{"id":13309,"date":"2012-12-20T02:53:32","date_gmt":"2012-12-20T00:53:32","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13309"},"modified":"2012-12-20T02:53:32","modified_gmt":"2012-12-20T00:53:32","slug":"iii-r-24-07-hinreichend-genaue-bezeichnung-einer-investition-im-investitionszulagenantrag-vorliegen-eines-einheitlichen-wirtschaftsguts-bei-einem-verbund-von-einzelteilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-24-07-hinreichend-genaue-bezeichnung-einer-investition-im-investitionszulagenantrag-vorliegen-eines-einheitlichen-wirtschaftsguts-bei-einem-verbund-von-einzelteilen\/","title":{"rendered":"III&nbsp;R&nbsp;24\/07 &#8211; Hinreichend genaue Bezeichnung einer Investition im Investitionszulagenantrag &#8211; Vorliegen eines einheitlichen Wirtschaftsguts bei einem Verbund von Einzelteilen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.8.2009, III R 24\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Hinreichend genaue Bezeichnung einer Investition im Investitionszulagenantrag &#8211; Vorliegen eines einheitlichen Wirtschaftsguts bei einem Verbund von Einzelteilen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) betrieb einen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen im F&ouml;rdergebiet. Er unterhielt Betriebsst&auml;tten u.a. in G und J. Die Betriebsst&auml;tte in G bestand im Wesentlichen aus f&uuml;nf gro&szlig;en Lagerhallen; die Lagerhallen standen frei und waren voneinander durch etwa 20 m gro&szlig;e Zwischenr&auml;ume getrennt. In der Betriebsst&auml;tte in J befanden sich drei Lagerhallen von etwa gleicher Gr&ouml;&szlig;e, die in U-Form aufgebaut waren und ineinander &uuml;bergingen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitjahr 1992 lie&szlig; der Kl&auml;ger sog. Stellw&auml;nde f&uuml;r die Lagerhallen in G und J herstellen. Die Stellw&auml;nde wurden mit dem Boden verschraubt und in etwa 1 m Abstand von den eigentlichen Begrenzungsw&auml;nden der Hallen aufgestellt. Dadurch lastete das Getreidegut nicht mehr auf den W&auml;nden der Halle selbst, sondern auf den Stellw&auml;nden davor. Die W&auml;nde waren hintergehbar und hinterl&uuml;fteten das an die Stellw&auml;nde aufgeworfene Getreidegut.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Stellw&auml;nde bestanden aus Stahlst&uuml;tzen &#8211;etwa 5 m langen Doppel-T-Tr&auml;gern aus Eisenstahl&#8211;, die im Abstand von zumeist 2,50 m voneinander aufgestellt wurden und durch in die Aussparungen der Tr&auml;ger eingelassene Kanth&ouml;lzer miteinander verbunden waren. An die Stahlst&uuml;tzen lie&szlig; der Kl&auml;ger Fu&szlig;teile anschwei&szlig;en, die mit Bohrl&ouml;chern versehen wurden. Die Stahltr&auml;ger wurden dann mit D&uuml;beln und D&uuml;belschrauben in den Hallenb&ouml;den verankert. Zus&auml;tzlich wurden die Stahltr&auml;ger durch Stahlverstrebungen abgest&uuml;tzt, die ebenfalls in D&uuml;bell&ouml;chern im Boden verschraubt wurden. Dar&uuml;ber hinaus konnte das in die Hallen eingebrachte F&uuml;llgut noch durch zus&auml;tzlich aufgestellte weitere Stellw&auml;nde gleicher Art voneinander getrennt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In seinem Antrag auf Investitionszulage f&uuml;r das Jahr 1992 machte der Kl&auml;ger unter anderem die Aufwendungen f&uuml;r die Stellw&auml;nde unter den Bezeichnungen &quot;Getreidelager G&quot; und &quot;Getreidelager J&quot; geltend. Dem Antrag waren die jeweiligen Rechnungen beigef&uuml;gt. Die Rechnungen wiesen die Kosten f&uuml;r die zur Herstellung verwendeten Einzelteile wie z.B. Stahlst&uuml;tzen, Verbundanker, Winkeleisen, Eckschr&auml;gst&uuml;tzen und Verbauholz aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Bescheid vom 8. Dezember 1993, der unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung (&sect; 164 der Abgabenordnung) erging, setzte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Investitionszulage antragsgem&auml;&szlig; fest.