{"id":14383,"date":"2012-12-08T14:56:16","date_gmt":"2012-12-08T12:56:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14383"},"modified":"2012-12-08T14:56:16","modified_gmt":"2012-12-08T12:56:16","slug":"v-r-5-07-unternehmereigenschaft-einer-von-krankenkassen-gebildeten-genossenschaft-entgeltliche-leistungen-an-mitglieder-gemeinschaftsrechtliche-steuerbefreiung-nicht-bei-wettbewerbsverzerrung-anwendun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-5-07-unternehmereigenschaft-einer-von-krankenkassen-gebildeten-genossenschaft-entgeltliche-leistungen-an-mitglieder-gemeinschaftsrechtliche-steuerbefreiung-nicht-bei-wettbewerbsverzerrung-anwendun\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;5\/07 &#8211; Unternehmereigenschaft einer von Krankenkassen gebildeten Genossenschaft &#8211; Entgeltliche Leistungen an Mitglieder &#8211; Gemeinschaftsrechtliche Steuerbefreiung nicht bei Wettbewerbsverzerrung &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 4 Nr. 15 UStG 1999"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.4.2009, V R 5\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Unternehmereigenschaft einer von Krankenkassen gebildeten Genossenschaft &#8211; Entgeltliche Leistungen an Mitglieder &#8211; Gemeinschaftsrechtliche Steuerbefreiung nicht bei Wettbewerbsverzerrung &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 4 Nr. 15 UStG 1999<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Schlie&szlig;en sich Krankenkassen zu einer Genossenschaft zusammen, die an ihre Mitglieder entgeltliche Leistungen erbringt, sind diese Leistungen nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. f der Richtlinie 77\/388\/EWG nur steuerfrei, wenn es hierdurch nicht zu Wettbewerbsverzerrungen kommt.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Bei der Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagten (Kl&auml;gerin) handelt es sich nach &sect; 1 ihrer Satzung um eine Genossenschaft und Arbeitsgemeinschaft i.S. von &sect; 219 des F&uuml;nften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V). Nach &sect; 2 Abs. 1 ihrer Satzung bezweckt die Kl&auml;gerin die wirtschaftliche F&ouml;rderung und Betreuung ihrer Mitglieder. Unternehmensgegenstand der Kl&auml;gerin ist die Betreuung ihrer Mitglieder mit Datenverarbeitungs- und Organisationsdienstleistungen im Umfeld der von den Mitgliedern eingesetzten Datenverarbeitungssysteme sowie die Beratung der Mitglieder in betriebswirtschaftlichen Fragen. Mitglieder der Kl&auml;gerin waren im Streitjahr entsprechend &sect; 3 Abs. 1 der Satzung Betriebskrankenkassen und andere Krankenkassen der gesetzlichen Krankenversicherung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin erbrachte gegen&uuml;ber ihren Mitgliedern Leistungen zur EDV-technischen Abwicklung von Krankenkassent&auml;tigkeiten. Dabei erfolgten die Eingaben zun&auml;chst vor Ort bei den einzelnen Mitgliedern (Krankenkassen), w&auml;hrend die Kl&auml;gerin die eingegebenen Daten eigenverantwortlich bearbeitete. Im Einzelnen ging es um folgende Bereiche:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Produktion: Abrechnung der Arztrechnungen und Krankenhausrechnungen, F&uuml;hren von Beitragskonten und Arbeitgeberkonten, Stammdatenverwaltung der Kassenmitglieder, Erstellung von EDV-Auswertungen;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Beleglesung: Einscannen der Belege (AU-, D&Uuml;F- und BN-Meldungen) der Krankenkassen;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kontenkl&auml;rungen: Zusammenf&uuml;hrung der Beitragsnachweise der Arbeitgeber und der Zahlungseing&auml;nge, Abstimmung der Beitragsnachweise;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Verwaltungsvollstreckung: Eintreiben ausstehender