{"id":14609,"date":"2012-12-08T13:47:16","date_gmt":"2012-12-08T11:47:16","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14609"},"modified":"2012-12-08T13:47:16","modified_gmt":"2012-12-08T11:47:16","slug":"iv-r-12-07-gewerblicher-grundstueckshandel-bedingte-veraeusserungsabsicht-in-ein-objekt-faellen-nicht-ausreichend-geringe-indizwirkung-eines-engen-zeitlichen-zusammenhangs-zwischen-erwerb-oder-bebauun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-12-07-gewerblicher-grundstueckshandel-bedingte-veraeusserungsabsicht-in-ein-objekt-faellen-nicht-ausreichend-geringe-indizwirkung-eines-engen-zeitlichen-zusammenhangs-zwischen-erwerb-oder-bebauun\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;12\/07 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht in &quot;Ein-Objekt-F&auml;llen&quot; nicht ausreichend &#8211; geringe Indizwirkung eines engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Erwerb oder Bebauung und nachfolgender Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks sowie der Branchenn&auml;he des Ver&auml;u&szlig;erers &#8211; zur Nachhaltigkeit"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.2.2009, IV R 12\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht in &quot;Ein-Objekt-F&auml;llen&quot; nicht ausreichend &#8211; geringe Indizwirkung eines engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Erwerb oder Bebauung und nachfolgender Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks sowie der Branchenn&auml;he des Ver&auml;u&szlig;erers &#8211; zur Nachhaltigkeit<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GbR, an der die Gesellschafter B. und N. je zur H&auml;lfte beteiligt waren. Der Gesellschafter B. war im Streitjahr Dachdeckermeister und Gesellschafter-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einer Dachdecker-GmbH. Er war au&szlig;erdem Gesellschafter eines Baustoffgro&szlig;handels und ferner an vier Bauherrengemeinschaften beteiligt. Der Gesellschafter N. war von Beruf Zimmerer. Er war als Angestellter einer unter seinem Namen firmierenden Finanzberatungs-OHG t&auml;tig. Au&szlig;erdem war er jeweils zur H&auml;lfte an zwei Bauherrengemeinschaften beteiligt, aus deren Bet&auml;tigung er nach eigenen Angaben negative Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung erzielte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin erwarb am 20. Dezember 1996 ein Grundst&uuml;ck und errichtete hierauf in den Jahren 1997 und 1998 ein Geb&auml;ude mit f&uuml;nf Gewerbe- und 20 Wohneinheiten. Dabei nahm sie &ouml;ffentliche Mittel der Wohnungsbauf&ouml;rderungsanstalt in Anspruch. Die Herstellungskosten beliefen sich insgesamt auf 4 761 582 DM (brutto). Die gesamte Wohn- und Nutzfl&auml;che dieses Objekts betr&auml;gt 2 218 qm; hiervon entfallen 1 600 qm auf die Wohnungen und 618 qm auf die Gewerbeeinheiten. Das Objekt wurde am 30. November 1998 fertig gestellt, die Fertigbauabnahme fand am 18. Dezember 1998 statt. Das gesamte Objekt wurde von der Kl&auml;gerin mit notariell beurkundetem Vertrag vom 22. Dezember 1998 an die X GbR zum Preis von 7 000 000 DM weiterver&auml;u&szlig;ert (Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn 1 172 783 DM). Zum Zeitpunkt des Verkaufs waren alle Einheiten des Objekts vermietet. Nach Verkauf des Objekts wurde die Kl&auml;gerin aufgel&ouml;st.