{"id":14263,"date":"2012-12-20T06:29:33","date_gmt":"2012-12-20T04:29:33","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14262"},"modified":"2012-12-20T06:29:33","modified_gmt":"2012-12-20T04:29:33","slug":"xi-r-64-07-hemmung-der-verjaehrung-ermittlungshandlungen-im-rahmen-der-aussenpruefung-aktenstudium-als-pruefungsbeginn-erstellung-des-pruefungsberichts-zweck-des-par-171-abs-4-satz-3-ao-verzicht-auf-d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-64-07-hemmung-der-verjaehrung-ermittlungshandlungen-im-rahmen-der-aussenpruefung-aktenstudium-als-pruefungsbeginn-erstellung-des-pruefungsberichts-zweck-des-par-171-abs-4-satz-3-ao-verzicht-auf-d\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;64\/07 &#8211; Hemmung der Verj&auml;hrung &#8211; Ermittlungshandlungen im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung &#8211; Aktenstudium als Pr&uuml;fungsbeginn &#8211; Erstellung des Pr&uuml;fungsberichts &#8211; Zweck des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO &#8211; Verzicht auf die Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.7.2009, XI R 64\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Hemmung der Verj&auml;hrung &#8211; Ermittlungshandlungen im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung &#8211; Aktenstudium als Pr&uuml;fungsbeginn &#8211; Erstellung des Pr&uuml;fungsberichts &#8211; Zweck des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO &#8211; Verzicht auf die Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Zusammenstellung des Pr&uuml;fungsergebnisses einer Au&szlig;enpr&uuml;fung in einem Betriebspr&uuml;fungsbericht stellt keine &#8211;den Ablauf der Festsetzungsfrist hinausschiebende&#8211; letzte Ermittlungshandlung im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung nach &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO dar.<\/p>\n<p>2. Reicht der Steuerpflichtige nach Zusendung des Betriebspr&uuml;fungsberichts eine &#8211;ausdr&uuml;cklich vorbehaltene&#8211; Stellungnahme und Unterlagen ein, die zu einem Wiedereintritt in Ermittlungshandlungen f&uuml;hren, erfolgen diese noch im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob die im Anschluss an eine Betriebspr&uuml;fung erlassenen Umsatzsteuer-&Auml;nderungsbescheide 1984 bis 1987 vom 4. Dezember 1998 und vom 15. Februar 2000 wegen Eintritts der Festsetzungsverj&auml;hrung rechtswidrig sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) betrieb von seinem Wohnsitz aus ein Einzelunternehmen (Finanzberatung und Grundst&uuml;ckshandel). Daneben hielt er zahlreiche Beteiligungen an Kapital- und Personengesellschaften (Konzerngesellschaften), die ihren Sitz jeweils in X hatten. Aufgrund einer Zust&auml;ndigkeitsvereinbarung war der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) auch f&uuml;r die Besteuerung des Einzelunternehmens (Konzernspitze) zust&auml;ndig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nachdem der Kl&auml;ger die Umsatzsteuererkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre abgegeben hatte (f&uuml;r 1984 im Februar 1986, f&uuml;r 1985 im M&auml;rz 1987, f&uuml;r 1986 im Juli 1987 und f&uuml;r 1987 im M&auml;rz 1989), ordnete das FA f&uuml;r Gro&szlig;betriebspr&uuml;fung mit Verf&uuml;gung vom 23. November 1989 eine Betriebspr&uuml;fung an, die auch die Umsatzsteuer der Streitjahre betraf. Als Pr&uuml;fungstermin war der 4. Dezember 1989 angegeben. Mit Schreiben vom 28. November 1989 beantragte der damalige steuerliche Berater des Kl&auml;gers die Verlegung des Pr&uuml;fungsbeginns auf den 8. Januar 1990. Eine schriftliche Bescheidung dieses Verlegungsantrags konnte nicht festgestellt werden. Auf dem Verf&uuml;gungsteil der Betriebspr&uuml;fungsanordnung ist mit rotem Kugelschreiber vermerkt &quot;Antrag 8.1.90&quot;. Dem Verlegungsantrag nachgeheftet befindet sich der Hinweis auf den Eingang der Steuererkl&auml;rungen f&uuml;r 1984 und 1985. Das Eingangsdatum der Steuererkl&auml;rung f&uuml;r 1984 ist mit dem 25. Februar 1986 angegeben und rot unterstrichen. Dar&uuml;ber hinaus ist durch den Pr&uuml;fer festgehalten: &quot;damit zum 31.12.1989 f&uuml;r 1984 keine Verj&auml;hrung!