Kassenbeitr&auml;ge, Abwicklung des Mahnwesens und Beitreibung nach der ersten Mahnung sowie      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Fachberatung: Bearbeitung von Anfragen der Krankenkassen in rechtlicher oder technischer Hinsicht, Mitgliederschulungen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die T&auml;tigkeit wurde der Kl&auml;gerin von den Mitgliedern verg&uuml;tet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einen Antrag der Kl&auml;gerin auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft zur Steuerfreiheit der von ihr gegen Entgelt erbrachten Leistungen lehnte der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) mit Schreiben vom 24. November 2000 ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen die am 25. Oktober 2001 beim FA eingegangene Umsatzsteuerjahreserkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 2000, aus der sich eine Zahllast ergab, legte die Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 6. November 2001 Einspruch ein. Mit Einspruchsentscheidung vom 14. Juni 2002 wies das FA den Einspruch als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt. Zwar seien die Leistungen der Kl&auml;gerin nicht nach &sect; 4 Nr. 15 des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) steuerfrei. Die Kl&auml;gerin geh&ouml;re nicht zu den nach dieser Vorschrift beg&uuml;nstigten Einrichtungen, da diese Vorschrift nur f&uuml;r die Ums&auml;tze der gesetzlichen Tr&auml;ger der Sozialversicherung und damit f&uuml;r die Ums&auml;tze der Krankenkassen gelte. Auch wenn die Organisationsform der Kl&auml;gerin gesetzlich (&sect; 219 SGB V) vorgesehen sei, sei die Kl&auml;gerin als solche nicht gesetzlicher Tr&auml;ger der Sozialversicherung. Die Kl&auml;gerin k&ouml;nne sich aber unmittelbar auf Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. f der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG) berufen. Nach der ersten Alternative dieser Bestimmung seien Dienstleistungen von selbst&auml;ndigen Personenzusammenschl&uuml;ssen steuerfrei, wenn die in ihnen zusammengeschlossenen Personen T&auml;tigkeiten aus&uuml;bten, die von der Steuer befreit seien. Diese Voraussetzungen seien bis auf das Tatbestandsmerkmal &quot;Wettbewerbsverzerrung&quot; unstreitig gegeben. Bei der Kl&auml;gerin handele es sich um einen selbst&auml;ndigen Zusammenschluss. Die in der Kl&auml;gerin zusammengeschlossenen Krankenkassen &uuml;bten steuerbefreite T&auml;tigkeiten aus. Die Kl&auml;gerin erbringe ihre Leistungen ausschlie&szlig;lich an ihre Mitglieder f&uuml;r unmittelbare Zwecke dieser T&auml;tigkeiten. Weiter erhalte die Kl&auml;gerin von ihren Mitgliedern lediglich die genaue Erstattung des jeweiligen Anteils an den gemeinsamen Kosten. Entgegen der Auffassung des FA f&uuml;hre die Befreiung auch nicht zu Wettbewerbsverzerrungen. Nach dem Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) vom 20. November 2003 Rs. C-8\/01 Taksatorringen (Slg. 2003, I-13711, BFH\/NV Beilage 2004, 122) sei die Gew&auml;hrung der Befreiung nur abzulehnen, wenn eine reale Gefahr bestehe, dass die Befreiung f&uuml;r sich genommen unmittelbar oder in Zukunft zu Wettbewerbsverzerrungen f&uuml;hren k&ouml;nne. Der EuGH habe ausgef&uuml;hrt, dass das Vorliegen einer realen Gefahr auch vor dem Hintergrund der gebotenen engen Auslegung der Befreiungsvorschrift erforderlich sei, weil es nicht Ziel der Auslegung sei, die Befreiungsvorschrift praktisch unanwendbar zu machen. Danach sei eine reale Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung nicht feststellbar. Das FA habe einger&auml;umt, dass keine privaten Unternehmer bekannt seien, die im von der Kl&auml;gerin abgedeckten Marktsegment vergleichbare Leistungen anbieten w&uuml;rden oder k&ouml;nnten. Die