{"id":14393,"date":"2012-12-20T02:46:16","date_gmt":"2012-12-20T00:46:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14393"},"modified":"2012-12-20T02:46:16","modified_gmt":"2012-12-20T00:46:16","slug":"vi-r-24-08-verlust-aus-veraeusserung-der-beteiligung-am-arbeitgeber-bei-beendigung-des-arbeitsverhaeltnisses-voraussetzungen-fuer-den-werbungskostenabzug-anwendbarkeit-der-sog-bedingungslehre-einnahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-24-08-verlust-aus-veraeusserung-der-beteiligung-am-arbeitgeber-bei-beendigung-des-arbeitsverhaeltnisses-voraussetzungen-fuer-den-werbungskostenabzug-anwendbarkeit-der-sog-bedingungslehre-einnahme\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;24\/08 &#8211; Verlust aus Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung am Arbeitgeber bei Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r den Werbungskostenabzug &#8211; Anwendbarkeit der sog. Bedingungslehre &#8211; Einnahmenr&uuml;ckzahlung als negative Einnahmen oder als Werbungskosten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.9.2009, VI R 24\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Verlust aus Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung am Arbeitgeber bei Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r den Werbungskostenabzug &#8211; Anwendbarkeit der sog. Bedingungslehre &#8211; Einnahmenr&uuml;ckzahlung als negative Einnahmen oder als Werbungskosten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Ein Ver&auml;u&szlig;erungsverlust aus einer Kapitalbeteiligung am Arbeitgeber f&uuml;hrt nicht allein deshalb zu Werbungskosten oder negativen Einnahmen bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, weil die Beteiligung wegen der Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses ver&auml;u&szlig;ert wurde.<\/p>\n<p>2. Erforderlich ist vielmehr, dass ein solcher Verlust in einem einkommensteuerrechtlich erheblichen Veranlassungszusammenhang zum Arbeitsverh&auml;ltnis steht und nicht auf der Nutzung der Beteiligung als Kapitalertragsquelle beruht.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) Werbungskosten oder negative Einnahmen geltend machen kann, weil er wegen der Beendigung seines Arbeitsverh&auml;ltnisses Gesellschaftsanteile zu einem unter dem Verkehrswert liegenden Verkaufspreis an die Konzernmuttergesellschaft seines Arbeitgebers zur&uuml;ckver&auml;u&szlig;ert hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger war seit 1987 zun&auml;chst bei der B, sp&auml;ter unmittelbar bei der Muttergesellschaft C im Rahmen eines Anstellungsverh&auml;ltnisses besch&auml;ftigt. Im Jahr 1992 wurde er zum Partner der B bestellt. Ab 1993 war er &#8211;nach Verschmelzung beider Gesellschaften&#8211; Partner der C.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Infolge seiner Bestellung zum Partner erwarb der Kl&auml;ger am 11. August 1995 erstmals entgeltlich Aktien an seiner Arbeitgeberin, der C. Grundlage dieser Beteiligung waren die Bestimmungen &uuml;ber das Konsortium II (K II) f&uuml;r Aktien der C i.d.F. vom 22. Juni 1989. Danach konnten u.a. die leitenden Mitarbeiter mit Partner-Status f&uuml;r die Dauer ihrer Bestellung als Partner Mitglieder des Konsortiums II werden. Weitere Mitglieder des Konsortiums II waren die Mitglieder des sog. Konsortiums I (K I), die X-GmbH und die Y-GmbH. Der Konsortialvertrag sah bestimmte Verf&uuml;gungsbeschr&auml;nkungen f&uuml;r die Aktien vor (Art. 3 K II). So durften etwa konsortialgebundene Aktien grunds&auml;tzlich nur an die