{"id":13282,"date":"2012-12-20T02:53:31","date_gmt":"2012-12-20T00:53:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13282"},"modified":"2012-12-20T02:53:31","modified_gmt":"2012-12-20T00:53:31","slug":"iii-r-68-06-investitionszulage-betriebsaufspaltung-und-verlustuebernahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-68-06-investitionszulage-betriebsaufspaltung-und-verlustuebernahme\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;68\/06 &#8211; Investitionszulage: Betriebsaufspaltung und Verlust&uuml;bernahme"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.8.2009, III R 68\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Investitionszulage: Betriebsaufspaltung und Verlust&uuml;bernahme<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts. Ihr Gesellschaftszweck ist der Erwerb, die Modernisierung und der Betrieb bzw. die Verpachtung des Hotels X in Z, im fr&uuml;heren Zonenrandgebiet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin erwarb das Hotelgrundst&uuml;ck im November 1987 und verpachtete es durch Vertrag vom 1. Februar 1988 an die &quot;Hotel X Betriebsgesellschaft mbH&quot; (GmbH), deren Gesellschafter mit denen der Kl&auml;gerin identisch sind. Durch einen Betriebsf&uuml;hrungs- und Managementvertrag vom 14. Juli 1988 beauftragte die GmbH Herrn B damit, das Hotel ab dem 1. Oktober 1988 als Direktor zu f&uuml;hren. Sein Aufgabenbereich umfasste insbesondere die ordnungsgem&auml;&szlig;e Betriebsf&uuml;hrung und Bewirtschaftung des Hotels, Planung und Durchf&uuml;hrung von Werbema&szlig;nahmen, Zimmervermietung, Reservierungen, Wareneinkauf, Personalangelegenheiten sowie die Unterrichtung der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der GmbH &uuml;ber die wesentlichen betrieblichen Vorg&auml;nge. Bis M&auml;rz 1992 sollte B als Entgelt f&uuml;r die Betriebsf&uuml;hrung zun&auml;chst monatlich einen Festbetrag erhalten. F&uuml;r die Zeit ab April 1992 verpflichtete sich B, den Hotelbetrieb so zu f&uuml;hren, dass ein &quot;liquider &Uuml;berschuss&quot; von monatlich &#8230; DM verbleiben w&uuml;rde. Die Errechnung des &Uuml;berschusses ist im Einzelnen vertraglich geregelt. Der &uuml;ber &#8230; DM hinausgehende Betrag sollte B zu 95 % zustehen, im &Uuml;brigen der GmbH. Die gesamten Einnahmen und Ausgaben der GmbH sollten &uuml;ber ein Bankkonto abgewickelt werden, &uuml;ber das allein B verf&uuml;gungsberechtigt war. B war au&szlig;erdem verpflichtet, etwaige Fehlbetr&auml;ge auf dem Bankkonto auszugleichen. In einem Nachtrag vom 4. April 1990 wurde die Festverg&uuml;tung zum 30. April 1990 aufgehoben, stattdessen wurde die Abrechnung aufgrund einer ge&auml;nderten und zeitlich gestaffelten &Uuml;berschussgrenze bereits ab Mai 1990 eingef&uuml;hrt. Die GmbH erlitt &uuml;berwiegend Verluste, die B in den Jahren 1991 bis 1994 zum gr&ouml;&szlig;ten Teil &uuml;bernahm.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In den Jahren 1988 und 1989 wurde das Hotel grundlegend umgestaltet. Die Kl&auml;gerin beantragte und erhielt f&uuml;r die in beiden Jahren angefallenen Investitionen eine Zulage nach &sect; 1 des Investitionszulagengesetzes (InvZulG 1986) vom 28. Januar 1986 (BGBl I 1986, 231) f&uuml;r Investitionen im Zonenrandgebiet und in anderen f&ouml;rderungsbed&uuml;rftigen Gebieten. Durch Bescheide vom 2. Oktober 1989 und vom 19. Oktober 1990, die jeweils unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung standen, setzte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) Investitionszulage von &#8230; DM (1988) bzw. von &#8230; DM (1989) fest. Das Bundesamt f&uuml;r Wirtschaft hatte die F&ouml;rderungsw&uuml;rdigkeit des Vorhabens bescheinigt (&sect; 2 InvZulG 1986).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA ordnete unter dem Datum des 14. Januar 1991 bei der Kl&auml;gerin eine Au&szlig;enpr&uuml;fung an, die &#8211;nach Unterbrechungen&#8211; im April 1996 beendet wurde. Der Pr&uuml;fer gelangte zu der Ansicht, wegen der Verlust&uuml;bernahme durch B habe keine Betriebsaufspaltung mehr vorgelegen, weil die GmbH nicht mehr gewerblich t&auml;tig gewesen sei. Der Betriebsf&uuml;hrungs- und Managementvertrag sei als verdeckter Pachtvertrag zu beurteilen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA folgte der Beurteilung des Pr&uuml;fers. Durch &Auml;nderungsbescheide vom 4. September 1996 setzte es die Investitionszulagen auf Null DM fest und forderte die ausgezahlten