&quot;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Als Pr&uuml;fungsbeginn ist auf dem Laufzettel zur Betriebspr&uuml;fung sowie im Betriebspr&uuml;fungsbericht der 19. Dezember 1990 angegeben. Dem Laufzettel ist ferner zu entnehmen, dass die Pr&uuml;fung am 20. und 27. Dezember 1990 fortgesetzt wurde und welche Bilanzpositionen und Konten an diesen Tagen gepr&uuml;ft wurden. F&uuml;r das erste Halbjahr 1991 finden sich in den noch vorhandenen Betriebspr&uuml;fungsakten (Bd. III und IV sind nicht mehr aufzufinden) keine Feststellungen. Unter dem 16. September 1991, dem 15. Mai und dem 24. September 1992 wurden die Pr&uuml;fungsfeststellungen zusammengefasst und noch vorzulegende Unterlagen bzw. zu erteilende Ausk&uuml;nfte aufgelistet. Der Betriebspr&uuml;fungsbericht wurde am 13. Januar 1994 vom Pr&uuml;fer fertiggestellt, am 21. Januar 1994 vom Sachgebietsleiter abgezeichnet und auf den 28. Januar 1994 datiert. Laut Tz 5 des Betriebspr&uuml;fungsberichts fand eine Schlussbesprechung nicht statt, weil die Berichtsfirma darauf verzichtet hatte. Sie behielt sich jedoch vor, im Rahmen der Stellungnahme weitere Unterlagen vorzulegen und entsprechende Einw&auml;nde gegen die Feststellungen vorzutragen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf der Grundlage der Pr&uuml;fungsfeststellungen erlie&szlig; das FA am 4. Dezember 1998 ge&auml;nderte Umsatzsteuerbescheide, gegen die der Kl&auml;ger Einspruch einlegte. Den Einspr&uuml;chen half das FA mit den &Auml;nderungsbescheiden vom 15. Februar 2000 teilweise ab, im &Uuml;brigen wurden sie durch die Einspruchsentscheidung vom 20. M&auml;rz 2000 als unbegr&uuml;ndet abgewiesen. Die dagegen eingelegte und auf Festsetzungsverj&auml;hrung gest&uuml;tzte Klage wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab. Das Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 505 ver&ouml;ffentlicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Klageabweisung begr&uuml;ndete das FG damit, dass der Ablauf der regelm&auml;&szlig;igen Festsetzungsfrist wegen antragsgem&auml;&szlig;er Verschiebung des Pr&uuml;fungsbeginns in 1989 und daneben wegen der Aufnahme konkreter &#8211;und nicht f&uuml;r die Dauer von mehr als sechs Monaten unterbrochener&#8211; Pr&uuml;fungshandlungen im Dezember 1990 gem&auml;&szlig; &sect; 171 Abs. 4 Satz 1 und 2 der Abgabenordnung (AO) gehemmt worden sei. Dies ergebe sich zur &Uuml;berzeugung des Senats aus dem Inhalt des vom Betriebspr&uuml;fer vorgelegten Terminkalenders sowie den Aussagen des Betriebspr&uuml;fers und des ehemaligen Steuerberaters, die vom Berichterstatter als Zeugen vernommenen worden waren. Ob in der schriftlichen Stellungnahme des Pr&uuml;fers auf die Einwendungen des Kl&auml;gers und die nachgereichten Unterlagen im Jahre 1996 eine Ermittlungshandlung zu sehen sei, k&ouml;nne offenbleiben. Denn die f&uuml;r &Auml;nderungsbescheide nach einer Au&szlig;enpr&uuml;fung geltende Frist des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO sei noch nicht verstrichen, weil in der Zusammenstellung der Pr&uuml;fungsfeststellungen vom Januar 1994 eine letzte Ermittlungshandlung zu sehen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der &#8211;vom Bundesfinanzhof (BFH) zugelassenen&#8211; Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen und formellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Begr&uuml;ndung tr&auml;gt er im Wesentlichen vor:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG habe &sect; 171 Abs. 4 Satz 2 AO unzutreffend ausgelegt. Es gehe davon aus, dass das Studium von Akten durch einen Betriebspr&uuml;fer nur dann als Beginn einer Au&szlig;enpr&uuml;fung anzusehen sei, wenn dieses Aktenstudium &quot;am Ort&quot; der Au&szlig;enpr&uuml;fung erfolge. F&uuml;r die Frage des Pr&uuml;fungsbeginns k&ouml;nne es keinen Unterschied machen, ob Akten im FA oder beim Steuerpflichtigen studiert w&uuml;rden. Aus der allgemeinen Lebenserfahrung, der Aussage des Pr&uuml;fers im Rahmen der Beweisaufnahme sowie dessen Terminkalender mit der Eintragung &quot;&#8230; Finanzberatung 19., 20.12.1989&quot; ergebe sich, dass mit dem Aktenstudium und daher auch mit der Betriebspr&uuml;fung noch in 1989 begonnen worden sei. Da die Pr&uuml;fung erst am 19. Dezember 1990 &#8211;also mehr als sechs Monate sp&auml;ter&#8211; wieder aufgenommen worden sei, scheide eine Ablaufhemmung aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dar&uuml;ber hinaus habe das FG auch &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO unzutreffend ausgelegt. Der Pr&uuml;fungsbericht setzte Ermittlungshandlungen voraus, stelle aber keine Ermittlungshandlung im Sinne dieser Norm dar. Da der Pr&uuml;fer die letzten Ermittlungshandlungen im Jahr 1991 vorgenommen habe, sei bereits mit Ablauf des 31. Dezember 1995 Festsetzungsverj&auml;hrung eingetreten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG habe gegen den Untersuchungsgrundsatz versto&szlig;en, weil nicht &#8211;wie im Tatbestand des Urteils des FG erw&auml;hnt wird&#8211; der Senat die Beweiserhebung angeordnet habe, sondern der Berichterstatter. Bei Anordnung durch den Vorsitzenden k&ouml;nne nicht ausgeschlossen werden, dass auch &uuml;ber konkrete Pr&uuml;fungshandlungen im Jahr 1989 Beweis erhoben