{"id":13336,"date":"2012-12-20T02:53:36","date_gmt":"2012-12-20T00:53:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13336"},"modified":"2012-12-20T02:53:36","modified_gmt":"2012-12-20T00:53:36","slug":"i-r-3-09-rueckwirkendes-ereignis-nachtraegliche-herabsetzung-des-kaufpreises-bei-der-veraeusserung-einbringungsgeborener-anteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-3-09-rueckwirkendes-ereignis-nachtraegliche-herabsetzung-des-kaufpreises-bei-der-veraeusserung-einbringungsgeborener-anteile\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;3\/09 &#8211; R&uuml;ckwirkendes Ereignis: nachtr&auml;gliche Herabsetzung des Kaufpreises bei der Ver&auml;u&szlig;erung einbringungsgeborener Anteile"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.8.2009, I R 3\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">R&uuml;ckwirkendes Ereignis: nachtr&auml;gliche Herabsetzung des Kaufpreises bei der Ver&auml;u&szlig;erung einbringungsgeborener Anteile<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung einbringungsgeborener Anteile wird steuerlich r&uuml;ckwirkend ge&auml;ndert, wenn die Vertragsparteien wegen Streitigkeiten &uuml;ber Wirksamkeit oder Inhalt des Vertrages einen Vergleich schlie&szlig;en und den Ver&auml;u&szlig;erungspreis r&uuml;ckwirkend mindern.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine Stadt, war alleinige Anteilseignerin der N-GmbH. Die N-GmbH war aus einer Umwandlung des ehemaligen Stadtwerke-Eigenbetriebs zum Buchwert hervorgegangen, so dass einbringungsgeborene Anteile entstanden waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Unternehmensgegenstand der N-GmbH war die Strom-, Gas- und Wasserversorgung sowie die Wasserentsorgung. Die N-GmbH hielt zwei Beteiligungen in der Rechtsform der GmbH (B&auml;der und &ouml;ffentlicher Nahverkehr), die dauerdefizit&auml;r waren. Die Tochtergesellschaften waren &uuml;ber Ergebnisabf&uuml;hrungsvertr&auml;ge mit der N-GmbH verbunden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am 23. Januar 2002 ver&auml;u&szlig;erte die Kl&auml;gerin 49 % der Gesch&auml;ftsanteile der N-GmbH an die T-GmbH &#038; Co. KG (T) zum Kaufpreis von 125 Mio. DM (63.911.485 EUR), der auch entrichtet wurde. Zugleich trafen die Parteien eine abweichende Gewinnverteilungsabrede, wonach T grunds&auml;tzlich nicht an den Verlusten der beiden Tochtergesellschaften der N-GmbH partizipierte. Allerdings galt dies nicht, soweit die Verluste die Durchschnittsverluste der letzten drei Jahre vor der Ver&auml;u&szlig;erung &uuml;berstiegen. Insoweit sollte der Verlust auch von der T in entsprechender H&ouml;he der Beteiligung getragen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da die Ver&auml;u&szlig;erung eine Kapitalertragsteuerpflicht ausl&ouml;ste, meldete die Kl&auml;gerin eine Kapitalertragsteuer in H&ouml;he von 4.535.898 EUR an. Dem lag ein Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils an der N-GmbH in H&ouml;he von 45.358.988 EUR zu Grunde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In der Folgezeit kam es zwischen den Parteien zu Meinungsverschiedenheiten &uuml;ber die Gewinnverteilung in Bezug auf die beiden Tochtergesellschaften der N-GmbH. T vertrat die Auffassung, dass ihr die steuerlichen Verluste der Tochtergesellschaften in H&ouml;he ihrer Beteiligung zust&uuml;nden. Die Kl&auml;gerin beanspruchte die M&ouml;glichkeit des Verlustabzugs dagegen in dem Umfang f&uuml;r sich, in dem sie die Verluste selbst tragen musste. Dieser Streit f&uuml;hrte dazu, dass die Gewinne der N-GmbH f&uuml;r die Jahre 2002 bis 2004 zwar festgestellt, jedoch nicht an die