Zulagen zur&uuml;ck. Der Einspruch, mit dem die Kl&auml;gerin u.a. die Verj&auml;hrung und die Verwirkung des R&uuml;ckforderungsanspruchs geltend machte, hatte keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Es war der Ansicht, der R&uuml;ckforderungsanspruch des FA sei weder verj&auml;hrt noch verwirkt und auch materiell-rechtlich gegeben. Die gef&ouml;rderten Wirtschaftsg&uuml;ter seien entgegen &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 InvZulG 1986 nicht drei Jahre nach ihrer Herstellung ausschlie&szlig;lich zu eigenbetrieblichen Zwecken verwendet worden, da die Voraussetzungen einer Betriebsaufspaltung zumindest seit 1991 weggefallen seien. Die GmbH habe in den Jahren 1991 bis 1994, in denen B die Verluste der GmbH zum gr&ouml;&szlig;ten Teil ausgeglichen habe, keine unternehmerische gewerbliche T&auml;tigkeit mehr ausge&uuml;bt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Begr&uuml;ndung der Revision tr&auml;gt die Kl&auml;gerin im Wesentlichen vor, das Hotel sei im Namen und f&uuml;r Rechnung der GmbH betrieben und daher f&uuml;r eigenbetriebliche Zwecke genutzt worden. B habe die Verluste der GmbH nicht in vollem Umfang &uuml;bernommen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten, da der Pr&uuml;fer am 15. Januar 1991 nur Scheinhandlungen vorgenommen habe. Aber auch dann, wenn dieser Tag als Pr&uuml;fungsbeginn anzusehen sein sollte, sei nach &sect; 171 Abs. 4 Satz 2 der Abgabenordnung Verj&auml;hrung eingetreten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, das angefochtene Urteil und die Bescheide vom 4. September 1996 sowie die dazu ergangene Einspruchsentscheidung vom 12. Dezember 1997 aufzuheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils, der Bescheide vom 4. September 1996 sowie der dazu ergangenen Einspruchsentscheidung vom 12. Dezember 1997 (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Der Kl&auml;gerin steht f&uuml;r die von ihr durchgef&uuml;hrten Investitionen die beantragte Investitionszulage zu. Das FG hat zu Unrecht angenommen, das Hotelgeb&auml;ude sei entgegen &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 InvZulG 1986 nicht mindestens drei Jahre ausschlie&szlig;lich zu eigenbetrieblichen Zwecken genutzt worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach &sect; 1 Abs. 1 InvZulG 1986 erhalten Steuerpflichtige im Sinne des Einkommensteuergesetzes (EStG) und des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) eine Zulage f&uuml;r bestimmte Investitionen, die mit der Errichtung oder Erweiterung einer in einem f&ouml;rderungsbed&uuml;rftigen Gebiet belegenen Betriebsst&auml;tte im Zusammenhang stehen, sofern die Errichtung oder Erweiterung volkswirtschaftlich besonders f&ouml;rderungsw&uuml;rdig ist und den Zielen und Grunds&auml;tzen der Raumordnung und Landesplanung entspricht. Wird die Investition &#8211;wie im Streitfall&#8211; von einer Gesellschaft i.S. des &sect; 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG durchgef&uuml;hrt, steht der Anspruch auf Investitionszulage der Gesellschaft zu (&sect; 1 Abs. 1 Satz 3 InvZulG 1986). Der Nachweis der F&ouml;rderungsw&uuml;rdigkeit ist durch eine vom Bundesamt f&uuml;r (gewerbliche) Wirtschaft ausgestellte Bescheinigung zu erbringen (&sect; 2 Abs. 1 InvZulG 1986). Die Zulagenbeg&uuml;nstigung von abnutzbaren unbeweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens sowie von Ausbauten und Erweiterungen an abnutzbaren unbeweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens, die Geb&auml;ude, Geb&auml;udeteile, Eigentumswohnungen oder im Teileigentum stehende R&auml;ume sind, h&auml;ngt nach &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 InvZulG 1986 u.a. davon ab, dass die gef&ouml;rderten Wirtschaftsg&uuml;ter bzw. die ausgebauten oder neu hergestellten Teile mindestens drei Jahre nach ihrer Herstellung vom Steuerpflichtigen ausschlie&szlig;lich zu eigenbetrieblichen Zwecken verwendet werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Eine Verwendung zu eigenbetrieblichen Zwecken eines Besitzunternehmens ist nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) auch dann anzunehmen, wenn das gef&ouml;rderte Wirtschaftsgut im Rahmen einer Betriebsaufspaltung von einem Besitzunternehmen an ein Betriebsunternehmen verpachtet wird und zu dessen betrieblichen Zwecken verwendet wird (Senatsentscheidungen vom 26. M&auml;rz 1993 III S 42\/92, BFHE 171, 164, BStBl II 1993, 723; vom 