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In ihrer Erkl&auml;rung zur gesonderten und einheitlichen Feststellung von Besteuerungsgrundlagen f&uuml;r das Streitjahr (1998) machte die Kl&auml;gerin bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung einen Werbungskosten&uuml;berschuss in H&ouml;he von 258 607 DM geltend, der je zur H&auml;lfte auf die beiden Feststellungsbeteiligten aufgeteilt werden sollte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte dieser Erkl&auml;rung unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen einer nachfolgenden Betriebspr&uuml;fung stellte sich der Pr&uuml;fer auf den Standpunkt, dass der enge zeitliche Zusammenhang zwischen Grundst&uuml;ckskauf, Bebauung und Weiterverkauf ein Anzeichen daf&uuml;r sei, dass eine Verkaufsabsicht bereits von Anfang an bestanden habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA folgte den Feststellungen und der Rechtsauffassung des Betriebspr&uuml;fers und erlie&szlig; einen nach &sect; 164 Abs. 2 der Abgabenordnung ge&auml;nderten Feststellungsbescheid f&uuml;r 1998. Darin stellte es Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb in H&ouml;he von 1 172 783 DM sowie Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse aus Vermietung und Verpachtung in H&ouml;he von 234 306 DM einheitlich fest und rechnete diese Eink&uuml;nfte den beiden Feststellungsbeteiligten je zur H&auml;lfte zu. Au&szlig;erdem erlie&szlig; das FA erstmals einen Gewerbesteuermessbescheid 1998.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Sowohl gegen den Feststellungsbescheid als auch gegen den Gewerbesteuermessbescheid legte die Kl&auml;gerin erfolglos Einspruch ein.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die gegen die Einspruchsentscheidungen erhobene Klage wies das Finanzgericht (FG) als unbegr&uuml;ndet ab. Die Entscheidung des FG vom 14. September 2005&nbsp;&nbsp;5 K 6950\/03 ist in Entscheidungen der Finanzgerichte (EFG) 2007, 1778 ver&ouml;ffentlicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen das Urteil des FG wendet sich die Kl&auml;gerin mit der Revision, mit der sie die Verletzung formellen und materiellen Rechts r&uuml;gt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                das angefochtene Urteil, die Einspruchsentscheidungen des FA vom 25. November 2003, den &Auml;nderungsbescheid betreffend die einheitliche und gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen 1998 vom 16. November 2001 sowie den Gewerbesteuermessbescheid 1998 vom 11. Januar 2002 aufzuheben.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>    <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils sowie zur Zur&uuml;ckverweisung an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>1. Die Klage ist zul&auml;ssig. Sie wurde urspr&uuml;nglich seitens der Kl&auml;gerin, vertreten durch ihre Gesellschafter, erhoben. Im Urteil des FG werden demgegen&uuml;ber die Gesellschafter als Kl&auml;ger bezeichnet. Dabei ist das FG offenbar davon ausgegangen, dass der voll beendeten Kl&auml;gerin keine Prozessstandschaft f&uuml;r ihre Gesellschafter mehr zustand. Das w&auml;re jedoch allenfalls insoweit zutreffend gewesen, als die Klage die Gewinnfeststellung betraf (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 22. November 1988 VIII R 90\/84, BFHE 155, 250, BStBl II 1989, 326, und VIII R 62\/85, BFHE 155, 322, BStBl II 1989, 359).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Hinsichtlich des Gewerbesteuermessbetrags war jedoch &#8211;entgegen dem Rubrum des FG-Urteils&#8211; weiterhin die GbR als Kl&auml;gerin anzusehen. Da die Schuldnerschaft der Gesellschaft &#8211;und damit deren gewerbesteuerrechtliche Rechtsf&auml;higkeit&#8211; grunds&auml;tzlich nicht durch die zivilrechtliche Vollbeendigung der Gesellschaft erlischt, ist auch nach Auskehrung des Aktivverm&ouml;gens ein Gewerbesteuermessbescheid zwar den Gesellschaftern bekannt zu geben, jedoch an die Gesellschaft als Schuldnerin der Gewerbesteuer zu richten (BFH-Urteil vom 13. Oktober 1998 VIII R 35\/95, BFH\/NV 1999, 445, unter II.2.a der Gr&uuml;nde). Demgem&auml;&szlig; steht auch die Klagebefugnis gegen den Gewerbesteuermessbescheid weiter der Personengesellschaft zu. Ist sie aber hinsichtlich der Gewerbesteuer als klagebefugt anzusehen, so beh&auml;lt sie nach der neueren Rechtsprechung des Senats auch die Prozessstandschaft hinsichtlich der Gewinnfeststellung (Senatsbeschluss vom 12. April 2007 IV B 69\/05, BFH\/NV 2007, 1923).