{"id":14468,"date":"2012-12-08T13:43:59","date_gmt":"2012-12-08T11:43:59","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14468"},"modified":"2012-12-08T13:43:59","modified_gmt":"2012-12-08T11:43:59","slug":"v-r-64-07-besteuerung-nach-vereinnahmten-entgelten-vereinnahmung-des-entgelts-nach-eroeffnung-des-insolvenzverfahrens-fuer-zuvor-erbrachte-leistungen-unternehmer-bzw-insolvenzverwalter-als-fuer-rechnu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-r-64-07-besteuerung-nach-vereinnahmten-entgelten-vereinnahmung-des-entgelts-nach-eroeffnung-des-insolvenzverfahrens-fuer-zuvor-erbrachte-leistungen-unternehmer-bzw-insolvenzverwalter-als-fuer-rechnu\/","title":{"rendered":"V&nbsp;R&nbsp;64\/07 &#8211; Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten &#8211; Vereinnahmung des Entgelts nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens f&uuml;r zuvor erbrachte Leistungen &#8211; Unternehmer bzw. Insolvenzverwalter als f&uuml;r Rechnung des Staates t&auml;tiger &quot;Steuereinnehmer&quot; &#8211; Entstehung des Steueranspruchs"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.1.2009, V R 64\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten &#8211; Vereinnahmung des Entgelts nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens f&uuml;r zuvor erbrachte Leistungen &#8211; Unternehmer bzw. Insolvenzverwalter als f&uuml;r Rechnung des Staates t&auml;tiger &quot;Steuereinnehmer&quot; &#8211; Entstehung des Steueranspruchs<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Vereinnahmt der Insolvenzverwalter nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens im Rahmen der Istbesteuerung gem&auml;&szlig; &sect; 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b UStG Entgelte f&uuml;r Leistungen, die bereits vor Verfahrenser&ouml;ffnung erbracht wurden, handelt es sich bei der f&uuml;r die Leistung entstehenden Umsatzsteuer um eine Masseverbindlichkeit nach &sect; 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. &Uuml;ber das Verm&ouml;gen des Unternehmers A, der ein Gewerbe im Baubereich betrieb und der seine Ums&auml;tze nach vereinnahmten Entgelten gem&auml;&szlig; &sect; 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b des Umsatzsteuergesetzes 1999\/2005 (UStG) versteuerte, er&ouml;ffnete das Amtsgericht M am 16. August 2004 das Insolvenzverfahren und bestellte den Kl&auml;ger und Revisionsbeklagten (Kl&auml;ger) zum Insolvenzverwalter. Nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens vereinnahmte der Kl&auml;ger in den Streitjahren 2004 und 2005 Entgelte f&uuml;r Leistungen, die A vor Verfahrenser&ouml;ffnung erbracht hatte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Anschluss an eine Au&szlig;enpr&uuml;fung ging der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;), davon aus, dass es sich bei den nach Insolvenzer&ouml;ffnung vereinnahmten Entgelten aus zuvor erbrachten Leistungen um Masseverbindlichkeiten handele und setzte mit dem Umsatzsteuerbescheid 2004 und dem Umsatzsteuer-Vorauszahlungsbescheid f&uuml;r das I. Quartal 2005 vom 9. M&auml;rz 2006 Umsatzsteuer gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger fest. Der Einspruch hatte keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach Klageerhebung erlie&szlig; das FA am 23. Januar 2007 den Umsatzsteuerjahresbescheid 2005, der gem&auml;&szlig; &sect; 68 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zum Gegenstand des Klageverfahrens wurde. Nachdem das Amtsgericht M mit Beschluss vom 18. April 2007 das Insolvenzverfahren &uuml;ber das Verm&ouml;gen des A zun&auml;chst aufgehoben hatte, ordnete es mit Beschluss vom 11. Juli 2007 die Nachtragsverteilung gem&auml;&szlig; &sect; 203 Abs. 1 der Insolvenzordnung (InsO) an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) gab der Klage statt, da es sich um eine Insolvenzforderung nach &sect; 38 InsO, nicht aber um eine Masseverbindlichkeit gem&auml;&szlig; &sect; 55 InsO gehandelt habe. Insolvenzforderungen