{"id":14499,"date":"2012-12-19T16:14:41","date_gmt":"2012-12-19T14:14:41","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14499"},"modified":"2012-12-19T16:14:41","modified_gmt":"2012-12-19T14:14:41","slug":"xi-r-6-08-eugh-vorlage-zur-abgrenzung-von-restaurationsleistungen-dienstleistungen-und-lieferungen-von-nahrungsmitteln-zubereitung-der-speisen-oder-mahlzeiten-als-dienstleistungselement-umsaetze-eines","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/xi-r-6-08-eugh-vorlage-zur-abgrenzung-von-restaurationsleistungen-dienstleistungen-und-lieferungen-von-nahrungsmitteln-zubereitung-der-speisen-oder-mahlzeiten-als-dienstleistungselement-umsaetze-eines\/","title":{"rendered":"XI&nbsp;R&nbsp;6\/08 &#8211; EuGH-Vorlage zur Abgrenzung von Restaurationsleistungen (Dienstleistungen) und Lieferungen von Nahrungsmitteln &#8211; Zubereitung der Speisen oder Mahlzeiten als Dienstleistungselement &#8211; Ums&auml;tze eines Partyservice-Unternehmens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 15.10.2009, XI R 6\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">EuGH-Vorlage zur Abgrenzung von Restaurationsleistungen (Dienstleistungen) und Lieferungen von Nahrungsmitteln &#8211; Zubereitung der Speisen oder Mahlzeiten als Dienstleistungselement &#8211; Ums&auml;tze eines Partyservice-Unternehmens<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>Dem EuGH werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt:<\/p>\n<p>1. Ist der Begriff &quot;Nahrungsmittel&quot; in Anhang H Kategorie 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG dahin auszulegen, dass darunter nur Nahrungsmittel &quot;zum Mitnehmen&quot; fallen, wie sie typischerweise im Lebensmittelhandel verkauft werden, oder fallen darunter auch Speisen oder Mahlzeiten, die &#8211;durch Kochen, Braten, Backen oder auf sonstige Weise&#8211; zum sofortigen Verzehr zubereitet worden sind?<\/p>\n<p>2. Falls &quot;Nahrungsmittel&quot; im Sinne des Anhangs H Kategorie 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG auch Speisen oder Mahlzeiten zum sofortigen Verzehr sind:<\/p>\n<p>Ist der Vorgang der Zubereitung der Speisen oder Mahlzeiten als Dienstleistungselement zu ber&uuml;cksichtigen, wenn zu entscheiden ist, ob die einheitliche Leistung eines Partyservice-Unternehmens (&Uuml;berlassung von verzehrfertigen Speisen oder Mahlzeiten sowie deren Transport und gegebenenfalls &Uuml;berlassung von Besteck und Geschirr und\/oder von Stehtischen sowie das Abholen der zur Nutzung &uuml;berlassenen Gegenst&auml;nde) als steuerbeg&uuml;nstigte Lieferung von Nahrungsmitteln (Anhang H Kategorie 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG) oder als nicht steuerbeg&uuml;nstigte Dienstleistung (Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG) zu qualifizieren ist?<\/p>\n<p>3. Falls die Frage zu 2 verneint wird:<\/p>\n<p>Ist es mit Art. 2 Nr. 1 i.V.m. Art. 5 Abs. 1 und Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG vereinbar, bei der Qualifizierung der einheitlichen Leistung eines Partyservice-Unternehmens entweder als Warenlieferung oder als Dienstleistung eigener Art typisierend allein auf die Anzahl der Elemente mit Dienstleistungscharakter (zwei oder mehr) gegen&uuml;ber dem Lieferungsanteil abzustellen oder sind die Elemente mit Dienstleistungscharakter unabh&auml;ngig von ihrer Zahl zwingend &#8211;und bejahendenfalls nach welchen Merkmalen&#8211; zu gewichten?