{"id":14293,"date":"2012-12-20T02:51:39","date_gmt":"2012-12-20T00:51:39","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14293"},"modified":"2012-12-20T02:51:39","modified_gmt":"2012-12-20T00:51:39","slug":"i-r-88-89-07-mitwirkungspflicht-bei-fehlen-einer-steuerrechtlichen-dokumentationspflicht-abkommensrechtmaessigkeit-gemeinschaftsrechtsmaessigkeit-und-verfassungsmaessigkeit-der-sog-wegzugsteuer-gemaes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-r-88-89-07-mitwirkungspflicht-bei-fehlen-einer-steuerrechtlichen-dokumentationspflicht-abkommensrechtmaessigkeit-gemeinschaftsrechtsmaessigkeit-und-verfassungsmaessigkeit-der-sog-wegzugsteuer-gemaes\/","title":{"rendered":"I&nbsp;R&nbsp;88,&nbsp;89\/07 &#8211; Mitwirkungspflicht bei Fehlen einer steuerrechtlichen Dokumentationspflicht &#8211; Abkommensrechtm&auml;&szlig;igkeit, Gemeinschaftsrechtsm&auml;&szlig;igkeit und Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der sog. Wegzugsteuer gem&auml;&szlig; &sect; 6 AStG &#8211; Gemeinschaftsrechtswidrigkeit der Pauschalbesteuerung &quot;schwarzer&quot; Fonds aus Drittstaaten nach &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG &#8211; Nichtigerkl&auml;rung des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG 1997 in Bezug auf Wertpapiergesch&auml;fte &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung&quot; i.S. des &sect; 17 EStG trotz Einr&auml;umung eines R&uuml;ckerwerbsrechts &#8211; kein sch&uuml;tzenswertes Vertrauen auf die Gemeinschaftsrechtswidrigkeit einer innerstaatlichen Vorschrift &#8211; gemeiner Wert von Anteilen an Kapitalgesellschaften &#8211; ordnungsgem&auml;&szlig;e Revisionsbegr&uuml;ndung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.8.2009, I R 88, 89\/07; I R 88\/07; I R 89 07<\/p>\n<p class=\"titel\">Mitwirkungspflicht bei Fehlen einer steuerrechtlichen Dokumentationspflicht &#8211; Abkommensrechtm&auml;&szlig;igkeit, Gemeinschaftsrechtsm&auml;&szlig;igkeit und Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der sog. Wegzugsteuer gem&auml;&szlig; &sect; 6 AStG &#8211; Gemeinschaftsrechtswidrigkeit der Pauschalbesteuerung &quot;schwarzer&quot; Fonds aus Drittstaaten nach &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG &#8211; Nichtigerkl&auml;rung des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG 1997 in Bezug auf Wertpapiergesch&auml;fte &#8211; Ver&auml;u&szlig;erung&quot; i.S. des &sect; 17 EStG trotz Einr&auml;umung eines R&uuml;ckerwerbsrechts &#8211; kein sch&uuml;tzenswertes Vertrauen auf die Gemeinschaftsrechtswidrigkeit einer innerstaatlichen Vorschrift &#8211; gemeiner Wert von Anteilen an Kapitalgesellschaften &#8211; ordnungsgem&auml;&szlig;e Revisionsbegr&uuml;ndung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Behauptet der Steuerpflichtige, die Voraussetzungen eines Steuertatbestands (hier: &sect; 17 EStG 1997) seien aufgrund von innerfamili&auml;ren Transaktionen (hier: &Uuml;bertragung von Aktien) nicht gegeben und unterl&auml;sst er es aber unter Hinweis auf zeitlaufbedingte Erinnerungsl&uuml;cken, die behaupteten Transaktionen substantiiert darzulegen, tr&auml;gt er die Gefahr, dass das FA die Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln kann und deshalb die Voraussetzungen f&uuml;r eine Sch&auml;tzung gem&auml;&szlig; &sect; 162 AO gegeben sind. Das gilt auch, wenn hinsichtlich der Transaktionen keine spezifischen steuerrechtlichen Dokumentationspflichten bestehen.<\/p>\n<p>2. Die sog. Wegzugsteuer nach &sect; 6 Abs. 1 AStG i.d.F. bis zur &Auml;nderung durch das SEStEG vom 7. Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2782, berichtigt BGBl I 2007, 68) i.V.m. &sect; 6 Abs. 5, &sect; 21 Abs. 13 Satz 2 AStG i.d.F. der &Auml;nderungen durch das SEStEG verst&ouml;&szlig;t weder gegen Abkommensrecht noch Gemeinschaftsrecht oder gegen Verfassungsrecht (Best&auml;tigung des Senatsbeschlusses vom 23. September 2008 I B 92\/08, BFHE 223, 73, BStBl II 2009, 524).<\/p>\n<p>3. Die pauschale Besteuerung von Ertr&auml;gen aus im Inland nicht registrierten ausl&auml;ndischen Investmentfonds (sog. &quot;schwarzen&quot; Fonds) gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG verst&ouml;&szlig;t auch im Hinblick auf Fonds aus Staaten, die nicht Mitglied von EU oder EWR sind, gegen die gemeinschaftsrechtlich verb&uuml;rgte Kapitalverkehrsfreiheit (Fortentwicklung des BFH-Urteils vom 18. November 2008 VIII R 24\/07, BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518; entgegen BMF-Schreiben vom 6. Juli 2009, BStBl I 2009, 770).<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                A. Streitpunkte sind die Sch&auml;tzung von Eink&uuml;nften der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger), die Anwendbarkeit der sog. Wegzugsteuer gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 1 des Gesetzes &uuml;ber die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen (Au&szlig;ensteuergesetz &#8211;AStG&#8211;) aufgrund einer Wohnsitzverlegung nach Belgien sowie die Gemeinschaftsrechtsm&auml;&szlig;igkeit der Pauschalbesteuerung von Beteiligungen an sog. &quot;schwarzen&quot; Fonds aus Drittstaaten gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 3 des Gesetzes &uuml;ber den Vertrieb ausl&auml;ndischer Investmentanteile und &uuml;ber die Besteuerung der Ertr&auml;ge aus ausl&auml;ndischen Investmentanteilen (Auslandinvestment-Gesetz &#8211;AuslInvestmG&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger sind Eheleute, die bis zu ihrem Umzug nach Belgien im Jahr 1998 im Inland wohnten und f&uuml;r die Streitjahre (1990 bis 1998) getrennt zur Einkommensteuer veranlagt worden sind. Der in der Wertpapierbranche agierende Kl&auml;ger war in den Streitjahren Gesellschafter und Vorstandsvorsitzender der A-AG sowie der B-AG. Er war ferner an der in den USA ans&auml;ssigen C-Inc. und an verschiedenen anderen in- und ausl&auml;ndischen Gesellschaften, u.a. in Irland, Polen und auf den Cayman Islands, beteiligt und geh&ouml;rte teilweise auch deren Leitungsorganen an. Bei den Aktien der A-AG und der B-AG handelte es sich um Inhaberaktien, die teilweise bei US-amerikanischen Banken hinterlegt worden waren und in Form von diesen ausgegebener Aktienzertifikate (American Depositary Receipts &#8211;ADR&#8211;) gehandelt werden konnten. Die Kl&auml;gerin war in den Streitjahren Gesellschafterin und Aufsichtsratsmitglied sowohl der A-AG als auch der B-AG; au&szlig;erdem war sie zeitweise an der D-AG beteiligt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nachdem die Einkommensteuer der Kl&auml;ger f&uuml;r die Streitjahre zun&auml;chst auf der Grundlage ihrer Steuererkl&auml;rungen festgesetzt worden war, fand ab M&auml;rz 2000 eine Au&szlig;enpr&uuml;fung statt. Nach Einleitung eines Steuerstrafverfahrens und einer Durchsuchung ihres Hauses in Belgien im M&auml;rz 2001 verzogen die Kl&auml;ger in die Schweiz; ihr gegenw&auml;rtiger Aufenthalt ist gerichtlich nicht bekannt. Nach Auffassung der Au&szlig;enpr&uuml;fung haben die Kl&auml;ger an der Aufkl&auml;rung der steuerrelevanten Sachverhalte nicht mitgewirkt; insbesondere h&auml;tten sie keine Angaben &uuml;ber die Beteiligungsh&ouml;hen insbesondere an der A-AG und der B-AG und &uuml;ber die Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen, die T&auml;tigkeitsverg&uuml;tungen und Ver&auml;u&szlig;erungsvorg&auml;nge im Hinblick auf die Auslandsgesellschaften gemacht und seien sie Aufforderungen zur Vorlage von Kontoausz&uuml;gen nicht nachgekommen. Aufgrund beschlagnahmter Unterlagen in Verbindung mit Sch&auml;tzungen ist die Au&szlig;enpr&uuml;fung zu folgenden Ergebnissen gekommen:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Kl&auml;ger und Kl&auml;gerin h&auml;tten durch mehrfache Ver&auml;u&szlig;erungen von Aktien und ADR der A-AG (1995 und 1998) und der B-AG (1995) nach &sect; 17 des Einkommensteuergesetzes (EStG 1990\/1997) zu versteuernde Eink&uuml;nfte erzielt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Die Beteiligungsquote des Kl&auml;gers an der C-Inc. habe 1989 50 % betragen. Er habe durch Ver&auml;u&szlig;erungen von Anteilen an der C-Inc. im Jahr 1990 Eink&uuml;nfte nach &sect; 17 EStG 1990 im Betrag von 83.557 DM und 167.116 DM erzielt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Die Kl&auml;gerin sei bis zum 30. September 1991 und erneut zu Anfang des Jahres 1994 mit jeweils 27,5 % an der D-AG beteiligt gewesen. Sie habe durch die Ver&auml;u&szlig;erung von Aktien der D-AG 1991 (150.000 DM) und 1994 (300.000 DM) Eink&uuml;nfte i.S. von &sect; 17 EStG 1990 erzielt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Sowohl der Kl&auml;ger als auch die Kl&auml;gerin seien in den f&uuml;nf Jahren vor ihrem Wegzug nach Belgien zu mehr als 25 % an der A-AG und an der B-AG beteiligt gewesen. Zum Zeitpunkt des Wegzugs seien der Kl&auml;ger Inhaber von 23 708 Aktien (entsprechend 711 227 ADR) der A-AG und 26 340 Aktien (entsprechend 1 053 600 ADR) der B-AG und die Kl&auml;gerin Inhaberin von 21 406 Aktien (entsprechend 642 174 ADR) der A-AG und 26 895 Aktien (entsprechend 1 075 800 ADR) der B-AG gewesen. Daraus erg&auml;ben sich auf der Grundlage des Kurswerts der handelbaren ADR nach &sect; 6 AStG zu versteuernde Eink&uuml;nfte f&uuml;r 1998 in H&ouml;he von 27.573.665 DM + 7.275.845 DM (Kl&auml;ger) und 25.021.620 DM + 7.429.152 DM (Kl&auml;gerin).