichten verletzt. Im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung hat nach den Feststellungen des FG die Frage der wesentlichen Verbesserung des Geb&auml;udes durch die Bauma&szlig;nahmen keine Rolle gespielt und sind insoweit auch keine Feststellungen getroffen worden. Dass solche Feststellungen &#8211;wie das FG meint&#8211; auf der Grundlage des Stands der BFH-Rechtsprechung zu den sog. anschaffungsnahen Aufwendungen zum Pr&uuml;fungszeitpunkt noch nicht erforderlich gewesen sein m&ouml;gen, ist f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls irrelevant. Auch im weiteren Verlauf der Besteuerungsverfahren sind insoweit keine Ermittlungen mehr angestellt worden. Ebenso wenig ist ersichtlich, dass der Kl&auml;ger vom FA &#8211;oder vom FG&#8211; zur Mitwirkung an der Aufkl&auml;rung des Sachverhalts aufgefordert worden w&auml;re. Bei dieser Sachlage hat f&uuml;r diesen kein Anlass bestanden, von sich aus bestimmte Mitwirkungshandlungen vorzunehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Keiner weiteren Feststellungen bedarf die Frage der Besteuerung der Provisionsforderungen des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 75.400 DM f&uuml;r das Streitjahr 1993. Die von FA und FG f&uuml;r das Streitjahr 1993 als Aufgabegewinn der Besteuerung unterworfenen Forderungen waren nicht zu versteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aaa) Soweit der Kl&auml;ger nunmehr allerdings geltend macht, die Provisionsforderungen seien bereits in seiner urspr&uuml;nglichen Bilanz zum 31. Dezember 1993 aktiviert gewesen und deshalb schon Bestandteil des erkl&auml;rten laufenden Gewinns dieses Streitjahres, kann er damit im Revisionsverfahren nicht geh&ouml;rt werden. Nach den bindenden Feststellungen des FG waren die Provisionsanspr&uuml;che nicht in der Bilanz des Kl&auml;gers zum 31. Dezember 1993 aktiviert. Dem entspricht es, dass der Kl&auml;ger die Ber&uuml;cksichtigung der Forderungen als Teil des Aufgabegewinns erstinstanzlich mit der Begr&uuml;ndung angegriffen hatte, die Ertr&auml;ge aus den Provisionsforderungen habe er im Jahr 1994 in Luxemburg versteuern m&uuml;ssen. Der neue Tatsachenvortrag zur Aktivierung der Forderungen bereits zum 31. Dezember 1993 ist in der Revisionsinstanz nicht zul&auml;ssig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bbb) Die Provisionsforderungen waren in der Bilanz zum 31. Dezember 1993 nicht zu aktivieren. Der Provisionsanspruch des Handelsvertreters ist grunds&auml;tzlich erst zu aktivieren, wenn der Unternehmer (Gesch&auml;ftsherr) das vom Handelsvertreter vermittelte Gesch&auml;ft ausgef&uuml;hrt hat (BFH-Urteile vom 15. Januar 1963 I 259\/61 S, BFHE 76, 699, BStBl III 1963, 256; vom 17. Januar 1963 IV 335\/59 S, BFHE 76, 702, BStBl III 1963, 257; vom 3. Mai 1967 I 111\/64, BFHE 88, 498, BStBl III 1967, 464). Dem entspricht es spiegelbildlich, dass der Gesch&auml;ftsherr vor Ausf&uuml;hrung des Liefergesch&auml;fts keine R&uuml;ckstellung f&uuml;r die k&uuml;nftige Forderung des Handelsvertreters auf Provision bilden darf (BFH-Urteile vom 19. Oktober 1972 I R 50\/70, BFHE 107, 426, BStBl II 1973, 212; vom 22. Februar 1973 IV R 168\/71, BFHE 109, 33, BStBl II 1973, 481; vom 20. Januar 1983 IV R 168\/81, BFHE 137, 489, BStBl II 1983, 375). Beides beruht darauf, dass der Provisionsanspruch zwar gem&auml;&szlig; &sect; 87 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem erfolgreichen Abschluss der Vermittlung entsteht, die Provision aber gem&auml;&szlig; &sect; 87a Abs. 1 Satz 1 HGB erst verdient ist, sobald und soweit der Gesch&auml;ftsherr das Gesch&auml;ft ausgef&uuml;hrt hat. Das bedeutet, dass der Provisionsanspruch nach dem Vertragsabschluss zwischen dem Gesch&auml;ftsherrn und dem Kunden noch unter der aufschiebenden Bedingung der tats&auml;chlichen Ausf&uuml;hrung des vermittelten Gesch&auml;fts durch den Gesch&auml;ftsherrn steht (BFH-Urteile in BFHE 107, 426, BStBl II 1973, 212; in BFHE 109, 33, BStBl