{"id":13556,"date":"2012-12-20T02:46:20","date_gmt":"2012-12-20T00:46:20","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13556"},"modified":"2012-12-20T02:46:20","modified_gmt":"2012-12-20T00:46:20","slug":"ix-b-87-09-darlegungsanforderungen-bei-der-nichtzulassungsbeschwerde-rechtliches-gehoer-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-grundsaetzliche-bedeutung-der-rechtssache-nichtberuecksichtigung-einer-ma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-87-09-darlegungsanforderungen-bei-der-nichtzulassungsbeschwerde-rechtliches-gehoer-verletzung-der-sachaufklaerungspflicht-grundsaetzliche-bedeutung-der-rechtssache-nichtberuecksichtigung-einer-ma\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;87\/09 &#8211; Darlegungsanforderungen bei der Nichtzulassungsbeschwerde: Rechtliches Geh&ouml;r &#8211; Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache &#8211; Nichtber&uuml;cksichtigung einer materiellen Rechtsnorm"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.9.2009, IX B 87\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegungsanforderungen bei der Nichtzulassungsbeschwerde: Rechtliches Geh&ouml;r &#8211; Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache &#8211; Nichtber&uuml;cksichtigung einer materiellen Rechtsnorm<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die von der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) ger&uuml;gte Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh&ouml;r (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes, &sect; 96 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) als &#8211;verzichtbarer&#8211; Verfahrensmangel (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO) liegt nicht vor. Zur Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs obliegt es dem Gericht u.a., den Beteiligten Gelegenheit zur &Auml;u&szlig;erung zu geben und ihre Ausf&uuml;hrungen sowie Antr&auml;ge zur Kenntnis zu nehmen und bei seiner Entscheidung in Erw&auml;gung zu ziehen (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 6. September 2007 III S 27\/07, BFH\/NV 2007, 2327, m.w.N.). Die Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs verlangt vom Gericht indes nicht, der von einem Beteiligten vertretenen Rechtsansicht zu folgen (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Juni 2008&nbsp;&nbsp;2 BvR 2062\/07, Deutsches Verwaltungsblatt 2008, 1056). Die &#8211;vor dem Finanzgericht (FG) fachkundig vertretene&#8211; Kl&auml;gerin hatte in der m&uuml;ndlichen Verhandlung hinreichend Gelegenheit, zur Problematik der Eink&uuml;nftequalifizierung Stellung zu nehmen; dazu ergibt sich aus dem Sitzungsprotokoll, dass die Beteiligten das Wort erhielten und mit ihnen die Sach- und Rechtslage er&ouml;rtert wurde. Dar&uuml;ber hinaus ist nicht dargetan, wozu die Kl&auml;gerin sich im Termin zur m&uuml;ndlichen Verhandlung nicht habe &auml;u&szlig;ern k&ouml;nnen, was sie bei ausreichender Gew&auml;hrung des rechtlichen Geh&ouml;rs noch (zus&auml;tzlich) vorgetragen h&auml;tte und dass dieser Vortrag &#8211;auf der Grundlage der materiell-rechtlichen Auffassung des FG&#8211; zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen (vgl. BFH-Beschluss vom 30. Mai 2007 VI B 119\/06, BFH\/NV 2007, 1697, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die behauptete grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) hat die Kl&auml;gerin nicht i.S. des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO hinreichend dargetan. So fehlt es u.a. an einer konkreten Auseinandersetzung mit den in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Ansichten bez&uuml;glich einer den Streitfall betreffenden konkreten Rechtsfrage. Dar&uuml;ber hinaus sind Anhaltspunkte, dass die Rechtssache im Allgemeininteresse grunds&auml;tzlich bedeutsam ist, weder vorgetragen noch ersichtlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit nach Auffassung der Kl&auml;gerin das FG gegen seine Sachaufkl&auml;rungspflicht (&sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO) versto&szlig;en habe, h&auml;tte zur ordnungsgem&auml;&szlig;en R&uuml;ge eines dahin gehenden Verfahrensmangels nicht nur die genaue Angabe der Beweismittel geh&ouml;rt, die das FG nicht erhoben hat, deren Erhebung sich ihm aber als noch erforderlich h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen, sondern auch, welche rechtserheblichen Tatsachen sich hierbei voraussichtlich ergeben h&auml;tten. Ferner h&auml;tte dargelegt werden m&uuml;ssen, weshalb in der m&uuml;ndlichen Verhandlung keine entsprechenden Antr&auml;ge gestellt wurden, da ein Verfahrensmangel nach &sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 295 der Zivilprozessordnung nicht mehr erfolgreich geltend gemacht werden kann, wenn er eine Verfahrensvorschrift betrifft, auf deren Einhaltung die Prozessbeteiligten verzichten k&ouml;nnen und auch verzichtet haben, indem sie ihre Verletzung nicht ger&uuml;gt haben (z.B. BFH-Beschluss vom 29. Oktober 2004 XI B 213\/02, BFH\/NV 2005, 566, m.w.N.). Hieran fehlt es im Streitfall.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die als fehlerhaft ger&uuml;gte Nichtber&uuml;cksichtigung der Regelung in &sect; 21 Abs. 3 des Einkommensteuergesetzes im Rahmen der Urteilsfindung ist kein verfahrensrechtlicher, sondern ein behaupteter materieller Fehler, der als solcher die Zulassung der Revision nicht rechtfertigen kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 9.9.2009, IX B 87\/09 Darlegungsanforderungen bei der Nichtzulassungsbeschwerde: Rechtliches Geh&ouml;r &#8211; Verletzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht &#8211; Grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache &#8211; Nichtber&uuml;cksichtigung einer materiellen Rechtsnorm Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 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