Gesellschafter verteilt werden konnten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Urs&auml;chlich f&uuml;r diesen Streit war folgender Ablauf im Vorfeld des Vertragsabschlusses: Die Kl&auml;gerin hatte im Entwurf des Gesellschaftsvertrages unter &sect; 13 formuliert, dass die Verluste aus dem laufenden Betrieb der beiden Tochter-GmbHs bis zu den vereinbarten Deckelungsbetr&auml;gen ihr zu 100 % zugerechnet werden sollten. Dieser Vertrag war T zugeleitet worden, die den entsprechenden Passus strich, ohne dass dies der Kl&auml;gerin auffiel. Unterzeichnet wurde eine Vertragsfassung, die die betreffende Passage nicht enthielt, was der Kl&auml;gerin jedoch nicht bewusst war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Streitbeilegung fanden anschlie&szlig;end diverse Gespr&auml;che zwischen den Beteiligten statt. Am 24. Februar 2005 wurde ein Vertrag geschlossen, der mit &quot;&Auml;nderung des Anteilskauf- und Abtretungsvertrages vom 23. Januar 2002&quot; &uuml;berschrieben war. In der Pr&auml;ambel hei&szlig;t es u.a.:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;Um den im Rahmen dieser Regelung bestehenden Dissens hinsichtlich der Gewinnverteilung (steuerliche Verluste) zu bereinigen, haben sich die Beteiligten nunmehr darauf geeinigt, dass (T) die wirtschaftliche Verantwortung f&uuml;r die Tochtergesellschaften quotal unbeschr&auml;nkt &uuml;bernehmen soll. Diese Vereinbarung gilt mit Wirkung ab dem 1. Januar 2002, d.h. die uneingeschr&auml;nkte Verlust&uuml;bernahmeverpflichtung besteht bereits ab dem Zeitpunkt des &Uuml;bergangs des wirtschaftlichen Eigentums auf den Erwerber. Dementsprechend ist der seinerzeit vereinbarte Kaufpreis anzupassen.&quot; Der ge&auml;nderte Vertrag sah eine Minderung des Kaufpreises um 13,8 Mio. EUR vor. Die Gewinne der N-GmbH wurden daraufhin im Verh&auml;ltnis der Beteiligungen auf die Kl&auml;gerin und T verteilt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Anschluss an diese Verst&auml;ndigung reichte die Kl&auml;gerin am 7. April 2005 eine ge&auml;nderte Kapitalertragsteueranmeldung ein, der der geminderte Kaufpreis zu Grunde lag. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lehnte es ab, dem gem&auml;&szlig; &sect; 168 der Abgabenordnung (AO) zuzustimmen. Das Finanzgericht (FG) D&uuml;sseldorf war im in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 723 ver&ouml;ffentlichten Urteil vom 18. September 2008&nbsp;&nbsp;16 K 2635\/07 KE der Auffassung, nicht s&auml;mtliche mit Vertrag vom 23. Januar 2002 ver&auml;u&szlig;erten Anteile seien einbringungsgeboren, und gab insoweit der Klage statt. Einen dar&uuml;ber hinausgehenden Anspruch auf &Auml;nderung der Kapitalertragsteuerfestsetzung hielt es jedoch nicht f&uuml;r gegeben. Die nachtr&auml;gliche Herabsetzung des Kaufpreises sei kein r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. des &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin r&uuml;gt eine Verletzung materiellen Rechts. Sie beantragt sinngem&auml;&szlig;, das Urteil des FG insoweit aufzuheben, als die Klage abgewiesen worden ist, und das FA zu verpflichten, der ge&auml;nderten Kapitalertragsteueranmeldung vom 14. M&auml;rz 2006 zuzustimmen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Stattgabe der Klage. Die Kapitalertragsteueranmeldung steht einer Steuerfestsetzung unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung gleich (&sect; 168 Satz 1 AO). Das FA ist verpflichtet, der ge&auml;nderten Kapitalertragsteueranmeldung vom 5. April 2005 zuzustimmen, da die nachtr&auml;gliche Herabsetzung des Kaufpreises steuerlich auf den Zeitpunkt der &Uuml;bertragung der Anteile r&uuml;ckwirkt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Kapitalertragsteuer kn&uuml;pft an den tats&auml;chlich verwirklichten Sachverhalt an. Sie erh&ouml;ht oder vermindert sich, wenn dieser Sachverhalt sich im Nachhinein &auml;ndert und die &Auml;nderung steuerliche R&uuml;ckwirkung entfaltet. Dem muss dann durch eine entsprechende &Auml;nderung der Steuerfestsetzung Rechnung getragen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Wann ein Sachverhalt in diesem Sinne steuerlich zur&uuml;ckwirkt, wird im Gesetz nicht n&auml;her bestimmt. Es gen&uuml;gt aber nicht, dass das sp&auml;tere Ereignis den f&uuml;r die Besteuerung ma&szlig;geblichen Sachverhalt anders gestaltet. Die &Auml;nderung muss sich auch steuerrechtlich in der Weise auswirken, dass nunmehr der ge&auml;nderte anstelle des zuvor verwirklichten Sachverhalts der Besteuerung zugrunde zu legen ist. Ob diese Voraussetzung vorliegt, entscheidet sich nach dem im Einzelfall anzuwendenden materiellen Steuergesetz (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 19. Juli 1993 GrS 2\/92, BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897; BFH-Urteil vom 21. Dezember 1993 VIII R 69\/88, BFHE 174, 324, BStBl II 1994, 648). Die insoweit ma&szlig;geblichen Kriterien ergeben sich insbesondere aus der Rechtsprechung zum &quot;r&uuml;ckwirkenden Ereignis&quot; i.S. des &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Bei den laufend veranlagten Steuern wie der Einkommensteuer sind die aufgrund des Eintritts neuer Ereignisse materiell-rechtlich erforderlichen steuerlichen Anpassungen regelm&auml;&szlig;ig nicht r&uuml;ckwirkend, sondern in dem Besteuerungszeitraum vorzunehmen, in dem sich der ma&szlig;gebende Sachverhalt &auml;ndert (BFH-Beschluss in BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897). Dieser Grundsatz gilt jedoch nur insoweit, als die einschl&auml;gigen steuerrechtlichen Regelungen nicht bestimmen, dass eine &Auml;nderung des nach dem Steuertatbestand rechtserheblichen Sachverhalts zu einer r&uuml;ckwirkenden &Auml;nderung steuerlicher Rechtsfolgen f&uuml;hrt. Eine solche Rechtslage ist insbesondere bei Steuertatbest&auml;nden gegeben, die an einen einmaligen Vorgang ankn&uuml;pfen, und bei denen nachtr&auml;gliche &Auml;nderungen nicht in einer Folgebilanz oder nach den Grunds&auml;tzen des Zuflussprinzips in einem sp&auml;teren Veranlagungszeitraum ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Rechtsprechung hat dies zum einen bei Ver&auml;u&szlig;erungsgewinnen i.S. des &sect; 16 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG), zum anderen bei solchen nach &sect; 17 Abs. 2 EStG angenommen und eine r&uuml;ckwirkende Korrektur des Sachverhalts unabh&auml;ngig davon f&uuml;r geboten erachtet, ob das Ereignis, das f&uuml;r eine &Auml;nderung des Ver&auml;u&szlig;erungsgewinns urs&auml;chlich war, erst nach dem Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung eingetreten ist. Es kommt auch nicht darauf an, welche Gr&uuml;nde rechtlicher oder tats&auml;chlicher Art zu der r&uuml;ckwirkenden Sachverhalts&auml;nderung gef&uuml;hrt haben; insbesondere ist es unerheblich, ob diese &quot;im Kern&quot; bereits im urspr&uuml;nglichen Rechtsgesch&auml;ft angelegt waren (BFH-Beschluss in BFHE 172, 66, BStBl II 1993, 897; BFH-Urteil in BFHE 174, 324, BStBl II 1994, 648; Fischer in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, AO\/FGO, &sect; 41 AO Rz 119; Klein\/R&uuml;sken, AO, 9. Aufl., &sect; 175 Rz 62; von Wedelst&auml;dt in Beermann\/Gosch, Abgabenordnung\/Finanzgerichtsordnung, &sect; 175 AO Rz 65; Bordewin, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 1994, 555, 559).