{"id":14387,"date":"2012-12-08T14:56:17","date_gmt":"2012-12-08T12:56:17","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14387"},"modified":"2012-12-08T14:56:17","modified_gmt":"2012-12-08T12:56:17","slug":"v-r-52-07-keine-anwendung-der-differenzbesteuerung-bei-unzutreffend-differenzbesteuerter-vorlieferung-durch-vorsteuerabzugsberechtigten-unternehmer-zweck-des-par-25a-ustg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-52-07-keine-anwendung-der-differenzbesteuerung-bei-unzutreffend-differenzbesteuerter-vorlieferung-durch-vorsteuerabzugsberechtigten-unternehmer-zweck-des-par-25a-ustg\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;52\/07 &#8211; Keine Anwendung der Differenzbesteuerung bei unzutreffend differenzbesteuerter Vorlieferung durch vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmer &#8211; Zweck des &sect; 25a UStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.4.2009, V R 52\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Anwendung der Differenzbesteuerung bei unzutreffend differenzbesteuerter Vorlieferung durch vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmer &#8211; Zweck des &sect; 25a UStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Ein Wiederverk&auml;ufer kann nicht die Differenzbesteuerung nach &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG bzw. Art. 26a der Richtlinie 77\/388\/EWG f&uuml;r die Weiterver&auml;u&szlig;erung eines Gegenstandes beanspruchen, wenn er den Gegenstand von einem Unternehmer erworben hat, der f&uuml;r diese Lieferung zu Unrecht die Differenzbesteuerung angewendet hat.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) war im Handel mit Kraftfahrzeugen t&auml;tig. Im Streitjahr 1997 erwarb die Kl&auml;gerin 216 PKW, die ihr zun&auml;chst mit Telefax vom 3. Juni 1997 von der spanischen Firma TD als &quot;Sonderangebot&quot; zum Kauf angeboten wurden. Bei den Fahrzeugen handelte es sich ausnahmslos um durchschnittlich sechs bis sieben Monate alte Kleinwagen unterschiedlicher Typen mit einer durchschnittlichen Fahrleistung von jeweils ca. 10 000 Kilometer. Das Angebot der Firma TD enthielt den Hinweis, dass in den Fahrzeugpreisen die spanische Mehrwertsteuer enthalten sei und dass die Lieferungen der Differenzbesteuerung unterl&auml;gen. F&uuml;r alle 216 Fahrzeuge erhielt die Kl&auml;gerin Rechnungen von der im Inland ans&auml;ssigen Firma S mit dem Zusatz, dass die Lieferung des jeweiligen Fahrzeugs der Differenzbesteuerung unterliege. Die &Uuml;berf&uuml;hrung der Fahrzeuge aus Spanien erfolgte &uuml;ber Frachtf&uuml;hrer. Die Zahlungen leistete die Kl&auml;gerin jeweils bei &Uuml;bergabe der CMR-Frachtpapiere. Aus den der Kl&auml;gerin &uuml;bergebenen ausl&auml;ndischen Fahrzeugpapieren ergab sich, dass die Fahrzeuge zuvor auf ausl&auml;ndische Mietwagenunternehmen zugelassen worden waren. Die Kl&auml;gerin veranlasste die Zulassung der Fahrzeuge im Inland und ver&auml;u&szlig;erte alle Fahrzeuge im Inland unter Anwendung der Differenzbesteuerung nach &sect; 25a des Umsatzsteuergesetzes 1993 in der im Streitjahr geltenden Fassung (UStG). Bei den Abnehmern der Kl&auml;gerin handelte es sich &uuml;berwiegend um Wiederverk&auml;ufer.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, dass die Weiterlieferung der aus Spanien erworbenen Fahrzeuge durch die Kl&auml;gerin nicht der Differenzbesteuerung nach &sect; 25a UStG unterlag. Aufgrund der Vielzahl gleichartiger Fahrzeuge mit teilweise fortlaufenden Fahrgestellnummern und der &Uuml;berweisung an FSD, einem Autovermieter, sei der Kl&auml;gerin bekannt gewesen, dass es sich bei den Fahrzeugen um Mietwagen gehandelt habe. Der blo&szlig;e Hinweis in den Rechnungen, dass es sich um differenzbesteuerte Fahrzeuge handele, entbinde die Kl&auml;gerin nicht von ihrer Pr&uuml;fungspflicht hinsichtlich der Anwendbarkeit der      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Differenzbesteuerung. Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) st&uuml;tzte die Klageabweisung darauf, dass die Differenzbesteuerung nach &sect; 25a UStG auf die von der Kl&auml;gerin ausgef&uuml;hrten Lieferungen nicht anwendbar sei. Die Kl&auml;gerin habe die Fahrzeuge von der Firma S, nicht aber von der Firma TD erworben. F&uuml;r die Bestimmung der Person des Leistenden komme es auf die der Leistung zugrunde liegenden zivilrechtlichen Vereinbarungen an. Nach den Gesamtumst&auml;nden h&auml;tten die zivilrechtlichen Kaufvertr&auml;ge zwischen S und der Kl&auml;gerin bestanden. S habe nicht lediglich als &quot;Rechnungsschreiber&quot; f&uuml;r die Firma TD fungiert. Unerheblich f&uuml;r die Anwendung der Differenzbesteuerung durch die Kl&auml;gerin sei, dass ihr Lieferant S ausweislich der Rechnungen die Differenzbesteuerung angewendet habe, da die Anwendung der Differenzbesteuerung durch die Kl&auml;gerin voraussetze, dass der Lieferant die Differenzbesteuerung zu Recht vorgenommen habe. Aus der gesamten Lieferkette Autohersteller &#8211; Autoverleiher &#8211; Firma TD &#8211; Firma S &#8211; Kl&auml;gerin ergebe sich im Streitfall, dass die Voraussetzungen f&uuml;r die Differenzbesteuerung bei keinem der Vorlieferer vorgelegen h&auml;tten und damit keiner der Vorlieferer, insbesondere auch nicht die Firma S als Lieferant der Kl&auml;gerin, die Differenzbesteuerung h&auml;tte anwenden k&ouml;nnen, da jeweils nur Lieferungen von vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmern an andere vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmer erfolgt seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es k&ouml;nne dahingestellt bleiben, in welchem Umfang f&uuml;r die Kl&auml;gerin Pr&uuml;fungspflichten bestanden h&auml;tten. Vorliegend seien ihr aufgrund der Gesamtumst&auml;nde die gesamte Lieferkette und damit auch der Umstand bekannt gewesen, dass es sich bei allen Vorlieferern jeweils um vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmer gehandelt habe. Dies habe sich insbesondere aus der Tatsache ergeben, dass die Erstzulassung f&uuml;r alle PKW nur sechs bis sieben Monate vor dem Verkauf erfolgt sei und dass es sich bei den PKW um Mietwagen gehandelt habe, die von dem Mietwagenunternehmen neu erworben worden und nach ca. sechs Monaten Nutzung &uuml;ber die Firmen TD und S an sie weiterver&auml;u&szlig;ert worden seien. Dies habe sich f&uuml;r die Kl&auml;gerin erkennbar zum einen aus den ausgeh&auml;ndigten Fahrzeugpapieren, zum anderen aber auch daraus ergeben, dass die ersten beiden Zahlungen (&Uuml;berweisungen) von der Kl&auml;gerin direkt an das Mietwagenunternehmen FSD in Spanien angewiesen worden seien. Zudem habe die Zeugin B best&auml;tigt, dass die hier strittigen Fahrzeuge von Unternehmen erworben worden seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin Verletzung materiellen Rechts. &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG verlange nach dem eindeutigen Wortlaut der Vorschrift nicht, dass der Vorlieferer seine Leistung materiell-rechtlich zutreffend differenzbesteuert habe. Auch das Gemeinschaftsrecht kn&uuml;pfe nur an eine tats&auml;chliche Vornahme der Differenzbesteuerung durch den Vorlieferer an. Weder historisch noch teleologisch sei