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>2. Das FG ist unter unzutreffenden rechtlichen Voraussetzungen zu dem Ergebnis gelangt, dass die Kl&auml;gerin Eink&uuml;nfte aus Gewerbebetrieb erzielt, insbesondere einen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel betrieben habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Nach &sect; 15 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ist Gewerbebetrieb eine selbst&auml;ndige und nachhaltige Bet&auml;tigung, die mit Gewinnerzielungsabsicht unternommen wird und sich als Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt. Dar&uuml;ber hinaus hat die Rechtsprechung das negative Erfordernis aufgestellt, dass es sich bei der T&auml;tigkeit nicht um private Verm&ouml;gensverwaltung handeln darf (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 1. Dezember 2005 IV R 65\/04, BFHE 212, 106, BStBl II 2006, 259).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>a) Die Feststellungen des FG erlauben nicht den Schluss, dass die Kl&auml;gerin beim Verkauf des von ihr errichteten Mehrfamilienhauses den Bereich der privaten Verm&ouml;gensverwaltung verlassen hat.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Die vom BFH f&uuml;r die Beurteilung der Gewerblichkeit von Grundst&uuml;cksverk&auml;ufen aufgestellte Drei-Objekt-Grenze (vgl. im Einzelnen Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 10. Dezember 2001 GrS 1\/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.III.1. und 2. der Gr&uuml;nde) ist nicht &uuml;berschritten. Es liegt auch keiner der F&auml;lle vor, in denen wegen der Besonderheiten des Sachverhalts die Drei-Objekt-Grenze ausnahmsweise keine Rolle spielt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Verkauft der Steuerpflichtige weniger als vier Grundst&uuml;cke, so kann nach den im Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291 niedergelegten Grunds&auml;tzen ein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel nur unter besonderen Voraussetzungen vorliegen. Der Gro&szlig;e Senat des BFH hat dazu Beispiele angef&uuml;hrt. Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass der Ver&auml;u&szlig;erer Aktivit&auml;ten zur Erh&ouml;hung des Grundst&uuml;ckswertes &#8211;wie etwa die Bebauung&#8211; zu einem Zeitpunkt entfaltet, zu dem zweifelsfrei erwiesen ist, dass das Grundst&uuml;ck aus seinem Verm&ouml;gen ausscheiden soll oder bereits ausgeschieden ist (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.III.5. der Gr&uuml;nde; BFH-Urteile vom 9. Dezember 2002 VIII R 40\/01, BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294, unter 3.b der Gr&uuml;nde; vom 15. April 2004 IV R 54\/02, BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.1.a bb der Gr&uuml;nde). Die Beispiele beruhen auf der Rechtsansicht, dass es der Drei-Objekt-Grenze nicht bedarf, wenn aufgrund objektiver Umst&auml;nde feststeht, dass die T&auml;tigkeiten, die in ihrer Gesamtheit das Merkmal der Nachhaltigkeit erf&uuml;llen, mit unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht ausge&uuml;bt worden sind (BFH-Urteile vom 18. September 2002 X R 183\/96, BFHE 200, 293, BStBl II 2003, 238, unter II.3.a der Gr&uuml;nde; in BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294, unter 3.b der Gr&uuml;nde; in BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.1.a bb der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Demgegen&uuml;ber hat das FG die Auffassung vertreten, der Bereich der privaten Verm&ouml;gensverwaltung k&ouml;nne &#8211;auch bei Nicht&uuml;berschreiten der Drei-Objekt-Grenze&#8211; schon dann verlassen sein, wenn der Steuerpflichtige beim Erwerb oder der Bebauung des Grundst&uuml;cks jedenfalls eine bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht gehabt habe.