{"id":14219,"date":"2012-12-20T02:51:36","date_gmt":"2012-12-20T00:51:36","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14219"},"modified":"2012-12-20T02:51:36","modified_gmt":"2012-12-20T00:51:36","slug":"v-s-10-07-begruendung-eines-befangenheitsantrags-entscheidung-bei-pauschaler-ablehnung-aller-richter-eines-senats-entscheidung-ueber-den-antrag-auf-prozesskostenhilfe-fuer-eine-offensichtlich-unzulaes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-s-10-07-begruendung-eines-befangenheitsantrags-entscheidung-bei-pauschaler-ablehnung-aller-richter-eines-senats-entscheidung-ueber-den-antrag-auf-prozesskostenhilfe-fuer-eine-offensichtlich-unzulaes\/","title":{"rendered":"V&nbsp;S&nbsp;10\/07 &#8211; Begr&uuml;ndung eines Befangenheitsantrags &#8211; Entscheidung bei pauschaler Ablehnung aller Richter eines Senats &#8211; Entscheidung &uuml;ber den Antrag auf Prozesskostenhilfe f&uuml;r eine offensichtlich unzul&auml;ssige Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Wiederholung des Antrags im Wege einer Gegenvorstellung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.8.2009, V S 10\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Begr&uuml;ndung eines Befangenheitsantrags &#8211; Entscheidung bei pauschaler Ablehnung aller Richter eines Senats &#8211; Entscheidung &uuml;ber den Antrag auf Prozesskostenhilfe f&uuml;r eine offensichtlich unzul&auml;ssige Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Wiederholung des Antrags im Wege einer Gegenvorstellung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Lehnt ein Antragsteller pauschal alle Richter des Senats, die an einer Entscheidung mitgewirkt haben, allein wegen der Mitwirkung an diesem Beschluss ab, ohne konkrete Anhaltspunkte vorzubringen, die bei vern&uuml;nftiger objektiver Betrachtung auf eine Befangenheit der Mitglieder des Spruchk&ouml;rpers deuten, darf das Gericht ausnahmsweise in seiner nach dem Gesch&auml;ftsverteilungsplan vorgesehenen Besetzung unter Mitwirkung der abgelehnten Richter entscheiden.<\/p>\n<p>2. Wird PKH f&uuml;r eine bereits eingelegte, offensichtlich unzul&auml;ssige Nichtzulassungsbeschwerde begehrt, k&ouml;nnen &#8211;abweichend von dem Grundsatz, dass &uuml;ber einen PKH-Antrag grunds&auml;tzlich vor der Hauptsache zu entscheiden ist&#8211; beide Entscheidungen aus Praktikabilit&auml;tserw&auml;gungen zeitgleich getroffen werden, ggf. nach Verbindung beider Verfahren in einem Beschluss.<\/p>\n<p>3. Ein &#8211;im Wege einer Gegenvorstellung&#8211; wiederholter Antrag auf Gew&auml;hrung von PKH ist nur zul&auml;ssig, wenn neue Tatsachen, Beweismittel oder rechtliche Gesichtspunkte vorgetragen werden, die Veranlassung zu einer f&uuml;r den Antragsteller g&uuml;nstigeren Beurteilung der Erfolgsaussichten geben k&ouml;nnten.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger, Beschwerdef&uuml;hrer und Antragsteller (Antragsteller) war Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Wirtschaftsberatungs-GmbH. Er wurde von dem Beklagten, Beschwerdegegner und Antragsgegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) durch Haftungsbescheid vom 25. Juni 1998 gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 34, 69 der Abgabenordnung wegen r&uuml;ckst&auml;ndiger Umsatzsteuer 1993 der GmbH sowie Zinsen zur Umsatzsteuer 1993 in Anspruch genommen. Das FA hob den Haftungsbescheid am 24. Juni 2004 auf.