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung &auml;nderte das FA mit Bescheid vom 21. Dezember 1999 den Investitionszulagenbescheid f&uuml;r 1992 und setzte die Investitionszulage ohne die Aufwendungen f&uuml;r die beiden Getreidelager fest. Es war der Ansicht, die Wirtschaftsg&uuml;ter seien als Betriebsvorrichtungen zwar grunds&auml;tzlich beg&uuml;nstigt, der Kl&auml;ger habe sie im Antrag auf Investitionszulage aber nicht ausreichend bezeichnet. Der Einspruch des Kl&auml;gers blieb erfolglos.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) setzte durch Urteil vom 25. Oktober 2006&nbsp;&nbsp;2 K 720\/01 (Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2008, 877) die Investitionszulage unter Ber&uuml;cksichtigung von Aufwendungen f&uuml;r die beiden Getreidelager (200.899 DM und 193.601 DM) auf insgesamt 172.861 DM fest. Diese Aufwendungen hatte das FA in einem Beweis- und Er&ouml;rterungstermin der H&ouml;he, aber nicht dem Grunde nach anerkannt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Begr&uuml;ndung seines Urteils f&uuml;hrte das FG im Wesentlichen aus, der Kl&auml;ger habe seine Investitionen mit dem Begriff &quot;Getreidelager&quot; ausreichend bezeichnet. Dieser Begriff werde in der Landwirtschaft verwendet f&uuml;r Vorrichtungen zur Aufbewahrung von Getreide in einem Geb&auml;ude. Die Getreidelager in J und G seien jeweils als ein Wirtschaftsgut anzusehen, da sie nach ihrer Zweckbestimmung durch den Kl&auml;ger nur zusammen nutzbar seien. Der Kl&auml;ger habe das Stellwandsystem so konzipiert, dass es je nach Bed&uuml;rfnis abgebaut und in einer anderen Halle habe aufgestellt werden k&ouml;nnen. Die Stellw&auml;nde seien nicht notwendigerweise zum dauernden Verbleib in einer konkreten Halle bestimmt gewesen. Deshalb habe der Kl&auml;ger die Stellw&auml;nde im Antrag auf Investitionszulage auch nicht den einzelnen Hallen zuordnen m&uuml;ssen. Da die Zahl der Tr&auml;ger und St&uuml;tzen aufgrund der Rechnungen feststehe und auch das Bauholz jedenfalls dem Volumen nach aus den Rechnungen ersichtlich sei, k&ouml;nnten ohne wesentlich gr&ouml;&szlig;eren Aufwand die in J und G vorhandenen Einzelteile ermittelt werden. Die Investitionen in das Getreidelager seien auch nicht als geringwertige Wirtschaftsg&uuml;ter nach &sect; 2 Satz 1 des Investitionszulagengesetzes 1991 (InvZulG 1991) von der Beg&uuml;nstigung ausgeschlossen, da sie &#8211;wie etwa ein Regalsystem&#8211; jedenfalls nach ihrer Zweckbestimmung nur zusammen genutzt werden sollten und technisch aufeinander abgestimmt seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung des &sect; 6 Abs. 3 Satz 2 InvZulG 1991. Die Bezeichnung &quot;Getreidelager&quot; reiche als Sammel- oder Gattungsbezeichnung nicht aus. Unter dem Begriff &quot;Getreidelager&quot; w&uuml;rden allgemein Silos oder Lagerhallen verstanden, die als unbewegliche Wirtschaftsg&uuml;ter nicht beg&uuml;nstigt seien. Ein Bearbeiter des Antrags auf Investitionszulage h&auml;tte auch unter Zuhilfenahme der Rechnungen ohne aufw&auml;ndige Ermittlungen nicht erkennen k&ouml;nnen, dass es sich bei den Getreidelagern um Trenn- oder Stellw&auml;nde f&uuml;r Sch&uuml;ttgut gehandelt habe. Au&szlig;erdem handle es sich in jeder Betriebsst&auml;tte nicht nur jeweils um ein Lager, sondern um eine Vielzahl von Stellw&auml;nden, was dem Investitionszulagenantrag nicht zu entnehmen sei. Die Getreidelager, die aus vielen verschiedenen Einzelteilen best&uuml;nden, seien auch nicht als jeweils einheitliches Wirtschaftsgut anzusehen. Der Nutzungs- und Funktionszusammenhang nach der Verbindung