<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin), eine KG, betrieb eine Fleischerei sowie einen Partyservice. Die beim Partyservice bestellten Speisen lieferte sie in verschlossenen Warmhalteschalen aus, wobei sie je nach Kundenwunsch auch Geschirr und Besteck, Partytische (Stehtische) sowie Personal zur Verf&uuml;gung stellte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin unterwarf in ihren Rechnungen die Entgelte f&uuml;r die &Uuml;berlassung von Geschirr, Besteck, Stehtischen und Personal dem Regelsteuersatz und die Entgelte f&uuml;r die Speisen dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz. Dementsprechend ging sie in ihrer Umsatzsteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen einer Betriebspr&uuml;fung vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, dass die Essenslieferungen, soweit sie mit der Beistellung von Geschirr und Besteck, Stehtischen oder Personal verbunden waren, dem Regelsteuersatz unterl&auml;gen. Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte der Ansicht des Pr&uuml;fers und erlie&szlig; unter dem 30. Juli 2003 einen entsprechend ge&auml;nderten Umsatzsteuerbescheid f&uuml;r das Jahr 2000.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Einspruchsverfahren erzielten die Beteiligten Einvernehmen dar&uuml;ber, dass die Entgelte f&uuml;r die Essenslieferungen in den F&auml;llen dem Regelsteuersatz zu unterwerfen seien, in denen die Kl&auml;gerin auch Bedienungspersonal gestellt hatte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einspruch und Klage gegen den &Auml;nderungsbescheid blieben ohne Erfolg. Das Urteil ist ver&ouml;ffentlicht in Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2009, 33.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit ihrer Revision macht die Kl&auml;gerin im Wesentlichen geltend, die &Uuml;berlassung von Geschirr und Besteck sei eine Nebenleistung zur Essenslieferung, die es nicht rechtfertige, die gesamte Leistung als Dienstleistung zu qualifizieren. F&uuml;r die T&auml;tigkeit eines Partyservice sei typisch, dass der Kunde seine G&auml;ste in den heimischen R&auml;umlichkeiten bewirten wolle, sodass die Leistung nicht mit einem Restaurationsumsatz vergleichbar sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt sinngem&auml;&szlig;, unter Aufhebung der Vorentscheidung den Umsatzsteuerbescheid 2000 vom 30. Juli 2003 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 3. Mai 2004 dahingehend zu &auml;ndern, dass die Umsatzsteuer um 1.814,80 DM (= 927,89 EUR) herabgesetzt wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Der Senat legt dem Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) die im Leitsatz bezeichneten Fragen zur Auslegung des Gemeinschaftsrechts vor und setzt das Verfahren bis zur Entscheidung des EuGH aus.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die ma&szlig;geblichen Vorschriften und Bestimmungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Nationales Recht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 12 Abs. 1 des im Streitfall anzuwendenden Umsatzsteuergesetzes 1999 (UStG) betr&auml;gt die Steuer f&uuml;r jeden steuerpflichtigen Umsatz 16 % der Bemessungsgrundlage.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG erm&auml;&szlig;igt sich die Steuer auf 7 % u.a. f&uuml;r die&nbsp;&nbsp;&nbsp;Lieferungen&nbsp;&nbsp;&nbsp;der in der Anlage des Gesetzes bezeichneten Gegenst&auml;nde, darunter z.B. Zubereitungen von Fleisch, Fischen usw. (Nr. 28), aus Getreide, Mehl, St&auml;rke oder Milch sowie Backwaren (Nr. 31), Zubereitungen von Gem&uuml;se, Fr&uuml;chten usw. (Nr. 32) oder &quot;Verschiedene Lebensmittelzubereitungen&quot; (Nr. 33).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect; 3 Abs. 1 UStG bestimmt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;Lieferungen eines Unternehmers sind Leistungen, durch die er oder in seinem Auftrag ein Dritter den Abnehmer oder in dessen Auftrag einen Dritten bef&auml;higt, im eigenen Namen &uuml;ber einen Gegenstand zu verf&uuml;gen (Verschaffung der Verf&uuml;gungsmacht).&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>&sect; 3 Abs. 9 Satz 1 UStG lautet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;Sonstige Leistungen sind Leistungen, die keine Lieferungen sind.