{"id":14757,"date":"2012-12-08T14:20:22","date_gmt":"2012-12-08T12:20:22","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14757"},"modified":"2012-12-08T14:20:22","modified_gmt":"2012-12-08T12:20:22","slug":"vi-b-105-08-nachweis-des-lebensmittelpunkts-bei-doppelter-haushaltsfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-105-08-nachweis-des-lebensmittelpunkts-bei-doppelter-haushaltsfuehrung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;105\/08 &#8211; Nachweis des Lebensmittelpunkts bei doppelter Haushaltsf&uuml;hrung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.3.2009, VI B 105\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Nachweis des Lebensmittelpunkts bei doppelter Haushaltsf&uuml;hrung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zwischen den Beteiligten ist im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung 2002 streitig, ob die Voraussetzungen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung vorliegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Beschwerde ist als unzul&auml;ssig zu verwerfen. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) haben weder den geltend gemachten Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) noch den behaupteten Verfahrensmangel in einer den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Weise dargelegt (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Darlegung des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung der Rechtssache (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) verlangt substantiierte Ausf&uuml;hrungen zur Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit einer hinreichend bestimmten Rechtsfrage, die im konkreten Streitfall voraussichtlich auch kl&auml;rbar ist und deren Beurteilung von der Kl&auml;rung einer zweifelhaften oder umstrittenen Rechtslage abh&auml;ngig ist (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25. August 2006 VIII B 13\/06, BFH\/NV 2006, 2122). Daran fehlt es im Streitfall. Wenn die Kl&auml;ger vorbringen, dass das Finanzgericht (FG) &uuml;bersehen habe, dass der Mittelpunkt der Lebensinteressen der Kl&auml;ger und ihrer Familie nicht in A (Deutschland), sondern in Italien liege, weil dort die Tochter und &#8211;vorwiegend auch&#8211; die Kl&auml;gerin sowie in Frei- und Ferienzeiten der Sohn lebe, ist damit keine kl&auml;rungsf&auml;hige und kl&auml;rungsbed&uuml;rftige Rechtsfrage dargelegt. Der Vortrag der Kl&auml;ger zielt vielmehr auf die Sachverhaltsw&uuml;rdigung der Vorinstanz. Dabei verkennen sie jedoch, dass die tatrichterliche &Uuml;berzeugungsbildung, die Tatsachen- und Sachverhaltsw&uuml;rdigung sowie die diesbez&uuml;glichen Schlussfolgerungen der Tatsacheninstanz nur insoweit revisibel sind, als Verst&ouml;&szlig;e gegen die Verfahrensordnung, gegen Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss&auml;tze vorliegen (&sect; 96 Abs. 1 FGO; vgl. dazu BFH-Beschluss vom 4. September 2007 VI B 53\/06, BFH\/NV 2007, 2326; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 118 Rz 30). Davon kann im Streitfall jedoch nicht ausgegangen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Mit dem Vorbringen der Kl&auml;ger, das FG habe Zweifel am Sachvortrag nicht durch eine weitere Aufkl&auml;rung des Sachverhalts behoben, sondern zu ihrem Nachteil ausgelegt, ist auch keine schl&uuml;ssige Verfahrensr&uuml;ge erhoben. Dem FG h&auml;tten &#8211;so die Kl&auml;ger&#8211; umfangreiche Beweismittel vorgelegen, aus denen sich ergebe, dass der Kl&auml;ger die in Italien bestehenden und weiter unterhaltenen pers&ouml;nlichen Beziehungen gepflegt habe. Au&szlig;erdem h&auml;tten sie nachgewiesen, dass der gemeinsame Haushalt dort nie aufgel&ouml;st worden sei. Das FG habe hieraus jedoch nicht geschlossen, dass der Familienwohnsitz der Kl&auml;ger in Italien liege, sondern den Angaben der Kl&auml;gerin zu den Italienaufenthalten wegen vermeintlicher Unstimmigkeiten keinen Glauben geschenkt. Dieses Vorbringen l&auml;sst keinen Versto&szlig; des FG gegen &sect; 96 Abs. 1 FGO erkennen. Die Kl&auml;ger wenden sich auch insoweit letztlich gegen die Beweisw&uuml;rdigung durch die Vorinstanz. Die Grunds&auml;tze der Beweisw&uuml;rdigung sind revisionsrechtlich aber dem materiellen Recht zuzuordnen und deshalb einer &Uuml;berpr&uuml;fung im Rahmen einer Nichtzulassungsbeschwerde entzogen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 22. April 2008 X B 64\/07, BFH\/NV 2008, 1345). Auch einen Sachaufkl&auml;rungsmangel (&sect; 76 Abs. 1 FGO) des FG haben die Kl&auml;ger nicht schl&uuml;ssig ger&uuml;gt. Hierf&uuml;r w&auml;ren Ausf&uuml;hrungen dazu erforderlich gewesen, welche Tatsachen das FG h&auml;tte aufkl&auml;ren m&uuml;ssen, welche entscheidungserheblichen Tatsachen sich bei einer weiteren Sachaufkl&auml;rung voraussichtlich ergeben h&auml;tten, inwiefern eine weitere Aufkl&auml;rung des Sachverhalts auf der Grundlage des materiell-rechtlichen Standpunkts des FG zu einer anderen Entscheidung h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen und aus welchen Gr&uuml;nden sich dem FG unter Ber&uuml;cksichtigung seines Rechtsstandpunkts die Notwendigkeit einer weiteren Aufkl&auml;rung des Sachverhalts h&auml;tte aufdr&auml;ngen m&uuml;ssen (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschluss vom 28. Juli 2004 IX B 136\/03, BFH\/NV 2005, 43, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Von einer weiteren Begr&uuml;ndung sieht der Senat ab (&sect; 116 Abs. 5 Satz 2 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 4.3.2009, VI B 105\/08 Nachweis des Lebensmittelpunkts bei doppelter Haushaltsf&uuml;hrung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Zwischen den Beteiligten ist im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung 2002 streitig, ob die Voraussetzungen einer doppelten Haushaltsf&uuml;hrung vorliegen. 2&nbsp; 1. Die Beschwerde ist als unzul&auml;ssig zu verwerfen. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) haben weder den geltend gemachten Zulassungsgrund der grunds&auml;tzlichen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-105-08-nachweis-des-lebensmittelpunkts-bei-doppelter-haushaltsfuehrung\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">VI&nbsp;B&nbsp;105\/08 &#8211; Nachweis des Lebensmittelpunkts bei doppelter Haushaltsf&uuml;hrung<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14757","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14757","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14757"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14757\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14757"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14757"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14757"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}