{"id":139,"date":"2012-08-07T10:46:23","date_gmt":"2012-08-07T08:46:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=139"},"modified":"2020-09-15T12:00:53","modified_gmt":"2020-09-15T10:00:53","slug":"steuerrechtsprechung-finanzgerichte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/steuerrechtsprechung-finanzgerichte\/","title":{"rendered":"Steuerrechtsprechung &#8211; Finanzgerichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Steuerrechtsprechung und Finanzgerichte.<\/strong><\/p>\n<div style=\"text-align:center\"><audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-139-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Steuerrechtsprechung-und-Finanzgerichte.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Steuerrechtsprechung-und-Finanzgerichte.mp3\">https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Steuerrechtsprechung-und-Finanzgerichte.mp3<\/a><\/audio><\/div>\n<p>Wie in anderen F\u00e4llen des Verwaltungsrechtsschutzes kann der Steuerpflichtige, wenn er mit einer Entscheidung der&nbsp;Finanzbeh\u00f6rde nicht einverstanden ist, seine Rechte im &nbsp;<strong>gerichtlichen Verfahren<\/strong> geltend machen. Die Steuerrechtsprechung ist&nbsp;Aufgabe der <strong>Finanzgerichtsbarkeit<\/strong>. Sie gew\u00e4hrt in erster Linie dem Einzelnen steuerlichen Rechtsschutz vor etwaigen&nbsp;rechtswidrigen Ma\u00dfnahmen der Steuerbeh\u00f6rden in Abgabenangelegenheiten (Einzelfallgerechtigkeit); daneben kontrolliert sie&nbsp;die richtige Anwendung des Steuerrechts durch die Verwaltung. Von ihr gehen Anregungen an den Steuergesetzgeber zur&nbsp;<em>Rechtsfortbildung<\/em> aus.&nbsp;Die Steuerrechtsprechung wird durch unabh\u00e4ngige, von den Finanzbeh\u00f6rden getrennte, besondere Gerichte (<a title=\"Finanzgerichte\" href=\"http:\/\/www.finanzgericht.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Finanzgerichte<\/a>) ausge\u00fcbt. Deren&nbsp;Aufbau und Verfahren regelt die Finanzgerichtsordnung. Gerichte der Finanzgerichtsbarkeit sind in den L\u00e4ndern die&nbsp;Finanzgerichte, im Bund der <a title=\"BFH-Urteile\" href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/category\/bfh-urteile\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bundesfinanzhof<\/a> mit Sitz in M\u00fcnchen.&nbsp;Die Finanzgerichte entscheiden im ersten Rechtszug, und zwar als einzige Tatsacheninstanz \u2013 Berufungsgerichte gibt es nicht.&nbsp;Sie sind obere Landesgerichte und in der Regel f\u00fcr den Bereich eines Bundeslandes zust\u00e4ndig; nur in Bayern sind zwei und in&nbsp;Nordrhein-Westfalen drei Finanzgerichte errichtet.&nbsp;Die Klage beim Finanzgericht ist grunds\u00e4tzlich erst zul\u00e4ssig, wenn das Verfahren \u00fcber den <a title=\"Einspruch\" href=\"http:\/\/www.finanzgericht.org\/Einspruch-Steuerbescheid.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">au\u00dfergerichtlichen Rechtsbehelf<\/a>&nbsp;(<em>Einspruch<\/em> nach den Bestimmungen der <a title=\"Abgabenordnung \u2013 gemeinsame Regeln im Steuerrecht\" href=\"http:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuergesetze\/ao\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Abgabenordnung<\/a>) erfolglos geblieben ist. Aufgrund des Einspruchs erhalten die Finanzbeh\u00f6rden&nbsp;Gelegenheit, nochmals zu pr\u00fcfen, ob sie an der Entscheidung festhalten wollen. Auch der Einspruchf\u00fchrer kann seinen&nbsp;Standpunkt \u00fcberdenken. Im au\u00dfergerichtlichen Rechtsbehelfsverfahren erledigen sich bereits ca. 97 Prozent aller&nbsp;Steuerstreitigkeiten.&nbsp;Mit der Klage beim Finanzgericht kann die Aufhebung oder \u00c4nderung eines Steuerverwaltungsaktes, die Verurteilung der&nbsp;beklagten Steuerbeh\u00f6rde zum Erlass eines abgelehnten oder unterlassenen Verwaltungsakts oder zu einer sonstigen Leistung,&nbsp;schlie\u00dflich die Feststellung, dass ein Rechtsverh\u00e4ltnis bestehe oder nicht bestehe oder ein Verwaltungsakt nichtig sei, begehrt&nbsp;werden.&nbsp;Gegen die Urteile der Finanzgerichte ist unter bestimmten Voraussetzungen das Rechtsmittel der Revision an den&nbsp;Bundesfinanzhof gegeben. Mit der Revision kann das finanzgerichtliche Urteil auf Rechts- und Verfahrensfehler \u00fcberpr\u00fcft&nbsp;werden; eine erneute Tatsachenfeststellung ist dabei grunds\u00e4tzlich nicht zul\u00e4ssig. Die Steuerpflichtigen m\u00fcssen sich vor dem&nbsp;Bundesfinanzhof durch einen Rechtsanwalt, <a title=\"Steuerberater in Deutschland\" href=\"http:\/\/steuerberater.biz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Steuerberater<\/a>, Steuerbevollm\u00e4chtigten, Wirtschaftspr\u00fcfer oder einen vereidigten&nbsp;Buchpr\u00fcfer vertreten lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steuerrechtsprechung und Finanzgerichte. Wie in anderen F\u00e4llen des Verwaltungsrechtsschutzes kann der Steuerpflichtige, wenn er mit einer Entscheidung der&nbsp;Finanzbeh\u00f6rde nicht einverstanden ist, seine Rechte im &nbsp;gerichtlichen Verfahren geltend machen. Die Steuerrechtsprechung ist&nbsp;Aufgabe der Finanzgerichtsbarkeit. 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