X-GmbH &uuml;bertragen oder verpf&auml;ndet werden. Dar&uuml;ber hinaus verpflichteten sich die Mitglieder des Konsortiums II f&uuml;r den Fall der Beendigung ihrer Mitgliedschaft unwiderruflich dazu, die C-Aktien der X-GmbH zum Verkauf anzubieten (Art. 5 K II). Der &Uuml;bernahmekurs bestimmte sich in diesem Fall gem&auml;&szlig; Art. 7 K II i.V.m. &sect; 7 der Bestimmungen &uuml;ber das K I f&uuml;r Aktien der C i.d.F. vom 16. Juni 1992. &sect; 7 K I sah folgende Berechnung des &Uuml;bernahmekurses vor (auszugsweise):      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (1) Der &Uuml;bernahmekurs f&uuml;r gem&auml;&szlig; &sect; 5 Abs. 1 angebotene C-Aktien ist auf der Grundlage des jeweiligen Bilanzkurses (= Eigenkapital &#8211;bestehend aus Gezeichnetem Kapital, Kapitalr&uuml;cklage, Gewinnr&uuml;cklage, ggf. Sonderposten mit R&uuml;cklageanteil sowie Gewinnvortrag&#8211; bezogen auf das gezeichnete Kapital) unter Ber&uuml;cksichtigung eines angemessenen Zuschlags (Abs. 2) oder &#8211;bei in naher Zukunft drohender gewichtiger Ergebnisverschlechterung&#8211; ausnahmsweise auch eines notwendigen Abschlags (Abs. 3) zu bilden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (2) Die f&uuml;r die Bemessung des Zuschlags zum Bilanzkurs ma&szlig;geblichen Daten sind anhand des als Anlage 3 beigef&uuml;gten Schemas vom Abschlusspr&uuml;fer der C zu ermitteln. In Aus&uuml;bung pflichtgem&auml;&szlig;en Ermessens k&ouml;nnen die Mitglieder des K I mit einer Mehrheit von drei Vierteln, gerechnet nach K&ouml;pfen, einen niedrigeren Zuschlag, als er sich rechnerisch aus den gem&auml;&szlig; Satz 1 ermittelten Daten ergibt, festlegen. (&#8230;)      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (4) Die Entscheidung &uuml;ber die H&ouml;he des &Uuml;bernahmekurses soll in der Regel f&uuml;r die Dauer eines Jahres, und zwar anl&auml;sslich der Beschlussfassung gem&auml;&szlig; &sect; 4 Satz 2, getroffen werden. Ein Einsichtsrecht in die B&uuml;cher und Schriften der C besteht nicht; die aktienrechtlichen Befugnisse f&uuml;r Vorstandsmitglieder bleiben hiervon unber&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In dem Schema f&uuml;r die Bemessung des Zuschlags zum Bilanzkurs gem&auml;&szlig; &sect; 7 Abs. 2 K I hei&szlig;t es auszugsweise:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Stille Reserven, die sich aus Wertzuw&auml;chsen beim ruhenden Verm&ouml;gen ergeben haben und somit als unrealisiert anzusehen sind, f&uuml;hren nicht zu einem Zuschlag zum Bilanzkurs. Gleiches gilt f&uuml;r stille Reserven, die durch &Uuml;bertragung einer 6b-R&uuml;cklage entstanden sind. Umgekehrt sind insoweit 6b-R&uuml;cklagen, die in den Sonderposten mit R&uuml;cklageanteil enthalten sind, nicht in den Bilanzkurs einzurechnen. Dies gilt solange, wie die Gesch&auml;ftspolitik der C, Buchgewinne aus dem Verkauf von Gegenst&auml;nden des Anlageverm&ouml;gens zu &uuml;bertragen, beibehalten wird. Ist dies nicht mehr der Fall, so ist dieser Betrag, sofern er von einigem Gewicht ist, nach Abzug der latenten Steuern bei der Bilanzkursermittlung als Hinzurechnungsposten anzusetzen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Andere stille Reserven bei den Verm&ouml;gens- und Schuldposten f&uuml;hren zu einem Zuschlag zum Bilanzkurs, wenn sie in Aus&uuml;bung eines Bewertungs- oder Bilanzierungsrechts entstanden sind. Insoweit d&uuml;rfen bei der Bemessung der stillen Reserven die urspr&uuml;nglichen Anschaffungskosten der Verm&ouml;genswerte, abz&uuml;glich