II 1973, 481; Urteil des Bundesgerichtshofs vom 29. Juni 2004 IX ZR 195\/03, BGHZ 159, 388; Emde in Staub, Handelsgesetzbuch, 5. Aufl., &sect; 87 Rz 48; L&ouml;wisch in Ebenroth\/Boujong\/Joost\/Strohn, Handelsgesetzbuch, 2. Aufl., &sect; 87a Rz 2). Erst durch den Bedingungseintritt wird der Provisionsanspruch abrechenbar und durchsetzbar. Forderungen, die einer echten aufschiebenden Bedingung unterliegen, deren Wesen in der Ungewissheit des Bedingungseintritts besteht, k&ouml;nnen indes, solange diese Ungewissheit besteht, nicht aktiviert werden (Senatsurteil vom 26. April 1995 I R 92\/94, BFHE 177, 444, BStBl II 1995, 594; Bl&uuml;mich\/Schreiber, Einkommensteuergesetz, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, &sect; 5 EStG Rz 482).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Da im Streitfall die Gesch&auml;ftsherren des Kl&auml;gers die die Provisionen ausl&ouml;senden Gesch&auml;fte erst im Jahr 1994 ausgef&uuml;hrt haben, standen die Provisionsforderungen des Kl&auml;gers zum 31. Dezember 1993 noch unter einer aufschiebenden Bedingung und waren deshalb nicht aktivierungsf&auml;hig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ccc) Die vom FG f&uuml;r m&ouml;glich gehaltene teilweise Aktivierung der Provisionsforderungen als &quot;unfertige Leistungen&quot; (&sect; 266 Abs. 2 Buchst. B. Nr. I. 2. HGB), kommt nicht in Betracht. Denn die Provisionsforderungen waren, weil sie noch unter der aufschiebenden Bedingung der Gesch&auml;ftsausf&uuml;hrung durch die Gesch&auml;ftsherren standen, zum Bilanzstichtag insgesamt noch nicht realisiert. Eine Unterteilung in einen realisierten und einen noch nicht realisierten Forderungsteil ist deshalb nicht m&ouml;glich. Dass der Kl&auml;ger die ihm obliegenden Vermittlungsleistungen bereits vollst&auml;ndig erbracht hatte, &auml;ndert daran nichts.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ddd) Die sonach nicht aktivierungsf&auml;higen Anwartschaften auf die k&uuml;nftigen Provisionsforderungen waren &#8211;entgegen der Sicht von FA und FG&#8211; nicht im Rahmen eines mit der Verlegung des Betriebs des Kl&auml;gers nach Luxemburg zu ermittelnden Aufgabegewinns zu versteuern. Der Wegzug und die Betriebsverlegung nach Luxemburg haben als solche f&uuml;r das Streitjahr 1993 keinen Besteuerungstatbestand im Hinblick auf die gewerblichen Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers ausgel&ouml;st (vgl. die nachfolgenden Ausf&uuml;hrungen zur Revision des FA).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist unbegr&uuml;ndet. Die Vorinstanz hat die Besteuerung des vom FA mit 700.000 DM veranschlagten Gesch&auml;ftswerts als Aufgabegewinn durch den ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid 1993 im Ergebnis zu Recht abgelehnt. Der dem Gewerbebetrieb des Kl&auml;gers immanente Gesch&auml;ftswert war im Streitjahr 1993 nicht aufzudecken und im Rahmen eines Aufgabegewinns zu versteuern. Die Verlegung von Betrieb und Wohnsitz des Kl&auml;gers zum 31. Dezember 1993 nach Luxemburg war keine Betriebsaufgabe i.S. von &sect; 16 Abs. 3 EStG 1990.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Nach &sect; 16 Abs. 1 Nr. 1 EStG 1990 geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb u.a. der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Gewerbebetriebs. Als Ver&auml;u&szlig;erung gilt gem&auml;&szlig; &sect; 16 Abs. 3 Satz 1 EStG 1990 auch die Aufgabe eines Gewerbebetriebs. Eine Aufgabe liegt vor, wenn aufgrund eines Entschlusses des Steuerpflichtigen, den Betrieb aufzugeben, die bisher in diesem Betrieb entfaltete gewerbliche T&auml;tigkeit endg&uuml;ltig eingestellt wird, alle wesentlichen Betriebsgrundlagen in einem einheitlichen Vorgang entweder insgesamt in das Privatverm&ouml;gen &uuml;berf&uuml;hrt bzw. anderen betriebsfremden Zwecken zugef&uuml;hrt oder insgesamt einzeln an verschiedene Erwerber ver&auml;u&szlig;ert werden und dadurch der Betrieb als selbst&auml;ndiger Organismus des Wirtschaftslebens zu bestehen aufh&ouml;rt (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 9. September 1993 IV R 30\/92, BFHE 172, 344, BStBl II 1994, 105; vom 26. April 2001 IV R 14\/00, BFHE 195, 290, BStBl II 2001, 798; Schmidt\/Wacker, Einkommensteuergesetz, 28. Aufl., &sect; 16 Rz 173, jeweils m.w.N.). Es handelt sich bei der Betriebsaufgabe somit um einen Entnahmevorgang (vgl. &sect; 4 Abs. 1 Satz 2 EStG 1990) in Form einer Totalentnahme (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 7. Oktober 1974 GrS 1\/73, BFHE 114, 189, BStBl II 1975, 168).