{"id":14209,"date":"2012-12-19T14:56:23","date_gmt":"2012-12-19T12:56:23","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14209"},"modified":"2012-12-19T14:56:23","modified_gmt":"2012-12-19T12:56:23","slug":"vi-r-16-07-nach-ausscheiden-des-arbeitgebers-aus-der-vbl-auf-grundlage-einer-direktzusage-des-arbeitgebers-ausgezahltes-versorgungsguthaben-als-arbeitslohn-arbeitslohncharakter-von-zukunftssicherungsl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-16-07-nach-ausscheiden-des-arbeitgebers-aus-der-vbl-auf-grundlage-einer-direktzusage-des-arbeitgebers-ausgezahltes-versorgungsguthaben-als-arbeitslohn-arbeitslohncharakter-von-zukunftssicherungsl\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;16\/07 &#8211; Nach Ausscheiden des Arbeitgebers aus der VBL auf Grundlage einer Direktzusage des Arbeitgebers ausgezahltes Versorgungsguthaben als Arbeitslohn &#8211; Arbeitslohncharakter von Zukunftssicherungsleistungen &#8211; Kein &uuml;berwiegend eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers &#8211; Verfassungsrechtlich gebotene Vermeidung einer Doppelbesteuerung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.5.2009, VI R 16\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Nach Ausscheiden des Arbeitgebers aus der VBL auf Grundlage einer Direktzusage des Arbeitgebers ausgezahltes Versorgungsguthaben als Arbeitslohn &#8211; Arbeitslohncharakter von Zukunftssicherungsleistungen &#8211; Kein &uuml;berwiegend eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers &#8211; Verfassungsrechtlich gebotene Vermeidung einer Doppelbesteuerung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die Auszahlung eines Versorgungsguthabens, das nach Ausscheiden des Arbeitgebers aus der VBL aufgrund einer Direktzusage des Arbeitgebers zur Sicherung der zugesagten Gesamtversorgung gebildet worden ist, f&uuml;hrt neben zuvor lohnversteuerten Umlagezahlungen an die VBL zu Arbeitslohn.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte zu 1. (Kl&auml;ger) wurde im Streitjahr (2001) mit seiner zwischenzeitlich verstorbenen Ehefrau zur Einkommensteuer zusammen veranlagt. Seit 1963 war der Kl&auml;ger Angestellter der A. A sagte dem Kl&auml;ger eine Zusatzversorgung zur Aufstockung der gesetzlichen Rentenversicherung zu und versicherte ihn zur Durchf&uuml;hrung dieser Zusatzversorgung bei der Versorgungsanstalt des Bundes und der L&auml;nder (VBL). Im Rahmen einer Fusion wurde die rechtlich unselbst&auml;ndige &quot;X-Anstalt&quot; der A mit Wirkung zum 1. Dezember 1998 auf die neu errichtete B &uuml;bertragen. Das Arbeitsverh&auml;ltnis des Kl&auml;gers ging auf B &uuml;ber. Die Beteiligung der A an der VBL wurde von B nicht fortgesetzt. Dies hatte zur Folge, dass die durch B von A &uuml;bernommenen Arbeitnehmer fortan beitragsfrei bei der VBL versichert waren und bei Eintritt des Versicherungsfalles statt eines Anspruchs auf eine Versorgungsrente einen Anspruch auf eine niedrigere Versicherungsrente hatten. Zum Ausgleich dieses Nachteils erteilte B den betroffenen Arbeitnehmern eine Direktzusage im Rahmen einer auf ein Kapitaldeckungsverfahren umgestellten betrieblichen Altersversorgung. Eine zudem bei der VBL entstandene Finanzierungsl&uuml;cke glich B durch sog. Gegenwertzahlungen in H&ouml;he von 68 Mio. DM aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am 1. Oktober 2000 trat der Kl&auml;ger in den Vorruhestand und erhielt seitdem neben der gesetzlichen Altersrente eine Versicherungsrente von der VBL. Dar&uuml;ber hinaus bildete B ein Versorgungsguthaben, das die dem Kl&auml;ger aus dem Ausscheiden der B aus der VBL entstandenen rentenrechtlichen Nachteile ausgleichen sollte. Dieses wurde am 31. Januar 2001 f&auml;llig und als Einmalkapital in H&ouml;he von 134 930 DM ausbezahlt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In der Einkommensteuererkl&auml;rung 2001 beantragte der Kl&auml;ger, die Einmalzahlung als Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit nach &sect; 34 des Einkommensteuergesetzes (EStG) beg&uuml;nstigt zu besteuern. