{"id":13739,"date":"2012-12-20T06:43:27","date_gmt":"2012-12-20T04:43:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13739"},"modified":"2012-12-20T06:43:27","modified_gmt":"2012-12-20T04:43:27","slug":"ix-r-73-07-keine-gleichheitswidrige-beguenstigung-durch-nutzungswertbesteuerung-selbst-bewohnter-baudenkmale-von-landwirten-und-forstwirten-kein-verstoss-des-par-10-abs1-nr-8-satz-1-estg-af-gegen-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-73-07-keine-gleichheitswidrige-beguenstigung-durch-nutzungswertbesteuerung-selbst-bewohnter-baudenkmale-von-landwirten-und-forstwirten-kein-verstoss-des-par-10-abs1-nr-8-satz-1-estg-af-gegen-euro\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;73\/07 &#8211; Keine gleichheitswidrige Beg&uuml;nstigung durch Nutzungswertbesteuerung selbst bewohnter Baudenkmale von Landwirten und Forstwirten &#8211; Kein Versto&szlig; des &sect; 10 Abs.1 Nr. 8 Satz 1 EStG a.F. gegen europ&auml;isches Gemeinschaftsrecht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.6.2009, IX R 73\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine gleichheitswidrige Beg&uuml;nstigung durch Nutzungswertbesteuerung selbst bewohnter Baudenkmale von Landwirten und Forstwirten &#8211; Kein Versto&szlig; des &sect; 10 Abs.1 Nr. 8 Satz 1 EStG a.F. gegen europ&auml;isches Gemeinschaftsrecht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) wurden als Eheleute im Streitjahr 1999 zusammen zur Einkommensteuer veranlagt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin hat drei in den Jahren 1982, 1984 und 1985 geborene Kinder, f&uuml;r die sie im Streitjahr insgesamt 9 600 DM Kindergeld erhielt. Sie ist Eigent&uuml;merin eines unter Denkmalschutz stehenden Mehrfamilienhauses mit drei Wohnungen. Die Wohnung im Erdgeschoss wird seit dem Jahr 1986 von der Kl&auml;gerin selbst bewohnt, die Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss sind vermietet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In der Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr machte die Kl&auml;gerin Schuldzinsen in H&ouml;he von 89 243 DM f&uuml;r das gesamte Grundst&uuml;ck als Werbungskosten im Rahmen der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung geltend; auf die selbst genutzte Wohnung entfielen 33 334 DM. Ferner erkl&auml;rten die Kl&auml;ger Aufwendungen in H&ouml;he von 31 877 DM f&uuml;r die Besch&auml;ftigung einer sozialversicherungspflichtigen Haushaltshilfe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) setzte die Einkommensteuer f&uuml;r das Streitjahr fest, ohne den Nutzungswert der selbst genutzten Wohnung bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zu ber&uuml;cksichtigen; f&uuml;r hauswirtschaftliche Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse setzte es Sonderausgaben in H&ouml;he von 18 000 DM an. Der hiergegen gerichtete Einspruch blieb ohne Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                W&auml;hrend des Klageverfahrens erging ein ge&auml;nderter Einkommensteuerbescheid; die &Auml;nderung ber&uuml;hrte nicht die tats&auml;chlichen Grundlagen des Streitstoffes. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 297 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts und einen Versto&szlig; gegen &sect; 76 Abs. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO). Der Ausschluss der Besteuerung des Nutzungswerts f&uuml;r selbst bewohnte Baudenkmale ab dem Jahr 1999 sei wegen Versto&szlig;es gegen Art. 3 Abs. 1 des Grundgesetzes (GG) verfassungswidrig, da der Gesetzgeber in &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes in der f&uuml;r das Streitjahr geltenden Fassung (EStG) f&uuml;r Baudenkmale von Land- und Forstwirten die Fortf&uuml;hrung der Nutzungswertbesteuerung angeordnet habe. Die in &sect; 10 Abs. 1 Nr. 8 EStG vorgesehene H&ouml;chstgrenze von 18 000 DM versto&szlig;e gegen Art. 2 Abs. 1 der Richtlinie zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von M&auml;nnern und Frauen, da vornehmlich den M&uuml;ttern und nicht den V&auml;tern durch realit&auml;tswidrige steuerliche Abzugsbetr&auml;ge die Aufnahme einer Berufst&auml;tigkeit erschwert werde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das angefochtene Urteil aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr dahin zu &auml;ndern, dass negative Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von 123 889 DM und Kinderbetreuungskosten in H&ouml;he von 31 876,86 DM ber&uuml;cksichtigt werden.