{"id":13913,"date":"2012-12-08T09:02:39","date_gmt":"2012-12-08T07:02:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13913"},"modified":"2012-12-08T09:02:39","modified_gmt":"2012-12-08T07:02:39","slug":"xi-b-86-08-begruendungsanforderung-an-nichtzulassungsbeschwerde-bei-behauptung-einer-verfassungswidrigkeit-verpflichtung-zur-abgabe-einer-umsatzsteuervoranmeldung-auf-elektronischem-weg-divergenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-b-86-08-begruendungsanforderung-an-nichtzulassungsbeschwerde-bei-behauptung-einer-verfassungswidrigkeit-verpflichtung-zur-abgabe-einer-umsatzsteuervoranmeldung-auf-elektronischem-weg-divergenz\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;B&nbsp;86\/08 &#8211; Begr&uuml;ndungsanforderung an Nichtzulassungsbeschwerde bei Behauptung einer Verfassungswidrigkeit &#8211; Verpflichtung zur Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung auf elektronischem Weg &#8211; Divergenz"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.2.2009, XI B 86\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Begr&uuml;ndungsanforderung an Nichtzulassungsbeschwerde bei Behauptung einer Verfassungswidrigkeit &#8211; Verpflichtung zur Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung auf elektronischem Weg &#8211; Divergenz<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. 1. Die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) ist nicht dargelegt (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO). Um die R&uuml;ge ausreichend zu begr&uuml;nden, es sei verfassungswidrig, dass &sect; 18 des Umsatzsteuergesetzes 2005 verlange, die Umsatzsteuervoranmeldungen nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck auf elektronischem Weg nach Ma&szlig;gabe der Steuerdaten&uuml;bermittlungsverordnung zu &uuml;bermitteln, h&auml;tte sich die Beschwerdeschrift in nachvollziehbarer Weise mit den einschl&auml;gigen Vorschriften des Grundgesetzes und der dazu bereits ergangenen h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung, insbesondere auch mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, auseinandersetzen m&uuml;ssen. Sie h&auml;tte anhand dieser Rechtsprechung und ggf. einschl&auml;giger &Auml;u&szlig;erungen im Fachschrifttum darlegen m&uuml;ssen, dass die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Regelung umstritten ist oder aus welchen vertretbaren, in der Beschwerdebegr&uuml;ndung n&auml;her zu erl&auml;uternden Gr&uuml;nden sie zumindest zweifelhaft ist (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25. Januar 2000 VII B 268\/99, BFH\/NV 2000, 992).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Daran fehlt es in der Beschwerdebegr&uuml;ndung. Mit der allgemeinen Behauptung, ein Gesetz sei verfassungswidrig oder versto&szlig;e gegen Rechtsprinzipien, kann eine Nichtzulassungsbeschwerde nicht begr&uuml;ndet werden (vgl. BFH-Beschluss vom 13. November 2007 VIII B 35\/07, BFH\/NV 2008, 220, m.w.N.). Soweit die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) sich in diesem Zusammenhang auf Sicherheitsrisiken beruft, hat sie nicht substantiiert dargetan, worin diese zu sehen sind. Eine solche Konkretisierung der Sicherheitsbedenken ergibt sich auch nicht aus den von der Kl&auml;gerin angegebenen Literaturhinweisen. Sie hat auch nicht dargelegt, in welcher Hinsicht das von ihr beanspruchte Recht auf informationelle Selbstbestimmung gerade dadurch verletzt werde, dass sie die Daten auf elektronischem Weg &uuml;bermitteln soll.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Revision ist nicht zuzulassen, weil das angefochtene Urteil von dem Beschluss des Finanzgerichts (FG) Hamburg vom 10. M&auml;rz 2005 II 51\/05 (Entscheidungen der Finanzgerichte 2005, 992) abgewichen w&auml;re. Nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO ist die Revision zuzulassen, wenn die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des BFH erfordert. In diesem Sinne ist eine Entscheidung des BFH u.a. dann erforderlich, wenn im Falle der sog. Divergenz das FG bei gleichem oder vergleichbarem festgestellten Sachverhalt in einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage eine andere Auffassung vertritt als der BFH oder ein anderes FG (vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 16. Januar 2007 VI B 35\/06, BFH\/NV 2007, 941, und vom 28. August 2007 VI B 52\/07, BFH\/NV 2007, 2111). Eine derartige Abweichung hat die Kl&auml;gerin nicht schl&uuml;ssig dargelegt. Der Sachverhalt im Streitfall unterscheidet sich ma&szlig;geblich von dem des FG Hamburg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG Hamburg hatte &#8211;im Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Anordnung&#8211; &uuml;ber die Frage zu entscheiden, ob das Finanzamt zu Unrecht den Antrag abgelehnt hatte, zur Vermeidung unbilliger H&auml;rten auf die elektronische &Uuml;bermittlung zu verzichten. Es hat in dem dortigen Streitfall eine unbillige H&auml;rte im Sinne der Vorschrift deshalb bejaht, weil der Antragsteller &uuml;ber keinen Internet-Anschluss verf&uuml;gte. Demgegen&uuml;ber verf&uuml;gte die Kl&auml;gerin nach den Feststellungen des FG bereits &uuml;ber die notwendigen Voraussetzungen, um ihre Umsatzsteuervoranmeldungen auf elektronischem Weg zu &uuml;bermitteln und nutzte diese zu privaten und beruflichen Zwecken.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 16.2.2009, XI B 86\/08 Begr&uuml;ndungsanforderung an Nichtzulassungsbeschwerde bei Behauptung einer Verfassungswidrigkeit &#8211; Verpflichtung zur Abgabe einer Umsatzsteuervoranmeldung auf elektronischem Weg &#8211; Divergenz Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. 1. 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