{"id":14481,"date":"2012-12-20T06:45:41","date_gmt":"2012-12-20T04:45:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14481"},"modified":"2012-12-20T06:45:41","modified_gmt":"2012-12-20T04:45:41","slug":"x-r-57-06-keine-verletzung-von-grundfreiheiten-durch-beschraenkten-sonderausgabenabzug-arbeitnehmerfreizuegigkeit-schutzbereich-und-verhaeltnis-zu-art-12-und-art-18-abs-1-eg-keine-harmonisierung-der-d","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-57-06-keine-verletzung-von-grundfreiheiten-durch-beschraenkten-sonderausgabenabzug-arbeitnehmerfreizuegigkeit-schutzbereich-und-verhaeltnis-zu-art-12-und-art-18-abs-1-eg-keine-harmonisierung-der-d\/","title":{"rendered":"X&nbsp;R&nbsp;57\/06 &#8211; Keine Verletzung von Grundfreiheiten durch beschr&auml;nkten Sonderausgabenabzug &#8211; Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit &#8211; Schutzbereich und Verh&auml;ltnis zu Art. 12 und Art. 18 Abs. 1 EG &#8211; keine Harmonisierung der Doppelbesteuerung innerhalb der EU &#8211; Vereinheitlichung der Rentenbesteuerung in Frankreich und Deutschland gemeinschaftsrechtlich nicht geboten &#8211; Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren und Umtauschgeb&uuml;hren f&uuml;r in ausl&auml;ndischer W&auml;hrung ausgezahlten Arbeitslohn als Werbungskosten"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.6.2009, X R 57\/06<\/p>\n<p class=\"titel\">Keine Verletzung von Grundfreiheiten durch beschr&auml;nkten Sonderausgabenabzug &#8211; Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit &#8211; Schutzbereich und Verh&auml;ltnis zu Art. 12 und Art. 18 Abs. 1 EG &#8211; keine Harmonisierung der Doppelbesteuerung innerhalb der EU &#8211; Vereinheitlichung der Rentenbesteuerung in Frankreich und Deutschland gemeinschaftsrechtlich nicht geboten &#8211; Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren und Umtauschgeb&uuml;hren f&uuml;r in ausl&auml;ndischer W&auml;hrung ausgezahlten Arbeitslohn als Werbungskosten<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Die europ&auml;ischen Grundfreiheiten eines Grenzg&auml;ngers werden durch den beschr&auml;nkten Sonderausgabenabzug auch dann nicht verletzt, wenn ein anderer Mitgliedstaat die entsprechenden Altersrenten aufgrund des ihm durch das Doppelbesteuerungsabkommen mit der Bundesrepublik Deutschland zugewiesenen Besteuerungsrechts vollst&auml;ndig der Besteuerung unterwirft.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>I. Die Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger), die ihren Wohnsitz im Inland haben, sind Eheleute, die zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden. Der Kl&auml;ger ist Deutscher und erzielt im Inland Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit. Die Kl&auml;gerin ist Franz&ouml;sin und erzielt in Frankreich Eink&uuml;nfte aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit, die sie als Grenzg&auml;ngerin aufgrund des Art. 13 Abs. 5 des Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Franz&ouml;sischen Republik zur Vermeidung der Doppelbesteuerungen und &uuml;ber gegenseitige Amts- und Rechtshilfe auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und Verm&ouml;gen sowie der Gewerbesteuern und der Grundsteuern vom 21. Juli 1959 (BGBl II 1961, 397) i.d.F. des Zusatzabkommens vom 28. September 1989 (BGBl II 1990, 770) &#8211;DBA-Frankreich&#8211; in der Bundesrepublik Deutschland (Deutschland) versteuert.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Den Einkommensteuererkl&auml;rungen der Kl&auml;ger f&uuml;r die Streitjahre 1999 und 2000 waren bez&uuml;glich der Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit Lohnnachweise mit folgenden Daten (in FF) beigef&uuml;gt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table cellpadding=\"1\" cellspacing=\"2\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\"><\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">1999<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">2000<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Bruttobez&uuml;ge<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">357 472<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">358 428<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Einbehaltene Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Sozialversicherung<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">47 568<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">47 537<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">zu Betriebs-, Pensions- und Sterbekassen<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">34 791<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">34 953<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Sozialversicherung<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">9 183<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td colspan=\"1\" rowspan=\"1\">\n<table width=100%>\n<tr>\n<td style=\"text-align:right\">10 538<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) rechnete die Betr&auml;ge unter