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte mit Einkommensteuerbescheid 2001 vom 10. Oktober 2002 antragsgem&auml;&szlig;. Hiergegen legten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau Einspruch ein mit der Begr&uuml;ndung, das ausgezahlte Versorgungsguthaben sei nicht steuerbar. In seiner Einspruchsentscheidung vom 18. Juli 2003 vertrat das FA die Auffassung, die Einmalzahlung solle die Nachteile aus dem Ausscheiden der B aus der VBL ausgleichen und beruhe auf einer neuen Versorgungszusage der B; sie sei als Arbeitslohn f&uuml;r mehrere Kalenderjahre zu versteuern. Soweit der Kl&auml;ger ohne die beendete Beteiligung der A h&ouml;here Anspr&uuml;che gegen die VBL gehabt h&auml;tte, seien diese Anspr&uuml;che entfallen und h&auml;tten deshalb nicht auf B &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer hiergegen erhobenen Klage machten der Kl&auml;ger und seine Ehefrau im Wesentlichen geltend, die Einmalzahlung sei zu 95 %, also in H&ouml;he von 128 183,50 DM, nicht steuerbar. Statt einer monatlichen Versorgungsrente von 1 650 DM erhalte der Kl&auml;ger von der VBL nur eine Versicherungsrente in H&ouml;he von 928 DM. Sein Arbeitgeber habe sich jedoch zu einer h&ouml;heren zus&auml;tzlichen Alters- und Hinterbliebenenversorgung verpflichtet. In Erf&uuml;llung des Versorgungsversprechens habe B eine der VBL-Versorgung gleichwertige Leistung zugesagt. Bei der Einmalzahlung handele es sich deshalb um eine kapitalisierte Rentenzahlung, die &uuml;berwiegend auf einer vorgelagert besteuerten Versorgungsanwartschaft beruhe. Bei wirtschaftlicher Betrachtung seien 95 % der Einmalzahlung bereits in der Zeit bis zur Beendigung der VBL-Beteiligung als Beitr&auml;ge der A an die VBL steuerlich erfasst worden. Nur soweit die Auszahlung auf die ab Dezember 1998 erdienten Anwartschaften entfalle, fehle es an einer vorgelagerten Besteuerung. Mit Ausnahme der &quot;Zahlstelle&quot; habe sich aus Sicht des Kl&auml;gers nichts an dessen Versorgungssituation ge&auml;ndert. Den &uuml;ber die Versicherungsrente hinausgehenden Teil der erdienten Versorgungsrente zahle statt der VBL jetzt B. Die Ausgleichszahlung sei keine Gegenleistung f&uuml;r die Arbeitsleistung des Kl&auml;gers, sondern durch dessen bereits versteuerte Rentenanwartschaft veranlasst und deshalb kein Arbeitslohn.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) gab der Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2007, 682 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es beantragt, das vorinstanzliche Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) beantragen, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Bundesministerium der Finanzen ist dem Verfahren beigetreten (&sect; 122 Abs. 2 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Es vertritt die Auffassung, dass die Auszahlung des Versorgungsguthabens durch das Arbeitsverh&auml;ltnis begr&uuml;ndet und daher als steuerpflichtiger Arbeitslohn nach &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 EStG anzusehen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der angefochtenen Entscheidung und zur Abweisung der Klage (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO). Das FG hat zu Unrecht entschieden, dass das dem Kl&auml;ger ausgezahlte Versorgungsguthaben in der streitbefangenen H&ouml;he kein &#8211;nach Auffassung des FA gem&auml;&szlig; &sect; 34 EStG tarifbeg&uuml;nstigt zu besteuernder&#8211; Arbeitslohn sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit geh&ouml;ren nach &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG Geh&auml;lter, L&ouml;hne, Gratifikationen, Tantiemen und andere Bez&uuml;ge und Vorteile, die f&uuml;r eine Besch&auml;ftigung im &ouml;ffentlichen oder privaten Dienst gew&auml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Als Vorteil z&auml;hlen nach &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 EStG alle G&uuml;ter, die in Geld oder Geldeswert bestehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zum Arbeitslohn k&ouml;nnen &#8211;sofern es an einem ganz &uuml;berwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers an derartigen Aufwendungen mangelt&#8211; auch Ausgaben geh&ouml;ren, die ein Arbeitgeber leistet, um einen Arbeitnehmer oder diesem nahe stehende Personen f&uuml;r den Fall der Krankheit, des Unfalls, der Invalidit&auml;t, des Alters oder des Todes abzusichern (Zukunftssicherung, z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 11. Dezember 2008 VI R 9\/05, BFHE 224, 70, BStBl II 2009, 385). Erlangt der Arbeitnehmer aufgrund von Beitragsleistungen seines Arbeitgebers einen unmittelbaren und unentziehbaren Rechtsanspruch gegen den Versicherer bzw. die Versorgungseinrichtung, so flie&szlig;t mit der Beitragsleistung Arbeitslohn grunds&auml;tzlich unabh&auml;ngig davon zu, ob und in welcher H&ouml;he der Arbeitnehmer sp&auml;ter Versicherungsleistungen erlangt. Zur Vermeidung von Wiederholungen verweist der Senat auf die Gr&uuml;nde seines Urteils vom 7. Mai 2009 VI R 8\/07 (BFHE 225, 68).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Vorteile werden &quot;f&uuml;r&quot; eine Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt, wenn sie durch das individuelle Dienstverh&auml;ltnis des Arbeitnehmers veranlasst sind. Das ist der Fall, wenn der Vorteil mit R&uuml;cksicht auf das Dienstverh&auml;ltnis einger&auml;umt wird und sich die Leistung im weitesten Sinne als Gegenleistung f&uuml;r das Zurverf&uuml;gungstellen der individuellen Arbeitskraft des Arbeitnehmers erweist, also als Frucht der Arbeitsleistung f&uuml;r den Arbeitgeber zu betrachten ist (z.B. BFH-Urteile vom 15. November 2007 VI R 30\/04, BFH\/NV 2008, 550; vom 20. November 2008 VI R 25\/05, BFHE 223, 419, BStBl II 2009, 382, und in BFHE 224, 70, BStBl II 2009, 385).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Vorteile, die sich bei objektiver W&uuml;rdigung aller Umst&auml;nde nicht als Entlohnung, sondern lediglich als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung erweisen und demnach aus ganz &uuml;berwiegend eigenbetrieblichem Interesse gew&auml;hrt werden, sind kein Arbeitslohn (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 11. April 2006 VI R 60\/02, BFHE 212, 574, BStBl II 2006, 691, m.w.N.; vom 26. Juli 2007 VI R 64\/06, BFHE 218, 370, BStBl II 2007, 892; vom 17. Januar 2008 VI R 26\/06, BFHE 220, 266, BStBl II 2008, 378; vom 12. Februar 2009 VI R 32\/08, BFHE 224, 314, BFH\/NV 2009, 830).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So hat der erkennende Senat f&uuml;r sog. Gegenwertzahlungen bei Ausscheiden des Arbeitgebers aus der VBL entschieden, dass diese nicht &quot;f&uuml;r&quot; die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers gew&auml;hrt w&uuml;rden, denn sie k&ouml;nnten als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung angesehen werden und glichen ausschlie&szlig;lich eine Verpflichtung des Arbeitgebers aus, die er gegen&uuml;ber der VBL eingegangen sei (vgl. BFH-Urteil vom 15. Februar 2006 VI R 92\/04, BFHE 212, 445, BStBl II 2006, 528). Auch bei Sonderzahlungen des Arbeitgebers an eine Zusatzversorgungskasse im Zusammenhang mit der Schlie&szlig;ung des Umlagesystems hat der Senat angenommen, dass sie