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revision zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb nach &sect; 126 Abs. 2 FGO zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach zutreffender Entscheidung des FG ist der Nutzungswert der von der Kl&auml;gerin selbst genutzten Wohnung bei ihren Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung nicht zu ber&uuml;cksichtigen. Auch hat das FG zu Recht entschieden, dass die Aufwendungen f&uuml;r das hauswirtschaftliche Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis &uuml;ber den Betrag von 18 000 DM hinaus nicht abziehbar sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die erhobene Verfahrensr&uuml;ge greift nicht durch; der Senat sieht insoweit gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 6 Satz 1 FGO von einer Begr&uuml;ndung ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Der Nutzungswert der von der Kl&auml;gerin selbst genutzten Wohnung ist nicht steuerbar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Kl&auml;gerin hat aus der von ihr selbst genutzten Wohnung keine Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung nach &sect; 21 EStG erzielt. Der Nutzungswert einer selbst genutzten Wohnung im eigenen Haus geh&ouml;rt seit dem Veranlagungszeitraum 1987 nicht mehr zu den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung (vgl. &sect; 21 Abs. 2 Satz 1, &sect; 52 Abs. 21 Satz 1 EStG a.F.). Nach der sog. gro&szlig;en &Uuml;bergangsregelung in &sect; 52 Abs. 21 S&auml;tze 2 und 3 EStG a.F. war &sect; 21 Abs. 2 Satz 1 EStG a.F. l&auml;ngstens bis einschlie&szlig;lich Veranlagungszeitraum 1998 weiter anzuwenden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn nach Auslaufen der gro&szlig;en &Uuml;bergangsregelung der mit der Nutzung einer Wohnung im eigenen Haus verbundene Mietwert nicht mehr der Besteuerung unterliegt und damit auch die dadurch veranlassten Aufwendungen grunds&auml;tzlich nicht steuerwirksam sind; denn der Steuerpflichtige kann nicht ohne Weiteres darauf vertrauen, der Gesetzgeber werde steuerrechtliche Freir&auml;ume f&uuml;r alle Zukunft aufrechterhalten und eine f&uuml;r den Steuerpflichtigen g&uuml;nstige Rechtslage dauerhaft erhalten (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22. Oktober 2008 IX B 128\/08, BFH\/NV 2009, 25, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Nutzungswert unterliegt nicht gem&auml;&szlig; &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 4 EStG der Besteuerung. Nach &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG geh&ouml;rt zu den Eink&uuml;nften i.S. des &sect; 13 Abs. 1 EStG auch der Nutzungswert der Wohnung des Steuerpflichtigen, wenn die Wohnung die bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben gleicher Art &uuml;bliche Gr&ouml;&szlig;e nicht &uuml;berschreitet und das Geb&auml;ude oder der Geb&auml;udeteil nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften ein Baudenkmal ist. &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG ist nur anwendbar, sofern im Veranlagungszeitraum 1986 bei einem Steuerpflichtigen f&uuml;r die von ihm zu eigenen Wohnzwecken oder zu Wohnzwecken des Altenteilers genutzte Wohnung die Voraussetzungen f&uuml;r die Anwendung des &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG i.d.F. der Bekanntmachung vom 16. April 1997 (BGBl I 1997, 821) vorlagen (&sect; 13 Abs. 4 Satz 1 EStG). Die Kl&auml;gerin hat jedoch keine Eink&uuml;nfte aus Land- und Fortwirtschaft nach &sect; 13 Abs. 1 EStG erzielt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG l&auml;sst sich auch nicht dahingehend verfassungskonform auslegen, der Nutzungswert eines vom Steuerpflichtigen bewohnten Baudenkmals m&uuml;sse auch au&szlig;erhalb der Eink&uuml;nfte aus Land- und Fortwirtschaft steuerbar sein (a.A. hinsichtlich der anderen betrieblichen Einkunftsarten Kanzler in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect; 13 EStG Rz 342). &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 4 EStG verletzen nicht den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG. Obschon diese Normen Steuerpflichtige mit Eink&uuml;nften aus Land- und Forstwirtschaft gegen&uuml;ber Steuerpflichtigen, die keine Eink&uuml;nfte aus Land- und Forstwirtschaft erzielen, beg&uuml;nstigen, geschieht dies nicht ohne sachliche Rechtfertigung (a.A. Stephan in Der Betrieb 1990, 1157; Leing&auml;rtner\/Kanzler, Besteuerung der Landwirte, Kap. 