{"id":14608,"date":"2012-12-08T13:47:14","date_gmt":"2012-12-08T11:47:14","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14608"},"modified":"2012-12-08T13:47:14","modified_gmt":"2012-12-08T11:47:14","slug":"iv-r-8-9-07-gewerblicher-grundstueckshandel-bedingte-veraeusserungsabsicht-in-ein-objekt-faellen-nicht-ausreichend-geringe-indizwirkung-eines-engen-zeitlichen-zusammenhangs-zwischen-erwerb-oder-bebauu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-8-9-07-gewerblicher-grundstueckshandel-bedingte-veraeusserungsabsicht-in-ein-objekt-faellen-nicht-ausreichend-geringe-indizwirkung-eines-engen-zeitlichen-zusammenhangs-zwischen-erwerb-oder-bebauu\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;8,&nbsp;9\/07 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht in &quot;Ein-Objekt-F&auml;llen&quot; nicht ausreichend &#8211; geringe Indizwirkung eines engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Erwerb oder Bebauung und nachfolgender Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks sowie der Branchenn&auml;he des Ver&auml;u&szlig;erers &#8211; zur Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.2.2009, IV R 8, 9\/07; IV R 8\/07; IV R 9\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht in &quot;Ein-Objekt-F&auml;llen&quot; nicht ausreichend &#8211; geringe Indizwirkung eines engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Erwerb oder Bebauung und nachfolgender Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks sowie der Branchenn&auml;he des Ver&auml;u&szlig;erers &#8211; zur Nachhaltigkeit<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GbR, die Gesellschafter sind Eheleute. Der Gesellschafter A betreibt als Bauingenieur ein Planungsb&uuml;ro; zugleich ist er Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Firma Baugesch&auml;ft A. GmbH &#038; Co. KG (GmbH &#038; Co. KG) und Gesellschafter der A.-Bautr&auml;ger GmbH X und der A.-Bautr&auml;ger GmbH Y. Die Gesellschafterin B. A. ist Kommanditistin der GmbH &#038; Co. KG und Gesellschafterin der A.-Bautr&auml;ger GmbH Y.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die A.-Bautr&auml;ger GmbH Y erwarb mit notariellem Vertrag vom 9. Februar 1994 von der Stadt X ein unbebautes Grundst&uuml;ck f&uuml;r 124 560 DM. Am 2. November 1994 ver&auml;u&szlig;erte die GmbH das Grundst&uuml;ck an die Eheleute A. f&uuml;r 130 000 DM. Das Bauordnungsamt erteilte am 15. November 1994 die Baugenehmigung f&uuml;r die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit 13 Wohnungen auf diesem Grundst&uuml;ck. Am 8. Februar 1995 schlossen die Eheleute A. mit der GmbH &#038; Co. KG einen Werkvertrag &uuml;ber die Errichtung des Mehrfamilienhauses zum Festpreis von 1,7 Mio. DM. Das Geb&auml;ude wurde am 31. August 1995 fertig gestellt, die Schlussabnahme des Objektes fand am 28. September 1995 unter Beteiligung der sp&auml;teren Erwerber statt. Mit Vertrag vom 12. Oktober 1995 ver&auml;u&szlig;erten die Eheleute A. das Objekt an eine Erwerbergemeinschaft f&uuml;r 2,625 Mio. DM. Zu diesem Zeitpunkt waren 11 Wohnungen vermietet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Jahr 1998 fand bei der Kl&auml;gerin eine steuerliche Au&szlig;enpr&uuml;fung f&uuml;r 1995 statt. Der Pr&uuml;fer vertrat die Auffassung, es liege ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel vor, und ermittelte einen gewerblichen Gewinn von 673 284 DM. Gegen die im Anschluss an die Pr&uuml;fung erlassenen Bescheide (Gewerbesteuermessbescheid 1995 und Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung 1995) legte die Kl&auml;gerin Einspr&uuml;che ein, die der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) zur&uuml;ckwies. Das FA f&uuml;hrte aus, bei der Errichtung und Ver&auml;u&szlig;erung von Gro&szlig;objekten wie Mehrfamilienh&auml;usern liege unabh&auml;ngig von der Anzahl der Objekte ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel vor, wenn die T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen wirtschaftlich der eines Bautr&auml;gers entspreche.