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Gemeinschaftsrecht<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art. 2 Nr. 1 der Sechsten Richtlinie 77\/388\/EWG des Rates vom 17. Mai 1977 zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten &uuml;ber die Umsatzsteuern (Richtlinie 77\/388\/EWG) lautet:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;Der Mehrwertsteuer unterliegen:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>1. Lieferungen von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen, die ein Steuerpflichtiger als solcher im Inland gegen Entgelt ausf&uuml;hrt;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG regelt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;Als Lieferung eines Gegenstands gilt die &Uuml;bertragung der Bef&auml;higung, wie ein Eigent&uuml;mer &uuml;ber einen k&ouml;rperlichen Gegenstand zu verf&uuml;gen.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art. 6 Abs. 1 Satz 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG bestimmt:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;Als Dienstleistung gilt jede Leistung, die keine Lieferung eines Gegenstands im Sinne des Artikels 5 ist.&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Art. 12 Abs. 3 Buchst. a der Richtlinie 77\/388\/EWG sieht vor:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&quot;Der Normalsatz der Mehrwertsteuer wird von jedem Mitgliedstaat als ein Prozentsatz der Besteuerungsgrundlage festgelegt, der f&uuml;r Lieferungen von Gegenst&auml;nden und f&uuml;r Dienstleistungen gleich ist. &#8230;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>Die Mitgliedstaaten k&ouml;nnen au&szlig;erdem einen oder zwei erm&auml;&szlig;igte S&auml;tze anwenden. Diese erm&auml;&szlig;igten S&auml;tze werden als ein Prozentsatz der Besteuerungsgrundlage festgelegt, der nicht niedriger als 5 % sein darf, und sind nur auf Lieferungen von Gegenst&auml;nden und Dienstleistungen der in Anhang H genannten Kategorien anwendbar.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>&#8230;&quot;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Anhang H (&quot;Verzeichnis der Gegenst&auml;nde und Dienstleistungen, auf die erm&auml;&szlig;igte MWSt.-S&auml;tze angewandt werden k&ouml;nnen&quot;) der Richtlinie 77\/388\/EWG nennt als Kategorie 1 u.a. &quot;Nahrungs- und Futtermittel&quot; sowie &quot;&uuml;blicherweise f&uuml;r die Zubereitung von Nahrungs- und Futtermitteln verwendete Zutaten&quot;.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Rechtliche W&uuml;rdigung<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich in seiner bisherigen Rechtsprechung zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung der Ums&auml;tze eines Partyservice-Unternehmens auf die Rechtsprechung des EuGH zu Restaurationsums&auml;tzen gest&uuml;tzt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der EuGH hat sich in dem den Leistungsort betreffenden Urteil vom 2. Mai 1996 Rs. C-231\/94 &#8211;Faaborg-Gelting Linien&#8211; (Slg. 1996, I-2395, BStBl II 1998, 282) mit der Besteuerung von Restaurationsums&auml;tzen in Form der Abgabe von Mahlzeiten zum Verzehr an Bord von F&auml;hrschiffen befasst. Er hat darin ausgef&uuml;hrt, ob bestimmte Ums&auml;tze Lieferungen von Gegenst&auml;nden oder Dienstleistungen seien, richte sich nach ihrem Wesen. Die Abgabe von Speisen und Getr&auml;nken zum sofortigen Verzehr sei das Ergebnis einer Reihe von Dienstleistungen vom Zubereiten bis zum Darreichen der Speisen. M&ouml;glicherweise nur sachverhaltsbezogen hat er ausgef&uuml;hrt, dabei werde dem Gast zugleich eine organisatorische Gesamtheit zur Verf&uuml;gung gestellt, die sowohl einen Speisesaal mit Nebenr&auml;umen als auch das Mobiliar und das Geschirr umfasse. Gegebenenfalls w&uuml;rden Kellner das Gedeck auflegen, den Gast beraten, die angebotenen Speisen oder Getr&auml;nke erl&auml;utern, diese auftragen und schlie&szlig;lich