{"id":14290,"date":"2012-12-20T06:42:05","date_gmt":"2012-12-20T04:42:05","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14290"},"modified":"2012-12-20T06:42:05","modified_gmt":"2012-12-20T04:42:05","slug":"ix-r-56-08-zur-beteiligtenfaehigkeit-und-prozessfaehigkeit-einer-wohnungseigentuemergemeinschaft-beschraenkung-der-revisionszulassung-auf-die-zulaessigkeit-der-klage-wirksam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-56-08-zur-beteiligtenfaehigkeit-und-prozessfaehigkeit-einer-wohnungseigentuemergemeinschaft-beschraenkung-der-revisionszulassung-auf-die-zulaessigkeit-der-klage-wirksam\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;56\/08 &#8211; Zur Beteiligtenf&auml;higkeit und Prozessf&auml;higkeit einer Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft &#8211; Beschr&auml;nkung der Revisionszulassung auf die Zul&auml;ssigkeit der Klage wirksam"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.6.2009, IX R 56\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Zur Beteiligtenf&auml;higkeit und Prozessf&auml;higkeit einer Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft &#8211; Beschr&auml;nkung der Revisionszulassung auf die Zul&auml;ssigkeit der Klage wirksam<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Eine Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft ist im Verfahren &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung der Bemessungsgrundlagen f&uuml;r Sonderabschreibungen nach dem F&ouml;rdergebietsgesetz und f&uuml;r Absetzungen f&uuml;r Abnutzung nicht klagebefugt.<\/p>\n<p>2. Das FG kann die Zulassung der Revision wirksam auf die Zul&auml;ssigkeit der Klage beschr&auml;nken.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die K-Immobilien-GmbH (GmbH)erwarb im Dezember 1998 in Leipzig ein 420 qm gro&szlig;es Grundst&uuml;ck mit einem sanierungsbed&uuml;rftigen Mehrfamilienhaus f&uuml;r 440 000 DM. Anschlie&szlig;end teilte sie das Grundst&uuml;ck in Wohnungs- und Teileigentum auf und ver&auml;u&szlig;erte s&auml;mtliche Eigentumswohnungen noch im Dezember 1998 an die Mitglieder (Gemeinschafter) der im vorliegenden Verfahren als Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin) aufgetretenen Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft, die von allen namentlich genannten Mitgliedern in diesem Verfahren vertreten wird. Die GmbH verpflichtete sich &uuml;berdies zur Sanierung. Die jeweiligen Vertragsparteien gliederten den Kaufpreis f&uuml;r den Vertragsgegenstand (sanierte Eigentumswohnung) in Kaufpreise f&uuml;r Altbausubstanz, Sanierung und K&uuml;che auf. Die Gemeinschafter zahlten die bedungenen Kaufpreise noch im Jahr 1998.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die GmbH erkl&auml;rte die daraus entwickelten Werte f&uuml;r die Sanierung (insgesamt 2 551 775 DM nach den vertraglichen Aufgliederungen), f&uuml;r die Altbausubstanz (300 001 DM) und den Grund und Boden (Anteil von 40 % der Anschaffungskosten des sanierungsbed&uuml;rftigen Mehrfamilienhauses = 199 999 DM) zur einheitlichen und gesonderten Feststellung der Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r die Sonderabschreibungen nach &sect; 3 Satz 2 Nr. 3 des F&ouml;rdergebietsgesetzes (F&ouml;rdG) sowie die Absetzungen f&uuml;r Abnutzung (AfA) gem&auml;&szlig; &sect; 7 Abs. 4 des Einkommensteuergesetzes (EStG) nach &sect; 180 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) i.V.m. der Verordnung (VO) zu &sect; 180 Abs. 2 AO. Dementsprechend stellte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Bemessungsgrundlage f&uuml;r Sonderabschreibungen\/AfA der Gemeinschafter durch unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Bescheid einheitlich und gesondert fest und gab ihn u.a. den Gemeinschaftern nach &sect; 6 Abs. 3 und 4 der VO zu &sect; 180 Abs. 2 AO einzeln bekannt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen einer bei der GmbH durchgef&uuml;hrten Au&szlig;enpr&uuml;fung (nach &sect; 7 Abs. 1 VO zu &sect; 180 Abs. 2 AO) &auml;nderte die