erkennbar, dass der nationale Gesetzgeber die Anwendung der Differenzbesteuerung f&uuml;r den Fall, dass der Vorlieferer seine Lieferung zu Unrecht der Differenzbesteuerung unterworfen habe, ausschlie&szlig;en wollte. Die Differenzbesteuerung bezwecke, Wettbewerbsnachteile zu beseitigen, die Gebrauchtwarenh&auml;ndlern im Verh&auml;ltnis zu nichtunternehmerischen Anbietern beim Verkauf an Verbraucher erwachsen k&ouml;nnen. W&auml;hrend der Handel zwischen Privaten nicht mit Umsatzsteuer belastet sei, m&uuml;sste der Unternehmer den Verkauf der Regelbesteuerung unterwerfen. Die Nichtanwendung der Differenzbesteuerung f&uuml;hre zu einer zumindest anteiligen Doppelbesteuerung. Eine Pr&uuml;fungspflicht hinsichtlich der Vorlieferung k&ouml;nne &sect; 25a UStG nicht entnommen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das Urteil des FG aufzuheben und den Umsatzsteuerbescheid 1997 vom 30. April 2001 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 7. Juni 2004 dahingehend zu &auml;ndern, dass die zu 15 v.H. steuerpflichtigen Lieferungen und sonstigen Leistungen um 2 815 682 DM gemindert werden.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revision zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision der Kl&auml;gerin ist unbegr&uuml;ndet und war daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Lieferungen der Kl&auml;gerin der Regelbesteuerung unterliegen, weil &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG nicht anwendbar ist, wenn f&uuml;r die Vorlieferung an den Wiederverk&auml;ufer die Differenzbesteuerung zu Unrecht vorgenommen worden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Lieferung beweglicher k&ouml;rperlicher Gegenst&auml;nde unterliegt bei Vorliegen der Voraussetzungen nach &sect; 25a Abs. 1 UStG der sog. Differenzbesteuerung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) &sect; 25a Abs. 1 UStG hatte im Streitjahr folgenden Wortlaut:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;(1) F&uuml;r die Lieferungen im Sinne des &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 und 3 und den Eigenverbrauch im Sinne des &sect; 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchstabe a von beweglichen k&ouml;rperlichen Gegenst&auml;nden gilt eine Besteuerung nach Ma&szlig;gabe der nachfolgenden Vorschriften (Differenzbesteuerung), wenn folgende Voraussetzungen erf&uuml;llt sind:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Der Unternehmer ist ein Wiederverk&auml;ufer. Als Wiederverk&auml;ufer gilt, wer gewerbsm&auml;&szlig;ig mit beweglichen k&ouml;rperlichen Gegenst&auml;nden handelt oder solche Gegenst&auml;nde im eigenen Namen &ouml;ffentlich versteigert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Gegenst&auml;nde wurden an den Wiederverk&auml;ufer im Gemeinschaftsgebiet geliefert. F&uuml;r diese Lieferung wurde      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Umsatzsteuer nicht geschuldet oder nach &sect; 19 Abs. 1 nicht erhoben oder      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) die Differenzbesteuerung vorgenommen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Gegenst&auml;nde sind keine Edelsteine (aus Positionen 71.02 und 71.03 des Zolltarifs) oder Edelmetalle (aus Positionen 71.06, 71.08, 71.10 und 71.12 des Zolltarifs).