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen wandte sich die Kl&auml;gerin jeweils mit der Klage. Sie machte geltend, das Objekt habe der Alterssicherung ihrer Gesellschafter, der Eheleute A., dienen sollen. Es sei eine langfristige Finanzierung vorgenommen worden. Voraussetzung f&uuml;r die g&uuml;nstige Finanzierung sei gewesen, dass das Objekt f&uuml;r den sozialen Wohnungsbau zu vermieten gewesen sei. Die Genehmigung hierf&uuml;r sei auch erteilt worden. Bereits gegen Ende der Bauphase habe nahezu eine Vollvermietung erreicht werden k&ouml;nnen. Im September 1995 habe ein &ouml;rtlicher Makler im Wege eigener Initiativbem&uuml;hungen den Kontakt zu den sp&auml;teren Erwerbern, einer aus Freiberuflern bestehenden Investorengemeinschaft, hergestellt. Diese sei auf der Suche nach einem Abschreibungsobjekt gewesen. Hierf&uuml;r sei notwendiges Kriterium gewesen, dass das Objekt im gleichen Jahr erbaut worden sei und Nutzungen und Lasten noch 1995 auf die Erwerber h&auml;tten &uuml;bergehen k&ouml;nnen. Aufgrund der g&uuml;nstigen Kosten- und Vermietungssituation seien die Eheleute A. nur bereit gewesen, das Objekt zu mindestens dem 20fachen der Jahresrohmiete zu ver&auml;u&szlig;ern; &uuml;blicherweise orientiere sich der Kaufpreis am 12fachen der Rohmiete. Die Investoren h&auml;tten den geforderten Kaufpreis erbracht. Erstmals bei Abnahme des Objekts am 28. September 1995 sei mit den Investoren eine Begehung des Hauses erfolgt. Die Kl&auml;gerin habe die Ver&auml;u&szlig;erung der Verm&ouml;genssph&auml;re zugeordnet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die Klagen ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Hiergegen richten sich die Revisionen der Kl&auml;gerin, die auf die Verletzung materiellen Rechts gest&uuml;tzt sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die angefochtenen Urteile, die Einspruchsentscheidungen des FA vom 10. Februar 2004 sowie den Gewerbesteuermessbescheid 1995 vom 4. Juni 1999 und den Bescheid &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung 1995 vom 30. November 1998 aufzuheben.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revisionen als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die gem&auml;&szlig; &sect; 73 Abs. 1 Satz 1 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zu gemeinsamer Verhandlung und Entscheidung verbundenen Revisionen sind begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hren zur Aufhebung der Vorentscheidungen sowie zur Zur&uuml;ckverweisung der Sachen an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 FGO).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>A. Die Kl&auml;gerin ist auch hinsichtlich des Verfahrens &uuml;ber die gesonderte und einheitliche Gewinnfeststellung klagebefugt. Selbst wenn ihr Verm&ouml;gen mittlerweile an die Gesellschafter verteilt sein sollte, ist sie doch steuerverfahrensrechtlich noch nicht vollbeendigt, weil auch noch &uuml;ber die Gewerbesteuer zu entscheiden ist. Mithin besteht auch die Prozessstandschaft f&uuml;r das die Gewinnfeststellung betreffende Verfahren fort (Senatsbeschluss vom 12. April 2007 IV B 69\/05, BFH\/NV 2007, 1923).