nach dem Verzehr die Tische abr&auml;umen. Ein solcher Restaurationsumsatz sei durch eine Reihe von Vorg&auml;ngen gekennzeichnet, von denen nur ein Teil in der Lieferung von Nahrungsmitteln bestehe, w&auml;hrend die Dienstleistungen bei weitem &uuml;berw&ouml;gen. Ein solcher Umsatz sei daher als Dienstleistung i.S. von Art. 6 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG zu betrachten. Etwas Anderes gelte hingegen, wenn sich der Umsatz auf Nahrungsmittel &quot;zum Mitnehmen&quot; beziehe und daneben keine Dienstleistungen erbracht w&uuml;rden, die den Verzehr an Ort und Stelle in einem geeigneten Rahmen ansprechend gestalten sollten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das EuGH-Urteil vom 10. M&auml;rz 2005 Rs. C-491\/03 &#8211;Hermann&#8211; (Slg. 2005, I-2025, BFH\/NV Beilage 2005, 210) betrifft eine kommunale Steuer, die auf die entgeltliche Abgabe alkoholhaltiger Getr&auml;nke zum unmittelbaren Verzehr an Ort und Stelle im Rahmen einer Bewirtungst&auml;tigkeit erhoben worden ist. Entscheidungserheblich war, ob es sich bei der umstrittenen Steuer um eine solche auf verbrauchsteuerpflichtige Waren oder auf Dienstleistungen handelt. Der EuGH ist unter Hinweis auf das Urteil Faaborg-Gelting Linien in Slg. 1996, I-2395, BStBl II 1998, 282 davon ausgegangen, dass f&uuml;r die Qualifizierung des Umsatzes das &uuml;berwiegende Element zu ber&uuml;cksichtigen sei. Da die Vermarktung eines Gegenstands immer mit einer minimalen Dienstleistung verbunden sei, k&ouml;nnten bei der Beurteilung des Dienstleistungsanteils an der Gesamtheit eines komplexen Gesch&auml;fts, zu dem auch die Lieferung eines Gegenstands geh&ouml;re, nur die Dienstleistungen ber&uuml;cksichtigt werden, die sich von denen unterschieden, die notwendig mit der Vermarktung eines Gegenstands verbunden seien. Bei der Abgabe alkoholhaltiger Getr&auml;nke im Rahmen einer Bewirtungst&auml;tigkeit &uuml;berw&ouml;gen die Dienstleistungen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der V. Senat des BFH hat unter Berufung auf diese Rechtsprechung in einem Urteil vom 18. Dezember 2008 V R 55\/06 (BFHE 223, 539, BFH\/NV 2009, 673) die Leistungen eines Partyservice-Unternehmens dann, wenn zus&auml;tzlich zur Abgabe der zubereiteten Speisen Geschirr und Besteck &uuml;berlassen und anschlie&szlig;end gereinigt wurden, als einheitliche Leistung und nicht als mehrere selbst&auml;ndige Hauptleistungen behandelt und als Dienstleistung qualifiziert. Der XI. Senat des BFH hat sich dieser Rechtsprechung in einem Urteil vom 1. April 2009 XI R 3\/08 (BFH\/NV 2009, 1469) angeschlossen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der BFH hat dabei den Vorgang der Zubereitung der Speisen oder Mahlzeiten zu einem &#8211;vom jeweiligen Kunden&#8211; bestimmten Zeitpunkt als ein wesentliches Dienstleistungselement ber&uuml;cksichtigt. Er hat daf&uuml;r auf das Urteil Faaborg-Gelting Linien in Slg. 1996, I-2395, BStBl II 1998, 282 verwiesen, wonach &quot;die Abgabe von Speisen und Getr&auml;nken zum sofortigen Verzehr das Ergebnis einer Reihe von Dienstleistungen vom Zubereiten bis zum Darreichen der Speisen&quot; (Randnr. 13) sei. Dass der Gemeinschaftsgesetzgeber die Zubereitung von Mahlzeiten als Herstellungsvorgang im Rahmen einer Dienstleistung und nicht als einen Vorgang beurteile, der zur Lieferung von Nahrungsmitteln geh&ouml;re, folge auch daraus, dass in Anhang H Kategorie 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG u.a. Nahrungsmittel und die f&uuml;r die Zubereitung von Nahrungsmitteln verwendeten Zutaten aufgef&uuml;hrt seien, nicht aber die Zubereitung selbst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieses Verst&auml;ndnis, wonach die Zubereitung zum sofortigen Verzehr als Dienstleistungselement zu ber&uuml;cksichtigen sei, werde auch durch eine aufgrund der Erweiterung der Gemeinschaft veranlasste &Uuml;bergangsregelung best&auml;tigt. Art. 129 Abs. 1 der Richtlinie 2006\/112\/EG des Rates vom 28. November 2006 &uuml;ber das gemeinsame Mehrwertsteuersystem (MwStSystRL) erlaube Slowenien die Anwendung eines erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes f&uuml;r die Zubereitung von Mahlzeiten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dem entspreche die nationale Regelung in &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG in Verbindung mit der Anlage zu diesem Gesetz. Letztere verweise auf den Gemeinsamen Zolltarif der Europ&auml;ischen Gemeinschaft, dem die Kombinierte Nomenklatur des Harmonisierten Systems zur Bezeichnung und Codierung der Waren zu Grunde liege. Lebensmittelzubereitung im zolltariflichen Sinne sei nur die Vermischung und Vermengung einzelner Bestandteile, nicht aber die verzehrfertige Zubereitung im Sinne eines Kochens, Bratens oder Backens zu einem bestimmten Zeitpunkt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der erkennende Senat h&auml;lt es unter Ber&uuml;cksichtigung der Einw&auml;nde der Kl&auml;gerin und der in der Literatur ge&auml;u&szlig;erten Kritik nicht mehr mit der erforderlichen Sicherheit f&uuml;r zweifelsfrei, ob die dargestellte Rechtsprechung den Grunds&auml;tzen des Gemeinschaftsrechts entspricht.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Zu den einzelnen Vorlagefragen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Zu Frage 1<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Diese Frage ist entscheidungserheblich, weil die Klage abzuweisen w&auml;re, wenn zum sofortigen Verzehr zubereitete Speisen oder Mahlzeiten keine &quot;Nahrungsmittel&quot; im Sinne des Anhangs H Kategorie 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG w&auml;ren. Denn dieses Verst&auml;ndnis der Grundlage m&uuml;sste auch bei der Auslegung des &sect; 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG in Verbindung mit der Anlage zum Gesetz mit der Folge ber&uuml;cksichtigt werden, dass die Entgelte daf&uuml;r nicht dem erm&auml;&szlig;igten Steuersatz unterl&auml;gen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Die Anwendung des erm&auml;&szlig;igten Steuersatzes ist eine Beg&uuml;nstigung, sodass es nach dem Zweck der Bestimmung nicht zwingend erscheint, als Nahrungsmittel im Sinne des Anhangs H Kategorie 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG auch Speisen oder Mahlzeiten anzusehen, die zum sofortigen Verzehr zu einem bestimmten Zeitpunkt zubereitet worden sind. Auch die Slowenien in Art. 129 Abs. 1 der MwStSystRL erteilte Erlaubnis, f&uuml;r die Zubereitung von Mahlzeiten einen erm&auml;&szlig;igten Steuersatz anzuwenden, kann m&ouml;glicherweise so verstanden werden, dass zum sofortigen Verzehr zubereitete Mahlzeiten nicht nach Anhang H Kategorie 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG beg&uuml;nstigt sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>43<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Gleiches gilt, soweit in Erw&auml;gungsgrund 3 der Richtlinie 2009\/47\/EG des Rates vom 5. Mai 2009 zur &Auml;nderung der Richtlinie 2006\/112\/EG in Bezug auf erm&auml;&szlig;igte Mehrwertsteuers&auml;tze (Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union &#8211;ABlEU&#8211; Nr. L 116\/18) und in Art. 55 und 57 der MwStSystRL in der Fassung der Richtlinie 2008\/8\/EG des Rates vom 12. Februar 2008 zur &Auml;nderung der Richtlinie 2006\/112\/EG bez&uuml;glich des Ortes der Dienstleistung (ABlEU Nr. L 44\/11) mit Wirkung ab dem 1. Januar 2010 die &quot;Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen&quot; genannt werden. Der Begriff &quot;Verpflegungsdienstleistungen&quot; ist in diesen Richtlinien nicht definiert. Es k&ouml;nnen damit m&ouml;glicherweise Speisen oder Mahlzeiten gemeint sein, die zum sofortigen Verzehr zubereitet worden sind und au&szlig;erhalb