Normalabschreibungen bei abnutzbaren Gegenst&auml;nden, nicht &uuml;berschritten werden. Dieser Regelung liegt die &Uuml;berlegung zugrunde, dass durch die Aus&uuml;bung der hier angesprochenen Bewertungs- und Bilanzierungswahlrechte das Ergebnis des aktiven Gesch&auml;fts beeinflusst worden ist. Gleicherma&szlig;en ist aber auch zu verfahren, wenn notwendige Sonderabschreibungen vorgenommen worden sind und sp&auml;ter der Grund f&uuml;r die Sonderabschreibungen entfallen ist (&#8230;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r die 1995 erworbenen Namensaktien im Nennbetrag von 18.000 DM zahlte der Kl&auml;ger 73.800 DM. Im Veranlagungszeitraum 1995 hatte der Kl&auml;ger seinen Wohnsitz in &#8230; .      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mitte 1998 wurde der Aktienanteil aufgrund eines Beschlusses &uuml;ber die Aufstockung der Mindestquoten f&uuml;r den Aktienbesitz der Partner um 9.000 DM aufgestockt. Die Aktien erwarb der Kl&auml;ger zum (damaligen) Konsortialkurs von 475 %. Der Kaufpreis belief sich auf 42.750 DM. Zugleich wurde 1998 eine Kapitalerh&ouml;hung durchgef&uuml;hrt und neue Aktien wurden im Verh&auml;ltnis 1:1 ausgegeben, so dass der Kl&auml;ger fortan Aktien im Nennwert von 54.000 DM hielt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Oktober 1999 wurde der Aktienbesitz im Zuge einer Umstellung auf den Euro und einer damit verbundenen Kapitalherabsetzung in H&ouml;he eines Spitzenbetrages auf nominal 27.000 EUR umgeschrieben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Zuge einer gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung der C-Gruppe wurde der Aktienbesitz der Partner der C schlie&szlig;lich durch Gesch&auml;ftsanteile der Konzernmuttergesellschaft der C, D, ersetzt. Zu diesem Zweck wurde das Stammkapital der D von 50.000 EUR auf 18.012.450 EUR erh&ouml;ht. Die Ausgabe der neuen Stammeinlagen erfolgte mit einem Agio von 107,50 EUR je 50 EUR Nennbetrag. Der Kl&auml;ger brachte seine Aktien an der C zum festgelegten Konsortialkurs von 157,50 EUR je Aktie im Nennwert von 50 EUR ein und erhielt im Gegenzug je eingebrachter Aktie einen Anteil der Gattung A von 50 EUR an der D. Das Stammkapital wurde sodann ein weiteres Mal um 9.423.350 EUR auf 27.435.800 EUR erh&ouml;ht. Die Ausgabe der neuen Stammeinlagen erfolgte mit einem Agio von 107,50 EUR je 50 EUR des Nennbetrages der neuen Stammeinlagen. Die neuen Stammeinlagen und das Agio waren in bar zu erbringen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zuletzt hielt der Kl&auml;ger Gesch&auml;ftsanteile an der D in einem Nominalwert von insgesamt 62.000 EUR (Anteil der Gattung A in H&ouml;he von 27.000 EUR, Anteil der Gattung B in H&ouml;he von 35.000 EUR). Dies entsprach einer Beteiligungsquote von 0,24331 %.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Zuge der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung wurde am 9. Februar 2001 ein neuer Konsortialvertrag &uuml;ber die gemeinsame Beteiligung an der D (&quot;D-Konsortium&quot;) geschlossen, in dem es u.a. hei&szlig;t:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Mitgliedschaft im Konsortium ist f&uuml;r die Partner auf die Dauer ihrer aktiven beruflichen T&auml;tigkeit f&uuml;r eine der Gesellschaften der C begrenzt. Wesentliches Merkmal der befristeten partnerschaftlichen Zusammenarbeit ist es, dass die Abfindung eines Konsorten im Falle seines Ausscheidens, gleich aus welchem Grunde, zu einem einheitlichen, festen Konsortialkurs erfolgt. Im