{"id":14549,"date":"2012-12-20T02:46:15","date_gmt":"2012-12-20T00:46:15","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14549"},"modified":"2012-12-20T02:46:15","modified_gmt":"2012-12-20T00:46:15","slug":"vi-r-17-08-fehlgeschlagenes-mitarbeiterbeteiligungsprogramm-negativer-arbeitslohn-bewertung-rueckuebertragener-aktien-lohnsteuerabzug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-r-17-08-fehlgeschlagenes-mitarbeiterbeteiligungsprogramm-negativer-arbeitslohn-bewertung-rueckuebertragener-aktien-lohnsteuerabzug\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;R&nbsp;17\/08 &#8211; Fehlgeschlagenes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm &#8211; negativer Arbeitslohn &#8211; Bewertung r&uuml;ck&uuml;bertragener Aktien &#8211; Lohnsteuerabzug"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.9.2009, VI R 17\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Fehlgeschlagenes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm &#8211; negativer Arbeitslohn &#8211; Bewertung r&uuml;ck&uuml;bertragener Aktien &#8211; Lohnsteuerabzug<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Leits&auml;tze<\/p>\n<div>\n<p>1. Wird ein fehlgeschlagenes Mitarbeiteraktienprogramm r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, indem zuvor verg&uuml;nstigt erworbene Aktien an den Arbeitgeber zur&uuml;ckgegeben werden, liegen negative Einnahmen bzw. Werbungskosten vor.<\/p>\n<p>2. Die H&ouml;he des Erwerbsaufwands bemisst sich in einem solchen Fall nach dem urspr&uuml;nglich gew&auml;hrten geldwerten Vorteil; zwischenzeitlich eingetretene Wertver&auml;nderungen der Aktien sind unbeachtlich.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, in welcher H&ouml;he durch die R&uuml;ckgabe von im Wert gestiegenen Aktien negativer Arbeitslohn bei der Lohnsteuer-Anmeldung f&uuml;r Dezember 2006 zu ber&uuml;cksichtigen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist seit dem &#8230; b&ouml;rsennotiert. Der Emissionspreis f&uuml;r Privatanleger betrug 12 EUR pro Aktie. Im Vorfeld des B&ouml;rsenganges hatte die Kl&auml;gerin geplant, ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm auf Aktienbasis f&uuml;r ihre F&uuml;hrungskr&auml;fte aufzulegen. Dazu hatte sie einen Antrag auf Erteilung einer Anrufungsauskunft gem&auml;&szlig; &sect; 42e des Einkommensteuergesetzes (EStG) gestellt, mit der ihr best&auml;tigt werden sollte, dass als Bewertungsgrundlage f&uuml;r die Bewertung der im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms ausgegebenen Aktien ausschlie&szlig;lich das Stuttgarter Verfahren anzuwenden sei. Im Laufe des Verfahrens &uuml;ber die Anrufungsauskunft modifizierte die Kl&auml;gerin ihr Mitarbeiteraktienprogramm dahingehend, dass die den Mitarbeitern gew&auml;hrten Aktien zur&uuml;ckzu&uuml;bertragen seien, wenn die beantragte Anrufungsauskunft nicht bis zum 27. Oktober 2006 vorliege.