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Wird ein Gewerbetrieb in andere Gesch&auml;ftsr&auml;ume verlegt, handelt es sich nicht um eine Betriebsaufgabe, selbst wenn die Verlegung mit einer vor&uuml;bergehenden Betriebseinstellung verbunden ist (Senatsurteile vom 20. Dezember 1967 I 103\/64, BFHE 91, 166, BStBl II 1968, 276; vom 3. Oktober 1984 I R 119\/81, BFHE 142, 433, BStBl II 1985, 245; Bl&uuml;mich\/Stuhrmann, a.a.O., &sect; 16 EStG Rz 334; Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach, Einkommensteuergesetz, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, &sect; 16 EStG Rz 416). Entscheidend ist, ob sich der urspr&uuml;ngliche und der andernorts fortgef&uuml;hrte Betrieb bei wirtschaftlicher Betrachtung und unter Ber&uuml;cksichtigung der Verkehrsauffassung nach den Verh&auml;ltnissen des Einzelfalls als wirtschaftlich identisch darstellen (z.B. weil die Betriebsmittel oder das Wirkungsfeld oder die Kundschaft unver&auml;ndert geblieben sind) und demgem&auml;&szlig; eine Fortf&uuml;hrung des bisherigen Unternehmens &#8211;eventuell unter &Auml;nderung der innerbetrieblichen Struktur oder der Rechtsform&#8211; anzunehmen ist (vgl. BFH-Urteile vom 19. April 1966 I 221\/63, BFHE 85, 445, BStBl III 1966, 459; vom 24. Juni 1976 IV R 199\/72, BFHE 119, 425, BStBl II 1976, 670; vom 28. Juni 2001 IV R 23\/00, BFHE 196, 228, BStBl II 2003, 124). Bei einem Handelsvertreter ist von einer Fortf&uuml;hrung des identischen Gesch&auml;fts auch dann auszugehen, wenn er seine bisherigen Vertretungen aufgibt, um im Anschluss daran &#8211;namentlich in der gleichen Branche&#8211; eine andere Vertretung zu &uuml;bernehmen; es findet in diesen F&auml;llen lediglich ein innerbetrieblicher Austausch der Bet&auml;tigungsgrundlagen bei ununterbrochener betrieblicher Kontinuit&auml;t statt (Senatsurteil in BFHE 85, 445, BStBl III 1966, 459; Bl&uuml;mich\/Stuhrmann, a.a.O., &sect; 16 EStG Rz 344; Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect; 16 EStG Rz 416 a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Im Streitfall liegt danach kein Fall der Betriebsaufgabe i.S. des &sect; 16 Abs. 3 Satz 1 EStG 1990 vor. Das FG ist offenkundig davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger sein bisher von inl&auml;ndischen Gesch&auml;ftsr&auml;umen aus ausge&uuml;btes Handelsvertretergewerbe nunmehr von Gesch&auml;ftsr&auml;umen in Luxemburg aus in identischer Form fortgef&uuml;hrt hat. Auch die Beteiligten stellen die Identit&auml;t des inl&auml;ndischen Betriebs des Kl&auml;gers mit dem sp&auml;ter von Luxemburg aus ausge&uuml;bten Betrieb nicht in Frage, so dass f&uuml;r den Senat kein Anlass besteht, daran zu zweifeln.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Allerdings wird es nach der Rechtsprechung des BFH wie eine Betriebsaufgabe behandelt, wenn der Betrieb als wirtschaftlicher Organismus zwar bestehen bleibt, aber durch eine Handlung bzw. einen Rechtsvorgang in seiner ertragsteuerlichen Einordnung so ver&auml;ndert wird, dass die Erfassung der stillen Reserven nicht gew&auml;hrleistet ist (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 114, 189, BStBl II 1975, 168; BFH-Urteile vom 12. April 1978 I R 136\/77, BFHE 125, 157, BStBl II 1978, 494; vom 13. Dezember 1983 VIII R 90\/81, BFHE 140, 526, BStBl II 1984, 474; vom 22. April 1998 XI R 28\/97, BFHE 186, 210, BStBl II 1998, 665; vom 14. M&auml;rz 2007 XI R 15\/05, BFHE 217, 438, BStBl II 2007, 924; Kulosa in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect; 16 EStG Rz 437 f., m.w.N.). In &auml;hnlicher Weise bestimmt jetzt der f&uuml;r das Streitjahr 1993 noch nicht anwendbare &sect; 4 Abs. 1 Satz 3 EStG 2002 i.d.F. des Gesetzes &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften vom 7. Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2782, BStBl I 2007, 4), einer Entnahme f&uuml;r betriebsfremde Zwecke stehe der Ausschluss oder die Beschr&auml;nkung des Besteuerungsrechts der Bundesrepublik Deutschland aus der Ver&auml;u&szlig;erung oder der Nutzung eines Wirtschaftsguts gleich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>5. Nach diesen Grunds&auml;tzen hat der Senat in der Vergangenheit eine Betriebsverlegung vom Inland in das Ausland als Betriebsaufgabe angesehen, wenn der Gewinn aus dem in das Ausland verlegten Gewerbebetrieb aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) nicht der inl&auml;ndischen Besteuerung unterliegt (sog. Theorie der finalen Betriebsaufgabe, vgl. Senatsurteile vom 28. April 1971 I R 55\/66, BFHE 102, 374, BStBl II 1971, 630; vom 13. Oktober 1976 I R 261\/70, BFHE 120, 225, BStBl II 1977, 76; vom 28. M&auml;rz 1984 I R 191\/79, BFHE 141, 244, BStBl II 1984, 664). Das entsprach der mit Senatsurteil vom 17. Juli 2008 I R 77\/06 (BFHE 222, 402, BStBl II 2009, 464) aufgegebenen sog. Theorie der finalen Entnahme, nach der die &Uuml;berf&uuml;hrung eines Einzelwirtschaftsguts in eine ausl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte zur sofortigen Gewinnrealisation f&uuml;hren sollte, wenn die ausl&auml;ndischen Betriebsst&auml;ttengewinne aufgrund eines DBA von der Besteuerung im Inland freigestellt waren (Senatsurteile vom 16. Juli 1969 I 266\/65, BFHE 97, 342, BStBl II 1970, 175; vom 24. November 1982 I R 123\/78, BFHE 137, 59, BStBl II 1983, 113).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wendet man diese Grunds&auml;tze auf den Streitfall an, so ist ein Realisationstatbestand zu bejahen. Denn die nach der Betriebs- und Wohnsitzverlegung nach Luxemburg dort erzielten gewerblichen Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers unterfielen schon nach innerstaatlichem Recht nicht der Besteuerung durch die Bundesrepublik Deutschland. Der Kl&auml;ger war, weil er keinen inl&auml;ndischen Wohnsitz mehr hatte, nicht gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 1 Satz 1 EStG 1990 unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig. Seine f&uuml;rderhin in Luxemburg erwirtschafteten Gewinne waren des Weiteren keine Eink&uuml;nfte aus Gewerbetrieb, f&uuml;r die in Deutschland eine Betriebsst&auml;tte unterhalten wurde oder f&uuml;r den ein st&auml;ndiger Vertreter bestellt war (&sect; 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG 1990), so dass auch kein Tatbestand der beschr&auml;nkten Steuerpflicht eingriff. Auf eine Freistellung der Eink&uuml;nfte nach dem Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Gro&szlig;herzogtum Luxemburg zur Vermeidung der Doppelbesteuerungen und &uuml;ber gegenseitige Amts- und Rechtshilfe auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen sowie der Gewerbesteuern und der Grundsteuern vom 23. August 1958 &#8211;DBA-Luxemburg&#8211; (BGBl II 1959, 1270) kam es mithin f&uuml;r den Verlust der inl&auml;ndischen Besteuerungsm&ouml;glichkeit nicht an.