von Restaurants &uuml;berlassen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>44<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Zu Frage 2<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>45<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Der Senat geht davon aus, dass ein Partyservice-Unternehmen oder ein Catering-Unternehmen seinen Abnehmern gegen&uuml;ber eine einheitliche Leistung (Art. 2 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG) und nicht mehrere selbst&auml;ndige Hauptleistungen erbringt, und zwar unabh&auml;ngig davon, ob der Abnehmer au&szlig;er den Speisen nur eine oder mehrere der fakultativ angebotenen zus&auml;tzlichen Leistungen (z.B. Besteck, Geschirr, Stehtische oder Personal) in Anspruch nimmt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>46<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dabei kann es nach Auffassung des Senats auch keinen Unterschied machen, ob der Unternehmer nur eine Rechnung erteilt, in der er f&uuml;r jede Leistung den f&uuml;r sie geltenden Steuersatz anwendet oder ob er zwei Rechnungen erteilt und in der einen die Speisen zum erm&auml;&szlig;igten Steuersatz und in der anderen die &uuml;brigen Leistungen zum Regelsteuersatz auff&uuml;hrt (vgl. zur Bedeutung von getrennten Rechnungen aber EuGH-Urteil vom 11. Juni 2009 Rs. C-572\/07 &#8211;RLRE Tellmer Property&#8211;, BFH\/NV 2009, 1368, Randnr. 23).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>47<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage zu 2 ist nur entscheidungserheblich, wenn der EuGH die Rechtsauffassung des Senats teilt, dass die Kl&auml;gerin eine einheitliche Leistung (Art. 2 Nr. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG) erbringt. Denn anderenfalls w&auml;re die Sache spruchreif in dem Sinne, dass &#8211;entsprechend der Vorgehensweise der Kl&auml;gerin bei der Rechnungserteilung und in ihrer Umsatzsteuererkl&auml;rung&#8211; f&uuml;r jede Leistung der f&uuml;r sie geltende Steuersatz anzuwenden und der Klage stattzugeben w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>48<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Ist von einer einheitlichen Leistung auszugehen, dann w&auml;re die Klage abzuweisen, wenn die Frage zu 2 bejaht wird.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>49<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Denn wenn der Vorgang der Zubereitung als Dienstleistungselement zu ber&uuml;cksichtigen ist, w&auml;re nach Auffassung des Senats dabei &#8211;jedenfalls schon aus Praktikabilit&auml;tsgr&uuml;nden&#8211; nicht nach dem konkreten Arbeitsaufwand zu differenzieren, den die Herstellung der jeweiligen Speise erfordert hat. Vielmehr w&auml;re das in der Zubereitung liegende Dienstleistungselement typisierend als so gewichtig anzusehen, dass schon das Hinzutreten einer nicht nur unwesentlichen Nebenleistung, wie z.B. das &Uuml;berlassen von Besteck oder auch das Abholen der zur Nutzung &uuml;berlassenen Beh&auml;ltnisse, f&uuml;r die Annahme ausreichen w&uuml;rde, der Umsatz werde durch seine Dienstleistungselemente gepr&auml;gt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>50<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Der Senat h&auml;lt es f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, ob es dem Gemeinschaftsrecht entspricht, bei der Qualifizierung der einheitlichen Leistung eines Partyservice-Unternehmens den Vorgang der Zubereitung der Speisen aus verschiedenen Nahrungsmitteln zu einem neuen &quot;Gegenstand&quot; (Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG; &sect; 3 Abs. 1 UStG) als ein Dienstleistungselement zu ber&uuml;cksichtigen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>51<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Zwar kann sich die Auffassung, der Vorgang der Zubereitung sei im Rahmen der Gesamtw&uuml;rdigung als Dienstleistungselement zu ber&uuml;cksichtigen, auf den Wortlaut der Randnr. 