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Den Kl&auml;gern seien von deren Arbeitgeberin A-AG in den Jahren 1995 bis 1998 jeweils Kommissionsnachl&auml;sse auf Wertpapiergesch&auml;fte gew&auml;hrt worden, die als Arbeitslohn steuerpflichtig seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Kl&auml;ger und Kl&auml;gerin h&auml;tten in den Streitjahren mehrere Konten bei ausl&auml;ndischen Banken unterhalten, aus denen ihnen im Inland zu versteuernde Zinsen zugeflossen seien, deren H&ouml;he von einem gesch&auml;tzten Anfangsverm&ouml;gen von 100 000 DM und einem Zinssatz von 5 % zu berechnen sei und die beiden je zur H&auml;lfte zuzurechnen seien. Aufgrund der Tatsache, dass die Kl&auml;gerin im Jahr 1996 weitere 313.000 DM auf Konten in den USA eingezahlt habe, sei auch dieser Betrag dem Kapitalverm&ouml;gen hinzuzurechnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Au&szlig;erdem geh&ouml;rten zum Kapitalverm&ouml;gen Anteile an ausl&auml;ndischen &#8211;chinesischen und s&uuml;dkoreanischen&#8211; Fonds, die im Inland nicht registriert waren (sog. &quot;schwarze&quot; Fonds). Nach Ma&szlig;gabe von &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG erg&auml;ben sich daraus zu versteuernde Ertr&auml;ge der Kl&auml;gerin in H&ouml;he von 6.305,07 DM (1993), 6.365,06 DM (1994), 65.112,70 DM (1995) und 79.380,68 DM (1996) sowie des Kl&auml;gers in H&ouml;he von 32.220 DM (1995) und 169.906 DM (1996).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Die Kl&auml;gerin habe seit Oktober 1990 vom Kl&auml;ger monatlich 2.083 DM an Zinsen aufgrund Darlehensvertrages und ab April\/Mai 1993 weitere 2.000 DM erhalten, deren Rechtsgrund unbekannt sei. Die Betr&auml;ge seien als Einnahmen aus Kapitalverm&ouml;gen zu versteuern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; Der Kl&auml;ger habe im Streitjahr 1995 einen Rechtsstreit mit seiner fr&uuml;heren Arbeitgeberin, der E-AG, durch einen Vergleich beendet, aufgrund dessen er zur Abgeltung von Gehaltsanspr&uuml;chen seine 1 520 Aktien an der E-AG f&uuml;r 150.000 DM auf diese &uuml;bertragen habe; der Kurswert der Aktien habe bei lediglich 133.500 DM gelegen. Die Differenz zwischen Ver&auml;u&szlig;erungspreis und Kurswert sei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit zuzurechnen und zu versteuern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf der Grundlage des Pr&uuml;fungsberichts &auml;nderte der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Bescheide &uuml;ber die Festsetzung der Einkommensteuer betreffend die Streitjahre. Die deswegen erhobenen Klagen hat das Finanzgericht (FG) D&uuml;sseldorf mit Urteilen vom 14. November 2007&nbsp;&nbsp;9 K 1270\/04 E und 9 K 1274\/04 E abgewiesen. Das erstgenannte, den Kl&auml;ger betreffende FG-Urteil ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2008, 361 abgedruckt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen die FG-Urteile richten sich die Revisionen der Kl&auml;ger, mit denen sie die Verletzung materiellen Rechts geltend machen und Verfahrensfehler r&uuml;gen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen, die FG-Urteile und die &Auml;nderungsbescheide des FA aufzuheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revisionen zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Beschluss vom 25. August 2009 hat der Senat die beiden Revisionsverfahren gem&auml;&szlig; &sect; 73 Abs. 1 Satz 1, &sect; 121 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zu gemeinsamer Verhandlung und Entscheidung verbunden. Nach dem Schluss der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Senat vom 25. August 2009 ist das Bundesministerium der Finanzen (BMF) mit Beitrittsschreiben vom 28. August 2009 den Verfahren gem&auml;&szlig; &sect; 122 Abs. 2 Satz 1 FGO beigetreten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                B. Eine Wiederer&ouml;ffnung der m&uuml;ndlichen Verhandlung (&sect; 93 Abs. 3 Satz 2 FGO) aufgrund des erst nach deren Schluss erkl&auml;rten Beitritts des BMF und der im Beitrittsschriftsatz beantragten Frist zur Stellungnahme zur Frage der Gemeinschaftsrechtsm&auml;&szlig;igkeit des &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG in Drittstaatensachverhalten (s. dazu unten C.III.) war nicht veranlasst. Dass diese Problematik f&uuml;r die Entscheidung des Rechtsstreits erheblich sein k&ouml;nnte, war f&uuml;r die Beteiligten nicht &uuml;berraschend. Nachdem im Verlauf des Revisionsverfahrens das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 18. November 2008 VIII R 24\/07 (BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518) bekannt geworden war &#8211;auf das das BMF zwischenzeitlich &uuml;berdies bereits mit Schreiben vom 6. Juli 2009 (BStBl I 2009, 770) entsprechend reagiert hat&#8211;, war offenkundig, dass sich die Frage der Gemeinschaftsrechtsm&auml;&szlig;igkeit der Norm auch in den hiesigen Streitf&auml;llen stellen w&uuml;rde; die Hauptbeteiligten haben sich, wie aus dem Schriftsatz der Kl&auml;ger vom 15. Mai 2009 hervorgeht, damit auseinandergesetzt. Die Frage war demzufolge ebenso Gegenstand des Vorbringens beider Beteiligten in dem anschlie&szlig;enden Rechtsgespr&auml;ch im Rahmen der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem Senat. Rechtliches Geh&ouml;r (&sect; 96 Abs. 2 FGO, Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes &#8211;GG&#8211;) wurde gew&auml;hrt. Vor diesem Hintergrund sieht der Senat &#8211;auch angesichts der nicht unerheblichen Dauer der Revisionsverfahren&#8211; keine hinreichenden Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Wiederer&ouml;ffnung der m&uuml;ndlichen Verhandlung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:144\"pt>\n<tr>\n<td>C.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Revisionen sind teilweise unzul&auml;ssig, teilweise unbegr&uuml;ndet und teilweise begr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Soweit es die &Auml;nderungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre 1991, 1992, 1993, 1994, 1996 und 1997 (Kl&auml;ger) sowie f&uuml;r die Streitjahre 1990, 1992, 1993, 1996 und 1997 (Kl&auml;gerin) betrifft, sind die Revisionen mangels hinreichender Begr&uuml;ndung der Rechtsmittel unzul&auml;ssig und deshalb gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 1 FGO zu verwerfen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Revisionsbegr&uuml;ndung muss gem&auml;&szlig; &sect; 120 Abs. 3 FGO die Revisionsgr&uuml;nde angeben. Das erfordert nach &sect; 120 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. a FGO die bestimmte Bezeichnung der Umst&auml;nde, aus denen sich die Rechtsverletzung ergibt. Die erhobene R&uuml;ge muss eindeutig erkennen lassen, welche Norm der Revisionskl&auml;ger f&uuml;r verletzt h&auml;lt. Ferner muss der Revisionskl&auml;ger die Gr&uuml;nde tats&auml;chlicher und rechtlicher Art angeben, die nach seiner Auffassung das erstinstanzliche Urteil als unrichtig erscheinen lassen. Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH geh&ouml;rt zu einer ordnungsgem&auml;&szlig;en Revisionsbegr&uuml;ndung u.a. eine Auseinandersetzung mit den Gr&uuml;nden des angefochtenen FG-Urteils. Es muss erkennbar sein, dass der Revisionskl&auml;ger die Begr&uuml;ndung jenes Urteils und sein eigenes bisheriges Vorbringen &uuml;berpr&uuml;ft hat; zu diesem Zweck muss dargetan werden, welche Ausf&uuml;hrungen der Vorinstanz aus welchen Gr&uuml;nden unrichtig sein sollen (BFH-Urteil vom 16. M&auml;rz 2000 III R 21\/99, BFHE 192, 169, BStBl II 2000, 700, m.w.N.). Dem gen&uuml;gt eine Bezugnahme auf das erstinstanzliche Vorbringen des Revisionskl&auml;gers regelm&auml;&szlig;ig nicht (BFH-Urteil vom 20. April 1999 VIII R 81\/94, BFH\/NV 1999, 1457; Senatsbeschluss vom 1. Juni 2006 I R 12\/05, BFH\/NV 2006, 2088; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 120 Rz 61, m.w.N.). Eine Ausnahme von diesem Grundsatz gilt nur dann, wenn der Revisionskl&auml;ger sich schon in der Klageschrift umfassend und abschlie&szlig;end mit denjenigen Argumenten auseinandergesetzt hat, auf die das FG in der Folge seine Entscheidung gest&uuml;tzt hat (BFH-Beschluss vom 19. Oktober 2000 VI R 73\/00, BFH\/NV 2001, 333; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 120 Rz 61, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diesen Anforderungen werden die Revisionsbegr&uuml;ndungen der Kl&auml;ger im Hinblick auf die Streitpunkte Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen (einschlie&szlig;lich Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG) und Kommissionsnachl&auml;sse auf Wertpapiergesch&auml;fte nicht gerecht. Die Kl&auml;ger haben sich in den Revisionsbegr&uuml;ndungen darauf beschr&auml;nkt, die Ausf&uuml;hrungen des FG allgemein als &quot;rechtsfehlerhaft&quot; zu bezeichnen und auf ihr erstinstanzliches Vorbringen zu verweisen; es fehlen jegliche Angaben dazu, welche Rechtsnormen das FG verletzt haben soll und aus welchen Gr&uuml;nden die diesbez&uuml;glichen Feststellungen und Erw&auml;gungen der Vorinstanz unzutreffend sein sollen. Das gilt auch f&uuml;r die Zinseink&uuml;nfte, die die Kl&auml;gerin nach den Feststellungen des FG aufgrund Darlehensvertrages vom Kl&auml;ger in den Streitjahren erhalten hat. Die Kl&auml;gerin bringt dazu vor, die Darlehensvaluta sei entgegen der Annahme des FG nicht gew&auml;hrt worden; mit den Gr&uuml;nden, die das FG f&uuml;r die Ablehnung des von ihr behaupteten Scheindarlehens angef&uuml;hrt hat, befasst sie sich in ihrer Revisionsbegr&uuml;ndung ebenso wenig wie mit der Frage, inwiefern die tats&auml;chlichen Feststellungen des FG im Hinblick auf &sect; 118 Abs. 2 FGO