{"id":14392,"date":"2012-12-19T16:14:44","date_gmt":"2012-12-19T14:14:44","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14392"},"modified":"2012-12-19T16:14:44","modified_gmt":"2012-12-19T14:14:44","slug":"xi-r-82-07-vorsteuerabzug-aus-aufwendungen-fuer-die-errichtung-eines-gebaeudes-vermietung-an-aerzte-zahlungen-eines-apothekers-an-den-vermieter-aufteilung-der-vorsteuerbetraege-ueberpruefung-der-schae","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-82-07-vorsteuerabzug-aus-aufwendungen-fuer-die-errichtung-eines-gebaeudes-vermietung-an-aerzte-zahlungen-eines-apothekers-an-den-vermieter-aufteilung-der-vorsteuerbetraege-ueberpruefung-der-schae\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;82\/07 &#8211; Vorsteuerabzug aus Aufwendungen f&uuml;r die Errichtung eines Geb&auml;udes &#8211; Vermietung an &Auml;rzte &#8211; Zahlungen eines Apothekers an den Vermieter &#8211; Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge &#8211; &Uuml;berpr&uuml;fung der Sch&auml;tzung nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 2 UStG"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.10.2009, XI R 82\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorsteuerabzug aus Aufwendungen f&uuml;r die Errichtung eines Geb&auml;udes &#8211; Vermietung an &Auml;rzte &#8211; Zahlungen eines Apothekers an den Vermieter &#8211; Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge &#8211; &Uuml;berpr&uuml;fung der Sch&auml;tzung nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 2 UStG<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Zwischen den Aufwendungen f&uuml;r die Errichtung eines Geb&auml;udes, das an Arztpraxen vermietet wird, und Zahlungen eines Apothekers an den Vermieter, damit dieser das Geb&auml;ude an &Auml;rzte vermietet, besteht kein zum Vorsteuerabzug nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG 1999 berechtigender direkter und unmittelbarer Zusammenhang. Diese Zahlungen sind deshalb bei der Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge nach Ma&szlig;gabe eines Umsatzschl&uuml;ssels nicht zu ber&uuml;cksichtigen.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist die Aufteilung von Vorsteuerbetr&auml;gen. Die Kl&auml;gerin und Revisionsbeklagte (Kl&auml;gerin), eine GbR, errichtete auf einem von ihr erworbenen Grundst&uuml;ck einen zweigeschossigen Anbau. Das Erdgeschoss vermietete sie ab 1. August 2002 f&uuml;r monatlich 1.570 EUR an &Auml;rzte, die darin eine Arztpraxis einrichteten. Das Obergeschoss vermietete sie ebenfalls ab 1. August 2002 f&uuml;r monatlich 750 EUR unter Verzicht auf die Steuerbefreiung der Vermietungsums&auml;tze an einen ihrer beiden Gesellschafter, der darin ein Ingenieurb&uuml;ro unterhielt; weiterhin wurde die Vorauszahlung einer Nebenkostenpauschale vereinbart.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ferner schloss die Kl&auml;gerin mit einem benachbarten Apotheker eine Vereinbarung, wonach dieser f&uuml;r die Ansiedlung von Arztpraxen f&uuml;r einen beschr&auml;nkten Zeitraum ein Entgelt zahlte. Dieses betrug im Jahr 2002 netto 4.414 EUR und im Jahr 2003 netto 10.596 EUR. Die Kl&auml;gerin behandelte die Zahlungen als steuerpflichtig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In den Umsatzsteuererkl&auml;rungen f&uuml;r 2002 und 2003 machte sie Vorsteuerbetr&auml;ge im Zusammenhang mit der Errichtung des Anbaus in H&ouml;he von 25.795,83 EUR (2002) und 341,19 EUR (2003) geltend. Diese hatte sie anhand des Verh&auml;ltnisses der steuerpflichtigen zu den steuerfreien Ausgangsums&auml;tzen ermittelt, wobei sie die Zahlungen des Apothekers einbezog.