{"id":14758,"date":"2012-12-08T14:38:28","date_gmt":"2012-12-08T12:38:28","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14758"},"modified":"2012-12-08T14:38:28","modified_gmt":"2012-12-08T12:38:28","slug":"x-b-146-08-gesamtergebnis-des-verfahrens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-146-08-gesamtergebnis-des-verfahrens\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;146\/08 &#8211; Gesamtergebnis des Verfahrens"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.3.2009, X B 146\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Gesamtergebnis des Verfahrens<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ger&uuml;gten Verfahrensfehler liegen nicht vor bzw. wurden nicht entsprechend den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ger&uuml;gt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Vergeblich r&uuml;gt der Kl&auml;ger, das Finanzgericht (FG) habe den Sachverhalt nicht ausreichend erforscht (&sect; 76 Abs. 1 FGO). Der Kl&auml;ger, der diese R&uuml;ge mit dem Vorbringen begr&uuml;ndet, das FG habe Beweisantr&auml;ge &uuml;bergangen, l&auml;sst dabei au&szlig;er Acht, dass es sich insoweit um eine verzichtbare R&uuml;ge handelt (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 101, m.w.N.). Somit h&auml;tte er diese R&uuml;ge bereits in der m&uuml;ndlichen Verhandlung geltend machen m&uuml;ssen (Senatsbeschluss vom 16. Juli 2008 X B 202\/07, BFH\/NV 2008, 1681; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 103).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Auch die vom Kl&auml;ger weiter erhobene R&uuml;ge, das FG habe entgegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO seiner &Uuml;berzeugungsbildung nicht das Gesamtergebnis des Verfahrens zugrunde gelegt, rechtfertigt nicht die Zulassung der Revision.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO hat das FG seiner &Uuml;berzeugungsbildung das Gesamtergebnis des Verfahrens, also den gesamten konkretisierten Prozessstoff zugrunde zu legen; insbesondere ist der Inhalt der vorgelegten Akten und das Vorbringen der Prozessbeteiligten vollst&auml;ndig und einwandfrei zu ber&uuml;cksichtigen. Ein Versto&szlig; gegen &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO ist ein Verfahrensmangel i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 FGO (z.B. Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 25. September 2007 IX B 199\/06, BFH\/NV 2008, 26, m.w.N.). Das FG verletzt &sect; 96 Abs. 1 Satz 1 FGO, wenn es bei seiner &Uuml;berzeugungsbildung von einem Sachverhalt ausgeht, der nicht durch ausreichende tats&auml;chliche Feststellungen getragen wird (vgl. BFH-Urteil vom 6. Dezember 1995 I R 111\/94, BFH\/NV 1996, 554).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Ein solcher Verfahrensfehler liegt nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Seine R&uuml;ge begr&uuml;ndet der Kl&auml;ger mit der Behauptung, das FG habe nicht gekl&auml;rt, ob seine Beteiligungen an Kapitalgesellschaften unmittelbar f&uuml;r eigenbetriebliche Zwecke genutzt worden seien und dazu bestimmt gewesen seien, die gewerbliche Bet&auml;tigung des Einzelunternehmers entscheidend zu f&ouml;rdern, oder dazu gedient h&auml;tten, den Absatz von Produkten des Einzelunternehmers zu gew&auml;hrleisten. F&uuml;r die Annahme von notwendigem Betriebsverm&ouml;gen gen&uuml;ge nicht die Unterhaltung von Gesch&auml;ftsbeziehungen, wie sie &uuml;blicherweise auch mit anderen Unternehmen best&uuml;nden. Vielmehr liege eine unmittelbar eigenbetrieblichen Zwecken dienende Nutzung nur dann vor, wenn die Beteiligung dazu bestimmt sei, die gewerbliche, branchengleiche Bet&auml;tigung des Unternehmers entscheidend zu f&ouml;rdern. Die Ausf&uuml;hrungen in den Entscheidungsgr&uuml;nden des Urteils der Vorinstanz, der Kl&auml;ger habe sich mit Herrn B zusammengeschlossen, um in den neuen Bundesl&auml;ndern Immobiliengesch&auml;fte abzuwickeln, sei eine reine Sachverhaltsunterstellung, die keinesfalls durch ausreichende tats&auml;chliche Feststellungen getragen werde. Gleiches gelte f&uuml;r die weitere Annahme des FG, zun&auml;chst habe zwischen dem Kl&auml;ger und Herrn B eine GbR bestanden, sp&auml;ter seien dann GmbHs gegr&uuml;ndet bzw. eine Vielzahl von Beteiligungen erworben worden. Eine weitere Sachverhaltsunterstellung bestehe darin, dass das FG davon ausgehe, der Kl&auml;ger habe die Gesellschaftszwecke einer GmbH durch aktive T&auml;tigkeit im Rahmen seines Einzelunternehmens gef&ouml;rdert. Ohne jeden Anhaltspunkt habe das Gericht zu Unrecht eine irgendwie geartete T&auml;tigkeit des Kl&auml;gers als Makler, Projektierer, Promotor, Baubetreuer oder in sonstiger Weise unterstellt und v&ouml;llig offengelassen, welche T&auml;tigkeit der Kl&auml;ger in concreto entfaltet habe. Rechtsfehlerhaft sei das FG auch davon ausgegangen, dass der Kl&auml;ger nach den Gesamtumst&auml;nden des Einzelfalles zumindest mittelbar im Immobiliebereich t&auml;tig gewesen sei. Auch sei er nicht &#8211;wie vom FG angenommen&#8211; &quot;langj&auml;hriger&quot; Partner von Herrn B gewesen und das partnerschaftliche Verh&auml;ltnis habe sich gerade nicht auf den Immobilienbereich bezogen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dieser Vortrag zeigt keinen Verfahrensmangel auf. Vielmehr r&uuml;gt der Kl&auml;ger der Sache nach eine fehlerhafte Beweisw&uuml;rdigung durch das FG. Eine solche bedeutet aber grunds&auml;tzlich einen Versto&szlig; gegen materielles Recht, der &#8211;selbst wenn er vorliegt&#8211; nicht zur Zulassung der Revision f&uuml;hren kann (st&auml;ndige Rechtsprechung, z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 19. Juni 1998 IX B 13\/98, BFH\/NV 1999, 58; vom 12. M&auml;rz 2002 VIII B 2\/01, BFH\/NV 2002, 1273).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.3.2009, X B 146\/08 Gesamtergebnis des Verfahrens Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Die vom Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) ger&uuml;gten Verfahrensfehler liegen nicht vor bzw. wurden nicht entsprechend den Anforderungen des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 der Finanzgerichtsordnung (FGO) ger&uuml;gt. 2&nbsp; 1. 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