revisionsrechtlich &uuml;berhaupt noch zu &uuml;berpr&uuml;fen sein sollen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da im Hinblick auf die einleitend bezeichneten &Auml;nderungsbescheide ausschlie&szlig;lich die Kommissionsnachl&auml;sse auf die Wertpapiergesch&auml;fte und\/oder die Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen in Streit gestanden haben, gen&uuml;gen die Revisionsbegr&uuml;ndungen in Bezug auf diese Streitgegenst&auml;nde nicht den Anforderungen des &sect; 120 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. a FGO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Hinsichtlich jener &Auml;nderungsbescheide, die die Streitjahre 1990 und 1998 (Kl&auml;ger) sowie 1991 und 1998 (Kl&auml;gerin) betreffen, sind die Revisionen unbegr&uuml;ndet und daher gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 2 FGO zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Annahme des FG, dass die von den Kl&auml;gern im Streitjahr 1998 durch die Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an der A-AG und an der B-AG erzielten Gewinne nach &sect; 17 EStG 1990\/1997 zu versteuern sind, h&auml;lt der revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Gem&auml;&szlig; &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 EStG 1990\/1997 sind als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb auch Gewinne aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an Kapitalgesellschaften zu versteuern, wenn der Ver&auml;u&szlig;erer innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre am Kapital der Gesellschaft wesentlich beteiligt war. Eine wesentliche Beteiligung war in den Streitjahren gem&auml;&szlig; &sect; 17 Abs. 1 Satz 3 EStG 1990\/ &sect; 17 Abs. 1 Satz 4 EStG 1997 gegeben, wenn der Ver&auml;u&szlig;erer an der Gesellschaft zu mehr als einem Viertel unmittelbar oder mittelbar beteiligt war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Bei beiden Kl&auml;gern lag nach den Feststellungen des FG in dem Zeitraum von f&uuml;nf Jahren vor den jeweiligen Ver&auml;u&szlig;erungszeitpunkten jeweils eine wesentliche Beteiligung an der A-AG und an der B-AG vor. Der Senat ist gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO an diese Feststellungen gebunden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Im Hinblick auf die wesentlichen Beteiligungen der Kl&auml;ger an der B-AG im F&uuml;nfjahreszeitraum vor den Ver&auml;u&szlig;erungen des Jahres 1998 greifen die Kl&auml;ger die vorinstanzlichen Feststellungen nicht an. Auch der Senat vermag Rechtsfehler des FG insoweit nicht zu erkennen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Die Annahme des FG, die Kl&auml;ger seien jeweils innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre vor den Ver&auml;u&szlig;erungen zu mehr als einem Viertel an der A-AG beteiligt gewesen, ist ebenfalls nicht zu beanstanden. Insbesondere hat das FG zu Recht angenommen, dass die Kl&auml;ger durch fehlende bzw. unzureichende Angaben keine Aufkl&auml;rung &uuml;ber ihre Beteiligungsverh&auml;ltnisse gegeben haben, so dass diese auf der Grundlage der vorhandenen Indizien gem&auml;&szlig; &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO i.V.m. &sect; 162 Abs. 2 Satz 1 der Abgabenordnung (AO) zu sch&auml;tzen waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aaa) Die Kl&auml;ger waren aufgrund der allgemeinen Mitwirkungspflicht des Steuerpflichtigen im Rahmen der Einkommensbesteuerung bei Abgabe der Steuererkl&auml;rungen (&sect; 150 Abs. 2 Satz 1 AO i.V.m. &sect; 25 EStG 1990\/1997), im Rahmen der Au&szlig;enpr&uuml;fung (&sect; 200 Abs. 1 Satz 1 AO) und im Finanzgerichtsprozess (&sect; 76 Abs. 1 Satz 2 FGO) verpflichtet, bei der Feststellung der Sachverhalte, die f&uuml;r die Besteuerung erheblich sein k&ouml;nnen, mitzuwirken. Sie hatten diesen Mitwirkungspflichten insbesondere dadurch nachzukommen, dass sie die f&uuml;r die Besteuerung erheblichen Tatsachen vollst&auml;ndig und wahrheitsgem&auml;&szlig; offenzulegen und die ihnen bekannten Beweismittel anzugeben hatten (&sect; 90 Abs. 1 Satz 2 AO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bbb) Diesen Anforderungen sind die Kl&auml;ger nicht gerecht geworden. Selbst im Rahmen von Einspruchs- und Klageverfahren fehlt es an jeglicher auch nur halbwegs geschlossener und folgerichtiger Darstellung, wie sich die Beteiligungsverh&auml;ltnisse im relevanten Zeitraum entwickelt haben. Soweit Angaben gemacht wurden, bestanden diese im Wesentlichen darin, den objektiven Inhalt der aufgefundenen Unterlagen durch nicht nachpr&uuml;fbare Behauptungen abzuschw&auml;chen oder als unrichtig darzustellen. Exemplarisch ist die Einlassung der Kl&auml;ger, wonach die vom Kl&auml;ger in Schreiben aus den Jahren 1994 und 1995 mit 67,85 % angegebene eigene Beteiligung an der A-AG nicht vollst&auml;ndig von ihm selbst gehalten worden sei, sondern in der Weise auf die Familienmitglieder der Kl&auml;ger aufgeteilt worden sei, dass kein Familienmitglied eine h&ouml;here Beteiligung als 25 % gehalten habe. Die Kl&auml;ger behaupten damit schlicht die f&uuml;r sie im steuerlichen Ergebnis g&uuml;nstigste Sachverhaltsvariante, ohne auch nur ansatzweise darzulegen, wann und auf welche Weise der Kl&auml;ger welche Anteile auf welche Familienmitglieder &uuml;bertragen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihren Einw&auml;nden, die entsprechenden Sachverhalte h&auml;tten zum Zeitpunkt der gerichtlichen Aufforderung zur substantiierten Darlegung der Beteiligungsverh&auml;ltnisse teilweise bereits 14 Jahre zur&uuml;ckgelegen und h&auml;tten deshalb nicht mehr nachvollzogen werden k&ouml;nnen (&quot;objektive Unm&ouml;glichkeit&quot;) und es h&auml;tten keine Aufzeichnungspflichten bestanden, k&ouml;nnen die Kl&auml;ger keinen Erfolg haben. Zwar bestanden f&uuml;r den Erwerb und die Ver&auml;u&szlig;erung von im Privatverm&ouml;gen gehaltenen Anteilen an Kapitalgesellschaften keine steuerrechtlichen Aufzeichnungspflichten. Das bedeutet aber nicht, dass das FA die unzul&auml;nglichen Angaben der Kl&auml;ger ungepr&uuml;ft zu &uuml;bernehmen hat (BFH-Urteil vom 15. April 1999 IV R 68\/98, BFHE 188, 291, BStBl II 1999, 481). Jedenfalls dann, wenn es um Umst&auml;nde geht, die wie die hier geltend gemachten innerfamili&auml;ren Transaktionen ausschlie&szlig;lich der vom Steuerpflichtigen beherrschten Informations- und T&auml;tigkeitssph&auml;re angeh&ouml;ren, tr&auml;gt dieser unabh&auml;ngig von einer Aufzeichnungsverpflichtung die Gefahr, dass das FA die Besteuerungsgrundlagen nicht ermitteln kann und deshalb die Voraussetzungen f&uuml;r eine Sch&auml;tzung nach &sect; 162 AO gegeben sind (vgl. BFH-Urteile vom 15. Februar 1989 X R 16\/86, BFHE 156, 38, BStBl II 1989, 462; vom 22. September 2004 III R 9\/03, BFHE 207, 549, BStBl II 2005, 160).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hinzu kommt, dass nach st&auml;ndiger Rechtsprechung (z.B. BFH-Urteil vom 12. Mai 2009 IX R 46\/08, BFHE 225, 112, BFH\/NV 2009, 1326, m.w.N.; vgl. auch Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 7. November 1995&nbsp;&nbsp;2 BvR 802\/90, BStBl II 1996, 34) innerfamili&auml;re Vereinbarungen nur anerkannt werden k&ouml;nnen, wenn die Vertr&auml;ge b&uuml;rgerlich-rechtlich wirksam vereinbart worden sind und sowohl die Gestaltung als auch die Durchf&uuml;hrung des Vereinbarten dem zwischen Fremden &Uuml;blichen entsprechen. Fehlt es innerhalb eines Familienverbundes typischerweise an einem Interessengegensatz und k&ouml;nnen zivilrechtliche Gestaltungsm&ouml;glichkeiten steuerrechtlich missbraucht werden, so ist es im Interesse einer effektiven Missbrauchsbek&auml;mpfung geboten und zul&auml;ssig, an den Beweis des Abschlusses und an den Nachweis der Ernstlichkeit von Vertragsgestaltungen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen strenge Anforderungen zu stellen. Das Fehlen beweiskr&auml;ftiger Aufzeichnungen und Dokumentationen kann somit im Streitfall nicht bewirken, dass &uuml;ber den Steuertatbestand nach den Regeln der objektiven Beweislast (Feststellungslast) zu entscheiden w&auml;re; vielmehr f&uuml;hrt die unzureichende Mitwirkung der Kl&auml;ger zu einer Begrenzung der Sachaufkl&auml;rungspflicht und zu einer Minderung des Beweisma&szlig;es nach Ma&szlig;gabe von &sect; 162 Abs. 2 Satz 1 AO. Dass diese Beurteilung &#8211;wie die Kl&auml;ger meinen&#8211; in Widerspruch zu der Senatsrechtsprechung stehen soll, nach der &sect; 90 Abs. 1 AO keine Rechtsgrundlage f&uuml;r ein eigenst&auml;ndiges Verfahren bildet, aus dem sich bestimmte Erkl&auml;rungs- oder Dokumentationspflichten ableiten lassen (vgl. Senatsurteil vom 11. Oktober 1989 I R 101\/87, BFHE 159, 98, BStBl II 1990, 280), vermag der Senat nicht zu erkennen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ccc) An die Ergebnisse der Sch&auml;tzungen der Vorinstanz, die nicht gegen allgemeine Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze versto&szlig;en, ist der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden (BFH-Urteil vom 12. September 2001 VI R 72\/97, BFHE 196, 534, BStBl II 2001, 775, m.w.N.). Insbesondere ist es revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, dass das FG es als wahrscheinlich angesehen hat, dass der Kl&auml;ger entsprechend dessen eigenen schriftlichen Angaben im Zeitraum 1994\/1995 mit 67,85 % an der A-AG beteiligt war. Aus dem Umstand, dass das FG die vom Kl&auml;ger geltend gemachte Aufteilung der Beteiligung unter den Familienmitgliedern demgegen&uuml;ber