seien bereits bei Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens insolvenzrechtlich begr&uuml;ndet. Hierf&uuml;r komme es darauf an, dass der Rechtsgrund f&uuml;r den Anspruch bei Verfahrenser&ouml;ffnung gelegt sei. Ma&szlig;geblich sei nicht die Entstehung des Steueranspruchs nach &sect; 38 der Abgabenordnung (AO), sondern die Verwirklichung des zivilrechtlichen Sachverhalts, der zur Entstehung des Steueranspruchs f&uuml;hre. Im Rahmen der Sollbesteuerung nach &sect; 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a Satz 1 UStG sei die Umsatzsteuerforderung bereits mit Leistungserbringung und nicht erst mit Vereinnahmung des Entgelts begr&uuml;ndet. Die Vereinnahmung sei nur im Rahmen von &sect; 17 UStG zu ber&uuml;cksichtigen. Unerheblich sei der wirtschaftliche Zweck der Steuererhebung. F&uuml;r die Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten gem&auml;&szlig; &sect; 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b UStG, wie im Streitfall, gelte nichts anderes. Bei der Istversteuerung komme es nur f&uuml;r die Steuerentstehung, die aber f&uuml;r das Begr&uuml;ndetsein der Forderung unerheblich sei, auf die Vereinnahmung an. Dass die Masse die Umsatzsteuer in vollem Umfang vereinnahme, w&auml;hrend sich das FA mit der Quote zu begn&uuml;gen habe, ergebe sich aus der Systematik der Umsatzsteuer und sei daher hinzunehmen. Das FA habe insoweit das Insolvenzrisiko desjenigen zu tragen, den der Gesetzgeber zum Steuerschuldner gemacht habe. Bei der Forderungsvereinnahmung handele es sich auch nicht um eine Masseverwertung i.S. von &sect; 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Urteil des FG ist in &quot;Entscheidungen der Finanzgerichte&quot; (EFG) 2007, 1737 ver&ouml;ffentlicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA Verletzung materiellen Rechts und st&uuml;tzt dies auf das Senatsurteil vom 4. Juli 1957 V 199\/56 U (BFHE 65, 131, BStBl III 1957, 282). Erst durch die Einziehung werde der Rechtsgrund f&uuml;r die Umsatzsteuer gelegt, so dass eine Masseverbindlichkeit nach &sect; 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO vorliege.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    das Urteil des FG aufzuheben und die Klage abzuweisen.        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    die Revision zur&uuml;ckzuweisen.        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sowohl bei der Ist- als auch bei der Sollbesteuerung sei die Umsatzsteuerforderung bereits mit Leistungserbringung nach &sect; 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG begr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision des FA ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung des FG und zur Abweisung der Klage (&sect; 126 Abs. 3 Nr. 1 FGO). Das Urteil des FG verletzt &sect; 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO, da es sich bei den nach Verfahrenser&ouml;ffnung im Rahmen der Istbesteuerung vereinnahmten Entgelten um Masseverbindlichkeiten handelt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Insolvenzgl&auml;ubiger k&ouml;nnen gem&auml;&szlig; &sect; 87 InsO nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens ihre Insolvenzforderungen i.S. von &sect; 38 InsO und damit ihre zur Zeit der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner &quot;begr&uuml;ndeten&quot; Verm&ouml;gensanspr&uuml;che nur nach den Vorschriften &uuml;ber das Insolvenzverfahren verfolgen. Dementsprechend sind nach &sect; 251 Abs. 3 AO Insolvenzforderungen w&auml;hrend eines Insolvenzverfahrens nicht durch Steuerbescheid festzusetzen, sondern nur erforderlichenfalls durch Verwaltungsakt festzustellen. Diese Einschr&auml;nkungen gelten aber nicht f&uuml;r Masseverbindlichkeiten nach &sect; 55 InsO, die durch Steuerbescheid gegen&uuml;ber dem Insolvenzverwalter geltend zu machen sind und die der Insolvenzverwalter nach &sect; 34 Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 AO aus der Insolvenzmasse zu bezahlen hat (Urteil des Bundesfinanzhofs vom 29. August 2007 IX R 4\/07, BFHE 218, 435, BFH\/NV 2007, 2429). Zu den Masseverbindlichkeiten geh&ouml;ren gem&auml;&szlig; &sect; 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO die Verbindlichkeiten, die &quot;durch Handlungen des Insolvenzverwalters oder in anderer Weise durch die Verwaltung, Verwertung und Verteilung der Insolvenzmasse begr&uuml;ndet werden, ohne zu den Kosten des Insolvenzverfahrens zu geh&ouml;ren&quot;.