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>B. Das FG ist unter unzutreffenden rechtlichen Voraussetzungen zu dem Ergebnis gelangt, die Kl&auml;gerin habe Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt, insbesondere einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betrieben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 15 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ist Gewerbebetrieb eine selbst&auml;ndige und nachhaltige Bet&auml;tigung, die mit Gewinnerzielungsabsicht unternommen wird und sich als Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt. Dar&uuml;ber hinaus hat die Rechtsprechung das negative Erfordernis aufgestellt, dass es sich bei der T&auml;tigkeit nicht um private Verm&ouml;gensverwaltung handeln darf (vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 1. Dezember 2005 IV R 65\/04, BFHE 212, 106, BStBl II 2006, 259).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Feststellungen des FG erlauben nicht den Schluss, dass die Kl&auml;gerin beim Verkauf des von ihr errichteten Mehrfamilienhauses den Bereich der privaten Verm&ouml;gensverwaltung verlassen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom BFH f&uuml;r die Beurteilung der Gewerblichkeit von Grundst&uuml;cksverk&auml;ufen aufgestellte Drei-Objekt-Grenze (vgl. im Einzelnen Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10. Dezember 2001 GrS 1\/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.III.1. und 2. der Gr&uuml;nde) ist nicht &uuml;berschritten. Es liegt aber auch keiner der F&auml;lle vor, in denen wegen der Besonderheiten des Sachverhalts die Drei-Objekt-Grenze ausnahmsweise keine Rolle spielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Verkauft der Steuerpflichtige weniger als vier Grundst&uuml;cke, so kann nach den im Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291 niedergelegten Grunds&auml;tzen ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel nur unter besonderen Voraussetzungen vorliegen. Der Gro&szlig;e Senat des BFH hat dazu Beispiele angef&uuml;hrt. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass der Ver&auml;u&szlig;erer Aktivit&auml;ten zur Erh&ouml;hung des Grundst&uuml;ckswertes &#8211;wie etwa die Bebauung&#8211; zu einem Zeitpunkt entfaltet, zu dem zweifelsfrei erwiesen ist, dass das Grundst&uuml;ck aus seinem Verm&ouml;gen ausscheiden soll oder bereits ausgeschieden ist (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.III.5. der Gr&uuml;nde; BFH-Urteile vom 9. Dezember 2002 VIII R 40\/01, BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294, unter 3.b der Gr&uuml;nde; vom 15. April 2004 IV R 54\/02, BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.1.a bb der Gr&uuml;nde). Die Beispiele beruhen auf der Rechtsansicht, dass es der Drei-Objekt-Grenze nicht bedarf, wenn aufgrund objektiver Umst&auml;nde feststeht, dass die T&auml;tigkeiten, die in ihrer Gesamtheit das Merkmal der Nachhaltigkeit erf&uuml;llen, mit unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht ausge&uuml;bt worden sind (BFH-Urteile vom 18. September 2002 X R 183\/96, BFHE 200, 293, BStBl II 2003, 238, unter II.3.a der Gr&uuml;nde; in BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294, unter 3.b der Gr&uuml;nde; in BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.1.a bb der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Demgegen&uuml;ber hat das FG die Auffassung vertreten, der Bereich der privaten Verm&ouml;gensverwaltung k&ouml;nne &#8211;auch bei Nicht&uuml;berschreiten der Drei-Objekt-Grenze&#8211; schon dann &uuml;berschritten sein, wenn der Steuerpflichtige beim Erwerb oder der Bebauung des Grundst&uuml;cks jedenfalls eine bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht gehabt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Den Begriff der bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht hat die Rechtsprechung eingef&uuml;hrt, um dem Einwand des Steuerpflichtigen entgegenzutreten, er habe trotz Verkaufs von mehr als drei Objekten in einem Zeitraum von f&uuml;nf Jahren beim Erwerb oder der Bebauung die Absicht gehabt, diese im Wege der Verm&ouml;gensverwaltung (Selbstnutzung oder Vermietung) zu nutzen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 12. Juli 1991 III R 47\/88, BFHE 165, 498, BStBl II 1992, 143, m.w.N.). Hierin ersch&ouml;pft sich die Bedeutung der &quot;bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht&quot; (ebenso FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 12. September 2006&nbsp;&nbsp;3 K 3105\/03 G, Entscheidungen der Finanzgerichte &#8211;EFG&#8211; 2007, 686, Revision X R 41\/06).