und ein Pr&uuml;fungsbeginn im Jahr 1989 bejaht worden w&auml;re. Au&szlig;erdem h&auml;tten wegen Verletzung des Steuergeheimnisses etwaige Pr&uuml;fungshandlungen nicht auf der Grundlage des pers&ouml;nlichen Terminkalenders des Pr&uuml;fers festgestellt werden d&uuml;rfen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, das Urteil des FG sowie die ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheide f&uuml;r 1984 bis 1987 vom 4. Dezember 1998 und vom 15. Februar 2000 in Gestalt der Einspruchsentscheidung aufzuheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Begr&uuml;ndung f&uuml;hrt das FA im Wesentlichen aus:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Stellungnahme des Pr&uuml;fers vom 16. Januar 1996 habe die &Uuml;berpr&uuml;fung von Besteuerungsgrundlagen betroffen und sei daher als eine Ermittlungshandlung i.S. von &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO anzusehen. Diese Ermittlungshandlung sei noch im Rahmen der Betriebspr&uuml;fung erfolgt. Der Kl&auml;ger habe sich laut Tz 5 des Betriebspr&uuml;fungsberichts ausdr&uuml;cklich vorbehalten, nach Zusendung des Betriebspr&uuml;fungsberichts weitere Unterlagen vorzulegen und dies am 12. August 1994 auch getan. Die Betriebspr&uuml;fung habe daher bis zum Abschluss der dadurch erforderlichen Pr&uuml;fungst&auml;tigkeit fortgedauert. Ein Schutzbed&uuml;rfnis des Kl&auml;gers bestehe im Streitfall nicht, da er bis zur Erstellung des Pr&uuml;fungsberichts seinen Mitwirkungspflichten im Wesentlichen nicht nachgekommen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen sei die Sache nicht spruchreif. Es fehlten Feststellungen des FG dazu, ob etwaige, nach dem 24. September 1992 erteilte Ausk&uuml;nfte bzw. vorgelegte Unterlagen noch im Zuge der Abfassung des Betriebspr&uuml;fungsberichts gepr&uuml;ft und steuerlich gew&uuml;rdigt worden seien. Dann sei dies als letzte Ermittlungshandlung anzusehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Feststellungen des FG erlauben keine abschlie&szlig;ende Entscheidung dar&uuml;ber, wann letzte Ermittlungen i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO vorgenommen wurden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise entschieden, dass im Dezember 1990 mit der Betriebspr&uuml;fung begonnen wurde und es im Anschluss hieran zu keiner mehr als sechsmonatigen Unterbrechung kam. Entgegen der Auffassung des FG ist die Zusammenstellung des Pr&uuml;fungsergebnisses einer Au&szlig;enpr&uuml;fung in einem Betriebspr&uuml;fungsbericht keine &#8211;den Ablauf der Festsetzungsfrist hinausschiebende&#8211; letzte Ermittlung im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung. Die Sache ist jedoch nicht spruchreif, weil noch zu kl&auml;ren ist, ob &#8211;wie das FA bereits im Klageverfahren vorgetragen hat&#8211; der Kl&auml;ger unter dem 12. August 1994 eine Stellungnahme zum Betriebspr&uuml;fungsbericht gegen&uuml;ber dem FA f&uuml;r Gro&szlig;betriebspr&uuml;fung abgegeben und der Betriebspr&uuml;fer daraufhin weitere Ermittlungen durchgef&uuml;hrt hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Eine Steuerfestsetzung sowie ihre Aufhebung oder &Auml;nderung sind nicht mehr zul&auml;ssig, wenn die Festsetzungsfrist abgelaufen ist (&sect; 169 Abs. 1 Satz 1 AO). Die &#8211;im Streitfall einschl&auml;gige&#8211; regelm&auml;&szlig;ige Festsetzungsfrist von vier Jahren (&sect; 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 AO) begann, da der Kl&auml;ger j&auml;hrliche Umsatzsteuererkl&auml;rungen abzugeben hatte (&sect; 18 Abs. 3 des Umsatzsteuergesetzes 1980), gem&auml;&szlig; &sect; 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem diese Steuererkl&auml;rungen eingereicht wurden. Nach zutreffender Ansicht des FG endete daher die Festsetzungsfrist f&uuml;r das &auml;lteste Streitjahr mit Ablauf des 31. Dezember 1990.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Im Streitfall kann offenbleiben, ob &#8211;wie das FG entschieden hat&#8211; eine Hemmung der Festsetzungsfrist eintrat, weil der Beginn der Betriebspr&uuml;fung auf Antrag des Kl&auml;gers hinausgeschoben wurde. Denn die Festsetzungsverj&auml;hrung wurde jedenfalls deshalb gehemmt, weil der Pr&uuml;fer im Dezember 1990 mit der Betriebspr&uuml;fung begonnen hatte und es im Anschluss hieran zu keiner mehr als sechsmonatigen Unterbrechung kam.