Kl&auml;gerin erbringe ihre Leistungen ausschlie&szlig;lich an ihre Mitglieder. Mit den fehlenden Wettbewerbern auf der Anbieterseite korrespondiere im Streitfall die fehlende Nachfrage seitens der Krankenkassen nach externen privaten Unternehmern, die diese Leistungen anb&ouml;ten. Die konkrete T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin betreffe weitgehend die origin&auml;r und in eigener Verantwortung von den Krankenkassen wahrzunehmenden Aufgaben. Die T&auml;tigkeiten der Kl&auml;gerin setzten den uneingeschr&auml;nkten Zugriff auf alle Sozialdaten der Mitglieder voraus. Dieser sei aber durch &sect; 80 Abs. 5 SGB X f&uuml;r nicht-&ouml;ffentliche Stellen ausgeschlossen. Danach sei die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung von Sozialdaten im Auftrag durch nicht-&ouml;ffentliche Stellen nur zul&auml;ssig, wenn unter anderem der &uuml;berwiegende Teil der Speicherung des gesamten Datenbestandes beim Auftraggeber verbleibe. Schon aus diesem Grunde scheide eine Vergabe der in Rede stehenden T&auml;tigkeiten an externe Dienstleister aus. Insgesamt lasse sich deshalb weder von der Anbieter- noch von der Nachfrageseite eine unmittelbare oder auch nur zuk&uuml;nftige Wettbewerbssituation feststellen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Urteil des FG ist in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; (EFG) 2007, 1379 ver&ouml;ffentlicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA Verletzung materiellen Rechts und der Sachaufkl&auml;rungspflicht. Die Voraussetzungen von Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. f der Richtlinie 77\/388\/EWG l&auml;gen nicht vor. Es bestehe die reale Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung. Insoweit komme es nur darauf an, dass auch andere Firmen die Dienstleistungen der Kl&auml;gerin anbieten k&ouml;nnten und somit durch eine Steuerfreistellung der Kl&auml;gerin benachteiligt w&auml;ren. Entgegen der Auffassung des FG k&ouml;nnten andere Datenverarbeitungsunternehmen die gleichen Leistungen erbringen. Wie dem FA erst nachtr&auml;glich bekannt geworden sei, seien Firmen am Markt t&auml;tig, die die gleichen Dienstleistungen wie die Kl&auml;gerin anb&ouml;ten. &sect; 80 SGB X stehe der Datenverarbeitung nicht entgegen. Eine Weitergabe sei nur ausgeschlossen, wenn der Auftrag die Speicherung des gesamten Datenbestandes umfasse. Dar&uuml;ber hinaus habe das FG den Sachverhalt hinsichtlich des Erfordernisses der genauen Erstattung des jeweiligen Anteils an den gemeinsamen Kosten nur ungen&uuml;gend aufgekl&auml;rt. Die Kl&auml;gerin habe in den Jahren 2000 bis 2004 Jahres&uuml;bersch&uuml;sse von bis zu &#8230; EUR sowie in 2006 einen Jahres&uuml;berschuss in H&ouml;he von &#8230; EUR erzielt. Dar&uuml;ber hinaus habe die Kl&auml;gerin &uuml;ber die von ihr erbrachten Leistungen auch Rechnungen mit gesondertem Steuerausweis erteilt, so dass die Kl&auml;gerin bereits aus diesem Grund Steuerschuldnerin sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen, hilfsweise die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revision zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Voraussetzungen f&uuml;r die Steuerfreiheit ihrer Leistungen l&auml;gen vor. Im &Uuml;brigen k&ouml;nne der Steuerausweis problemlos berichtigt werden. Eine Gef&auml;hrdung des Steueraufkommens bestehe nicht, da die Rechnungsempf&auml;nger nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt seien. Weiter sei die M&ouml;glichkeit, die von ihr &uuml;bernommenen Aufgaben von einem fremden Dritten ausf&uuml;hren zu lassen, theoretischer Natur. Die Jahres&uuml;bersch&uuml;sse 2000 bis 2004 h&auml;tten erwirtschaftet werden m&uuml;ssen, um kostenintensive Investitionen t&auml;tigen zu k&ouml;nnen. Auf