17, Rz 68). Das Gesetz behandelt nicht gleiche Sachverhalte (in Bezug auf die Lage der selbst genutzten Wohnung in einem Denkmal), sondern ungleiche Sachverhalte ungleich. Die Situation der Kl&auml;gerin ist mit einem Land- und Forstwirt nicht vergleichbar. Bei der Nutzungswertbesteuerung nach &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2, Abs. 4 EStG handelt es sich um eine fortgef&uuml;hrte &Uuml;bergangsregelung. Die Nutzung der Wohnung steht dabei im Zusammenhang mit der Eink&uuml;nfteerzielung; denn &sect; 13 Abs. 2 Nr. 2 EStG setzt voraus, dass Wohnung und Wohngeb&auml;ude dazu bestimmt sind, dauernd dem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft zu dienen, und deshalb mit dem Betrieb eine wirtschaftliche Einheit bilden (vgl. BFH-Urteil vom 17. Januar 1980 IV R 33\/76, BFHE 129, 543, BStBl II 1980, 323; sowie HHR\/Kanzler, &sect; 13 EStG Rz 346). Aus diesem Grund kann ein Land- und Forstwirt &#8211;im Unterschied zur Kl&auml;gerin&#8211; regelm&auml;&szlig;ig ein von ihm selbst bewohntes Baudenkmal nicht ohne Weiteres &#8211;z.B. durch Verkauf oder Vermietung&#8211; zu anderen als betrieblichen Zwecken nutzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Aufwendungen der Kl&auml;ger f&uuml;r das hauswirtschaftliche Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis sind nach &sect; 10 Abs. 1 Nr. 8 Satz 1 EStG nur bis zu einem H&ouml;chstbetrag von 18 000 DM im Kalenderjahr als Sonderausgaben abziehbar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es bestehen keinerlei Zweifel daran, dass die Beschr&auml;nkung des &#8211;nicht auf den kindbedingten Bedarf ausgerichteten&#8211; Sonderausgabenabzugs nach &sect; 10 Abs. 1 Nr. 8 Satz 1 EStG auf 18 000 DM mit Art. 2 Abs. 1 der Richtlinie 76\/207\/EWG (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften Nr. L 39\/40) vereinbar ist; der Senat ist daher nicht verpflichtet, die Rechtsfrage dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) im Wege eines Vorabentscheidungsverfahrens gem&auml;&szlig; Art. 234 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft vorzulegen (vgl. EuGH-Urteil vom 6. Oktober 1982 Rs. 283\/81, Srl C.I.L.F.i T. und Lanificio di Gavardo SpA, Slg. 1982, 3415). Die Regelung des &sect; 10 Abs. 1 Nr. 8 EStG f&auml;llt schon nicht in den Anwendungsbereich dieser Richtlinie, da die Vorschrift &#8211;anders als z.B. ein Nachtarbeitsverbot (hierzu EuGH-Urteil vom 25. Juli 1991 Rs. C-345\/89, Slg. 1991, I-4047-4068)&#8211; nicht den Zugang zur Besch&auml;ftigung oder zur Berufsbildung regelt (vgl. Art. 1 Abs. 1 der Richtlinie 76\/207\/EWG). Sie soll vielmehr einen Anreiz geben, legale und vollwertige Arbeitsverh&auml;ltnisse in privaten Haushalten zu schaffen (vgl. BTDrucks 11\/4507, S. 10, und BRDrucks 390\/96, S. 77). Im &Uuml;brigen beinhaltet &sect; 10 Abs. 1 Nr. 8 EStG auch keine mittelbare Diskriminierung von Frauen i.S. des Art. 2 Abs. 1 der Richtlinie 76\/207\/EWG, da es nicht auf die Abzugsbeschr&auml;nkung der Vorschrift zur&uuml;ckzuf&uuml;hren w&auml;re, wenn vornehmlich M&uuml;ttern die Aufnahme einer Berufst&auml;tigkeit durch realit&auml;tswidrige Abzugsbetr&auml;ge f&uuml;r Kinderbetreuungskosten erschwert w&uuml;rde (so aber Ahmann, Neue Juristische Wochenschrift 2002, 633), sondern auf die interne Aufgabenverteilung zwischen den Eltern. Die Richtlinie 76\/207\/EWG hat nicht zum Gegenstand, diese Aufgabenverteilung zu &auml;ndern (vgl. EuGH-Urteil vom 12. Juli 1984 Rs. 184\/83, Slg. 1984, 3047).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit es sich bei den Aufwendungen der Kl&auml;ger f&uuml;r das hauswirtschaftliche Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis um erwerbsbedingt entstandene Kinderbetreuungskosten handeln sollte &#8211;was vom FG indes nicht festgestellt wurde&#8211;, w&auml;re es f&uuml;r das Streitjahr von Verfassungs wegen auch nicht geboten, die Aufwendungen als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen (BFH-Urteil vom 12. April 2007 VI R 42\/03, BFH\/NV 2007, 1312).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.6.2009, IX R 73\/07 Keine gleichheitswidrige Beg&uuml;nstigung durch Nutzungswertbesteuerung selbst bewohnter Baudenkmale von Landwirten und Forstwirten &#8211; Kein Versto&szlig; des &sect; 10 Abs.1 Nr. 8 Satz 1 EStG a.F. gegen europ&auml;isches Gemeinschaftsrecht Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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