Interesse der Sicherung des Fortbestandes der C-Gruppe soll diese Regelung k&uuml;nftigen Partnern den ungehinderten Zutritt zum Konsortium und damit zum Kreis der Gesellschafter erm&ouml;glichen und so den partnerschaftlichen Gedanken f&ouml;rdern. Im Einzelnen wird hierzu Folgendes vereinbart: (&#8230;)      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3.3 Ein Konsorte, der nicht mehr die Voraussetzung f&uuml;r die Mitgliedschaft im Konsortium erf&uuml;llt, scheidet mit dem Wegfall der Mitgliedschaftsvoraussetzungen (&sect; 1.1 dieses Vertrages) ohne weiteres aus dem Konsortium aus. Ein Konsorte scheidet ferner aus, wenn die Konsortialversammlung seinen Ausschluss beschlie&szlig;t. Der Ausschluss ist zul&auml;ssig, wenn die konsortialgebundenen Anteile von einem Gl&auml;ubiger des Konsorten gepf&auml;ndet werden oder sonst wie in diese vollstreckt werden, es sei denn, die Vollstreckungsma&szlig;nahme wird innerhalb von zwei Monaten, sp&auml;testens aber bis zur Verwertung des Anteils, aufgehoben, oder wenn &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Konsorten das Insolvenzverfahren er&ouml;ffnet oder die Er&ouml;ffnung eines solchen Verfahrens mangels Masse abgelehnt wird oder der Konsorte die Richtigkeit seines Verm&ouml;gensverzeichnisses an Eides statt zu versichern hat, oder wenn in der Person des Konsorten ein wichtiger Grund vorliegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3.4 Jeder Konsorte bietet hiermit f&uuml;r den Fall seines Ausscheidens (nach &sect; 3.2 oder 3.3 dieses Vertrages) seine Anteile unwiderruflich den Erwerbsberechtigten (&sect; 3.6 dieses Vertrages) an. Dieses Verkaufsangebot gilt als abgegeben auf den Tag des Ausscheidens. Jeder Konsorte bevollm&auml;chtigt hiermit unwiderruflich f&uuml;r den Fall seines Ausscheidens einen von der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung des Konsortiums bestimmten Konsorten, das Stimmrecht aus den gem&auml;&szlig; Satz 1 angebotenen Anteilen ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens bis zur &Uuml;berleitung auf die Erwerbsberechtigten (&sect; 3.6 dieses Vertrages) weisungsfrei auszu&uuml;ben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3.5 Der &Uuml;bernahmepreis f&uuml;r die nach &sect; 3.4 dieses Vertrages angebotenen Anteile entspricht dem Konsortialkurs (&sect; 5 dieses Vertrages). (&#8230;)      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5.1 Der Konsortialkurs f&uuml;r die Anteile, gleich welcher Gattung, betr&auml;gt einheitlich stets 157,50 EUR (315 %) f&uuml;r je 50 EUR Nennbetrag. Dabei bleiben insbesondere das Ergebnis des laufenden Gesch&auml;ftsjahres und stille Reserven der D im Interesse des Gesellschaftszwecks unber&uuml;cksichtigt. Vor diesem Hintergrund sind sich die Konsorten dar&uuml;ber einig, dass bei der D grunds&auml;tzlich eine Vollaussch&uuml;ttung k&uuml;nftiger Gewinne, allerdings unter angemessener Ber&uuml;cksichtigung des Liquidit&auml;tsbedarfs der D und ihrer Beteiligungsgesellschaften, anzustreben ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zum 28. Februar 2002 schied der Kl&auml;ger aus seinem Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis als Partner der C aus. Anl&auml;sslich dieses Ausscheidens verkaufte der Kl&auml;ger die von ihm gehaltenen Anteile im Nennwert von 62.000 EUR per Notarvertrag vom 11. November 2002 an die D (Konzernmuttergesellschaft). Der Verkaufspreis f&uuml;r die Gesch&auml;ftsanteile wurde gem&auml;&szlig; &sect; 3.6 des Konsortialvertrages