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Dementsprechend hat der BFH nach &Uuml;bertragung einer wesentlichen Beteiligung i.S. von &sect; 17 EStG und vollst&auml;ndiger Bezahlung des Kaufpreises den Abschluss eines au&szlig;ergerichtlichen Vergleichs, mit dem die Vertragsparteien den Rechtsstreit &uuml;ber den Eintritt einer im Kaufvertrag vereinbarten aufl&ouml;senden Bedingung beigelegt hatten, als ein Ereignis mit steuerlicher R&uuml;ckwirkung auf den Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung beurteilt (Urteil vom 19. August 2003 VIII R 67\/02, BFHE 203, 309, BStBl II 2004, 107). Ebenso hat er die Herabsetzung des Kaufpreises f&uuml;r einen Betrieb aufgrund von Einwendungen des K&auml;ufers &uuml;ber die Berechnungsgrundlage des Kaufpreises durch einen au&szlig;ergerichtlichen Vergleich (BFH-Urteil vom 23. Juni 1988 IV R 84\/86, BFHE 154, 85, BStBl II 1989, 41), sowie die Beilegung eines Streits nach Betriebsaufgabe &uuml;ber eine Schadensersatzforderung durch einen au&szlig;ergerichtlichen Vergleich (Urteil vom 10. Februar 1994 IV R 37\/92, BFHE 174, 140, BStBl II 1994, 564) als r&uuml;ckwirkende Ereignisse angesehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Allerdings hat der BFH in den Urteilen in BFHE 203, 309, BStBl II 2004, 107 und vom 14. Juni 2005 VIII R 14\/04 (BFHE 210, 278, BStBl II 2006, 15; krit. Bahns, FR 2004, 317, 324) ausgef&uuml;hrt, dass in F&auml;llen, in denen der Kaufpreis bereits vereinnahmt sei, eine im Wege des Vergleichs vereinbarte &Auml;nderung des Kaufpreises nur dann ein r&uuml;ckwirkendes Ereignis darstelle, wenn die &Auml;nderung auf Gr&uuml;nden beruhe, die im Kaufvertrag selbst angelegt seien. Er hat daher in einem Fall, in dem zun&auml;chst Verm&ouml;gen unentgeltlich unter Vorbehalt eines Nie&szlig;brauchs &uuml;bertragen und sp&auml;ter auf das Nie&szlig;brauchsrecht gegen eine Abstandszahlung verzichtet worden war, ein r&uuml;ckwirkendes Ereignis verneint, weil der Abl&ouml;sevorgang weder zivilrechtlich noch steuerrechtlich der urspr&uuml;nglichen Bestellung des Nutzungsrechts zuzurechnen sei. In dem entschiedenen Sachverhalt handelte es sich demnach nicht um eine R&uuml;ckabwicklung oder &Auml;nderung des urspr&uuml;nglichen Vertrags aufgrund der Geltendmachung eines R&uuml;cktrittsrechts, einer aufl&ouml;senden Bedingung, des Wegfalls der Gesch&auml;ftsgrundlage, eines Anfechtungs-, Wandlungs- oder Minderungsrechts. Es bestand kein Streit &uuml;ber die Auslegung oder die Wirksamkeit des urspr&uuml;nglich abgeschlossenen Vertrages. Vielmehr wurde ein neuer Vertrag ohne sachlichen Zusammenhang mit dem urspr&uuml;nglichen Vertrag geschlossen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Schlie&szlig;en die Beteiligten jedoch wegen (echter) Streitigkeiten &uuml;ber die Wirksamkeit eines Vertrages oder dessen Inhalt einen au&szlig;ergerichtlichen Vergleich, bestimmt der Inhalt des Vergleichs r&uuml;ckwirkend die H&ouml;he des Ver&auml;u&szlig;erungspreises (vgl. auch Schmidt\/Wacker, EStG, 28. Aufl., &sect; 16 Rz 384, m.w.N.). Dies gilt auch dann, wenn er eine streitige Bestimmung des Vertrages in einer Weise neu regelt, wie sie im Falle einer gerichtlichen Entscheidung so nicht h&auml;tte getroffen werden k&ouml;nnen. Das Wesen des Vergleichs besteht darin, durch eine einvernehmliche neue Regelung den Streit beizulegen. Ist nur die H&ouml;he des Kaufpreises streitig, werden sich die Beteiligten in der Regel bei einer g&uuml;tlichen Einigung dahingehend verst&auml;ndigen, dass beide Parteien von ihrer