{"id":13278,"date":"2012-12-19T16:02:16","date_gmt":"2012-12-19T14:02:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13278"},"modified":"2012-12-19T16:02:16","modified_gmt":"2012-12-19T14:02:16","slug":"iv-r-29-08-abspaltung-fuehrt-nicht-zur-gesamtrechtsnachfolge-uebergang-einer-steuerschuld-auf-den-rechtsnachfolger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-29-08-abspaltung-fuehrt-nicht-zur-gesamtrechtsnachfolge-uebergang-einer-steuerschuld-auf-den-rechtsnachfolger\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;29\/08 &#8211; Abspaltung f&uuml;hrt nicht zur Gesamtrechtsnachfolge &#8211; &Uuml;bergang einer Steuerschuld auf den Rechtsnachfolger"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.11.2009, IV R 29\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Abspaltung f&uuml;hrt nicht zur Gesamtrechtsnachfolge &#8211; &Uuml;bergang einer Steuerschuld auf den Rechtsnachfolger<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Bei einer Abspaltung durch Neugr&uuml;ndung gem&auml;&szlig; &sect; 123 Abs. 2 Nr. 2 UmwG 1995 ist der &uuml;bernehmende Rechtstr&auml;ger nicht Gesamtrechtsnachfolger des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers. Dieser bleibt deshalb jedenfalls unter der Geltung von &sect; 132 UmwG a.F. Steuerschuldner (Best&auml;tigung der Rechtsprechung).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. 1. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine L&auml;ndliche Erzeugergemeinschaft in der Rechtsform einer GmbH &#038; Co. KG, die ihren Gewinn f&uuml;r den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres ermittelte (abweichendes Wirtschaftsjahr) und an der neben der Komplement&auml;rin (X-GmbH) 33 nat&uuml;rliche Personen als Kommanditisten beteiligt waren, spaltete aufgrund des Beschlusses vom 7. August 1997 einen Teil ihres Verm&ouml;gens (Pflanzen- und Mastbetrieb) auf die neu gegr&uuml;ndete Y-KG ab; den Milchbetrieb behielt sie zur&uuml;ck (sog. Abspaltung zur Neugr&uuml;ndung; &sect; 123 Abs. 2 Nr. 2 des Umwandlungsgesetzes &#8211;UmwG&#8211;). Der Abspaltung, die am 21. Oktober 1997 in das Handelsregister am Sitz der Kl&auml;gerin eingetragen wurde, lag die auf den 31. Mai 1997 erstellte Zwischenbilanz der Kl&auml;gerin zu Grunde. Nach dem Spaltungsplan vom 9. Juli 1997 sollten &#8211;mit Wirkung vom 1. Juni 1997 (Spaltungsstichtag)&#8211; nicht nur s&auml;mtliche dem Betriebsteil Pflanzen- und Mastbetrieb rechtlich und wirtschaftlich zuzuordnenden Aktiva und Verbindlichkeiten (einschlie&szlig;lich sonstige Schuldposten) auf die Y-KG &uuml;bertragen werden; vielmehr war &quot;dar&uuml;ber hinaus&quot; vorgesehen, dass die Y-KG auch s&auml;mtliche &quot;bekannten und unbekannten Steuerverbindlichkeiten, die sich aus steuerlichen Au&szlig;enpr&uuml;fungen ergeben und den Zeitraum vor dem Spaltungsstichtag betreffen&quot;, &uuml;bernimmt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Abweichend von der Gewerbesteuererkl&auml;rung der Kl&auml;gerin vom 22. M&auml;rz 2001 setzte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Gewerbesteuermessbetrag f&uuml;r den Erhebungszeitraum 1996 (EZ 1996; erstes Streitjahr) mit Bescheid vom 3. Dezember 2003 in H&ouml;he von 7.630 DM fest. F&uuml;r den EZ 1997 (zweites Streitjahr) folgte das FA zun&auml;chst der eingereichten Erkl&auml;rung vom 24. Januar 2002 und wies mit dem unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect; 