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Ob es sich bei einem Steueranspruch um eine Insolvenzforderung oder um eine Masseverbindlichkeit handelt, bestimmt sich nach dem Zeitpunkt, zu dem der den Umsatzsteueranspruch begr&uuml;ndende Tatbestand vollst&auml;ndig verwirklicht und damit abgeschlossen ist (vgl. allgemein BFH-Urteile vom 13. November 1986 V R 59\/79, BFHE 148, 346, BStBl II 1987, 226; vom 9. April 1987 V R 23\/80, BFHE 149, 323, BStBl II 1987, 527, und vom 21. Dezember 1988 V R 29\/86, BFHE 155, 475, BStBl II 1989, 434). Unerheblich ist demgegen&uuml;ber der Zeitpunkt der Steuerentstehung (vgl. BFH-Urteile in BFHE 148, 346, BStBl II 1987, 226, und in BFHE 155, 475, BStBl II 1989, 434; vgl. auch BFH-Urteil vom 29. M&auml;rz 1984 IV R 271\/83, BFHE 141, 2, BStBl II 1984, 602; BFH-Beschl&uuml;sse vom 30. April 2007 VII B 252\/06, BFHE 217, 212, BFH\/NV 2007, 1395; vom 1. April 2008 X B 201\/07, BFH\/NV 2008, 925, jeweils m.w.N.). Welche Anforderungen im Einzelnen an die somit erforderliche vollst&auml;ndige Tatbestandsverwirklichung im Zeitpunkt der Insolvenzer&ouml;ffnung zu stellen sind, richtet sich nach den jeweiligen Vorschriften des Steuerrechts, nicht aber nach dem Insolvenzrecht (vgl. BFH-Urteil in BFHE 218, 435, BFH\/NV 2007, 2429). Kommt es zur vollst&auml;ndigen Tatbestandsverwirklichung bereits vor Verfahrenser&ouml;ffnung, handelt es sich um eine Insolvenzforderung, erfolgt die vollst&auml;ndige Tatbestandsverwirklichung erst nach Verfahrenser&ouml;ffnung, liegt unter den Voraussetzungen des &sect; 55 InsO eine Masseverbindlichkeit vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach &sect; 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b UStG entsteht die Steuer f&uuml;r Lieferungen und sonstige Leistungen bei der Berechnung nach vereinnahmten Entgelten (&quot;Istbesteuerung&quot;) mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem das Entgelt vereinnahmt wird. F&uuml;r die bei der Abgrenzung zwischen Insolvenzforderungen und Masseverbindlichkeiten ma&szlig;gebliche vollst&auml;ndige Tatbestandsverwirklichung kommt es dabei auf die Vereinnahmung des Entgelts an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Entscheidendes Merkmal der Istbesteuerung ist nach dem Wortlaut des &sect; 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b UStG die Vereinnahmung des Entgelts, nicht aber die Leistungserbringung. Dementsprechend ist der den Umsatzsteueranspruch begr&uuml;ndende Tatbestand in diesem Fall erst mit der Entgeltvereinnahmung vollst&auml;ndig verwirklicht und abgeschlossen. Hierdurch wird entgegen der Rechtsauffassung der Vorinstanz nicht auf den f&uuml;r die Abgrenzung zwischen Insolvenzforderungen und Masseverbindlichkeiten unerheblichen Zeitpunkt der Steuerentstehung abgestellt. Denn der Steueranspruch entsteht im Rahmen der Istbesteuerung erst mit Ablauf des Voranmeldungszeitraums, in dem das Entgelt vereinnahmt wird, nicht aber bereits mit der Vereinnahmung des Entgelts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Best&auml;tigt wird die Ma&szlig;geblichkeit der Entgeltvereinnahmung durch die bei der Umsatzbesteuerung bestehenden Besonderheiten, die diese von anderen Steueranspr&uuml;chen dadurch unterscheidet, dass der Unternehmer &#8211;und damit nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Unternehmers f&uuml;r diesen der Insolvenzverwalter&#8211; &quot;als Steuereinnehmer f&uuml;r Rechnung des Staates t&auml;tig&quot; ist und dabei &quot;&ouml;ffentliche