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Wird vor Ablauf der Festsetzungsfrist mit einer Au&szlig;enpr&uuml;fung begonnen, so l&auml;uft die Festsetzungsfrist f&uuml;r die Steuern, auf die sich die Au&szlig;enpr&uuml;fung erstreckt oder im Falle der Hinausschiebung der Au&szlig;enpr&uuml;fung erstrecken sollte, nicht ab, bevor die aufgrund der Au&szlig;enpr&uuml;fung zu erlassenden Steuerbescheide unanfechtbar geworden sind (&sect; 171 Abs. 4 Satz 1 AO). Das gilt nach Satz 2 dieser Vorschrift jedoch dann nicht, wenn eine Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn f&uuml;r die Dauer von mehr als sechs Monaten aus Gr&uuml;nden unterbrochen wird, die die Finanzbeh&ouml;rde zu vertreten hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung ist f&uuml;r eine Ablaufhemmung durch den Beginn einer Au&szlig;enpr&uuml;fung erforderlich, dass eine f&ouml;rmliche Pr&uuml;fungsanordnung erlassen wurde und &#8211;wenn auch nur stichprobenweise&#8211; tats&auml;chlich Pr&uuml;fungshandlungen f&uuml;r die in der Pr&uuml;fungsanordnung genannten Steuerarten und Besteuerungszeitr&auml;ume vorgenommen wurden (vgl. BFH-Urteil vom 24. April 2003 VII R 3\/02, BFHE 202, 32, BStBl II 2003, 739, unter II.4.a, m.w.N.). Ob eine Au&szlig;enpr&uuml;fung unmittelbar nach ihrem Beginn unterbrochen wurde, ist grunds&auml;tzlich nach den Verh&auml;ltnissen im Einzelfall zu beurteilen, wobei neben dem zeitlichen Umfang der bereits durchgef&uuml;hrten Pr&uuml;fungsma&szlig;nahmen alle Umst&auml;nde hinzuzuziehen sind, die Aufschluss &uuml;ber die Gewichtigkeit der Pr&uuml;fungshandlungen vor der Unterbrechung geben (vgl. BFH-Urteil in BFHE 202, 32, BStBl II 2003, 739, unter II.4.c).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Das FG hat in revisionsrechtlich nicht zu beanstandender Weise entschieden, dass im Dezember 1990 mit der Au&szlig;enpr&uuml;fung begonnen wurde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Die Pr&uuml;fungsanordnung vom 23. November 1989 betrifft die Umsatzsteuer der Streitjahre und das FG hat aufgrund der Aussage des als Zeugen vernommenen Pr&uuml;fers sowie der Auswertung von dessen Terminkalender die &Uuml;berzeugung gewonnen, dass dieser zahlreiche Pr&uuml;fungshandlungen im Dezember 1990 vorgenommen habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Revisionsgericht kann die Beweisw&uuml;rdigung eines FG nur daraufhin &uuml;berpr&uuml;fen, ob Verst&ouml;&szlig;e gegen die Verfahrensordnung, gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze vorgekommen sind (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 118 Rz 30, m.w.N.). Derartige Verst&ouml;&szlig;e sind weder geltend gemacht worden noch ersichtlich. Das FG hat die Aussage des Betriebspr&uuml;fers umfassend gew&uuml;rdigt. Dabei hat es auch nicht gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze versto&szlig;en. Auf der Grundlage dieser Zeugenaussage, den Eintragungen des Zeugen im Laufzettel sowie der Auswertung des vom Zeugen vorgelegten Terminkalenders war es nahe liegend, einen Beginn der Au&szlig;enpr&uuml;fung im Dezember 1990 zu bejahen. Hieran ist das Revisionsgericht gebunden (&sect; 118 Abs. 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Eine widerspr&uuml;chliche Beweisw&uuml;rdigung des FG folgt nicht daraus, dass nach der protokollierten Aussage des Pr&uuml;fers auch Pr&uuml;fungshandlungen in 1989 stattgefunden haben. Aus dem Gesamtzusammenhang der Zeugenaussage ergibt sich vielmehr, dass die Angabe des Datums (19. und 20. Dezember 1989) offensichtlich auf einem Versprecher des Pr&uuml;fers oder auf einem &Uuml;bertragungsfehler der Gesch&auml;ftsstelle beruht. Dass der Pr&uuml;fer den 19. und 20. Dezember 1990 meinte, wird dadurch evident, dass er im Laufe seiner Aussage mehrfach den 19. Dezember 1990 als den ma&szlig;geblichen Zeitpunkt genannt hat (Seite 6 erster und zweiter Absatz, Seite 7 zweiter Absatz und drittletzte Zeile des Protokolls &uuml;ber die Zeugenvernehmung). Au&szlig;erdem ist aus dem vom Pr&uuml;fer vorgelegten und in den Gerichtsakten befindlichen Terminkalendern ersichtlich, dass die Eintragungen &quot;&#8230; Finanzberatung&quot; bzw. &quot;Bp &#8230;&quot; nur im Terminkalender 1990 unter dem 19., 20. und 27. Dezember vorgenommen wurden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Ein auf die Verletzung des Steuergeheimnisses gest&uuml;tztes Verwertungsverbot hinsichtlich der Angaben aus dem pers&ouml;nlichen Terminkalender des Pr&uuml;fers hat das FG zu Recht abgelehnt. Aus dem Terminkalender ergeben sich zwar auch die Namen von anderen Steuerpflichtigen, die der Pr&uuml;fer in den Jahren 1989 bis 1992 gepr&uuml;ft hat. Die Offenbarung dieser vom Steuergeheimnis gesch&uuml;tzten steuerlichen Verh&auml;ltnisse im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens ist jedoch in &sect; 30 Abs. 4 Nr. 1 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 Buchst. a AO ausdr&uuml;cklich gestattet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                dd) Ohne Erfolg r&uuml;gt der Kl&auml;ger