164 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) ergangenen Bescheid vom 12. Juni 2003 einen Gewerbesteuermessbetrag in H&ouml;he von null DM aus; der Bescheid beruhte auf einem Verlust aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 3.424 DM, der nach der Erl&auml;uterung der Kl&auml;gerin in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht (FG) dem im Juni 1997 von der Kl&auml;gerin erwirtschafteten Ergebnis entspreche. Mit dem im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung ergangenen &Auml;nderungsbescheid vom 7. Juni 2005 wurde der Gewerbesteuermessbetrag 1997 in H&ouml;he von 20.270 DM festgesetzt. Dem lagen &#8211;lt. Erl&auml;uterung des FA im Einspruchsbescheid (s. nachfolgend zu I.3.)&#8211; &quot;11\/12 des laufenden Gewinns&quot; zugrunde, der &quot;aus den dem Betriebspr&uuml;fer vorgelegten Unterlagen (errechnet wurde)&quot;; mutma&szlig;lich also: 11\/12 bez&uuml;glich des f&uuml;r das Wirtschaftjahr 1996\/97 ermittelten Gewinns betreffend die ausgelagerten Verm&ouml;gensteile zuz&uuml;glich des gesamten Gewinns aus dem Milchbetrieb.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Einspr&uuml;che der Kl&auml;gerin blieben ohne Erfolg. Der daraufhin erhobenen Klage hat das FG stattgegeben und die Gewerbesteuermessbetr&auml;ge f&uuml;r beide Streitjahre (1996 und 1997) auf jeweils null DM festgesetzt. Die bis zum 31. Mai 1997 begr&uuml;ndeten Gewerbesteuerverbindlichkeiten der Kl&auml;gerin seien &#8211;so die Vorinstanz&#8211; aufgrund des Spaltungsplanes gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 1 Nr. 9 UmwG auf die B-KG &uuml;bergegangen. Die Regelung erfasse &#8211;wie &sect; 133 Abs. 3 Satz 1, zweiter Halbsatz UmwG zeige&#8211; auch &ouml;ffentlich-rechtliche Verbindlichkeiten und damit auch Steuerschulden. Dem stehe &sect; 132 UmwG a.F. nicht entgegen, da die AO keine allgemeine Vorschrift kenne, die die &Uuml;bertragung von Steuerschulden untersage. Zwar bewirke die Abspaltung keine Gesamtrechtsnachfolge i.S. von &sect; 45 AO; dies hindere jedoch in F&auml;llen der Einzelrechtsnachfolge einen &Uuml;bergang der Steuerschulden aufgrund anderer Vorschriften (hier: &sect; 126 Abs. 1 Nr. 9 UmwG) nicht. Der aufgrund des Schuld&uuml;bergangs gebotene Gl&auml;ubigerschutz werde durch &sect; 133 UmwG (i.V.m. &sect; 19 UmwG) gesichert. Gegenteiliges lasse sich auch nicht aus den zu Ausgliederungen (&sect; 123 Abs. 3 UmwG) ergangenen und zum Teil missverst&auml;ndlich formulierten Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 7. August 2002 I R 99\/00 (BFHE 199, 489, BStBl II 2003, 835) und vom 23. M&auml;rz 2005 III R 20\/03 (BFHE 209, 29, BStBl II 2006, 432) entnehmen. Beide Entscheidungen betr&auml;fen lediglich den Fortbestand der Steuerschuldnerschaft des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers dem Grunde nach (hier: gewerbesteuerrechtliche Rechtssubjektivit&auml;t), nicht hingegen den &Uuml;bergang der Gewerbesteuerschuld im Wege einer Einzelrechtsnachfolge. Die &Uuml;bertragung der Steuerverbindlichkeiten erfasse alle vor dem Spaltungsstichtag &quot;begr&uuml;ndeten&quot; Steuern (Hinweis auf &sect; 133 Abs. 1 Satz 1 UmwG) und damit auch denjenigen Teil der Gewerbesteuer, der (bis zum Spaltungsstichtag) auf den Milchbetrieb der Kl&auml;gerin zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sei; in diesem Sinne sei auch der Spaltungsplan, der von Steuerverbindlichkeiten