Gelder&quot; im Interesse der Staatskasse vereinnahmt (Urteile des Gerichtshofs der Europ&auml;ischen Gemeinschaften &#8211;EuGH&#8211; vom 20. Oktober 1993 C-10\/92, Balocchi, Slg. 1993, I-5105 Rz 25, und vom 21. Februar 2008 C-271\/06, Netto Supermarkt, BFH\/NV Beilage 2008, 199 Rz 21). Als &quot;Steuereinnehmer&quot; ist der Unternehmer f&uuml;r die Vereinnahmung einer vom Endverbraucher zu tragenden Verbrauchsteuer zust&auml;ndig (EuGH-Urteil Netto Supermarkt in BFH\/NV Beilage 2008, 199 Rz 21). Dem wird auch im Zivilrecht Rechnung getragen. Ver&auml;u&szlig;ert z.B. der Insolvenzverwalter unberechtigt einen der Aussonderung nach &sect; 47 InsO unterliegenden Gegenstand, geh&ouml;rt zwar die Umsatzsteuer zivilrechtlich als untrennbarer Preisbestandteil zur vereinbarten und geschuldeten Leistung; zugleich ist jedoch die Umsatzsteuer von vornherein zur Weiterleitung an das Finanzamt bestimmt, so dass der Aussonderungsberechtigte nicht die Herausgabe des im Preis enthaltenen Steueranteils verlangen kann (Urteil des Bundesgerichtshofs vom 8. Mai 2008 IX ZR 229\/06, BFH\/NV Beilage 2008, 318).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Insolvenzrechtlich ist weiter die in &sect; 55 Abs. 1 Nr. 3 InsO zugrunde liegende Wertung zu ber&uuml;cksichtigen, nach der Verbindlichkeiten aus einer ungerechtfertigten Bereicherung der Masse sonstige Masseverbindlichkeiten sind. Hierf&uuml;r reicht es aus, dass der Masse etwas nach der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens ohne rechtlichen Grund zugeflossen ist (z.B. BGH- Urteil vom 20. September 2007 IX ZR 91\/06, Neue Juristische Wochenschrift-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht 2008, 295, m.w.N.). Dem liegt der Rechtsgedanke zugrunde, dass es durch den Zweck des Insolvenzverfahrens nicht gerechtfertigt ist, den zur Herausgabe Berechtigten bei einem nach Insolvenzer&ouml;ffnung erfolgenden Verm&ouml;genszufluss, der dem Insolvenzschuldner nicht zusteht, auf das Prinzip der gemeinschaftlichen und gleichm&auml;&szlig;igen Befriedigung der Insolvenzgl&auml;ubiger und damit auf die Verteilungsquote zu verweisen. Ist die nach Insolvenzer&ouml;ffnung vereinnahmte Umsatzsteuer von vornherein nur zur Weiterleitung an das Finanzamt bestimmt, steht sie daher dem Insolvenzschuldner und der Masse zur allgemeinen Befriedigung der Insolvenzgl&auml;ubiger nicht zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Unerheblich ist im Hinblick auf die Besonderheiten der Umsatzbesteuerung und die dar&uuml;ber hinaus zu beachtenden insolvenzrechtlichen Wertungen, ob der Insolvenzverwalter Entgelte f&uuml;r Leistungen vereinnahmt, die vor oder nach Verfahrenser&ouml;ffnung erbracht wurden. Denn der Insolvenzverwalter hat mit der ab Verfahrenser&ouml;ffnung bestehenden Aufgabe, die Insolvenzmasse zu verwerten, hinsichtlich der Vereinnahmung der Gegenleistungen f&uuml;r umsatzsteuerpflichtige Ums&auml;tze auch die dem Unternehmer zugewiesene Aufgabe des &quot;Steuereinnehmers&quot; &uuml;bernommen (vgl. auch Stadie, in Rau\/D&uuml;rrw&auml;chter, UStG, &sect; 18 Rz 829). Denn nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens ist es der Insolvenzverwalter (&sect; 56 InsO), der die steuerlichen Pflichten des Insolvenzschuldners zu erf&uuml;llen hat, die diesem obliegen w&uuml;rden, w&auml;re das Insolvenzverfahren nicht er&ouml;ffnet worden (vgl. &sect; 34 Abs. 1 und Abs. 3; z.B. Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 34 AO Rz 13, 25, m.w.N.; z.B. BFH-Urteil vom 16. Januar 2007 VII R 7\/06, BFHE 216, 390, BStBl II 2007, 745). Hierzu geh&ouml;rt die vollst&auml;ndige Versteuerung der nach Verfahrenser&ouml;ffnung vereinnahmten Entgelte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Dass eine erst nach Verfahrenser&ouml;ffnung im Rahmen der Istbesteuerung erfolgende Entgeltsvereinnahmung eine Masseverbindlichkeit nach &sect; 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO begr&uuml;ndet, f&uuml;hrt im &Uuml;brigen nicht zu einer ungerechtfertigten Privilegierung des Steuergl&auml;ubigers gegen&uuml;ber anderen Gl&auml;ubigern des Insolvenzschuldners.