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Wenn das vorinstanzliche Urteil mehrfach betont, die Kl&auml;gerin habe das Grundst&uuml;ck jedenfalls mit bedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben und bebaut, so kann damit nicht (zugleich) eine unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht gemeint sein. Anders als in dem FG-Urteil, das dem BFH-Beschluss vom 12. September 2007 X B 192\/06 (BFH\/NV 2008, 68) zugrunde lag, sprechen im Streitfall die Urteilsgr&uuml;nde dagegen, dass sich das FG in der Lage gesehen h&auml;tte, eine zu den ma&szlig;geblichen Zeitpunkten bestehende unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht festzustellen. Das folgt u.a. daraus, dass das FG dem durch die Zeugenaussage ihres Steuerberaters best&auml;tigten Vorbringen der Kl&auml;gerin, Erwerb und Bebauung des Grundst&uuml;cks h&auml;tten der Alterssicherung der Gesellschafter dienen sollen, unter Berufung darauf, dass jedenfalls eine bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht bestanden habe, keine Bedeutung beigemessen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Das vom FG gefundene Ergebnis l&auml;sst sich auch nicht daraus herleiten, dass das Mehrfamilienhaus von der mit der Kl&auml;gerin verbundenen GmbH &#038; Co. KG errichtet wurde. Zwar hat der Gro&szlig;e Senat des BFH in seinem Beschluss in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291 darauf hingewiesen, auch der Umstand, dass das Bauunternehmen des das Grundst&uuml;ck bebauenden Steuerpflichtigen erhebliche Leistungen f&uuml;r den Bau erbringe, die nicht wie unter Fremden abgerechnet w&uuml;rden, k&ouml;nne f&uuml;r eine gewerbliche Bet&auml;tigung sprechen. Im Streitfall sind aber &#8211;abgesehen von Besonderheiten in der verm&ouml;gensm&auml;&szlig;igen Zuordnung des Grundst&uuml;cks&#8211; keine Anhaltspunkte daf&uuml;r vorhanden, dass die Leistungen der GmbH &#038; Co. KG nicht in fremd&uuml;blicher Weise abgerechnet worden w&auml;ren.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Die Sache ist nicht entscheidungsreif. Da das FG es f&uuml;r ausreichend hielt, dass die Gesellschafter der Kl&auml;gerin das verkaufte Geb&auml;ude mit bedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht errichtet haben, hat es keine Feststellungen dazu getroffen, ob die Umst&auml;nde des Falles den Schluss rechtfertigen, die Gesellschafter der Kl&auml;gerin h&auml;tten das Grundst&uuml;ck in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben oder bebaut. Das wird im zweiten Rechtsgang nachzuholen sein. Dem erkennenden Senat als Revisionsinstanz ist es dagegen verwehrt, die Relevanz der vom Vertreter des FA in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vorgelegten Unterlagen und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu &uuml;berpr&uuml;fen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Das FG wird bei seiner erneuten Entscheidung Folgendes zu beachten haben:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Wie sich aus dem Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291 (unter C.III.4. der Gr&uuml;nde) ergibt, kann das Vorhandensein einer unbedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht im Zeitpunkt des Erwerbs oder der Bebauung nicht allein aus dem zeitlichen Zusammenhang zwischen den jeweiligen Aktivit&auml;ten