{"id":14288,"date":"2012-12-20T06:43:28","date_gmt":"2012-12-20T04:43:28","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14288"},"modified":"2012-12-20T06:43:28","modified_gmt":"2012-12-20T04:43:28","slug":"ix-r-49-08-sozialpaedagogische-lebensgemeinschaft-haushaltsgemeinschaft-aufteilung-nach-koepfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-49-08-sozialpaedagogische-lebensgemeinschaft-haushaltsgemeinschaft-aufteilung-nach-koepfen\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;49\/08 &#8211; Sozialp&auml;dagogische Lebensgemeinschaft &#8211; Haushaltsgemeinschaft &#8211; Aufteilung nach K&ouml;pfen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.6.2009, IX R 49\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Sozialp&auml;dagogische Lebensgemeinschaft &#8211; Haushaltsgemeinschaft &#8211; Aufteilung nach K&ouml;pfen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Bei einer sozialp&auml;dagogischen Lebensgemeinschaft sind die Aufwendungen f&uuml;r Gemeinschaftsr&auml;ume, die sowohl der eigenen Wohnnutzung des Steuerpflichtigen und seiner Familie wie auch der (entgeltlichen) Betreuung der in die Familie integrierten fremden Kinder dienen, regelm&auml;&szlig;ig nach der Zahl der der Haushaltsgemeinschaft zugeh&ouml;rigen Personen aufzuteilen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die im Streitjahr 2003 zusammen zur Einkommensteuer veranlagten Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) leben seit September 2003 nicht nur mit ihren beiden leiblichen Kindern im gemeinsamen Haushalt, sondern mit drei weiteren Kindern. Mit diesen gr&uuml;ndete die Kl&auml;gerin als Heilp&auml;dagogin eine sozialp&auml;dagogische Lebensgemeinschaft (SPLG). Hieraus erzielt sie Eink&uuml;nfte aus selbst&auml;ndiger Arbeit. Im Rahmen einer derartigen SPLG sollen junge Menschen mit erheblichen famili&auml;ren Problemen unter Betreuung von Fachkr&auml;ften in eine intakte Familie einbezogen werden, um ihnen Zukunftsperspektiven zu er&ouml;ffnen sowie eine schulische, berufliche und soziale Integration zu erm&ouml;glichen. Tr&auml;ger der SPLG der Kl&auml;gerin ist das &#8230; heilp&auml;dagogische Kinderheim mit Sitz in X. F&uuml;r jedes betreute Kind wird eine monatliche Abrechnung f&uuml;r das zust&auml;ndige Jugendamt erstellt. Das Betreuungshonorar beinhaltet u.a. anteilige Raumkosten. Dieser Kostensatz wird in Anlehnung an den &quot;Rahmenvertrag I NRW&quot; &uuml;ber eine Aufteilung der gesamten Wohnkosten nach K&ouml;pfen ermittelt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger trugen dem gestiegenen Wohnbedarf durch die Gr&uuml;ndung der SPLG in der Weise Rechnung, dass der Kl&auml;ger im Juni 2003 ein Einfamilienhaus erwarb, bestehend aus f&uuml;nf Kinderzimmern, zwei Badezimmern, einem Elternschlaf- und Arbeitszimmer, einer K&uuml;che, einem Wohnzimmer und einem Keller. Elternschlafzimmer und Arbeitszimmer befinden sich im Dachgeschoss und sind durch Regale als Raumteiler voneinander getrennt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit Vertrag vom August 2003 vermietete ab September 2003 der Kl&auml;ger der Kl&auml;gerin drei Kinderzimmer, das von den Projektkindern genutzte Bad sowie das Arbeitszimmer im Dachgeschoss. Des Weiteren wurde in dem Mietvertrag die Mitbenutzung der Gemeinschaftsr&auml;ume (K&uuml;che, Wohn- und Essbereich sowie Diele und Garten) einger&auml;umt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger machten f&uuml;r das Streitjahr u.a. bei den Werbungskosten im Rahmen der Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus Vermietung und Verpachtung anteilige Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) f&uuml;r die gemeinschaftlich genutzten R&auml;ume geltend. Als Aufteilungsma&szlig;stab wurde die Relation der betreuten Kinder (drei) zur Gesamtbewohnerzahl des Hauses (sieben) gew&auml;hlt. Im Einzelnen ergab sich f&uuml;r die an die SPLG vermieteten R&auml;ume ein Nutzungsanteil von 30,76 % an der Gesamtwohnfl&auml;che des Hauses (60 qm von 195 qm). Aus der Aufteilung der gemeinsam genutzten Fl&auml;chen ergab sich ein auf die Vermietung entfallender Nutzungsanteil von 19,12 % (37,29 qm von 195 qm). Insgesamt machte der Kl&auml;ger im Rahmen der AfA-Berechnung einen Anteil an der Gesamtfl&auml;che von 49,89 % geltend. F&uuml;r die anteilige Nutzungszeit im Streitjahr (vier Monate) ermittelte der Kl&auml;ger eine Gesamt-AfA von 1 591 EUR. Davon ordnete er 794 EUR den Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung zu. Ferner machte der Kl&auml;ger AfA in H&ouml;he von 535,32 EUR f&uuml;r die M&ouml;blierung der K&uuml;che, die Beschaffung von K&uuml;cheninventar, Kellerregale, Essgruppe sowie Regale im Wohnzimmer geltend, welche wegen erh&ouml;hter Beanspruchung auf acht Jahre abzuschreiben seien.