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die GmbH hatte gegen den an sie gerichteten Umsatzsteuerbescheid 1993 im Mai 1998 Klage erhoben. Durch Urteil vom 26. M&auml;rz 2003 gab das Finanzgericht (FG) der Klage der GmbH (Az. 12 K 3947\/98) teilweise statt und lie&szlig; die Revision gegen sein Urteil nicht zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &Uuml;ber zwei Jahre sp&auml;ter, am 19. August 2005, legte der Antragsteller gegen dieses Urteil Nichtzulassungsbeschwerde (V B 146\/05) ein. Er r&uuml;gte im Wesentlichen, dass er in dem finanzgerichtlichen Verfahren 12 K 3947\/98 gem&auml;&szlig; &sect; 60 Abs. 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) h&auml;tte beigeladen werden m&uuml;ssen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Am selben Tag beantragte der Antragsteller (pers&ouml;nlich), ihm Prozesskostenhilfe (PKH) unter Beiordnung der Steuerberatungsgesellschaft zu bewilligen, die die Nichtzulassungsbeschwerde V B 146\/05 f&uuml;r ihn eingelegt hatte. Zur Begr&uuml;ndung nahm er auf die beigef&uuml;gte Nichtzulassungsbeschwerde V B 146\/05 Bezug. Das Verfahren wurde beim Bundesfinanzhof (BFH) unter dem Az. V S 18\/05 (PKH) gef&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Durch Beschluss vom 2. Februar 2007 hat der Senat die Nichtzulassungsbeschwerde V B 146\/05 mangels Beschwerdebefugnis des Antragstellers als unzul&auml;ssig verworfen. Der Beschluss ist in der Entscheidungssammlung BFH\/NV 2007, 958 ver&ouml;ffentlicht. Gegen diesen Beschluss hat der Antragsteller, vertreten durch eine Steuerberatungsgesellschaft, mit Schriftsatz vom 26. Februar 2007 &quot;Geh&ouml;rsr&uuml;ge gem&auml;&szlig; &sect; 133a&quot; eingelegt, &uuml;ber die der Senat noch nicht entschieden hat (Az. V S 11\/07 (PKH)).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Durch weiteren Beschluss vom 2. Februar 2007 V S 18\/05 (PKH) hat der Senat den Antrag des Antragstellers auf Gew&auml;hrung von PKH abgelehnt. Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte der Senat aus, die beabsichtigte Rechtsverfolgung &#8211;die Nichtzulassungsbeschwerde des Antragstellers&#8211; biete keine hinreichende Aussicht auf Erfolg (&sect; 114 Satz 1 der Zivilprozessordnung &#8211;ZPO&#8211;, &sect; 142 FGO). Der Senat habe die Nichtzulassungsbeschwerde durch Beschluss vom 2. Februar 2007 als unzul&auml;ssig verworfen (V B 146\/05), weil der Antragsteller nicht an dem vorinstanzlichen Verfahren beteiligt (&sect; 57 FGO) und deshalb nicht beschwerdebefugt gewesen sei. Damit sei das Beschwerdeverfahren abgeschlossen und erfolglos geblieben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen diesen Beschluss hat der Antragsteller (pers&ouml;nlich) mit Schriftsatz vom 23. Februar 2007 &quot;Gegenvorstellung&quot; eingelegt und erneut PKH beantragt (Az. V S 10\/07).