13 des EuGH-Urteils Faaborg-Gelting Linien in Slg. 1996, I-2395, BStBl II 1998, 282 st&uuml;tzen. Es erscheint jedoch nicht zweifelsfrei, ob die Aussagen in diesem Urteil, das zu einem Restaurationsumsatz ergangen ist, losgel&ouml;st von dem konkreten Sachverhalt zu verstehen und auf die Leistungen eines Partyservice-Unternehmens oder eines Catering-Unternehmens &uuml;bertragbar sind, bei dem die Bewirtung der G&auml;ste nicht durch den leistenden Unternehmer, sondern den Leistungsempf&auml;nger erfolgt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>52<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wenn die verzehrfertig zubereiteten Speisen oder Mahlzeiten &quot;Gegenst&auml;nde&quot; sind, an denen dem Kunden mit der Auslieferung die Verf&uuml;gungsmacht verschafft wird (Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie 77\/388\/EWG), dann erscheint es jedenfalls nicht zwingend, diese Gegenst&auml;nde dann, wenn eine oder mehrere Leistungen mit Dienstleistungscharakter hinzukommen, wieder in die Elemente aufzuteilen, die in ihre Herstellung &#8211;untrennbar&#8211; eingegangen sind.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>53<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach dem EuGH-Urteil Hermann in Slg. 2005, I-2025, BFH\/NV Beilage 2005, 210 (Randnr. 22) sind im Rahmen der Qualifizierung einer einheitlichen Leistung solche Dienstleitungen, die mit der Vermarktung des Gegenstands notwendig verbunden sind, nicht als Dienstleistungselemente zu ber&uuml;cksichtigen. Dies wirft die Frage auf, ob und gegebenenfalls weshalb es gerechtfertigt ist, eine notwendig und untrennbar in die Herstellung des Gegenstands eingegangene Dienstleistung als Dienstleistungselement &quot;wieder aufleben&quot; zu lassen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>54<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) zu Frage 3<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>55<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach der oben zitierten Rechtsprechung des EuGH ist f&uuml;r die Qualifizierung einer einheitlichen Leistung, die sowohl Liefer- als auch Dienstleistungselemente enth&auml;lt, auf ihr Wesen oder das &uuml;berwiegende Element abzustellen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>56<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Wie der Sachverhalt des Streitfalles zeigt, sind bei einem Partyservice-Unternehmen oder bei einem Catering-Unternehmen aufgrund der individuellen Kundenw&uuml;nsche verschiedene Leistungskombinationen des Unternehmers denkbar. W&uuml;rde man bei der Qualifizierung der komplexen einheitlichen Leistung typisierend allein auf die Anzahl der Elemente mit Dienstleistungscharakter abstellen, w&auml;re dies zwar praktisch handhabbar und w&uuml;rde zu vorhersehbaren Ergebnissen f&uuml;hren. Diese Ergebnisse w&auml;ren aber nicht immer einleuchtend. W&uuml;rde z.B. zus&auml;tzlich zum Transport der Speisen zum Kunden entweder nur ein Stehtisch &uuml;berlassen oder w&uuml;rden die zur Nutzung &uuml;berlassenen Beh&auml;ltnisse wieder abgeholt, l&auml;gen bereits zwei Dienstleistungen vor.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>57<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die umsatzsteuerrechtliche Behandlung der Leistungen von Partyservice-Unternehmen betrifft eine Vielzahl von Unternehmern, sodass praxistaugliche Kriterien herausgearbeitet werden m&uuml;ssen, um zu vorhersehbaren Ergebnissen bei der Qualifizierung dieser Leistungen zu gelangen und Rechtssicherheit f&uuml;r die betroffenen Unternehmer zu gew&auml;hrleisten.