{"id":13953,"date":"2012-12-08T09:17:10","date_gmt":"2012-12-08T07:17:10","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13953"},"modified":"2012-12-08T09:17:10","modified_gmt":"2012-12-08T07:17:10","slug":"i-b-187-08-nichtzulassungsbeschwerde-pflege-eines-sportplatzes-als-zweckbetrieb-schwerwiegender-rechtsfehler-fehlende-urteilsbegruendung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-187-08-nichtzulassungsbeschwerde-pflege-eines-sportplatzes-als-zweckbetrieb-schwerwiegender-rechtsfehler-fehlende-urteilsbegruendung\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;187\/08 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde: Pflege eines Sportplatzes als Zweckbetrieb &#8211; schwerwiegender Rechtsfehler &#8211; fehlende Urteilsbegr&uuml;ndung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.2.2009, I B 187\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde: Pflege eines Sportplatzes als Zweckbetrieb &#8211; schwerwiegender Rechtsfehler &#8211; fehlende Urteilsbegr&uuml;ndung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 1. Die vom Beklagten und Beschwerdef&uuml;hrer (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) aufgeworfene Frage, ob Eink&uuml;nfte, die ein gemeinn&uuml;tziger Sportverein durch die Pflege des von ihm genutzten, aber im Eigentum der Gemeinde stehenden Sportplatzes erzielt, im Rahmen eines Zweckbetriebes (&sect; 65 der Abgabenordnung &#8211;AO&#8211;) oder eines steuerpflichtigen wirtschaftlichen Gesch&auml;ftsbetriebes (&sect; 64 AO) erzielt werden, h&auml;ngt von den jeweiligen Umst&auml;nden des Einzelfalls ab und ist daher in einem Revisionsverfahren nicht abstrakt kl&auml;rbar (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Revision ist nicht gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO zuzulassen. Dem Finanzgericht (FG) sind bei seiner W&uuml;rdigung keine schwerwiegenden Rechtsfehler unterlaufen. Selbst wenn die Auffassung des FG, der Kl&auml;ger und Beschwerdegegner (Kl&auml;ger) habe seine satzungsm&auml;&szlig;igen Zwecke nur durch die entgeltliche Pflege des von ihm genutzten Sportplatzes verwirklichen k&ouml;nnen, rechtsfehlerhaft sein sollte, w&auml;re sie dennoch weder &#8211;wie f&uuml;r die Zulassung der Revision wegen eines schwer wiegenden Rechtsfehlers erforderlich&#8211; willk&uuml;rlich noch sonst greifbar gesetzwidrig (vgl. z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16. Dezember 2005 IX B 38\/05, BFH\/NV 2006, 772).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Dem FG sind auch keine Verfahrensfehler unterlaufen (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Das Urteil des FG ist hinreichend mit Gr&uuml;nden versehen. Wie sich aus &sect; 105 Abs. 2 Nr. 5 und &sect; 119 Nr. 6 FGO ergibt, muss ein finanzgerichtliches Urteil sowohl in tats&auml;chlicher als auch in rechtlicher Hinsicht begr&uuml;ndet werden. Das Fehlen der erforderlichen Begr&uuml;ndung ist ein Verfahrensmangel, der gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO zur Zulassung der Revision f&uuml;hren kann (BFH-Beschl&uuml;sse vom 19. Oktober 2001 V B 48\/01, BFH\/NV 2002, 369; vom 25. M&auml;rz 2002 VI B 98\/01, BFH\/NV 2002, 810). Ein solcher Mangel liegt jedoch nicht schon dann vor, wenn die vom FG gegebene Begr&uuml;ndung l&uuml;ckenhaft ist (Senatsurteil vom 24. Juli 1996 I R 74\/95, BFHE 181, 410, BStBl II 1997, 132, m.w.N.). Er ist vielmehr nur dann gegeben, wenn es entweder an Urteilsgr&uuml;nden &uuml;berhaupt fehlt oder das FG ein selbst&auml;ndiges Angriffs- oder Verteidigungsmittel mit Stillschweigen &uuml;bergangen hat oder wenn die gegebene Begr&uuml;ndung so substanzlos ist, dass es die ma&szlig;geblichen Feststellungen und Erw&auml;gungen des FG nicht erkennen l&auml;sst (BFH-Urteil vom 2. Oktober 2001 IX R 25\/99, BFH\/NV 2002, 363; BFH-Beschl&uuml;sse vom 2. Februar 1999 II R 91\/97, BFH\/NV 1999, 1106; vom 21. Dezember 2001 VII R 24\/01, BFH\/NV 2002, 660).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG war der Auffassung, der Kl&auml;ger habe mit der Pflege des von ihm genutzten, im Eigentum der Gemeinde stehenden Sportplatzes gegen Entgelt einen Zweckbetrieb unterhalten. Es ist dabei davon ausgegangen, dass die Pflege der Sportanlage durch den Kl&auml;ger notwendig gewesen sei, weil die Gemeinde eine zufriedenstellende, auf die Trainings- und Spielzeiten des Kl&auml;gers abgestimmte Platzpflege nicht habe leisten k&ouml;nnen. Der Kl&auml;ger sei jedoch zur Verwirklichung seines Satzungszwecks auf die Einhaltung fester Zeiten, beispielsweise f&uuml;r Trainer und Spieler, angewiesen. Die &Uuml;bernahme der Platzpflege sei daher zur Verwirklichung der satzungsm&auml;&szlig;igen Zwecke unerl&auml;sslich gewesen. Aus diesem Grund sei er zu beg&uuml;nstigten Betrieben derselben oder &auml;hnlichen Art auch nur in dem Umfang in Wettbewerb getreten, als es bei Erf&uuml;llung des steuerbeg&uuml;nstigten Zwecks unvermeidbar gewesen sei (&sect; 65 Nr. 3 AO). Dies ist unabh&auml;ngig davon, ob diesen Ausf&uuml;hrungen zu folgen ist, eine hinreichende Begr&uuml;ndung i.S. des &sect; 105 Abs. 2 Nr. 5 FGO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ebenso wenig hat das FG gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO oder &sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO versto&szlig;en. Das FG hat die abweichende Auffassung des FA und dessen Vortrag hierzu zur Kenntnis genommen, ist jedoch anhand der Aktenlage und unter W&uuml;rdigung des Vortrags der Beteiligten zu einer abweichenden rechtlichen W&uuml;rdigung gelangt. Soweit das FA geltend macht, das FG h&auml;tte aufkl&auml;ren m&uuml;ssen, ob die Pflege des Sportplatzes durch die Gemeinde einen ungest&ouml;rten Vereinsbetrieb verhindert habe, tr&auml;gt es nicht vor, weshalb es nicht selbst in der m&uuml;ndlichen Verhandlung einen entsprechenden Beweisantrag gestellt hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.2.2009, I B 187\/08 Nichtzulassungsbeschwerde: Pflege eines Sportplatzes als Zweckbetrieb &#8211; schwerwiegender Rechtsfehler &#8211; fehlende Urteilsbegr&uuml;ndung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unbegr&uuml;ndet. 1. 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