als &quot;eher unwahrscheinlich&quot; bezeichnet hat, kann nicht abgeleitet werden, dass sich die Vorinstanz &#8211;wie der Kl&auml;ger r&uuml;gt&#8211; nicht hinreichend mit den vom Kl&auml;ger daf&uuml;r herangezogenen Schreiben und Entw&uuml;rfen von B&ouml;rsenprospekten befasst hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auch soweit die Kl&auml;gerin bem&auml;ngelt, dass das FG ihrem Vorbringen nicht gefolgt sei, bei der zwischenzeitlichen &Uuml;bertragung der Beteiligung vom Kl&auml;ger auf sie habe es sich um ein Scheingesch&auml;ft gehandelt, setzt sie lediglich die eigene Sachverhaltsw&uuml;rdigung an die Stelle jener der Vorinstanz. Die Erw&auml;gung des FG, dass es zum Vollzug der von den Kl&auml;gern vorgetragenen Absicht, den Gl&auml;ubigern des Kl&auml;gers den Zugriff auf die Beteiligung zu vereiteln, einer zivilrechtlich wirksamen &Uuml;bertragung bedurft habe, ist m&ouml;glich und verst&ouml;&szlig;t nicht gegen Denkgesetze. Dass &#8211;wie die Kl&auml;gerin jetzt vorbringt&#8211; bei einer zivilrechtlich wirksamen &Uuml;bertragung der Anteile unter Umst&auml;nden eine Anfechtung nach Ma&szlig;gabe des seinerzeitigen Gesetzes betreffend die Anfechtung von Rechtshandlungen eines Schuldners au&szlig;erhalb des Konkursverfahrens (Anfechtungsgesetz) m&ouml;glich gewesen w&auml;re, entwertet die Argumentation des FG nicht; denn jedenfalls w&auml;re der Gl&auml;ubigerzugriff im Vergleich zur Rechtslage bei Unterbleiben einer wirksamen &Uuml;bertragung erschwert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit die Kl&auml;gerin des Weiteren r&uuml;gt, das FG habe sich nicht mit den von ihr vorgebrachten Einwendungen gegen den vom FG in Bezug genommenen Zeichnungsschein vom April 1993 betreffend eine Kapitalerh&ouml;hung der A-AG befasst und damit ihren Anspruch auf die Gew&auml;hrung rechtlichen Geh&ouml;rs (&sect; 96 Abs. 2, &sect; 119 Nr. 3 FGO, Art. 103 Abs. 1 GG) verletzt, fehlt es in der Revisionsbegr&uuml;ndung schon an der erforderlichen Darlegung der Kausalit&auml;t des geltend gemachten Verfahrensfehlers f&uuml;r die angefochtene Entscheidung. Denn wenn sich der ger&uuml;gte Versto&szlig; gegen das Geh&ouml;rsgebot nur auf einzelne Feststellungen oder rechtliche Gesichtspunkte bezieht, auf die es m&ouml;glicherweise f&uuml;r die Entscheidung nicht ankommt, gilt die Kausalit&auml;tsvermutung des &sect; 119 Nr. 3 FGO nicht (Senatsurteil vom 9. April 2008 I R 43\/07, BFH\/NV 2008, 1848, m.w.N.). Davon muss im Streitfall ausgegangen werden, weil es sich bei dem Zeichnungsschein lediglich um eines von mehreren Indizien handelt, die das FG f&uuml;r sein Sch&auml;tzungsergebnis herangezogen hat. Im &Uuml;brigen hat das FG die Bedenken der Kl&auml;gerin gegen die Heranziehung des Zeichnungsscheins im Urteilstatbestand erw&auml;hnt, so dass von deren Ber&uuml;cksichtigung bei der Entscheidungsfindung auszugehen ist (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 16. Januar 2007 II S 18\/06, BFH\/NV 2007, 939; vom 30. Oktober 2007 VIII B 153\/06, BFH\/NV 2008, 389, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Hinsichtlich der Sch&auml;tzung der Zahl der ver&auml;u&szlig;erten Anteile an der A-AG und der B-AG und der hierf&uuml;r angesetzten Erl&ouml;se haben die Kl&auml;ger keine gesonderten Revisionsangriffe erhoben. Auch aus Sicht des Senats sind Rechtsfehler insoweit nicht zu ersehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Die 1998 erzielten Gewinne des Kl&auml;gers aus der Ver&auml;u&szlig;erung von Anteilen an der B-AG unterfielen auch insoweit der Besteuerung nach &sect; 17 EStG 1997, als sie aus Spekulationsgesch&auml;ften i.S. des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG 1997 resultierten. Zwar bestimmte &sect; 23 Abs. 2 Satz 2 EStG 1997, dass in diesen F&auml;llen &sect; 17 EStG 1997 nicht anwendbar ist. Jedoch hat das BVerfG die Bestimmung des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG 1997 mit Urteil vom 9. M&auml;rz 2004&nbsp;&nbsp;2 BvL 17\/02 (BGBl I 2004, 591, BStBl II 2005, 56) f&uuml;r die Veranlagungszeitr&auml;ume 1997 und 1998 f&uuml;r nichtig erkl&auml;rt, soweit sie Ver&auml;u&szlig;erungsgesch&auml;fte bei Wertpapieren betrifft. Im Umfang der Nichtigkeit der Bestimmung kann aber auch die Subsidiarit&auml;tsregelung des &sect; 23 Abs. 2 Satz 2 EStG 1997 nicht mehr greifen. Denn die Besteuerung nach &sect; 17 EStG 1997 soll danach nur ausgeschlossen sein, wenn die Voraussetzungen des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG 1997 vorliegen; bei Gewinnen aus Wertpapiergesch&auml;ften war das nach dem BVerfG-Urteil im Jahr 1998 nicht (mehr) der Fall. Dadurch ist die Besteuerungsm&ouml;glichkeit nach &sect; 17 EStG 1997 gleichsam wieder aufgelebt. Der Auffassung des Kl&auml;gers, die Nichtigkeit des &sect; 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG 1997 in Bezug auf Wertpapiergesch&auml;fte habe zur Folge, dass die betreffenden Gewinne weder als sonstige Eink&uuml;nfte gem&auml;&szlig; &sect; 22 Nr. 2 i.V.m. &sect; 23 EStG 1997 noch als Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb gem&auml;&szlig; &sect; 17 EStG 1997 steuerbar waren, ist demnach nicht zu folgen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Ohne Rechtsfehler hat das FG den im Jahr 1990 vom Kl&auml;ger aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an der C-Inc. erzielten Gewinn den Eink&uuml;nften aus Gewerbebetrieb gem&auml;&szlig; &sect; 17 EStG 1990 zugerechnet. Der Kl&auml;ger war nach den tatrichterlichen Feststellungen seit deren Gr&uuml;ndung 1989 &#8211;nach eigener Einlassung zun&auml;chst mittelbar &uuml;ber den Treuh&auml;nder T&#8211; Inhaber von 50 % der Anteile an der C-Inc. und damit gem&auml;&szlig; &sect; 17 Abs. 1 Satz 3 EStG 1990 wesentlich an dieser Kapitalgesellschaft beteiligt. Das FG hat den gem&auml;&szlig; &sect; 159 AO erforderlichen Nachweis des Umstandes, dass der Kl&auml;ger die H&auml;lfte dieser Anteile als Treuh&auml;nder f&uuml;r die Kl&auml;gerin gehalten habe, als nicht gef&uuml;hrt angesehen. An diese tatrichterliche W&uuml;rdigung ist der Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO gebunden; insbesondere ist nichts dagegen zu erinnern, dass das FG f&uuml;r die volle &Uuml;berzeugung von der Richtigkeit des Kl&auml;gervorbringens die blo&szlig;e Vorlage schriftlicher Treuhandabreden nicht als ausreichend angesehen und einen n&auml;heren Vortrag zum wirtschaftlichen und schuldrechtlichen Hintergrund der behaupteten Vereinbarung vermisst hat. Mit seinen diesbez&uuml;glichen Einwendungen setzt der Kl&auml;ger wiederum nur seine eigene Beweisw&uuml;rdigung an die Stelle jener der Vorinstanz; damit kann er im Revisionsverfahren nicht durchdringen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Rechtsfehlerfrei ist das FG zum Ergebnis gelangt, dass die Kl&auml;gerin mit der Ver&auml;u&szlig;erung ihrer 27,5 % &#8211; Beteiligungen an der D-AG im Streitjahr 1991 den Tatbestand des &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 EStG 1990 verwirklicht hat. Soweit die Kl&auml;gerin Vermutungen dar&uuml;ber anstellt, ob die A-AG die ihr im Rahmen des Anteilstausches 1991 einger&auml;umte Option auf R&uuml;ckerwerb der gegen die Anteile an der D-AG eingetauschten Anteile ausge&uuml;bt hat und ob es dabei auch zum R&uuml;cktausch mit den Anteilen an der D-AG gekommen ist, braucht dem nicht weiter nachgegangen zu werden. Denn die Einr&auml;umung eines R&uuml;ckerwerbrechts steht der Annahme einer &quot;Ver&auml;u&szlig;erung&quot; i.S. des &sect; 17 Abs. 1 Satz 1 EStG 1990 nicht entgegen (BFH-Urteil vom 7. M&auml;rz 1995 VIII R 29\/93, BFHE 178, 116, BStBl II 1995, 693; H 17 Abs. 7 des Amtlichen Einkommensteuer-Handbuchs 2007, Stichwort &quot;R&uuml;ckkaufsrecht&quot;; Gosch in Kirchhof, Einkommensteuergesetz, 8. Aufl., &sect; 17 Rz 100; Bl&uuml;mich\/Ebling, Einkommensteuergesetz, K&ouml;rperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, &sect; 17 EStG Rz 130a).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Die Kl&auml;ger haben den Verm&ouml;genszuwachs der von ihnen zum Wegzugszeitpunkt gehaltenen Anteile an der A-AG und an der B-AG nach Ma&szlig;gabe von &sect; 6 Abs. 1 AStG i.d.F. bis zur &Auml;nderung durch das Gesetz &uuml;ber steuerliche Begleitma&szlig;nahmen zur Einf&uuml;hrung der Europ&auml;ischen Gesellschaft und zur &Auml;nderung weiterer steuerlicher Vorschriften (SEStEG) vom 7. Dezember 2006 (BGBl I 2006, 2782, berichtigt BGBl I 2007, 68) &#8211;AStG a.F.&#8211; i.V.m. &sect; 6 Abs. 5, &sect; 21 Abs. 13 Satz 2 AStG i.d.F. des SEStEG &#8211;AStG n.F.