Au&szlig;enpr&uuml;ferin die Kaufpreisaufteilung der Gemeinschafter anhand der Kostenstruktur der GmbH. Das FA machte sich die Auffassung der Au&szlig;enpr&uuml;ferin zu Eigen und &auml;nderte die Bescheide der Gemeinschafter am 13. Oktober 2003 gem&auml;&szlig; &sect; 164 Abs. 2 AO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen legten die Gemeinschafter je f&uuml;r sich Einspruch ein. Sie beriefen sich f&uuml;r die im Vertrag getroffene Aufteilung auf ein Verkehrswertgutachten. Auf der Basis dieses Gutachtens &auml;nderte das FA die Kaufpreisaufteilung in den Einspruchsentscheidungen nach &sect; 173 Abs. 1 Nr. 1 AO, indem es &uuml;berdies dem Berechnungsschema der Au&szlig;enpr&uuml;ferin folgte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Klage, welche die Kl&auml;gerin, gesetzlich vertreten durch die an ihr beteiligten Gemeinschafter, einlegte, hatte Erfolg. Das Finanzgericht (FG) sah in seinem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2009, 809 ver&ouml;ffentlichtem Urteil die Kl&auml;gerin als beteiligtenf&auml;hig an, weil sie Subjekt einer einheitlichen und gesonderten Feststellung sei. Die Klage sei auch begr&uuml;ndet; denn das FA sei nicht berechtigt gewesen, die urspr&uuml;nglichen Feststellungsbescheide zu &auml;ndern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der vom FG wegen der Zul&auml;ssigkeitsfrage zugelassenen Revision macht das FA geltend, die Klage sei unzul&auml;ssig. Die Eigent&uuml;mergemeinschaft sei nicht rechtsf&auml;hig. Da keine Person i.S. von &sect; 48 Abs. 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) vorhanden sei, sei jeder Gemeinschafter pers&ouml;nlich klagebefugt. Die Kl&auml;gerin sei auch nicht Vermieterin. Vermieter seien die jeweiligen Gemeinschafter als Eigent&uuml;mer ihrer Wohnungen. Die Klage sei auch unbegr&uuml;ndet. Es best&uuml;nden Bedenken gegen die vertragliche Aufteilung, allein schon deshalb, weil sie keine Steuerfolgen ausl&ouml;se.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage als unzul&auml;ssig zu verwerfen, hilfsweise als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect; 126 Abs. 2 und Abs. 4 FGO zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Das FG hat die Zulassung der Revision wirksam auf die Zul&auml;ssigkeit der Klage beschr&auml;nkt. Beschr&auml;nkungen der Rechtsmittelzulassung sind wirksam, wenn sie rechtlich und tats&auml;chlich selbst&auml;ndige Teile des Streitstoffes betreffen, &uuml;ber die in einem besonderen Verfahrensabschnitt, abgetrennt vom &uuml;brigen Verfahren, im Wege eines Teilurteils (&sect; 98 FGO) oder eines Zwischenurteils &uuml;ber den Grund des Anspruchs (&sect; 99 FGO) oder &uuml;ber die Zul&auml;ssigkeit der Klage (&sect; 97 FGO) gesondert entschieden werden k&ouml;nnte (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. das Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 28. September 1990 VI R 157\/89, BFHE 162, 290, BStBl II 1991, 86, unter I., und das Urteil des Bundesgerichtshofs &#8211;BGH&#8211; vom 6. Mai 1987 IVb ZR 52\/86, Neue Juristische Wochenschrift &#8211;NJW&#8211; 1987, 3264, m.w.N.). Im Streitfall h&auml;tte das FG &uuml;ber die Zul&auml;ssigkeit gem&auml;&szlig; &sect; 97 FGO durch Zwischenurteil vorab entscheiden k&ouml;nnen. Folglich konnte es die Zulassung der Revision wirksam begrenzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Im Ergebnis zutreffend hat das FG die Klage als zul&auml;ssig angesehen. Die klagende Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft ist zwar als solche nicht klagebefugt. Da jedoch alle Beteiligten des Feststellungsverfahrens geklagt haben, sind sie Streitgenossen i.S. des &sect; 59 FGO i.V.m. &sect; 59 der Zivilprozessordnung (ZPO). Aus diesem Grund stellt sich die Entscheidung, die Klage sei zul&auml;ssig, nach &sect; 126 Abs. 4 FGO als richtig dar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die als Kl&auml;gerin aufgetretene Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft ist im vorliegenden Verfahren