{"id":13596,"date":"2012-12-20T03:13:58","date_gmt":"2012-12-20T01:13:58","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13596"},"modified":"2012-12-20T03:13:58","modified_gmt":"2012-12-20T01:13:58","slug":"vii-b-252-08-anspruch-eines-buergers-auf-auskunftserteilung-in-berufsrechtlichen-angelegenheiten-das-petitionsrecht-nach-art-17-gg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-252-08-anspruch-eines-buergers-auf-auskunftserteilung-in-berufsrechtlichen-angelegenheiten-das-petitionsrecht-nach-art-17-gg\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;252\/08 &#8211; Anspruch eines B&uuml;rgers auf Auskunftserteilung in berufsrechtlichen Angelegenheiten &#8211; Das Petitionsrecht nach Art. 17 GG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.7.2009, VII B 252\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Anspruch eines B&uuml;rgers auf Auskunftserteilung in berufsrechtlichen Angelegenheiten &#8211; Das Petitionsrecht nach Art. 17 GG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat sich im M&auml;rz 2005 an die Beklagte und Beschwerdegegnerin (Steuerberaterkammer) gewandt und darum gebeten, das Verhalten der Firma F-GmbH, einer Steuerberatungsgesellschaft, unter berufsrechtlichen Gesichtspunkten zu pr&uuml;fen. Diese habe sich eines Honoraranspruchs gegen den Kl&auml;ger ber&uuml;hmt und in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren gegen einen fr&uuml;heren Mitarbeiter des Kl&auml;gers unter Verletzung ihrer Verschwiegenheitspflichten offenbart, f&uuml;r den Kl&auml;ger Einkommensteuererkl&auml;rungen erstellt zu haben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Steuerberaterkammer hat dem Kl&auml;ger alsbald nach Eingang des Ersuchens sowie erneut im November 2005 zugesagt, die Angelegenheit im Rahmen der ihr obliegenden Berufsaufsicht eingehend zu pr&uuml;fen; sie meint jedoch, keine weitere Auskunft &uuml;ber Verlauf und Ausgang eines berufsaufsichtlichen Verfahrens geben zu k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die hiergegen erhobene Klage, mit der der Kl&auml;ger begehrt, die Steuerberaterkammer zur Auskunft zu verurteilen, wie sie &uuml;ber seine Beschwerde entschieden hat und warum sie so entschieden hat, hat das Finanzgericht (FG) abgewiesen. Es urteilte, &sect; 10 des Steuerberatungsgesetzes sei nicht einschl&auml;gig. Auch aus Art. 17 des Grundgesetzes (GG) lasse sich der vom Kl&auml;ger erhobene Anspruch nicht herleiten. Es gebe auch keine Praxis der Steuerberaterkammer, Ausk&uuml;nfte der vom Kl&auml;ger beanspruchten Art zu erteilen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen die Nichtzulassung der Revision in diesem Urteil richtet sich die Beschwerde des Kl&auml;gers, mit der die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache geltend gemacht wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde (&sect; 116 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) ist unbegr&uuml;ndet. Die Revision ist nicht zuzulassen. Die Rechtssache hat keine grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die von der Beschwerde sinngem&auml;&szlig; formulierte Rechtsfrage, ob ein Anspruch darauf besteht, dass eine Steuerberaterkammer einen B&uuml;rger, der sich &uuml;ber das Verhalten einer der Berufsaufsicht der Kammer unterstehenden Person beschwert hat, dar&uuml;ber unterrichtet, ob sie dieser Person gegen&uuml;ber von ihren Befugnissen Gebrauch gemacht hat, ist nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, weil sie durch die Rechtsprechung bereits gekl&auml;rt ist. Als Rechtsgrundlage f&uuml;r den vom Kl&auml;ger erhobenen Anspruch kommt n&auml;mlich allenfalls Art. 17 GG in Betracht. Dieser verlangt jedoch nicht, dass mitgeteilt wird, in welchem Umfang und mit welchem Ergebnis die f&uuml;r die Behandlung der Petition zust&auml;ndige Stelle Sachaufkl&auml;rung betrieben hat (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 15. Mai 1992 1 BvR 1553\/90, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1992, 3033) und was sie unternommen hat, um der Beschwerde des B&uuml;rgers abzuhelfen (vgl. schon Beschluss des BVerfG vom 22. April 1953&nbsp;&nbsp;1 BvR 162\/51, BVerfGE 2, 225). Die Stelle, an die die Petition gerichtet worden ist, muss den Petenten zwar in einer Weise bescheiden, dass f&uuml;r ihn erkennbar wird, dass und von welcher Stelle die Petition sachlich gepr&uuml;ft worden ist (vgl. Beschluss in NJW 1992, 3033). Daraus kann aber entgegen der Ansicht der Beschwerde nicht gefolgert werden, dass dem Petenten &quot;inhaltlich&quot; etwas &uuml;ber das Schicksal seiner Eingabe mitgeteilt werden m&uuml;sste. Lie&szlig;e sich dies aus der Rechtsprechung des BVerfG folgern, so w&auml;re im &Uuml;brigen die Rechtslage in dieser &#8211;nach Ansicht des Kl&auml;gers zutreffenden&#8211; Weise gekl&auml;rt und die sachlich-rechtliche W&uuml;rdigung in dem Urteil des FG daran gemessen unzutreffend, so dass es ebenfalls an der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der aufgeworfenen Rechtsfrage fehlte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 20.7.2009, VII B 252\/08 Anspruch eines B&uuml;rgers auf Auskunftserteilung in berufsrechtlichen Angelegenheiten &#8211; Das Petitionsrecht nach Art. 17 GG Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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