ausschlie&szlig;lich dem eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers an der Sicherstellung seiner Versorgungszusage dienten (vgl. BFH-Urteil vom 14. September 2005 VI R 32\/04, BFHE 210, 447, BStBl II 2006, 500). Gleiches hat der Senat f&uuml;r Sonderzahlungen entschieden, die ein Arbeitgeber beim Wechsel zu einer anderen umlagefinanzierten Zusatzversorgungskasse geleistet hatte (vgl. BFH-Urteil vom 14. September 2005 VI R 148\/98, BFHE 210, 443, BStBl II 2006, 532). Erst Sonderzahlungen, die nach dem 23. August 2006 geleistet werden, z&auml;hlt &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 i.V.m. &sect; 52 Abs. 35 EStG i.d.F. des Jahressteuergesetzes 2007 vom 13. Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2878) zu den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit; der Gesetzgeber geht davon aus, dass auch Schlusszahlungen in Umlageverfahren wegen der damit bewirkten Sicherung von Zukunftssicherungsleistungen im Interesse des Arbeitnehmers liegen (vgl. BRDrucks 622\/06, 74 f.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Kein Arbeitslohn liegt auch vor, wenn die Zuwendung wegen anderer Rechtsverh&auml;ltnisse oder aufgrund sonstiger, nicht auf dem Dienstverh&auml;ltnis beruhender Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gew&auml;hrt wird (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 17. Januar 2005 VI B 30\/04, BFH\/NV 2005, 884, und vom 28. Juni 2007 VI B 23\/07, BFH\/NV 2007, 1870, jeweils m.w.N.; BFH-Urteile vom 22. M&auml;rz 1985 VI R 170\/82, BFHE 143, 544, BStBl II 1985, 529; vom 24. Januar 2001 I R 100\/98, BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509; vom 19. August 2004 VI R 33\/97, BFHE 207, 230, BStBl II 2004, 1076; vom 1. Februar 2007 VI R 72\/05, BFH\/NV 2007, 898; in BFHE 223, 419, BStBl II 2009, 382). Eine Zuwendung aufgrund solcher nicht auf dem Dienstverh&auml;ltnis beruhender Beziehungen kann vorliegen, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer einen Schaden ausgleicht. Ein solcher Schadensausgleich f&uuml;hrt aber nur insoweit nicht zum Lohnzufluss, als er in H&ouml;he des zivilrechtlichen Schadensersatzanspruchs des Arbeitnehmers geleistet wird. Dar&uuml;ber hinausgehende Betr&auml;ge erf&uuml;llen demgegen&uuml;ber den Lohnbegriff (BFH-Urteile vom 20. September 1996 VI R 57\/95, BFHE 181, 298, BStBl II 1997, 144, und vom 24. Mai 2000 VI R 17\/96, BFHE 192, 293, BStBl II 2000, 584).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben h&auml;lt die W&uuml;rdigung des FG, die Auszahlung des Versorgungsguthabens f&uuml;hre in der streitbefangenen H&ouml;he nicht zu Arbeitslohn, revisionsrechtlicher Pr&uuml;fung nicht stand. Auf der Grundlage der Feststellungen des FG kann der erkennende Senat selbst entscheiden, dass die streitige Einmalzahlung einen &quot;f&uuml;r&quot; die Besch&auml;ftigung gew&auml;hrten Vorteil darstellt und damit zu Arbeitslohn f&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Einmalzahlung des Versorgungsguthabens hat beim Kl&auml;ger zu einem (zus&auml;tzlichen) Vorteil gef&uuml;hrt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Kl&auml;ger hat im Streitjahr in Gestalt der Einmalzahlung G&uuml;ter erlangt, die in Geld bestehen. Dass damit die Auszahlung des Versorgungsguthabens dem Kl&auml;ger f&uuml;r sich betrachtet einen Vorteil bringt, haben auch die Kl&auml;ger nicht bestritten. Der Umstand, dass die auf der Grundlage einer Direktzusage des Arbeitgebers geleistete Zahlung nicht f&uuml;r eine gegenw&auml;rtige, sondern f&uuml;r eine fr&uuml;here T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers erbracht worden ist, schlie&szlig;t die Annahme eines Vorteils nicht aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zuvor als Arbeitslohn