{"id":14622,"date":"2012-12-08T13:47:13","date_gmt":"2012-12-08T11:47:13","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14622"},"modified":"2012-12-08T13:47:13","modified_gmt":"2012-12-08T11:47:13","slug":"i-b-157-08-anforderungen-an-die-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung-hemmung-des-anlaufs-der-festsetzungsfrist-gegenueber-dem-steuerschuldner-bei-nichtabgabe-der-steueranmeldung-durch-den-entricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/i-b-157-08-anforderungen-an-die-darlegung-der-grundsaetzlichen-bedeutung-hemmung-des-anlaufs-der-festsetzungsfrist-gegenueber-dem-steuerschuldner-bei-nichtabgabe-der-steueranmeldung-durch-den-entricht\/","title":{"rendered":"I&nbsp;B&nbsp;157\/08 &#8211; Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung &#8211; Hemmung des Anlaufs der Festsetzungsfrist gegen&uuml;ber dem Steuerschuldner bei Nichtabgabe der Steueranmeldung durch den Entrichtungsschuldner &#8211; Anwendung des &sect; 170 Abs. 1 AO bei Kapitalertragsteuer in F&auml;llen fehlender Einkommensteuerpflicht"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.2.2009, I B 157\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung &#8211; Hemmung des Anlaufs der Festsetzungsfrist gegen&uuml;ber dem Steuerschuldner bei Nichtabgabe der Steueranmeldung durch den Entrichtungsschuldner &#8211; Anwendung des &sect; 170 Abs. 1 AO bei Kapitalertragsteuer in F&auml;llen fehlender Einkommensteuerpflicht<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Die Beteiligten streiten dar&uuml;ber, ob der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) einen Anspruch auf Erstattung von Kapitalertragsteuer hat. Die Sache befindet sich im zweiten Rechtsgang.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger wohnte in den Streitjahren (1995 und 1996) in den USA und hatte in Deutschland weder einen Wohnsitz noch seinen gew&ouml;hnlichen Aufenthalt. Er war Mitglied einer Erbengemeinschaft nach der verstorbenen X. Die Eink&uuml;nfte der Erbengemeinschaft wurden f&uuml;r die Streitjahre erstmals mit Bescheiden vom 22. Februar 2002 gesondert und einheitlich festgestellt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In den Feststellungsbescheiden wurden dem Kl&auml;ger u.a. Eink&uuml;nfte aus Kapitalverm&ouml;gen zugerechnet. Diese Eink&uuml;nfte wurden in den Einkommensteuerbescheiden des Kl&auml;gers nicht erfasst, da der Kl&auml;ger nach &uuml;bereinstimmender Ansicht der Beteiligten mit ihnen nicht beschr&auml;nkt steuerpflichtig war. Auf die gegen&uuml;ber dem Kl&auml;ger festgesetzte Einkommensteuer wurde keine Kapitalertragsteuer angerechnet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit Schreiben vom 19. Februar 2002 beantragte der Kl&auml;ger unter Hinweis auf die abgegebenen Feststellungserkl&auml;rungen, ihm die auf seine Kapitaleink&uuml;nfte entfallende &#8211;zutreffend einbehaltene und abgef&uuml;hrte&#8211; Kapitalertragsteuer nebst Solidarit&auml;tszuschlag zu erstatten. Diesen Antrag lehnte der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) ab. Der deshalb erhobene Einspruch des Kl&auml;gers hatte keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf die daraufhin erhobene Klage erlie&szlig; das Finanzgericht (FG) ein Urteil, mit dem es das FA zu einer antragsgem&auml;&szlig;en Erstattung verpflichtete. Dieses Urteil hob der beschlie&szlig;ende Senat auf die Revision des FA hin auf. Er f&uuml;hrte aus, dass der Kl&auml;ger nach der gegebenen Bescheidlage die geltend gemachte Erstattung nicht erhalten k&ouml;nne. Doch m&uuml;sse das FG pr&uuml;fen, ob der Kl&auml;ger einen Anspruch auf Erlass eines Freistellungsbescheides habe. Zu diesem Zweck wurde die Sache an das FG zur&uuml;ckverwiesen (Senatsurteil vom 28. Juni 2006 I R 47\/05, BFH\/NV 2007, 2).