{"id":14388,"date":"2012-12-19T14:59:43","date_gmt":"2012-12-19T12:59:43","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14388"},"modified":"2012-12-19T14:59:43","modified_gmt":"2012-12-19T12:59:43","slug":"v-r-35-07-keine-steuerbefreiung-nach-par-4-nr-23-ustg-bei-der-durchfuehrung-von-kanutouren-fuer-schulklassen-aufnahme-zu-zwecken-der-erziehung-ausbildung-und-fortbildung-anerkennung-einer-anderen-einr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-35-07-keine-steuerbefreiung-nach-par-4-nr-23-ustg-bei-der-durchfuehrung-von-kanutouren-fuer-schulklassen-aufnahme-zu-zwecken-der-erziehung-ausbildung-und-fortbildung-anerkennung-einer-anderen-einr\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;35\/07 &#8211; Keine Steuerbefreiung nach &sect; 4 Nr. 23 UStG bei der Durchf&uuml;hrung von Kanutouren f&uuml;r Schulklassen &#8211; &quot;Aufnahme&quot; zu Zwecken der Erziehung, Ausbildung und Fortbildung &#8211; Anerkennung einer anderen Einrichtung i.S. von Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. h und i der Richtlinie 77\/388\/EWG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.5.2009, V R 35\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Steuerbefreiung nach &sect; 4 Nr. 23 UStG bei der Durchf&uuml;hrung von Kanutouren f&uuml;r Schulklassen &#8211; &quot;Aufnahme&quot; zu Zwecken der Erziehung, Ausbildung und Fortbildung &#8211; Anerkennung einer anderen Einrichtung i.S. von Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. h und i der Richtlinie 77\/388\/EWG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Die Durchf&uuml;hrung von Kanutouren f&uuml;r Schulklassen ist keine &quot;Aufnahme&quot; der Jugendlichen f&uuml;r Erziehungszwecke, Ausbildungszwecke oder Fortbildungszwecke i.S. der in &sect; 4 Nr. 23 UStG geregelten Steuerbefreiung, wenn die Gesamtverantwortung bei den Lehrern verbleibt; die teilweise &Uuml;bernahme von Betreuungsleistungen reicht insoweit nicht aus.<\/p>\n<p>2. F&uuml;r die Anerkennung einer anderen Einrichtung i.S. von Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. h und i der Richtlinie 77\/388\/EWG reichen vertragliche Vereinbarungen zwischen der Einrichtung und einer Schule allein nicht aus.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) betreibt als selbst&auml;ndiger Unternehmer ein Jugendg&auml;stehaus und eine Surfschule.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Daneben bot er mehrt&auml;gige Kanutouren an, die er selbst organisierte. In diesen F&auml;llen mussten die Gruppen f&uuml;r die Bek&ouml;stigung selbst sorgen und waren nicht im G&auml;stehaus, sondern in Zelten untergebracht. Nach den in den Streitjahren geltenden Vertragsbedingungen &uuml;bernahm der Kl&auml;ger die Planung der Tour sowie die Reservierung der Campingpl&auml;tze. Im Preis der angebotenen Leistung waren ferner enthalten der Transfer des gesamten Materials, die Gestellung von Kanus, Paddeln, Schwimmwesten, wasserdichten Tonnen, Zelten, Isomatten und Kochgeschirr, eine Einf&uuml;hrung ins Kanufahren, die Betreuung durch einen fachkundigen Kanufahrer und alle anfallenden Campingplatzgeb&uuml;hren. Mit Fahrtantritt haftete jeder Teilnehmer f&uuml;r seine k&ouml;rperliche Unversehrtheit selbst. Auf dem Wasser bestand f&uuml;r alle Teilnehmer der Tour eine Haftpflichtversicherung. Die Touren wurden von Mitarbeitern des Kl&auml;gers begleitet. Vom Vertragspartner waren in ausreichendem Ma&szlig;e vollj&auml;hrige Betreuer der Gruppe zu stellen. Nach dem Vertrag waren auf dem Wasser die Mitarbeiter des Kl&auml;gers allein verantwortlich, an