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Den Begriff der bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht hat die Rechtsprechung eingef&uuml;hrt, um dem Einwand des Steuerpflichtigen entgegenzutreten, er habe trotz Verkaufs von mehr als drei Objekten in einem Zeitraum von f&uuml;nf Jahren beim Erwerb oder der Bebauung die Absicht gehabt, diese im Wege der Verm&ouml;gensverwaltung (Selbstnutzung oder Vermietung) zu nutzen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 12. Juli 1991 III R 47\/88, BFHE 165, 498, BStBl II 1992, 143, m.w.N.). Hierin ersch&ouml;pft sich die Bedeutung der &quot;bedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht&quot; (ebenso FG D&uuml;sseldorf, Urteil vom 12. September 2006&nbsp;&nbsp;3 K 3105\/03 G, EFG 2007, 686 Revision X R 41\/06).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Wenn das vorinstanzliche Urteil mehrfach betont, die Gesellschafter der Kl&auml;gerin h&auml;tten das Grundst&uuml;ck jedenfalls mit bedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben und bebaut, so kann damit nicht (zugleich) eine unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht gemeint sein. Anders als in dem FG-Urteil, das dem BFH-Beschluss vom 12. September 2007 X B 192\/06 (BFH\/NV 2008, 68) zugrunde lag, sprechen im Streitfall die Urteilsgr&uuml;nde dagegen, dass sich das FG in der Lage gesehen h&auml;tte, eine zu den ma&szlig;geblichen Zeitpunkten bestehende unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht festzustellen. Das folgt u.a. daraus, dass das FG dem Umstand keine Bedeutung zugemessen hat, dass eine Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks durch das Erfordernis der Zustimmung seitens der Wohnungsbauf&ouml;rderungsanstalt einerseits und der &Uuml;bernahme des von der Kl&auml;gerin akzeptierten Belegungsrechts des Landkreises seitens des &Uuml;bernehmers andererseits erschwert war.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>b) Die Sache ist nicht entscheidungsreif. Da das FG es f&uuml;r ausreichend hielt, dass die Gesellschafter der Kl&auml;gerin das verkaufte Geb&auml;ude mit bedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht errichtet haben, hat es keine Feststellungen dazu getroffen, ob die Umst&auml;nde des Falles den Schluss rechtfertigen, die Gesellschafter der Kl&auml;gerin h&auml;tten das Grundst&uuml;ck in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben oder bebaut. Das wird im zweiten Rechtsgang nachzuholen sein. Dabei wird das FG Folgendes zu beachten haben.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Wie sich aus dem Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291 (unter C.III.4. der Gr&uuml;nde) ergibt, kann das Vorhandensein einer unbedingten Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht im Zeitpunkt des Erwerbs oder der Bebauung nicht allein aus dem zeitlichen Zusammenhang zwischen den jeweiligen Aktivit&auml;ten und der Ver&auml;u&szlig;erung hergeleitet werden. Gegenteiliges l&auml;sst sich auch nicht aus dem &#8211;vom FG zur St&uuml;tzung seiner Auffassung herangezogenen&#8211; Urteil des X. Senats des BFH vom 15. M&auml;rz 2005 X R 39\/03 (BFHE 209, 320, BStBl II 2005, 817) entnehmen. Der Senat verweist hierzu auf die Ausf&uuml;hrungen in seinem Urteil vom 27. November 2008 IV R 