spreche, die Zeitr&auml;ume vor dem Spaltungsstichtag &quot;betreffen&quot; (s.o. zu I.1.), auszulegen. Schlie&szlig;lich k&ouml;nnten die angefochtenen Bescheide auch nicht als Haftungsbescheide aufrechterhalten bleiben. Dabei k&ouml;nne dahinstehen, ob die F&uuml;nf-Jahres-Frist des &sect; 133 Abs. 3 und 4 UmwG zum Zeitpunkt des Erlasses der Gewerbesteuermessbescheide bereits abgelaufen gewesen sei; jedenfalls komme eine Umdeutung dieser (Steuer-)Bescheide in Haftungsbescheide nicht in Betracht. Wegen weiterer Einzelheiten vgl. Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2008, 1752.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Mit der vom FG zugelassenen Revision macht das FA im Wesentlichen geltend, dass die Regelung des &sect; 45 Abs. 1 AO dem UmwG vorgehe. Ein &Uuml;bergang der Gewerbesteuerverbindlichkeiten der Kl&auml;gerin sei deshalb &#8211;woran es in F&auml;llen der Abspaltung oder Ausgliederung fehle&#8211; an den Tatbestand der Gesamtrechtsnachfolge gebunden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                das Urteil der Vorinstanz aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Das Urteil der Vorinstanz ist aufzuheben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Dem Urteil des FG kann nicht entnommen werden, ob die Kl&auml;gerin in den Streitjahren Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft (&sect; 13 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) oder ob sie Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb &#8211;sei es aufgrund origin&auml;r gewerblicher T&auml;tigkeit (&sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 EStG), sei es nach der Abf&auml;rbebestimmung des &sect; 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG oder nach der Regelung zur gewerblichen Pr&auml;gung (&sect; 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG)&#8211; erzielt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die hierf&uuml;r erforderlichen Feststellungen werden im zweiten Rechtsgang nachzuholen sein (vgl. auch nachfolgend zu II.3.), weil &#8211;entgegen der Beurteilung der Vorinstanz&#8211; im Falle des Vorliegens eines gewerblichen Unternehmens die gewerbesteuer-rechtliche Schuldnerstellung der Kl&auml;gerin (&sect; 2 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. &sect; 5 Abs. 1 Satz 3 des Gewerbesteuergesetzes &#8211;GewStG&#8211;) &#8211;auch bez&uuml;glich der Anspr&uuml;che, die auf die Zeit bis zum steuerlichen &Uuml;bertragungsstichtag entfallen (hier: 31. Mai 1997; vgl. &sect; 2 Abs. 1 S&auml;tze 1 und 2 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 &#8211;UmwStG&#8211; i.V.m. &sect;&sect; 17 Abs. 2, 125 Satz 1, &sect; 135 Abs. 1 UmwG)&#8211; nicht auf die im Wege der Abspaltung zur Neugr&uuml;ndung entstandene Y-KG &uuml;bergegangen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect; 43 Satz 1 AO bestimmen die Steuergesetze, wer Steuerschuldner ist. Die Steuerschuld geht auf einen Rechtsnachfolger (grunds&auml;tzlich) nur nach Ma&szlig;gabe des &sect; 45 AO und damit nur &quot;bei Gesamtrechtsnachfolge&quot; &uuml;ber (BFH-Urteil vom 28. Oktober 1970 I R 72\/68, BFHE 100, 353, BStBl II 1971, 26 zu I.1.b der Gr&uuml;nde); im Falle Einzelrechtsnachfolge (Singularsukzession) ist der &Uuml;bergang der Steuerschuld demnach an eine ausdr&uuml;ckliche steuergesetzliche Anordnung gebunden (vgl. z.B. &sect; 50 Abs. 2 AO; Kruse, in: Rechtsnachfolge im Steuerrecht, DStJG, Bd. 10, S. 1, 12).