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr ber&uuml;cksichtigte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) bei den Werbungskosten zu den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus Vermietung und Verpachtung die auf die Gemeinschaftsr&auml;ume sowie die angeschafften Einrichtungsgegenst&auml;nde entfallenden Werbungskosten nicht. Der Einspruch blieb insoweit ohne Erfolg.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Finanzgericht (FG) erachtete die Klage insoweit f&uuml;r begr&uuml;ndet, als bei der Ermittlung der Werbungskosten zu den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus Vermietung und Verpachtung &#8211;wie von den Kl&auml;gern erkl&auml;rt&#8211; von einem anteiligen auf die Vermietung entfallenden Nutzungsanteil von 49,89 %, d.h. auch unter Ber&uuml;cksichtigung der gemeinsam genutzten R&auml;ume und Einrichtungsgegenst&auml;nde auszugehen sei. &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) stehe einer solchen Aufteilung nicht entgegen (Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 475).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hiergegen richtet sich die Revision des FA, mit der es die Verletzung materiellen Rechts (&sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG) r&uuml;gt. Eine schematische Pro-Kopf-Aufteilung sei im Streitfall kein geeignetes objektives Merkmal zur Aufteilung der gemischten Aufwendungen f&uuml;r die gemeinsam genutzten R&auml;ume und Einrichtungsgegenst&auml;nde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG insoweit aufzuheben, als bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus Vermietung und Verpachtung auf der Grundlage einer anteiligen, auf die Vermietung entfallenden Nutzfl&auml;che in H&ouml;he von 49,89 % weitere Werbungskosten in H&ouml;he von 304 EUR (Geb&auml;ude-AfA) und 267 EUR (AfA f&uuml;r angeschaffte Einrichtungsgegenst&auml;nde) ber&uuml;cksichtigt worden seien, und die Klage auch insoweit als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger haben keinen Antrag gestellt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zutreffend hat das FG die streitige, auf die Gemeinschaftsr&auml;ume sowie die angeschafften Einrichtungsgegenst&auml;nde entfallende AfA zum Werbungskostenabzug bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus Vermietung und Verpachtung zugelassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die vom Kl&auml;ger vermieteten Gemeinschaftsr&auml;ume und Einrichtungsgegenst&auml;nde dienen sowohl der privaten Wohnnutzung des Kl&auml;gers und seiner Familie als auch als Vermietungsgegenstand und insoweit der Eink&uuml;nfteerzielung des Kl&auml;gers (&sect; 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG hinsichtlich der Gemeinschaftsr&auml;ume sowie &sect; 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG hinsichtlich der Einrichtungsgegenst&auml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG verbietet zur Wahrung der steuerlichen Gerechtigkeit die Aufteilung und damit den Abzug von Aufwendungen, die sowohl der privaten Lebensf&uuml;hrung als auch der Eink&uuml;nfteerzielung dienen. Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) hat das Aufteilungs- und Abzugsverbot nach &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG seit jeher aber nicht angewandt, wenn und soweit sich der der Eink&uuml;nfteerzielung dienende Teil der Aufwendungen nach objektiven Ma&szlig;st&auml;ben mit Sicherheit und leicht &#8211;ggf. im Wege der Sch&auml;tzung&#8211; abgrenzen l&auml;sst, d.h. eine gerechte und der Sachlage entsprechende Aufteilung nach objektiven und leicht nachpr&uuml;fbaren Ma&szlig;st&auml;ben m&ouml;glich erscheint (BFH-Beschluss vom 20. Juli 2006 VI R 94\/01, BFHE 214, 354, BStBl II 2007, 121, mit umfassenden Nachweisen zur Rechtsprechung sowie zur Kritik in der Literatur).