lange Sicht seien die &Uuml;bersch&uuml;sse ausgeglichen. Die Umsatzsteuerbefreiung diene dazu, den Kostendruck in Grenzen zu halten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung an das FG (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Feststellungen des FG erlauben keine abschlie&szlig;ende Entscheidung dar&uuml;ber, ob die Leistungen der Kl&auml;gerin steuerfrei sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Kl&auml;gerin ist Unternehmerin nach &sect; 2 Abs. 1 UStG, da sie nachhaltig und selbst&auml;ndig Leistungen gegen Entgelt erbrachte. Als eingetragene Genossenschaft ist sie juristische Person des Privatrechts (vgl. &sect; 17 Abs. 1 des Gesetzes betreffend die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften &#8211;GenG&#8211;) und Kaufmann im Sinne des Handelsgesetzbuchs (&sect; 17 Abs. 2 GenG). Es handelt sich bei ihr daher nicht um eine K&ouml;rperschaft des &ouml;ffentlichen Rechts, f&uuml;r deren Unternehmerstellung &sect; 2 Abs. 3 UStG zu ber&uuml;cksichtigen w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich ist insoweit auch, dass es sich bei der Kl&auml;gerin um eine Arbeitsgemeinschaft i.S. des &sect; 219 SGB V handelt. Nach &sect; 219 Abs. 1 SGB V in seiner im Streitjahr geltenden Fassung konnten die Krankenkassen und ihre Verb&auml;nde insbesondere zur gegenseitigen Unterrichtung, Abstimmung, Koordinierung und F&ouml;rderung der engen Zusammenarbeit im Rahmen der ihnen gesetzlich &uuml;bertragenen Aufgaben Arbeitsgemeinschaften bilden. Die Kl&auml;gerin unterlag dabei nach &sect; 219 Abs. 3 SGB V i.V.m. &sect; 94 Abs. 2 SGB X der staatlichen Aufsicht und galt nach &sect; 81 Abs. 3 Satz 1 SGB X in seiner im Streitjahr geltenden Fassung als &ouml;ffentliche Stelle.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Diese Vorschrift hatte folgenden Wortlaut: &quot;Verb&auml;nde und Arbeitsgemeinschaften der in &sect; 35 des Ersten Buches genannten Stellen oder ihrer Verb&auml;nde gelten, soweit sie Aufgaben nach diesem Gesetzbuch wahrnehmen und an ihnen Stellen des Bundes beteiligt sind, unbeschadet ihrer Rechtsform als &ouml;ffentliche Stellen des Bundes, wenn sie &uuml;ber den Bereich eines Landes hinaus t&auml;tig werden, anderenfalls als &ouml;ffentliche Stellen der L&auml;nder. &#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Stelle i.S. von &sect; 81 Abs. 3 Satz 1 SGB X waren die Leistungstr&auml;ger nach &sect; 35 Abs. 1 Satz 1 SGB I i.V.m. &sect; 12 Abs. 1 SGB I und damit die Krankenkassen i.S. von &sect; 21 Abs. 2 SGB I, zu denen die Mitglieder der Kl&auml;gerin geh&ouml;rten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dass die Kl&auml;gerin der staatlichen Aufsicht unterlag und als &ouml;ffentliche Stelle galt, f&uuml;hrt ebenso wie bei einer Beleihung (vgl. hierzu Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 18. Januar 1995 XI R 71\/93, BFHE 177, 154, BStBl II 1995, 559, unter II.1.c) nicht dazu, die Kl&auml;gerin f&uuml;r Zwecke des &sect; 2 Abs. 3 UStG als juristische Person anzusehen, da es hierf&uuml;r auf die Rechtsform des Leistenden, nicht aber auf das Bestehen einer staatlichen Aufsicht oder sozialversicherungsrechtliche Fiktionen ankommt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Leistungen der Kl&auml;gerin sind nicht nach &sect; 4 Nr. 15 UStG steuerfrei.