{"id":13907,"date":"2012-12-08T14:39:49","date_gmt":"2012-12-08T12:39:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13907"},"modified":"2012-12-08T14:39:49","modified_gmt":"2012-12-08T12:39:49","slug":"xi-b-10-08-glaubhaftmachung-der-gruende-fuer-die-wiedereinsetzung-in-den-vorigen-stand-bei-versaeumung-der-frist-zur-begruendung-einer-nichtzulassungsbeschwerde-vorlage-des-fristenbuches","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-10-08-glaubhaftmachung-der-gruende-fuer-die-wiedereinsetzung-in-den-vorigen-stand-bei-versaeumung-der-frist-zur-begruendung-einer-nichtzulassungsbeschwerde-vorlage-des-fristenbuches\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;10\/08 &#8211; Glaubhaftmachung der Gr&uuml;nde f&uuml;r die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Vers&auml;umung der Frist zur Begr&uuml;ndung einer Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Vorlage des Fristenbuches"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.4.2009, XI B 10\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Glaubhaftmachung der Gr&uuml;nde f&uuml;r die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Vers&auml;umung der Frist zur Begr&uuml;ndung einer Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Vorlage des Fristenbuches<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) ist unzul&auml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Begr&uuml;ndung der Beschwerde ist erst nach Ablauf der Frist von zwei Monaten nach der Zustellung des Urteils (vgl. &sect; 116 Abs. 3 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und damit versp&auml;tet eingegangen. Das Urteil ist dem Bevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers am 3. Januar 2008 zugestellt worden. Die Beschwerdebegr&uuml;ndung ist aber erst am 18. April 2008 ohne Unterschrift und am 21. April 2008 mit Unterschrift beim Bundesfinanzhof eingegangen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand liegen nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach &sect; 56 Abs. 1 FGO ist auf Antrag Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren, wenn jemand ohne Verschulden verhindert war, eine gesetzliche Frist einzuhalten. Die Tatsachen zur Begr&uuml;ndung des Antrags sind bei der Antragstellung oder im Verfahren &uuml;ber den Antrag glaubhaft zu machen (&sect; 56 Abs. 2 Satz 2 FGO). Ein Verschulden seines Bevollm&auml;chtigten muss sich der Kl&auml;ger zurechnen lassen (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 85 Abs. 2 der Zivilprozessordnung).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Kl&auml;ger hat zur Begr&uuml;ndung seiner Beschwerde vorgetragen, die Beschwerdebegr&uuml;ndung sei am 27. Februar 2008 und damit rechtzeitig vor Fristablauf zur Post gegeben worden. Sein Prozessbevollm&auml;chtigter habe die Beschwerdebegr&uuml;ndung an diesem Tag angefertigt und in die Postausgangsmappe gelegt. Er habe die Mappe bei Dienstschluss seiner Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfin geleert zur&uuml;ckerhalten. Die Rechtsanwalts- und Notariatsgehilfin werfe die Briefe ca. 1\/2 Stunde nach Verlassen des B&uuml;ros in den Briefkasten in der N&auml;he ihrer Wohnung. Sein Prozessbevollm&auml;chtigter f&uuml;hre die Fristenkontrolle selbst durch Eintrag in ein Fristenbuch durch.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Es kann dahingestellt bleiben, ob dieses Vorbringen hinreichend substantiiert ist, um die Voraussetzungen f&uuml;r eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand und ein fehlendes Verschulden des Prozessbevollm&auml;chtigten des Kl&auml;gers schl&uuml;ssig darzulegen. Denn der Antrag hat jedenfalls deshalb keinen Erfolg, weil der Kl&auml;ger sein Vorbringen nicht glaubhaft gemacht hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu den Aufgaben eines Prozessbevollm&auml;chtigten geh&ouml;rt, daf&uuml;r Sorge zu tragen, dass ein fristgebundener Schriftsatz rechtzeitig erstellt wird und innerhalb der Frist bei dem zust&auml;ndigen Gericht eingeht. Zu diesem Zweck muss der Prozessbevollm&auml;chtigte eine zuverl&auml;ssige Fristenkontrolle organisieren. Daf&uuml;r ist ein Fristenkalender unabdingbar. Der Prozessbevollm&auml;chtigte muss sicherstellen, dass die im Fristenkalender vermerkten Fristen erst gestrichen oder in anderer Weise als erledigt gekennzeichnet werden, wenn die fristwahrenden Ma&szlig;nahmen durchgef&uuml;hrt werden (st&auml;ndige Rechtsprechung; vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesgerichtshofs vom 9. September 1997 IX ZB 80\/97, Neue Juristische Wochenschrift 1997, 3446, m.w.N.; vom 13. September 2007 III ZB 26\/07, Betriebs-Berater 2007, 2316, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitfall hat der Kl&auml;ger zwar behauptet, dass sein Prozessbevollm&auml;chtigter ein Fristenbuch f&uuml;hrt. Dies hat er aber nicht glaubhaft gemacht. Denn er hat trotz Aufforderung das Fristenbuch oder eine Kopie daraus nicht vorgelegt. Die eidesstattliche Versicherung seines Prozessbevollm&auml;chtigten &uuml;ber die Richtigkeit seines Vorbringens zur Begr&uuml;ndung des Antrags auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand kann die fehlende Vorlage des Fristenbuchs oder eine Kopie daraus nicht ersetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da der Kl&auml;ger auch nicht vorgetragen hat, dass im B&uuml;ro seines Prozessbevollm&auml;chtigten ein Postausgangsbuch gef&uuml;hrt wird, l&auml;sst sich auch daraus eine rechtzeitige Aufgabe der Beschwerdebegr&uuml;ndung zur Post nicht ableiten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 1.4.2009, XI B 10\/08 Glaubhaftmachung der Gr&uuml;nde f&uuml;r die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Vers&auml;umung der Frist zur Begr&uuml;ndung einer Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Vorlage des Fristenbuches Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) ist unzul&auml;ssig. 2&nbsp; 1. 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