behandelte Umlagezahlungen des fr&uuml;heren Arbeitgebers des Kl&auml;gers an die VBL f&uuml;hren zu keiner Minderung dieses Vorteils. Wie der Senat in seinem Urteil vom 7. Mai 2009 VI R 8\/07 (BFHE 225, 68) ausgef&uuml;hrt hat, sind Umlagezahlungen unabh&auml;ngig von sp&auml;teren Versorgungsleistungen Arbeitslohn, wenn eine aufgrund dieser Zahlungen erlangte, zun&auml;chst als Anwartschaftsrecht auf k&uuml;nftige Versorgung ausgestaltete Rechtsposition des Arbeitnehmers bei planm&auml;&szlig;igem Versicherungsverlauf zu einem Anspruch auf Versorgung (Vollrecht) f&uuml;hrt. Deshalb kommt bei einem au&szlig;erplanm&auml;&szlig;igen Wechsel des Durchf&uuml;hrungswegs der Altersversorgung keine Verrechnung von bereits als Arbeitslohn behandelten Beitr&auml;gen mit vom Arbeitnehmer sp&auml;ter erlangten Vorteilen i.S. des &sect; 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 i.V.m. &sect; 8 Abs. 1 EStG in Betracht. Bei der Vorteilsbestimmung sind auch Nachzahlungen zur Sicherung eines arbeits- oder tarifvertraglich zugesicherten Versorgungsniveaus nicht mit fr&uuml;heren Zukunftssicherungsleistungen zu saldieren, die abweichend vom planm&auml;&szlig;igen Versicherungsverlauf ganz oder teilweise nicht zu der angestrebten Versorgung gef&uuml;hrt haben. Wechselt demnach der Arbeitgeber oder an seiner Stelle ein neuer Arbeitgeber von der urspr&uuml;nglich gew&auml;hlten Zusatzversorgung &uuml;ber einen Dritten zu einer selbstfinanzierten Altersversorgung (hier Direktzusage), so f&uuml;hren die neben den urspr&uuml;nglich gezahlten Beitr&auml;gen direkt an den Arbeitnehmer entrichteten Zahlungen zur Gew&auml;hrleistung des vom Arbeitgeber zugesicherten Versorgungsniveaus grunds&auml;tzlich zu einem zus&auml;tzlichen Vorteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die Minderung des in der streitbefangenen Einmalzahlung liegenden Vorteils scheidet aber auch deshalb aus, weil ein Anspruch des Kl&auml;gers gegen die VBL in einer der arbeitsrechtlich zugesagten Zusatzversorgung entsprechenden H&ouml;he unter der Bedingung weiterer&nbsp;&nbsp;&nbsp;&#8211;lohnsteuerpflichtiger&#8211; Beitragsleistungen bis zum Eintritt des Versicherungsfalles stand. Diesem Umstand hat das FG zu Unrecht keine Bedeutung beigemessen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem der neue Arbeitgeber des Kl&auml;gers (B) die Beteiligung des alten Arbeitgebers (A) an der VBL nicht fortgesetzt hat, war der Kl&auml;ger nunmehr beitragsfrei bei der VBL weiter versichert. Beitragsfrei bei der VBL Versicherte haben bei Erf&uuml;llung der Wartezeit im Versicherungsfall keinen Anspruch auf Versorgungsrente &#8211;wie er sich (nur) bei Fortzahlung der Beitr&auml;ge ergeben h&auml;tte&#8211;, sondern einen Anspruch auf eine (niedrigere) Versicherungsrente. Hieraus ergibt sich zwar ein unterschiedliches Versorgungsniveau im Versicherungsfall; dieser Unterschied f&uuml;hrt jedoch unabh&auml;ngig davon, wie dieser zu bemessen w&auml;re, nicht zu einer Minderung der Einmalzahlung als Vorteil. Denn die durch die lohnversteuerten Umlagezahlungen der A bereits erdiente Versorgungsanwartschaft des Kl&auml;gers konnte ohne weitere Umlagezahlungen im Versicherungsfall nicht zu einem Vollrecht auf die auch von B zugesagte Zusatzversorgung erstarken. Anders als der Kl&auml;ger meint, bestand zum fraglichen Zeitpunkt noch kein gesicherter Anspruch des Kl&auml;gers auf eine Versorgungsrente. Deshalb ist das von B gebildete Versorgungsguthaben nicht lediglich als finanzielle Kompensation f&uuml;r eine bereits erlangte, infolge des Ausscheidens des Arbeitgebers aus der VBL verloren gegangene Rechtsposition anzusehen. Vielmehr tritt es wirtschaftlich an die Stelle der von B nicht bis zum Eintritt des Versicherungsfalles