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>58<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Der Senat h&auml;lt es in &Uuml;bereinstimmung mit der Rechtsauffassung der Beteiligten bei den Leistungen eines Partyservice-Unternehmens f&uuml;r eine praxistaugliche Abgrenzung, die einheitliche Leistung immer dann als Dienstleistung zu qualifizieren, wenn Bedienungspersonal &uuml;berlassen wird. In einem solchen Fall kann die Personal&uuml;berlassung als pr&auml;gend angesehen werden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>59<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Bei den &uuml;brigen der in Betracht kommenden Dienstleistungen neigt der Senat dazu, diese insbesondere dann nicht als pr&auml;gend oder dominierend anzusehen, wenn die Summe ihrer tats&auml;chlichen Kosten weit hinter den tats&auml;chlichen Kosten f&uuml;r die verzehrfertig zubereiteten Speisen zur&uuml;ckbleibt. Er ber&uuml;cksichtigt dabei einerseits, dass es sich bei den einzelnen Dienstleistungen bei isolierter Betrachtung jeweils nur um eine Nebenleistung der Speisenlieferung handelt. Er ist ferner der Auffassung, dass bei der Bedeutung eines Leistungselements im Rahmen einer Gesamtleistung aus der Sicht des Durchschnittsverbrauchers auch die anteilig darauf entfallenden tats&auml;chlichen Kosten eine Rolle spielen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>60<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Fraglich k&ouml;nnte sein, ob diese Betrachtungsweise mit der Rechtsprechung des EuGH vereinbar ist. Nach dem EuGH-Urteil vom 27. Oktober 2005 Rs. C-41\/04 &#8211;Levob Verzekeringen und OV Bank&#8211; (Slg. 2005, I-9433, BFH\/NV Beilage 2006, 38, Randnr. 28) k&ouml;nnen bei der Bestimmung der dominierenden Bestandteile einer komplexen Leistung u.a. auch die auf sie entfallenden Kosten relevant sein. Nach dem EuGH-Urteil vom 29. M&auml;rz 2007 Rs. C-111\/05 &#8211;Aktiebolaget NN&#8211; (Slg. 2007, I-2697, Randnr. 37) darf jedoch bei der Qualifizierung eines komplexen Umsatzes den Kosten allein keine ausschlaggebende Bedeutung zukommen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>61<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Im Streitfall belaufen sich in den umstrittenen Rechnungen die Preise f&uuml;r die Dienstleistungen, die in der Regel gesondert berechnet worden sind, &uuml;berwiegend auf deutlich weniger und nur selten auf mehr als 20 % der f&uuml;r die Speisen in Rechnung gestellten Preise. Danach d&uuml;rften die tats&auml;chlichen Kosten der Nebenleistungen in Form der &Uuml;berlassung von Besteck, Geschirr oder Stehtischen jedenfalls unter 30 % der Kosten f&uuml;r die verzehrfertig zubereiteten Speisen liegen. Sie bleiben damit weit hinter den Kosten f&uuml;r die Speisen zur&uuml;ck.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>62<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die Frage 3 ist f&uuml;r die Entscheidung des Streitfalles erheblich. Der Klage w&auml;re stattzugeben, wenn die Kosten der Nebenleistungen in die Qualifizierung der komplexen Leistungen einbezogen w&uuml;rden. Sie w&auml;re &#8211;jedenfalls im Wesentlichen&#8211; abzuweisen, wenn es allein auf die Anzahl der Leistungen mit Dienstleistungscharakter ank&auml;me.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>63<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Rechtsgrundlage f&uuml;r die Anrufung des EuGH ist Art. 234 Satz 3 des Vertrags zur Gr&uuml;ndung der Europ&auml;ischen Gemeinschaft. Die Aussetzung des Verfahrens beruht auf &sect; 121 Satz 1 i.V.m. &sect; 74 der Finanzgerichtsordnung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Entscheidung vom 15.10.2009, XI R 6\/08 EuGH-Vorlage zur Abgrenzung von Restaurationsleistungen (Dienstleistungen) und Lieferungen von Nahrungsmitteln &#8211; Zubereitung der Speisen oder Mahlzeiten als Dienstleistungselement &#8211; Ums&auml;tze eines Partyservice-Unternehmens Leits&auml;tze Dem EuGH werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt: 1. 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