{"id":13786,"date":"2012-12-08T14:45:41","date_gmt":"2012-12-08T12:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13786"},"modified":"2012-12-08T14:45:41","modified_gmt":"2012-12-08T12:45:41","slug":"x-b-213-08-kuerzung-des-vorwegabzugs-beim-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-einer-gmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-213-08-kuerzung-des-vorwegabzugs-beim-gesellschafter-geschaeftsfuehrer-einer-gmbh\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;213\/08 &#8211; K&uuml;rzung des Vorwegabzugs beim Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.4.2009, X B 213\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">K&uuml;rzung des Vorwegabzugs beim Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat keinen Erfolg. Die Revision ist nicht wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zuzulassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger werfen die von ihnen f&uuml;r grunds&auml;tzlich bedeutsam angesehene Frage auf, ob dem Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH der Vorwegabzug f&uuml;r Vorsorgeaufwendungen gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 Nr. 2 Satz 2 i.V.m. &sect; 10c Abs. 3 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren 2003 und 2004 geltenden Fassung (EStG a.F.) dann ungek&uuml;rzt zusteht, wenn zu seinen Gunsten eine Pensionszusage der GmbH besteht, der weitere Mitgesellschafter aber nicht zum Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellt ist und diesem auch keine Pensionszusage erteilt worden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Diese Frage ist nicht mehr kl&auml;rungsbed&uuml;rftig. Sie ist durch die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) hinreichend gekl&auml;rt. &sect; 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG a.F. erfasst Arbeitnehmer, die nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen, eine Berufst&auml;tigkeit ausge&uuml;bt und im Zusammenhang damit aufgrund vertraglicher Vereinbarungen Anwartschaftsrechte auf eine Altersversorgung ganz oder teilweise ohne eigene Beitragsleistung erworben haben. Zu diesem Personenkreis rechnet die Rechtsprechung nicht Alleingesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer, die von der Kapitalgesellschaft, an der sie beteiligt sind, eine Pensionszusage erhalten haben, weil sie bei wirtschaftlicher Betrachtung infolge der Minderung ihrer gesellschaftsrechtlichen Anspr&uuml;che diesen Pensionsanspruch aus ihrem eigenen Verm&ouml;gen erbracht haben (BFH-Urteile vom 16. Oktober 2002 XI R 25\/01, BFHE 200, 554, BStBl II 2004, 546, und vom 28. Juli 2004 XI R 9\/04, BFH\/NV 2005, 196). Diesem Fall hat die Rechtsprechung aus Gr&uuml;nden der Gleichbehandlung (Art. 3 des Grundgesetzes) den Fall gleichgestellt, dass die Kapitalgesellschaft mehreren Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern jeweils eine Altersversorgung zugesagt hat, wenn der einzelne Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer sein Anwartschaftsrecht ausschlie&szlig;lich durch einen seiner Beteiligungsquote entsprechenden Verzicht auf gesellschaftliche Anspr&uuml;che erwirbt (BFH-Urteile vom 23. Februar 2005 XI R 29\/03, BFHE 209, 256, BStBl II 2005, 634, und vom 15. Dezember 2004 XI R 45\/03, BFH\/NV 2005, 1509).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ma&szlig;gebend f&uuml;r die Frage, ob trotz der erteilten Pensionszusage &sect; 10c Abs. 3 Nr. 2 EStG a.F. nicht einschl&auml;gig ist, ist allein, ob der Aufwand der Kapitalgesellschaft f&uuml;r die Altersversorgung des jeweiligen Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers dessen quotaler Beteiligung an der Kapitalgesellschaft entspricht (Senatsurteil vom 17. Januar 2007 X R 10\/06, BFH\/NV 2007, 1289). &Uuml;bersteigt der Aufwand der Kapitalgesellschaft diese quotale Beteiligung, dann erwirbt der beg&uuml;nstigte Gesellschafter seine Anwartschaft auf Altersversorgung jedenfalls teilweise nicht aufgrund einer eigenen Beitragsleistung. Da er in einem solchen Fall f&uuml;r seine Altersversorgung nicht vollst&auml;ndig aus eigenen Mitteln aufkommt, geh&ouml;rt er nach dem Willen des Gesetzgebers nicht zu dem Personenkreis, dem ein ungeschm&auml;lerter Vorwegabzug zukommen soll (BTDrucks 8\/292, S. 21; BTDrucks 11\/2157, S. 144). Dass sich f&uuml;r den Fall des Beitritts eines Gesellschafters erst zu einem Zeitpunkt, zu dem einem Mitgesellschafter eine Pensionszusage bereits erteilt war, keine Besonderheiten ergeben, ist dem Senatsurteil vom 8. November 2006 X R 11\/05 (BFH\/NV 2007, 673) zu entnehmen. Deshalb ist auch kein Raum f&uuml;r die Auffassung der Kl&auml;ger, dass eine K&uuml;rzung der Vorwegabzugs wegen einer erteilten Pensionszusage stets dann zu unterbleiben hat, wenn bei einem der Gesellschafter, der keine Pensionszusage erhalten hat, ein Verzichtswille beispielsweise deshalb nicht feststellbar ist, weil dieser sich erst nach dem Zeitpunkt an der Kapitalgesellschaft beteiligt hat, zu dem diese Gesellschaft einem anderen Gesellschafter die Pensionszusage bereits erteilt hat. Es besteht insoweit daher kein weiterer Kl&auml;rungsbedarf.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Den Kl&auml;gern ist allerdings einzur&auml;umen, dass sich die h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung noch nicht mit dem Fall befasst hat, dass eine GmbH zwei Gesellschafter hat, von denen nur einer zum Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellt ist und auch nur diesem eine Pensionszusage erteilt worden ist. Indessen besteht auch in diesem Fall kein Kl&auml;rungsbedarf. Denn in einem solchen Fall steht fest, dass wirtschaftlich betrachtet der Aufwand der Kapitalgesellschaft f&uuml;r die zugesagte Altersversorgung des beg&uuml;nstigten Gesellschafters im Ergebnis die gesellschaftsrechtlichen Anspr&uuml;che des anderen Gesellschafters auf Teilnahme an dem nach den handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Jahres&uuml;berschuss (&sect; 29 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschr&auml;nkter Haftung &#8211;GmbHG&#8211;) bzw. nach Liquidation den Anspruch auf Teilname an der Verm&ouml;gensverteilung (&sect; 72 GmbHG) mindert und dies nicht dadurch kompensiert wird, dass dieser Gesellschafter eine seiner Beteiligungsquote entsprechende eigene Pensionszusage von der GmbH erhalten hat. Dass der beg&uuml;nstigte Gesellschafter im Gegenzug seine Arbeitsleistung zur Verf&uuml;gung stellt, ist in diesem Zusammenhang unerheblich. Denn diese Arbeitsleistung schuldet der Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Kapitalgesellschaft und nicht seinem Mitgesellschafter (vgl. hierzu auch Senatsurteil in BFH\/NV 2007, 1289).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.4.2009, X B 213\/08 K&uuml;rzung des Vorwegabzugs beim Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer GmbH Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) hat keinen Erfolg. 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