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>6. Der Senat h&auml;lt indes an der Rechtsprechung zur finalen Betriebsaufgabe aus den gleichen Gr&uuml;nden nicht fest, die ihn zur Aufgabe der Theorie der finalen Entnahme bei der &Uuml;berf&uuml;hrung von Einzelwirtschaftsg&uuml;tern in eine ausl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte des gleichen Unternehmens bewogen haben (Senatsurteil in BFHE 222, 402, BStBl II 2009, 464; dazu Nichtanwendungsschreiben des BMF vom 20. Mai 2009, BStBl I 2009, 671). F&uuml;r die Annahme eines Realisationstatbestands bei Verlegung eines Gewerbetriebs ins Ausland fehlte es im Streitjahr 1993 sowohl an einer gesetzlichen Grundlage als auch an einem Bed&uuml;rfnis (ablehnend deshalb z.B. auch Kessler\/Huck, Steuer und Wirtschaft &#8211;StuW&#8211; 2005, 193, 198 ff.; Buciek in Flick\/ Wassermeyer\/Kempermann, Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland-Schweiz, Art. 7 Rz 156; Ditz in Wassermeyer\/Andresen\/ Ditz, Betriebsst&auml;tten Handbuch, 2006, Rz 4.89 und Wassermeyer, a.a.O., Rz 5.15; Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, Einkommensteuergesetz, &sect; 49 Rz D 4024; H&ouml;rger\/Rapp in Littmann\/Bitz\/ Pust, Das Einkommensteuerrecht, &sect; 16 Rz 70a; Pohl in L&uuml;dicke, Fortentwicklung der Internationalen Unternehmensbesteuerung, 2002, S. 33, 46 ff.; Knobbe-Keuk, Bilanz- und Unternehmenssteuerrecht, 9. Aufl., S. 279 ff.). Die der fr&uuml;heren Rechtsprechung zugrunde liegende Erw&auml;gung, dass die in den Wirtschaftsg&uuml;tern des Betriebsverm&ouml;gens ruhenden stillen Reserven nicht endg&uuml;ltig der Besteuerung entgehen d&uuml;rften (Senatsurteil in BFHE 102, 374, BStBl II 1971, 630), gebietet keine sofortige Besteuerung eines fiktiven Aufgabegewinns zum Zeitpunkt der Betriebsverlegung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die genannte Erw&auml;gung beruht auf der Annahme, der mit der Betriebsverlegung verbundene Wegfall des Besteuerungszugriffs auf die k&uuml;nftigen gewerblichen Eink&uuml;nfte habe zur Folge, dass auch die w&auml;hrend der gewerblichen T&auml;tigkeit im Inland entstandenen stillen Reserven an den Gegenst&auml;nden des Betriebsverm&ouml;gens der Besteuerung durch den deutschen Fiskus entzogen seien, wenn sie sich zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt &#8211;zum Beispiel durch eine Betriebsver&auml;u&szlig;erung&#8211; tats&auml;chlich realisierten. Das trifft indes nicht zu. Denn soweit der sp&auml;tere Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn auf der Realisierung der in der vormaligen inl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte erwirtschafteten stillen Reserven beruht, handelt es sich um der inl&auml;ndischen Besteuerung unterliegende Eink&uuml;nfte:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Beh&auml;lt der Betriebsinhaber seinen Wohnsitz im Inland bei, ist er weiterhin unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig. Dann ergibt sich der Besteuerungstatbestand aus &sect; 16 Abs. 1 EStG 1990. Da der Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn nach der ma&szlig;geblichen wirtschaftlichen Veranlassung (vgl. Senatsurteil in BFHE 222, 402, BStBl II 2009, 464) insoweit nicht &quot;durch&quot; die in dem anderen Staat fortgef&uuml;hrte Betriebsst&auml;tte erzielt worden ist, ist er gem&auml;&szlig; Art. 5 Abs. 1 i.V.m. Art. 20 Abs. 1 Satz 1 DBA-Luxemburg nicht von der Besteuerung in Deutschland freigestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entf&auml;llt die unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht, weil der Betriebsinhaber &#8211;wie im Streitfall&#8211; nicht nur den Betrieb, sondern auch seinen Wohnsitz in den ausl&auml;ndischen Staat verlegt, geht das Besteuerungsrecht im Hinblick auf die im Inland entstandenen stillen Reserven &#8211;entgegen der Auffassung von FA und BMF&#8211; ebenfalls nicht verloren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Betriebsinhaber bleibt n&auml;mlich mit dem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn, soweit dieser auf der Realisierung der im Inland gebildeten stillen Reserven beruht, gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 4 i.V.m. &sect; 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG 1990 beschr&auml;nkt steuerpflichtig (vgl. Buciek in Flick\/Wassermeyer\/Kempermann, a.a.O., Art. 7 Rz 156; Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect; 49 Rz D 4026; Kessler\/Huck, StuW 2005, 193, 204, 212; Pohl in L&uuml;dicke, a.a.O., S. 