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) stimmte der Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2002 zun&auml;chst zu. Unter dem Datum des 7. Oktober 2004 erlie&szlig; er einen gem&auml;&szlig; &sect; 164 Abs. 2 der Abgabenordnung ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r 2002 sowie einen Erstbescheid f&uuml;r 2003, in denen er die Vorsteuerbetr&auml;ge im Verh&auml;ltnis der Nutzfl&auml;chen aufteilte. Im Einspruchsverfahren wurde Einvernehmen &uuml;ber die H&ouml;he der aufzuteilenden Vorsteuerbetr&auml;ge (46.092,62 EUR in 2002 und 614,21 EUR in 2003) erzielt. Im &Uuml;brigen hatte der Einspruch keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin machte im Klageverfahren geltend, die Vorsteuerbetr&auml;ge seien nach den mit dem Anbau erzielten Ums&auml;tzen aufzuteilen. Dabei seien auch die Zahlungen des Apothekers einzubeziehen. Diese seien an die Vermietung gekn&uuml;pft und der Anbau w&auml;re ohne die Vereinbarung mit dem Apotheker nicht errichtet worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt (die Entscheidung ist abgedruckt in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 260). Die Ansiedlung einer Arztpraxis in der N&auml;he der Apotheke gegen Entgelt sei eine umsatzsteuerpflichtige Leistung, die bei wirtschaftlicher Betrachtung als zus&auml;tzlicher mit der Gewerbefl&auml;che erzielter Umsatz erscheine und nicht gem&auml;&szlig; &sect; 4 Nr. 12 Satz 1 Buchst. a des Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) steuerbefreit sei. Die Vorsteuerbetr&auml;ge teilte das FG im Verh&auml;ltnis der steuerfreien Ums&auml;tze &quot;Vermietung Arztpraxis&quot; zu den steuerpflichtigen Ums&auml;tzen &quot;Vermietung Ingenieurb&uuml;ro und Zahlungen Apotheker&quot; auf.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt das FA Verletzung materiellen Rechts. Es m&uuml;sse auf das Verh&auml;ltnis der mit dem bezogenen Gegenstand bewirkten Ums&auml;tze abgestellt werden. Dabei komme es nur auf die durch unmittelbare Nutzung erzielten und nicht auf eventuelle anl&auml;sslich der Nutzung anfallende weitere Erl&ouml;se an. Die Zahlungen des Apothekers seien daher nicht zu ber&uuml;cksichtigen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Vorentscheidung aufzuheben und die Streitsache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das FG zur&uuml;ckzuverweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin hat sich nicht ge&auml;u&szlig;ert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Die Vorentscheidung ist aufzuheben und die Klage ist abzuweisen (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die Zahlungen des Apothekers sind zwar vom FG zu Recht als steuerpflichtig behandelt worden (vgl. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 20. Februar 1992 V R 107\/87, BFHE 167, 567, BStBl II 1992, 705). Sie sind aber bei der Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge nach einem Umsatzschl&uuml;ssel nicht zu ber&uuml;cksichtigen, weil es an einem direkten und unmittelbaren Zusammenhang zwischen den Aufwendungen f&uuml;r den Bezug der Eingangsleistungen zur Errichtung des Anbaus und den Zahlungen des Apothekers fehlt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Gem&auml;&szlig; &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG kann der Unternehmer die in Rechnungen i.S. des &sect; 14 UStG gesondert ausgewiesene Steuer f&uuml;r Lieferungen oder sonstige Leistungen, die von anderen Unternehmern f&uuml;r sein Unternehmen ausgef&uuml;hrt worden sind, als Vorsteuerbetr&auml;ge abziehen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nach &sect; 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 UStG ist der Vorsteuerabzug u.a. ausgeschlossen f&uuml;r die Lieferungen von Gegenst&auml;nden sowie f&uuml;r sonstige Leistungen, die der Unternehmer zur Ausf&uuml;hrung steuerfreier Ums&auml;tze verwendet. Da der Anbau zur Ausf&uuml;hrung teils steuerpflichtiger und teils steuerfreier Vermietungsums&auml;tze verwendet wird, ist der nicht abziehbare Teil der Vorsteuerbetr&auml;ge zu ermitteln, der den zum Ausschluss vom Vorsteuerabzug f&uuml;hrenden Ums&auml;tzen wirtschaftlich zuzurechnen ist (&sect; 15 Abs. 4 Satz 1 UStG). Der Unternehmer kann die nicht abziehbaren