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hierzu stellt er vorab den Antrag, die Richter, die an dem Beschluss vom 2. Februar 2007 V S 18\/05 (PKH) mitgewirkt haben, wegen Besorgnis der Befangenheit gem&auml;&szlig; &sect; 51 FGO von der Mitwirkung auszuschlie&szlig;en. Hierzu f&uuml;hrt der Antragsteller u.a. aus, wenn Richter einen PKH-Antrag &quot;in offensichtlich rechtswidriger Weise, wie hier geschehen,&quot; ablehnten, so begr&uuml;nde dies den Verdacht der Befangenheit, da diese vom Finanzminister angestellt seien, also bezahlt w&uuml;rden. Der Senat habe zur Begr&uuml;ndung der Ablehnung der PKH im Beschluss vom 2. Februar 2007 V S 18\/05 (PKH) auf den am selben Tag erlassenen Beschluss &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde V B 146\/05 verwiesen. Ein solcher Verweis auf die bereits ergangene Entscheidung in der Hauptsache sei unzul&auml;ssig; die Entscheidung &uuml;ber einen PKH-Antrag m&uuml;sse vielmehr vor der Entscheidung der Hauptsache getroffen werden. Hiergegen habe der Senat versto&szlig;en. Er habe eine Willk&uuml;rentscheidung getroffen, da er durch dieses Verfahren keine, auch keine summarische Pr&uuml;fung im PKH-Verfahren vorgenommen habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Antrag auf PKH habe auch Aussicht auf Erfolg. Entgegen der Begr&uuml;ndung des Senats in seinem Beschluss in BFH\/NV 2007, 958 sei er &#8211;der Antragsteller&#8211; (doch) Beteiligter des Klageverfahrens 12 K 3947\/98 vor dem FG gewesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Daraus folge, dass der Gegenvorstellung entsprochen werden m&uuml;sse und die PKH zu bewilligen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Senat hat mit Beschluss vom 26. September 2007 V S 10\/07 (BFHE 219, 27, BStBl II 2008, 60) gem&auml;&szlig; &sect; 2 Abs. 1 des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes dem Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtsh&ouml;fe des Bundes (GmS-OGB) folgende Frage zur Entscheidung vorgelegt: &quot;Ist eine Gegenvorstellung gegen einen Beschluss &uuml;ber einen Antrag auf Prozesskostenhilfe statthaft?&quot; Das Verfahren wurde beim GmS-OGB unter dem Aktenzeichen GmS-OGB 3\/07 gef&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Vorlage hat der Senat mit R&uuml;cksicht auf den nachfolgenden Beschluss des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 25. November 2008&nbsp;&nbsp;1 BvR 848\/07 (Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 2009, 829) &#8211;nach Anh&ouml;rung der Beteiligten&#8211; mit Beschluss vom 1. Juli 2009 V S 10\/07 (Deutsches Steuerrecht 2009, 1807) zur&uuml;ckgenommen. Er hat darin seine im Vorlegungsbeschluss vertretene Ansicht aufgegeben, dass eine Gegenvorstellung (auch) gegen einen nicht in materielle Rechtskraft erwachsenden ablehnenden Beschluss &uuml;ber einen Antrag auf PKH nicht statthaft sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Gegenvorstellung des Antragstellers vom 23. Februar 2007 gegen den Beschluss des Senats vom 2. Februar 2007 V S 18\/05 (PKH) und sein erneuter Antrag auf Gew&auml;hrung von PKH werden abgelehnt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Der Senat entscheidet in seiner nach dem Gesch&auml;ftsverteilungsplan vorgesehenen Besetzung unter Mitwirkung von A und B, die der Antragsteller als befangen abgelehnt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect; 51 Abs. 1 Satz 1 FGO i.V.m. &sect; 42 ZPO findet die Ablehnung eines Richters wegen Besorgnis der Befangenheit statt, wenn ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit des Richters zu rechtfertigen. Dabei kommt es nach st&auml;ndiger Rechtsprechung darauf an, ob der betroffene Beteiligte von seinem Standpunkt aus bei vern&uuml;nftiger objektiver Betrachtung Anlass hat, die Voreingenommenheit des oder der abgelehnten Richter zu bef&uuml;rchten (vgl. z.B. BFH-Beschluss vom 11. Februar 2003 VII B 330\/02, VII S 41\/02, BFHE 201, 483, BStBl II 2003, 422; Hartmann in Baumbach\/ Lauterbach\/Albers\/Hartmann, ZPO, 67. Aufl. 2009, &sect; 42 Rz 10; Schenke in Kopp\/Schenke, Verwaltungsgerichtsordnung, Kommentar, 15. Aufl., 2007, &sect; 54 Rz 10, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Nach &sect; 51 Abs. 1 Satz 1 FGO i.V.m. &sect; 45 Abs. 1 ZPO entscheidet das Gericht, dem der Abgelehnte angeh&ouml;rt, ohne dessen Mitwirkung. Es ist allerdings anerkannt, dass abweichend vom Wortlaut des &sect; 45 Abs. 1 ZPO der Spruchk&ouml;rper ausnahmsweise in alter Besetzung unter Mitwirkung des abgelehnten Richters &uuml;ber unzul&auml;ssige Ablehnungsgesuche in bestimmten Fallgruppen entscheidet. Hierzu z&auml;hlt u.a. die Ablehnung eines ganzen Gerichts &#8211;Spruchk&ouml;rpers&#8211; (vgl. BVerfG-Beschluss vom 20. Juli 2007&nbsp;&nbsp;1 BvR 2228\/06, NJW 2007, 3771, unter II. 2. a, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>So liegt es hier. Der Antragsteller hat in seinem Schriftsatz vom 23. Februar 2007 pauschal alle Richter des Senats, die an dem Beschluss vom 2. Februar 2007 V S 18\/05 (PKH) mitgewirkt haben, allein wegen der Mitwirkung an diesem Beschluss abgelehnt, ohne konkrete Anhaltspunkte vorzubringen, die bei vern&uuml;nftiger objektiver Betrachtung auf eine Befangenheit der Mitglieder des Spruchk&ouml;rpers deuten (vgl. dazu z.B. BFH-Beschl&uuml;sse in BFHE 201, 483, BStBl II 2003, 422; vom 26. Mai 2009 X B 124\/08, Zeitschrift f&uuml;r Steuern und Recht 2009, R 682; z.B. Spindler in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 51 FGO Rz 106, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dasselbe gilt, soweit der Antragsteller ferner im Verfahren vor dem GmS-OGB 3\/07 mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 A, C und D als befangen wegen der Mitwirkung an den Beschl&uuml;ssen des Senats in den Verfahren V B 84\/05, V S 1\/06 und V S 12\/06 abgelehnt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Abgesehen davon ist der Beschluss des Senats vom 2. Februar 2007 V S 18\/05 (PKH) entgegen der Behauptung des Antragstellers nicht &quot;offensichtlich rechtswidrig&quot; oder &quot;schlicht und einfach willk&uuml;rlich&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Antrag auf PKH war vielmehr zwingend wegen fehlender Erfolgsaussichten der beabsichtigten Rechtsverfolgung (&sect; 114 Satz 1 ZPO) zur&uuml;ckzuweisen, weil der Antragsteller nicht an dem vorangegangenen Verfahren vor dem FG beteiligt (&sect; 57 FGO) und deshalb seine Nichtzulassungsbeschwerde mangels Beschwerdebefugnis offensichtlich unzul&auml;ssig war. Dass der Antragsteller im Klageverfahren der GmbH (Az. 12 K 3947\/98) zun&auml;chst (bis kurz nach Klageerhebung) noch die Rechtsstellung als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH hatte, &auml;ndert daran nichts. Nach &sect; 57 FGO