33, 47 f.; L&uuml;dicke, Steuerberaterkongress-Report 1994, S. 217, 240). Denn es handelt sich dabei um Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb, die durch die vormalige inl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte erwirtschaftet worden sind. Aus der Formulierung in &sect; 49 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a EStG 1990, dass f&uuml;r den Gewebebetrieb im Inland eine Betriebsst&auml;tte &quot;unterhalten wird&quot;, folgt nicht, dass die inl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte zu dem Zeitpunkt, in dem die Realisation eintritt und die Eink&uuml;nfte erzielt werden, noch existieren muss (Roth in Herrmann\/Heuer\/ Raupach, a.a.O., &sect; 49 Rz 181). Entscheidend f&uuml;r die Zuordnung ist nicht der zeitliche, sondern der wirtschaftliche Zusammenhang mit der inl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte. Deshalb k&ouml;nnen auch nachtr&auml;gliche Eink&uuml;nfte, die durch eine nicht mehr bestehende inl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte veranlasst worden sind, als inl&auml;ndische Eink&uuml;nfte der beschr&auml;nkten Steuerpflicht unterfallen (vgl. unter Hinweis auf &sect; 24 Nr. 2 EStG Senatsurteile vom 15. Juli 1964 I 415\/61 U, BFHE 80, 213, BStBl III 1964, 551; vom 12. Oktober 1978 I R 69\/75, BFHE 126, 209, BStBl II 1979, 64; ebenso BMF-Schreiben vom 27. September 1982, BStBl I 1982, 771; BMF-Schreiben &#8211;Betriebsst&auml;ttten-Verwaltungsgrunds&auml;tze&#8211; vom 24. Dezember 1999, BStBl I 1999, 1076, Tz. 2.9; Gosch in Kirchhof, Einkommensteuergesetz, 8. Aufl., &sect; 49 Rz 166; Roth in Herrmann\/Heuer\/Raupach, a.a.O., &sect; 49 Rz 53; Bl&uuml;mich\/Wied, a.a.O., &sect; 49 EStG Rz 46 f.; Schmidt\/Loschelder, a.a.O., &sect; 49 Rz 7; Schaumburg, Internationales Steuerrecht, 2. Aufl., Rz 18.32; L&uuml;dicke, Steuerberaterkongress-Report 1994, S. 217, 240; i.E. auch Wassermeyer in Debatin\/Wassermeyer, Doppelbesteuerung, MA Art. 7 Rz 305).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vertretenen Auffassung des BMF, eine beschr&auml;nkte Steuerpflicht f&uuml;r nachtr&auml;gliche Betriebsst&auml;tteneink&uuml;nfte komme nur in Betracht, wenn die Betriebsst&auml;tte nach dem Wegzug in das Ausland dort nicht fortgef&uuml;hrt werde, vermag der Senat nicht zu folgen. Ein sachlicher Grund daf&uuml;r, nachtr&auml;gliche Betriebsst&auml;tteneink&uuml;nfte zwar bei einer Betriebsaufgabe, nicht aber bei einer Betriebsverlegung in das Ausland als im Inland beschr&auml;nkt steuerpflichtiges Substrat anzuerkennen, ist nicht ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) An der sp&auml;teren Besteuerung der im Inland entstandenen stillen Reserven im Falle einer Realisierung ist die Bundesrepublik Deutschland nicht aufgrund abkommensrechtlicher Bestimmungen (hier: des DBA-Luxemburg) gehindert. Vielmehr weist Art. 5 Abs. 1 DBA-Luxemburg (&auml;hnlich Art. 7 Abs. 1 des OECD-Musterabkommens 2005 zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen &#8211;OECD-MA&#8211;) dem Staat, in dem der Unternehmer nicht ans&auml;ssig ist (hier: der Bundesrepublik Deutschland) das Besteuerungsrecht f&uuml;r Unternehmensgewinne insoweit zu, als sie auf eine dort befindliche Betriebsst&auml;tte entfallen. Aus &sect; 5 Abs. 2 DBA&#8211;Luxemburg &#8211;der im Wesentlichen Art. 7 Abs. 2 OECD-MA entspricht und dessen Grunds&auml;tze gem&auml;&szlig; Art. 5 Abs. 3 DBA-Luxemburg u.a. auch f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus der Ver&auml;u&szlig;erung eines Betriebs im Ganzen gelten&#8211; ergibt sich, dass der Betriebsst&auml;tte diejenigen Eink&uuml;nfte zugerechnet werden, die sie erzielt h&auml;tte, wenn sie sich als selbst&auml;ndiges Unternehmen mit gleichen oder &auml;hnlichen Gesch&auml;ften unter gleichen oder &auml;hnlichen Bedingungen befasst und Gesch&auml;fte wie ein unabh&auml;ngiges Unternehmen get&auml;tigt haben w&uuml;rde. Nach diesen Kriterien kommt es auch f&uuml;r die