38\/06 (BFHE 223, 476, BFH\/NV 2009, 472). Auch wenn zwischen dem Erwerb oder der Bebauung einerseits und dem Sichtbarwerden des Ver&auml;u&szlig;erungsentschlusses andererseits nur wenige Wochen liegen, ist nicht ausgeschlossen, dass es w&auml;hrend dieser Zeit hinsichtlich der beabsichtigten Verwertung des Grundst&uuml;cks zu einem Sinneswandel gekommen ist. Mithin steht in diesen F&auml;llen nicht aufgrund objektiver Umst&auml;nde fest, dass der Grundbesitz mit der unbedingten Absicht erworben oder bebaut worden ist, ihn alsbald zu verkaufen. Nur wenn bereits andere Umst&auml;nde daf&uuml;r sprechen, dass schon beim Erwerb oder bei der Bebauung des Grundst&uuml;cks eine unbedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht bestand, kann die Indizwirkung dieser Umst&auml;nde durch die K&uuml;rze der zwischen Erwerb oder Bebauung und Verkauf liegenden Zeit verst&auml;rkt werden. Hiervon geht auch das Urteil des X. Senats des BFH vom 7. Mai 2008 X R 49\/04 (BFHE 221, 144, BStBl II 2008, 711) aus, wenn es dem engen zeitlichen Zusammenhang zwischen Grundst&uuml;ckskauf, Bebauung und Ver&auml;u&szlig;erung lediglich neben der relativ kurzfristigen Finanzierung Indizwirkung daf&uuml;r beigemessen hat, dass eine langfristige private Verm&ouml;gensanlage nicht im Vordergrund gestanden habe (unter II.3.c der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Ist eine Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht im Zeitpunkt der Bebauung zu untersuchen, so ist hinsichtlich der Bestimmung des ma&szlig;geblichen Zeitpunktes nicht auf den Beginn der Bauarbeiten oder gar auf die Fertigstellung abzustellen, sondern auf den Zeitpunkt, in dem sich der Grundst&uuml;ckseigent&uuml;mer rechtlich bindet, etwa durch Abschluss der auf die Bebauung gerichteten Vertr&auml;ge (Senatsurteil vom 28. April 2005 IV R 17\/04, BFHE 209, 372, BStBl II 2005, 606, unter 1.b der Gr&uuml;nde). Soweit sich aus Tz. 28 des Schreibens des Bundesministeriums der Finanzen vom 26. M&auml;rz 2004 IV A 6 -S 2240- 46\/04 (BStBl I 2004, 434) eine andere Auffassung ergeben sollte, k&ouml;nnte der Senat dem aus den vorstehend genannten Gr&uuml;nden nicht folgen. Abgesehen davon ist diese Verwaltungsanweisung auf Verk&auml;ufe, die &#8211;wie im Streitfall&#8211; vor dem 31. Mai 2002 stattgefunden haben, nicht anzuwenden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>cc) Als Indiz f&uuml;r eine gewerbliche T&auml;tigkeit der Kl&auml;gerin ist nicht der Umstand zu werten, dass ihre Gesellschafter neben ihrem Engagement in der Kl&auml;gerin an verschiedenen anderen Bauherrengemeinschaften beteiligt waren. Insbesondere h&auml;tte die Kl&auml;gerin den Bereich der privaten Verm&ouml;gensverwaltung nicht bereits dann verlassen, wenn ihre Gesellschafter &#8211;wenn auch zum Teil im Rahmen anderer Gesellschaften&#8211; mehr als drei Objekte ver&auml;u&szlig;ert und somit die vom BFH f&uuml;r die Beurteilung der Gewerblichkeit von Grundst&uuml;cksverk&auml;ufen aufgestellte sog. Drei-Objekt-Grenze (vgl. im Einzelnen Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291, unter C.III.1. und 2. der Gr&uuml;nde) &uuml;berschritten haben sollten (vgl. Senatsurteil vom 17. Dezember 2008 IV R 85\/06, BFHE 224, 84, BFH\/NV 2009, 477).