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Mitarbeiter der Kl&auml;gerin erhielten Aktien zum Preis von 0,25 EUR pro Aktie. Die Anrufungsauskunft wurde jedoch nicht in der beantragten Form erteilt, da der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) die Auffassung vertrat, dass der zu versteuernde geldwerte Vorteil aus der verbilligten &Uuml;berlassung der Aktien nach dem B&ouml;rsenkurs f&uuml;r Privatanleger am Tag der B&ouml;rseneinf&uuml;hrung und damit in H&ouml;he von 11,75 EUR je Aktie zu bemessen sei. Am 27. November 2006 haben die teilnehmenden Mitarbeiter der Kl&auml;gerin das wirtschaftliche Eigentum an den Aktien auf einen Treuh&auml;nder, dessen Verm&ouml;gen der Kl&auml;gerin zuzurechnen ist, &uuml;bertragen. Zu diesem Zeitpunkt lag der Aktienkurs bei 16,24 EUR. Die Kl&auml;gerin ermittelte den durch die R&uuml;ck&uuml;bertragung entstandenen &quot;geldwerten Nachteil&quot; ihrer Mitarbeiter unter Zugrundelegung des gestiegenen B&ouml;rsenkurses und machte mit der Lohnsteuer-Anmeldung f&uuml;r Dezember 2006 negativen Arbeitslohn in H&ouml;he von 15,99 EUR je zugewendeter Aktie (16,24 EUR &#8211; 0,25 EUR &lt;Anschaffungskosten&gt;) geltend. Das FA versagte seine Zustimmung zu dieser Lohnsteuer-Anmeldung, die insgesamt einen Betrag in H&ouml;he von .\/. 135.526,81 EUR auswies, und erlie&szlig; eine ge&auml;nderte Lohnsteuer-Anmeldung, in der lediglich der urspr&uuml;nglich angesetzte geldwerte Vorteil in H&ouml;he von 11,75 EUR r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wurde. Das Finanzgericht (FG) wies die Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1280 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gt die Kl&auml;gerin die Verletzung materiellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das Urteil des FG Berlin-Brandenburg vom 19. M&auml;rz 2008&nbsp;&nbsp;12 K 9231\/07 und die Einspruchsentscheidung des FA vom 19. Juni 2007 aufzuheben sowie unter Ab&auml;nderung der Lohnsteuer-Anmeldung f&uuml;r Dezember 2006 vom 29. M&auml;rz 2007 die Lohnsteuer in H&ouml;he von 125.604,17 EUR und den Solidarit&auml;tszuschlag in H&ouml;he von 6.935,45 EUR als Erstattungsbetr&auml;ge festzusetzen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    die Revision zur&uuml;ckzuweisen.        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und daher zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat zu Recht darauf erkannt, dass die Kl&auml;gerin keinen Anspruch auf die Festsetzung des beantragten Erstattungsbetrags in der Lohnsteuer-Anmeldung f&uuml;r Dezember 2006 hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Zahlt ein Arbeitnehmer Arbeitslohn zur&uuml;ck, der dem Lohnsteuerabzug unterlegen hat, so bleibt der fr&uuml;her gezahlte Arbeitslohn zugeflossen (&sect; 11 Abs. 1 EStG; Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 7. November 2006 VI R 2\/05, BFHE 215, 481, BStBl II 2007, 315, m.w.N., und vom 7. Mai 2009 VI R 37\/08, BFHE 225, 106, BFH\/NV 2009, 1513). Die zur&uuml;ckgezahlten Betr&auml;ge sind vielmehr im Zeitpunkt der R&uuml;ckzahlung als negative Einnahmen oder Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigen (vgl. dazu Senatsurteile vom 4. Mai 2006 VI R 33\/03, BFHE 214, 92, BStBl II 2006, 911, und vom 5. Juli 2007 VI R 58\/05, BFHE 218, 320, BStBl II 2007, 774).