und der Ver&auml;u&szlig;erung hergeleitet werden. Gegenteiliges l&auml;sst sich auch nicht aus dem &#8211;vom FG zur St&uuml;tzung seiner Auffassung herangezogenen&#8211; Urteil des X. Senats des BFH vom 15. M&auml;rz 2005 X R 39\/03 (BFHE 209, 320, BStBl II 2005, 817) entnehmen. Der Senat verweist hierzu auf die Ausf&uuml;hrungen in seinem Urteil vom 27. November 2008 IV R 38\/06 (BFHE 223, 476, BFH\/NV 2009, 472). Auch wenn zwischen dem Erwerb oder der Bebauung einerseits und dem Sichtbarwerden des Ver&auml;u&szlig;erungsentschlusses andererseits nur wenige Wochen liegen, ist nicht ausgeschlossen, dass es w&auml;hrend dieser Zeit hinsichtlich der beabsichtigten Verwertung des Grundst&uuml;cks zu einem Sinneswandel gekommen ist. Mithin steht in diesen F&auml;llen nicht aufgrund objektiver Umst&auml;nde fest, dass der Grundbesitz mit der unbedingten Absicht erworben oder bebaut worden ist, ihn alsbald zu verkaufen. Nur wenn bereits andere Umst&auml;nde daf&uuml;r sprechen, dass schon beim Erwerb oder bei der Bebauung des Grundst&uuml;cks eine unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht bestand, kann die Indizwirkung dieser Umst&auml;nde durch die K&uuml;rze der zwischen Erwerb oder Bebauung und Verkauf liegenden Zeit verst&auml;rkt werden. Hiervon geht auch das Urteil des X. Senats des BFH vom 7. Mai 2008 X R 49\/04, BFHE 221, 144, BStBl II 2008, 711) aus, wenn es dem engen zeitlichen Zusammenhang zwischen Grundst&uuml;ckskauf, Bebauung und Ver&auml;u&szlig;erung lediglich neben der relativ kurzfristigen Finanzierung Indizwirkung daf&uuml;r beigemessen hat, dass eine langfristige private Verm&ouml;gensanlage nicht im Vordergrund gestanden habe (unter II.3.c der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Ist eine Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht im Zeitpunkt der Bebauung zu untersuchen, so ist hinsichtlich der Bestimmung des ma&szlig;geblichen Zeitpunktes nicht auf den Beginn der Bauarbeiten oder gar auf die Fertigstellung abzustellen, sondern auf den Zeitpunkt, in dem sich der Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer rechtlich bindet, etwa durch Abschluss der auf die Bebauung gerichteten Vertr&auml;ge (Senatsurteil vom 28. April 2005 IV R 17\/04, BFHE 209, 372, BStBl II 2005, 606, unter 1.b der Gr&uuml;nde). Soweit sich aus Tz. 28 des Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 26. M&auml;rz 2004 IV A 6 -S 2240- 46\/04 (BStBl I 2004, 434) eine andere Auffassung ergeben sollte, k&ouml;nnte der Senat dem aus den vorstehend genannten Gr&uuml;nden nicht folgen. Abgesehen davon ist diese Verwaltungsanweisung auf Verk&auml;ufe, die &#8211;wie im Streitfall&#8211; vor dem 31. Mai 2002 stattgefunden haben, nicht anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) In seinem Urteil in BFHE 200, 293, BStBl II 2003, 238 hat der X. Senat des BFH zu den Umst&auml;nden, die darauf schlie&szlig;en lassen, dass Anschaffung und Bebauung eines Grundst&uuml;cks in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht vorgenommen worden sind, die Tatsache gerechnet, dass bereits w&auml;hrend der Bauzeit ein Makler mit dem Verkauf beauftragt wird. Allerdings liegt es auf der Hand, dass allein aus der Beauftragung eins Maklers w&auml;hrend der Bauzeit nicht auf die Verkaufsabsicht zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt geschlossen werden kann. Au&szlig;erdem kommt hinzu, dass im Streitfall nach den bisherigen Feststellungen des FG der Makler auf eigene Initiative t&auml;tig geworden ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>d) Hinsichtlich der Frage, ob die Branchenn&auml;he der Gesellschafter ein Indiz daf&uuml;r darstellt, dass die Kl&auml;gerin den Bereich der privaten Verm&ouml;gensverwaltung verlassen haben k&ouml;nnte, ist Folgendes zu