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der &Uuml;bergang von Steuerschulden &quot;bei Gesamtrechtsnachfolge&quot; wurde erstmals mit &sect; 8 des Steueranpassungsgesetzes vom 16. Oktober 1934 (RGBl I 1934, 925) &#8211;StAnpG&#8211; ausdr&uuml;cklich geregelt und mit dem Klammerzusatz &quot;z.B. bei Erbfolge oder Verschmelzung von Gesellschaften&quot; versehen. In der Gesetzesbegr&uuml;ndung zum StAnpG wurde hierzu erl&auml;utert, dass die Einzelrechtsnachfolge durch die &quot;Nachfolge in einzelne Wirtschaftsg&uuml;ter&quot; gekennzeichnet sei und &#8211;im Gegensatz zur Gesamtrechtsnachfolge&#8211; ein &Uuml;bergang der Steuerschuld (grunds&auml;tzlich) nicht stattfinde (RStBl 1934, 1398, 1404). Demgem&auml;&szlig; hat auch der BFH das Wesen der Gesamtrechtsnachfolge (i.S. von &sect; 8 StAnpG) dahin umschrieben, dass der Rechtsnachfolger in jeder Hinsicht in die Rechtsstellung des Vorg&auml;ngers eintrete (BFH-Urteil vom 22. Februar 1968 V R 100\/67, BFHE 92, 114, BStBl II 1968, 464). Hieran ankn&uuml;pfend wurde in der Begr&uuml;ndung zur AO (1977) ausgef&uuml;hrt, dass &quot;entsprechend &sect; 8 Abs. 1 StAnpG die zivilrechtlichen Grunds&auml;tze (vgl. z.B. &sect; 1922 BGB) auch im Steuerrecht gelten&quot;. Gesamtrechtsnachfolger seien &quot;insbesondere die Erben, bei Verschmelzung von Kapitalgesellschaften die &uuml;bernehmende Gesellschaft&quot; (zur Rechtsentwicklung &#8211;einschlie&szlig;lich &sect; 87 der Reichsabgabenordnung (RAO) 1919 und &sect; 106 RAO 1931&#8211; s. Boeker in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 45 AO Rz 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Hiernach ist auch der in &sect; 45 AO verwendete Begriff der Gesamtrechtsnachfolge in einem engen Sinne zu verstehen. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass nach gesetzlicher (z.B. zivilrechtlicher) Anordnung das ganze Verm&ouml;gen eines (erl&ouml;schenden) Steuerrechtssubjekts &#8211;mit Ausnahme h&ouml;chstpers&ouml;nlicher Rechte&#8211; auf einen oder mehrere Rechtsnachfolger aufgrund eines einheitlichen Rechtsaktes &uuml;bertragen wird (Gesamtrechtsnachfolge oder Universalsukzession im engeren Sinne &#8211;i.e.S.&#8211;; Buciek in Beermann\/Gosch, AO &sect; 45 Rz 7 f.; Boeker, a.a.O., &sect; 45 AO Rz 10, 11; Klein\/Brockmeyer, AO, 9. Aufl., &sect; 45 Rz 4; Schwarz, AO, &sect; 45 Rz 1a; Blesinger in: K&uuml;hn\/ v.Wedelst&auml;dt, 18. Aufl., AO, &sect; 45 Rz 1). Eine Gesamtrechtsnachfolge ist demnach z.B. ausgeschlossen, wenn das gesamte Verm&ouml;gen einer GmbH im Wege der Einzelrechtsnachfolge (Singularsukzession) &uuml;bergeht (BFH-Urteile in BFHE 100, 353, BStBl II 1971, 26; vom 11. April 1991 V R 86\/85, BFHE 164, 219, BStBl II 1991, 729). Gleiches gilt nach herrschender Meinung in F&auml;llen der Sondererbfolge nach &sect; 4 Satz 1 der H&ouml;feordnung (H&ouml;feO); der Hoferbe ist nur dann Gesamtrechtsnachfolger i.S. von &sect; 45 AO, wenn er als Miterbe am hoffreien Verm&ouml;gen beteiligt ist (vgl. &sect; 15 H&ouml;feO; Klein\/Brockmeyer, a.a.O., &sect; 45 Rz 4; Boeker, a.a.O., &sect; 45 Rz 19; BFH-Urteil vom 17. September 2008 IX R 79\/99, BFH\/NV 2009, 144).