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>dd) Hinsichtlich der Frage, ob die Branchenn&auml;he der Gesellschafter ein Indiz daf&uuml;r darstellt, dass die Kl&auml;gerin den Bereich der privaten Verm&ouml;gensverwaltung verlassen haben k&ouml;nnte, ist Folgendes zu beachten: Auch ein Grundst&uuml;cksh&auml;ndler oder ein Bauunternehmer kann ein einzelnes Grundst&uuml;ck zum Zweck der dauerhaften Vermietung erwerben. Dementsprechend hat der BFH in seinem Urteil vom 14. M&auml;rz 1989 VIII R 373\/83 (BFHE 158, 214, BStBl II 1990, 1053) entschieden, auch dann, wenn der Steuerpflichtige einen Beruf des Baugewerbes aus&uuml;be, liege kein gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel vor, wenn er nicht mehr als drei Grundst&uuml;cke ver&auml;u&szlig;ere. Hieran hat der BFH in der Folgezeit festgehalten (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 20. November 1990 VIII R 15\/87, BFHE 163, 66, BStBl II 1991, 345, zum Gesellschafter der ver&auml;u&szlig;ernden Personengesellschaft). Nach Ergehen des Beschlusses des Gro&szlig;en Senats des BFH in BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291 gilt dasselbe mit der Einschr&auml;nkung, dass bei Nicht&uuml;berschreiten der Drei-Objekt-Grenze aus anderen Beweisanzeichen auf das unzweifelhafte Vorliegen einer von Anfang an bestehenden Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht geschlossen werden kann (BFH-Urteil vom 23. Juli 2002 VIII R 19\/01, BFH\/NV 2002, 1571). Die Zugeh&ouml;rigkeit der Gesellschafter der ver&auml;u&szlig;ernden Personengesellschaft zur Baubranche kann demnach f&uuml;r sich genommen nur ein schwaches Beweisanzeichen f&uuml;r das Vorhandensein einer von vornherein existierenden Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht darstellen, dem allenfalls in Verbindung mit anderen Indizien Bedeutung zukommt. Hiervon ist der Fall zu unterscheiden, dass das bebaute und verkaufte Grundst&uuml;ck zum Betriebsverm&ouml;gen einer ohnehin bestehenden Bauunternehmung bzw. eines Bautr&auml;gers geh&ouml;rt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>c) Sollte das FG bei seiner erneuten W&uuml;rdigung zu dem Schluss gelangen, dass die Gesellschafter das Grundst&uuml;ck in unbedingter Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht erworben oder bebaut haben, wird auch erneut zu pr&uuml;fen sein, ob die in &sect; 15 Abs. 2 EStG aufgef&uuml;hrten Voraussetzungen f&uuml;r das Vorhandensein eines Gewerbebetriebs &#8211;insbesondere die Nachhaltigkeit&#8211; erf&uuml;llt sind. Hierzu weist der Senat auf Folgendes hin:<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>aa) Das Merkmal der Nachhaltigkeit dient dazu, nur gelegentliche Aktivit&auml;ten aus dem Bereich der gewerblichen T&auml;tigkeiten auszuschlie&szlig;en. Eine T&auml;tigkeit ist in der Regel dann nachhaltig, wenn sie auf Wiederholung angelegt ist, also eine Wiederholungsabsicht in der Weise besteht, dass weitere Gesch&auml;fte geplant sind (vgl. Senatsurteil in BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.2. der Gr&uuml;nde).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>bb) Allerdings kann ausnahmsweise eine Nachhaltigkeit selbst dann zu bejahen sein, wenn der Steuerpflichtige nur ein einziges Gesch&auml;ft oder einen einzigen (Ver&auml;u&szlig;erungs-)Vertrag abschlie&szlig;t und sich insoweit keine Wiederholungsabsicht feststellen l&auml;sst.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(1) Dies ist dann der Fall, wenn die Erf&uuml;llung dieses Gesch&auml;ftes oder Vertrages eine Vielzahl von unterschiedlichen Einzelt&auml;tigkeiten erfordert (vgl. BFH-Urteil in BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294). F&uuml;r den Fall, dass ein zu bebauendes Grundst&uuml;ck verkauft wird, hat der BFH au&szlig;erdem das Erfordernis aufgestellt, dass die ma&szlig;geblichen Aktivit&auml;ten mit dem Ziel entfaltet wurden, den Verkaufspreis zu erh&ouml;hen (Senatsurteil in BFHE 206, 90, BStBl II 2004, 868, unter II.2. der Gr&uuml;nde a.E.).