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach diesen Grunds&auml;tzen hat das FG in nicht zu beanstandender Weise die AfA f&uuml;r die streitbefangenen Gemeinschaftsr&auml;ume und Einrichtungsgegenst&auml;nde als abziehbare Werbungskosten des Kl&auml;gers im Rahmen seiner Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung (&sect; 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7 Satz 1 EStG) behandelt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Aufteilung nach der Zahl der Nutzer einer Wohnung stellt einen objektiven Ma&szlig;stab dar, der eine sichere und leichte Abgrenzung einer steuerbaren Raumnutzung von der privaten Wohnnutzung erm&ouml;glicht. Dabei kommt es nicht darauf an, welche Person welche konkreten in qm messbaren Fl&auml;chenanteile der Wohnr&auml;ume oder Teile der Einrichtungsgegenst&auml;nde mit welcher Intensit&auml;t und welchen Zeitanteilen pro Tag nutzt. Um die durch die Eink&uuml;nfteerzielung &#8211;im Zusammenhang mit den aufgenommenen Kindern und deren Betreuung&#8211; einerseits von der durch die private Wohnnutzung andererseits verursachte Abnutzung abzugrenzen, stellt die Anzahl der Personen, die sich aus privaten Gr&uuml;nden oder im einkommensteuerbaren Bereich in der Wohnung als ihrem Lebensmittelpunkt in einer Hausgemeinschaft aufhalten, einen objektiven Ma&szlig;stab dar. Hierf&uuml;r ist entgegen der Ansicht des FA weder eine &quot;statische Nutzung&quot; erforderlich noch m&uuml;ssen einzelne Lebensgewohnheiten nachvollzogen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die W&uuml;rdigung des FG, die zu erfassende Inanspruchnahme der R&auml;ume und Einrichtungsgegenst&auml;nde im Rahmen einer reinen Wohnnutzung sei f&uuml;r jeden Haushaltsangeh&ouml;rigen als gleich zu erachten, bindet den Senat nach &sect; 118 Abs. 2 FGO, da sie zumindest m&ouml;glich ist (BFH-Urteil vom 27. Oktober 2005 IX R 76\/03, BFHE 212, 360, BStBl II 2006, 359, m.w.N.). Au&szlig;ergew&ouml;hnliche Umst&auml;nde, die ggf. eine Abweichung von der vom FG zugrunde gelegten Typik rechtfertigen w&uuml;rden &#8211;etwa der Bedarf an besonderen technischen Einrichtungen zur Fortbewegung, um deren AfA es ginge&#8211;, sind im Streitfall nicht festgestellt und auch nicht ersichtlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Aufteilung steht auch, anders als das FA meint, nicht eine fehlende &Uuml;berpr&uuml;fbarkeit entgegen. Dem Merkmal der &Uuml;berpr&uuml;fbarkeit kommt lediglich erg&auml;nzende Bedeutung zu; es hindert jedoch nicht eine Aufteilung gemischter Aufwendungen nach objektiven Ma&szlig;st&auml;ben, wenn diese sich &#8211;wie im Streitfall&#8211; als geeignet erweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.6.2009, IX R 49\/08 Sozialp&auml;dagogische Lebensgemeinschaft &#8211; Haushaltsgemeinschaft &#8211; Aufteilung nach K&ouml;pfen Leits&auml;tze Bei einer sozialp&auml;dagogischen Lebensgemeinschaft sind die Aufwendungen f&uuml;r Gemeinschaftsr&auml;ume, die sowohl der eigenen Wohnnutzung des Steuerpflichtigen und seiner Familie wie auch der (entgeltlichen) Betreuung der in die Familie integrierten fremden Kinder dienen, regelm&auml;&szlig;ig nach der Zahl der der Haushaltsgemeinschaft &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-49-08-sozialpaedagogische-lebensgemeinschaft-haushaltsgemeinschaft-aufteilung-nach-koepfen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;49\/08 &#8211; Sozialp&auml;dagogische Lebensgemeinschaft &#8211; Haushaltsgemeinschaft &#8211; Aufteilung nach K&ouml;pfen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14288","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14288","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14288"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14288\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14288"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14288"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14288"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}