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Auch f&uuml;r Zwecke der Gewerbesteuer kommt ein Eintritt in die Schuldnerstellung einer Personengesellschaft (&sect; 5 Abs. 1 Satz 3 GewStG) nur nach den die Gesamtrechtsnachfolge i.e.S. (&sect; 45 AO) kennzeichnenden Merkmalen in Betracht. So ordnet &sect; 5 Abs. 2 GewStG (i.V.m. &sect; 2 Abs. 5 GewStG) f&uuml;r den &Uuml;bergang eines Gewerbebetriebs im Ganzen auf einen anderen Unternehmer an, dass der bisherige Unternehmer f&uuml;r die Zeit bis zum &Uuml;bergang Steuerschuldner bleibt und der andere Unternehmer (nur) f&uuml;r den sich hieran anschlie&szlig;enden Zeitraum Steuerschuldner wird (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 3. Mai 1993 GrS 3\/92, BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616 zu C.III.9.g). Anderes gilt nur dann, wenn der Rechtsnachfolger in die Gewerbesteuerpflicht der Personengesellschaft im Wege der Gesamtrechtsnachfolge (i.e.S.; &sect; 45 AO) einr&uuml;ckt (BFH-Urteil vom 19. November 1985 VIII R 25\/85, BFHE 146, 32, BStBl II 1986, 520, betreffend die Umwandlung einer OHG in eine GmbH). Ebenso hat der BFH die Frage nach der fortdauernden Steuerschuldnerschaft bei das Verm&ouml;gen einer Personengesellschaft betreffenden Umstrukturierungen beurteilt, die nicht den &sect;&sect; 5 Abs. 2, 2 Abs. 5 GewStG unterstehen (vgl. auch hierzu Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616 zu C.III.9.g). Er hat deshalb erkannt, dass die gewerbesteuerrechtliche Schuldnerschaft einer Personengesellschaft trotz handelsrechtlicher Vollbeendigung bis zur Abwicklung des (gewerbesteuerrechtlichen) Rechtsverh&auml;ltnisses nicht erlischt, wenn im Zuge der Auseinandersetzung (Realteilung) einer KG jeder Gesellschafter einen Gesch&auml;ftszweig im Wege der Einzelrechtsnachfolge &uuml;bernimmt (BFH-Urteil vom 17. Februar 1994 VIII R 13\/94, BFHE 174, 550, BStBl II 1994, 809). Auch f&uuml;r nicht von den &sect;&sect; 5 Abs. 2, 2 Abs. 5 GewStG erfasste Sachverhalte kommt deshalb ein &Uuml;bergang der Gewerbesteuerschuld nur in Betracht, wenn der Rechtsnachfolger die Steuerpflicht der Personengesellschaft im Wege der Gesamtrechtsnachfolge (i.e.S.; &sect; 45 AO) &uuml;bernimmt (BFH-Urteil vom 11. August 1993 III R 83\/89, BFH\/NV 1994, 263, betreffend die &Uuml;bernahme eines Betriebs durch einen der bisherigen Gesellschafter).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) In &Uuml;bereinstimmung mit den vorstehenden Grunds&auml;tzen hat der I. Senat des BFH mit Urteil in BFHE 199, 489, BStBl II 2003, 835 schlie&szlig;lich entschieden, dass in F&auml;llen der Ausgliederung eines Gesch&auml;ftsbetriebs einschlie&szlig;lich der zugeh&ouml;rigen Verbindlichkeiten (&sect; 123 Abs. 3 &#8211;Nr. 2&#8211; UmwG i.V.m. &sect;&sect; 136, 126 Abs. 1 Nr. 9 UmwG) der &uuml;bernehmende Rechtstr&auml;ger (GmbH II) deshalb nicht die Kl&auml;gerstellung betreffend die gegen&uuml;ber dem &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;ger (GmbH I) ergangenen Gewerbesteuermessbescheide erlangt habe, weil er nicht Gesamtrechtsnachfolger geworden und damit auch nicht in die gewerbesteuerrechtliche Schuldnerstellung des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers eingetreten sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Entgegen der Ansicht der Vorinstanz hat der I. Senat mit diesem Urteil nicht lediglich &#8211;mit zudem &quot;missverst&auml;ndlichen Formulierungen&quot;&#8211; zu prozessualen Fragen sowie zur fortdauernden Steuerschuldnerschaft des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers (GmbH I) &quot;dem Grunde nach&quot; Stellung genommen, sondern &#8211;sowohl nach Leitsatz 1 als auch den Gr&uuml;nden der Entscheidung (dort zu II.1.)