sind Beteiligte am Verfahren der Kl&auml;ger, der Beklagte, der Beigeladene und die Beh&ouml;rde, die dem Verfahren beigetreten ist (&sect; 122 Abs. 2 FGO). Der Antragsteller als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der klagenden GmbH geh&ouml;rt nicht dazu, wie der Senat in seinem Beschluss &uuml;ber die Verwerfung der Nichtzulassungsbeschwerde in BFH\/NV 2007, 958 n&auml;her ausgef&uuml;hrt hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Entgegen der Ansicht des Antragstellers musste die Entscheidung &uuml;ber seinen PKH-Antrag auch nicht vor der Entscheidung &uuml;ber die von ihm eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde V B 146\/05 getroffen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar ist grunds&auml;tzlich &uuml;ber einen PKH-Antrag vor der Hauptsache zu entscheiden (vgl. BFH-Beschluss vom 9. Juli 1996 VII S 16\/95, BFH\/NV 1997, 143, unter 1. c, m.w.N.). Diese Rechtsprechung beruht im Wesentlichen auf der &Uuml;berlegung, dass ansonsten ggf. der (gro&szlig;z&uuml;gigere) Pr&uuml;fungsma&szlig;stab des &sect; 114 Satz 1 ZPO nicht eingehalten wird (vgl. dazu BVerfG-Entscheidung vom 2. M&auml;rz 2000&nbsp;&nbsp;1 BvR 2224\/98, NJW 2000, 2098; BFH-Beschluss vom 25. M&auml;rz 1986 III B 5-6\/86, BFHE 146, 223, BStBl II 1986, 526) oder der Kl&auml;ger ggf. daran gehindert ist, seine Rechte aus der Gew&auml;hrung von PKH voll wahrzunehmen (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 146, 223, BStBl II 1986, 526) und ihm ggf. das Recht auf Geh&ouml;r abgeschnitten wird (vgl. dazu BVerfG-Urteil vom 13. Juli 1992&nbsp;&nbsp;1 BvR 99\/90, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 1993, 382; BFH-Beschluss vom 27. April 2001 XI S 16\/00, BFH\/NV 2001, 1447).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Gesichtspunkte gelten aber nicht f&uuml;r die Entscheidung &uuml;ber einen PKH-Antrag f&uuml;r eine bereits eingelegte &#8212; offensichtlich unzul&auml;ssige &#8212; Nichtzulassungsbeschwerde. Vielmehr k&ouml;nnen beide Entscheidungen aus Praktikabilit&auml;tserw&auml;gungen zeitgleich &#8211;und ggf. nach Verbindung beider Verfahren in einem Beschluss&#8211; getroffen werden. Das ist st&auml;ndige gerichtliche Praxis (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 18. Januar 1996 V S 11\/95, BFH\/NV 1996, 633; vom 26. M&auml;rz 1998 XI K 5\/97, XI S 32\/97, BFH\/NV 1998, 1252; vom 29. Januar 2003 V B 230\/02, nicht ver&ouml;ffentlicht &#8211;n.v.&#8211;; vom 30. September 2004 IV S 11\/03, BFH\/NV 2005, 366; vom 27. Juni 2005 V B 83\/05, V S 6\/05 (PKH), n.v.; Beschl&uuml;sse des Bundessozialgerichts vom 28. Juli 2005 B 13 RJ 178\/05 B, Sozialrecht &#8211;SozR&#8211; 4-1500 &sect; 178a Nr. 3, NJW 2006, 860; vom 29. September 2005 B 7a AL 222\/05 B; vom 4. Mai 2006 B 7a AL 308\/05 B; vom 15. August 2007 B 8 SO 23\/07 B; vom 10. September 2007 B 8 SO 28\/07 B; vom 24. Oktober 2007 B 5a R 340\/07 B, SozR 4-1500 &sect; 73a Nr. 6; BVerfG-Beschluss vom 6. Oktober 2004&nbsp;&nbsp;1 BvR 414\/04, NJW 2005, 1567).