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Wie das FG zutreffend ausgef&uuml;hrt hat, steht dem Fiskus kein Steuerprivileg im Sinne einer mit Vorrechten versehenen Sonderstellung zu. Dem FG ist auch insoweit zu folgen, als dem Unternehmer eine zivilrechtliche Forderung gegen den Leistungsempf&auml;nger auf Zahlung des Bruttoentgelts zusteht, w&auml;hrend das Finanzamt den Steueranspruch nur gegen den Leistenden geltend machen kann und dementsprechend das Insolvenzrisiko des Leistenden als Steuerschuldner zu tragen hat. Dementsprechend trifft den Steuergl&auml;ubiger das Insolvenzrisiko f&uuml;r den Fall, dass der Unternehmer vor Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens eine Gegenleistung f&uuml;r einen steuerpflichtigen Umsatz vereinnahmt, diesen aber nicht ordnungsgem&auml;&szlig; versteuert und die in der Gegenleistung neben dem Entgelt enthaltene Umsatzsteuer nicht an das f&uuml;r ihn zust&auml;ndige Finanzamt abf&uuml;hrt. Es handelt sich dann um eine Insolvenzforderung nach &sect; 38 InsO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Aus dem Fehlen eines Insolvenzprivilegs f&uuml;r vor Verfahrenser&ouml;ffnung entstandene Steueranspr&uuml;che, wie es &sect; 61 Abs. 1 Nr. 2 der Konkursordnung (KO) unter der Geltung der KO vorsah, folgt aber nicht, dass der Steuergl&auml;ubiger auch insoweit das Insolvenzrisiko zu tragen hat, als der Insolvenzverwalter eine Gegenleistung bestehend aus Entgelt und Umsatzsteueranteil nach Verfahrenser&ouml;ffnung vereinnahmt. Denn insoweit sind f&uuml;r die Frage, zu welchem Zeitpunkt und durch welchen Vorgang der Steueranspruch i.S. der &sect;&sect; 38, 55 InsO begr&uuml;ndet wird, die bei der Umsatzbesteuerung bestehenden Besonderheiten (s. oben b) zu ber&uuml;cksichtigen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Es liegen auch die weiteren Voraussetzungen einer Masseverbindlichkeit nach &sect; 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO vor, da die Umsatzsteuer durch die Verwaltung und Verwertung der Masse entstanden ist. Der Senat h&auml;lt insoweit auch unter der Geltung der InsO an seiner bereits zur KO ergangenen Rechtsprechung fest, wonach die Einziehung von Forderungen der Masse zur Verwertung der Masse geh&ouml;rt und es sich bei der Umsatzsteuer, die im Rahmen der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten anl&auml;sslich der Verwertung durch Forderungseinzug zur Entstehung gelangt, um Massekosten (&sect; 58 Ziff. 2 KO; jetzt &sect; 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO) handelt (BFH-Urteil in BFHE 65, 131, BStBl III 1957, 282; ebenso Eckert, Umsatzsteuer- und Verkehrsteuer-Recht &#8211;UVR&#8211; 1999, 305 ff., 307). Soweit demgegen&uuml;ber im Schrifttum zum Teil davon ausgegangen wird, dass bei einer nach Verfahrenser&ouml;ffnung erfolgenden Entgeltsvereinnahmung f&uuml;r zuvor erbrachte Leistungen eine blo&szlig;e Insolvenzforderung, nicht aber eine Masseverbindlichkeit vorliege (vgl. z.B. M&uuml;nchKomm-InsO, 2. Aufl. 2007, &sect; 38 Rz 87 und &sect; 55 Rz 71; Onusseit, Neue Zeitschrift f&uuml;r das Gesamte Insolvenzrecht, ZinsO 2006, 516 ff.; Waza\/Uhl&auml;nder\/Schmittmann, Insolvenzen und Steuern, 7. Aufl. 2007 Rz 1595; Frotscher, Besteuerung bei Insolvenz, 6. Aufl. 2005 S. 177 f.) schlie&szlig;t sich der Senat dem aus den dargelegten Gr&uuml;nden f&uuml;r den Fall der hier allein zu entscheidenden Istbesteuerung nicht an.