&#8211; zu versteuern. Die diesbez&uuml;glichen Erw&auml;gungen des FG halten der revisionsrechtlichen Pr&uuml;fung stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach &sect; 6 Abs. 1 Satz 1 AStG a.F. ist bei einer nat&uuml;rlichen Person, die insgesamt mindestens zehn Jahre nach &sect; 1 Abs. 1 EStG 1997 unbeschr&auml;nkt einkommensteuerpflichtig war und deren unbeschr&auml;nkte Steuerpflicht durch Aufgabe des Wohnsitzes oder gew&ouml;hnlichen Aufenthaltes endet, auf Anteile an einer inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaft &sect; 17 EStG 1997 im Zeitpunkt der Beendigung der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht auch ohne Ver&auml;u&szlig;erung anzuwenden, wenn im &Uuml;brigen f&uuml;r die Anteile zu diesem Zeitpunkt die Voraussetzungen dieser Vorschrift erf&uuml;llt sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Voraussetzungen dieser sog. Wegzugsteuer sind im Streitfall erf&uuml;llt: Nach den Feststellungen des FG ist davon auszugehen, dass die Kl&auml;ger vor ihrem Wegzug mindestens zehn Jahre im Inland unbeschr&auml;nkt steuerpflichtig waren. Im Streitjahr 1998 sind die Kl&auml;ger nach Belgien verzogen und damit aus ihrer inl&auml;ndischen unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht ausgeschieden. Sie waren im Wegzugszeitpunkt an den inl&auml;ndischen Kapitalgesellschaften A-AG und B-AG beteiligt. Aus den revisionsrechtlich nicht zu beanstandenden Feststellungen der Vorinstanz folgt zudem, dass die Kl&auml;ger in den letzten f&uuml;nf Jahren vor dem Wegzugszeitpunkt i.S. von &sect; 17 Abs. 1 Satz 1, Satz 4 EStG 1997 wesentlich an beiden Gesellschaften beteiligt waren. Auf die Ausf&uuml;hrungen zu C.II.1.b wird Bezug genommen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Die Anwendung der Wegzugsbesteuerung auf die im Jahr 1998 erfolgte Aufgabe des Wohnsitzes nach Ma&szlig;gabe von &sect; 6 Abs. 1 AStG a.F. i.V.m. &sect; 6 Abs. 5, &sect; 21 Abs. 13 AStG n.F. verst&ouml;&szlig;t weder gegen Abkommensrecht noch gegen die gemeinschaftsrechtlich verb&uuml;rgte Niederlassungsfreiheit (Art. 43 des Vertrages von Amsterdam zur &Auml;nderung des Vertrages &uuml;ber die Europ&auml;ische Union, der Vertr&auml;ge zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EGV&#8211;, sowie einiger damit zusammenh&auml;ngender Rechtsakte &#8211;EG&#8211;, Amtsblatt der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;ABlEG&#8211; 1997 Nr. C-340, 1); sie wirkt auch nicht in verfassungsrechtlich unzul&auml;ssiger Weise zur&uuml;ck und steht den Rechtsstaatserfordernissen des Art. 20 Abs. 3 GG nicht entgegen. Der Senat hat das nach summarischer Pr&uuml;fung in dem im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes ergangenen Senatsbeschluss vom 23. September 2008 I B 92\/08 (BFHE 223, 73, BStBl II 2009, 524) &#8211;auf den zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug genommen wird&#8211; begr&uuml;ndet und bekr&auml;ftigt seine Auffassung nach nochmaliger Pr&uuml;fung; die dort f&uuml;r einen Wegzug nach Portugal gefundene L&ouml;sung ist gleicherma&szlig;en einschl&auml;gig f&uuml;r den in den Streitf&auml;llen in Rede stehenden Wegzug nach Belgien und die daf&uuml;r gegebene, insoweit parallele Abkommenslage nach Ma&szlig;gabe von Art. 13 Abs. 3 (i.V.m. dem dazu ergangenen Schlussprotokoll) des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem K&ouml;nigreich Belgien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Regulierung verschiedener anderer Fragen auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Verm&ouml;gen einschlie&szlig;lich der Gewerbesteuer und der Grundsteuern vom 11. April 1967 (BGBl II 1968, 18, BStBl I 1969, 39) i.d.F. des Zusatzabkommens vom 5. November 2002 (BGBl II 2003, 1616) &#8211;DBA-Belgien&#8211;. Die Einw&auml;nde, welche aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden im Schrifttum gegen den zitierten Senatsbeschluss erhoben worden sind (vgl. Wassermeyer, Neue Juristische Wochenschrift 2009, 112; Intemann, Neue Wirtschafts-Briefe, Fach 2, Wegzugsbesteuerung, 10101; Beiser, Internationales Steuerrecht &#8211;IStR&#8211; 2009, 236; H&auml;ck in Haase, AStG\/DBA, &sect; 6 AStG Rz 17 ff.), &auml;ndern an dieser Einsch&auml;tzung nichts; sie wurden in der Sache bereits s&auml;mtlich in dem Senatsbeschluss in BFHE 223, 73, BStBl II 2009, 524 erwogen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Insbesondere h&auml;lt der Senat daran fest, dass das Vertrauen des Steuerpflichtigen auf die Gemeinschaftsrechtswidrigkeit einer innerstaatlichen Vorschrift grunds&auml;tzlich nicht sch&uuml;tzenswert sein kann. Ein sch&uuml;tzenswertes Vertrauen kann nicht weiter reichen, als der aus dem Versto&szlig; gegen das Gemeinschaftsrecht folgende Anwendungsvorrang des Gemeinschaftsrechts reicht; in dem Umfang, in dem die Norm ohne Versto&szlig; gegen Gemeinschaftsrecht angewendet werden kann, besteht deshalb kein Raum f&uuml;r einen Vertrauensschutz. Ein anderes Ergebnis ergibt sich f&uuml;r die Streitf&auml;lle nicht aus dem Umstand, dass zum Zeitpunkt der Erhebung der verfahrensgegenst&auml;ndlichen Klagen im Jahr 2002 die gesetzlichen Modifikationen des &sect; 6 AStG a.F. durch die Regelungen des SEStEG noch nicht existiert haben, &sect; 6 AStG a.F. deshalb m&ouml;glicherweise wegen Versto&szlig;es gegen die gemeinschaftsrechtlich verb&uuml;rgte Niederlassungsfreiheit nicht anwendbar war (vgl. Senatsbeschluss in BFHE 223, 73, BStBl II 2009, 524) und die Klagen folglich urspr&uuml;nglich begr&uuml;ndet gewesen sein k&ouml;nnten. Dem durch die Modifikationen des SEStEG bewirkten nachtr&auml;glichen Wegfall der bis dahin m&ouml;glicherweise bestehenden gemeinschaftsrechtlichen Anwendungssperre &#8211;einem erledigenden Ereignis i.S. von &sect; 138 Abs. 1 FGO&#8211; h&auml;tten die Kl&auml;ger prozessual durch eine Einschr&auml;nkung ihrer Klageantr&auml;ge Rechnung tragen k&ouml;nnen, um drohende Kostennachteile zu vermeiden. F&uuml;r die Kostenentscheidung w&auml;re es dann ggf. auf die Rechtslage vor der Gesetzes&auml;nderung angekommen (&sect; 138 Abs. 1 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                d) Es ist f&uuml;r die Entscheidung der Streitf&auml;lle ebenfalls nicht von Bedeutung, dass das FA die in den angefochtenen Bescheiden festgesetzten Steuern &#8211;soweit sie auf &sect; 6 AStG a.F. beruhen&#8211; tats&auml;chlich nicht gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 5 Satz 1 AStG n.F. (i.V.m. &sect; 222 AO) gestundet hat. Denn die Stundung w&auml;re aufgrund des im Jahr 2001 erfolgten Wegzugs der Kl&auml;ger aus Belgien in die Schweiz &#8211;die weder der Europ&auml;ischen Union angeh&ouml;rt noch Mitglied des Europ&auml;ischen Wirtschaftsraums (EWR) ist&#8211; sogleich zu widerrufen, &sect; 6 Abs. 5 Satz 4 Nr. 4 AStG n.F. (i.V.m. &sect; 131 Abs. 2 Nr. 1 AO). Dieser gesetzlich angeordnete Widerruf beim anschlie&szlig;enden Umzug in einen Drittstaat begegnet seinerseits jedenfalls in Anbetracht der in den Streitf&auml;llen zu beurteilenden Situation keinen durchgreifenden europarechtlichen Bedenken. Zwar wird im Schrifttum &uuml;berlegt, die in &sect; 6 Abs. 5 AStG n.F. f&uuml;r EU\/EWR-Staatsangeh&ouml;rige gew&auml;hrten Erleichterungen auch in sog. Drittstaatenf&auml;llen anzuwenden (z.B. Sch&ouml;nfeld in Flick\/Wassermeyer\/Baumhoff, Au&szlig;ensteuerrecht, &sect; 6 AStG Rz 27.4; H&auml;ck in Haase, a.a.O., &sect; 6 AStG Rz 19). Letzteres w&auml;re indes nur m&ouml;glich, falls in der &quot;Wegzugsbesteuerung&quot; ein Versto&szlig; gegen die Kapitalverkehrsfreiheit (Art. 73b EGV, jetzt Art. 56 EG) gesehen w&uuml;rde, was jedoch f&uuml;r die Streitjahre ausscheidet, weil &sect; 17 EStG in jenen Jahren eine qualifizierte &quot;wesentliche&quot; Beteiligung von 25 v.H. an der unbeschr&auml;nkt steuerpflichtigen Kapitalgesellschaft verlangte; bei derartigen Beteiligungsvoraussetzungen wird die grunds&auml;tzlich anwendbare Kapitalverkehrsfreiheit aber von der vorrangigen Niederlassungsfreiheit gem&auml;&szlig; Art. 52 EGV (jetzt Art. 43 EG) verdr&auml;ngt (z.B. Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EuGH&#8211;, Beschluss vom 10. Mai 2007 C-492\/04, &quot;Lasertec Gesellschaft f&uuml;r Stanzformen mbH&quot;, Slg. 2007, I-3775; s. auch Senatsurteil vom 26. November 2008 I R 7\/08, BFHE 224, 50, m.w.N.). Schlie&szlig;lich bringt im Streitfall auch das zwischen der Europ&auml;ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft andererseits &uuml;ber die Freiz&uuml;gigkeit geschlossene Abkommen vom 21. Juni 1999 (ABlEG 2002 Nr. L 114, 6, BGBl II 2001, 811), umgesetzt durch Gesetz vom 2. September 2001 (BGBl II 2001, 810), den Kl&auml;gern keinen weiteren Vorteil. Dieses Abkommen erweitert zwar die Reichweite der allgemeinen Freiz&uuml;gigkeit, der Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit und der Niederlassungsfreiheit nat&uuml;rlicher Personen unter bestimmten Voraussetzungen auf die Schweiz und k&ouml;nnte deswegen auch f&uuml;r &sect; 6 AStG einschl&auml;gig sein (vgl. z.B. Sch&ouml;nfeld in Flick\/Wassermeyer\/Baumhoff, a.a.O., &sect; 6 AStG Rz 27.7; H&auml;ck in Haase, a.a.O., &sect; 6 AStG Rz 20 f.). Das Abkommen ist aber erst mit Wirkung vom 1. Juni 2002 an anzuwenden; die Kl&auml;ger sind nach den tatrichterlichen Feststellungen jedoch bereits im M&auml;rz 2001 von Belgien in die Schweiz verzogen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Inwieweit sich die Notwendigkeit einer zwischenzeitlichen Stundung auf die Entstehung von S&auml;umniszuschl&auml;gen (vgl. &sect; 240 AO) auswirkt und ob diese ggf. &#8211;vollst&auml;ndig oder teilweise&#8211; erlassen werden m&uuml;ssen, kann im vorliegenden Verfahren nicht gekl&auml;rt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                e) Den Angriffen der Revisionen h&auml;lt das angefochtene Urteil auch im Hinblick auf die Ermittlung des Verm&ouml;genszuwachses als Bemessungsgrundlage f&uuml;r die Besteuerung nach &sect; 6 AStG a.F. stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Das FG durfte bei der Ermittlung des Wertes der nicht b&ouml;rsennotierten Inhaberaktien der Kl&auml;ger an der A-AG und an der B-AG auf den B&ouml;rsenkurs der in den USA gehandelten Aktienzertifikate (ADR) abstellen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aaa) Gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 1 Satz 3 AStG a.F. i.V.m. &sect; 17 Abs. 2 EStG 1997 ist als