Land zusammen mit den Betreuern der Gruppe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kanutouren wurden von Schulklassen im Rahmen sogenannter &quot;Projektwochen&quot; in Anspruch genommen. Die Projektplanung und Ausgestaltung war Gegenstand des Unterrichts und erfolgte in der Verantwortung der zust&auml;ndigen Lehrer. Die Projekte wurden mit dem Kl&auml;ger abgestimmt, der seine Kanutouren in den Schulen vorstellte und bei seiner Planung und seinem Angebot auf individuelle W&uuml;nsche der Vertragspartner, z.B. die Organisation gemeinsamer Essen im Campinglager oder gemeinsame Spiele oder Ausfl&uuml;ge in die Natur, R&uuml;cksicht nahm. Die Schulen sch&auml;tzten die Kanutouren, weil diese u.a. das Sozialverhalten, gegenseitige Hilfestellung und Kommunikation, Teamarbeit und Kooperationsbereitschaft, selbst organisiertes und verantwortetes Handeln sowie sportmotorische Zielsetzungen positiv f&ouml;rderten und den Jugendlichen die Bedeutung und den Umgang mit der Natur vermittelten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger erkl&auml;rte die aus den Kanutouren erzielten Ums&auml;tze in seinen Umsatzsteuererkl&auml;rungen der Streitjahre (1997 bis 1999) als steuerfreie Ums&auml;tze gem&auml;&szlig; &sect; 4 Nr. 23 des Umsatzsteuergesetzes 1993\/1999 (UStG). Im Anschluss an eine beim Kl&auml;ger durchgef&uuml;hrte Au&szlig;enpr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) davon aus, dass die Ums&auml;tze der Regelbesteuerung unterl&auml;gen und setzte die Umsatzsteuer mit den &Auml;nderungsbescheiden vom 30. Januar 2003 entsprechend fest.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einspruch und Klage blieben ohne Erfolg. Zur Begr&uuml;ndung seines in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; 2007, 1288 ver&ouml;ffentlichten Urteils f&uuml;hrte das Finanzgericht (FG) im Wesentlichen aus, die Voraussetzungen der Befreiungsvorschrift seien nicht erf&uuml;llt, weil mit der Ausrichtung der Kanutouren durch den Kl&auml;ger keine &quot;Aufnahme&quot; von Jugendlichen i.S. des &sect; 4 Nr. 23 UStG verbunden gewesen sei. Der Begriff der Aufnahme umfasse ein Moment der Obhut und Betreuung. Eine Aufnahme in diesem Sinn sei nicht gegeben, weil der Kl&auml;ger keine die gesamte Tour umfassende verantwortliche Betreuungsleistung &uuml;bernommen habe. Die Gesamtverantwortung habe nach dem Inhalt der Vereinbarung bei den die Gruppe begleitenden Lehrern gelegen. Diese h&auml;tten insbesondere w&auml;hrend der Tour auf dem Wasser im Rahmen des damit verbundenen Sicherungsinteresses nur Teilbereiche an Verantwortliche des Kl&auml;gers abgegeben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Voraussetzungen f&uuml;r die Steuerbefreiung seien dar&uuml;ber hinaus auch deshalb nicht erf&uuml;llt, weil der Kl&auml;ger die Jugendlichen nicht f&uuml;r die beg&uuml;nstigten Zwecke (Erziehungs-, Ausbildungs- oder Fortbildungszwecke, Zwecke der S&auml;uglingspflege) bei sich aufgenommen habe. Als beg&uuml;nstigter Zweck komme allenfalls die Erziehung der Jugendlichen in Betracht. Selbst wenn die Aufenthalte der Jugendlichen beim Kl&auml;ger der Erziehung gedient haben sollten und der Begriff &quot;Erziehung&quot; nicht eng ausgelegt werden d&uuml;rfe, habe der Kl&auml;ger diese nicht zu diesem Zweck bei sich aufgenommen, sondern lediglich die Planung und organisatorische Gestaltung f&uuml;r die Touren &uuml;bernommen. Die &Uuml;bernahme der Verantwortung auf dem Wasser habe vornehmlich den Zweck gehabt, den sich aus dieser Sportart ergebenden Sicherheitsbed&uuml;rfnissen und -anforderungen Rechnung zu tragen. Soweit mit den Kanutouren faktisch auch Erziehungsleistungen verbunden gewesen seien, reichten diese nicht aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Selbst wenn der Kl&auml;ger sich in dem von ihm beschriebenen Umfang um die Jugendlichen gek&uuml;mmert, Spiele durchgef&uuml;hrt, gemeinsame Essen veranstaltet und Ausfl&uuml;ge in die Natur gemacht habe, sei dies nicht Gegenstand der Leistungen gewesen, f&uuml;r die er bezahlt worden sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger k&ouml;nne sich auch nicht auf Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. h oder i der Sechsten Richtlinie des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern 77\/388\/EWG (Richtlinie 77\/388\/EWG) berufen, denn bei dem Unternehmen des Kl&auml;gers habe es sich auch nicht um eine mit einer Einrichtung des &ouml;ffentlichen Rechts vergleichbare privatrechtliche Einrichtung gehandelt, weil es an der hierf&uuml;r erforderlichen Anerkennung fehle. Das Vorliegen einer derartigen Einrichtung k&ouml;nne zwar aus der &Uuml;bernahme der Kosten durch Jugend&auml;mter oder andere staatliche Einrichtungen abgeleitet werden. Diese Voraussetzung (liege) jedoch unstreitig nicht vor und sei vom Kl&auml;ger auch nicht geltend gemacht worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision macht der Kl&auml;ger Verletzung materiellen Rechts (&sect; 4 Nr. 23 UStG) geltend. &sect; 4 Nr. 23 UStG stehe im Zusammenhang mit den Steuerbefreiungen des &sect; 4 Nr. 21, Nr. 22, Nr. 24 und Nr. 25 UStG. Ziel der Befreiung sei es, Leistungen, die im Zusammenhang mit der Jugendbetreuung und Jugenderziehung st&auml;nden, von der Umsatzsteuer zu entlasten. Diese Vorschriften dienten der Umsetzung von Gemeinschaftsrecht, insbesondere von Art. 13 Teil A Nr. 1 Buchst. h und i der Richtlinie 77\/388\/EWG. Dabei habe der deutsche Gesetzgeber bewusst die Einschr&auml;nkungen, die Art. 13 hinsichtlich der Personen und Einrichtungen, die diese Leistungen steuerfrei erbringen k&ouml;nnten, nicht &uuml;bernommen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Er, der Kl&auml;ger, habe die Jugendlichen f&uuml;r Erziehungs-, Ausbildungs- oder Fortbildungszwecke bei sich aufgenommen und in diesem Zusammenhang Ums&auml;tze aus der Gew&auml;hrung von Beherbergung, Bek&ouml;stigung und der &uuml;blichen Naturalleistungen erzielt. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) setze die Aufnahme von Jugendlichen voraus, dass der Unternehmer planm&auml;&szlig;ig auf die aufgenommenen Personen erzieherisch einwirken wolle und einwirke. Zu Unrecht setze das FG das damit verbundene Betreuungs- und Obhutsverh&auml;ltnis mit der &Uuml;bernahme der Gesamtverantwortung gleich. Das widerspreche im &Uuml;brigen auch der Verwaltungsauffassung (Umsatzsteuer-Richtlinien 2005, Abschn. 117 Abs. 1 und 2; Oberfinanzdirektion Hannover, Umsatzsteuerkartei vom 6. Mai 2003, S. 7181 Karte 2), die eine Alleinverantwortung des Unternehmers gerade nicht verlange.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Sachverhalt unterscheide sich von herk&ouml;mmlichen Landschulaufenthalten als Folge der Fortentwicklung neuerer p&auml;dagogischer Erziehungskonzepte nur dadurch, dass die Schlafpl&auml;tze sich nicht in festen Geb&auml;uden bef&auml;nden und die Schlafpl&auml;tze von Tag zu Tag wechselten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Begriff der Erziehung in &sect; 4 Nr. 23 UStG sei weit auszulegen. Unter Erziehung sei nach allgemeinem Sprachgebrauch die planm&auml;&szlig;ige T&auml;tigkeit zur