Anwendung der amtlichen Umrechnungskurse (FF\/EUR: 6,55957 und DM\/EUR: 1,95583) in DM um, w&auml;hrend bis 1998 die Umrechnung aufgrund gemittelter Kassakurse vorgenommen worden war. Zudem erkannte das FA die geltend gemachten Umtauschkosten nicht an. Die Sozialversicherungsbeitr&auml;ge der Kl&auml;gerin wurden zusammen mit denen des Kl&auml;gers bei den Sonderausgaben im Rahmen der H&ouml;chstbetr&auml;ge des &sect; 10 Abs. 3 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes in der in den Streitjahren g&uuml;ltigen Fassung (EStG a.F.) ber&uuml;cksichtigt. Die Bescheide wurden im Hinblick auf beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) wegen dieser Vorschrift anh&auml;ngige Verfahren f&uuml;r vorl&auml;ufig nach &sect; 165 Abs. 1 der Abgabenordnung (AO) erkl&auml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die gegen die Einkommensteuerbescheide gerichteten Einspr&uuml;che der Kl&auml;ger blieben erfolglos. In ihrer vor dem Finanzgericht (FG) erhobenen Klage wandten sie sich gegen die Umrechnungskurse, gegen die fehlende Ber&uuml;cksichtigung der Umtauschkosten sowie gegen die beschr&auml;nkte Abziehbarkeit der Vorsorgeaufwendungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In Bezug auf die W&auml;hrungsumrechnung wiesen die Kl&auml;ger darauf hin, dass die Fremdw&auml;hrungseinnahmen der Kl&auml;gerin aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit mit dem wahren Wert umzurechnen seien. Die Umstellung der Umrechnung auf die festen offiziellen Euro-Wechselkurse (ab 1. Januar 1999) habe f&uuml;r die Kl&auml;ger als Grenzg&auml;ngerfamilie wie eine Steuererh&ouml;hung gewirkt. Der im Inland lebenden Kl&auml;gerin sei der Lohn erst nach ihrer Umrechnung in DM im steuerlichen Sinne zugeflossen. Der Umtausch vom franz&ouml;sischen Konto in DM-Barmittel oder Kontoeinlagen im Inland sei keine der privaten Lebensf&uuml;hrung zuzurechnende Einkommensverwendung. Erst durch den Transfer des Geldes nach Deutschland habe die Kl&auml;gerin &uuml;ber den Lohn verf&uuml;gen k&ouml;nnen. Die Umtauschkosten seien deshalb als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Belege &uuml;ber den Umtausch seien nicht verf&uuml;gbar. Der Umtausch sei aus Sicherheitsgr&uuml;nden in kleineren Summen an den damals an der Landesgrenze vorhandenen Kassenh&auml;uschen erfolgt. Hierbei habe es weder Einzahlungs- noch Auszahlungs- noch Umtauschbelege gegeben. Die H&ouml;he der Umtauschkosten sei unter Ber&uuml;cksichtigung der Eink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin und der inl&auml;ndischen Lebenshaltungskosten mit 500 EUR pro Veranlagungszeitraum zu sch&auml;tzen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage der beschr&auml;nkten Abzugsf&auml;higkeit von Vorsorgeaufwendungen liege dem BVerfG zur Entscheidung vor. Zudem seien die Situation von Grenzg&auml;ngern und die Besonderheiten des franz&ouml;sischen Sozialkassensystems zu ber&uuml;cksichtigen. Der Umstand, dass auch f&uuml;r diese erh&ouml;hten Betr&auml;ge die beschr&auml;nkte Abzugsf&auml;higkeit gelte, versto&szlig;e sowohl gegen Art. 12 und 39 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft &#8211;EGV&#8211; (BGBl II 2001, 1667) als auch gegen Art. 3, 6, 12 und 14 des Grundgesetzes. Der im Inland wohnende Grenzg&auml;nger werde durch die Regelungen des DBA-Frankreich dreifach zur Kasse gebeten: unmittelbare Zahlungen in die franz&ouml;sische Sozialkasse, mittelbare Zahlungen &uuml;ber die Steuer an die deutschen Sozialkassen und Quellenbesteuerung in Frankreich beim Rentenbezug. In Frankreich seien die Beitr&auml;ge f&uuml;r die Rentenversicherung und die Vorsorgeversicherung vom Bruttolohn vollst&auml;ndig absetzbar; der Arbeitgeberanteil werde als nicht steuerbares Einkommen behandelt. Folge man der &ouml;konomischen Vernunft, m&uuml;ssten sie ihren Wohnsitz nach Frankreich verlegen. Dies widerspreche dem Europarecht. Der Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) habe sich bereits mehrfach gegen unangemessene und inkoh&auml;rente steuerliche Regelungen der Mitgliedstaaten ausgesprochen. Daher sei das zu versteuernde Einkommen der Kl&auml;ger um die fraglichen Betr&auml;ge zu mindern.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wies die Klage mit dem in Entscheidungen der Finanzgerichte 2006, 1333 ver&ouml;ffentlichten Urteil ab. Als Werbungskosten seien lediglich die Bankgeb&uuml;hren als Umtauschkosten anzuerkennen, die durch die beruflich veranlassten &Uuml;berweisungen entstanden seien, w&auml;hrend andere Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten zur Bank) in aller Regel nicht abgezogen werden k&ouml;nnten, weil sie der Einkommensverwendung dienten und deshalb das Aufteilungs- und Abzugsverbot des &sect; 12 Nr. 1 Satz 2 EStG eingreife. Wegen der beschr&auml;nkten Abziehbarkeit von Vorsorgeaufwendungen nach &sect; 10 Abs. 3 EStG a.F. seien die streitigen Einkommensteuerbescheide nach &sect; 165 AO vorl&auml;ufig ergangen. Es sei unter den Beteiligten unstreitig, dass das FA den