urspr&uuml;nglichen Forderung abr&uuml;cken und sich auf einen Preis einigen, der zwischen dem urspr&uuml;nglich geltend gemachten und dem urspr&uuml;nglich anerkannten Preis liegt. Dies ist jedoch nicht m&ouml;glich, wenn &#8211;wie hier&#8211; eine Partei aus dem Vertrag ein Recht f&uuml;r sich ableitet, das ihr die andere Partei kategorisch abspricht. In diesem Fall wird sich eine einvernehmliche Beilegung des Streits nur dadurch erzielen lassen, dass die Beteiligten andere Klauseln des Vertrages ebenfalls &auml;ndern. Wie der BFH im Urteil in BFHE 203, 309, BStBl II 2004, 107 ausgef&uuml;hrt hat, sind die Vertragsparteien nicht zu einer gerichtlichen Auseinandersetzung gezwungen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es kommt auch nicht darauf an, ob tats&auml;chlich ein Anfechtungs- oder R&uuml;cktrittsrecht, ein Sachmangel etc. besteht. Voraussetzung f&uuml;r die Annahme eines Ereignisses mit steuerlicher R&uuml;ckwirkung ist nur, dass die im Vergleich getroffene r&uuml;ckwirkende &Auml;nderung des Vertrages durch eine ernstliche Auseinandersetzung &uuml;ber Wirksamkeit und Inhalt des urspr&uuml;nglichen Vertrages veranlasst ist und die Vereinbarungen auch tats&auml;chlich durchgef&uuml;hrt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Die zivilrechtlich auf den Zeitpunkt des &Uuml;bergangs des wirtschaftlichen Eigentums der Anteile r&uuml;ckwirkende &Auml;nderung des Vertrages ist danach als r&uuml;ckwirkendes Ereignis i.S. von &sect; 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO zu beurteilen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Das FG hat zutreffend entschieden, dass die von der Rechtsprechung zu &sect; 16 und &sect; 17 EStG entwickelten Grunds&auml;tze auf Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne nach &sect; 21 Abs. 1 des Umwandlungssteuergesetzes 1995 anzuwenden sind, da auch insoweit einmalige punktuelle Ereignisse vorliegen. Nach dessen Abs. 1 Satz 1 gilt der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung einbringungsgeborener Anteile als Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn i.S. des &sect; 16 EStG. Daneben ist, wenn es sich um die Ver&auml;u&szlig;erung wesentlicher Beteiligungen handelt, auch der Tatbestand des &sect; 17 Abs. 2 EStG erf&uuml;llt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Das FG hat jedoch zu Unrecht angenommen, es liege kein Ereignis mit steuerlicher Wirkung f&uuml;r die Vergangenheit vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Die Kl&auml;gerin und T stritten dar&uuml;ber, ob der Kl&auml;gerin die von ihr getragenen Verluste der beiden Tochtergesellschaften der N-GmbH auch f&uuml;r steuerliche Zwecke zuzurechnen seien. W&auml;hrend die Kl&auml;gerin dies auch f&uuml;r die tats&auml;chlich abgeschlossene vertragliche Fassung unter Vorlage eines Rechtsgutachtens bejahte, war T demgegen&uuml;ber der Auffassung, ihr seien die Verluste entsprechend ihrer Beteiligung anteilig zuzurechnen. Nur deshalb habe sie sich zur Zahlung eines derart hohen Kaufpreises verpflichtet. Es handelte sich hierbei unstreitig um eine ernstliche Auseinandersetzung &uuml;ber den Inhalt des Vertrages, der dazu f&uuml;hrte, dass der Gewinn der Jahre 2002 bis 2004 zwar festgestellt, jedoch nicht auf die Beteiligten verteilt worden war. Zur Beilegung dieses Streites im Wege des Vergleichs haben die Beteiligten sich darauf geeinigt, einerseits den Kaufpreis herabzusetzen, andererseits sollte T die Verluste der Tochtergesellschaften nunmehr auch handelsrechtlich tragen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Anlass und Grund f&uuml;r den ge&auml;nderten