&quot;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen der Differenzbesteuerung wird der Umsatz nach &sect; 25a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 UStG nach dem Betrag bemessen, um den der Verkaufspreis den Einkaufspreis f&uuml;r den Gegenstand &uuml;bersteigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Differenzbesteuerung beruht gemeinschaftsrechtlich auf der Sonderregelung f&uuml;r steuerpflichtige Wiederverk&auml;ufer nach Art. 26a Teil B Abs. 2 der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG). Diese Bestimmung hat folgenden Wortlaut:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;Lieferungen im Sinne von Absatz 1 sind Lieferungen von Gebrauchtgegenst&auml;nden, Kunstgegenst&auml;nden, Sammlungsst&uuml;cken oder Antiquit&auml;ten durch einen steuerpflichtigen Wiederverk&auml;ufer, wenn ihm diese Gegenst&auml;nde innerhalb der Gemeinschaft geliefert werden      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; von einem Nichtsteuerpflichtigen oder      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; von einem anderen Steuerpflichtigen, sofern die Lieferung des Gegenstands durch diesen anderen Steuerpflichtigen gem&auml;&szlig; Artikel 13 Teil B Buchstabe c) von der Steuer befreit ist, oder      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; von einem anderen Steuerpflichtigen, sofern f&uuml;r die Lieferung des Gegenstands durch diesen anderen Steuerpflichtigen die Steuerbefreiung nach Artikel 24 gilt und es sich dabei um ein Investitionsgut handelt, oder      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &#8211; von einem anderen steuerpflichtigen Wiederverk&auml;ufer, sofern die Lieferung des Gegenstands durch diesen anderen steuerpflichtigen Wiederverk&auml;ufer gem&auml;&szlig; dieser Sonderregelung mehrwertsteuerpflichtig ist.&quot;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) F&uuml;r die Anwendung der Differenzbesteuerung auf Lieferungen des Wiederverk&auml;ufers kommt es nach &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG darauf an, dass f&uuml;r die Lieferung an den Wiederverk&auml;ufer die &quot;Differenzbesteuerung vorgenommen&quot; wurde. Die Vornahme der Differenzbesteuerung setzt voraus, dass die Lieferung an den Wiederverk&auml;ufer die gesetzlichen Voraussetzungen des &sect; 25a Abs. 1 Nr. 1 bis 3 UStG erf&uuml;llt. Es reicht nicht aus, dass die Lieferung an den Wiederverk&auml;ufer nur faktisch als der Differenzbesteuerung unterliegend behandelt wurde.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG verweist mit dem Begriff der &quot;Differenzbesteuerung&quot; auf die Legaldefinition in &sect; 25a Abs. 1 Satz 1 UStG. Danach gilt die Differenzbesteuerung f&uuml;r die Lieferung beweglicher k&ouml;rperlicher Gegenst&auml;nde, wenn die Voraussetzungen nach &sect; 25a Abs. 1 Nr. 1 bis 3 UStG erf&uuml;llt sind. Im Hinblick auf diese Begriffsidentit&auml;t besteht nach dem Wortlaut der gesetzlichen Regelung kein Grund, den Begriff der Differenzbesteuerung in &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b UStG abweichend von &sect; 25a Abs. 1 Satz 1 UStG auszulegen. Gegenteiliges ergibt sich nicht daraus, dass es nach &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG darauf ankommt, dass die Differenzbesteuerung &quot;vorgenommen&quot; wurde. Denn hieraus ergibt sich nicht, unter welchen Voraussetzungen diese Vornahme zu erfolgen hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Im &Uuml;brigen besteht f&uuml;r den Vorwiederverk&auml;ufer kein Wahlrecht, bei der Lieferung an den Wiederverk&auml;ufer frei zu entscheiden, die Regelbesteuerung oder die Differenzbesteuerung anzuwenden. Zwar kann der Wiederverk&auml;ufer nach &sect; 25a Abs. 8 Satz 1 UStG auf die Anwendung der Differenzbesteuerung verzichten. Dies gilt auch f&uuml;r Lieferungen an andere Wiederverk&auml;ufer. Aus