weitergezahlten Beitr&auml;ge. Damit scheidet auch aus, die Einmalzahlung als eine Ersatzleistung im Rahmen eines zivilrechtlichen Schadensausgleichs anzusehen, denn auch diese setzte den Entzug einer bereits vorhandenen Verm&ouml;gensposition voraus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Der mit der Auszahlung des Versorgungsguthabens erlangte Vorteil wurde auch &quot;f&uuml;r&quot; die Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt. Denn die aufgrund der Direktzusage des neuen Arbeitgebers des Kl&auml;gers geleistete Auszahlung des Versorgungsguthabens stellt sich nicht als notwendige Begleiterscheinung betriebsfunktionaler Zielsetzung dar. Auch scheidet aus, dass die streitige Leistung aufgrund sonstiger, nicht auf dem Dienstverh&auml;ltnis beruhender Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber erbracht worden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Versorgungsleistungen, wie sie der Kl&auml;ger (auch) in Gestalt des ausgezahlten Guthabens erlangt hat, liegen grunds&auml;tzlich ganz &uuml;berwiegend im Interesse des Arbeitnehmers. Eine andere Beurteilung ist auch im Streitfall nicht geboten. Insbesondere tragen hier keine Erw&auml;gungen, wie sie der erkennende Senat f&uuml;r Gegenwertzahlungen des Arbeitgebers an die VBL und andere Sonderzahlungen angestellt hat. Denn derartige Zahlungen des Arbeitgebers sind nicht individualisiert; ihr Beitrag zur Finanzierung einer einzelnen Versorgungszusage ist nicht konkret zu beziffern. Im Vordergrund stehen bei derartigen Zahlungen die finanzielle Absicherung eines einer Vielzahl von Arbeitnehmern zugesagten Versorgungsniveaus und das Einstehen des Arbeitgebers f&uuml;r mit dem Wechsel des Versorgungssystems verbundene Folgen; dem jedenfalls mittelbar vorhandenen Entlohnungscharakter kommt nur untergeordnete Bedeutung zu. Hingegen scheidet die Annahme eines &uuml;berwiegend eigenbetrieblichen Interesses des Arbeitgebers an der Finanzierung und Sicherung seiner Versorgungszusage aus, wenn der Arbeitgeber &#8211;wie hier&#8211; individualisierte Leistungen an einen konkreten Arbeitnehmer erbringt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall scheidet auch aus, dass die Einmalzahlung wegen anderer Rechtsverh&auml;ltnisse oder aufgrund sonstiger nicht auf dem Dienstverh&auml;ltnis beruhender Beziehungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber gew&auml;hrt worden ist. Wenn &#8211;wie bereits ausgef&uuml;hrt&#8211; im Versicherungsfall ein Anspruch der Arbeitnehmer gegen die VBL in einer der arbeitsrechtlich zugesagten Zusatzversorgung entsprechenden H&ouml;he nur bei weiterer lohnsteuerpflichtiger Beitragsleistung bestand, kommt eine andere Rechtsbeziehung als das Arbeitsverh&auml;ltnis f&uuml;r die Auszahlung des Versorgungsguthabens nicht in Betracht. Insbesondere ist der Veranlassungszusammenhang mit dem Arbeitsverh&auml;ltnis nicht mit der Begr&uuml;ndung zu verneinen, dass der Arbeitgeber zivilrechtlichen Schadensausgleich geleistet h&auml;tte. Denn der neue Arbeitgeber des Kl&auml;gers (B) ist seiner Versorgungszusage nur auf andere Weise als der alte Arbeitgeber (A) nachgekommen, n&auml;mlich durch eine Direktzusage anstelle einer Weiterversicherung des Kl&auml;gers bei der VBL. Dabei tritt das von B gebildete Versorgungsguthaben auch nicht teilweise an die Stelle eines bereits durch Umlagezahlungen der A erlangten Versorgungsniveaus; vielmehr tritt das Guthaben zu der durch Beitr&auml;ge der A erdienten Versorgungsanwartschaft hinzu und sichert erst auf diese Weise (erstmals) die von B zugesagte Gesamtversorgung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Schlie&szlig;lich ist f&uuml;r die Beurteilung, ob ein Vorteil &quot;f&uuml;r&quot; die Besch&auml;ftigung gew&auml;hrt