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Steuerfrei sind nach &sect; 4 Nr. 15 UStG die Ums&auml;tze der gesetzlichen Tr&auml;ger der Sozialversicherung, der &ouml;rtlichen und &uuml;ber&ouml;rtlichen Tr&auml;ger der Sozialhilfe sowie der Verwaltungsbeh&ouml;rden und sonstigen Stellen der Kriegsopferversorgung einschlie&szlig;lich der Tr&auml;ger der Kriegsopferf&uuml;rsorge untereinander. Gesetzliche Tr&auml;ger der Sozialversicherung i.S. von &sect; 4 Nr. 15 UStG sind die nach &sect; 29 Abs. 1 SGB IV rechtsf&auml;higen K&ouml;rperschaften des &ouml;ffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung (BFH-Urteil vom 18. August 2005 V R 71\/03, BFHE 211, 543, BStBl II 2006, 143, unter II.2.a). Die Kl&auml;gerin geh&ouml;rt nicht zu den in der Vorschrift bezeichneten Unternehmern. Es handelt sich bei ihr auch nicht um einen Tr&auml;ger der Sozialhilfe oder der Kriegsopferf&uuml;rsorge oder um eine Verwaltungsbeh&ouml;rde oder sonstige Stelle der Kriegsopferversorgung. Auf andere Unternehmer ist die Vorschrift nicht anwendbar (BFH-Urteil in BFHE 211, 543, BStBl II 2006, 143, unter II.2.a). Dies gilt auch f&uuml;r Arbeitsgemeinschaften nach &sect; 219 SGB V.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Der Senat kann nicht abschlie&szlig;end entscheiden, ob die Kl&auml;gerin f&uuml;r ihre Leistungen die Steuerfreiheit nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. f der Richtlinie 77\/388\/EWG beanspruchen kann. Die Sache war daher an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. f der Richtlinie 77\/388\/EWG sind von der Steuer befreit &quot;die Dienstleistungen, die die selbst&auml;ndigen Zusammenschl&uuml;sse von Personen, die eine T&auml;tigkeit aus&uuml;ben, die von der Steuer befreit ist, oder f&uuml;r die sie nicht Steuerpflichtige sind, an ihre Mitglieder f&uuml;r unmittelbare Zwecke der Aus&uuml;bung dieser T&auml;tigkeit erbringen, soweit diese Zusammenschl&uuml;sse von ihren Mitgliedern lediglich die genaue Erstattung des jeweiligen Anteils an den gemeinsamen Kosten fordern, vorausgesetzt, dass die Befreiung nicht zu Wettbewerbsverzerrungen f&uuml;hrt&quot;. Die Steuerbefreiung soll vermeiden, &quot;dass jemand, der bestimmte Dienstleistungen anbietet, Mehrwertsteuer entrichten muss, wenn er gen&ouml;tigt ist, mit anderen Berufsaus&uuml;benden im Rahmen einer gemeinsamen Struktur zusammenzuarbeiten, die T&auml;tigkeiten &uuml;bernimmt, die zur Erbringung dieser Dienstleistungen erforderlich sind&quot; (EuGH-Urteil vom 11. Dezember 2008 C-407\/07 Stichting Centraal Begeleidingsorgaan voor de Intercollegiale Toetsing, BFH\/NV 2009, 337, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2009, 52, Rdnr. 37).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Mitglieder der Kl&auml;gerin sind entgegen der Auffassung des FG keine Personen, die steuerfreie Leistungen erbringen, sondern Nichtunternehmer. F&uuml;r die Kl&auml;gerin kommt deshalb zwar nicht die Befreiung nach der ersten Alternative, sondern nur die Befreiung nach der zweiten Alternative des Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. f der Richtlinie 77\/388\/EWG in Betracht, weil es sich um einen selbst&auml;ndigen Zusammenschluss von Personen handelt, die eine T&auml;tigkeit aus&uuml;ben, f&uuml;r die sie nicht Steuerpflichtige (d.h. Nichtunternehmer) sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den Mitgliedern handelt es sich um Betriebskrankenkassen und um andere Krankenkassen der gesetzlichen Krankenversicherung und damit nach &sect; 4 Abs. 1 und 2 SGB V um K&ouml;rperschaften des &ouml;ffentlichen Rechts. Diese Krankenkassen unterliegen &sect; 2 Abs. 3 UStG und Art. 4 Abs. 5 der Richtlinie 77\/388\/EWG und handeln im Anwendungsbereich dieser Regelungen nicht als Unternehmer (BFH-Beschluss vom 31. Juli 2007 V B 44\/06, BFH\/NV 2007, 2365, unter II.1.c), so dass insoweit nichtunternehmerisch erbrachte Leistungen, nicht aber nach &sect; 4 Nr. 15 UStG steuerfreie Ums&auml;tze gesetzlicher Sozialversicherungstr&auml;ger vorliegen (Weym&uuml;ller, in S&ouml;lch\/Ringleb, UStG, &sect; 4 Nr. 15 Rz 15).