geistigen, charakterlichen und k&ouml;rperlichen Formung Jugendlicher zu t&uuml;chtigen, m&uuml;ndigen Menschen zu verstehen, die die vor ihnen liegenden Lebensaufgaben selbst&auml;ndig und verantwortlich bew&auml;ltigen k&ouml;nnten. Zur Erziehung geh&ouml;re auch die Willens- und Charakterbildung durch Wissensvermittlung, damit junge Menschen lernten, ihre Entscheidungen und die Folgen hieraus absch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Der Erziehungszweck entfalle nicht durch das Angebot einer sinnvollen Freizeitgestaltung. Auch diese diene bei einem Jugendlichen der Erziehung. Als beg&uuml;nstigte Zwecke st&uuml;nden Erziehungs-, Ausbildungs- und Fortbildungszwecke gleichwertig nebeneinander. Die Aufnahme zu einem dieser Zwecke reicht f&uuml;r die Steuerbefreiung der Leistungen aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Er, der Kl&auml;ger, habe schon im Vorfeld der Klassenfahrten in Absprache mit den zust&auml;ndigen Lehrk&ouml;rpern das fachliche Erziehungs-, Ausbildungs- und Fortbildungskonzept erarbeitet und sei auch in der Umsetzung wie ein Lehrer oder Betreuer in die Durchf&uuml;hrung der Klassenfahrten als Schulveranstaltung ma&szlig;geblich eingebunden gewesen. Die Klassenfahrten verfolgten gem&auml;&szlig; den &ouml;ffentlich-rechtlichen Richtlinien zu Schulfahrten vordefinierte Bildungs- und Erziehungsziele, mit denen Unterricht und Erziehung in besonders g&uuml;nstiger Weise miteinander verbunden werden k&ouml;nnten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Inhalt der Projektwochen seien p&auml;dagogische Ziele im motorischen, kognitiven und sozialaffektiven Bereich. Er, der Kl&auml;ger, habe Erziehungs- und Betreuungsleistungen erbracht, mit denen er auf die Jugendlichen erzieherisch eingewirkt habe, indem er insbesondere naturkundliches und naturwissenschaftliches Wissen vermittelt und den Tagesablauf sinnvoll gestaltet habe. Die Vermittlung dieser Erziehungsziele habe den Hauptzweck der Schulveranstaltung dargestellt und einen Gro&szlig;teil der zur Verf&uuml;gung stehenden Zeit in Anspruch genommen. Ohne Bedeutung sei insoweit der Inhalt der vertraglichen Vereinbarungen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Schullandfahrten w&uuml;rden im Sinne einer schulischen Pflichtveranstaltung, als Gesamtheit eines B&uuml;ndels von Erziehungs- und Betreuungsleistungen durchgef&uuml;hrt, die von seinen Mitarbeitern in Teilen allein, in anderen Teilen mitverantwortlich geleitet worden seien. F&uuml;r die Schulen sei es entscheidend gewesen, dass er, der Kl&auml;ger, seine fachspezifisch ausgebildeten Mitarbeiter den Lehrern erg&auml;nzend zur Seite gestellt habe. Die abgeordneten Lehrer allein h&auml;tten die Fahrten weder in fachlicher noch erzieherischer Hinsicht allein bewerkstelligen k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, das Urteil des FG und die Einspruchsentscheidung vom 14. Dezember 2004 aufzuheben und die Umsatzsteuer f&uuml;r 1997 auf &#8230; DM, f&uuml;r 1998 auf &#8230; DM und f&uuml;r 1999 auf &#8230; DM herabzusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Es verteidigt die Vorentscheidung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet; sie war deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Das FG hat zu Recht entschieden, dass die Ums&auml;tze des Kl&auml;gers nicht gem&auml;&szlig; &sect; 4 Nr. 23 UStG steuerfrei sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach &sect; 4 Nr. 23 Satz 1 UStG ist die Gew&auml;hrung von Beherbergung, Bek&ouml;stigung und der &uuml;blichen Naturalleistungen durch Personen und Einrichtungen steuerfrei, wenn sie &uuml;berwiegend Jugendliche f&uuml;r Erziehungs-, Ausbildungs- oder Fortbildungszwecke oder f&uuml;r Zwecke der S&auml;uglingspflege bei sich aufnehmen, soweit die Leistungen an die Jugendlichen oder an die bei ihrer Erziehung, Ausbildung, Fortbildung oder Pflege t&auml;tigen Personen ausgef&uuml;hrt werden. Jugendliche im Sinne dieser Vorschrift sind alle Personen vor Vollendung des 27. Lebensjahres (&sect; 4 Nr. 23 Satz 2 UStG).