sei hierf&uuml;r kein geeignetes Beurteilungskriterium. F&uuml;r die Beurteilung der Selbst&auml;ndigkeit komme es vielmehr auf die Festigkeit und Zeitdauer der Verbindung sowie das &auml;u&szlig;ere Erscheinungsbild vor und nach der Verbindung an. Im Streitfall sei eine Vielzahl von Stahlst&uuml;tzen mit darin eingelassenen Kanth&ouml;lzern aufgestellt worden; jede einzelne Stellwand sei als ein Wirtschaftsgut nutzbar. Die Verbindungen der Stellw&auml;nde mit den Hallenb&ouml;den k&ouml;nnten jederzeit gel&ouml;st und die Stellw&auml;nde in anderen Hallen wieder eingesetzt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG aufzuheben und die Klage insoweit abzuweisen, als das FG die Aufwendungen f&uuml;r die Getreidelager in J (200.899 DM) und in G (193.601 DM) in die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Investitionszulage 1992 einbezogen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und wird zur&uuml;ckgewiesen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat zu Recht die Aufwendungen f&uuml;r die beiden Getreidelager in die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Investitionszulage einbezogen; der Kl&auml;ger hat die beg&uuml;nstigten Wirtschaftsg&uuml;ter im Investitionszulagenantrag ausreichend bezeichnet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Gew&auml;hrung einer Investitionszulage erfordert &#8211;neben anderen, hier nicht streitigen Voraussetzungen&#8211; eine form- und fristgerechte Antragstellung nach &sect; 6 InvZulG 1991. Gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 3 Satz 2 InvZulG 1991 sind in dem Antrag auf Investitionszulage die Investitionen, f&uuml;r die eine Investitionszulage beansprucht wird, innerhalb der Antragsfrist nach &sect; 6 Abs. 1 InvZulG 1991 so genau zu bezeichnen, dass ihre Feststellung bei einer Nachpr&uuml;fung m&ouml;glich ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Beg&uuml;nstigte Investitionen sind nach &sect; 2 Satz 1 InvZulG 1991 die Anschaffung und Herstellung von neuen abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsg&uuml;tern des Anlageverm&ouml;gens. Gegenstand der F&ouml;rderung nach dem InvZulG 1991 ist nicht das Investitionsvorhaben als solches, sondern das einzelne Wirtschaftsgut. F&uuml;r den mit der Pr&uuml;fung befassten Beamten m&uuml;ssen bei Ablauf der Antragsfrist die einzelnen Wirtschaftsg&uuml;ter eindeutig erkennbar sein. Bei einer &Uuml;berpr&uuml;fung anhand der eingereichten Belege oder anl&auml;sslich einer Besichtigung der angeschafften Wirtschaftsg&uuml;ter muss feststehen, dass die in den Belegen ausgewiesenen Gegenst&auml;nde mit denjenigen identisch sind, f&uuml;r die eine Investitionszulage beantragt wird. Ebenso muss feststellbar sein, ob die Wirtschaftsg&uuml;ter im ma&szlig;geblichen Kalenderjahr angeschafft worden sind. Der Antragsteller soll durch die genaue Bezeichnung der Ma&szlig;nahme das seinerseits Erforderliche und M&ouml;gliche zur z&uuml;gigen Abwicklung des Verfahrens beitragen, insbesondere soll eine eventuelle doppelte Erfassung bzw. ein Auswechseln der Wirtschaftsg&uuml;ter verhindert werden. Blo&szlig;e Sammel- oder Gattungsbezeichnungen gen&uuml;gen dementsprechend nicht. Welche Anforderungen an die Bezeichnung konkret zu stellen sind, kann nur anhand der tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnisse des Einzelfalles entschieden werden. Die genaue Bezeichnung der einzelnen Wirtschaftsg&uuml;ter im Antragsvordruck ist nur dann entbehrlich, wenn die Wirtschaftsg&uuml;ter eindeutig und nachpr&uuml;fbar aus den &#8212;innerhalb der Antragsfrist&#8211; beigef&uuml;gten Unterlagen, z.B. Rechnungen, ersichtlich sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. Senatsurteil vom 23. Februar 2006 III R 42\/04, BFH\/NV 2006, 1348, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Bezeichnung &quot;Getreidelager&quot; in Verbindung mit den beigef&uuml;gten Rechnungen gen&uuml;gt den Anforderungen des &sect; 6 Abs. 3 Satz 2 InvZulG 1991.