H&ouml;chstbetrag nach der in den Streitjahren geltenden Gesetzeslage zutreffend angesetzt habe. Den mit dem Ausgang der unterschiedlichen Verfahren vor dem BVerfG, die sich gegen die beschr&auml;nkte Abzugsf&auml;higkeit der Vorsorgeaufwendungen richteten, verbundenen Unsicherheiten habe das FA dadurch hinreichend Rechnung getragen, dass es die angefochtenen Bescheide insofern f&uuml;r vorl&auml;ufig erkl&auml;rt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die steuerliche Behandlung der Einzahlungen der Kl&auml;gerin in die Rentenkassen und die Besteuerung ihrer sp&auml;teren Renteneink&uuml;nfte verletze nicht die Bestimmungen des EGV. Da weder die Grundfreiheit der Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit nach Art. 39 EGV noch das allgemeine Diskriminierungsverbot nach Art. 12 EGV verletzt seien, komme eine Vorlage an den EuGH gem&auml;&szlig; Art. 234 EGV nicht in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zur Begr&uuml;ndung ihrer Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger die Verletzung materiellen Rechts. Die Versagung des Abzugs der Kosten f&uuml;r den W&auml;hrungsumtausch mit der vom FG gegebenen Begr&uuml;ndung, die Kl&auml;gerin k&ouml;nne in Frankreich ihr erzieltes Einkommen ausgeben, sei lebensfremd. Es versto&szlig;e gegen das Rechtsstaatsprinzip, wenn das FG von den Kl&auml;gern Umtauschnachweise fordere, nachdem der fragliche Zeitabschnitt vergangen sei und das FA r&uuml;ckwirkend von der bis dahin ge&uuml;bten Praxis abgewichen sei, bei der Berechnung des im Ausland erzielten Einkommens von einem im Bundesministerium f&uuml;r Finanzen festgesetzten mittleren Kassakurs auszugehen. Der Tatsache, dass die Beitr&auml;ge zur Rentenversicherung in Frankreich abzugsf&auml;hig seien und deshalb die Rentenbez&uuml;ge in Frankreich einer uneingeschr&auml;nkten Besteuerung unterl&auml;gen, k&ouml;nne bei der Besteuerung in Deutschland nicht anders als durch Ber&uuml;cksichtigung und Abzug der gesamten Beitr&auml;ge bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage Rechnung getragen werden. Ob eine parallele Besteuerung der Rentenbeitr&auml;ge und der Renten zul&auml;ssig w&auml;re, sei verfassungsrechtlich zumindest zweifelhaft. Es bliebe der Kl&auml;gerin zwar auch die M&ouml;glichkeit, bei Bezug der Rente gegen deren Besteuerung vorzugehen. Da sie aber ihre Rente in Frankreich beziehen werde, k&ouml;nne sie nicht auf die Einheitlichkeit eines nationalen Steuersystems bauen; sie erleide vielmehr aufgrund der aktuellen Unterschiedlichkeit der beiden Systeme einen direkten Nachteil, der auf der Unterwerfung unter zwei verschiedene nationale Systeme beruhe. Da die Rechtsanwendung nach dem DBA-Frankreich Deutschland obliege, sei es Sache des FA, die offensichtliche und rechtswidrige Diskriminierung zu vermeiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Kl&auml;ger beantragen sinngem&auml;&szlig;,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>das Urteil des FG aufzuheben und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 1999 vom 19. M&auml;rz 2001 in Gestalt des &Auml;nderungsbescheides vom 4. Dezember 2002 und den Einkommensteuerbescheid f&uuml;r 2000 vom 28. Januar 2002 dahingehend zu &auml;ndern, dass Kosten f&uuml;r den Umtausch des von der Kl&auml;gerin bezogenen Arbeitslohns in H&ouml;he von 500 EUR pro Jahr sowie die an die franz&ouml;sischen Sozial- und Vorsorgekassen abgef&uuml;hrten Beitr&auml;ge in voller H&ouml;he, d.h. in 1999 in H&ouml;he von 82 359 FF und in 2000 in H&ouml;he von 82 490 FF einkommensmindernd ber&uuml;cksichtigt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FA beantragt,<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision der Kl&auml;ger ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Die angefochtenen Einkommensteuerbescheide f&uuml;r 1999 vom 4. Dezember 2002 und f&uuml;r 2000 vom 28. Januar 2002 sind rechtm&auml;&szlig;ig. Das FG hat zu Recht den Abzug der pauschalen Kosten f&uuml;r den Umtausch des Arbeitslohns der Kl&auml;gerin versagt (unten 1.). Die Ber&uuml;cksichtigung der Vorsorgeaufwendungen der Kl&auml;ger lediglich in dem durch &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. Abs. 3 EStG a.F. zugelassenen Umfang verst&ouml;&szlig;t in den Streitjahren weder gegen das Gemeinschaftsrecht (unten 2.) noch gegen das Grundgesetz (unten 3.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Es ist von der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) anerkannt, dass Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren, soweit sie dem Arbeitnehmer durch die Gutschrift des Lohnbetrages auf seinem Konto entstehen, als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit abziehbar sind (Urteil vom 19. Januar 1996 VI R 77\/94, BFH\/NV 1996, 541, m.w.N.). Es ist ebenfalls anerkannt, dass Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus nichtselbst&auml;ndiger Arbeit insoweit nicht abgezogen werden k&ouml;nnen, als sie dadurch angefallen sind, dass der Arbeitnehmer durch Abhebungen oder &Uuml;berweisungen &uuml;ber den ihm gutgeschriebenen Arbeitslohn f&uuml;r private Zwecke verf&uuml;gt hat. Solche Geb&uuml;hren sind der privaten Lebensf&uuml;hrung zuzuordnen, da sie im Bereich der Einkommensverwendung entstanden sind (BFH-Urteil vom 9. Mai 1984 VI R 63\/80, BFHE 141, 50, BStBl II 1984, 560). Ausnahmsweise hat die Rechtsprechung die Geb&uuml;hren f&uuml;r eine weitere Geldtransaktion als Werbungskosten anerkannt, wenn der Steuerpflichtige erst durch den Transfer des Geldes auf das andere Konto in die Lage versetzt wird, &uuml;ber den Lohn f&uuml;r seine t&auml;glichen Lebensbed&uuml;rfnisse zu verf&uuml;gen (BFH-Urteil in BFH\/NV 1996, 541).