zur Begr&uuml;ndung einer Verletzung des &sect; 171 Abs. 4 Satz 2 AO, mit der Betriebspr&uuml;fung sei &#8211;durch intensive Pr&uuml;fungshandlungen&#8211; wahrscheinlich schon am 23. November 1989 begonnen worden. Abgesehen davon, dass das FG f&uuml;r ein konkretes Aktenstudium am 23. November 1989 keinerlei Tatsachen festgestellt hat, geh&ouml;rt ein Aktenstudium, das vor dem in der Betriebspr&uuml;fungsanordnung genannten Termin des Beginns der Pr&uuml;fung durchgef&uuml;hrt wurde, noch zu den Pr&uuml;fungsvorbereitungen. Soweit der BFH das Aktenstudium als Pr&uuml;fungsbeginn hat ausreichen lassen (vgl. BFH-Urteil vom 7. August 1980 II R 119\/77, BFHE 131, 437, BStBl II 1981, 409), lag das Aktenstudium nicht vor dem Termin, der in der Pr&uuml;fungsanordnung als Pr&uuml;fungsbeginn genannt war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Revisionsrechtlich ist auch nicht zu beanstanden, dass das FG im Rahmen der Beweisw&uuml;rdigung zu dem Ergebnis gekommen ist, eine mehr als sechsmonatige Unterbrechung der im Dezember 1990 begonnenen Au&szlig;enpr&uuml;fung habe nicht stattgefunden. Das FG hat die Aussagen des Pr&uuml;fers und des vormaligen Steuerberaters des Kl&auml;gers umfassend und widerspruchsfrei gew&uuml;rdigt. Auf der Grundlage dieser Zeugenaussagen sowie der Eintragungen im pers&ouml;nlichen Terminkalender des Pr&uuml;fers (insbesondere &quot;&sect; 82i der Einkommensteuer-Durchf&uuml;hrungsverordnung&quot; am 23. Mai 1991) war es nicht nur m&ouml;glich, sondern nahezu zwingend, im ersten Halbjahr 1991 tats&auml;chliche Ermittlungen zu bejahen. Hieran ist das Revisionsgericht gebunden (&sect; 118 Abs. 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Zusammenfassung der Pr&uuml;fungsergebnisse im Betriebspr&uuml;fungsbericht vom 28. Januar 1994 stellt entgegen der Auffassung des FG keine den Ablauf der Festsetzungsfrist hinausschiebende Ermittlungsma&szlig;nahme i.S. des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO dar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach dieser Vorschrift endet die aufgrund einer Au&szlig;enpr&uuml;fung gehemmte Festsetzungsfrist sp&auml;testens, wenn seit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die Schlussbesprechung stattgefunden hat, oder, wenn sie unterblieben ist, seit Ablauf des Kalenderjahres, in dem die letzten Ermittlungen im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung stattgefunden haben, die in &sect; 169 Abs. 2 AO genannten Fristen verstrichen sind. Im Streitfall fand eine Schlussbesprechung nicht statt. Wie das Tatbestandsmerkmal &quot;Ermittlungen&quot; i.S. von &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO auszulegen ist, wurde h&ouml;chstrichterlich noch nicht entschieden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Auslegung dieser Norm f&uuml;hrt zu dem Ergebnis, dass die Erstellung eines Betriebspr&uuml;fungsberichts nicht als &quot;Ermittlung&quot; angesehen werden kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Die AO verwendet das Substantiv &quot;Ermittlung&quot; bzw. das Verb &quot;ermitteln&quot; in mehreren Normen. Nach &sect; 88 Abs. 1 Satz 1 und 2 AO ermittelt die Finanzbeh&ouml;rde den Sachverhalt von Amts wegen, wobei sie Art und Umfang der Ermittlungen bestimmt. W&auml;hrend Einzelermittlungen der Finanzverwaltung auf &sect;&sect; 93 ff. AO beruhen, regeln die &sect;&sect; 193 ff. AO Ermittlungen von besonderem Umfang und besonderer Intensit&auml;t im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung (vgl. BFH-Urteil vom 5. April 1984 IV R 244\/83, BFHE 140, 518, BStBl II 1984, 790, unter 2.a der Gr&uuml;nde). Die Au&szlig;enpr&uuml;fung dient der Ermittlung der steuerlichen Verh&auml;ltnisse des Steuerpflichtigen (&sect; 194 Abs. 1 Satz 1 AO). Als (allgemeine) Ermittlungsma&szlig;nahmen bezeichnet die AO in &sect;&sect; 93 ff. die Einholung von Ausk&uuml;nften der Beteiligten und anderer Personen, die Vorlage von Urkunden (B&uuml;chern, Aufzeichnungen, Gesch&auml;ftspapieren und anderen Urkunden) sowie die Einnahme des Augenscheins. &sect; 200 Abs. 1 Satz 2 AO regelt die Mitwirkungspflichten des Steuerpflichtigen &#8211;und damit spiegelbildlich die Rechte des Au&szlig;enpr&uuml;fers (Tipke in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 200 AO Rz 1)&#8211; dahingehend, dass er insbesondere Ausk&uuml;nfte zu erteilen sowie Aufzeichnungen, B&uuml;cher, Gesch&auml;ftspapiere und andere Urkunden zur Einsicht und Pr&uuml;fung vorzulegen und Erl&auml;uterungen zu geben hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Aus diesen gesetzlichen Regelungen folgt, dass unter &quot;Ermittlungen&quot; diejenigen Ma&szlig;nahmen eines Betriebspr&uuml;fers fallen, die