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Bei einem Verbund von Einzelteilen handelt es sich um ein einheitliches Wirtschaftsgut, wenn die eingef&uuml;gten oder zusammengestellten Gegenst&auml;nde ihre selbst&auml;ndige Bewertbarkeit verlieren. Bestimmend hierf&uuml;r sind neben dem gemeinsamen Zweck insbesondere der Grad der Festigkeit einer vorgenommenen Verbindung, der Zeitraum, auf den eine Verbindung oder die gemeinsame Nutzung mehrerer beweglicher Sachen angelegt ist, sowie das &auml;u&szlig;ere Erscheinungsbild. Erscheinen die Gegenst&auml;nde f&uuml;r sich allein betrachtet unvollst&auml;ndig oder hat ein Gegenstand ohne den\/die anderen ein negatives Gepr&auml;ge, ist regelm&auml;&szlig;ig von einem einheitlichen Wirtschaftsgut auszugehen (Senatsurteile vom 9. August 2001 III R 30\/00, BFHE 196, 442, BStBl II 2001, 842, m.w.N., und in BFH\/NV 2006, 1348, unter II. 2.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Das FG hat in &Uuml;bereinstimmung mit diesen Grunds&auml;tzen darauf abgestellt, dass die Einzelteile der Getreidelager &#8211;Doppel-T- Tr&auml;ger, Stahlst&uuml;tzen und Kanth&ouml;lzer&#8211; f&uuml;r sich allein betrachtet unvollst&auml;ndig erschienen; nach ihrer Zweckbestimmung durch den Kl&auml;ger seien sie nur zusammen nutzbar, und zwar auch dann, wenn sie &#8211;wie beabsichtigt&#8211; in ihrer Gesamtheit aus einer Halle ausgebaut und in einer anderen Halle wieder eingebaut werden k&ouml;nnten. Diese W&uuml;rdigung des FG, die weder gegen Denkgesetze noch allgemeine Erfahrungss&auml;tze verst&ouml;&szlig;t, ist f&uuml;r den Bundesfinanzhof als Revisionsgericht nach &sect; 118 Abs. 2 FGO bindend, selbst wenn die Wertung des FG nicht zwingend, sondern lediglich m&ouml;glich ist (Senatsurteil vom 17. Juli 2008 III R 109\/07, BFH\/NV 2009, 391, unter II. 2.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Entgegen der Auffassung des FA ist die Bezeichnung &quot;Getreidelager&quot; keine Gattungs- oder Sammelbezeichnung f&uuml;r eine Vielzahl einzelner Wirtschaftsg&uuml;ter, sondern f&uuml;r die gesamte Vorrichtung zur Lagerung von Getreide in den jeweiligen Betriebsst&auml;tten in G und J. Die Bezeichnung wird nach den Feststellungen des FG in der landwirtschaftlichen Praxis f&uuml;r vergleichbare Einrichtungen verwendet und ist auch investitionszulagenrechtlich ausreichend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.8.2009, III R 24\/07 Hinreichend genaue Bezeichnung einer Investition im Investitionszulagenantrag &#8211; Vorliegen eines einheitlichen Wirtschaftsguts bei einem Verbund von Einzelteilen Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) betrieb einen Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen im F&ouml;rdergebiet. Er unterhielt Betriebsst&auml;tten u.a. in G und J. Die Betriebsst&auml;tte in G bestand im &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iii-r-24-07-hinreichend-genaue-bezeichnung-einer-investition-im-investitionszulagenantrag-vorliegen-eines-einheitlichen-wirtschaftsguts-bei-einem-verbund-von-einzelteilen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">III&nbsp;R&nbsp;24\/07 &#8211; Hinreichend genaue Bezeichnung einer Investition im Investitionszulagenantrag &#8211; Vorliegen eines einheitlichen Wirtschaftsguts bei einem Verbund von Einzelteilen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13309","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13309"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13309\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}