abkommensrechtliche Abgrenzung der Betriebsst&auml;tteneink&uuml;nfte auf das der jeweiligen Betriebsst&auml;tte tats&auml;chlich zuzuordnende Verm&ouml;gen und das in der Betriebsst&auml;tte erwirtschaftete Ergebnis an (sog. Veranlassungsprinzip, vgl. Senatsurteil in BFHE 222, 402, BStBl II 2009, 464; BMF-Schreiben in BStBl I 1999, 1076, Tz. 2.2). Somit handelt es sich bei dem k&uuml;nftigen Gewinn aus der Realisierung der vor der Betriebsverlegung in der deutschen Betriebsst&auml;tte entstandenen stillen Reserven um Eink&uuml;nfte, die im Rahmen der abkommensrechtlichen Abgrenzung der Betriebsst&auml;tteneink&uuml;nfte der vormaligen, in Deutschland belegenen Betriebsst&auml;tte zuzuordnen sind (Kessler\/Huck, StuW 2005, 193, 212; Buciek in Flick\/ Wassermeyer\/Kempermann, a.a.O., Art. 7 Rz 156; Rei&szlig; in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect; 16 Rz F 71; Hidien in Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, a.a.O., &sect; 49 Rz D 4026; Pohl in L&uuml;dicke, a.a.O., S. 33, 47; Schaumburg, a.a.O., Rz 18.32). Auch in abkommensrechtlicher Hinsicht steht der Zuordnung nicht entgegen, dass die Betriebsst&auml;tte, in der die stillen Reserven erwirtschaftet worden sind, zum Zeitpunkt der Realisierung nicht mehr besteht (vgl. Vogel in Vogel\/Lehner, Doppelbesteuerungsabkommen, 6. Aufl., Vor Art. 6-22 Rz 8; Buciek in Flick\/Wassermeyer\/Kempermann, a.a.O., Art. 7 Rz 208, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Argumente, die das FA und das BMF dagegen vorgebracht haben, die Erw&auml;gungen des Senats zur Aufgabe der sog. Theorie der finalen Entnahme bei der &Uuml;berf&uuml;hrung von Einzelwirtschaftsg&uuml;tern auf die Verlegung des Betriebs im Ganzen zu &uuml;bertragen (&auml;hnlich Goebel\/Ungemach\/Jacobs, Deutsche Steuer-Zeitung 2009, 531, 532), basieren demnach auf einer unzutreffenden Pr&auml;misse. Durch die Betriebsverlegung und die Verlegung des Wohnsitzes des Kl&auml;gers nach Luxemburg wurde dem deutschen Fiskus weder nach innerstaatlichem Recht noch abkommensrechtlich die M&ouml;glichkeit genommen, die im Inland entstandenen stillen Reserven des Betriebsverm&ouml;gens im Falle einer sp&auml;teren Realisierung zu besteuern; dass zum Realisierungszeitpunkt in Deutschland keine Betriebsst&auml;tte mehr besteht, ist insoweit unerheblich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Soweit vereinzelt gefordert wird, auf eine Sofortbesteuerung d&uuml;rfe wegen des Zinsnachteils allenfalls um den &quot;Preis&quot; eines Besteuerungszugriffs des deutschen Fiskus auch auf die erst k&uuml;nftig in der ausl&auml;ndischen Betriebsst&auml;tte entstehenden stillen Reserven verzichtet werden (vgl. Mitschke, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2009, 326, 327 f.; dagegen Schneider\/Oepen, FR 2009, 568, 569), vermag der Senat dem nicht zu folgen. Das Unterlassen einer Sofortbesteuerung in den F&auml;llen des Transfers von Betriebsverm&ouml;gen in eine ausl&auml;ndische Betriebsst&auml;tte des gleichen Unternehmens ist kein Billigkeitserweis, den sich der Steuerpflichtige durch Gew&auml;hrung einer Gegenleistung erkaufen m&uuml;sste; es ist vielmehr Ausfluss des allgemeinen Grundsatzes, nach dem Gewinne erst besteuert werden, wenn sie sich tats&auml;chlich realisiert haben. Abgesehen davon ist unter diesem Gesichtspunkt ein Zinsnachteil des deutschen Fiskus nicht erkennbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>ee) Nicht zu verkennen ist allerdings das praktische Problem, dass es insbesondere im Falle des Wegzugs des Steuerpflichtigen f&uuml;r die Verwaltung h&auml;ufig schwierig sein wird, das weitere Schicksal des verlegten Betriebsverm&ouml;gens zu beobachten und k&uuml;nftige Realisierungsvorg&auml;nge zu erkennen und zu erfassen. Dem k&ouml;nnte der Gesetzgeber indes durch die Statuierung besonderer Mitwirkungspflichten entgegenwirken. Jedenfalls sind allein die faktischen Schwierigkeiten beim Vollzug des sp&auml;teren