16. September 1994 III R 45\/92, BFHE 176, 98, BStBl II 1995, 75; vom 22. Februar 1996 III R 91\/93, BFHE 180, 293, BStBl II 1996, 428; vgl. ferner Senatsurteile vom 28. Januar 1999 III R 77\/96, BFHE 188, 194, BStBl II 1999, 610; vom 20. M&auml;rz 2003 III R 50\/96, BFHE 202, 181, BStBl II 2003, 613). Denn es widerspr&auml;che der Rechtsnatur der Betriebsaufspaltung als blo&szlig;er Aufteilung der Funktionen eines normalerweise einheitlichen Betriebs auf zwei Rechtstr&auml;ger, wenn die Zulage unter dem formalen Gesichtspunkt, dass Besitzunternehmen und Betriebsunternehmen rechtlich selbst&auml;ndige Unternehmen sind, nicht gew&auml;hrt w&uuml;rde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Im Streitfall wurde das Hotel im Rahmen einer zwischen der Kl&auml;gerin und der GmbH bestehenden Betriebsaufspaltung verpachtet. Die Kl&auml;gerin war mit der GmbH sachlich verflochten, da sie als Besitzunternehmen aufgrund des Vertrags vom 1. Februar 1988 eine wesentliche Betriebsgrundlage, n&auml;mlich das Hotel, an die GmbH als Betriebsunternehmen verpachtete. Die personelle Verflechtung ergibt sich bereits daraus, dass die Gesellschafter der Kl&auml;gerin und der GmbH identisch waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Die Voraussetzungen einer Betriebsaufspaltung entfielen nicht dadurch, dass B in den Jahren 1991 bis 1994 aufgrund des Betriebsf&uuml;hrungs- und Managementvertrages die auf dem betrieblichen Bankkonto entstandenen Fehlbetr&auml;ge auszugleichen hatte. Diese Verpflichtung f&uuml;hrte nicht etwa dazu, dass die GmbH wegen des Fehlens eines Verlustrisikos nicht mehr als gewerbliches Unternehmen anzusehen gewesen w&auml;re. F&uuml;r die Annahme einer Betriebsaufspaltung gen&uuml;gt es, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; das Betriebsunternehmen nach &sect; 8 Abs. 2 KStG als Gewerbebetrieb kraft Rechtsform anzusehen ist (BFH-Urteil vom 22. Februar 2005 VIII R 53\/02, BFH\/NV 2005, 1624; Schmidt\/Wacker, EStG, 28. Aufl., &sect; 15 Rz 856, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Eine Verwendung zu ausschlie&szlig;lich eigenbetrieblichen Zwecken i.S. von &sect; 1 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 InvZulG 1986 h&auml;tte allerdings dann nicht vorgelegen, wenn die GmbH die Wirtschaftsg&uuml;ter, die ihr im Rahmen der Betriebsaufspaltung zur Nutzung &uuml;berlassen wurden, ihrerseits an B (unter-)verpachtet h&auml;tte. Dies hat das FA angenommen, das den Betriebsf&uuml;hrungs- und Managementvertrag &#8211;zu Unrecht&#8211; als verdeckten Pachtvertrag beurteilt hat. Ein Betriebsf&uuml;hrungs- oder Managementvertrag (zur Unterscheidung s. Staudinger\/Martinek (2006) &sect; 675 Rz B 148) ist ein Gesch&auml;ftsbesorgungsvertrag nach &sect; 675 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches (BGB) und kein Pachtvertrag (s. Urteil des Bundesgerichtshofs vom 5. Oktober 1981 II ZR 203\/80, Der Betrieb 1982, 846). Anders als bei einem Pachtverh&auml;ltnis nach &sect; 581 BGB, bei dem der P&auml;chter im eigenen Namen und f&uuml;r eigene Rechnung t&auml;tig ist, betrieb B das Hotel im Streitfall aufgrund des Gesch&auml;ftsbesorgungsverh&auml;ltnisses im Namen und f&uuml;r Rechnung der GmbH. Die GmbH wurde durch die in ihrem Namen abgeschlossenen Beherbergungsvertr&auml;ge rechtlich verpflichtet, auch war das Hotelpersonal bei der GmbH angestellt, nicht bei B. Die GmbH trug die laufenden Aufwendungen und haftete gegen&uuml;ber den Gl&auml;ubigern f&uuml;r die aus dem Hotelbetrieb resultierenden Verbindlichkeiten. Allein der Umstand, dass B gegen&uuml;ber der GmbH zum Ausgleich von Fehlbetr&auml;gen auf dem betrieblichen Bankkonto verpflichtet war, machte das Vertragsverh&auml;ltnis noch nicht zu einem &quot;verdeckten&quot; Pachtvertrag.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                6. Da die Bescheide vom 4. September 1996 aus materiell-rechtlichen Gr&uuml;nden rechtswidrig sind, kommt es nicht darauf an, ob die Festsetzungsfrist zum Zeitpunkt der &Auml;nderung der Zulagenbescheide bereits abgelaufen war und ob einer R&uuml;ckforderung der Zulagen der Einwand der Verwirkung entgegenst&uuml;nde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.8.2009, III R 68\/06 Investitionszulage: Betriebsaufspaltung und Verlust&uuml;bernahme Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine Gesellschaft b&uuml;rgerlichen Rechts. 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