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im zweiten Rechtsgang wies das FG die Klage ab. Dem Kl&auml;ger k&ouml;nne der begehrte Freistellungsbescheid nicht gew&auml;hrt werden, da die Festsetzungsfrist nicht gewahrt sei. Diese Frist habe mit der Anmeldung der Kapitalertragsteuer durch die Schuldnerin der Kapitalertr&auml;ge begonnen und sei in dem Zeitpunkt, in dem der Kl&auml;ger erstmals eine Erstattung begehrt habe, abgelaufen gewesen. Die Revision gegen sein Urteil lie&szlig; das FG nicht zu.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Nichtzulassungsbeschwerde macht der Kl&auml;ger geltend, dass die Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nrn. 1 und 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zuzulassen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA tritt der Nichtzulassungsbeschwerde entgegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzul&auml;ssig. Der Kl&auml;ger hat einen Grund f&uuml;r die Zulassung der Revision nicht in der gebotenen Form dargelegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach &sect; 115 Abs. 2 FGO ist die Revision gegen ein Urteil des FG u.a. dann zuzulassen, wenn die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung hat (Nr. 1) oder die Fortbildung des Rechts eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) erfordert (Nr. 2). Wird auf einen dieser Gr&uuml;nde eine Nichtzulassungsbeschwerde gest&uuml;tzt, so muss der Zulassungsgrund in der Beschwerdebegr&uuml;ndung dargelegt werden (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO). Fehlt es daran und wird auch kein anderer Zulassungsgrund dargelegt, so ist die Nichtzulassungsbeschwerde unzul&auml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Im Streitfall macht der Kl&auml;ger zum einen geltend, dass die Rechtssache grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO habe. Zur Darlegung dieses Zulassungsgrundes sind indessen Ausf&uuml;hrungen dazu erforderlich, dass im konkreten Fall eine Rechtsfrage entscheidungserheblich ist, die im allgemeinen Interesse der Kl&auml;rung bedarf (BFH-Beschl&uuml;sse vom 24. Januar 2008 X B 87\/07, BFH\/NV 2008, 605; vom 29. Februar 2008 XI B 208\/07, XI B 209\/07, BFH\/NV 2008, 1174). Solche Ausf&uuml;hrungen enth&auml;lt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Der Senat hat im ersten Rechtsgang entschieden, dass der Kl&auml;ger die begehrte Steuererstattung im Anschluss an das Ergehen eines Freistellungsbescheides erhalten k&ouml;nne, dass er die Erteilung eines solchen Bescheids beantragt habe und dass die Voraussetzungen f&uuml;r dessen Erlass noch zu pr&uuml;fen seien. Diese Vorgabe war f&uuml;r das FG bindend (&sect; 126 Abs. 5 FGO). Sie muss auch der Entscheidung &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde zu Grunde gelegt werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ein Freistellungsbescheid ist gem&auml;&szlig; &sect; 155 Abs. 1 Satz 3 der Abgabenordnung (AO) Steuerbescheid. Es ergibt sich daher unmittelbar aus dem Gesetz (&sect; 169 Abs. 1 Satz 1 AO), dass er nicht erlassen werden darf, wenn die Festsetzungsfrist abgelaufen ist. Dass diese Frage einer Kl&auml;rung durch ein Revisionsverfahren bed&uuml;rfe, macht der Kl&auml;ger denn auch nicht geltend. Er meint lediglich, dass der Streitfall im Zusammenhang mit der Bestimmung der Festsetzungsfrist Fragen von grunds&auml;tzlicher Bedeutung aufwerfe. Insbesondere h&auml;lt er f&uuml;r kl&auml;rungsbed&uuml;rftig und im Streitfall kl&auml;rungsf&auml;hig, wann die hier ma&szlig;gebliche Festsetzungsfrist begonnen hat. Sein Vortrag dazu gen&uuml;gt den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO jedoch nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Das gilt zum einen insoweit, als der Kl&auml;ger in Zweifel zieht, dass sich der Beginn der Festsetzungsfrist &#8211;wie vom FG angenommen&#8211; im Grundsatz nach &sect; 170 Abs. 1 AO bestimmt. Der Kl&auml;ger tr&auml;gt dazu sinngem&auml;&szlig; vor, die in jener Vorschrift enthaltene Ankn&uuml;pfung an die Entstehung der Steuer k&ouml;nne im Streitfall nicht greifen, da mangels beschr&auml;nkter oder unbeschr&auml;nkter Einkommensteuerpflicht eine Steuer gar nicht entstanden sei. Er geht aber nicht darauf ein, dass &sect; 44 Abs. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) im Hinblick auf die Kapitalertragsteuer eigenst&auml;ndig einen Entstehungszeitpunkt definiert und dabei nur an den Zufluss des Kapitalertrags, nicht aber an das Bestehen einer Steuerpflicht des Gl&auml;ubigers ankn&uuml;pft. Es ist jedenfalls nicht ohne weiteres erkennbar, weshalb diese gesetzliche Regelungslage bei der Anwendung des &sect; 170 Abs. 1 AO au&szlig;er Betracht bleiben sollte. Dazu w&auml;ren deshalb im Rahmen der Beschwerdebegr&uuml;ndung n&auml;here Ausf&uuml;hrungen notwendig gewesen. Der Kl&auml;ger weist indessen nur darauf hin, dass die von ihm aufgeworfene Frage vom BFH noch nicht entschieden worden sei; das reicht zur Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache nicht aus (BFH-Beschluss vom 15. Januar 2008 VIII B 222\/06, BFH\/NV 2008, 753, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Entsprechendes gilt im Hinblick auf den Vortrag des Kl&auml;gers, im Streitfall sei der Anlauf der Festsetzungsfrist nach &sect; 170 Abs. 2 Nr. 1 AO bis zum Ablauf des Jahres 2002 gehemmt gewesen, da die Erbengemeinschaft erst in diesem Jahr Feststellungserkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre abgegeben habe. Denn nach der Rechtsprechung des Senats besagt &sect; 170 Abs. 2 Nr. 1 AO im Zusammenhang mit der Kapitalertragsteuer, dass die Festsetzungsfrist gehemmt wird, solange der Schuldner der Kapitalertr&auml;ge die ihm obliegende Steueranmeldung (&sect; 45a Abs. 1 Satz 1 EStG) nicht abgibt (Senatsurteil vom 29. Januar 2003 I R 10\/02, BFHE 202, 1, BStBl II 2003, 687); daraus folgt zugleich, dass in diesem Bereich die Abgabe der Kapitalertragsteuer-Anmeldung das f&uuml;r die Anwendung des &sect; 170 Abs. 2 Nr. 1 AO ma&szlig;gebliche Ereignis ist. Dazu hat das FG indessen mit bindender Wirkung (&sect; 118 Abs. 2 FGO) festgestellt, dass im Streitfall die Schuldnerin der Kapitalertr&auml;ge die Kapitalertragsteuer jeweils am F&auml;lligkeitstag angemeldet hat. Vor diesem Hintergrund ist nicht erkennbar, inwieweit die f&uuml;r die Kapitalertragsteuer ma&szlig;gebliche Festsetzungsfrist zus&auml;tzlich durch die Pflicht der Erbengemeinschaft zur Abgabe einer Feststellungserkl&auml;rung beeinflusst sein k&ouml;nnte; das gilt umso mehr, als die Kapitalertragsteuer sich unstreitig nicht auf der gesonderten Feststellung unterliegende Eink&uuml;nfte des Kl&auml;gers bezieht. Der Kl&auml;ger h&auml;tte daher erl&auml;utern m&uuml;ssen, weshalb sich aus seiner Sicht in diesem Bereich eine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage stellt. Eine solche Erl&auml;uterung enth&auml;lt die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht; der allgemein gehaltene Vortrag, dass die Handhabung seitens des FG zu einer &quot;sachwidrigen L&ouml;sung&quot; f&uuml;hre, reicht insoweit nicht aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers zu dem seiner Ansicht nach einschl&auml;gigen Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 26. Oktober 1992 (BStBl I 1992, 693) zeigen ebenfalls keine kl&auml;rungsbed&uuml;rftige und im Streitfall kl&auml;rungsf&auml;hige Rechtsfrage auf. Auf Ausf&uuml;hrungen dazu wird gem&auml;&szlig; &sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO verzichtet. Dasselbe gilt im Hinblick auf den Vortrag des Kl&auml;gers zur Zulassung der Revision zum Zweck der Rechtsfortbildung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 10.2.2009, I B 157\/08 Anforderungen an die Darlegung der grunds&auml;tzlichen Bedeutung &#8211; Hemmung des Anlaufs der Festsetzungsfrist gegen&uuml;ber dem Steuerschuldner bei Nichtabgabe der Steueranmeldung durch den Entrichtungsschuldner &#8211; Anwendung des &sect; 170 Abs. 1 AO bei Kapitalertragsteuer in F&auml;llen fehlender Einkommensteuerpflicht Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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