Teilbetr&auml;ge im Wege einer sachgerechten Sch&auml;tzung ermitteln (&sect; 15 Abs. 4 Satz 2 UStG). Dabei ist es grunds&auml;tzlich Sache des Unternehmers, zu entscheiden, welche Sch&auml;tzungsmethode er w&auml;hlt; das FA &#8211;und damit auch das FG&#8211; k&ouml;nnen aber nachpr&uuml;fen, ob die Sch&auml;tzung sachgerecht ist (vgl. BFH-Beschluss vom 3. Mai 2005 V B 200\/04, BFH\/NV 2005, 1641). Eine Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge nach dem Verh&auml;ltnis der Ausgangsums&auml;tze ist als sachgerechte Sch&auml;tzung i.S. von &sect; 15 Abs. 4 Satz 2 UStG anzuerkennen (vgl. BFH-Urteile vom 17. August 2001 V R 1\/01, BFHE 196, 345, BStBl II 2002, 833, und vom 18. November 2004 V R 16\/03, BFHE 208, 461, BStBl II 2005, 503).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) &sect; 15 UStG beruht auf Art. 17 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG). Nach Art. 17 Abs. 2 der Richtlinie 77\/388\/EWG ist der Steuerpflichtige zum Vorsteuerabzug befugt, &quot;soweit die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen f&uuml;r Zwecke seiner besteuerten Ums&auml;tze verwendet werden&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Aus dieser Formulierung ergibt sich nach der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH), dass grunds&auml;tzlich ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zwischen einem bestimmten Eingangsumsatz und einem oder mehreren Ums&auml;tzen der nachfolgenden Stufe, die zum Vorsteuerabzug berechtigen, bestehen muss, damit der Steuerpflichtige zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. Die Aufwendungen f&uuml;r den Bezug der Eingangsleistungen m&uuml;ssen Teil der Kosten der zum Abzug berechtigenden Ausgangsums&auml;tze sein, f&uuml;r die die Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen verwendet werden (vgl. EuGH-Urteil vom 8. Juni 2000 Rs. C-98\/98 &#8211;Midland Bank&#8211;, Slg. 2000, I-4177, Umsatzsteuer-Rundschau &#8211;UR&#8211; 2000, 342, Randnrn. 20 f. und 30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Mit diesen Grunds&auml;tzen ist das vom FG herangezogene Prinzip der wirtschaftlichen Zurechnung von Eingangsums&auml;tzen mit Vorrang einer wirtschaftlichen Denkweise vor einer sog. gegenst&auml;ndlichen Zurechnung nicht vereinbar (vgl. BFH-Urteile in BFHE 196, 345, BStBl II 2002, 833, unter II.1.a, und vom 9. November 2006 V R 9\/04, BFHE 215, 372, BStBl II 2007, 285, unter II.1.b aa).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Zahlungen des Apothekers stehen im Streitfall in keinem direkten und unmittelbaren Zusammenhang mit den Aufwendungen zur Errichtung des Anbaus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Aufwendungen f&uuml;r die Errichtung des Anbaus stehen vielmehr in einem direkten und unmittelbaren Zusammenhang nur mit den Entgelten, die aus der Vermietung von R&auml;umen des Anbaus an das Ingenieurb&uuml;ro bzw. an die &Auml;rzte erzielt wurden. Dass die von der Kl&auml;gerin gegen&uuml;ber dem Apotheker erbrachte Leistung einer dauerhaften Ansiedlung einer Arztpraxis nicht ohne die vorherige Errichtung des Anbaus m&ouml;glich war, begr&uuml;ndet einen lediglich mittelbaren Zusammenhang.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Unerheblich ist auch, dass die Kl&auml;gerin bereits von Anbeginn die Zahlungen des Apothekers in ihre Investitionsentscheidung einstellte. Denn insoweit handelt es sich nur um einen (mit)verfolgten Zweck, auf den es nach der Rechtsprechung letztlich nicht ankommt (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 2000, I-4177, UR 2000, 342, Randnr. 20).