&#8211; unmissverst&auml;ndlich zum Ausdruck gebracht, dass ein &Uuml;bergang der Gewerbesteuerschuld der GmbH I auf den &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger (GmbH II) &#8211;mangels Vorliegens der Tatbestandsmerkmale des &sect; 45 AO&#8211; zu verneinen sei; dem Urteil liegt damit zugleich die Wertung zugrunde, dass &sect; 45 AO, der den &Uuml;bergang von Steuerschulden regelt, als speziellere Vorschrift den allgemeinen Bestimmungen der &sect;&sect; 126 Abs. 1 Nr. 9, 131 Abs. 1 Nr. 1 UmwG vorgeht. Das Urteil ist in diesem Sinne nicht nur vom BFH best&auml;tigt worden (vgl. Urteil in BFHE 209, 29, BStBl II 2006, 432, betreffend Investitionszulage; vgl. auch Urteil vom 26. September 2006 X R 21\/04, BFH\/NV 2007, 186), sondern hat auch im Schrifttum &uuml;berwiegend Zustimmung gefunden (z.B. Boeker, a.a.O., &sect; 45 AO Rz 13; Schwarz, a.a.O., &sect; 45 Rz 4; Bleisinger, a.a.O., Rz 2; Kruse in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 45 AO Rz 6 &#8211;a.E.&#8211;; Brockmeyer, a.a.O., &sect; 45 Rz 4; Gosch, BFH-Praxis Report 3\/2003, 103; Steinhauff, juris PraxisReport-Steuerrecht, 31\/2005 Anm. 6; Vossius in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect; 131 UmwG Rz 131, 153; Widmann in Widmann\/Mayer, Umwandlungsrecht, &sect; 23 UmwStG Rz 600; im Ergebnis ebenso Simon, Der Konzern 2003, 373, 374 f.; Teichmann in Lutter, Umwandlungsgesetz, 4. Aufl. 2009, &sect; 131 Rz 65; gl.A. bereits zuvor G&ouml;tz, Die Information f&uuml;r Steuerberater und Wirtschaftspr&uuml;fer 1996, 449, 451; Buciek, a.a.O., AO &sect; 45 Rz 15, unter &quot;Umwandlungsrecht&quot; a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Der erkennende Senat pflichtet dem Urteil in BFHE 199, 489, BStBl II 2003, 835 bei. Folge hiervon ist des Weiteren, dass auch die vorliegend zu beurteilende Abspaltung einzelner Gesch&auml;ftsbereiche (&sect; 123 Abs. 2 &#8211;Nr. 2&#8211; UmwG), bei der &#8211;gleich der vom I. Senat entschiedenen Ausgliederung&#8211; der Ursprungsrechtstr&auml;ger (hier: Kl&auml;gerin) nur einen Teil seines Verm&ouml;gens &uuml;bertragen hat und damit nicht erloschen ist, nicht mit einem &Uuml;bergang der Gewerbesteuerschulden der Kl&auml;gerin verbunden war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Soweit die Vorinstanz hiergegen geltend gemacht hat, dass die auf den &uuml;bernehmenden Rechtstr&auml;ger (hier: Y-KG) zu &uuml;bertragenden Verbindlichkeiten im Spaltungsplan frei bestimmt werden k&ouml;nnten (&sect; 126 Abs. 1 Nr. 9 UmwG) und hiervon &#8211;wie die Regelung des &sect; 133 Abs. 3 Satz 1, zweiter Halbsatz UmwG zeige&#8211; auch &ouml;ffentlich-rechtliche Verbindlichkeiten nicht auszunehmen seien (i.E. ebenso Zimmermann, EFG 2008, 1755, 1756), vermag dies keine andere Beurteilung zu rechtfertigen. Gleiches gilt f&uuml;r den Hinweis des Schrifttums darauf, dass der Begriff der &quot;partiellen Gesamtrechtsnachfolge&quot; auch von der Rechtsprechung verwendet werde (Beschluss des Bundesarbeitsgerichts &#8211;BAG&#8211; vom 22. Februar 2005 3 AZR 499\/03 (A), BAGE 114, 1; BAG-Urteil vom 11. M&auml;rz 2008&nbsp;&nbsp;3 AZR 358\/06, Der Konzern 2008, 519, jeweils betreffend sog. Rentnergesellschaften; vgl. &#8211;ohne Erl&auml;uterung&#8211; BTDrucks 16\/2919: &quot;Gesamtrechtsnachfolge bei Verschmelzung und Spaltung&quot;) und deshalb das UmwG 1995 die Grenzen des Rechtsinstituts der Gesamtrechtsnachfolge in der Weise ausgedehnt habe, dass die umwandlungsrechtliche Gesamtrechtsnachfolge (im weiteren Sinne; i.w.S.) sich lediglich durch die Befreiung des Rechtserwerbs vom Spezialit&auml;tsgrundsatz auszeichne (Simon, a.a.O., 375 f.; Leitzen, Deutsches Steuerrecht 2009, 1853, 1855; vgl. auch Karsten Schmidt, Gesellschaftsrecht, 4. Aufl., &sect; 12 IV.4, S. 357).