ermittelt und belief sich auf 195.300 EUR. Nach Verrechnung mit Darlehen wurde dem Kl&auml;ger am 22. November 2002 ein Restbetrag von 165.311,50 EUR &uuml;berwiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r 2002 machte der Kl&auml;ger bei den Eink&uuml;nften gem&auml;&szlig; &sect; 19 des Einkommensteuergesetzes (EStG) zun&auml;chst einen Verlust in H&ouml;he von 904.700 EUR geltend. Anl&auml;sslich der Beendigung seines Arbeitsverh&auml;ltnisses habe er seine Gesch&auml;ftsanteile an der D, deren gemeiner Wert 1.100.000 EUR betragen habe, f&uuml;r 195.300 EUR an seinen Arbeitgeber bzw. dessen Muttergesellschaft zur&uuml;ckgeben m&uuml;ssen. Dadurch habe er seinem Arbeitgeber berufsbedingt einen entsprechenden geldwerten Vorteil zugewandt. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dem im Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2002 vom 21. Januar 2004 nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2008, 1194 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt der Kl&auml;ger die Verletzung materiellen und formellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das Urteil des FG D&uuml;sseldorf vom 20. M&auml;rz 2008&nbsp;&nbsp;16 K 4752\/05 E aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2002 vom 21. Januar 2004 in der Form der Einspruchsentscheidung vom 20. Oktober 2005 sowie des &Auml;nderungsbescheids vom 15. November 2005 dahingehend zu &auml;ndern, dass bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit 591.819 EUR als negative Einnahmen bzw. als Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt werden.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revision zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat es im Ergebnis zu Recht abgelehnt, im Zusammenhang mit der R&uuml;ck&uuml;bertragung der Gesch&auml;ftsanteile Werbungskosten (unter 1.) oder negative Einnahmen (unter 2.) bei den Eink&uuml;nften des Kl&auml;gers aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (&sect; 19 EStG) anzusetzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Im Streitfall sind dem Kl&auml;ger durch die Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile keine Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (&sect; 19 EStG) entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Werbungskosten sind nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG alle Verm&ouml;gensabfl&uuml;sse in Geld oder Geldeswert (vgl. z.B. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 4. Juli 1990 GrS 1\/89, BFHE 160, 466, BStBl II 1990, 830, unter C.III.2.d aa), die der Steuerpflichtige zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen aufwendet. Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des BFH z&auml;hlen zu den Werbungskosten alle Aufwendungen, die durch die Erzielung steuerpflichtiger Einnahmen veranlasst sind (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 28. November 1977 GrS 2-3\/77, BFHE 124, 43, BStBl II 1978, 105; BFH-Urteil vom 20. November 1979 VI R 25\/78, BFHE 129, 149, BStBl II 1980, 75). Erforderlich ist danach, dass objektiv ein Zusammenhang der Aufwendungen mit der auf Einnahmeerzielung gerichteten T&auml;tigkeit &#8211;bei Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger T&auml;tigkeit mit dem Beruf&#8211; besteht und die Aufwendungen subjektiv zur F&ouml;rderung dieser steuerlich relevanten T&auml;tigkeit getragen werden (z.B. BFH-Urteil vom 7. Februar 2008 VI R 75\/06, BFHE 220, 407, BFH\/NV 2008, 863, m.w.N.). Auch Aufwendungen, die der Arbeitnehmer nach Beendigung des Dienstverh&auml;ltnisses im Zusammenhang mit demselben erbringen muss (BFH-Urteile vom 14. Oktober 1960 VI 45\/60 U, BFHE 72, 50, BStBl III 1961, 20, und vom 20. Dezember 1988 VI R 55\/84, BFH\/NV 1990, 23), sowie Aufwendungen des Arbeitnehmers, die er anl&auml;sslich der Beendigung des Dienstverh&auml;ltnisses an den Arbeitgeber zu leisten hat, sind als Werbungskosten abzugsf&auml;hig (vgl. BFH-Urteil vom 22. Juni 2006 VI R 5\/03, BFHE 214, 247, BStBl II 2007, 4).