Verm&ouml;genszuwachs der Betrag anzusetzen, um den der gemeine Wert der Anteile im Zeitpunkt der Beendigung der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht die Anschaffungskosten &uuml;bersteigt. Gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 1 des Bewertungsgesetzes (BewG), der gem&auml;&szlig; &sect; 1 Abs. 1 BewG grunds&auml;tzlich auch im Bereich der Besteuerung nach dem Au&szlig;ensteuergesetz Anwendung findet, sind Wertpapiere, die am Stichtag an einer deutschen B&ouml;rse zum amtlichen Handel zugelassen sind, mit dem niedrigsten am Stichtag f&uuml;r sie im amtlichen Handel notierten Kurs anzusetzen. F&uuml;r Anteile an Kapitalgesellschaften, die &#8211;wie die in Rede stehenden Inhaberaktien der Kl&auml;ger&#8211; nicht an einer deutschen B&ouml;rse zum amtlichen Handel zugelassen sind, ist der gemeine Wert gem&auml;&szlig; &sect; 11 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 BewG grunds&auml;tzlich aus Verk&auml;ufen abzuleiten, die weniger als ein Jahr zur&uuml;ckliegen. Erst wenn sich aufgrund dieser vorrangig durchzuf&uuml;hrenden Wertermittlung der gemeine Wert der Aktien nicht feststellen l&auml;sst, ist der gemeine Wert nach &sect; 11 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 2 BewG &#8211;der bis zur Einf&uuml;gung des &sect; 11 Abs. 2 Satz 3 BewG durch das SEStEG jedenfalls nicht ausdr&uuml;cklich von der Anwendung im Bereich der Ertragsteuern ausgenommen war&#8211; &quot;unter Ber&uuml;cksichtigung des Verm&ouml;gens und der Ertragsaussichten der Kapitalgesellschaft&quot; zu sch&auml;tzen (vgl. BFH-Urteile vom 5. M&auml;rz 1986 II R 232\/82, BFHE 146, 460, BStBl II 1986, 591; vom 9. M&auml;rz 1994 II R 39\/90, BFHE 173, 561, BStBl II 1994, 394; vom 1. Februar 2007 VI R 72\/05, BFH\/NV 2007, 898); hierzu hat der BFH in st&auml;ndiger Rechtsprechung das von der Finanzverwaltung zun&auml;chst in den Verm&ouml;gensteuer-Richtlinien, ab 1999 dann in R 96 ff. der Erbschaftsteuer-Richtlinien vorgesehene Stuttgarter Verfahren als ein grunds&auml;tzlich geeignetes Sch&auml;tzungsverfahren anerkannt (vgl. BFH-Urteile vom 5. Februar 1992 II R 185\/87, BFHE 167, 166, BStBl II 1993, 266; vom 12. Juli 2006 II R 75\/04, BFHE 213, 215, BStBl II 2006, 704, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bbb) Entgegen der Sicht der Kl&auml;ger ist im Falle der streitbefangenen Inhaberaktien eine Wertermittlung anhand von Verk&auml;ufen i.S. von &sect; 11 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 BewG m&ouml;glich, so dass eine Wertermittlung nach dem Stuttgarter Verfahren ausscheidet. Zwar handelt es sich bei den Inhaberaktien und den ADR um verschiedene Anteilsgattungen. Jedoch l&auml;sst sich auch der Wert der Inhaberaktien nach den nicht zu beanstandenden Feststellungen des FG aus dem B&ouml;rsenkurs der ADR zum Wegzugszeitpunkt ableiten. Denn danach handelte es sich bei den ADR um Zertifikate, die stellvertretend f&uuml;r die hinterlegten Aktien gehandelt wurden und deren B&ouml;rsenkurse zum Wegzugszeitpunkt deshalb unter Ber&uuml;cksichtigung von Verm&ouml;gen und Ertragsaussichten der Unternehmen den Wert widergespiegelt haben, den der freie Handel nach den marktwirtschaftlichen Grunds&auml;tzen von Angebot und Nachfrage einer Beteiligung an den Kapitalgesellschaften zum Stichtag beigemessen hat. Das FG hat sich insoweit zu Recht auf die st&auml;ndige Rechtsprechung des BFH bezogen, nach der der Kurs von nicht an der B&ouml;rse notierten Aktien vom B&ouml;rsenkurs b&ouml;rsennotierter Aktien abgeleitet werden kann (vgl. BFH-Urteile in BFHE 146, 460, BStBl II 1986, 591; in BFHE 173, 561, BStBl II 1994, 394; vom 21. April 1999 II R 87\/97, BFHE 188, 431, BStBl II 1999, 810).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Soweit die Kl&auml;ger meinen, es bestehe im Vergleich zum BFH-Urteil in BFHE 173, 561, BStBl II 1994, 394 ein wesentlicher Unterschied darin, dass im Urteilsfall &quot;ein nicht unerheblicher Teil&quot; von Aktien b&ouml;rsennotiert war, w&auml;hrend im Streitfall die f&uuml;r die ADR hinterlegten Inhaberaktien nur einen vergleichsweise geringen Teil der insgesamt vorhandenen Aktien ausgemacht h&auml;tten, ist dem nicht zu folgen. Es besteht kein allgemeiner Erfahrungssatz &#8211;und die Kl&auml;ger haben einen solchen auch nicht substantiiert dargetan&#8211;, dass der B&ouml;rsenkurs von nur mit einem geringen Teil seiner Aktien b&ouml;rsennotierten Unternehmen stets h&ouml;her ist als er im Falle einer gr&ouml;&szlig;eren B&ouml;rsenkapitalisierung w&auml;re. Es ist nicht ersichtlich, dass der Grad der B&ouml;rsenkapitalisierung ein f&uuml;r die Unternehmens- und Anteilsbewertung so gewichtiger Gesichtspunkt ist, dass aus der Sicht der Marktteilnehmer die Bedeutung der k&uuml;nftigen Ertragserwartungen des Unternehmens als ma&szlig;geblicher Bewertungsfaktor merklich dahinter zur&uuml;cktritt. Soweit die Kl&auml;ger wegen des &quot;&Uuml;berangebots&quot; einen Kursverlust f&uuml;r den Fall prognostizieren, dass s&auml;mtliche ausgegebenen Inhaberaktien in handelbare ADR umgewandelt worden w&auml;ren, so kommt es hierauf im Streitfall nicht an; denn weder der Kl&auml;ger noch die Kl&auml;gerin hatten zum Wegzugszeitpunkt s&auml;mtliche noch nicht hinterlegten Inhaberaktien der Gesellschaften inne. Im &Uuml;brigen besteht au&szlig;erhalb des hier nicht ber&uuml;hrten Bereichs von Kapitalerh&ouml;hungen auch kein Erfahrungssatz, nach dem der Kurs der bisher schon handelbaren Aktien zwangsl&auml;ufig absinkt, wenn der bisher dem B&ouml;rsenhandel entzogene Anteilsbestand zus&auml;tzlich auf den Markt kommt. Zwar k&ouml;nnen Aktienk&auml;ufe und -verk&auml;ufe auf den Aktienkurs zur&uuml;ckwirken. Wohin sich der Kurs jedoch entwickelt, l&auml;sst sich nicht f&uuml;r alle Unternehmen und f&uuml;r alle Situationen gleichf&ouml;rmig prognostizieren, sondern richtet sich nach den spezifischen Angebots- und Nachfragefaktoren im Einzelfall. Gr&uuml;nde daf&uuml;r, dass in den F&auml;llen der A-AG und der B-AG eine gedachte Ver&auml;u&szlig;erung der von den Kl&auml;gern gehaltenen Inhaberaktien zwingend zu einem Absinken des Kurswerts f&uuml;hren w&uuml;rde, haben die Kl&auml;ger nicht dargetan und sind auch sonst nicht zu erkennen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) F&uuml;r die Ermittlung des Verm&ouml;genszuwachses kommt es nicht darauf an, ob die Kl&auml;ger &#8211;was der Kl&auml;ger f&uuml;r sich aufgrund amerikanischer B&ouml;rsenvorschriften in Abrede stellt&#8211; zum Wegzugszeitpunkt tats&auml;chlich die M&ouml;glichkeit gehabt h&auml;tten, ihre gesamten Inhaberaktien in ADR zu tauschen und zu ver&auml;u&szlig;ern. Denn die Besteuerung nach &sect; 6 Abs. 1 AStG a.F. kn&uuml;pft als &quot;Ersatztatbestand&quot; f&uuml;r die nach &sect; 17 EStG 1997 erforderliche Ver&auml;u&szlig;erung ausschlie&szlig;lich an die Beendigung der unbeschr&auml;nkten Steuerpflicht an; eine hypothetische Ver&auml;u&szlig;erungsm&ouml;glichkeit zum Stichtag ist weder nach dem Wortlaut der Vorschrift noch nach deren Sinn und Zweck erforderlich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Die weitere Kursentwicklung der Anteile an den beiden Kapitalgesellschaften nach dem Bewertungsstichtag ist f&uuml;r die Entscheidung der Streitf&auml;lle unerheblich. Ein nachtr&auml;glicher Wertverfall kann zwar nach Ma&szlig;gabe von &sect; 6 Abs. 6 i.V.m. &sect; 21 Abs. 13 Satz 2 AStG n.F. im Falle der sp&auml;teren Realisation ber&uuml;cksichtigt werden. Dass die Kl&auml;ger die bei ihnen verbliebenen Wertpapiere im weiteren Verlauf ver&auml;u&szlig;ert h&auml;tten oder ein Wertverlust sich in anderer Weise realisiert h&auml;tte, ist jedoch weder vom FG festgestellt noch von den Kl&auml;gern vorgetragen worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Im Hinblick auf die des Weiteren vom FG gebilligten Positionen der &Auml;nderungsbescheide, hinsichtlich derer die Kl&auml;ger keine hinreichend begr&uuml;ndeten Einwendungen vorgebracht haben (Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen, Kommissionsnachl&auml;sse auf Wertpapiergesch&auml;fte als Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, vgl. oben C.I.), sind Rechtsfehler nicht zu erkennen. Die diesbez&uuml;glichen Feststellungen des FG versto&szlig;en nicht gegen Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze; die daraus gezogenen rechtlichen Schlussfolgerungen sind zutreffend.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                III. Begr&uuml;ndet sind die Revisionen hinsichtlich der &Auml;nderungsbescheide betreffend die Streitjahre 1994 (Kl&auml;gerin) und 1995 (beide Kl&auml;ger). Die Rechtsmittel f&uuml;hren insoweit gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FGO zur Aufhebung der angefochtenen Urteile und zur Zur&uuml;ckverweisung der Rechtsstreite an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Im Hinblick auf die Besteuerung der Beteiligungen an den &quot;schwarzen&quot; Fonds k&ouml;nnen die angefochtenen Bescheide keinen Bestand haben. Die pauschale Besteuerung von Ertr&auml;gen aus &quot;schwarzen&quot; Fonds nach Ma&szlig;gabe von &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG verst&ouml;&szlig;t gegen die in Art. 73b Abs. 1 EGV (jetzt Art. 56 Abs. 1 EG) verb&uuml;rgte Freiheit des Kapitalverkehrs auch zwischen den Mitgliedstaaten und dritten L&auml;ndern.