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &sect; 4 Nr. 23 UStG setzt eine &quot;Aufnahme bei sich&quot; f&uuml;r Erziehungs-, Ausbildungs- oder Fortbildungszwecke voraus. Die Steuerbefreiung beruht im Wesentlichen auf der Neufassung des &sect; 4 Nr. 13 UStG durch das Zweite Gesetz zur &Auml;nderung des Umsatzsteuergesetzes vom 30. Juli 1952 (BGBl I 1952, 393). Sie sollte die bereits bestehende Umsatzsteuerbeg&uuml;nstigung dahingehend erweitern, dass diese auch Schullandheimen und anderen mit Schul- und Erziehungsma&szlig;nahmen in Zusammenhang stehenden Einrichtungen und damit umfassend Einrichtungen im Bereich der Jugenderziehung und -ausbildung zugute kommen (vgl. BFH-Urteil vom 30. Juli 2008 V R 66\/06, BFHE 223, 381, BFH\/NV 2009, 516, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Leistungen des Kl&auml;gers sind nicht steuerfrei, weil der Kl&auml;ger die Jugendlichen nicht i.S. des &sect; 4 Nr. 23 UStG bei sich aufgenommen hat. Das FG hat zu Recht ausgef&uuml;hrt, dass dem Begriff der Aufnahme ein Moment der Obhut und Betreuung innewohnt. Hieran fehlt es vorliegend, weil nach den den Senat bindenden tats&auml;chlichen Feststellungen des FG (&sect; 118 Abs. 2 FGO) der Kl&auml;ger keine umfassende Betreuung f&uuml;r die gesamte Tour &uuml;bernommen hat, sondern die Gesamtverantwortung bei den die Gruppe begleitenden Lehrern verblieben ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Steuerfreiheit scheitert dar&uuml;ber hinaus auch daran, dass der Kl&auml;ger die Jugendlichen nicht f&uuml;r die beg&uuml;nstigten Zwecke bei sich aufgenommen hat. Das FG hat hierzu festgestellt, dass nach den f&uuml;r die Streitjahre geltenden Vertragsbedingungen der Kl&auml;ger lediglich die Planung und organisatorische Gestaltung der Touren &uuml;bernommen habe, und sich aus der teilweisen &Uuml;bernahme von Betreuungsleistungen durch Verantwortliche des Kl&auml;gers zur Sicherstellung der Sicherheitsbed&uuml;rfnisse auf dem Wasser und auch aus der vereinbarten &quot;Einf&uuml;hrung in das Kanufahren&quot; nicht ergebe, dass der Kl&auml;ger die Jugendlichen zum Zweck der Erziehung bei sich aufgenommen habe. Soweit mit den Kanutouren faktisch auch Erziehungsleistungen verbunden gewesen seien, reichten diese f&uuml;r die Zweckbestimmung des Gesetzes nicht aus. Diese W&uuml;rdigung ist m&ouml;glich. Sie verletzt weder Denkgesetze noch allgemeine Erfahrungss&auml;tze und ist damit f&uuml;r den Senat bindend (&sect; 118 Abs. 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Selbst wenn die Voraussetzungen einer Aufnahme i.S. des &sect; 4 Nr. 23 UStG vorgelegen h&auml;tten, w&uuml;rde die Steuerbefreiung vorliegend an der nicht hinreichenden Dauer der Aufnahme scheitern. &sect; 4 Nr. 23 UStG schreibt zwar eine bestimmte Aufnahmedauer nicht vor. Es gen&uuml;gt deshalb, wenn die Aufnahme solange andauert, dass der im Gesetz vorausgesetzte Erziehungszweck erreicht werden kann (vgl. BFH-Urteile in BFHE 223, 381, BFH\/NV 2009, 516; vom 19. Dezember 1963 V 102\/61 U, BFHE 78, 280, BStBl III 1964, 110). Abzugrenzen ist die Aufnahme zu