{"id":13600,"date":"2012-12-20T06:27:43","date_gmt":"2012-12-20T04:27:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13600"},"modified":"2012-12-20T06:27:43","modified_gmt":"2012-12-20T04:27:43","slug":"ix-b-22-09-keine-aussetzung-des-verfahrens-wegen-vorgreiflichkeit-eines-verfahrens-ueber-eine-verbindliche-auskunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-b-22-09-keine-aussetzung-des-verfahrens-wegen-vorgreiflichkeit-eines-verfahrens-ueber-eine-verbindliche-auskunft\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;B&nbsp;22\/09 &#8211; Keine Aussetzung des Verfahrens wegen Vorgreiflichkeit eines Verfahrens &uuml;ber eine verbindliche Auskunft"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.7.2009, IX B 22\/09<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Aussetzung des Verfahrens wegen Vorgreiflichkeit eines Verfahrens &uuml;ber eine verbindliche Auskunft<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. Weder die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) noch die Divergenz der angegriffenen finanzgerichtlichen Entscheidung zu bestimmten Judikaten anderer Finanzgerichte (FG) oder des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO) sind schl&uuml;ssig dargelegt (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO). Vielmehr wenden sich die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) in der Sache gegen die materiell-rechtliche Richtigkeit der finanzgerichtlichen Entscheidung in Gestalt der Verletzung revisiblen Rechts sowie einer ihrer Ansicht nach fehlerhaften Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung. Damit kann nach st&auml;ndiger Rechtsprechung die Zulassung der Revision jedoch nicht erreicht werden (vgl. BFH-Beschluss vom 30. August 2007 IX B 104\/07, BFH\/NV 2007, 2144).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r die schl&uuml;ssige R&uuml;ge der grunds&auml;tzlichen Bedeutung w&auml;re im &Uuml;brigen darzulegen gewesen, inwieweit die aufgeworfenen Rechtsfragen in Rechtsprechung und\/oder Schrifttum umstritten sind und deshalb eine h&ouml;chstrichterliche Kl&auml;rung &uuml;ber die materiell-rechtliche Beurteilung des Streitfalls hinaus f&uuml;r die Allgemeinheit Bedeutung hat. Hierzu reicht es nicht aus, etwa vorzutragen, dass sich der BFH bereits mehrfach mit einer Rechtsfrage habe befassen m&uuml;ssen, offenbar aber, ohne dass dabei die Frage abschlie&szlig;end gekl&auml;rt worden w&auml;re. Ebenso wenig gen&uuml;gt es f&uuml;r die schl&uuml;ssige R&uuml;ge einer Divergenz, darauf hinzuweisen, das FG habe die Rechtsprechung des BFH fehlerhaft angewandt, etwa die vom BFH aufgestellten Beweislastregeln verkannt. Vielmehr w&auml;ren die behaupteten Abweichungen durch das Gegen&uuml;berstellen einander widersprechender abstrakter Rechtss&auml;tze aus der Entscheidung der Vorinstanz einerseits und der jeweiligen &#8211;mit Aktenzeichen und Fundstelle zutreffend bezeichneten&#8211; Divergenzentscheidungen andererseits deutlich zu machen gewesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Auch die erhobenen Verfahrensr&uuml;gen verhelfen der Beschwerde nicht zum Erfolg (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine Revisionszulassung kommt wegen solcher Verfahrensm&auml;ngel nicht in Betracht, die sich auf dem Endurteil vorausgegangene Entscheidungen des FG beziehen, sofern es sich um Beschl&uuml;sse des FG handelt, die nach &sect; 128 Abs. 2 FGO nicht mit der Beschwerde angefochten werden k&ouml;nnen, also auch Beschl&uuml;sse &uuml;ber die Richterablehnung (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 88, m.w.N.). Von einer willk&uuml;rlichen Ablehnung ist im Streitfall nicht auszugehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit sich die Kl&auml;ger auf Vorgreiflichkeit des beim FG M&uuml;nchen anh&auml;ngigen Verfahrens berufen, in dem der Kl&auml;ger eine verbindliche Auskunft &uuml;ber die H&ouml;he der streitbefangenen Absetzungen f&uuml;r Abnutzung begehrt, hat das FG die Aussetzung des Verfahrens nicht fehlerhaft unterlassen. Vielmehr darf keine verbindliche Zusage i.S. von &sect; 204 der Abgabenordnung mehr erteilt werden, wenn der konkrete Sachverhalt, der der verbindlichen Zusage zugrunde gelegt werden soll, bereits finanzgerichtlich &uuml;berpr&uuml;ft wird (vgl. BFH-Beschluss vom 18. Dezember 1989 VIII B 27\/89, BFH\/NV 1990, 654; Schick in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler, &sect; 204 AO Rz 81).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit sich die Kl&auml;ger darauf berufen, das FG habe sie auf m&ouml;gliche Unklarheiten oder L&uuml;cken in ihrem Sachvortrag zu Unrecht nicht hingewiesen (&sect; 76 Abs. 2 FGO), so ergibt sich auch daraus kein Verfahrensfehler des FG. Vielmehr muss bei &#8211;wie im Streitfall&#8211; unklarer Sach- und Rechtslage jeder Beteiligte alle vertretbaren Gesichtspunkte von sich aus in Betracht ziehen und seinen Vortrag darauf einrichten, zumal, wenn er fachkundig vertreten ist (vgl. BFH-Beschluss vom 7. Dezember 2006 IX B 50\/06, BFH\/NV 2007, 1135, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 13.7.2009, IX B 22\/09 Keine Aussetzung des Verfahrens wegen Vorgreiflichkeit eines Verfahrens &uuml;ber eine verbindliche Auskunft Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. 1. 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