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Es kann im Streitfall dahinstehen, ob ein solcher Ausnahmesachverhalt auch bei der Kl&auml;gerin gegeben ist, da sie &#8211;im Unterschied zum Kl&auml;ger im BFH-Urteil in BFH\/NV 1996, 541&#8211; werkt&auml;glich in Frankreich t&auml;tig war und damit dort ihr Gehalt &#8211;jedenfalls zum Teil&#8211; ohne einen notwendigen Umtausch f&uuml;r den t&auml;glichen Lebensbedarf verwenden konnte. Der Abzug der Umtauschkosten kann jedoch bereits deswegen nicht anerkannt werden, weil die Kl&auml;ger &#8211;im Gegensatz zum Kl&auml;ger des Verfahrens in BFH\/NV 1996, 541&#8211; die Kosten f&uuml;r den Umtausch nicht belegt haben, obwohl sie hierf&uuml;r nachweispflichtig sind und die Beweislast tragen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die hiergegen gerichteten Bedenken der Kl&auml;ger, es liege ein Versto&szlig; gegen das Rechtsstaatsprinzip vor, wenn von ihnen Umtauschnachweise gefordert w&uuml;rden, nachdem der fragliche Zeitabschnitt vergangen und das FA r&uuml;ckwirkend von der bis dahin ge&uuml;bten Berechnungspraxis abgewichen sei, sind nicht berechtigt. Zum einen traten die fixen Wechselkurse der franz&ouml;sischen und deutschen W&auml;hrung im Verh&auml;ltnis zum Euro bereits zum 1. Januar 1999 in Kraft, so dass die Kl&auml;ger damit rechnen mussten, dass die Finanzverwaltung ihre Umrechnungspraxis entsprechend anpassen w&uuml;rde. Zum anderen mussten die Kl&auml;ger davon ausgehen, dass f&uuml;r den Fall, dass die Kosten f&uuml;r den W&auml;hrungsumtausch als Werbungskosten geltend gemacht werden sollten, sie entsprechend der allgemeinen Beweislastregelung verpflichtet waren, Nachweise f&uuml;r die tats&auml;chlich entstandenen Kosten beizubringen. Anhaltspunkte daf&uuml;r, dass die Finanzverwaltung die Kosten m&ouml;glicherweise pauschalieren und auf eine Vorlage von Belegen verzichten k&ouml;nnte, sind weder vorgetragen worden noch ersichtlich.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die steuerliche Behandlung der in Frankreich geleisteten Vorsorgeaufwendungen der Kl&auml;gerin gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. Abs. 2 und 3 EStG a.F. steht mit dem europ&auml;ischen Gemeinschaftsrecht im Einklang und verst&ouml;&szlig;t nicht gegen die Grundfreiheiten des EGV, insbesondere nicht gegen die Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit des Art. 39 EGV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Bestimmungen des EGV zur Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit sollen den Gemeinschaftsangeh&ouml;rigen die Aus&uuml;bung beruflicher T&auml;tigkeiten aller Art im gesamten Gebiet der Gemeinschaft erleichtern und stehen Ma&szlig;nahmen entgegen, die die Gemeinschaftsangeh&ouml;rigen benachteiligen, wenn sie eine Erwerbst&auml;tigkeit in einem anderen Mitgliedstaat aus&uuml;ben wollen (st&auml;ndige EuGH-Rechtsprechung, vgl. Urteile vom 15. September 2005 Rs. C-464\/02 &#8211;Kommission\/D&auml;nemark&#8211;, Slg. 2005, I-7929, Rdnr. 34, und vom 18. Januar 2007 Rs. C-104\/06 &#8211;Kommission\/Schweden&#8211;, Slg. 2007, I-671, Rdnr. 17). Der Schutzbereich der Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit ist daher betroffen, wenn steuerliche Bedingungen die Arbeitsaufnahme und Berufsaus&uuml;bung in einem anderen Mitgliedstaat verbieten, behindern oder weniger attraktiv machen k&ouml;nnten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die in Frage stehende Bestimmung des &sect; 10 EStG a.F. verletzt nicht Art. 39 EGV.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. Abs. 2 Nr. 2 Buchst. c EStG a.F. ist Voraussetzung f&uuml;r den Abzug von Vorsorgeaufwendungen, dass die Zahlungen an einen Sozialversicherungstr&auml;ger geleistet werden. Eine Unterscheidung danach, ob es sich um einen inl&auml;ndischen oder ausl&auml;ndischen Sozialversicherungstr&auml;ger handelt, macht das EStG nicht, so dass die von der Kl&auml;gerin geleisteten franz&ouml;sischen Sozialversicherungsbeitr&auml;ge grunds&auml;tzlich als Sonderausgaben abzugsf&auml;hig sind. Ebenso wie die Vorsorgeaufwendungen an deutsche Sozialversicherungstr&auml;ger sind die Aufwendungen an franz&ouml;sische Vorsorgeeinrichtungen dann aber auch nur im Rahmen der H&ouml;chstbetr&auml;ge des &sect; 10 Abs. 3 EStG a.F. abziehbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>In dieser Gleichbehandlung, die durch das nationale Recht gew&auml;hrleistet ist, kann daher keine Diskriminierung der Kl&auml;ger liegen. Insoweit unterscheidet sich ihre steuerliche Situation von den Sachverhalten, die den Rechtssachen Bachmann (EuGH-Urteil vom 28. Januar 1992 C-204\/90, Slg. 1992, I-249) und Danner (EuGH-Urteil vom 3. Oktober 2002 C-136\/00, Slg. 2002, I-8147) zugrunde lagen, da dort das jeweilige nationale Steuerrecht die Zahlungen an gebietsfremde Versicherer im Gegensatz zu Zahlungen an inl&auml;ndische Versicherer als nicht abziehbar behandelte.