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Abgesehen davon, dass der Begriff der &quot;partiellen&quot; &quot;Gesamt&quot;-Rechtsnachfolge widerspr&uuml;chlich ist, hat der I. Senat mit Urteil in BFHE 199, 489, BStBl II 2003, 835 unter w&ouml;rtlicher &Uuml;bernahme der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; (BGH-Urteil vom 6. Dezember 2000 XII ZR 219\/98, Neue Juristische Wochenschrift 2001, 1217) zur Ausgliederung nach &sect; 123 Abs. 3 UmwG erl&auml;utert, dass &quot;es sich (hierbei) nicht um den &Uuml;bergang des gesamten Verm&ouml;gens eines untergegangenen Rechtstr&auml;gers handelt, sondern um eine besondere &Uuml;bertragungsart, die es gestattet, anstelle der Einzel&uuml;bertragung verschiedener Verm&ouml;gensgegenst&auml;nde eine allein durch den Parteiwillen zusammengefasste Summe von Verm&ouml;gensgegenst&auml;nden in einem Akt zu &uuml;bertragen&quot;. Der erkennende Senat teilt diese Auffassung. Der &Uuml;bergang von Verm&ouml;gensteilen im Wege der Ausgliederung oder (im Streitfall) der Abspaltung ist deshalb &#8211;ungeachtet der mit dem UmwG teilweise verbundenen sprachlichen Weiterung (s.o.)&#8211; materiell-rechtlich nicht als Gesamtrechtsnachfolge, sondern &#8211;wie im BGH-Urteil vom 25. Januar 2008 V ZR 79\/07 (BGHZ 175, 123) ausgef&uuml;hrt wird&#8211; als Sonderrechtsnachfolge (uno-actu-&Uuml;bergang) zu qualifizieren, mit der lediglich der verf&uuml;gungsrechtliche Grundsatz der Spezialit&auml;t durch den Bestimmtheitsgrundsatz im Rahmen des Spaltungsplans ersetzt wird (vgl. zu Letzterem Teichmann in Lutter, a.a.O., &sect; 131 Rz 11). Demgem&auml;&szlig; ist es &#8211;auch mit Blick auf die allgemeine Behandlung von Sonderrechtsnachfolgen (s. zur H&ouml;feO oben zu II.2.a bb)&#8211; ausgeschlossen, die Ausgliederung oder Abspaltung der Gesamtrechtsnachfolge i.e.S. (d.h. i.S. von &sect; 45 AO) zuzuordnen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Des Weiteren fehlt jeglicher Anhaltspunkt daf&uuml;r, &sect; 131 Abs. 1 Nr. 1 UmwG, soweit er f&uuml;r F&auml;lle der Abspaltung und Ausgliederung eine Sonderrechtsnachfolge anordnet, als gesetzliche Ausnahmevorschrift einzustufen, die &#8211;abweichend von dem Grundsatz des &sect; 45 Abs. 1 AO&#8211; den &Uuml;bergang von Steuerverbindlichkeiten auch au&szlig;erhalb des Rechtsinstituts der Gesamtrechtsnachfolge (i.e.S.) bewirke (so aber Zimmermann, a.a.O., S. 1756). Letzteres ist jedenfalls f&uuml;r das Streitjahr bereits deshalb ausgeschlossen, weil die Umwandlung der Kl&auml;gerin der Vorschrift des &sect; 132 UmwG (a.F.) unterstand, nach der &quot;Allgemeine Vorschriften, welche die &Uuml;bertragung eines bestimmten Gegenstandes &#8230; an bestimmte Voraussetzungen kn&uuml;pfen &#8230;, durch die Wirkungen der Eintragung nach &sect; 131 (UmwG) unber&uuml;hrt (bleiben)&quot;, und hiernach nicht zweifelhaft sein kann, dass Steuerverbindlichkeiten (grunds&auml;tzlich) nur nach Ma&szlig;gabe der Anforderungen des &sect; 45 AO (Gesamtrechtsnachfolge i.e.S.) auf den