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach der Rechtsprechung des VIII. Senats des BFH (BFH-Urteil in BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518) &#8211;die von der Finanzverwaltung &uuml;ber den Einzelfall hinaus angewendet wird (BMF-Schreiben vom 6. Juli 2009, BStBl I 2009, 770)&#8211; verst&ouml;&szlig;t die pauschale Besteuerung von Ertr&auml;gen aus &quot;schwarzen&quot; Fonds aus Mitgliedstaaten der EU gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG offensichtlich gegen die gemeinschaftsrechtliche Kapitalverkehrsfreiheit. Der Senat schlie&szlig;t sich dieser Beurteilung an und &uuml;bertr&auml;gt sie auf solche Fonds, die &#8211;wie diejenigen der Streitf&auml;lle&#8211; nicht in EU- oder EWR-Mitgliedstaaten, sondern in dritten L&auml;ndern ans&auml;ssig sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Gew&auml;hrleistung der Kapitalverkehrsfreiheit durch Art. 73b Abs. 1 EGV auch f&uuml;r den Verkehr mit Drittstaaten ist in Bezug auf die Besteuerung nach &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG nicht aufgrund der Bestandsschutzregelung (Stand-still-Klausel) in Art. 73c Abs. 1 Satz 1 EGV (jetzt Art. 57 Abs. 1 Satz 1 EG) ausgeschlossen. Danach ber&uuml;hrt Art. 73b EGV nicht diejenigen Beschr&auml;nkungen auf dritte L&auml;nder, die am 31. Dezember 1993 aufgrund einzelstaatlicher oder gemeinschaftlicher Rechtsvorschriften f&uuml;r den Kapitalverkehr mit dritten L&auml;ndern im Zusammenhang mit Direktinvestitionen einschlie&szlig;lich Anlagen in Immobilien, mit der Niederlassung, der Erbringung von Finanzdienstleistungen oder der Zulassung von Wertpapieren zu den Kapitalm&auml;rkten bestehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Bei den Fondsbeteiligungen der Kl&auml;ger handelt es sich nicht um &quot;Direktinvestitionen&quot; i.S. des Art. 73c Abs. 1 Satz 1 EGV. Denn es besteht kein Anhalt daf&uuml;r, dass die Beteiligungen den Kl&auml;gern die M&ouml;glichkeit gegeben haben, sich tats&auml;chlich an der Verwaltung der Fondsgesellschaft oder an dessen Kontrolle zu beteiligen (s. dazu EuGH-Urteil vom 24. Mai 2007 C-157\/05, &quot;Holb&ouml;ck&quot;, Slg. 2007, I-4051, Rz 33; Senatsurteil in BFHE 224, 50).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Auch steht der Besteuerungstatbestand des &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG nicht in Zusammenhang mit der Erbringung von Finanzdienstleistungen. Bei den in Art. 73c Abs. 1 Satz 1 EGV angesprochenen Rechtsvorschriften im Zusammenhang mit der &quot;Erbringung&quot; von Finanzdienstleistungen handelt es sich um Bestimmungen, die die Durchf&uuml;hrung und &Uuml;berwachung von Finanzdienstleistungen durch Finanzinstitute &#8211;auch Kapitalanlagegesellschaften&#8211; in den Mitgliedstaaten regeln (vgl. Ress\/Ukrow in Grabitz\/Hilf, Das Recht der Europ&auml;ischen Union, Art. 57 EGV Rz 10; Glaesner in Schwarze, EU-Kommentar, 2. Aufl., Art. 57 EGV Rz 2), die sich also an den Finanzdienstleister richten und die Voraussetzungen bzw. die Art und Weise der Leistungserbringung regeln. Nur dies entspricht dem Zweck des Art. 73c Abs. 1 EGV, bestehende Beschr&auml;nkungen gegen&uuml;ber Drittstaaten aufrecht erhalten zu k&ouml;nnen, die sich auf solche Kapitalverkehrsvorg&auml;nge beziehen, bei deren Liberalisierung grundlegende Ziele des Allgemeininteresses eine besondere Ber&uuml;cksichtigung finden m&uuml;ssen (vgl. Ohler, Europ&auml;ische Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit, 2002, Art. 57 Rz 1). Nicht gemeint sein k&ouml;nnen damit Rechtsvorschriften &uuml;ber die Besteuerung von Ertr&auml;gen aus Anlagen in Finanzprodukte beim Anleger (Wassermeyer\/ Sch&ouml;nfeld, IStR 2006, 411, 413 f.). Die vom VIII. Senat des BFH in seinem Beschluss vom 14. September 2005 VIII B 40\/05 (BFH\/NV 2006, 508) in einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes &quot;bei summarischer Pr&uuml;fung&quot; ge&auml;u&szlig;erte Auffassung, eine Verletzung des Art. 73b EGV durch die Pauschalbesteuerung einer Investition in eine Schweizer Kapitalanlagegesellschaft sei zu verneinen, weil die Kapitalanlagegesellschaft Finanzdienstleistungen i.S. von Art. 73c Abs. 1 EGV erbringe (daran anschlie&szlig;end FG M&uuml;nchen, Urteil vom 16. Dezember 2008&nbsp;&nbsp;10 K 4614\/05, EFG 2009, 554; D&ouml;rr, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2009, 555, 565; Kurth, Betriebs-Berater 2009, 1710, 1712) h&auml;lt damit einer eingehenderen Pr&uuml;fung nicht stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Pauschalbesteuerung der Beteiligung an &quot;schwarzen&quot; Fonds gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG beschr&auml;nkt die Freiheit des Kapitalverkehrs zwischen den Mitgliedstaaten und dritten L&auml;ndern. Denn sie benachteiligt Investoren in ausl&auml;ndische Investmentfonds insofern, als die Eink&uuml;nfte aus diesen Fonds zwingend einer Pauschalbesteuerung unterworfen werden, wenn der ausl&auml;ndische Fonds die in &sect; 18 Abs. 1 AuslInvestmG genannten Besteuerungsgrundlagen nicht nachgewiesen und\/oder keinen inl&auml;ndischen Vertreter bestellt hat, w&auml;hrend die in den Streitjahren ma&szlig;gebliche Vorschrift des &sect; 39 des Gesetzes &uuml;ber Kapitalanlagegesellschaften eine vergleichbare Pauschalbesteuerung f&uuml;r die Inhaber von Anteilen an inl&auml;ndischen Investmentfonds nicht vorsah. Der Senat nimmt zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug auf die diesbez&uuml;glichen Ausf&uuml;hrungen im BFH-Urteil in BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518. Die Gr&uuml;nde, derentwegen der VIII. Senat des BFH im dortigen Fall der Beteiligung an einem &quot;schwarzen&quot; Fonds eines EU-Mitgliedstaats eine Beschr&auml;nkung der Kapitalverkehrsfreiheit durch &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG bejaht hat, gelten gleicherma&szlig;en f&uuml;r die Beteiligung an einem Drittstaatenfonds. Denn die in Art. 73b Abs. 1 EGV verwendeten Begriffe des &quot;Kapitalverkehrs&quot; und der &quot;Beschr&auml;nkung&quot; sind bei Binnenmarktsachverhalten in gleicher Weise auszulegen wie in Drittstaatensachverhalten (EuGH-Urteile vom 18. Dezember 2007 C-101\/05, &quot;A&quot;, Slg. 2007, I-11531, Rz 28 ff.; vom 20. Mai 2008 C-194\/06, &quot;Orange European Smallcap Fund NV&quot;, IStR 2008, 435, Rz 87 f.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Die die Kapitalverkehrsfreiheit beschr&auml;nkenden Regelungen des &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG sind im Hinblick auf Drittstaatensachverhalte nicht durch zwingende Gr&uuml;nde des Allgemeininteresses gerechtfertigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>64<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Beschr&auml;nkungen von Investitionen in Drittstaatenfonds m&uuml;ssen im Hinblick auf ihre Rechtfertigung allerdings grunds&auml;tzlich nicht nach dem gleichen Ma&szlig;stab beurteilt werden wie solche von Investitionen in Fonds aus EU-Mitgliedstaaten. Nach der EuGH-Rechtsprechung kann aufgrund des Grades der unter den Mitgliedstaaten der EU bestehenden rechtlichen Integration, insbesondere angesichts der Richtlinie 77\/799\/EWG des Rates vom 19. Dezember 1977 &uuml;ber die gegenseitige Amtshilfe zwischen den zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden der Mitgliedstaaten im Bereich der direkten Steuern &#8211;Amtshilfe-Richtlinie&#8211; (ABlEG 1997 Nr. L 336, 15), eine Beschr&auml;nkung des Kapitalverkehrs mit Drittstaaten aus einem bestimmten Grund gerechtfertigt sein, auch wenn dieser Grund keine &uuml;berzeugende Rechtfertigung f&uuml;r eine Beschr&auml;nkung des Kapitalverkehrs zwischen Mitgliedstaaten darstellen w&uuml;rde (EuGH-Urteile in Slg. 2007, I-11531, Rz 37, 60 ff.; vom 12. Dezember 2006 C-446\/04, &quot;Test Claimants in the FII Group Litigation&quot;, Slg. 2006, I-11753, Rz 171 f.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>65<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Als Grund f&uuml;r eine unterschiedliche Behandlung k&auml;men bei der Besteuerung von Ertr&auml;gen aus Drittstaatenfonds die Erfordernisse einer wirksamen Steueraufsicht und Steuerkontrolle in Betracht, die auch die Verhinderung der Steuerhinterziehung oder Steuerumgehung erfasst (vgl. EuGH-Urteil vom 11. Oktober 2007 C-451\/05, &quot;Elisa&quot;, Slg. 2007, I-8251; BFH-Urteil in BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518). Bei der Pauschalbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG handelt es sich um eine Sonderregelung, die Steuerumgehungen oder Steuerverk&uuml;rzungen im Zusammenhang mit &#8211;insbesondere thesaurierenden&#8211; ausl&auml;ndischen Investmentfonds verhindern soll, die sich einer deutschen Aufsicht entziehen (vgl. die Begr&uuml;ndung des Regierungsentwurfs zum AuslInvestmG, BTDrucks V\/3494, S. 25, 26). Da es grunds&auml;tzlich nicht zu beanstanden ist, wenn ein Mitgliedstaat geeignete Ma&szlig;nahmen trifft, um die tats&auml;chliche Erfassung der Besteuerungsgrundlagen sicherzustellen, ist das mit &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG verfolgte Ziel geeignet, eine unterschiedliche Behandlung von Auslandsinvestitionen im Vergleich zu Inlandssachverhalten zu rechtfertigen. Die Amtshilfe-Richtlinie, die der VIII. Senat des BFH in seinem Urteil in BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518 einer auf diesen Aspekt gest&uuml;tzten Rechtfertigung f&uuml;r den Binnenmarktsachverhalt entgegengesetzt hat, l&auml;sst sich f&uuml;r Drittstaatensachverhalte nicht dienstbar machen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>66<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Jedoch setzt die Rechtfertigung einer den freien Kapitalverkehr beschr&auml;nkenden Ma&szlig;nahme zudem voraus, dass sie dem Grundsatz der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit gen&uuml;gt, also geeignet ist, die Erreichung des mit ihr verfolgten Ziels zu gew&auml;hrleisten und nicht &uuml;ber das Erforderliche hinausgeht (vgl. z.B. EuGH-Urteil vom 4. M&auml;rz 2004 C-334\/02, &quot;Kommission\/Frankreich&quot;, Slg. 2004, I-2229, Rz 28; BFH-Urteil in BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518; Hahn, Deutsche Steuer-Zeitung 2005, 507, 513, m.w.N.). Das gilt auch f&uuml;r die den Kapitalverkehr mit Drittstaaten beschr&auml;nkenden Ma&szlig;nahmen (EuGH-Urteil in Slg. 2007, I-11531, Rz 56; Wunderlich, Europ&auml;ische Zeitschrift f&uuml;r Wirtschaftsrecht 2008, 122, 123; D&ouml;rr, FR 2009, 555, 566).