{"id":13323,"date":"2012-12-20T03:13:59","date_gmt":"2012-12-20T01:13:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13323"},"modified":"2012-12-20T03:13:59","modified_gmt":"2012-12-20T01:13:59","slug":"v-b-2-09-vorsteuerabzug-bezeichnung-des-leistungsempfaengers-in-der-rechnung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-2-09-vorsteuerabzug-bezeichnung-des-leistungsempfaengers-in-der-rechnung\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;2\/09 &#8211; Vorsteuerabzug &#8211; Bezeichnung des Leistungsempf&auml;ngers in der Rechnung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.7.2009, V B 2\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorsteuerabzug &#8211; Bezeichnung des Leistungsempf&auml;ngers in der Rechnung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. Die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) geltend gemachte grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) liegt nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage, ob bei einer Steuerschuld aufgrund eines Steuerausweises in einer Rechnung infolge von Karussellgesch&auml;ften die Gef&auml;hrdungslage hinsichtlich der durch die Kl&auml;gerin erteilten Rechnungen dadurch beseitigt wird, dass die Kl&auml;gerin den Vorsteuerabzug aus den ihr erteilten Rechnungen r&uuml;ckg&auml;ngig macht, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Die Korrektur des von der Kl&auml;gerin vorgenommenen Vorsteuerabzugs l&auml;sst nur die Gef&auml;hrdungslage hinsichtlich der der Kl&auml;gerin erteilten Rechnung entfallen, nicht aber auch die Gef&auml;hrdungslage hinsichtlich der durch die Kl&auml;gerin erteilten Rechnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die weiter von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage, ob die Umsatzsteuer zu erlassen ist, wenn sie als Rechnungsaussteller bei der Ausstellung der Rechnung gutgl&auml;ubig war, ist im Streitfall nicht entscheidungserheblich und damit nicht kl&auml;rungsf&auml;hig (zu diesem Erfordernis vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 24. Januar 2008 X B 87\/07, BFH\/NV 2008, 605). Denn die nach den Feststellungen des Finanzgerichts &#8211;FG&#8211; (&sect; 118 Abs. 2 FGO) im Namen der Kl&auml;gerin erteilten Rechnungen f&uuml;r die Karussellgesch&auml;fte wurden durch einen von der Kl&auml;gerin bevollm&auml;chtigten Handelsvertreter ausgestellt. Ist aufgrund der Bevollm&auml;chtigung die durch den Vertreter im Namen des Vertretenen erteilte Rechnung dem Vertretenen zuzurechnen, erstreckt sich diese Zurechnung auch auf die Gut- oder B&ouml;sgl&auml;ubigkeit des f&uuml;r den Vertretenen handelnden Vertreters. Die Kl&auml;gerin muss sich daher das Wissen des in ihrem Namen handelnden und von ihr bevollm&auml;chtigten Handelsvertreters zurechnen lassen (vgl. &sect; 166 Abs. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches; vgl. BFH-Urteile vom 29. Juli 2003 VII R 3\/01, BFHE 203, 222, und vom 7. November 1990 X R 143\/88, BFHE 163, 329, BStBl II 1991, 325, jeweils m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG hat auch nicht den Anspruch auf rechtliches Geh&ouml;r (&sect; 96 Abs. 2 FGO) verletzt. Das FG ist weder zu einem Rechtsgespr&auml;ch noch zu einem Hinweis auf seine Rechtsauffassung verpflichtet, also dazu, die ma&szlig;gebenden tats&auml;chlichen und rechtlichen Gesichtspunkte mit den Beteiligten vor der Entscheidung umfassend und im Einzelnen zu er&ouml;rtern oder ihnen die einzelnen f&uuml;r die Entscheidung erheblichen Gesichtspunkte, Schlussfolgerungen oder das Ergebnis einer Gesamtw&uuml;rdigung im Voraus anzudeuten oder mitzuteilen (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 29. Dezember 2006 IX B 139\/05, BFH\/NV 2007, 1084, unter 3. a; vom 18. Dezember 2007 XI B 178\/06, BFH\/NV 2008, 562, unter 2. a, jeweils m.w.N.). Im &Uuml;brigen hat die Kl&auml;gerin nicht dargelegt, was sie bei Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs vorgetragen h&auml;tte und mit welchem Vortrag sie nicht geh&ouml;rt wurde (BFH-Beschluss vom 30. Mai 2007 VI B 119\/06, BFH\/NV 2007, 1697).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Das Urteil des FG ist auch mit Gr&uuml;nden versehen (&sect; 119 Nr. 6 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH (vgl. z.B. Urteil vom 2. Oktober 2001 IX R 25\/99, BFH\/NV 2002, 363, m.w.N. zur BFH-Rechtsprechung) ist eine Entscheidung nicht mit Gr&uuml;nden versehen, wenn sie nicht erkennen l&auml;sst, welche tats&auml;chlichen Feststellungen und rechtlichen Erw&auml;gungen f&uuml;r sie ma&szlig;geblich waren. Der Begr&uuml;ndungszwang bezweckt, die Prozessbeteiligten &uuml;ber die das Urteil tragenden Erkenntnisse und &Uuml;berlegungen des Gerichts zu unterrichten. Dabei muss das FG zwar nicht auf alle Einzelheiten des Sachverhalts und auf jede von den Beteiligten angestellte Erw&auml;gung n&auml;her eingehen. Ein Urteil enth&auml;lt aber keine hinreichenden Entscheidungsgr&uuml;nde, wenn das FG einen selbst&auml;ndigen Anspruch oder ein selbst&auml;ndiges Angriffs- oder Verteidigungsmittel mit Stillschweigen &uuml;bergeht oder einen bestimmten Sachverhaltskomplex &uuml;berhaupt nicht ber&uuml;cksichtigt (BFH-Urteil vom 29. November 2000 I R 16\/00, BFH\/NV 2001, 626). Unter selbst&auml;ndigen Anspr&uuml;chen und selbst&auml;ndigen Angriffs- und Verteidigungsmitteln sind dabei die eigenst&auml;ndigen Klagegr&uuml;nde und solche Angriffs- und Verteidigungsmittel zu verstehen, die den vollst&auml;ndigen Tatbestand einer mit selbst&auml;ndiger Wirkung ausgestatteten Rechtsnorm bilden (BFH-Urteil in BFH\/NV 2002, 363).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass das FG ein selbst&auml;ndiges Angriffs- oder Verteidigungsmittel &uuml;bergangen hat, ist der Beschwerde nicht zu entnehmen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.7.2009, V B 2\/09 Vorsteuerabzug &#8211; Bezeichnung des Leistungsempf&auml;ngers in der Rechnung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. Die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) geltend gemachte grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) liegt nicht vor. 2&nbsp; a) Die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-2-09-vorsteuerabzug-bezeichnung-des-leistungsempfaengers-in-der-rechnung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;B&nbsp;2\/09 &#8211; Vorsteuerabzug &#8211; Bezeichnung des Leistungsempf&auml;ngers in der Rechnung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13323","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13323","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13323"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13323\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13323"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13323"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13323"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}