{"id":13997,"date":"2012-12-08T09:02:31","date_gmt":"2012-12-08T07:02:31","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=13997"},"modified":"2012-12-08T09:02:31","modified_gmt":"2012-12-08T07:02:31","slug":"iv-b-100-08-verspaetete-einlegung-einer-nichtzulassungsbeschwerde-nach-vorangegangener-beiordnung-eines-vom-beschwerdefuehrer-auszuwaehlenden-rechtsanwalts","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-100-08-verspaetete-einlegung-einer-nichtzulassungsbeschwerde-nach-vorangegangener-beiordnung-eines-vom-beschwerdefuehrer-auszuwaehlenden-rechtsanwalts\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;100\/08 &#8211; Versp&auml;tete Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde nach vorangegangener Beiordnung eines vom Beschwerdef&uuml;hrer auszuw&auml;hlenden Rechtsanwalts"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.2.2009, IV B 100\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Versp&auml;tete Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde nach vorangegangener Beiordnung eines vom Beschwerdef&uuml;hrer auszuw&auml;hlenden Rechtsanwalts<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Urteil vom 19. Februar 2008&nbsp;&nbsp;15 K 208\/05 hat das Finanzgericht (FG) die Klage des Kl&auml;gers und Beschwerdef&uuml;hrers (Kl&auml;ger) als unzul&auml;ssig verworfen. Das Urteil wurde dem Kl&auml;ger am 27. Februar 2008 zugestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am 5. M&auml;rz 2008 ging beim Bundesfinanzhof (BFH) ein Antrag des Kl&auml;gers ein, mit dem er begehrte, ihm Prozesskostenhilfe (PKH) f&uuml;r die Nichtzulassungsbeschwerde gegen dieses Urteil zu bewilligen. Der beschlie&szlig;ende Senat hat dem Antrag durch Beschluss vom 26. Juni 2008 stattgegeben und dem Kl&auml;ger einen zur Vertretung bereiten Rechtsanwalt oder Steuerberater seiner Wahl als Prozessbevollm&auml;chtigten beigeordnet. Der Beschluss wurde dem Kl&auml;ger am 24. Juli 2008 zugestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Schreiben vom 13. August 2008 teilte der Kl&auml;ger mit, dass er auf bisher unerwartet gro&szlig;e Schwierigkeiten sto&szlig;e, einen Steuerfachanwalt auf PKH-Mandatsbasis f&uuml;r die Anfertigung der Nichtzulassungsbeschwerde zu finden. Mit Schriftsatz vom 25. August 2008, zugegangen am 28. August 2008, teilte der Prozessbevollm&auml;chtigte mit, dass er den Kl&auml;ger vertrete.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit einem weiteren Schriftsatz vom 8. September 2008 erhob der Prozessbevollm&auml;chtigte Nichtzulassungsbeschwerde gegen das finanzgerichtliche Urteil und beantragte zugleich sowohl f&uuml;r die Vers&auml;umung der Beschwerdefrist als auch f&uuml;r die Vers&auml;umung der Begr&uuml;ndungsfrist Wiedereinsetzung in den vorigen Stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Beschwerde ist nicht fristgerecht erhoben worden. Die Beschwerdefrist endete mit Ablauf des 27. M&auml;rz 2008 (&sect; 116 Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Allerdings war der Kl&auml;ger zu dieser Zeit wegen Mittellosigkeit an der Einlegung der Beschwerde gehindert. Das Hindernis entfiel jedoch mit Zustellung des Beschlusses vom 26. Juni 2008, mit dem der Senat dem Kl&auml;ger PKH bewilligt hat, mithin am 24. Juli 2008 (Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 14. November 1990 XII ZB 141\/90, Zeitschrift f&uuml;r das gesamte Familienrecht 1991, 425; Baumbach\/Lauterbach\/Albers\/Hartmann, Zivilprozessordnung, 67. Aufl., &sect; 234 Rz 12). Daher h&auml;tte die Nichtzulassungsbeschwerde bis zum Montag, dem 25. August 2008 beim BFH eingehen m&uuml;ssen (&sect; 56 Abs. 2 Satz 3 FGO). Das ist selbst dann nicht geschehen, wenn man den am 28. August 2008 eingegangenen Schriftsatz des Prozessbevollm&auml;chtigten vom 25. August 2008 bereits als Nichtzulassungsbeschwerde ansehen wollte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Umst&auml;nde, die den Kl&auml;ger ohne Verschulden gehindert haben k&ouml;nnten, die Nichtzulassungsbeschwerde rechtzeitig durch einen Prozessbevollm&auml;chtigten einzulegen, sind nicht hinreichend dargelegt und jedenfalls nicht glaubhaft gemacht. Die blo&szlig;e Behauptung, es habe sich als schwierig erwiesen, einen geeigneten Rechtsanwalt zu finden, reicht hierzu nicht aus (vgl. Gr&auml;ber\/Stapperfend, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 62a, Rz 21, m.w.N.). Vielmehr h&auml;tte der Kl&auml;ger im Einzelnen darlegen und glaubhaft machen m&uuml;ssen, welchen Rechtsanwalt er zu welchem Zeitpunkt vergeblich gebeten hat, ihn vor dem BFH zu vertreten. Hieran fehlt es im Streitfall. Auch der Prozessbevollm&auml;chtigte hat sich hierzu nicht ge&auml;u&szlig;ert. Vielmehr hat er in seinem Schriftsatz vom 8. September 2008 darauf hingewiesen, dass er dem Kl&auml;ger bisher pers&ouml;nlich nicht begegnet sei und mangels Mitteilung einer Telefonnummer auch keinen telefonischen Kontakt mit ihm habe aufnehmen k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine Kostenentscheidung ist entbehrlich, da Gerichtskosten nach &sect; 122 Abs. 1 Nr. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO) i.V.m. &sect; 142 Abs. 1 FGO nicht erhoben werden, und eine Erstattung von Kosten an den Verfahrensgegner (&sect; 123 ZPO) nicht in Betracht kommt (&sect; 139 Abs. 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 11.2.2009, IV B 100\/08 Versp&auml;tete Einlegung einer Nichtzulassungsbeschwerde nach vorangegangener Beiordnung eines vom Beschwerdef&uuml;hrer auszuw&auml;hlenden Rechtsanwalts Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; Mit Urteil vom 19. 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