nicht klagebefugt. Der Senat kann offen lassen, ob sie &#8211;wie vom FG und den Beteiligten problematisiert&#8211; beteiligtenf&auml;hig ist. Beteiligtenf&auml;hig i.S. von &sect; 57 FGO ist nach der Rechtsprechung des BFH, wer &#8211;wenn auch begrenzt&#8211; auf dem steuerrechtlichen Gebiet, das Gegenstand des Rechtsstreits ist, steuerrechtsf&auml;hig ist (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 12. November 1985 VIII R 364\/83, BFHE 145, 408, BStBl II 1986, 311, unter I. 1., m.w.N.). Dies ist z.B. im Verfahren der einheitlichen und gesonderten Feststellung bei einer Grundst&uuml;cksgemeinschaft der Fall, die nach au&szlig;en als Vermieterin auftritt. Sie ist f&uuml;r die Einkommensteuer insoweit Steuerrechtssubjekt, als sie in der Einheit ihrer Gemeinschafter Merkmale eines Besteuerungstatbestandes verwirklicht, welche den Gemeinschaftern f&uuml;r deren Besteuerung zuzurechnen sind. Solche Merkmale sind insbesondere die Verwirklichung oder Nichtverwirklichung des Tatbestands einer bestimmten Einkunftsart und das Erzielen von Gewinn oder &Uuml;berschuss im Rahmen dieser Einkunftsart (BFH-Urteil vom 18. Mai 2004 IX R 49\/02, BFHE 206, 168, BStBl II 2004, 929). Werden Besteuerungsgrundlagen nach &sect; 180 Abs. 2 AO i.V.m. &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 der VO zu &sect; 180 Abs. 2 AO gesondert und f&uuml;r mehrere Personen einheitlich festgestellt, so sind an diesem Verfahren nach &sect; 5 der VO zu &sect; 180 Abs. 2 VO auch die in &sect; 3 Abs. 1 Nr. 2 der VO zu &sect; 180 Abs. 2 AO genannten Personen beteiligt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Ob die Kl&auml;gerin eine bei einem Gesamtobjekt mit der Verwaltung betraute, nach &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 der VO zu &sect; 180 Abs. 2 AO erkl&auml;rungspflichtige und damit auch am Feststellungsverfahren beteiligte Person ist, mag hier dahinstehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Denn sie w&auml;re in ihrer verfahrensrechtlichen, durch die Erkl&auml;rungspflicht (hier &sect; 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 der VO zu &sect; 180 Abs. 2 AO) vermittelten Steuerpflicht (&sect; 33 Abs. 1 AO) und Steuerrechtsf&auml;higkeit nicht betroffen und damit nicht klagebefugt. Sie hatte keine Feststellungserkl&auml;rung abgegeben und ist deshalb (&sect; 6 Abs. 2 der VO zu &sect; 180 Abs. 2 AO) auch nicht Adressatin des hier angefochtenen Feststellungsbescheides.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Wendet man &sect; 48 FGO auf derart verfahrensrechtlich Beteiligte an, die keine Mitberechtigte sind (a.A. S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/ Hepp\/Spitaler &#8211;HHSp&#8211;, &sect; 180 AO Rz 592, eingehend zur Problematik, m.w.N.), so l&auml;gen die Voraussetzungen dieser Vorschriften nicht vor. Die Kl&auml;gerin hat keinen zur Vertretung berufenen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer i.S. des &sect; 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO. Da mangels Empfangsbevollm&auml;chtigten auch die Voraussetzungen des &sect; 48 Abs. 2 FGO nicht vorliegen, sind nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 2 FGO alle Gemeinschafter klagebefugt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) In Bezug auf die im Bescheid getroffenen Feststellungen der Besteuerungsgrundlagen selbst sind nur die jeweiligen Feststellungsbeteiligten nach &sect; 179 Abs. 2 Satz 1 AO steuerrechts- und damit beteiligtenf&auml;hig. Der erkl&auml;rungspflichtige Verwalter, der &uuml;ber &sect; 5 der VO zu &sect; 180 Abs. 2 AO blo&szlig; verfahrensrechtlich beteiligt ist, wird durch die in einem Feststellungsbescheid getroffenen Feststellungen (materiell) nicht selbst beschwert (so auch S&ouml;hn in HHSp, &sect; 180 AO Rz 592, m.w.N.). Zwar sind alle Gemeinschafter als Eigent&uuml;mer auch Mitglieder der Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft. Das f&uuml;hrt aber nicht dazu, die Gemeinschaft statt des jeweiligen Gemeinschafters als