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Die Zahlungen des Apothekers sind daher entgegen der Auffassung des FG bei der Aufteilung der bei den Eingangsums&auml;tzen angefallenen Vorsteuerbetr&auml;ge nach einem Umsatzschl&uuml;ssel nicht zu ber&uuml;cksichtigen. Ausgehend von den Feststellungen des FG errechnen sich die abziehbaren Vorsteuerbetr&auml;ge danach wie folgt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>2002<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>2003<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">steuerfreie Ums&auml;tze<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Arztpraxis<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>5 x 1.570 EUR = 7.850 EUR<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>12 x 1.570 EUR = 18.840 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">steuerpflichtige Ums&auml;tze<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Ingenieurb&uuml;ro<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>5 x 750 EUR =<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>12 x 750 EUR = <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Ums&auml;tze insgesamt<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>11.600 EUR<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>27.840 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Anteil steuerfreier Ums&auml;tze<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>67,67 %<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>67,67 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Anteil steuerpflichtiger Ums&auml;tze<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>32,33 %<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>32,33 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">aufzuteilende Vorsteuerbetr&auml;ge<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>46.092,62 EUR<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>614,21 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">abzugsf&auml;hig 32,33 v.H.<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>14.901,74 EUR<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>198,57 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Vorsteuern lt. FA<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>15.308.58 EUR<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/br>204,71 EUR<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nachdem das FA bereits h&ouml;here Vorsteuerbetr&auml;ge ber&uuml;cksichtigt hat und das FG die Zahlungen des Apothekers zu Recht als steuerpflichtig behandelt hat, war die Klage auf Abzug weiterer Vorsteuerbetr&auml;ge abzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 15.10.2009, XI R 82\/07 Vorsteuerabzug aus Aufwendungen f&uuml;r die Errichtung eines Geb&auml;udes &#8211; Vermietung an &Auml;rzte &#8211; Zahlungen eines Apothekers an den Vermieter &#8211; Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge &#8211; &Uuml;berpr&uuml;fung der Sch&auml;tzung nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 2 UStG Leits&auml;tze Zwischen den Aufwendungen f&uuml;r die Errichtung eines Geb&auml;udes, das an Arztpraxen vermietet &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-82-07-vorsteuerabzug-aus-aufwendungen-fuer-die-errichtung-eines-gebaeudes-vermietung-an-aerzte-zahlungen-eines-apothekers-an-den-vermieter-aufteilung-der-vorsteuerbetraege-ueberpruefung-der-schae\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">XI&nbsp;R&nbsp;82\/07 &#8211; Vorsteuerabzug aus Aufwendungen f&uuml;r die Errichtung eines Geb&auml;udes &#8211; Vermietung an &Auml;rzte &#8211; Zahlungen eines Apothekers an den Vermieter &#8211; Aufteilung der Vorsteuerbetr&auml;ge &#8211; &Uuml;berpr&uuml;fung der Sch&auml;tzung nach &sect; 15 Abs. 4 Satz 2 UStG<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14392","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14392","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14392"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14392\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14392"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14392"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14392"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}