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Dem Entstehen einer Masseverbindlichkeit bei einer im Rahmen der Istbesteuerung nach Verfahrenser&ouml;ffnung erfolgten Entgeltvereinnahmung f&uuml;r eine vor Verfahrenser&ouml;ffnung erbrachte Leistung steht die Rechtsprechung des VII. Senats zur Aufrechnung im Insolvenzverfahren nicht entgegen. Zum Aufrechnungsverbot nach &sect; 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO (zuvor &sect; 55 Nr. 1 KO), wonach die Aufrechnung unzul&auml;ssig ist, &quot;wenn ein Insolvenzgl&auml;ubiger erst nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens etwas zur Insolvenzmasse schuldig geworden ist&quot;, hat der VII. Senat im Zusammenhang mit Steuerverg&uuml;tungen entschieden, dass diesbez&uuml;gliche Anspr&uuml;che des Steuerpflichtigen insolvenzrechtlich vor Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens &quot;begr&uuml;ndet&quot; sind, wenn der zugrunde liegende Sachverhalt, der zu der Entstehung der Steueranspr&uuml;che f&uuml;hrt, bereits vor Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens verwirklicht worden ist (BFH-Urteile vom 5. Oktober 2004 VII R 69\/03, BFHE 208, 10, BStBl II 2005, 195; vom 16. November 2004 VII R 75\/03, BFHE 208, 296, BStBl II 2006, 193, und vom 31. Mai 2005 VII R 74\/04, BFH\/NV 2005, 1745).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diese Rechtsprechung bezieht sich, wie der VII. Senat im Urteil vom 16. Januar 2007 VII R 4\/06 (BFHE 216, 385, BStBl II 2007, 747) ausdr&uuml;cklich betont, auf das insolvenzrechtliche Aufrechnungshindernis des &sect; 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO (zuvor &sect; 55 Nr. 1 KO) und die Frage, welcher Zeitpunkt ma&szlig;gebend daf&uuml;r ist, ob ein aufrechnender Insolvenzgl&auml;ubiger erst nach der Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens etwas zur Insolvenzmasse schuldig geworden ist. Insoweit geht der VII. Senat des BFH insbesondere davon aus, dass das FA den Anspruch auf Vorsteuerabzug aus Leistungsbez&uuml;gen nach &sect; 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG bereits mit dem Bezug der Leistung und nicht erst mit &quot;Erstellung der Rechnung&quot; schuldig wird (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 17. Dezember 1998 VII R 47\/98, BFHE 188, 149, BStBl II 1999, 423 zu &sect; 55 Nr. 1 KO; in BFHE 208, 10, BStBl II 2005, 195; in BFHE 208, 296, BStBl II 2006, 193; in BFHE 216, 385, BStBl II 2007, 747, und in BFHE 216, 390, BStBl II 2007, 745; vom 4. M&auml;rz 2008 VII R 10\/06, BFHE 220, 295, BStBl II 2008, 506 zu &sect; 96 Abs. 1 Nr. 1 InsO). Demgegen&uuml;ber geht es im Streitfall weder um die Auslegung insolvenzrechtlicher Aufrechnungsverbote noch um den Zeitpunkt, zu dem der Anspruch des Unternehmers auf Vorsteuerabzug begr&uuml;ndet ist, sondern um die Abgrenzung zwischen Insolvenzforderungen und Masseverbindlichkeiten im Hinblick auf die durch den Insolvenzverwalter vereinnahmten Leistungsentgelte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                5. Das Urteil des FG, das von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen ist, war aufzuheben und die Klage abzuweisen. Auf der Grundlage der vom FG getroffenen Feststellungen kann der Senat in der Sache selbst entscheiden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA war berechtigt, die Umsatzsteuer 2004 und 2005 durch Steuerbescheid festzusetzen. Entgegen der Rechtsauffassung der Vorinstanz liegen Masseverbindlichkeiten nach &sect; 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO vor, da der Kl&auml;ger als Insolvenzverwalter des A in den Streitjahren Entgelte f&uuml;r Leistungen, die A vor Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens erbracht hatte, nach Verfahrenser&ouml;ffnung im Rahmen der Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten gem&auml;&szlig; &sect; 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b Satz 1 UStG vereinnahmte. Das FA hat daher die Umsatzsteuer 2004 und 2005 zu Recht gegen&uuml;ber dem Insolvenzverwalter durch Steuerbescheid festgesetzt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 29.1.2009, V R 64\/07 Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten &#8211; Vereinnahmung des Entgelts nach Er&ouml;ffnung des Insolvenzverfahrens f&uuml;r zuvor erbrachte Leistungen &#8211; Unternehmer bzw. 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