der M&ouml;glichkeit zum Verzicht auf die Differenzbesteuerung ergibt sich jedoch nicht umgekehrt, dass auch die M&ouml;glichkeit einer Option zur Differenzbesteuerung besteht, wenn die Voraussetzungen der Sonderregelung nach &sect; 25a Abs. 1 UStG nicht vorliegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Das sich aus dem Wortlaut des &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG ergebende Auslegungsergebnis wird durch Sinn und Zweck des &sect; 25a UStG best&auml;tigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (1) Das mit der Sonderregelung f&uuml;r steuerpflichtige Wiederverk&auml;ufer nach Art. 26a Teil B Abs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG und damit mit der Differenzbesteuerung nach &sect; 25a UStG verfolgte Ziel besteht darin, Doppelbesteuerungen und Wettbewerbsverzerrungen bei der Lieferung von Gebrauchtgegenst&auml;nden zu verhindern (Urteil des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EuGH&#8211; vom 8. Dezember 2005 C-280\/04, Jyske Finans, Slg. 2005, I-10683, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2006, 360 Rdnr. 41). Wie das FG zutreffend entschieden hat, sollen insbesondere Wettbewerbsnachteile und -verzerrungen vermindert werden, die sich f&uuml;r unternehmerisch t&auml;tige Wiederverk&auml;ufer im Verh&auml;ltnis zu privaten (nichtunternehmerischen) Verk&auml;ufern beim Verkauf an Verbraucher ohne die Sonderregelung des &sect; 25a UStG ergeben w&uuml;rden. Denn ohne diese Sonderregelung m&uuml;ssten Unternehmer die Lieferung von &quot;Gebrauchtgegenst&auml;nden&quot; (Art. 26a Teil B Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG) mit dem vollen bei der Lieferung erzielten Entgelt versteuern, w&auml;hrend bei der Lieferung durch Nichtunternehmer &uuml;berhaupt keine Umsatzsteuer entsteht. &sect; 25a UStG bezweckt, diesen Wettbewerbsnachteil dadurch abzumildern, dass bei der Lieferung durch unternehmerisch t&auml;tige Wiederverk&auml;ufer Umsatzsteuer nach &sect; 25a Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 UStG nur in dem Umfang entsteht, als der Verkaufspreis den Einkaufspreis &uuml;bersteigt (vgl. Langer, in Rei&szlig;\/Kraeusel\/Langer, UStG, &sect; 25a Rz 29 ff.). Die Vorschrift bezweckt somit zwar keine Gleichstellung von H&auml;ndlern mit privaten Anbietern (so aber Stadie, in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, UStG, &sect; 25a Rz 13), soll jedoch die umsatzsteuerrechtliche Benachteiligung unternehmerischer Wiederverk&auml;ufer gegen&uuml;ber Privatverk&auml;ufern verringern. Dies erfolgt dadurch, dass nur der erwirtschaftete Mehrwert der Besteuerung unterworfen wird (Hundt-E&szlig;wein, in Offerhaus\/S&ouml;hn\/Lange, UStG, &sect; 25a Rz 21).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (2) Entsprechend dem Normzweck, die Lieferung von Gegenst&auml;nden durch Wiederverk&auml;ufer der Lieferung durch Nichtunternehmer anzugleichen, ist die Differenzbesteuerung nach &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. a UStG anwendbar, wenn f&uuml;r die Lieferung an den Wiederverk&auml;ufer Umsatzsteuer nicht geschuldet oder nach &sect; 19 Abs. 1 UStG nicht erhoben wird. Liefert der Wiederverk&auml;ufer so erworbene Gegenst&auml;nde, befindet er sich in einem Wettbewerbsverh&auml;ltnis zur Lieferung durch Nichtunternehmer.