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Eine Diskriminierung ist auch nicht darin zu sehen, dass das deutsche Steuerrecht die Beitr&auml;ge zur franz&ouml;sischen und deutschen Rentenversicherung unterschiedslos behandelt, obwohl &#8211;nach der von den Kl&auml;gern dargestellten Rechtslage&#8211; die k&uuml;nftigen Altersrenten der Kl&auml;gerin in Frankreich in voller H&ouml;he der franz&ouml;sischen Besteuerung unterliegen werden, w&auml;hrend entsprechende Renten in Deutschland bis 2004 lediglich mit einem Ertragsanteil versteuert wurden und seit 2005 mit einem nach &sect; 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa EStG ermittelten Besteuerungsanteil zu versteuern sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar kann eine Diskriminierung nicht nur darin bestehen, dass unterschiedliche Vorschriften auf vergleichbare Situationen angewandt werden, sondern auch darin, dass dieselbe Vorschrift auf unterschiedliche Situationen angewandt wird (vgl. EuGH-Urteile vom 14. Februar 1995 Rs. C-279\/93 &#8211;Schumacker&#8211;, Slg. 1995, I-225, Rdnr. 30, und vom 29. April 1999 Rs. C-311\/97 &#8211;Royal Bank of Scotland&#8211;, Slg. 1999, I-2651, Rdnr. 26). Eine unterschiedliche Situation im Sinne dieser Rechtsprechung ist jedoch in Bezug auf den Sonderausgabenabzug nicht allein darin zu sehen, dass die k&uuml;nftigen Renten einem steuerlich ung&uuml;nstigeren Steuerregime eines anderen Mitgliedstaates unterworfen sind. Genauso wenig ist es umgekehrt m&ouml;glich, die unterschiedliche steuerliche Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen damit zu rechtfertigen, dass der Staat sp&auml;ter nicht das Besteuerungsrecht f&uuml;r die daraus resultierenden Eink&uuml;nfte hat (EuGH-Urteil vom 11. August 1995 Rs. C-80\/94 &#8211;Wielockx&#8211;, Slg. 1995, I-2493). Die zu beurteilenden Regelungen &#8211;hier der deutsche Sonderausgabenabzug f&uuml;r Vorsorgeaufwendungen&#8211; sind vielmehr im Rahmen einer &quot;isolierenden Betrachtungsweise&quot; zu pr&uuml;fen, ohne eine fr&uuml;here oder sp&auml;tere steuerliche Behandlung in einem anderen Mitgliedstaat in die Untersuchung einzubeziehen (vgl. zur &quot;isolierenden Betrachtungsweise&quot; des EuGH im Bereich der Alterseink&uuml;nfte auch Wellisch\/Lenz\/Thiele\/Gahl, Besteuerung der Altersvorsorge &#8211; Ein internationaler Vergleich, 1. Aufl., 2008, S. 90 und 98). Diese &quot;isolierende Betrachtungsweise&quot; hat der EuGH ebenfalls der Pr&uuml;fung der vergleichbaren steuerlichen Situation eines Aktion&auml;rs zugrunde gelegt, der in seinem Wohnsitzstaat die von ihm aus einem anderen Mitgliedstaat bezogenen Dividenden genauso wie inl&auml;ndische Dividenden zu versteuern hatte, obwohl der andere Mitgliedstaat in Aus&uuml;bung seiner Besteuerungsbefugnis auf diese Dividenden eine Quellensteuer erhoben hatte (EuGH-Urteil vom 14. November 2006 Rs. C-513\/04 &#8211;Mark Kerckhaert, Bernadette Morres&#8211;, Slg. 2006, I-10967). Best&auml;tigt wurde diese auf die jeweilige steuerliche Behandlung gerichtete isolierende Betrachtungsweise durch das EuGH-Urteil vom 6. Dezember 2007 (Rs. C-298\/05 &#8211;Columbus Container Services&#8211;, Slg. 2007, I-10451).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Die nachteiligen Folgen ergeben sich f&uuml;r die Kl&auml;gerin im vorliegenden Fall daraus, dass zwei Staaten &#8211;Frankreich und Deutschland&#8211; gleichzeitig und unabh&auml;ngig voneinander ihre Besteuerungsbefugnis aus&uuml;ben k&ouml;nnen. Frankreich und Deutschland haben zwar, um eine Doppelbesteuerung ihrer Steuerpflichtigen zu vermeiden oder zumindest zu mildern, im Rahmen des DBA-Frankreich ihre Besteuerungsrechte untereinander aufgeteilt. Dabei wurde Deutschland das Besteuerungsrecht f&uuml;r die franz&ouml;sischen aktiven Arbeitseink&uuml;nfte der Kl&auml;gerin, die diese als Grenzg&auml;ngerin bezogen hat, gem&auml;&szlig; Art. 13 Abs. 5 DBA-Frankreich zugewiesen, so dass Deutschland dementsprechend &#8211;und nicht nur als Wohnsitzstaat&#8211; dazu verpflichtet war, die Vorsorgeaufwendungen der Kl&auml;gerin steuerlich zu ber&uuml;cksichtigen. Demgegen&uuml;ber hat Frankreich als Quellenstaat nach Art. 14 Abs. 2 Nr. 1 DBA-Frankreich das Besteuerungsrecht f&uuml;r die Bez&uuml;ge, die aus der franz&ouml;sischen gesetzlichen Sozialversicherung gezahlt werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Damit unterliegen die steuerliche Ber&uuml;cksichtigung der Vorsorgeaufwendungen und die daraus resultierenden Alterseink&uuml;nfte zwei unterschiedlichen Steuerrechten, die im Bereich der Altersvorsorge und der Alterseink&uuml;nfte auf unterschiedlichen Besteuerungsans&auml;tzen beruhen: W&auml;hrend in den Streitjahren Frankreich relativ konsequent das Prinzip der nachgelagerten Besteuerung verfolgt hat (vgl. dazu auch die Darstellung der aktuellen Rechtslage in Frankreich in Wellisch\/Lenz\/Thiele\/ Gahl, a.a.O., S. 223 ff., die sich inhaltlich nicht vollst&auml;ndig mit den Erl&auml;uterungen der Kl&auml;ger deckt), lie&szlig; Deutschland den Abzug der Zukunftssicherungsleistungen nur in einem begrenzten Umfang zu, besteuerte aber die Sozialversicherungsrenten nur mit einem Ertragsanteil.