beachten: Auch ein Grundst&uuml;cksh&auml;ndler oder ein Bauunternehmer kann ein einzelnes Grundst&uuml;ck zum Zweck der dauerhaften Vermietung erwerben. Dementsprechend hat der BFH in seinem Urteil vom 14. M&auml;rz 1989 VIII R 373\/83 (BFHE 158, 214, BStBl II 1990, 1053) entschieden, auch dann, wenn der Steuerpflichtige einen Beruf des Baugewerbes aus&uuml;be, liege kein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel vor, wenn er nicht mehr als drei Grundst&uuml;cke ver&auml;u&szlig;ere. Hieran hat der BFH in der Folgezeit festgehalten (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 20. November 1990 VIII R 15\/87, BFHE 163, 66, BStBl II 1991, 345, zum Gesellschafter der ver&auml;u&szlig;ernden Personengesellschaft). Nach Ergehen des Beschlusses des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291 gilt dasselbe mit der Einschr&auml;nkung, dass bei Nicht&uuml;berschreiten der Drei-Objekt-Grenze aus anderen Beweisanzeichen auf das unzweifelhafte Vorliegen einer von Anfang an bestehenden Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht geschlossen werden kann (BFH-Urteil vom 23. Juli 2002 VIII R 19\/01, BFH\/NV 2002, 1571). Die Zugeh&ouml;rigkeit der Gesellschafter der ver&auml;u&szlig;ernden Personengesellschaft zur Baubranche kann demnach f&uuml;r sich genommen nur ein schwaches Beweisanzeichen f&uuml;r das Vorhandensein einer von vornherein existierenden Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht darstellen, dem allenfalls in Verbindung mit anderen Indizien Bedeutung zukommt. Hiervon ist der Fall zu unterscheiden, dass das bebaute und verkaufte Grundst&uuml;ck zum Betriebsverm&ouml;gen einer ohnehin bestehenden Bauunternehmung bzw. eines Bautr&auml;gers geh&ouml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>3. Sollte das FG bei seiner erneuten W&uuml;rdigung zu dem Schluss gelangen, dass die Gesellschafter das Grundst&uuml;ck in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben oder bebaut haben, wird auch erneut zu pr&uuml;fen sein, ob die in &sect; 15 Abs. 2 EStG aufgef&uuml;hrten Voraussetzungen f&uuml;r das Vorhandensein eines Gewerbebetriebs &#8211;insbesondere die Nachhaltigkeit&#8211; erf&uuml;llt sind. Hierzu weist der Senat auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Das Merkmal der Nachhaltigkeit dient dazu, nur gelegentliche Aktivit&auml;ten aus dem Bereich der gewerblichen T&auml;tigkeiten auszuschlie&szlig;en. Eine T&auml;tigkeit ist in der Regel dann nachhaltig, wenn sie auf Wiederholung angelegt ist, also eine Wiederholungsabsicht in der Weise besteht, dass weitere Gesch&auml;fte geplant sind (vgl. Senatsurteil in BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.2. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Allerdings kann ausnahmsweise eine Nachhaltigkeit selbst dann zu bejahen sein, wenn der Steuerpflichtige nur ein einziges Gesch&auml;ft oder einen einzigen (Ver&auml;u&szlig;erungs-)Vertrag abschlie&szlig;t und sich insoweit keine Wiederholungsabsicht feststellen l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Dies ist dann der Fall, wenn die Erf&uuml;llung dieses Gesch&auml;ftes oder Vertrages eine Vielzahl von unterschiedlichen Einzelt&auml;tigkeiten erfordert (vgl. BFH-Urteil in BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294). F&uuml;r den Fall, dass ein zu bebauendes Grundst&uuml;ck verkauft wird, hat der BFH au&szlig;erdem das Erfordernis aufgestellt, dass die ma&szlig;geblichen Aktivit&auml;ten mit dem Ziel entfaltet wurden, den Verkaufspreis zu erh&ouml;hen (Senatsurteil in BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.2. der Gr&uuml;nde a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Wie die Gr&uuml;nde des BFH-Urteils in BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294 zeigen, kann auch die Errichtung eines einzigen, aber ungew&ouml;hnlich aufw&auml;ndigen Geb&auml;udes als nachhaltig anzusehen sein, wobei der BFH einschr&auml;nkend darauf hingewiesen hat, dass f&uuml;r die Annahme der Nachhaltigkeit solche Einzelt&auml;tigkeiten nicht ausreichen, die beim Bau eines jeden Hauses erforderlich werden, gleichg&uuml;ltig ob es selbst genutzt, vermietet oder ver&auml;u&szlig;ert werden soll (BFH-Urteile in BFHE 209, 372, BStBl II 2005, 606, und vom 26. September 2006 X R 27\/03, BFH\/NV 2007, 412).