worden ist, nicht von Belang, ob der Arbeitgeber den f&uuml;r den Arbeitnehmer lohn- bzw. einkommensteuerlich g&uuml;nstigsten Durchf&uuml;hrungsweg der Zukunftssicherung gew&auml;hlt hat oder seine arbeitsrechtlichen Verpflichtungen durch eine dem Arbeitnehmer steuerlich m&ouml;glicherweise nachteilige Gestaltung erf&uuml;llt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dieses Ergebnis begegnet auch keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) ist es zwar verfassungsrechtlich geboten, die Besteuerung von Vorsorgeaufwendungen f&uuml;r die Alterssicherung und die Besteuerung von Bez&uuml;gen aus dem Ergebnis der Vorsorgeaufwendungen so aufeinander abzustimmen, dass eine doppelte Besteuerung vermieden wird (BVerfG-Urteil vom 6. M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2 BvL 17\/99, BVerfGE 105, 73, 134 f., unter D.II.). Deshalb steht &#8211;ungeachtet dem Gesetzgeber einzur&auml;umender &Uuml;bergangsfristen&#8211; die vor- und nachgelagerte Besteuerung von Alterseink&uuml;nften grunds&auml;tzlich auch dann in einem Alternativverh&auml;ltnis, wenn die Altersversorgung durch Zukunftssicherungsleistungen des Arbeitgebers finanziert worden ist. Dies gilt indes nur, soweit Altersbez&uuml;ge in einem unmittelbaren Finanzierungszusammenhang mit solchen Leistungen des Arbeitgebers stehen. Bei dem im Streitfall vorliegenden Wechsel des Versorgungswegs des Arbeitgebers ist ein derartiger Zusammenhang nur jeweils innerhalb der beiden Versorgungswege gegeben. Nur soweit der Kl&auml;ger von der VBL eine Versicherungsrente bezieht, braucht deshalb dem Umstand der vorgelagerten Besteuerung der Umlagezahlungen Rechnung getragen werden. Soweit Altersbez&uuml;ge wie hier auf einer Direktzusage des Arbeitgebers beruhen, sind sie hingegen grunds&auml;tzlich in voller H&ouml;he nachgelagert zu besteuern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. Nachdem das FA auf die streitbefangene Einmalzahlung bereits die Vorschrift des &sect; 34 EStG angewandt hat, braucht der Senat nicht dar&uuml;ber zu entscheiden, ob es sich bei der Auszahlung des Versorgungsguthabens um eine Verg&uuml;tung f&uuml;r mehrj&auml;hrige T&auml;tigkeit i.S. des &sect; 34 Abs. 2 Nr. 4 EStG gehandelt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 7.5.2009, VI R 16\/07 Nach Ausscheiden des Arbeitgebers aus der VBL auf Grundlage einer Direktzusage des Arbeitgebers ausgezahltes Versorgungsguthaben als Arbeitslohn &#8211; Arbeitslohncharakter von Zukunftssicherungsleistungen &#8211; Kein &uuml;berwiegend eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers &#8211; Verfassungsrechtlich gebotene Vermeidung einer Doppelbesteuerung Leits&auml;tze Die Auszahlung eines Versorgungsguthabens, das nach Ausscheiden des Arbeitgebers aus der VBL aufgrund &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-16-07-nach-ausscheiden-des-arbeitgebers-aus-der-vbl-auf-grundlage-einer-direktzusage-des-arbeitgebers-ausgezahltes-versorgungsguthaben-als-arbeitslohn-arbeitslohncharakter-von-zukunftssicherungsl\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;R&nbsp;16\/07 &#8211; Nach Ausscheiden des Arbeitgebers aus der VBL auf Grundlage einer Direktzusage des Arbeitgebers ausgezahltes Versorgungsguthaben als Arbeitslohn &#8211; Arbeitslohncharakter von Zukunftssicherungsleistungen &#8211; Kein &uuml;berwiegend eigenbetriebliches Interesse des Arbeitgebers &#8211; Verfassungsrechtlich gebotene Vermeidung einer Doppelbesteuerung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14209","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14209","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14209"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14209\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}