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ein derartiges Wettbewerbsverh&auml;ltnis besteht auch, wenn f&uuml;r die Lieferung an den Wiederverk&auml;ufer zwar nicht Umsatzsteuer geschuldet oder nach &sect; 19 Abs. 1 UStG nicht erhoben wird, sondern der Wiederverk&auml;ufer selbst den Gegenstand von einem Vorwiederverk&auml;ufer unter Anwendung der Differenzbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG erwirbt. Die Anwendung der Differenzbesteuerung auf die Lieferung an den Wiederverk&auml;ufer ist dann aber nur gerechtfertigt, wenn die Lieferung an den Wiederverk&auml;ufer tats&auml;chlich die Voraussetzungen der Differenzbesteuerung erf&uuml;llt. Dies setzt voraus, dass der Vorwiederverk&auml;ufer seinerseits den Gegenstand unter den Voraussetzungen von &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. a oder b UStG erworben hat. Nur dann besteht eine Wettbewerbssituation zwischen der Lieferung durch den Wiederverk&auml;ufer und durch Nichtunternehmer. Die nach dem Normzweck der Regelung ma&szlig;gebliche Wettbewerbssituation rechtfertigt keine gewillk&uuml;rte Anwendung der Differenzbesteuerung durch den Vorwiederverk&auml;ufer auf Gegenst&auml;nde, die der Vorwiederverk&auml;ufer im Regelbesteuerungsverfahren erworben hat. Hierf&uuml;r spricht auch, dass die Regelung &uuml;ber die Differenzbesteuerung des steuerpflichtigen Wiederverk&auml;ufers bei der Lieferung von Gebrauchtgegenst&auml;nden etc. eine von der allgemeinen Regelung der Richtlinie 77\/388\/EWG abweichende Sonderregelung darstellt, die nach der Rechtsprechung des EuGH nur in dem f&uuml;r die Erreichung ihres Zieles notwendigen Ma&szlig; anzuwenden ist (EuGH-Urteil Jyske Finans in Slg. 2005, I-10683, UR 2006, 360 Rdnr. 35).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                dd) F&uuml;r dieses Auslegungsergebnis spricht schlie&szlig;lich auch der Wortlaut des Art. 26a Teil B Abs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG. Diese Bestimmung ordnet ausdr&uuml;cklich an, dass die Differenzbesteuerung auf Lieferung von Gegenst&auml;nden, die von einem anderen steuerpflichtigen Wiederverk&auml;ufer erworben wurden, nur anzuwenden ist, wenn die Lieferung des Gegenstands durch den &quot;anderen steuerpflichtigen Wiederverk&auml;ufer gem&auml;&szlig; dieser Sonderregelung mehrwertsteuerpflichtig ist&quot;. Hieraus folgt, dass es bei richtlinienkonformer Auslegung des &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG auf die rechtm&auml;&szlig;ige Anwendung der Differenzbesteuerung durch den Vorwiederverk&auml;ufer ankommt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                ee) Die Gegenauffassung der Kl&auml;gerin ber&uuml;cksichtigt im &Uuml;brigen nicht hinreichend, dass es der Grundsatz der steuerlichen Neutralit&auml;t nach der Rechtsprechung des EuGH nicht zul&auml;sst, dass Wirtschaftsteilnehmer, die gleichartige Ums&auml;tze t&auml;tigen, bei der Erhebung der Mehrwertsteuer unterschiedlich behandelt werden (EuGH-Urteil Jyske Finans in Slg. 2005, I-10683, UR 2006, 360 Rdnr. 39). K&auml;me es f&uuml;r die Anwendung der Differenzbesteuerung im Fall des Vorerwerbs von einem Vorwiederverk&auml;ufer nicht auf die gesetzlichen Voraussetzungen der Differenzbesteuerung, sondern auf die Inrechnungstellung durch den Vorwiederverk&auml;ufer an, w&uuml;rden ansonsten gleichartige Ums&auml;tze nur aufgrund des Handelns des Vorwiederverk&auml;ufers entgegen dem Neutralit&auml;tsgrundsatz unterschiedlich behandelt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Im Streitfall hat das FG ohne Rechtsversto&szlig; entschieden, dass die Lieferungen der Kl&auml;gerin nicht der Differenzbesteuerung unterliegen, da die Lieferungen an die Kl&auml;gerin nicht die Voraussetzungen des &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 UStG erf&uuml;llten. Da die