{"id":13519,"date":"2012-12-19T14:57:50","date_gmt":"2012-12-19T12:57:50","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13519"},"modified":"2012-12-19T14:57:50","modified_gmt":"2012-12-19T12:57:50","slug":"ii-b-76-08-keine-ruege-einer-verletzung-des-par-76-abs-2-fgo-durch-beteiligten-der-geladen-aber-nicht-erschienen-ist-keine-berechtigung-des-vollmachtslosen-vertreters-zur-einlegung-einer-nichtzulassun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-76-08-keine-ruege-einer-verletzung-des-par-76-abs-2-fgo-durch-beteiligten-der-geladen-aber-nicht-erschienen-ist-keine-berechtigung-des-vollmachtslosen-vertreters-zur-einlegung-einer-nichtzulassun\/","title":{"rendered":"II&nbsp;B&nbsp;76\/08 &#8211; Keine R&uuml;ge einer Verletzung des &sect; 76 Abs. 2 FGO durch Beteiligten, der geladen, aber nicht erschienen ist &#8211; Keine Berechtigung des vollmachtslosen Vertreters zur Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde oder einer Beschwerde in Kostensachen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.5.2009, II B 76\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine R&uuml;ge einer Verletzung des &sect; 76 Abs. 2 FGO durch Beteiligten, der geladen, aber nicht erschienen ist &#8211; Keine Berechtigung des vollmachtslosen Vertreters zur Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde oder einer Beschwerde in Kostensachen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Mit einer beim Finanzgericht (FG) am 14. Februar 2005 eingegangenen Klage erhob die im Briefkopf namentlich bezeichnete Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin zu 1. (Kl&auml;gerin) Klage gegen einen Schenkungsteuerbescheid und den dazu ergangenen Einspruchsbescheid des Beklagten und Beschwerdegegners (Finanzamt &#8211;FA&#8211;). Die Klageschrift hatte der Beschwerdef&uuml;hrer zu 2. mit dem Namen &quot;&#8230;&quot; unterzeichnet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG wies die Klage mangels Wahrung der Schriftform als unzul&auml;ssig ab, da der Beschwerdef&uuml;hrer zu 2. die Klage in unzul&auml;ssiger verdeckter Stellvertretung erhoben habe. Ferner legte das FG dem Beschwerdef&uuml;hrer zu 2. die Kosten des Verfahrens auf, da dieser als verdeckter Stellvertreter aufgetreten und eine Genehmigung der Klageerhebung durch die Kl&auml;gerin nicht feststellbar sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerdef&uuml;hrer machen mit ihrer Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision Verfahrensm&auml;ngel geltend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. 1. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Kl&auml;gerin ist unzul&auml;ssig. Der ger&uuml;gte Verfahrensfehler (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) ist nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO) gen&uuml;genden Weise dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO ist die Revision zuzulassen, wenn ein Verfahrensfehler geltend gemacht wird und vorliegt, auf dem die Entscheidung beruhen kann. Die schl&uuml;ssige R&uuml;ge eines Verfahrensmangels verlangt, dass diejenigen Tatsachen &#8211;ihre Richtigkeit unterstellt&#8211; genau und schl&uuml;ssig bezeichnet werden, aus denen sich ergeben soll, dass der behauptete Verfahrensmangel vorliegt und das angefochtene Urteil auf ihm beruhen kann (vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1. September 2006 VIII B 81\/05, BFH\/NV 2006, 2297; vom 29. Februar 2008 IV B 21\/07, BFH\/NV 2008, 974). Diesen Anforderungen gen&uuml;gt das Beschwerdevorbringen nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Kl&auml;gerin hat unter Ber&uuml;cksichtigung des Umstands, dass sie trotz ordnungsgem&auml;&szlig;er Ladung nicht zur m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG erschienen ist, keine Tatsachen bezeichnet, aus denen sich der ger&uuml;gte Versto&szlig; des FG gegen &sect; 76 Abs. 2 FGO schl&uuml;ssig ergibt. Die Hinweis- und F&uuml;rsorgepflicht des Gerichts aus &sect; 76 Abs. 2 FGO wird durch die prozessuale Mitwirkungspflicht der Beteiligten begrenzt. Ein trotz ordnungsgem&auml;&szlig;er Ladung nicht zur m&uuml;ndlichen Verhandlung erschienener Beteiligter kann anschlie&szlig;end