Rechtsnachfolger &uuml;bergehen konnten (zu den Grunds&auml;tzen des intertemporalen materiellen und prozessualen Rechts s. BFH-Urteil vom 18. Mai 1988 X R 63\/82, BFHE 154, 241, BStBl II 1988, 967; BFH-Beschluss vom 8. Mai 1995 X B 2\/95, BFH\/NV 1995, 968; BTDrucks 329\/05, S. 115 ff.). Hiergegen l&auml;sst sich auch nicht einwenden, dass &sect; 132 UmwG (a.F.) die &Uuml;bertragbarkeit von &quot;Gegenst&auml;nden&quot; beschr&auml;nkte; abweichend von der Ansicht der Vorinstanz geh&ouml;rten hierzu nicht nur Wirtschaftsg&uuml;ter des Aktivverm&ouml;gens, sondern &#8211;wie sowohl &sect; 126 Abs. 1 Nr. 9 UmwG als auch die abweichende Wortwahl in &sect; 131 Nr. 1 UmwG (&quot;Verm&ouml;gen einschlie&szlig;lich Verbindlichkeiten&quot;) zeigt&#8211; auch solche des Passivverm&ouml;gens (gl.A. Semler\/Stengel, UmwG, 1. Aufl., 2003, &sect; 132 Rz 4, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das Urteil des FG ist damit aufzuheben. Sollte sich im zweiten Rechtsgang ergeben, dass die Kl&auml;gerin ein gewerbliches Unternehmen betrieben hat (&sect; 2 Abs. 1 Satz 1 GewStG; s.o. zu II.1.), so ist sie zum einen Schuldnerin der f&uuml;r den EZ 1996 ermittelten Gewerbesteuer geblieben mit der weiteren Folge, dass ihr gegen&uuml;ber auch der &#8211;nach den Verh&auml;ltnissen des Wirtschaftsjahres 1995\/96&#8211; f&uuml;r den EZ 1996 zu ermittelnde Gewerbeertrag festzusetzen ist (&sect; 184 Abs. 1 AO i.V.m. &sect; 10 Abs. 2 GewStG; &sect; 4a Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 Nr. 2 EStG). Zum anderen geht in die gegen&uuml;ber der Kl&auml;gerin zu treffende Festsetzung des Gewerbesteuermessbetrags 1997 nicht nur der gesamte im Wirtschaftsjahr 1996\/97 erzielte Gewinn aus dem zur&uuml;ckbehaltenen Milchbetrieb, sondern dar&uuml;ber hinaus auch der auf den Zeitraum vom 1. Juli 1996 bis 31. Mai 1997 entfallende Gewinn (oder Verlust) aus den abgespaltenen Betriebsteilen (Pflanzen- und Mastbetrieb) ein. Ma&szlig;geblich ist insoweit nicht der Zeitpunkt des Entstehens der Gewerbesteuerschuld (Ablauf des EZ 1997; &sect; 18 GewStG), sondern &#8211;gleich den F&auml;llen des Wechsels der Gewerbesteuerpflicht&#8211; die sachliche Abgrenzung des bis zum steuerrechtlichen &Uuml;bertragungsstichtag (&sect; 2 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. Satz 2 UmwStG) erwirtschafteten Gewerbeertrags (vgl. &#8211;jeweils zum Wechsel der Gewerbesteuerpflicht w&auml;hrend des Erhebungszeitraums&#8211; BFH-Urteil vom 17. Februar 1989 III R 36\/85, BFHE 156, 502, BStBl II 1989, 664; Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 171, 246, BStBl II 1993, 616 zu C.III.9.g). Da das FG bisher keine Feststellung dazu getroffen hat, ob die angefochtenen Gewerbesteuermessbescheide 1996 und 1997 diesen Grunds&auml;tzen entsprechen, wird die Vorinstanz &#8211;sollte sie die Gewerbesteuerpflicht der Kl&auml;gerin dem Grunde nach bejahen&#8211; die Bescheide auch insoweit zu &uuml;berpr&uuml;fen haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 5.11.2009, IV R 29\/08 Abspaltung f&uuml;hrt nicht zur Gesamtrechtsnachfolge &#8211; &Uuml;bergang einer Steuerschuld auf den Rechtsnachfolger Leits&auml;tze Bei einer Abspaltung durch Neugr&uuml;ndung gem&auml;&szlig; &sect; 123 Abs. 2 Nr. 2 UmwG 1995 ist der &uuml;bernehmende Rechtstr&auml;ger nicht Gesamtrechtsnachfolger des &uuml;bertragenden Rechtstr&auml;gers. 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