klagebefugt anzusehen. Denn materiell-rechtlich wird die Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft durch die hier streitigen Feststellungen nicht betroffen. Die festgestellten Besteuerungsgrundlagen (hier die Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Sonderabschreibungen nach dem F&ouml;rdergebietsgesetz) richten sich in der Sache nur an die Gemeinschafter als Eigent&uuml;mer der jeweiligen Eigentumswohnung. Nur sie k&ouml;nnen nach &sect; 1 Abs. 1 Satz 1 F&ouml;rdG die Steuerverg&uuml;nstigung beanspruchen. Weil die Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft als solche nicht Eigent&uuml;merin der jeweiligen Eigentumswohnung ist, tritt sie nach &sect; 1 Abs. 1 Satz 2 F&ouml;rdG auch nicht an die Stelle des Gemeinschafters. Zwar ist die Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft zivilrechtlich teilrechtsf&auml;hig, allerdings nur, soweit sie bei der Verwaltung des gemeinschaftlichen&nbsp;&nbsp;Eigentums am Rechtsverkehr teilnimmt (BGH-Beschluss vom 2. Juni 2005 V ZB 32\/05, BGHZ 163, 154, NJW 2005, 2061). Die festgestellte Bemessungsgrundlage betrifft aber nicht allein das Gemeinschaftseigentum, sondern vor allem das Sondereigentum&nbsp;&nbsp;(vgl. &sect; 4 des Wohnungseigentumsgesetzes), da hierauf ersichtlich der gr&ouml;&szlig;te Anteil des (festgestellten) Sanierungsaufwands entf&auml;llt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Daraus folgt im Streitfall: Da die als Kl&auml;gerin aufgetretene Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft jedenfalls nicht klagebefugt ist, sind es nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 2 FGO alle Gemeinschafter, gegen die der Feststellungsbescheid ergangen ist und denen er im Streitfall auch nach &sect; 6 Abs. 4 der VO nach &sect; 180 Abs. 2 AO einzeln bekannt gegeben wurde. Im Streitfall sind s&auml;mtliche Eigent&uuml;mer als gesetzliche Vertreter der Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft aufgetreten. Auch in der Klageschrift wird als Alternative zur Stellung der Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft als Kl&auml;gerin die subjektive Klageh&auml;ufung genannt. Dementsprechend legt der Senat das Auftreten der Gemeinschafter aus. Sie haben als Streitgenossen i.S. des &sect; 59 FGO i.V.m. &sect; 59 ZPO Klage eingelegt und sind als solche auch Beteiligte des Revisionsverfahrens (n&auml;mlich Revisionsbeklagte).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Soweit das FA hilfsweise beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen, kann auf diesen Antrag wegen der zul&auml;ssigen Beschr&auml;nkung der Revisionszulassung auf die Zul&auml;ssigkeit der Klage (siehe oben zu 1.) nicht eingegangen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.6.2009, IX R 56\/08 Zur Beteiligtenf&auml;higkeit und Prozessf&auml;higkeit einer Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft &#8211; Beschr&auml;nkung der Revisionszulassung auf die Zul&auml;ssigkeit der Klage wirksam Leits&auml;tze 1. Eine Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft ist im Verfahren &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung der Bemessungsgrundlagen f&uuml;r Sonderabschreibungen nach dem F&ouml;rdergebietsgesetz und f&uuml;r Absetzungen f&uuml;r Abnutzung nicht klagebefugt. 2. Das FG kann die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-56-08-zur-beteiligtenfaehigkeit-und-prozessfaehigkeit-einer-wohnungseigentuemergemeinschaft-beschraenkung-der-revisionszulassung-auf-die-zulaessigkeit-der-klage-wirksam\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;56\/08 &#8211; Zur Beteiligtenf&auml;higkeit und Prozessf&auml;higkeit einer Wohnungseigent&uuml;mergemeinschaft &#8211; Beschr&auml;nkung der Revisionszulassung auf die Zul&auml;ssigkeit der Klage wirksam<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14290","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14290"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14290\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}