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Eine Besorgnis der Befangenheit kann entgegen der Ansicht des Antragstellers auch nicht aus &sect; 51 Abs. 3 FGO hergeleitet werden, wonach die Besorgnis der Befangenheit nach &sect; 42 ZPO stets dann begr&uuml;ndet ist, wenn der Richter der Vertretung einer K&ouml;rperschaft angeh&ouml;rt oder angeh&ouml;rt hat, deren Interessen durch das Verfahren ber&uuml;hrt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect; 51 Abs. 3 FGO greift offensichtlich nicht ein. Denn die Besorgnis der Befangenheit kann nicht bez&uuml;glich einer ganzen Gruppe von Richtern mit &#8211;wie hier&#8211; allgemeinen Erw&auml;gungen (&quot;Bezahlung durch den Finanzminister&quot;), sondern nur hinsichtlich eines oder mehrerer individuell bestimmter Richter mit gerade aus deren individuellen Besonderheiten hergeleiteten Argumenten begr&uuml;ndet werden (vgl. BFH-Beschluss vom 7. Mai 1974 IV S 5\/74, BFHE 112, 25, BStBl II 1974, 385, unter 3.). Davon abgesehen besteht die vom Antragsteller angenommene Abh&auml;ngigkeit der Richter am BFH vom Bundesministerium der Finanzen nicht (vgl. BFH-Beschluss vom 29. Mai 2008 V S 43\/07, n.v.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Auch die Begr&uuml;ndung des weiteren Ablehnungsgesuchs im Schriftsatz vom 16. Mai 2008 vor dem GmS-OGB 3\/07, die abgelehnten Richter seien durch ihre Mitwirkung an den Beschl&uuml;ssen des Senats in den Verfahren V B 84\/05, V S 1\/06 und V S 12\/06 &quot;in exponierter Stellung schon bei der objektiven Manipulation der Rechtssache involviert&quot; gewesen und h&auml;tten &quot;wiederholt in Kenntnis der wahren Rechtssache und trotz Vorlage der Beweise gegenteilig entschieden&quot;, ist bei vern&uuml;nftiger objektiver Betrachtung nicht nachvollziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. In der Sache haben die Gegenvorstellung des Antragstellers vom 23. Februar 2007 gegen den Beschluss des Senats vom 2. Februar 2007 V S 18\/05 (PKH) und sein erneuter Antrag auf Gew&auml;hrung von PKH keinen Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wie der Senat im Beschluss vom 1. Juli 2009 V S 10\/07 (BFHE 225, 310) n&auml;her dargelegt hat, d&uuml;rften die Ausf&uuml;hrungen des BVerfG in NJW 2009, 829, unter B. I. 1. b bb (2) der Gr&uuml;nde (Rz 39) dahingehend zu verstehen sein, dass es ausgeschlossen ist, gesetzlich geregelte Bindungen des Gerichts an seine eigenen Entscheidungen, wie sie sich insbesondere aus der Rechtskraft der Entscheidung auch zu Gunsten des anderen Verfahrensbeteiligten ergeben, ohne gegenl&auml;ufige gesetzliche Grundlage mit Hilfe einer Gegenvorstellung zu &uuml;bergehen (ebenso Neumann, jurisPR-BVerwG 9\/2009 Anm. 4, unter D.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anderes d&uuml;rfte dagegen gelten &#8211;so versteht der Senat die Ausf&uuml;hrungen des BVerfG in NJW 2009, 829, unter B. I. 1. b bb (1) (a) der Gr&uuml;nde (Rz 36)&#8211;, wenn das Fachgericht nach der ma&szlig;gebenden gesetzlichen Regelung zu einer Ab&auml;nderung seiner vorangegangenen Entscheidung befugt ist und ihm die Gegenvorstellung Anlass zu einer dahingehenden Pr&uuml;fung gibt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zwar erlangt ein Beschluss, mit dem die Gew&auml;hrung von PKH versagt wird, im Falle seiner Unanfechtbarkeit keine materielle Rechtskraft (vgl. Beschluss des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 3. M&auml;rz 2004 IV ZB 43\/03, NJW 2004, 