Besteuerungszugriffs nicht geeignet, eine Rechtsgrundlage daf&uuml;r zu schaffen, die stillen Reserven des Betriebsverm&ouml;gens bei einer Betriebsverlegung ins Ausland &#8211;im Gegensatz zu innerstaatlichen Betriebsverlegungen&#8211; ohne Realisierungsvorgang der sofortigen Besteuerung zu unterwerfen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>7. Da es nach allem f&uuml;r eine Besteuerung der stillen Reserven im Streitjahr 1993 nach nationalem Recht an einer Rechtsgrundlage fehlt, kann die zwischen den Beteiligten streitige Frage offenbleiben, ob die Sofortbesteuerung bei einer Betriebsverlegung nach Luxemburg gegen die Niederlassungsfreiheit nach Art. 52 des Vertrages zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft (jetzt Art. 43 nach der Z&auml;hlung des Vertrages von Amsterdam zur &Auml;nderung des Vertrages &uuml;ber die Europ&auml;ische Union, der Vertr&auml;ge zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft, sowie einiger damit zusammenh&auml;ngender Rechtsakte, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften 1997 Nr. C-340, 1) versto&szlig;en w&uuml;rde (so neben dem FG auch FG K&ouml;ln, Urteil vom 18. M&auml;rz 2008&nbsp;&nbsp;1 K 4110\/04, EFG 2009, 259 &#8211;nachfolgend Senatsurteil vom 28. Oktober 2009 I R 99\/08, BFHE 227, 83&#8211;; Schaumburg in Gocke\/Gosch\/Lang, Festschrift f&uuml;r Wassermeyer, 2005, S. 411, 427 ff.; Wassermeyer in Wassermeyer\/Andresen\/Ditz, a.a.O., Rz 5.15; Rei&szlig; in Kirchhof, a.a.O., &sect; 16 Rz 315; K&ouml;rner, Internationals Steuerrecht 2004, 424, 429; Spengel\/Braunagel, StuW 2006, 34, 41 f.; Schnitger, Betriebs-Berater 2004, 804, 811 f.; a.A. Mitschke, FR 2008, 1144, 1145 und FR 2009, 326).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>8. Sollte nach den vom FG im zweiten Rechtsgang zu treffenden Feststellungen der angefochtene &Auml;nderungsbescheid betreffend die Einkommensteuer 1993 nicht wegen &Uuml;berschreitung der Festsetzungsfrist insgesamt aufzuheben sein, wird das FG zu beachten haben, dass die unzutreffende Behandlung der Betriebsverlegung als Betriebsaufgabe in dem Bescheid sich zum Teil auch zu Gunsten des Kl&auml;gers ausgewirkt hat. Der Gewinn des Kl&auml;gers aus der Entnahme von Wirtschaftsg&uuml;tern, die nach den vorinstanzlichen Feststellungen im Rahmen der Betriebsverlegung nicht nach Luxemburg &uuml;berf&uuml;hrt worden sind (Garagen, Au&szlig;enanlagen usw.), hat das FA n&auml;mlich als Bestandteil des vermeintlichen Aufgabegewinns der Tariferm&auml;&szlig;igung gem&auml;&szlig; &sect; 34 Abs. 2 Nr. 1 EStG 1990 unterstellt. Da eine Betriebsaufgabe i.S. des &sect; 16 Abs. 3 EStG 1990 nicht vorliegt, ist f&uuml;r eine Behandlung des Entnahmegewinns als au&szlig;erordentliche Eink&uuml;nfte indes kein Raum.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 28.10.2009, I R 28\/08 Voraussetzungen von Duldungs- und Anscheinsvollmacht &#8211; Verletzung der Belehrungspflicht und Verwertungsverbot &#8211; erh&ouml;hte Mitwirkungspflicht bei Zuordnung von Bauma&szlig;nahmen zu den Herstellungskosten &#8211; Aktivierung der Provisionsforderung eines Handelsvertreters &#8211; Aufgabe der sog. Theorie der finalen Betriebsaufgabe &#8211; Voraussetzung f&uuml;r Ablaufhemmung nach &sect; 171 Abs. 4 Satz 1 AO Tatbestand &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-28-08-voraussetzungen-von-duldungs-und-anscheinsvollmacht-verletzung-der-belehrungspflicht-und-verwertungsverbot-erhoehte-mitwirkungspflicht-bei-zuordnung-von-baumassnahmen-zu-den-herstellungskost\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;R&nbsp;28\/08 &#8211; Voraussetzungen von Duldungs- und Anscheinsvollmacht &#8211; Verletzung der Belehrungspflicht und Verwertungsverbot &#8211; erh&ouml;hte Mitwirkungspflicht bei Zuordnung von Bauma&szlig;nahmen zu den Herstellungskosten &#8211; Aktivierung der Provisionsforderung eines Handelsvertreters &#8211; Aufgabe der sog. 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