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Die Kl&auml;gerin erbringt nach den Feststellungen des FG ihre Leistungen ausschlie&szlig;lich an ihre Mitglieder f&uuml;r unmittelbare Zwecke dieser T&auml;tigkeiten. Dies ist zwischen den Beteiligten nicht streitig.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Die Feststellungen des FG erlauben keine abschlie&szlig;ende Entscheidung zur Frage, ob die Steuerfreiheit der von der Kl&auml;gerin erbrachten Leistungen nicht zu Wettbewerbsverzerrungen f&uuml;hrt. Das FG geht davon aus, die Steuerfreiheit der von der Kl&auml;gerin erbrachten Leistungen f&uuml;hre nicht zu Wettbewerbsverzerrungen und hat dies auf &sect; 80 Abs. 5 SGB X gest&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) &sect; 80 Abs. 5 SGB X hatte im Streitjahr folgenden Wortlaut:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&quot;Die Verarbeitung oder Nutzung von Sozialdaten im Auftrag durch nicht-&ouml;ffentliche Stellen ist nur zul&auml;ssig, wenn<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. beim Auftraggeber sonst St&ouml;rungen im Betriebsablauf auftreten k&ouml;nnen oder<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. die &uuml;bertragenen Arbeiten beim Auftragnehmer erheblich kosteng&uuml;nstiger besorgt werden k&ouml;nnen und der Auftrag nicht die Speicherung des gesamten Datenbestandes des Auftraggebers umfasst. Der &uuml;berwiegende Teil der Speicherung des gesamten Datenbestandes muss beim Auftraggeber oder beim Auftragnehmer, der eine &ouml;ffentliche Stelle ist, und die Daten zur weiteren Datenverarbeitung im Auftrag an nicht-&ouml;ffentliche Auftragnehmer weitergibt, verbleiben.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;gerin unterlag den nach &sect; 80 Abs. 5 SGB X zu beachtenden Beschr&auml;nkungen nicht, da es sich bei ihr um eine &ouml;ffentliche Stelle nach &sect; 81 Abs. 3 Satz 1 SGB X handelte (s. oben II.1.). Nach &sect; 80 Abs. 5 Nr. 2 Satz 1 SGB X ist die Verarbeitung oder Nutzung von Sozialdaten im Auftrag durch nicht-&ouml;ffentliche Stellen aber (nur) zul&auml;ssig, wenn die &uuml;bertragenen Arbeiten beim Auftragnehmer erheblich kosteng&uuml;nstiger besorgt werden k&ouml;nnen und der Auftrag nicht die Speicherung des gesamten Datenbestandes des Auftraggebers umfasst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zwar hat das FG zutreffend entschieden, dass bei einer Auftragsvergabe an nicht-&ouml;ffentliche Stellen &#8211;anders als bei einer Auftragsvergabe an die Kl&auml;gerin&#8211; die Beschr&auml;nkungen des &sect; 80 Abs. 5 SGB X einzuhalten waren. Dies reicht aber entgegen dem FG-Urteil nicht aus, um eine Wettbewerbssituation zwischen der Kl&auml;gerin und anderen (m&ouml;glichen) Leistungsanbietern, bei denen es sich nicht um &ouml;ffentliche Stellen handelt, zu verneinen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG st&uuml;tzt seine Rechtsauffassung darauf, dass die von der Kl&auml;gerin erbrachten Leistungen die origin&auml;r und in eigener Verantwortung von den Krankenkassen wahrzunehmenden Aufgaben betreffen und diese T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin einen uneingeschr&auml;nkten Zugriff auf alle Sozialdaten der Mitgliedskassen voraussetze, der f&uuml;r nicht-&ouml;ffentliche Stellen nach &sect; 80 Abs. 5 SGB X ausgeschlossen sei. &sect; 80 Abs. 5 SGB X enth&auml;lt aber kein Verbot einer Auftragsvergabe an nicht-&ouml;ffentliche Stellen, sondern kn&uuml;pft die Vergabe eines Auftrages im Zusammenhang mit der Verarbeitung oder Nutzung von Sozialdaten, die einen Zugriff auf Sozialdaten voraussetzt, nur an bestimmte Voraussetzungen. So k&ouml;nnen auch nicht-&ouml;ffentliche Stellen nach &sect; 80 Abs. 5 Nr. 2 SGB X Sozialdaten verarbeiten, wenn die &uuml;bertragenen Arbeiten beim Auftragnehmer erheblich kosteng&uuml;nstiger besorgt werden k&ouml;nnen