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(2) Wie die Gr&uuml;nde des BFH-Urteils in BFHE 201, 180, BStBl II 2003, 294 zeigen, kann auch die Errichtung eines einzigen, aber ungew&ouml;hnlich aufw&auml;ndigen Geb&auml;udes als nachhaltig anzusehen sein, wobei der BFH einschr&auml;nkend darauf hingewiesen hat, dass f&uuml;r die Annahme der Nachhaltigkeit solche Einzelt&auml;tigkeiten nicht ausreichen, die beim Bau eines jeden Hauses erforderlich werden, gleichg&uuml;ltig ob es selbst genutzt, vermietet oder ver&auml;u&szlig;ert werden soll (BFH-Urteile in BFHE 209, 372, BStBl II 2005, 606, und vom 26. September 2006 X R 27\/03, BFH\/NV 2007, 412).<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(3) Ob infolge der Vielzahl und des Gewichts der vom Verk&auml;ufer im Hinblick auf die Bebauung entfalteten Aktivit&auml;ten die Gesamtt&auml;tigkeit als nachhaltig anzusehen ist, richtet sich nach dem &#8211;vom FG festzustellenden&#8211; Gesamtbild der Verh&auml;ltnisse eines jeden Falles. Wie bei der Beurteilung der Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr ist darauf abzustellen, ob der Steuerpflichtige in einer Weise t&auml;tig geworden ist, die dem Bild eines Gewerbetreibenden &#8211;insbesondere eines Bauunternehmers oder eines Bautr&auml;gers&#8211; entspricht. Die H&ouml;he der Baukosten spielt im Rahmen dieser Gesamtw&uuml;rdigung nur als Beweisanzeichen eine Rolle. In seinem Urteil in BFHE 212, 106, BStBl II 2006, 259 ist der Senat davon ausgegangen, dass Baukosten von rd. 12,4 Mio. DM nicht so hoch sind, dass aus ihnen allein geschlossen werden m&uuml;sste, dass die Ver&auml;u&szlig;erin nachhaltig t&auml;tig geworden w&auml;re.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>(4) Im Streitfall wird das FG insbesondere pr&uuml;fen, ob der Umstand, dass die Kl&auml;gerin sowohl Wohnungen als auch Gewerbeeinheiten errichtet hat, einen Planungsaufwand erforderte, wie er gew&ouml;hnlich nicht von jedem Bauherrn, sondern nur von einem Bauunternehmer oder Bautr&auml;ger zu erwarten ist.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p> <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 19.2.2009, IV R 12\/07 Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht in &quot;Ein-Objekt-F&auml;llen&quot; nicht ausreichend &#8211; geringe Indizwirkung eines engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Erwerb oder Bebauung und nachfolgender Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks sowie der Branchenn&auml;he des Ver&auml;u&szlig;erers &#8211; zur Nachhaltigkeit Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Die Kl&auml;gerin und Revisionskl&auml;gerin (Kl&auml;gerin) ist eine GbR, an der die Gesellschafter &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-12-07-gewerblicher-grundstueckshandel-bedingte-veraeusserungsabsicht-in-ein-objekt-faellen-nicht-ausreichend-geringe-indizwirkung-eines-engen-zeitlichen-zusammenhangs-zwischen-erwerb-oder-bebauun\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;12\/07 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel: Bedingte Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht in &quot;Ein-Objekt-F&auml;llen&quot; nicht ausreichend &#8211; geringe Indizwirkung eines engen zeitlichen Zusammenhangs zwischen Erwerb oder Bebauung und nachfolgender Ver&auml;u&szlig;erung des Grundst&uuml;cks sowie der Branchenn&auml;he des Ver&auml;u&szlig;erers &#8211; zur Nachhaltigkeit<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14609","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14609","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14609"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14609\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14609"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14609"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14609"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}