Vertrag war der urspr&uuml;nglich abgeschlossene Vertrag, der keine ausdr&uuml;ckliche Regelung dar&uuml;ber enthielt, ob die Klausel, nach der T an den Verlusten der beiden Tochtergesellschaften nicht partizipierte, auch f&uuml;r steuerliche Zwecke galt. Ob insoweit ein Dissens, ein Kalkulationsirrtum oder ein Anfechtungsrecht der Kl&auml;gerin vorlag, ist ohne Bedeutung. Es kommt auch nicht darauf an, ob die rechtliche Unsicherheit hinsichtlich der Auslegung dieser Klausel, das Anfechtungsrecht der Kl&auml;gerin oder ihre Drohung, von einem vertraglich einger&auml;umten R&uuml;ckkaufsrecht der Anteile Gebrauch zu machen, die Parteien zum Abschluss des Vergleichs veranlasst haben. Einmal sind die Motive, die zu einem au&szlig;ergerichtlichen Vergleich f&uuml;hren, schwer zu ergr&uuml;nden. H&auml;ufig werden auch mehrere Gr&uuml;nde urs&auml;chlich f&uuml;r die Beilegung eines Streites sein, so dass fraglich ist, auf welches Motiv als das f&uuml;r den Abschluss des Vergleiches ma&szlig;gebliche abzustellen ist. &Uuml;berdies stimmen die Motive beider Parteien nicht unbedingt &uuml;berein. Ausreichend f&uuml;r die Annahme eines Ereignisses mit steuerlicher R&uuml;ckwirkung im Streitfall ist, dass die Kl&auml;gerin und T sich &uuml;ber die Auslegung des urspr&uuml;nglichen Vertrages gestritten haben und zur Beilegung dieses Streites einen au&szlig;ergerichtlichen Vergleich geschlossen haben, in dem sie den urspr&uuml;nglichen Vertrag dergestalt &auml;nderten, dass sich T verpflichtete, die Verluste der beiden Tochtergesellschaften entsprechend ihrer Beteiligung zu tragen und im Gegenzug der Kaufpreis um 13,8 Mio. EUR erm&auml;&szlig;igt wurde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Das FG ist von anderen rechtlichen Grunds&auml;tzen ausgegangen. Es hat angenommen, bei einem bereits vollzogenen Rechtsgesch&auml;ft sei ein Vergleich i.S. von &sect; 779 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuches nur dann ein r&uuml;ckwirkendes Ereignis, wenn zivilrechtlich ein Tatbestand gegeben sei, der zu einer &Auml;nderung der dem Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;ft zu Grunde liegenden schuldrechtlichen Beziehung f&uuml;hre, und der Vergleich urs&auml;chlich hierauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sei. Seine Entscheidung ist daher aufzuheben und der Klage zu entsprechen. Das FA hat die gem&auml;&szlig; &sect; 168 Satz 2 AO erforderliche Zustimmung zur ge&auml;nderten Steueranmeldung zu Unrecht verweigert. Da die Versagung der Zustimmung mit der Verpflichtungsklage (&sect; 40 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) zu verfolgen ist (vgl. Buciek in Beermann\/ Gosch, a.a.O., &sect; 168 AO Rz 50), kann die Klage nicht unmittelbar zur &Auml;nderung der Kapitalertragsteuerfestsetzung f&uuml;hren, sondern nur zur Verpflichtung des FA, der ge&auml;nderten Anmeldung zuzustimmen. Der Tenor der angefochtenen Entscheidung war entsprechend zu &auml;ndern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.8.2009, I R 3\/09 R&uuml;ckwirkendes Ereignis: nachtr&auml;gliche Herabsetzung des Kaufpreises bei der Ver&auml;u&szlig;erung einbringungsgeborener Anteile Leits&auml;tze Der Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung einbringungsgeborener Anteile wird steuerlich r&uuml;ckwirkend ge&auml;ndert, wenn die Vertragsparteien wegen Streitigkeiten &uuml;ber Wirksamkeit oder Inhalt des Vertrages einen Vergleich schlie&szlig;en und den Ver&auml;u&szlig;erungspreis r&uuml;ckwirkend mindern. Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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