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Entsprechend der einkommensteuerlichen Systematik bleiben Verluste in der privaten Verm&ouml;genssph&auml;re bei der Eink&uuml;nfteermittlung im Rahmen der &Uuml;berschusseink&uuml;nfte i.S. des &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 Nrn. 4 bis 7 EStG &#8211;abgesehen von den in &sect;&sect; 17 und 23 EStG genannten Ausnahmen&#8211; au&szlig;er Betracht. Dieser Grundsatz gebietet es auch, Wert&auml;nderungen eines Wirtschaftsguts im Falle seiner Ver&auml;u&szlig;erung (Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn bzw. -verlust) au&szlig;er Ansatz zu lassen (z.B. BFH-Beschluss in BFHE 160, 466, BStBl II 1990, 830; BFH-Urteile vom 12. Mai 1995 VI R 64\/94, BFHE 177, 472, BStBl II 1995, 644; vom 24. Mai 2000 VI R 28\/97, BFHE 191, 552, BStBl II 2000, 474; umfassend: Kreft in Herrmann\/Heuer\/Raupach &#8211;HHR&#8211;, &sect; 9 EStG Rz 185 ff.; vgl. auch Grube in Festschrift f&uuml;r Franz Klein, K&ouml;ln 1994, S. 913 ff., 923).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH k&ouml;nnen allerdings private Verm&ouml;gensverluste unter Beachtung des objektiven Nettoprinzips als Erwerbsaufwand ber&uuml;cksichtigt werden, wenn besondere Umst&auml;nde den Schluss rechtfertigen, dass die Gr&uuml;nde f&uuml;r die unfreiwilligen (v&ouml;lligen oder teilweisen) Verluste in der Berufs- bzw. Erwerbssph&auml;re liegen. So wurde Erwerbsaufwand anerkannt, wenn der Verlust bei der beruflichen Verwendung eintritt oder die Einwirkung auf das betreffende Wirtschaftsgut aus in der Berufssph&auml;re liegenden Gr&uuml;nden erfolgt (vgl. Senatsbeschluss vom 10. November 2005 VI B 47\/05, BFH\/NV 2006, 296, m.w.N; Schmidt\/Drenseck, EStG, 28. Aufl., &sect; 9 Rz 24 ff. und 56 ff.; Schneider, Der Betrieb, Beilage 6\/2006, S. 51 ff., insbesondere S. 56 f.; umfassend: HHR\/Kreft, &sect; 9 EStG Rz 184 ff., und Anm. K&uuml;hnen, EFG 2007, 831, 832 mit einschl&auml;gigen Beispielsf&auml;llen). Gemeinsam ist solchen ber&uuml;cksichtigungsf&auml;higen Verlusten, dass das Wirtschaftgut &#8211;auch wenn es selbst als Einkunftsquelle genutzt wird&#8211; dem spezifischen Risiko einer &#8211;hier&#8211; beruflichen Erwerbshandlung ausgesetzt ist und aus diesem Grunde der Verlust eingetreten ist (BFH-Beschluss vom 20. August 2008 VI B 17\/08, BFH\/NV 2009, 13, m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Ausgehend von diesen Rechtsgrunds&auml;tzen ist ein m&ouml;glicher Verlust des Kl&auml;gers aus der Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile an der D nicht als Werbungskosten abzugsf&auml;hig, weil dieser nicht in einem einkommensteuerrechtlich erheblichen Veranlassungszusammenhang zum Arbeitsverh&auml;ltnis steht, sondern auf der Nutzung der Beteiligung als Kapitalertragsquelle beruht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Der Kl&auml;ger hat zwar mit der Beendigung seines Arbeitsverh&auml;ltnisses seinen Partnerstatus bei der C und damit seine Berechtigung, Anteile an der D zu