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>67<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dem Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitserfordernis wird die Pauschalbesteuerung der Beteiligung an ausl&auml;ndischen &quot;schwarzen&quot; Fonds, wie sie in &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG konkret ausgestaltet war, nicht gerecht. Der VIII. Senat des BFH hat in seinem Urteil in BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518 &#8211;auf das wiederum Bezug genommen wird&#8211; begr&uuml;ndet, warum sowohl der generelle Ausschluss eines Nachweises der tats&auml;chlich erzielten Ertr&auml;ge, als auch das Verbot einer individuellen Sch&auml;tzung der Ertr&auml;ge durch das FA nach &sect; 162 AO und schlie&szlig;lich auch die H&ouml;he der in &sect; 18 Abs. 3 S&auml;tze 1 und 4 AuslInvestmG gesetzlich festgelegten Pauschalen offenkundig nicht erforderlich sind, um eine dem Leistungsf&auml;higkeitsprinzip gen&uuml;gende Besteuerung der Ertr&auml;ge aus den Fonds zu erreichen (vgl. auch Wassermeyer\/Sch&ouml;nfeld, IStR 2006, 411, 414; Brinkhaus in Brinkhaus\/Scherer, Gesetz &uuml;ber Kapitalanlagegesellschaften, Auslandinvestment-Gesetz, 2003, &sect; 18 AuslInvestmG Rz 40 ff.; D&ouml;rr, FR 2009, 555, 561 ff., jeweils m.w.N.; die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des &sect; 18 Abs. 3 Satz 4 AuslInvestmG bezweifelnd: BFH-Beschluss in BFH\/NV 2006, 508; anders FG M&uuml;nchen, Urteil in EFG 2009, 554). Der Senat schlie&szlig;t sich diesen Erw&auml;gungen, die im Zusammenhang mit der Beurteilung von Drittstaatensachverhalten nicht wesentlich anders ausfallen k&ouml;nnen, an; der entgegenstehenden Verwaltungspraxis, wie sie im BMF-Schreiben in BStBl I 2009, 770 zum Ausdruck kommt, ist nicht beizupflichten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>68<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                dd) Der Senat h&auml;lt die Gemeinschaftsrechtslage insoweit f&uuml;r eindeutig. Sie entspricht der Rechtsprechung des EuGH, so dass es einer Vorlage gem&auml;&szlig; Art. 234 EG nicht bedarf (vgl. EuGH-Urteil vom 6. Oktober 1982&nbsp;&nbsp;283\/81, &quot;C.I.L.F.I.T.&quot;, EuGHE 1982, 3415). Das gilt auch angesichts des Auffassungsunterschieds zum Beschluss des VIII. Senats des BFH in BFH\/NV 2006, 508 hinsichtlich der Reichweite der Bestandsschutzklausel des Art. 73c Abs. 1 EGV; denn es handelte sich dabei ausdr&uuml;cklich nur um eine vorl&auml;ufige, nicht n&auml;her verifizierte &#8211;und im &Uuml;brigen die Entscheidung nicht tragende&#8211; &Auml;u&szlig;erung des VIII. Senats in einem Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes. Zugleich kommt es auf die vom BFH in jenem Beschluss aufgeworfene, weiter gehende Frage danach, ob &sect; 18 Abs. 3 Satz 4 AuslInvestmG gleichheitsrechtlichen Anforderungen des Art. 3 Abs. 1 GG gen&uuml;gt, nicht mehr an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>69<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Das FG ist von einer anderen rechtlichen Beurteilung ausgegangen. Seine Urteile sind deshalb insoweit aufzuheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>70<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Eine abschlie&szlig;ende Entscheidung der Streitf&auml;lle gem&auml;&szlig; &sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 FGO ist dem Senat verwehrt. Denn der Anwendungsvorrang des Gemeinschaftsrechts gegen&uuml;ber &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG f&uuml;hrt nicht dazu, dass die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;ger aus den ausl&auml;ndischen Fonds keiner Besteuerung unterliegen. Die gemeinschaftsrechtlichen Erfordernisse sind vielmehr in die betroffene nationale Norm hineinzulesen (vgl. z.B. Senatsurteile vom 10. Januar 2007 I R 87\/03, BFHE 216, 312, BStBl II 2008, 22; vom 9. August 2006 I R 31\/01, BFHE 214, 496, BStBl II 2007, 838; in diesem Sinne auch &Ouml;sterreichischer Verwaltungsgerichtshof, Erkenntnisse vom 19. Oktober 2006&nbsp;&nbsp;2006\/14\/0109, Steuer und Wirtschaft International &#8211;SWI&#8211; 2007, 17; vom 17. April 2008&nbsp;&nbsp;2008\/15\/0064, SWI 2008, 400; s. aus methodischer Sicht auch Gosch, Deutsches Steuerrecht 2007, 1553, 1555: &quot;geltungserhaltende Reduktion&quot; nationaler Normen; derselbe, Die Unternehmensbesteuerung 2009, 73, 77 f.; ebenso Zorn, &Ouml;sterreichisches Recht der Wirtschaft 2009, 171, 172 f., jeweils m.w.N.). &sect; 18 Abs. 3 AuslInvestmG ist deshalb gemeinschaftskonform und (noch) im Einklang mit den regelungsimmanenten Wertungen (vgl. dazu M. Lang, SWI 2009, 216, 224 f.) dahin zu interpretieren, dass die Eink&uuml;nfte der Kl&auml;ger aus den ausl&auml;ndischen &quot;schwarzen&quot; Fonds entsprechend den f&uuml;r inl&auml;ndische Fonds geltenden Regelungen des Gesetzes &uuml;ber Kapitalanlagegesellschaften und des &sect; 20 EStG 1990 zu ermitteln sind (BFH-Urteil in BFHE 223, 398, BStBl II 2009, 518; vgl. auch BMF-Schreiben in BStBl I 2009, 770), wobei ggf. auch eine Sch&auml;tzung nach Ma&szlig;gabe des &sect; 162 AO in Betracht kommt. Hierbei handelt es sich um tats&auml;chliche Feststellungen, die dem FG als Tatsacheninstanz vorbehalten sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>71<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Im &Uuml;brigen sind die Einwendungen der Kl&auml;ger gegen die Abweisung der Klagen betreffend die &Auml;nderungsbescheide f&uuml;r 1994 (Kl&auml;gerin) und f&uuml;r 1995 (beide Kl&auml;ger) unbegr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>72<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Im Hinblick auf die wesentlichen Beteiligungen der Kl&auml;ger an der A-AG im F&uuml;nfjahreszeitraum vor den Ver&auml;u&szlig;erungen des Jahres 1995 und hinsichtlich der Sch&auml;tzung der Zahl der ver&auml;u&szlig;erten Anteile an der A-AG und der hierf&uuml;r angesetzten Erl&ouml;se greifen die Kl&auml;ger die vorinstanzlichen Feststellungen im Zusammenhang mit der Besteuerung nach &sect; 17 EStG 1990 nicht an. Auch der Senat vermag Rechtsfehler des FG insoweit nicht zu erkennen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>73<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Aufgrund der insoweit unterbliebenen Mitwirkung der Kl&auml;gerin ist bez&uuml;glich der vom FG angenommenen Ver&auml;u&szlig;erung ihrer Anteile an der D-AG im Jahr 1994 nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz aus dem Umstand, dass die Kl&auml;gerin im Hauptversammlungsprotokoll der D-AG vom April 1994 nicht mehr als teilnehmende Gesellschafterin aufgef&uuml;hrt war, auf eine erneute Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile geschlossen hat. Ebenso wenig verst&ouml;&szlig;t es gegen Sch&auml;tzungsgrunds&auml;tze, Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze, dass sich das FG bei der Sch&auml;tzung des Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;ses die Annahme des FA zu Eigen gemacht hat, aufgrund der positiven zwischenzeitlichen Gesch&auml;ftsentwicklung der D-GmbH sei auf einen &#8211;im Vergleich zu 1991&#8211; erheblich h&ouml;heren Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s zu schlie&szlig;en. Die insoweit erhobene R&uuml;ge der unzureichenden Sachverhaltsermittlung (&sect; 76 Abs. 1 FGO) geht ins Leere, weil die Kl&auml;gerin nicht dargetan hat, welche weiteren Erkenntnisse sich h&auml;tten gewinnen lassen, wenn das FG &#8211;wie von ihr angeregt&#8211; das FA zur Vorlage der Aktion&auml;rsliste und der Unterlagen, aus denen sich die Gewinne der D-AG f&uuml;r 1992 und 1993 ergeben haben, aufgefordert h&auml;tte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>74<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Hinsichtlich der weiteren vom FG gebilligten Positionen der &Auml;nderungsbescheide, hinsichtlich derer die Kl&auml;ger keine (&Uuml;berpreis der im Streitjahr 1995 auf die E-AG &uuml;bertragenen Aktien als Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit) oder keine hinreichend begr&uuml;ndeten (Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen, Kommissionsnachl&auml;sse auf Wertpapiergesch&auml;fte als Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, vgl. oben C.I.) Einwendungen vorgebracht haben, sind Rechtsfehler nicht zu erkennen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 25.8.2009, I R 88, 89\/07; I R 88\/07; I R 89 07 Mitwirkungspflicht bei Fehlen einer steuerrechtlichen Dokumentationspflicht &#8211; Abkommensrechtm&auml;&szlig;igkeit, Gemeinschaftsrechtsm&auml;&szlig;igkeit und Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der sog. 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