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Problem der Kl&auml;gerin liegt damit &#8211;wie das FG zu Recht ausf&uuml;hrt&#8211; in der fehlenden Harmonisierung der nationalen Steuersysteme. Diese f&uuml;hrt bei einer Zuordnung des Besteuerungsrechts f&uuml;r die Arbeitseink&uuml;nfte sowie der Pflicht zur steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung der Vorsorgeaufwendungen zum Wohnsitzstaat auf der einen Seite &#8211;hier Deutschland&#8211; und des Besteuerungsrechts f&uuml;r die daraus resultierenden Alterseink&uuml;nfte zum Quellenstaat auf der anderen Seite &#8211;hier Frankreich&#8211; zu der von den Kl&auml;gern dargelegten Doppelbesteuerung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Eine Beeintr&auml;chtigung der Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit der Kl&auml;gerin kann daher nur dann bejaht werden, wenn Deutschland und Frankreich europarechtlich dazu verpflichtet gewesen w&auml;ren, entweder in dem von ihnen abgeschlossenen Doppelbesteuerungsabkommen die Besteuerungsbefugnisse so aufzuteilen, dass das Besteuerungsrecht der Alterseink&uuml;nfte und die Verpflichtung zur steuerlichen Ber&uuml;cksichtigung der vorausgehenden Altersvorsorgeaufwendungen demselben Staat zugewiesen werden, oder ihr entsprechendes nationales Steuerrecht so zu harmonisieren, dass es zu der von den Kl&auml;gern dargestellten Doppelbesteuerung nicht kommen kann.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Derartige Verpflichtungen k&ouml;nnen dem derzeitigen Gemeinschaftsrecht jedoch nicht entnommen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der EuGH hat in st&auml;ndiger Rechtsprechung entschieden, dass die Mitgliedstaaten in Ermangelung von Ma&szlig;nahmen zur Vereinheitlichung oder zur gemeinschaftsrechtlichen Harmonisierung insbesondere nach Art. 293 zweiter Gedankenstrich EGV befugt bleiben, namentlich zur Beseitigung der Doppelbesteuerung die Kriterien f&uuml;r die Aufteilung ihrer Steuerhoheit vertraglich oder einseitig festzulegen (vgl. vor allem EuGH-Urteile vom 12. Mai 1998 Rs. C-336\/96 &#8211;Gilly&#8211;, Slg. 1998, I-2793, Rdnrn. 24 und 30; vom 21. September 1999 Rs. C-307\/97 &#8211;Compagnie de Saint-Gobain&#8211;, Slg. 1999, I-6161, Rdnr. 57; vom 5. Juli 2005 Rs. C-376\/03 &#8211;D.&#8211;, Slg. 2005, I-5821, Rdnr. 52; vom 22. Dezember 2008 Rs. C-282\/07 &#8211;Truck Center SA.&#8211; H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung &#8211;HFR&#8211; 2009, 319, Rdnr. 22).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das Gemeinschaftsrecht schreibt bei seinem gegenw&auml;rtigen Entwicklungsstand in Bezug auf die Beseitigung der Doppelbesteuerung innerhalb der Gemeinschaft keine allgemeinen Kriterien f&uuml;r die Verteilung der Kompetenzen der Mitgliedstaaten untereinander vor, da abgesehen von der Richtlinie 90\/435\/EWG des Rates vom 23. Juli 1990 &uuml;ber das gemeinsame Steuersystem der Mutter- und Tochtergesellschaften verschiedener Mitgliedstaaten (ABl. L 225, S. 6), dem &Uuml;bereinkommen vom 23. Juli 1990 &uuml;ber die Beseitigung der Doppelbesteuerung im Falle von Gewinnberichtigungen zwischen verbundenen Unternehmen (ABl. L 225, S. 10) und der Richtlinie 2003\/48\/EG des Rates vom 3. Juni 2003 im Bereich der Besteuerung von Zinsertr&auml;gen (ABl. L 157, S. 38) bis heute im Rahmen des Gemeinschaftsrechts keine Ma&szlig;nahme der Vereinheitlichung oder Harmonisierung zum Zweck der Beseitigung von Doppelbesteuerungstatbest&auml;nden erlassen worden ist (EuGH-Urteile in Slg. 2006, I-10967, Rdnr. 22; in Slg. 2007, I-10451, Rdnr. 45; vom 12. Februar 2009, Rs. C-67\/08 &#8211;Margarete Block&#8211;, Finanz-Rundschau &#8211;FR&#8211; 2009, 294, Rdnr. 30).