{"id":13520,"date":"2012-12-19T15:30:20","date_gmt":"2012-12-19T13:30:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13520"},"modified":"2012-12-19T15:30:20","modified_gmt":"2012-12-19T13:30:20","slug":"v-b-36-08-keine-grundsaetzliche-bedeutung-wenn-rechtsfrage-nur-konkreten-einzelfall-betrifft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-36-08-keine-grundsaetzliche-bedeutung-wenn-rechtsfrage-nur-konkreten-einzelfall-betrifft\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;36\/08 &#8211; Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn Rechtsfrage nur konkreten Einzelfall betrifft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.6.2009, V B 36\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn Rechtsfrage nur konkreten Einzelfall betrifft<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) in den Streitjahren 1999 und 2000 Unternehmer i.S. des &sect; 2 Abs. 1 des Umsatzsteuergesetzes 1999 war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger meldete am 1. Dezember 1996 bei der Stadt &#8230; das Gewerbe &quot;Beratung in Marketing, Werbung und Verkauf&quot; an. Er schloss am 26. November 1996 mit dem Hausbauunternehmen X einen &quot;Verkaufsmitarbeiter-Vertrag&quot;, in dem er sich verpflichtete, f&uuml;r X als Au&szlig;endienstmitarbeiter t&auml;tig zu sein und in dem er als hauptberuflicher Handelsvertreter i.S. des &sect; 84 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs und als selbst&auml;ndiger Gewerbetreibender bezeichnet wird. Nach dem Vertrag konnte er die Arbeitszeit frei bestimmen, eine Provision von 3 % der Auftragssumme war vereinbart und laut &sect; 4 des Vertrages war darin die Mehrwertsteuer von 15 % enthalten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Unternehmen X rechnete gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger f&uuml;r die von ihm ausgef&uuml;hrten Leistungen mit Gutschriften ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt) setzte gegen den Kl&auml;ger Umsatzsteuer fest. Der Einspruch, mit dem der Kl&auml;ger u.a. geltend gemacht hatte, es liege eine sog. Scheinselbst&auml;ndigkeit vor, weil er unselbst&auml;ndig gewesen sei, blieb erfolglos (Einspruchsentscheidung vom 3. Januar 2005).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die Klage ab. Hiergegen richtet sich die Nichtzulassungsbeschwerde des Kl&auml;gers.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist die Revision zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO), die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO) oder ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird und vorliegt, auf dem die Entscheidung beruhen kann (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO). Die Nichtzulassung kann mit der Beschwerde angefochten werden (&sect; 116 Abs. 1 FGO). In der Beschwerdebegr&uuml;ndung m&uuml;ssen die Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 FGO dargelegt werden (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die vom Kl&auml;ger in erster Linie geltend gemachten Verfahrensm&auml;ngel liegen nicht vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers durfte das FG im Rahmen der Begr&uuml;ndung auf das Urteil des Landgerichts (LG) B vom 28. Mai 2004 Az. &#8230; verweisen, ohne sich damit im Urteil auseinanderzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG hat im Tatbestand seines Urteils auf dieses Urteil verwiesen und begr&uuml;ndet, weshalb es die Auffassung des LG teilt, dass die vom Kl&auml;ger aufgrund des Vertrages vom 26. November 1996 ausge&uuml;bte T&auml;tigkeit als solche eines selbst&auml;ndigen Handelsvertreters einzustufen sei. Davon ausgehend war eine weitere Auseinandersetzung mit diesem Urteil in den Entscheidungsgr&uuml;nden des FG-Urteils entbehrlich, zumal der Kl&auml;ger nicht angibt, welche Tatsachen unrichtig sein sollen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Das FG musste &#8211;entgegen der Ansicht des Kl&auml;gers&#8211; auch nicht das Ergebnis des weiteren Verfahrens vor dem LG B mit dem Az. &#8230; abwarten, dessen Gegenstand nach dem vom FG wiedergegebenen Vortrag des Kl&auml;gers war, ob er (der Kl&auml;ger) seine T&auml;tigkeit gegen&uuml;ber X selbst&auml;ndig oder in weisungsgebundener, arbeitnehmer&auml;hnlicher Abh&auml;ngigkeit ausge&uuml;bt habe, und das nach den Feststellungen des FG wegen der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Unternehmens X seit dem 26. April 2005 unterbrochen ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn das FG hat zur Begr&uuml;ndung seiner Entscheidung ausgef&uuml;hrt, es folge der Auffassung des LG B in seinem Urteil vom 28. Mai 2004 (&#8230;) und des 11. Senats des FG vom 15. Oktober 2004 (11 K 36\/04 E, G), dass der Kl&auml;ger nach dem Inhalt des zwischen ihm und X geschlossenen Vertrages als selbst&auml;ndiger Handelsvertreter t&auml;tig geworden ist; es hat anschlie&szlig;end den Vertrag im Einzelnen auch ausreichend gew&uuml;rdigt (Urteil, S. 7 f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Revision kann auch nicht &#8211;wie ferner vom Kl&auml;ger begehrt&#8211; zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO zugelassen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn der Kl&auml;ger hat nicht &#8211;wie erforderlich&#8211; aus der Entscheidung des FG einen entscheidungserheblichen abstrakten Rechtssatz herausgestellt, der mit einem die Divergenzentscheidung tragenden abstrakten Rechtssatz nicht &uuml;bereinstimmt (vgl. dazu z.B. BFH-Beschluss vom 18. Juli 2006 X B 206\/05, BFH\/NV 2006, 1877).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im &Uuml;brigen wendet sich der Kl&auml;ger mit seinem Vortrag hierzu (lediglich) gegen die W&uuml;rdigung des FG. Diese rechtfertigt keine Zulassung der Revision (vgl. &sect; 118 Abs. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Kl&auml;ger hat auch keine grunds&auml;tzliche Bedeutung der Sache dargelegt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Grunds&auml;tzliche Bedeutung kommt einer Rechtssache nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalls ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 17. Februar 2006 V B 103\/05, BFH\/NV 2006, 1361). Dazu fehlen in der Beschwerdeschrift Ausf&uuml;hrungen. Dar&uuml;ber hinaus geht es vorliegend (nur) um die Frage der Selbst&auml;ndigkeit im konkreten Einzelfall. Das reicht f&uuml;r die Zulassung der Revision nicht aus (vgl. z.B. BFH-Beschluss in BFH\/NV 2006, 1361, unter II. 1. c, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 17.6.2009, V B 36\/08 Keine grunds&auml;tzliche Bedeutung, wenn Rechtsfrage nur konkreten Einzelfall betrifft Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Streitig ist, ob der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) in den Streitjahren 1999 und 2000 Unternehmer i.S. des &sect; 2 Abs. 1 des Umsatzsteuergesetzes 1999 war. 2&nbsp; Der Kl&auml;ger meldete am 1. 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