Voraussetzungen des &sect; 25a Abs. 1 Nr. 1 bis 3 UStG kumulativ vorliegen m&uuml;ssen, ist daher unerheblich, ob die weiteren Bedingungen dieser Vorschrift gegeben sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Wie das FG zu Recht entschieden hat, liegen die Voraussetzungen des &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG nicht vor, da die Kl&auml;gerin die von ihr gelieferten Gegenst&auml;nde von einem anderen Unternehmer erworben hatte und die Lieferungen dieses Unternehmers an die Kl&auml;gerin nach den mit begr&uuml;ndeten Revisionsr&uuml;gen nicht angegriffenen und daher f&uuml;r den Senat bindenden Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) die Voraussetzungen von &sect; 25a UStG oder die des Art. 26a Teil B der Richtlinie 77\/388\/EWG nicht erf&uuml;llten, da alle Lieferer in der Lieferkette bis zur Kl&auml;gerin (Autohersteller &#8211; Autoverleiher &#8211; Firma TD &#8211; Firma S) zum Vorsteuerabzug berechtigt gewesen seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Es liegen auch nicht die Voraussetzungen des &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. a UStG vor, da nach den Feststellungen des FG S die Fahrzeuge an die Kl&auml;gerin geliefert hat und es sich bei dem Vorlieferer S um einen Unternehmer handelte, dessen Lieferungen im Inland steuerpflichtig waren. F&uuml;r diese Lieferungen wurde somit weder &quot;Umsatzsteuer nicht geschuldet&quot; noch &quot;nach &sect; 19 Abs. 1 UStG nicht erhoben&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Der Senat braucht nicht zu entscheiden, ob die Kl&auml;gerin zur Pr&uuml;fung verpflichtet war, ob f&uuml;r die an sie ausgef&uuml;hrten Lieferungen die gesetzlichen Voraussetzungen der Differenzbesteuerung vorlagen und ob sie f&uuml;r den Fall, dass sie das Fehlen dieser Voraussetzungen nicht erkennen konnte, Vertrauensschutz beanspruchen kann. Denn nach den f&uuml;r den Senat bindenden und nicht mit begr&uuml;ndeten Revisionsr&uuml;gen angegriffenen Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) war f&uuml;r die Kl&auml;gerin erkennbar, dass die von ihr erworbenen Fahrzeuge zun&auml;chst von Autovermietungen erworben wurden und die weiteren Lieferungen bis zum Vorwiederverk&auml;ufer S nicht der Differenzbesteuerung unterlagen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.4.2009, V R 52\/07 Keine Anwendung der Differenzbesteuerung bei unzutreffend differenzbesteuerter Vorlieferung durch vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmer &#8211; Zweck des &sect; 25a UStG Leits&auml;tze Ein Wiederverk&auml;ufer kann nicht die Differenzbesteuerung nach &sect; 25a Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b UStG bzw. Art. 26a der Richtlinie 77\/388\/EWG f&uuml;r die Weiterver&auml;u&szlig;erung eines Gegenstandes beanspruchen, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-52-07-keine-anwendung-der-differenzbesteuerung-bei-unzutreffend-differenzbesteuerter-vorlieferung-durch-vorsteuerabzugsberechtigten-unternehmer-zweck-des-par-25a-ustg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;R&nbsp;52\/07 &#8211; Keine Anwendung der Differenzbesteuerung bei unzutreffend differenzbesteuerter Vorlieferung durch vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmer &#8211; Zweck des &sect; 25a UStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14387","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14387","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14387"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14387\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}