Erziehungs-, Ausbildungs- oder Fortbildungszwecken aber von Leistungen der Beherbergung und Verk&ouml;stigung w&auml;hrend eines kurzfristigen Urlaubsaufenthalts mit Freizeitangebot und Freizeitgestaltung, die die im Gesetz vorausgesetzte &quot;Aufnahme zu Erziehungs-, Ausbildungs- und Fortbildungszwecken&quot; jedenfalls nicht erf&uuml;llen (BFH-Urteil in BFHE 223, 381, BFH\/NV 2009, 516). Dasselbe gilt f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung mehrt&auml;giger Kanutouren im Rahmen von sog. Projektwochen, die von einem Sport- und Freizeitangebot gepr&auml;gt sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Der Kl&auml;ger kann sich auch nicht unmittelbar auf die gemeinschaftsrechtliche Steuerbefreiung des Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. h oder i der Richtlinie 77\/388\/EWG berufen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. h der Richtlinie 77\/388\/EWG befreien die Mitgliedstaaten die eng mit der Kinder- und Jugendbetreuung verbundenen Dienstleistungen und Lieferungen von Gegenst&auml;nden durch Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts oder andere von dem betreffenden Mitgliedstaat als Einrichtung mit sozialem Charakter anerkannten Einrichtungen von der Mehrwertsteuer. Nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 77\/388\/EWG befreien die Mitgliedstaaten die Erziehung von Kindern und Jugendlichen, den Schul- oder Hochschulunterricht, die Ausbildung, die Fortbildung oder die berufliche Umschulung sowie die damit eng verbundenen Dienstleistungen und Lieferungen durch Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts, die mit solchen Aufgaben betraut sind, oder andere Einrichtungen mit von dem betreffenden Mitgliedstaat anerkannter vergleichbarer Zielsetzung von der Mehrwertsteuer. Soweit Befreiungen nicht hinreichend in innerstaatliches Recht umgesetzt worden sind, kann sich der Steuerpflichtige zwar grunds&auml;tzlich darauf berufen (BFH-Urteile in BFHE 223, 381, BFH\/NV 2009, 516; vom 18. August 2005 V R 71\/03, BFHE 211, 543, BStBl II 2006, 143; vom 8. November 2007 V R 2\/06, BFHE 219, 428, BStBl II 2008, 634, m.w.N.). Die betreffenden Leistungen sind jedoch nur steuerfrei, wenn sie von &quot;Einrichtungen des &ouml;ffentlichen Rechts oder anderen (privaten) Einrichtungen, die von dem betreffenden Mitgliedstaat als Einrichtung mit im wesentlichen sozialen Charakter anerkannt worden sind&quot;, erbracht werden (BFH-Urteil in BFHE 219, 428, BStBl II 2008, 634, m.w.N.). Es liegen weder Anhaltspunkte f&uuml;r eine staatliche Anerkennung des Kl&auml;gers als vergleichbare Einrichtung vor, noch sind diese vom Kl&auml;ger vorgetragen. Das FG hat vielmehr festgestellt, dass eine Kosten&uuml;bernahme durch staatliche Einrichtungen, aus der die erforderliche Anerkennung abgeleitet werden k&ouml;nnte (vgl. hierzu BFH-Urteile in BFHE 219, 428, BStBl II 2008, 634; in BFHE 211, 543, BStBl II 2006, 143), nicht erfolgt ist. Allein die vertraglichen Vereinbarungen zwischen dem Kl&auml;ger und den jeweiligen Schulen k&ouml;nnen keine staatliche Anerkennung begr&uuml;nden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.5.2009, V R 35\/07 Keine Steuerbefreiung nach &sect; 4 Nr. 23 UStG bei der Durchf&uuml;hrung von Kanutouren f&uuml;r Schulklassen &#8211; &quot;Aufnahme&quot; zu Zwecken der Erziehung, Ausbildung und Fortbildung &#8211; Anerkennung einer anderen Einrichtung i.S. von Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. h und i der Richtlinie 77\/388\/EWG Leits&auml;tze 1. 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