auf eine umfassende &Uuml;berpr&uuml;fung der Besteuerungsgrundlagen gerichtet sind (vgl. BFH-Urteil vom 6. Juli 1999 VIII R 17\/97, BFHE 189, 302, BStBl II 2000, 306, unter II.3.c). Das Erstellen eines Betriebspr&uuml;fungsberichts dient nicht der &Uuml;berpr&uuml;fung von Besteuerungsgrundlagen, sondern beschr&auml;nkt sich darauf, das Ergebnis der vorausgehenden Ermittlungen und &Uuml;berpr&uuml;fungen darzustellen (vgl. &sect; 202 Abs. 1 Satz 2 AO). Das Erstellen eines Betriebspr&uuml;fungsberichts ist daher nicht im Zusammenhang mit den Ermittlungsma&szlig;nahmen des Pr&uuml;fers in &sect; 200 AO, sondern in &sect; 202 AO geregelt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Auch die historische Auslegung anhand der Gesetzesmaterialien spricht dagegen, die Erstellung des Betriebspr&uuml;fungsberichts als &quot;Ermittlung&quot; anzusehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO wurde durch das Steuerbereinigungsgesetz 1986 vom 19. Dezember 1985 (BGBl I 1985, 2436) mit Wirkung zum 1. Januar 1987 eingef&uuml;hrt. Ma&szlig;gebend hierf&uuml;r war die damalige Rechtslage, wonach der Finanzbeh&ouml;rde nach Ermittlung des Sachverhalts im Wege der Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r den Erlass der Steuerbescheide unbegrenzte Zeit verblieb. Dies wurde als unbefriedigend empfunden, weil die erstmalige Steuerfestsetzung im Steuerermittlungsverfahren innerhalb der Festsetzungsfristen des &sect; 169 Abs. 2 AO erfolgen muss. Ziel der Neuregelung war es, diesen Wertungswiderspruch dadurch zu beseitigen, dass die Auswertung von Pr&uuml;fungsfeststellungen innerhalb der Fristen des &sect; 169 Abs. 2 AO erfolgen soll. Sofern eine Schlussbesprechung nicht stattfindet, sollte die Frist mit Ablauf des Jahres beginnen, in dem die letzten tats&auml;chlichen Ermittlungen stattgefunden haben (vgl. BTDrucks 10\/1636, S. 43 f., Begr&uuml;ndung zu &sect; 171 Abs. 4 AO). &quot;Tats&auml;chliche&quot; Ermittlungen finden jedoch im Rahmen der Er- bzw. Fertigstellung eines Betriebspr&uuml;fungsberichts nicht &#8211;mehr&#8211; statt. Es werden lediglich die bereits gewonnenen Informationen &uuml;ber Besteuerungsgrundlagen zusammengefasst und dokumentiert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Dieses Ergebnis wird durch den Normzweck sowie die Gesetzessystematik best&auml;tigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (1) Der Zweck des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO besteht darin, zugunsten des Rechtsfriedens und der Rechtssicherheit eine zeitlich unbegrenzte Auswertung von Pr&uuml;fungsfeststellungen zu verhindern (Dr&uuml;en, Der AO-Steuer-Berater &#8211;AO-StB&#8211; 2001, 194, 196) und damit eine zeitgerechte Auswertung der Pr&uuml;fungsfeststellungen durch den Erlass von &Auml;nderungsbescheiden zu erzwingen (Frotscher in Schwarz, AO, &sect; 171 Rz 48). Diesem Zweck widerspr&auml;che es, wenn die Frist des &sect; 169 Abs. 2 AO erst im Zeitpunkt der Fertigstellung des Betriebspr&uuml;fungsberichts beginnen w&uuml;rde. Da hierf&uuml;r keinerlei gesetzliche Fristen zu beachten sind, st&uuml;nde es im Belieben der Finanzverwaltung, durch eine Verschiebung der Berichterstellung de facto doch eine zeitlich unbegrenzte Auswertung von Pr&uuml;fungsfeststellungen zu erreichen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hinzu kommt, dass ein Betriebspr&uuml;fungsbericht in allen F&auml;llen steuerlicher Relevanz (&quot;Mehrergebnis&quot;) erstellt wird. Aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit und Rechtsklarheit h&auml;tte der Gesetzgeber f&uuml;r den Beginn der Frist des &sect; 169 Abs. 2 AO auf diesen &#8211;leicht feststellbaren&#8211; Zeitpunkt abstellen k&ouml;nnen. Da er dies zur Erreichung des mit der Norm beabsichtigten Beschleunigungszwecks nicht getan hat, sondern in &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 Alternative 1 AO auf den Zeitpunkt der Schlussbesprechung &#8211;und damit auf einen geraume Zeit vor Erstellung des Betriebspr&uuml;fungsberichts liegenden Zeitpunkt&#8211; abstellt, w&auml;re es unzul&auml;ssig, bei Pr&uuml;fungen ohne Schlussbesprechung (&sect; 171 Abs. 4 Satz 3 Alternative 2 AO) einen wesentlich sp&auml;teren Zeitpunkt (Fertigstellung des Betriebspr&uuml;fungsberichts) f&uuml;r ma&szlig;geblich zu erachten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (2) Schlie&szlig;lich ist es auch nach der Gesetzessystematik geboten, in der Fertigstellung des Betriebspr&uuml;fungsberichts keine &quot;Ermittlung&quot; zu sehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die in &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 Alternative 1 und 2 AO geregelten Zeitpunkte weichen zwar insoweit voneinander