und der Auftrag &quot;nicht die Speicherung des gesamten Datenbestandes des Auftraggebers umfasst&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Insoweit ist im Streitfall zu ber&uuml;cksichtigen, dass die Kl&auml;gerin Leistungen in den Bereichen Produktion, Beleglesung, Kontenkl&auml;rung, Verwaltungsvollstreckung und Fachberatung erbrachte. Ob die auftragsgem&auml;&szlig;e T&auml;tigkeit auch eine Kontenspeicherung beinhaltet und ob die Kl&auml;gerin auch die Speicherung des gesamten Datenbestandes &uuml;bernommen hat, was nach &sect; 80 Abs. 5 Satz 1 SGB X nicht Leistungsgegenstand bei einer Auftragserteilung an eine nicht-&ouml;ffentliche Stelle sein k&ouml;nnte, hat das FG nicht festgestellt. War dies nicht der Fall, konnten die von der Kl&auml;gerin erbrachten Leistungen unter der Voraussetzung einer kosteng&uuml;nstigeren &quot;Besorgung&quot; und einer nicht &uuml;berwiegenden Datenspeicherung beim Anbieter vielmehr auch unter Beachtung von &sect; 80 Abs. 5 SGB X von privaten Anbietern bezogen werden. Die nach dem EuGH-Urteil Taksatorringen in Slg. 2003, I-13711, BFH\/NV Beilage 2004, 122 Rdnrn. 63 f. (vgl. hierzu auch BFH-Urteil vom 5. Dezember 2007 V R 60\/05, BFHE 219, 455, BStBl II 2009, 486) ma&szlig;gebliche &quot;reale&quot; Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung ist daher nach den bisher getroffenen Feststellungen nicht auszuschlie&szlig;en.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>e) Im zweiten Rechtsgang ist auch zu pr&uuml;fen, ob die Kl&auml;gerin trotz der wiederholten Jahres&uuml;bersch&uuml;sse in erheblicher H&ouml;he lediglich die genaue Erstattung des jeweiligen Anteils an den gemeinsamen Kosten erhalten hat, und ob die Kl&auml;gerin &uuml;ber die im Streitjahr erbrachten Leistungen Rechnungen mit gesondertem Steuerausweis erteilt und diese ggf. berichtigt hat (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 24. Januar 2008 V R 39\/06, BFHE 211, 388, BFH\/NV 2008, 911, unter II.1., und vom 4. Februar 2005 VII R 20\/04, BFHE 209, 13, Leitsatz 1).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>4. &Uuml;ber den vom FA geltend gemachten Verfahrensfehler war nicht mehr zu entscheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.4.2009, V R 5\/07 Unternehmereigenschaft einer von Krankenkassen gebildeten Genossenschaft &#8211; Entgeltliche Leistungen an Mitglieder &#8211; Gemeinschaftsrechtliche Steuerbefreiung nicht bei Wettbewerbsverzerrung &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 4 Nr. 15 UStG 1999 Leits&auml;tze Schlie&szlig;en sich Krankenkassen zu einer Genossenschaft zusammen, die an ihre Mitglieder entgeltliche Leistungen erbringt, sind diese Leistungen nach Art. 13 Teil &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-5-07-unternehmereigenschaft-einer-von-krankenkassen-gebildeten-genossenschaft-entgeltliche-leistungen-an-mitglieder-gemeinschaftsrechtliche-steuerbefreiung-nicht-bei-wettbewerbsverzerrung-anwendun\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;5\/07 &#8211; Unternehmereigenschaft einer von Krankenkassen gebildeten Genossenschaft &#8211; Entgeltliche Leistungen an Mitglieder &#8211; Gemeinschaftsrechtliche Steuerbefreiung nicht bei Wettbewerbsverzerrung &#8211; Anwendungsbereich von &sect; 4 Nr. 15 UStG 1999<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14383","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14383","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14383"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14383\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14383"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14383"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14383"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}