{"id":14115,"date":"2012-12-08T15:47:03","date_gmt":"2012-12-08T13:47:03","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14115"},"modified":"2012-12-08T15:47:03","modified_gmt":"2012-12-08T13:47:03","slug":"iv-b-41-08-zur-frage-der-grundsaetzlichen-bedeutung-einer-behaupteten-verfassungswidrigkeit-von-par-171-abs-3a-ao","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-41-08-zur-frage-der-grundsaetzlichen-bedeutung-einer-behaupteten-verfassungswidrigkeit-von-par-171-abs-3a-ao\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;41\/08 &#8211; Zur Frage der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer behaupteten Verfassungswidrigkeit von &sect; 171 Abs. 3a AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.4.2009, IV B 41\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Frage der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer behaupteten Verfassungswidrigkeit von &sect; 171 Abs. 3a AO<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und war deshalb zu verwerfen. Nach &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ist die Revision nur zuzulassen, wenn      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert oder      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird und vorliegt, auf dem die Entscheidung beruhen kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO m&uuml;ssen in der Begr&uuml;ndung der Beschwerde die Voraussetzungen des &sect; 115 Abs. 2 FGO dargelegt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diesen Anforderungen gen&uuml;gt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht. Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) hat weder die grunds&auml;tzliche Bedeutung noch die Erforderlichkeit einer Entscheidung des BFH zur Fortbildung des Rechts ausreichend dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Voraussetzung f&uuml;r die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung einer Rechtssache i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO ist, dass eine hinreichend bestimmte Rechtsfrage dargelegt wird, deren Kl&auml;rung im Interesse der Allgemeinheit erforderlich ist und die im konkreten Streitfall kl&auml;rungsf&auml;hig ist (vgl. u.a. Senatsbeschluss vom 6. M&auml;rz 2006 IV B 82\/04, BFH\/NV 2006, 1291; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 115 FGO Rz 52).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Kl&auml;gerin tr&auml;gt vor, &sect; 171 Abs. 3a der Abgabenordnung (AO) f&uuml;hre in einer Vielzahl von F&auml;llen zu einer Ungleichbehandlung von Finanzverwaltung und Steuerpflichtigen. Diese Ungleichbehandlung werfe zumindest die Frage auf, ob die Vorschrift mit dem Grundgesetz vereinbar sei. So werde in der Literatur die Auffassung vertreten, das Gesetz sei in diesem Punkt l&uuml;ckenhaft, weil es keine zeitliche Begrenzung mit dem Ziel des Eintritts der Rechtssicherheit vorsehe (Kruse in Tipke\/Kruse, a.a.O., &sect; 171 AO Rz 27). In allen anderen F&auml;llen sehe das Gesetz dem Vertrauensschutz und der Rechtssicherheit dienende Fristabl&auml;ufe vor, nur nicht in &sect; 171 Abs. 3a AO. Auf jeden Fall sei es erforderlich, dass der BFH Grunds&auml;tze entwickele, die dem Rechtsschutzbed&uuml;rfnis des Steuerpflichtigen Rechnung tr&uuml;gen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige, im Streitfall kl&auml;rungsf&auml;hige Rechtsfrage ergibt sich daraus nicht. In der vorliegend streitigen gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 1991 war mit Bescheid vom 19. M&auml;rz 1993 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig; f&uuml;r die Kl&auml;gerin ein Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn von 2 074 802 DM festgestellt worden. Dieser wurde in der Einspruchsentscheidung vom 25. November 2005 auf 1 491 158 DM und schlie&szlig;lich durch &Auml;nderungsbescheid vom 31. August 2007 w&auml;hrend des Klageverfahrens auf 815 443 DM herabgesetzt; die Beteiligten haben insoweit den Rechtsstreit in der Hauptsache f&uuml;r erledigt erkl&auml;rt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach &sect; 171 Abs. 3a AO l&auml;uft die Festsetzungsfrist f&uuml;r einen mit Einspruch oder Klage angefochtenen Steuerbescheid nicht ab, bevor &uuml;ber den Rechtsbehelf unanfechtbar entschieden ist. Der Beschwerdebegr&uuml;ndung lassen sich keinerlei Anhaltspunkte daf&uuml;r entnehmen, warum eine andere Auslegung der Vorschrift oder eine andere Regelung des Eintritts der Festsetzungsverj&auml;hrung zu einem f&uuml;r die Kl&auml;gerin g&uuml;nstigeren Ergebnis f&uuml;hren k&ouml;nnte. Die Einwendungen von Kruse in Tipke\/Kruse (a.a.O., &sect; 171 AO Rz 27) beziehen sich auf &sect; 171 Abs. 3a Satz 3 AO, der vorliegend ersichtlich nicht einschl&auml;gig ist. Es fehlt daher an der nach &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO erforderlichen Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Bei der Rechtsfortbildungsrevision (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;1. Alternative FGO) handelt es sich um einen speziellen Tatbestand der Grundsatzrevision. In den F&auml;llen, in denen eine Entscheidung des Revisionsgerichts der Rechtsfortbildung dient, liegt deshalb regelm&auml;&szlig;ig auch eine Frage von grunds&auml;tzlicher Bedeutung vor. Die Anforderungen an die Darlegung dieses Zulassungsgrundes stimmen daher insoweit mit denen, die an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache zu stellen sind, &uuml;berein (Senatsbeschluss vom 7. September 2006 IV B 13\/05, BFH\/NV 2007, 27; vgl. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 38).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=top>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Anforderungen sind im Streitfall aus den unter 1. dargelegten Gr&uuml;nden nicht erf&uuml;llt. Daran &auml;ndert auch die Behauptung nichts, grundlegende Urteile des BFH zu &auml;hnlich gelagerten F&auml;llen datierten aus den Jahren 1988 und 1992. Eine Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Urteil des FG und der darin zitierten (neueren) Rechtsprechung ist in der Beschwerdebegr&uuml;ndung auch nicht ansatzweise erkennbar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 24.4.2009, IV B 41\/08 Zur Frage der grunds&auml;tzlichen Bedeutung einer behaupteten Verfassungswidrigkeit von &sect; 171 Abs. 3a AO Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig und war deshalb zu verwerfen. 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