ab, als die letzten tats&auml;chlichen Ermittlungen in der Regel vor der Schlussbesprechung stattgefunden haben. Gleichwohl kn&uuml;pft auch der Zeitpunkt der Schlussbesprechung an die tats&auml;chlichen Ermittlungen an. Denn nachdem die Schlussbesprechung stattgefunden hat, ist davon auszugehen, dass die notwendigen Ermittlungen durchgef&uuml;hrt wurden und ausgewertet werden k&ouml;nnen (vgl. Frotscher in Schwarz, a.a.O., &sect; 171 Rz 48). Ungeachtet der Tatsache, dass die Auswertung der Pr&uuml;fungsfeststellungen durch den Innendienst einen Betriebspr&uuml;fungsbericht erfordert, spielt dessen Erstellung im Rahmen des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 Alternative 1 AO keine Rolle. Dann aber kann, falls auf eine Schlussbesprechung verzichtet wurde, f&uuml;r &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 Alternative 2 AO nichts anderes gelten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                dd) Entgegen der Ansicht des FG l&auml;sst sich dem BFH-Urteil in BFHE 202, 32, BStBl II 2003, 739 kein anderes Auslegungsergebnis entnehmen. Abgesehen davon, dass diese Entscheidung nicht die Auslegung des Begriffs &quot;Ermittlungen&quot; nach &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO betrifft, spricht die darin ge&auml;u&szlig;erte Ansicht eher gegen als f&uuml;r die vom FG vertretene Auffassung. Da die im Rahmen des Innendienstes erfolgte Zusammenstellung bisheriger Pr&uuml;fungsergebnisse f&uuml;r den Steuerpflichtigen nicht erkennbar ist, bewirkt sie grunds&auml;tzlich keine Wiederaufnahme der Pr&uuml;fung nach einer Unterbrechung i.S. von &sect; 171 Abs. 4 Satz 2 AO und kann damit &#8211;auf den Streitfall bezogen&#8211; auch nicht als &quot;Ermittlung&quot; angesehen werden. Die vom BFH f&uuml;r zul&auml;ssig erachtete Ausnahme scheitert bereits daran, dass die blo&szlig;e Zusammenstellung von bisherigen Pr&uuml;fungsergebnissen keinerlei &#8211;&uuml;ber die bisherigen Einzelfeststellungen hinausgehenden&#8211; &quot;Erkenntnisse&quot; in tats&auml;chlicher Hinsicht beinhaltet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ee) Soweit das FG meint, es k&ouml;nne nicht unber&uuml;cksichtigt bleiben, dass das Zur&uuml;ckstellen der Auswertung der Pr&uuml;fungsfeststellungen offensichtlich auf die Anregung des Kl&auml;gers zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, rechtfertigt auch dieser Gesichtspunkt keine Verl&auml;ngerung der Frist. Da es keine Rolle spielt, aus welchen Gr&uuml;nden die Frist nicht eingehalten werden konnte, tritt Festsetzungsverj&auml;hrung auch dann ein, wenn die Verursachung beim Steuerpflichtigen lag (vgl. Frotscher in Schwarz, a.a.O., &sect; 171 Rz 48; Dr&uuml;en, AO-StB 2001, 194, 196).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Dem Eintritt der Festsetzungsverj&auml;hrung im Streitfall kann aber entgegenstehen, dass der Pr&uuml;fer auf Einwendungen des Kl&auml;gers und wegen nachgereichter Unterlagen weitere Ermittlungen &quot;im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung&quot; durchf&uuml;hrte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) In der Regel wird die Au&szlig;enpr&uuml;fung zwar mit der Zusendung des Pr&uuml;fungsberichts (&sect; 202 Abs. 1 AO) abgeschlossen (vgl. BFH-Urteil vom 17. Juli 1985 I R 214\/82, BFHE 144, 333, BStBl II 1986, 21, unter II.A.2.; Klein\/R&uuml;sken, AO, 9. Aufl., &sect; 202 Rz 1), sodass nach diesem Zeitpunkt stattfindende Ermittlungen nicht mehr im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung erfolgen. Etwas anderes kann sich jedoch dann ergeben, wenn Tatsachen vorliegen, die darauf hindeuten, dass aus der ma&szlig;geblichen Sichtweise des Betroffenen (vgl. BFH-Urteil vom 25. November 1997 VIII R 4\/94, BFHE 184, 255, BStBl II 1998, 461, unter II.2.b) die Au&szlig;enpr&uuml;fung mit der Zusendung des Pr&uuml;fungsberichts noch nicht abgeschlossen sein sollte (vgl. BFH-Urteil in BFHE 144, 333, BStBl II 1986, 21, unter II.A.3.; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 18. M&auml;rz 2008&nbsp;&nbsp;6 K 2103\/04, juris; Schick in H&uuml;bschmann\/Hepp\/ Spitaler, &sect; 202 AO Rz 190).