{"id":13955,"date":"2012-12-08T09:17:11","date_gmt":"2012-12-08T07:17:11","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13955"},"modified":"2012-12-08T09:17:11","modified_gmt":"2012-12-08T07:17:11","slug":"i-b-203-08-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-zahlungen-als-darlehenstilgungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-203-08-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-zahlungen-als-darlehenstilgungen\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;203\/08 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Zahlungen als Darlehenstilgungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.2.2009, I B 203\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Zahlungen als Darlehenstilgungen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist der einkommenserh&ouml;hende Ansatz von verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttungen (vGA) im Streitjahr 2000 (mit Folgewirkungen auf gesonderte Feststellungen zum 31. Dezember 2000 bis 31. Dezember 2002).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), einer GmbH, ist die Forschung und Entwicklung im Bereich &#8230; Alleiniger Gesellschafter &#8211;zugleich als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellt&#8211; ist X. Es bestand im Streitjahr eine Vereinbarung zwischen X und der Kl&auml;gerin, dass X gegen Zahlung eines monatlichen Entgelts von 25 000 DM f&uuml;r die Kl&auml;gerin Patentanmeldungen entwickeln und verwirklichen sollte (Zahlung im Streitjahr: 168 000 DM). Mit Vereinbarung vom 31. Dezember 2000, die handschriftlich auf den 26. Mai 2000 r&uuml;ckdatiert worden war, wurden die Zahlungen in ein mit 4 % zu verzinsendes Darlehen an X umgewandelt, da X den urspr&uuml;nglichen Vertrag aus &quot;Interessenskonflikt &#8211; &#8230;&quot; nicht habe einhalten k&ouml;nnen. Weitere Zahlungen an X in H&ouml;he von 11 636 DM wurden ebenfalls r&uuml;ckwirkend in ein Darlehen umgewandelt. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ber&uuml;cksichtigte diese Zahlungen als vGA; die &#8211;nachtr&auml;glich geschlossene&#8211; Darlehensvereinbarung enthalte keine Angaben zur Tilgung, R&uuml;ckzahlung und Sicherung des Darlehens, der Zinssatz sei nicht markt&uuml;blich, und X sei zum Zeitpunkt der Darlehenshingabe &uuml;berschuldet gewesen. Die Klage blieb erfolglos (Schleswig-Holsteinisches Finanzgericht &#8211;FG&#8211;, Urteil vom 18. September 2008&nbsp;&nbsp;1 K 135\/06).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt unter Hinweis auf &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO), die Revision gegen das angefochtene Urteil zuzulassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Nichtzulassungsbeschwerde als unzul&auml;ssig zu verwerfen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Nichtzulassungsbeschwerde wird als unzul&auml;ssig verworfen. Die Kl&auml;gerin hat den geltend gemachten Grund f&uuml;r eine Zulassung der Revision nicht i.S. des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO ordnungsgem&auml;&szlig; dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO ist die Revision gegen ein finanzgerichtliches Urteil zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat. Eine grunds&auml;tzliche Bedeutung in diesem Sinne liegt nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs vor, wenn die Entscheidung des konkreten Rechtsstreits von der Beantwortung einer Rechtsfrage abh&auml;ngt, deren Kl&auml;rung im Interesse der Allgemeinheit liegt. F&uuml;r eine Darlegung dieser Voraussetzung (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO) reicht es nicht aus, eine grunds&auml;tzliche Bedeutung nur zu behaupten. Vielmehr muss der Beschwerdef&uuml;hrer eine abstrakte Rechtsfrage formulieren und sodann erl&auml;utern, inwieweit diese Frage im allgemeinen Interesse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im konkreten Fall kl&auml;rungsf&auml;hig ist. Liegt zu der betreffenden Frage bereits h&ouml;chstrichterliche Rechtsprechung vor, so muss er insbesondere dartun, weshalb trotz dieser Rechtsprechung eine weitere Kl&auml;rung notwendig ist (z.B. Senatsbeschluss vom 14. Oktober 2004 I B 106\/04, BFH\/NV 2005, 369).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Der Kern des Beschwerdevorbringens besteht darin, das FG habe nicht beachtet, dass X seinerseits der Kl&auml;gerin in noch h&ouml;herem Umfang Darlehen gew&auml;hrt habe. Die Zahlungen der Kl&auml;gerin an X h&auml;tten daher als Darlehenstilgungen beurteilt werden k&ouml;nnen. Ob in einem solchen Fall eine vGA angenommen werden k&ouml;nne oder zu vermuten sei, es handle sich um Darlehensr&uuml;ckzahlungen, sei von grunds&auml;tzlicher Bedeutung. Die Kl&auml;gerin legt weder dar, weshalb diese einzelfallbezogene Frage im Allgemeininteresse kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist noch weshalb sie sich nicht anhand bestehender Rechtsprechung beantworten l&auml;sst. Ein Verfahrensfehler des FG oder ein (schwerwiegender) Rechtsfehler in der angefochtenen Entscheidung wurde indes von der Kl&auml;gerin nicht ausdr&uuml;cklich ger&uuml;gt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.2.2009, I B 203\/08 Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Zahlungen als Darlehenstilgungen Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Streitig ist der einkommenserh&ouml;hende Ansatz von verdeckten Gewinnaussch&uuml;ttungen (vGA) im Streitjahr 2000 (mit Folgewirkungen auf gesonderte Feststellungen zum 31. Dezember 2000 bis 31. Dezember 2002). 2&nbsp; Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin), einer GmbH, ist die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-203-08-nichtzulassungsbeschwerde-grundsaetzliche-bedeutung-zahlungen-als-darlehenstilgungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">I&nbsp;B&nbsp;203\/08 &#8211; Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; grunds&auml;tzliche Bedeutung &#8211; Zahlungen als Darlehenstilgungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-13955","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13955","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13955"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13955\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13955"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13955"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13955"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}