1805, Zeitschrift f&uuml;r das gesamte Familienrecht &#8211;FamRZ&#8211; 2004, 940; vom 10. M&auml;rz 2005 XII ZB 19\/04, NJW 2005, 1498, FamRZ 2005, 788; Z&ouml;ller\/ Philippi, ZPO, Kommentar, 27. Aufl., 2009, &sect; 117 Rz 6; Hartmann in Baumbach\/Lauterbach\/Albers\/Hartmann, a.a.O., &sect; 127 Rz 102). Deshalb kann ein Antrag auf PKH grunds&auml;tzlich wiederholt werden (vgl. z.B. BGH-Beschl&uuml;sse in NJW 2004, 1805, FamRZ 2004, 940; in NJW 2005, 1498, FamRZ 2005, 788; BFH-Beschl&uuml;sse vom 15. M&auml;rz 2006 VI S 2\/06 (PKH), BFH\/NV 2006, 1097, m.w.N.; vom 4. April 2008 IX S 6\/08 (PKH), n.v.; Z&ouml;ller\/Philippi, a.a.O., &sect; 127 Rz 43).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH ist ein wiederholter Antrag auf Gew&auml;hrung von PKH aber nur zul&auml;ssig, wenn neue Tatsachen, Beweismittel oder rechtliche Gesichtspunkte vorgetragen werden, die Veranlassung zu einer f&uuml;r den Antragsteller g&uuml;nstigeren Beurteilung der Erfolgsaussichten geben k&ouml;nnten (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 6. Dezember 1989 II B 17\/89, BFH\/NV 1990, 797; vom 4. Dezember 1990 VII B 56\/90, BFH\/NV 1991, 474; vom 20. Oktober 1995 IX S 4\/95, BFH\/NV 1996, 256; vom 4. April 2008 IX S 6\/08 (PKH), n.v.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Voraussetzung erf&uuml;llt die Gegenvorstellung des Antragstellers vom 23. Februar 2007 nicht. Vielmehr vertritt der Antragsteller darin &#8211;nach wie vor&#8211; im Wesentlichen die Auffassung, entgegen der Begr&uuml;ndung des Senats in seinem Beschluss in BFH\/NV 2007, 958 sei er (doch) zur Einlegung der Nichtzulassungsbeschwerde V B 146\/05 gegen das gegen die GmbH ergangene Urteil des FG vom 26. M&auml;rz 2003 12 K 3947\/98 befugt gewesen, weil er zu Beginn des Klageverfahrens als damaliger Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH Beteiligter des Verfahrens vor dem FG gewesen sei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass diese Auffassung unzutreffend ist, hat der Senat in seinem Beschluss in BFH\/NV 2007, 958 im Einzelnen dargelegt. Die dagegen erhobenen Einwendungen des Antragsstellers vom 23. Februar 2007 rechtfertigen keine andere Beurteilung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Dem Antrag des Antragstellers im Schriftsatz vom 13. Juli 2009, &quot;die Vorlage der vollst&auml;ndigen Akten der Beh&ouml;rde anzuordnen und nach Erhalt selbiger Akteneinsicht gem&auml;&szlig; &sect; 78 FGO &#8230;&quot; zu gew&auml;hren, war nicht stattzugeben. Denn die beantragte Akteneinsicht ist unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt geeignet, der Rechtsschutzgew&auml;hrung des Antragstellers im vorliegenden Verfahren zu dienen (vgl. dazu z.B. BFH-Beschluss vom 14. Juni 2007 VIII B 201\/06, BFH\/NV 2007, 1804, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 25.8.2009, V S 10\/07 Begr&uuml;ndung eines Befangenheitsantrags &#8211; Entscheidung bei pauschaler Ablehnung aller Richter eines Senats &#8211; Entscheidung &uuml;ber den Antrag auf Prozesskostenhilfe f&uuml;r eine offensichtlich unzul&auml;ssige Nichtzulassungsbeschwerde &#8211; Wiederholung des Antrags im Wege einer Gegenvorstellung Leits&auml;tze 1. 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