halten, verloren, so dass sein Ausscheiden aus den Diensten der C auch eine Bedingung (&quot;conditio sine qua non&quot;) f&uuml;r die R&uuml;ckver&auml;u&szlig;erung der Anteile ist. Die sogenannte Bedingungslehre begr&uuml;ndet als logisch naturwissenschaftliches Prinzip allerdings noch keinen Zurechnungszusammenhang. Sie allein ist deshalb zur Abgrenzung von beruflicher und privater Sph&auml;re ungeeignet (vgl. BFH-Beschluss vom 10. Januar 2008 VI R 17\/07, BFHE 219, 358, BStBl II 2008, 234). Der Kl&auml;ger verkennt insoweit, dass ein lediglich abstrakter Kausalzusammenhang (Ursache-Folgeverh&auml;ltnis im Wesen einer conditio sine qua non) allein die einkommensteuerliche Zuordnung von Aufwendungen zur Erwerbssph&auml;re noch nicht rechtfertigt. Denn nach dem Einkommensteuergesetz sind Aufwendungen vielmehr nur dann als durch eine Einkunftsart veranlasst anzusehen, wenn sie hierzu in einem steuerrechtlich anzuerkennenden wirtschaftlichen Zusammenhang stehen. Ma&szlig;gebend daf&uuml;r, ob ein solcher Zusammenhang besteht, ist zum einen die wertende Beurteilung des die betreffenden Aufwendungen ausl&ouml;senden Moments und zum anderen die Zuweisung dieses ma&szlig;gebenden Besteuerungsgrundes zur einkommensteuerrechtlich relevanten Erwerbssph&auml;re (vgl. Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 4. Juli 1990 GrS 2-3\/88, BFHE 161, 290, BStBl II 1990, 817, unter C.II.2.b bb).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Im Streitfall beruht der m&ouml;gliche Verlust aus der Anteilsver&auml;u&szlig;erung auf dem Umstand, dass der Kl&auml;ger die Anteile nicht zu dem von ihm behaupteten gemeinen Wert am Markt, sondern zum Konsortialkurs und damit m&ouml;glicherweise &quot;unter Wert&quot; ver&auml;u&szlig;ern musste. Der von den Gesellschaftern einvernehmlich gefundene &Uuml;bernahmepreis wurzelt damit allerdings nicht im Arbeits-, sondern im Gesellschaftsverh&auml;ltnis. Denn der Konsortialkurs und damit der &Uuml;bernahmepreis ist im Zuge der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung der Arbeitgeberin durch &sect; 3.5 i.V.m. &sect; 5 des Konsortialvertrages vom 9. Februar 2001 von den Gesellschaftern festgelegt worden. Dieser Vertrag hat nach den &#8211;unstreitigen&#8211; Feststellungen des FG einen Wechsel von der urspr&uuml;nglich substanzwertorientierten Bewertungsmethode zu einem festen, vom Substanz- oder Ertragswert unabh&auml;ngigen Kurs gebracht. Ausweislich der Pr&auml;ambel dieses Vertrages suchten die Gesellschafter mit dem festen Konsortialkurs in H&ouml;he von 315 % des Nennbetrages k&uuml;nftigen Partnern den ungehinderten Zutritt zum Konsortium und damit zum Kreis der Gesellschafter zu erm&ouml;glichen und so den partnerschaftlichen Gedanken zu f&ouml;rdern. Dies r&auml;umt letztlich auch der Kl&auml;ger ein, wenn er vortr&auml;gt, dass die Gesellschafter durch den ver&auml;nderten Bewertungsma&szlig;stab einen Kursanstieg im Wirtschaftsjahr 2001\/2002 zu vermeiden suchten, um so die Teilhabe abwanderungswilliger Gesellschafter an einem Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn zu verhindern. Damit ist das den m&ouml;glichen Verlust ausl&ouml;sende Moment nach dem Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse des Streitfalls nicht &sect; 19 EStG, sondern der privaten Verm&ouml;genssph&auml;re zuzuordnen. Folglich sind dem Kl&auml;ger durch die Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile keine Werbungskosten bzw. negativen Einnahmen bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit (&sect; 19 EStG) entstanden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Der erkennende Senat kann deshalb offenlassen, ob der gemeine Wert der ver&auml;u&szlig;erten Anteile tats&auml;chlich &uuml;ber dem Konsortialkurs liegt, der Kl&auml;ger also durch den Verkauf der Anteile tats&auml;chlich einen Verlust erlitten hat. Damit ist die R&uuml;ge des Kl&auml;gers, das FG h&auml;tte Besteuerungsfehler beim Erwerb der Anteile aufkl&auml;ren m&uuml;ssen, nicht entscheidungserheblich. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung wird daher abgesehen (&sect; 126 Abs. 6 Satz 1 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Der Streitfall gibt angesichts dessen auch keinen Anlass dar&uuml;ber zu entscheiden, ob Einnahmenr&uuml;ckzahlungen als negative Einnahmen (vgl. etwa BFH-Urteile vom 13. Dezember 1963 VI 22\/61 S, BFHE 78, 477, BStBl III 1964, 184; vom 18. September 1964 VI 244\/63 U, BFHE 81, 30, BStBl III 1965, 11; vom 9. Juli 1987 IV R 87\/85, BFHE 150, 345, BStBl II 1988, 342; vom 27. Juli 1999 VIII R 79\/98, BFH\/NV 2000, 188) oder als Werbungskosten einkommensteuerlich zu ber&uuml;cksichtigen sind (offengelassen von BFH-Urteilen vom 4. Mai 2006 VI R 33\/03, BFHE 214, 92, BStBl II 2006, 911, und vom 7. November 2006 VI R 2\/05, BFHE 215, 481, BStBl II 2007, 315; vom 7. Mai 2009 VI R 37\/08, BFHE 225, 106, BFH\/NV 2009, 1513).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Kl&auml;ger zahlt mit der R&uuml;ckver&auml;u&szlig;erung der Anteile n&auml;mlich weder seinem Arbeitgeber noch einem Dritten zuvor vereinnahmten Arbeitslohn zur&uuml;ck. Durch die &Uuml;bertragung der Anteile auf D ist keine Gehalts&uuml;berzahlung (durch eine Leistung an Dritte) berichtigt, sondern dem Umstand Rechnung getragen worden, dass der Kl&auml;ger &#8211;durch den Verlust seiner Stellung als Partner&#8211; nicht l&auml;nger die Voraussetzungen f&uuml;r die Mitgliedschaft im Konsortium II erf&uuml;llt und damit seine gesellschaftsrechtliche Beteiligungsberechtigung verloren hat (vgl. Vorbemerkung des Konsortialvertrages vom 9. Februar 2001). Folglich findet die R&uuml;ck&uuml;bertragung der Anteile ihren Rechtsgrund auch nicht in einem bereicherungsrechtlichen Ausgleich gem&auml;&szlig; &sect; 812 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs oder einem arbeitsvertraglichen R&uuml;ckzahlungsverlangen, sondern in &sect; 3.4 des Konsortialvertrages vom 9. Februar 2001. Damit stellt sich die Ver&auml;u&szlig;erung der Anteile durch den Kl&auml;ger nicht als &quot;actus contrarius&quot; zu einer rechtsgrundlosen Lohn(&uuml;ber)zahlung dar (vgl. BFH-Urteil in BFHE 225, 106, BFH\/NV 2009, 1513). Deshalb steht im Streitfall die R&uuml;ckver&auml;u&szlig;erung der Anteile auch nicht in einem Veranlassungszusammenhang mit dem Arbeitsverh&auml;ltnis. Der Kl&auml;ger erf&uuml;llt vielmehr eine gesellschaftsvertragliche Verpflichtung, die &#8211;wirtschaftlich betrachtet&#8211; auf die preisgebundene R&uuml;ckver&auml;u&szlig;erung von mit versteuertem Arbeitslohn erworbenen Aktien lautet.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.9.2009, VI R 24\/08 Verlust aus Ver&auml;u&szlig;erung der Beteiligung am Arbeitgeber bei Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses &#8211; Voraussetzungen f&uuml;r den Werbungskostenabzug &#8211; Anwendbarkeit der sog. Bedingungslehre &#8211; Einnahmenr&uuml;ckzahlung als negative Einnahmen oder als Werbungskosten Leits&auml;tze 1. 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