regelm&auml;&szlig;ig nicht die Verletzung des &sect; 76 Abs. 2 FGO r&uuml;gen (BFH-Beschl&uuml;sse vom 29. Oktober 1999 III B 32\/99, BFH\/NV 2000, 580; vom 23. Februar 2005 VII B 133\/04, BFH\/NV 2005, 1325; Th&uuml;rmer in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect; 76 FGO Rz 167, m.w.N.). Dem Vorbringen der Kl&auml;gerin lassen sich keine Umst&auml;nde entnehmen, die f&uuml;r den Streitfall eine davon abweichende Beurteilung rechtfertigen k&ouml;nnten. Das FG hat den Beschwerdef&uuml;hrer zu 2. bereits in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vom 30. Januar 2008, in der die Sache vertagt wurde, auf die gegen die Zul&auml;ssigkeit der Klage bestehenden Bedenken hingewiesen. Ein Anlass, sich zus&auml;tzlich schriftlich an die Kl&auml;gerin pers&ouml;nlich zu wenden, bestand danach nicht (BFH-Beschl&uuml;sse vom 17. Juni 1993 VI S 3\/93, BFH\/NV 1993, 618, und vom 20. Juli 2000 III B 33\/00, BFH\/NV 2001, 55).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die vom Beschwerdef&uuml;hrer zu 2. im eigenen Namen eingelegte Beschwerde, die ausdr&uuml;cklich als Nichtzulassungsbeschwerde bezeichnet ist, ist ebenfalls unzul&auml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Zur Erhebung der Nichtzulassungsbeschwerde ist nur befugt, wer berechtigt ist, gegen das finanzgerichtliche Urteil Revision einzulegen (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 25. November 1985 IX B 31\/85, BFH\/NV 1986, 346; vom 17. Juni 1993 VIII R 55\/92, VIII B 110\/92, BFH\/NV 1994, 334; vom 13. M&auml;rz 2000 XI B 61\/99, BFH\/NV 2000, 1121). Dies ist nach &sect; 115 Abs. 1 i.V.m. &sect; 57 Nr. 1 FGO ausschlie&szlig;lich die Kl&auml;gerin als Beteiligte, nicht aber der Beschwerdef&uuml;hrer zu 2. als deren angeblicher Prozessbevollm&auml;chtigter (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 1994, 334). Der Beschwerdef&uuml;hrer zu 2. kann daher mangels Beteiligteneigenschaft nicht r&uuml;gen, dass das FG die Klage zu Unrecht als unzul&auml;ssig abgewiesen habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Sollte das Begehren des Beschwerdef&uuml;hrers zu 2. &#8211;auch&#8211; dahin zu verstehen sein, dass er sich gegen die Entscheidung des FG wendet, wonach er die Kosten des Klageverfahrens zu tragen hat, so w&auml;re die Beschwerde auch insoweit unzul&auml;ssig. Dabei kann offenbleiben, ob die gegen die Nichtzulassung der Revision eingelegte Beschwerde in eine Beschwerde gegen die Kostenentscheidung umgedeutet werden kann. Jedenfalls ist gem&auml;&szlig; &sect; 128 Abs. 4 Satz 1 FGO in Streitigkeiten &uuml;ber Kosten die Beschwerde nicht gegeben. Dies gilt auch f&uuml;r den Fall, dass &#8211;wie hier&#8211; die Kosten mangels Nachweises einer Vollmacht dem Prozessvertreter auferlegt worden sind (BFH-Beschluss in BFH\/NV 2000, 1121, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.5.2009, II B 76\/08 Keine R&uuml;ge einer Verletzung des &sect; 76 Abs. 2 FGO durch Beteiligten, der geladen, aber nicht erschienen ist &#8211; Keine Berechtigung des vollmachtslosen Vertreters zur Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde oder einer Beschwerde in Kostensachen Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Mit einer beim Finanzgericht (FG) am 14. Februar 2005 eingegangenen Klage &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ii-b-76-08-keine-ruege-einer-verletzung-des-par-76-abs-2-fgo-durch-beteiligten-der-geladen-aber-nicht-erschienen-ist-keine-berechtigung-des-vollmachtslosen-vertreters-zur-einlegung-einer-nichtzulassun\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">II&nbsp;B&nbsp;76\/08 &#8211; Keine R&uuml;ge einer Verletzung des &sect; 76 Abs. 2 FGO durch Beteiligten, der geladen, aber nicht erschienen ist &#8211; Keine Berechtigung des vollmachtslosen Vertreters zur Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde oder einer Beschwerde in Kostensachen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13519","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13519","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13519"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13519\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}