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Ob infolge der Vielzahl und des Gewichts der vom Verk&auml;ufer im Hinblick auf die Bebauung entfalteten Aktivit&auml;ten die Gesamtt&auml;tigkeit als nachhaltig anzusehen ist, richtet sich nach dem &#8211;vom FG festzustellenden&#8211; Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse eines jeden Falles. Wie bei der Beurteilung der Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr ist darauf abzustellen, ob der Steuerpflichtige in einer Weise t&auml;tig geworden ist, die dem Bild eines Gewerbetreibenden &#8211;insbesondere eines Bauunternehmers oder eines Bautr&auml;gers&#8211; entspricht. Die H&ouml;he der Baukosten spielt im Rahmen dieser Gesamtw&uuml;rdigung nur als Beweisanzeichen eine Rolle. In seinem Urteil in BFHE 212, 106, BStBl II 2006, 259 ist der Senat davon ausgegangen, dass Baukosten von rd. 12,4 Mio. DM nicht so hoch sind, dass aus ihnen allein geschlossen werden m&uuml;sste, dass die Ver&auml;u&szlig;erin nachhaltig t&auml;tig geworden w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Im Streitfall neigt der Senat nach den bisherigen Feststellungen des FG zu der Annahme, dass die Kl&auml;gerin nicht nachhaltig t&auml;tig geworden ist. Die Baukosten beliefen sich lediglich auf 1,7 Mio. DM. Allerdings wies das Geb&auml;ude 13 Wohnungen auf. Damit ist jedoch nicht gesagt, dass die von den Gesellschaftern der Kl&auml;gerin vorgenommenen T&auml;tigkeiten wesentlich &uuml;ber das hinausgingen, was jeder Bauherr eines Hauses zu leisten hat. Insofern ist auch die relativ kurze Bauzeit von ca. sechs Monaten in Betracht zu ziehen. Der Streitfall weist nach den bisherigen Feststellungen des FG eine gewisse &Auml;hnlichkeit mit dem Fall auf, in dem der X. Senat des BFH die Nachhaltigkeit verneint hat (BFH-Urteil in BFH\/NV 2007, 412). Allerdings k&ouml;nnte sich das Gesamtbild &auml;ndern, wenn das FG im zweiten Rechtsgang zu dem Schluss gelangt, dass die Gesellschafter der Kl&auml;gerin bereits beim Erwerb oder der Bebauung die unbedingte Absicht zur Ver&auml;u&szlig;erung hatten. Dann k&ouml;nnten insbesondere die Bem&uuml;hungen um die Anwerbung von Mietern in die Betrachtung einzubeziehen sein. Auch der zwischen den Gesellschaftern der Kl&auml;gerin und den Erwerbern des Geb&auml;udes geschlossene Vertrag vom 12. Oktober 1995, der zwar als Kaufvertrag gestaltet ist, aber werkvertragliche Gew&auml;hrleistungsregelungen enth&auml;lt, wird unter dem Gesichtspunkt zu w&uuml;rdigen sein, ob sich aus ihm Anhaltspunkte daf&uuml;r ergeben, dass die T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin dem Bild eines Bauunternehmers oder Bautr&auml;gers entsprach.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.2.2009, IV R 8, 9\/07; IV R 8\/07; IV R 9\/07 Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht in &quot;Ein-Objekt-F&auml;llen&quot; nicht ausreichend &#8211; geringe Indizwirkung eines engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Erwerb oder Bebauung und nachfolgender Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks sowie der Branchenn&auml;he des Ver&auml;u&szlig;erers &#8211; zur Nachhaltigkeit Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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