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat zudem anerkannt, dass sich die Mitgliedstaaten f&uuml;r die Zwecke der Aufteilung der Steuerhoheit an der v&ouml;lkerrechtlichen Praxis und dem von der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erarbeiteten Musterabkommen orientieren und die in der internationalen Besteuerungspraxis befolgten Verteilungskriterien verwenden k&ouml;nnen, ohne gegen das Gemeinschaftsrecht zu versto&szlig;en (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 1998, I-2793, Rdnr. 24; best&auml;tigt durch EuGH-Urteil in Slg. 2006, I-10967, Rdnr. 23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Regelungen der Art. 13 und 14 DBA-Frankreich stimmen mit der internationalen Besteuerungspraxis &uuml;berein. Auch wenn das OECD-Musterabkommen keine spezielle Regelung f&uuml;r Grenzg&auml;nger enth&auml;lt, weil die sich aus den &ouml;rtlichen Verh&auml;ltnissen ergebenden Probleme bei der Besteuerung von Grenzg&auml;ngern &quot;zweckm&auml;&szlig;igerweise unmittelbar von den beteiligten Staaten geregelt werden&quot; (siehe OECD-Kommentar zum Musterabkommen Art. 15 Tz 10 abgedruckt in Vogel\/Lehner, DBA, 5. Aufl.), entspricht die Zuweisung des Besteuerungsrechts f&uuml;r die Arbeitseink&uuml;nfte eines Grenzg&auml;ngers an den Wohnsitzstaat durch Art. 13 Abs. 5 DBA-Frankreich der internationalen Vorgehensweise (siehe auch die entsprechenden Beispiele bei Prokisch in Vogel\/Lehner, a.a.O., Art. 15 Rz 133).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Regelungsinhalt des Art. 14 Abs. 2 Nr. 1 DBA-Frankreich ist ebenfalls international akzeptiert. Zwar weist der entsprechende Art. 18 des OECD-Musterabkommens das Besteuerungsrecht f&uuml;r Ruhegeh&auml;lter dem Ans&auml;ssigkeitsstaat &#8211;hier also Deutschland&#8211; zu. In ihrer Kommentierung weist die OECD jedoch ausdr&uuml;cklich auf die Probleme dieser Regelung f&uuml;r Alterseink&uuml;nfte aus der Sozialversicherung hin und macht darauf aufmerksam, dass in zahlreichen Abkommen das Besteuerungsrecht f&uuml;r Ruhegeh&auml;lter dem Quellenstaat zugewiesen wird. F&uuml;r diese Situation schl&auml;gt die OECD in Rz 27 ihres Kommentars zu Art. 18 eine alternative Formulierung vor. Deutschland hat dementsprechend in mehreren seiner Doppelbesteuerungsabkommen die Zuweisung des Besteuerungsrechts f&uuml;r Sozialversicherungsrenten an den Quellenstaat vereinbart (siehe die Beispiele bei Ismer in Vogel\/Lehner, a.a.O., Art. 18 Rz 85, und bei Waldhoff in Vogel\/Lehner, a.a.O., Art. 19 Rz 76).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Auch die fehlende Harmonisierung des Steuerrechts beider Staaten im Bereich der Altersvorsorge und Alterseink&uuml;nfte stellt keinen Versto&szlig; gegen die Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit dar. Der EuGH hat j&uuml;ngst seine Rechtsprechung best&auml;tigt, dass die Mitgliedstaaten beim gegenw&auml;rtigen Entwicklungsstand des Gemeinschaftsrechts vorbehaltlich dessen Beachtung &uuml;ber eine gewisse Autonomie im Bereich des Steuerrechts verf&uuml;gen und deshalb nicht verpflichtet sind, ihr eigenes Steuersystem den verschiedenen Steuersystemen der anderen Mitgliedstaaten anzupassen, um die sich aus der parallelen Aus&uuml;bung ihrer Besteuerungsbefugnisse ergebende Doppelbesteuerung zu beseitigen (vgl. EuGH-Urteile in FR 2009, 294, Rdnr. 31, und in Slg. 2007 I-10451, Rdnr. 51).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Ein Versto&szlig; gegen das allgemeine Diskriminierungsverbot liegt ebenfalls nicht vor. Nach der st&auml;ndigen Rechtsprechung des EuGH kann Art. 12 EGV, in dem das allgemeine Verbot der Diskriminierung aus Gr&uuml;nden der Staatsangeh&ouml;rigkeit niedergelegt ist, autonom nur in den durch das Gemeinschaftsrecht geregelten F&auml;llen angewendet werden, f&uuml;r die der Vertrag kein besonderes Diskriminierungsverbot vorsieht. Im Bereich der Freiz&uuml;gigkeit der Arbeitnehmer ist das Diskriminierungsverbot durch Art. 39 EGV konkretisiert worden, so dass in den F&auml;llen wie dem Vorliegenden, in dem der Schutzbereich der Freiz&uuml;gigkeit eines Arbeitnehmers betroffen ist, Art. 12 EGV nicht mehr zur Anwendung kommt (vgl. EuGH-Urteil in Slg. 1998, I-2793, Rdnr. 37 f., m.w.N.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Aus denselben Gr&uuml;nden scheidet auch ein Versto&szlig; gegen die Freiz&uuml;gigkeit der Unionsb&uuml;rger gem&auml;&szlig; Art. 18 Abs. 1 EGV aus. Ein Unionsb&uuml;rger hat zwar in allen Mitgliedstaaten Anspruch auf die gleiche rechtliche, also auch steuerrechtliche Behandlung wie die Staatsangeh&ouml;rigen dieses Mitgliedstaats, die sich in der gleichen Situation befinden (EuGH-Urteil vom 9. November 2006 Rs. C-520\/04 &#8211;Turpeinen&#8211;, Slg. 2006 I-10685, Rdnr. 22 ff., m.w.N.). Die Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit als die durch Art. 39 EGV gesch&uuml;tzte Grundfreiheit ist jedoch f&uuml;r die Gew&auml;hrleistung der diskriminierungsfreien wirtschaftlichen Bet&auml;tigung eines Arbeitnehmers lex specialis und verdr&auml;ngt insoweit Art. 18 EGV (siehe auch Calliess\/Ruffert, EUV\/EGV, 3. Aufl., Art. 18 Rz 16, m.w.N. aus dem Schrifttum).