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Sind Einnahmen nach &sect; 8 Abs. 1 EStG alle G&uuml;ter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und dem Steuerpflichtigen im Rahmen einer der Einkunftsarten des &sect; 2 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 bis 7 EStG zuflie&szlig;en, so erfordert umgekehrt die Annahme negativer Einnahmen, dass entsprechende G&uuml;ter beim Steuerpflichtigen abflie&szlig;en. Werbungskosten setzen nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG u.a. Aufwendungen des Steuerpflichtigen voraus. Des Weiteren sind Arbeitslohnr&uuml;ckzahlungen nur anzunehmen, wenn es sich um R&uuml;ckfl&uuml;sse an den Arbeitgeber handelt, sich der Vorgang also als &quot;actus contrarius&quot; zur Lohnzahlung darstellt. Denn nur dann setzt sich der Veranlassungszusammenhang mit dem Arbeitsverh&auml;ltnis bei den zur&uuml;ckgezahlten Betr&auml;gen fort (BFH-Urteil in BFHE 225, 106, BFH\/NV 2009, 1513).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Zahlt ein Steuerpflichtiger, dem Einnahmen zugeflossen sind, diese Einnahmen im gleichen Kalenderjahr ganz oder zum Teil an seinen Arbeitgeber zur&uuml;ck, kann der Arbeitgeber den als Lohn zu versteuernden laufenden Arbeitslohn (&sect; 39b Abs. 2 EStG) um die zur&uuml;ckgezahlten Betr&auml;ge k&uuml;rzen und die Lohnsteuer nur von dem die zur&uuml;ckgezahlten Betr&auml;ge &uuml;bersteigenden Arbeitslohn berechnen (Schmidt\/Drenseck, EStG, 28. Aufl., &sect; 39b Rz 8; Trzaskalik, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 39b Rz C 12).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Ausgehend von diesen Grunds&auml;tzen haben das FG und die Beteiligten die R&uuml;ck&uuml;bertragung der Aktien am 27. November 2006 auf den Treuh&auml;nder zutreffend als R&uuml;ckzahlung von Arbeitslohn behandelt und in der Lohnsteuer-Anmeldung f&uuml;r Dezember 2006 ber&uuml;cksichtigt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Das FG hat auch zu Recht den laufenden Arbeitslohn f&uuml;r Dezember 2006 in der Lohnsteuer-Anmeldung Dezember 2006 lediglich um den urspr&uuml;nglichen, aus der verbilligten &Uuml;berlassung der Aktien ermittelten geldwerten Vorteil in H&ouml;he von 11,75 EUR je Aktie gek&uuml;rzt. Nur in dieser H&ouml;he ist den am Mitarbeiteraktienprogramm teilnehmenden Arbeitnehmern durch die R&uuml;ckgabe der Aktien Erwerbsaufwand entstanden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Dies folgt aus dem Umstand, dass nach den unangefochtenen und damit bindenden Feststellungen des FG wegen des Eintritts der aufl&ouml;senden Bedingung &#8211;dem Ausbleiben der begehrten Anrufungsauskunft&#8211; die verbilligt ausgegebenen Mitarbeiteraktien von den Arbeitnehmern &quot;zur&uuml;ckzu&uuml;bertragen&quot; waren. Der R&uuml;ckgew&auml;hranspruch der Kl&auml;gerin richtet sich damit im Streitfall allein auf die &quot;gegenst&auml;ndliche&quot; R&uuml;ckgabe der konkret ausgegebenen Aktien. Eine Verpflichtung zum Ausgleich von Wertver&auml;nderungen haben sich die Beteiligten des Aktienprogramms nicht auferlegt. Die &quot;Modifizierung des Mitarbeiteraktienprogramms&quot; zielt vorliegend nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt vielmehr auf die Beseitigung der mit der Ausgabe der Aktien bewirkten Rechtsfolgen &quot;ex tunc&quot;. Folglich stellt sich die R&uuml;ckgabe der Papiere auch nur insoweit als &quot;actus contrarius&quot; zu einer Lohnzahlung und damit als durch das Arbeitsverh&auml;ltnis veranlasste negative Einnahme bzw. Erwerbsaufwand dar, als der urspr&uuml;nglich gew&auml;hrte geldwerte Vorteil zur&uuml;ckgegeben worden ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 225, 106, BFH\/NV 2009, 1513).