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ein derartiger Ausnahmefall k&ouml;nnte im Streitfall gegeben sein, weil sich der Kl&auml;ger laut Tz 5 des Betriebspr&uuml;fungsberichts eine Stellungnahme zum Betriebspr&uuml;fungsbericht vorbehalten hatte (vgl. &sect; 202 Abs. 2 AO). Sofern er eine derartige Stellungnahme tats&auml;chlich abgegeben und dieser Stellungnahme auch Unterlagen beigef&uuml;gt hat, die objektiv zur Wiederaufnahme von Ermittlungshandlungen im oben definierten Sinne geeignet waren, kann ein Steuerpflichtiger nicht davon ausgehen, dass mit der &Uuml;bersendung des Pr&uuml;fungsberichts die Au&szlig;enpr&uuml;fung beendet war. Dabei st&uuml;nde es der Annahme von tats&auml;chlichen Ermittlungshandlungen im Rahmen der Betriebspr&uuml;fung nicht bereits entgegen, wenn die Stellungnahme nebst Unterlagen &#8211;formal&#8211; unter der Steuernummer einer zum Konzern des Kl&auml;gers geh&ouml;renden und ebenfalls gepr&uuml;ften AG abgegeben worden w&auml;re. In einem solchen Falle k&auml;me es darauf an, ob die Stellungnahme des Kl&auml;gers und die eingereichten Unterlagen zu Ermittlungshandlungen f&uuml;hrten, die nicht nur Auswirkungen auf die Besteuerungsgrundlagen der AG, sondern jedenfalls auch auf die Besteuerungsgrundlagen des Kl&auml;gers haben konnten (bspw. Rechtsbeziehungen im Gesellschafter-Gesellschafts-Verh&auml;ltnis).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Im Streitfall ist die Vorinstanz von anderen rechtlichen Voraussetzungen ausgegangen. Das Urteil des FG war daher aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif. Denn das FG hat &#8211;von seinem Standpunkt aus zu Recht&#8211; keine Feststellungen dazu getroffen, ob und ggf. welche Ermittlungen der Pr&uuml;fer nach Zusendung des Pr&uuml;fungsberichts noch vorgenommen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In den vorliegenden Akten ist weder eine Stellungnahme des Kl&auml;gers zum Betriebspr&uuml;fungsbericht vom 28. Januar 1994 enthalten noch die vom FA bereits im Klageverfahren behauptete Stellungnahme des Betriebspr&uuml;fers vom 16. Januar 1996. Das FA hat bisher noch nicht substantiiert dargelegt, dass &uuml;berhaupt eine Stellungnahme des Kl&auml;gers und nicht etwa eine solche der AG vorliegt (vgl. Seite 3 der Einspruchsentscheidung). Es hat ferner nicht vorgetragen, welche der nachtr&auml;glich vorgelegten Unterlagen Anlass boten, wieder in Ermittlungshandlungen einzutreten, und welche der behaupteten Ermittlungsma&szlig;nahmen auch die steuerlichen Verh&auml;ltnisse des Kl&auml;gers ber&uuml;hrten oder zumindest ber&uuml;hren konnten. Dass derartige Ermittlungsma&szlig;nahmen tats&auml;chlich erfolgten, ergibt sich &#8211;entgegen der Ansicht des FA&#8211; insbesondere nicht aus dem Urteil des FG. Es hat im Tatbestand die Abgabe einer Stellungnahme des Kl&auml;gers vom 12. August 1994 und eine Stellungnahme des Pr&uuml;fers hierzu vom 16. Januar 1996 lediglich als Vorbringen des FA wiedergegeben (Seite 7 des FG-Urteils). In den Entscheidungsgr&uuml;nden dieses Urteils wird zudem ausdr&uuml;cklich offengelassen, ob &quot;in der schriftlichen Stellungnahme des Pr&uuml;fers auf die Einwendungen des Kl&auml;gers und die nachgereichten Unterlagen im Jahr 1996 eine Ermittlungshandlung gesehen werden kann&quot; (Seite 16 f. des FG-Urteils). Da sich das FA auf die Ermittlungshandlungen beruft, die dem Eintritt der Festsetzungsverj&auml;hrung entgegenstehen, obliegt es ihm, konkrete Tatsachen vorzutragen und nachzuweisen, die Ermittlungshandlungen mit steuerlichen Auswirkungen f&uuml;r den Kl&auml;ger ergeben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                6. Ohne Erfolg r&uuml;gt der Kl&auml;ger schlie&szlig;lich eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es trifft zwar zu, dass der Tatbestand des FG-Urteils insoweit unrichtig ist, als Seite 7 (letzter Absatz) die Formulierung enth&auml;lt: &quot;&#8230; hat der Senat daraufhin angeordnet, Beweis zu erheben &#8230;&quot;. Denn der Beweisbeschluss wurde tats&auml;chlich nicht vom Senat, sondern &#8211;wie gem&auml;&szlig; &sect; 79 Abs. 3 FGO zul&auml;ssig&#8211; vom Berichterstatter gefasst. Dabei handelt es sich jedoch um eine offenbare Unrichtigkeit im Urteil, die vom Gericht jederzeit berichtigt werden kann (&sect; 107 FGO). Die Durchf&uuml;hrung der Beweisaufnahme durch den Berichterstatter f&uuml;hrt auch zu keinem Versto&szlig; gegen die Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme. Indem sich die Beteiligten im Rahmen des Er&ouml;rterungstermins am 29. November 2004 damit einverstanden erkl&auml;rten, dass die Beweisaufnahme durch den Berichterstatter erfolgen solle, haben sie auf die Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme verzichtet (vgl. Gr&auml;ber\/Koch, a.a.O., &sect; 81 Rz 10).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 8.7.2009, XI R 64\/07 Hemmung der Verj&auml;hrung &#8211; Ermittlungshandlungen im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung &#8211; Aktenstudium als Pr&uuml;fungsbeginn &#8211; Erstellung des Pr&uuml;fungsberichts &#8211; Zweck des &sect; 171 Abs. 4 Satz 3 AO &#8211; Verzicht auf die Unmittelbarkeit der Beweisaufnahme Leits&auml;tze 1. 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