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Eine (erneute) verfassungsgerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung der H&ouml;chstbetr&auml;ge des Sonderausgabenabzugs gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a i.V.m. Abs. 3 EStG a.F. f&uuml;r Beitr&auml;ge zur franz&ouml;sischen gesetzlichen Sozialversicherung sowie zu den franz&ouml;sischen Betriebs-, Pensions- und Sterbekassen kommt f&uuml;r die Streitjahre nicht mehr in Betracht, ebenso wie eine Pr&uuml;fung der begrenzten Abzugsf&auml;higkeit von Beitr&auml;gen zu den entsprechenden deutschen Einrichtungen nicht mehr vorgenommen wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das BVerfG hat in seinem &quot;Renten-Urteil&quot; vom 6. M&auml;rz 2002&nbsp;&nbsp;2 BvL 17\/99 (BVerfGE 105, 73, BStBl II 2002, 618) dem Gesetzgeber eine Frist zur Neuregelung auch des Rechts der Altersvorsorge gesetzt und unter D.II. der Entscheidungsgr&uuml;nde ausgeschlossen, dass der Gesetzgeber verfassungsrechtlich verpflichtet sei, &quot;die Rechtslage r&uuml;ckwirkend, bezogen auf das Veranlagungsjahr 1996, zu bereinigen&quot;. Hiernach ist der Gesetzgeber f&uuml;r Veranlagungszeitr&auml;ume vor 2005 zu einer &quot;Nachbesserung&quot; des die Altersvorsorge betreffenden Sonderausgabenabzugs nicht verpflichtet (vgl. Senatsurteil vom 21. Juli 2004 X R 72\/01, BFH\/NV 2005, 513). Das BVerfG hat zudem im Anschluss an die Entscheidung in BVerfGE 105, 73, BStBl II 2002, 618 in seinen Beschl&uuml;ssen vom 13. Februar 2008&nbsp;&nbsp;2 BvR 1220\/04, 2 BvR 410\/05 (BFH\/NV 2008, Beilage 3, 240) und vom 25. Februar 2008 2 BvR 912\/03 (BFH\/NV 2008, Beilage 3, 245) ausgef&uuml;hrt, es bed&uuml;rfe keiner inhaltlichen Entscheidung mehr, ob die H&ouml;chstbetr&auml;ge des Sonderausgabenabzugs gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 3 EStG in den bis zum 31. Dezember 2004 geltenden Fassungen der H&ouml;he nach verfassungsgem&auml;&szlig; seien. Eine verfassungsgerichtliche &Uuml;berpr&uuml;fung der angegriffenen Normen komme &#8211;so das BVerfG in BFH\/NV 2008, Beilage 3, 240&#8211; im Hinblick auf diese Streitfrage f&uuml;r Streitjahre bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2004 nicht mehr in Betracht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Dem hat sich der erkennende Senat angeschlossen, indem er an seiner Rechtsprechung festh&auml;lt (vgl. Senatsurteil vom 8. November 2006 X R 45\/02, BFHE 216, 47, BStBl II 2007, 574), dass bis zum Ablauf des Jahres 2004 Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben, sondern nur als Sonderausgaben mit den H&ouml;chstbetr&auml;gen gem&auml;&szlig; &sect; 10 Abs. 3 EStG a.F. abziehbar sind (siehe auch die Senatsbeschl&uuml;sse vom 15. Oktober 2008 X B 60\/07, BFH\/NV 2009, 205, und vom 25. November 2008 X B 185\/08, nicht ver&ouml;ffentlicht). Das bis zum Ablauf des Veranlagungszeitraums 2004 geltende Recht der Vorsorgeaufwendungen gilt dementsprechend fort und wird auch nicht durch die ge&auml;nderte Besteuerung der Alterseink&uuml;nfte in der Versorgungsphase nach dem Alterseink&uuml;nftegesetz in Frage gestellt. Sowohl die gegen das Senatsurteil in BFHE 216, 47, BStBl II 2007, 574 gerichtete Verfassungsbeschwerde als auch die von den Kl&auml;gern in ihrer Klagebegr&uuml;ndung vom 4. November 2002 genannte Verfassungsbeschwerde 2 BvR 587\/01 sind vom BVerfG nicht zur Entscheidung angenommen worden (BVerfG-Beschl&uuml;sse vom 25. Februar 2008&nbsp;&nbsp;2 BvR 325\/07, HFR 2008, 753 und 2 BvR 587\/01, HFR 2008, 750).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 24.6.2009, X R 57\/06 Keine Verletzung von Grundfreiheiten durch beschr&auml;nkten Sonderausgabenabzug &#8211; Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit &#8211; Schutzbereich und Verh&auml;ltnis zu Art. 12 und Art. 18 Abs. 1 EG &#8211; keine Harmonisierung der Doppelbesteuerung innerhalb der EU &#8211; Vereinheitlichung der Rentenbesteuerung in Frankreich und Deutschland gemeinschaftsrechtlich nicht geboten &#8211; Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren und Umtauschgeb&uuml;hren f&uuml;r in ausl&auml;ndischer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-r-57-06-keine-verletzung-von-grundfreiheiten-durch-beschraenkten-sonderausgabenabzug-arbeitnehmerfreizuegigkeit-schutzbereich-und-verhaeltnis-zu-art-12-und-art-18-abs-1-eg-keine-harmonisierung-der-d\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;R&nbsp;57\/06 &#8211; Keine Verletzung von Grundfreiheiten durch beschr&auml;nkten Sonderausgabenabzug &#8211; Arbeitnehmerfreiz&uuml;gigkeit &#8211; Schutzbereich und Verh&auml;ltnis zu Art. 12 und Art. 18 Abs. 1 EG &#8211; keine Harmonisierung der Doppelbesteuerung innerhalb der EU &#8211; Vereinheitlichung der Rentenbesteuerung in Frankreich und Deutschland gemeinschaftsrechtlich nicht geboten &#8211; Kontof&uuml;hrungsgeb&uuml;hren und Umtauschgeb&uuml;hren f&uuml;r in ausl&auml;ndischer W&auml;hrung ausgezahlten Arbeitslohn als Werbungskosten<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14481","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14481","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14481"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14481\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14481"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14481"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14481"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}