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Dass das FA die H&ouml;he der negativen Einnahmen nicht nach dem gemeinen Wert der Aktien zum Zeitpunkt der R&uuml;ckgabe bemessen hat, stellt deshalb keinen Versto&szlig; gegen das objektive Nettoprinzip dar. Insbesondere ist die wirtschaftliche Leistungsf&auml;higkeit der am Mitarbeiteraktienprogramm teilnehmenden Arbeitnehmer durch die R&uuml;ckgabe der Aktien im Streitfall &#8211;entgegen der Auffassung der Kl&auml;gerin&#8211; nicht um den Saldo aus aktuellem Kurswert der Papiere in H&ouml;he von 16,24 EUR (&uuml;blicher Endpreis am Abgabeort bzw. gemeiner Wert) und den (historischen) Anschaffungskosten in H&ouml;he von 0,25 EUR gemindert worden. Ein solcher Verm&ouml;genszuwachs st&uuml;nde den Arbeitnehmern, selbst wenn sie ihn im Rahmen einer abredewidrigen Anteilsver&auml;u&szlig;erung realisiert h&auml;tten, nicht zu. Denn angesichts der &quot;gegenst&auml;ndlichen&quot; R&uuml;ckgabeverpflichtung w&auml;ren die Arbeitnehmer verpflichtet gewesen, den Ver&auml;u&szlig;erungserl&ouml;s bis auf ihre Anschaffungskosten in H&ouml;he von 0,25 EUR an den Arbeitgeber auszukehren, selbst wenn sie wegen des gestiegenen Aktienwertes einen Mehrerl&ouml;s erzielt h&auml;tten. Eine Verm&ouml;gensmehrung hat der gestiegene B&ouml;rsenkurs den Arbeitnehmern folglich nicht vermittelt. Im Ergebnis ersch&ouml;pft sich die R&uuml;ck&uuml;bertragung der Aktien in der R&uuml;ckgew&auml;hr des urspr&uuml;nglich zugewandten geldwerten Vorteils in H&ouml;he von 11,75 EUR je Aktie. Eine dar&uuml;ber hinausgehende wirtschaftliche Belastung vermag die R&uuml;ckabwicklung des Mitarbeiteraktienprogramms nicht zu bewirken, da die verbilligt erworbenen Aktien von Anbeginn an mit der &quot;gegenst&auml;ndlichen&quot; R&uuml;ckgabeverpflichtung belegt waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) &sect; 19a EStG in der im Streitjahr geltenden Fassung rechtfertigt das Begehren der Kl&auml;gerin ebenfalls nicht. Nach dieser Vorschrift besteht die steuerlich ma&szlig;gebliche Bereicherung des Arbeitnehmers bei der &Uuml;berlassung von Verm&ouml;gensbeteiligungen in H&ouml;he der Differenz zwischen dem gemeinen Wert der Beteiligung (&sect; 19a Abs. 2 Satz 1 EStG) und &#8211;bei verbilligter &Uuml;berlassung&#8211; der Zuzahlung des Arbeitnehmers (Breinersdorfer, in: Kirchhof\/S&ouml;hn\/Mellinghoff, EStG, &sect; 19a Rz B 13). Als Bewertungsma&szlig;stab f&uuml;r die Bemessung negativer Einnahmen kann die Vorschrift jedenfalls dann nicht herangezogen werden, wenn &#8211;wie im Streitfall&#8211; lediglich ein zuvor gew&auml;hrter geldwerter Vorteil r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden soll.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 17.9.2009, VI R 17\/08 Fehlgeschlagenes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm &#8211; negativer Arbeitslohn &#8211; Bewertung r&uuml;ck&uuml;bertragener Aktien &#8211; Lohnsteuerabzug Leits&auml;tze 1. Wird ein fehlgeschlagenes Mitarbeiteraktienprogramm r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, indem zuvor verg&uuml;nstigt erworbene Aktien an den Arbeitgeber zur&uuml;ckgegeben werden, liegen negative Einnahmen bzw. Werbungskosten vor. 2. 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