{"id":14762,"date":"2012-12-08T14:38:29","date_gmt":"2012-12-08T12:38:29","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14762"},"modified":"2012-12-08T14:38:29","modified_gmt":"2012-12-08T12:38:29","slug":"x-b-226-08-bildung-von-ansparruecklagen-fuer-mehrere-wirtschaftsgueter-unzulaessigkeit-von-sammelbuchungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-226-08-bildung-von-ansparruecklagen-fuer-mehrere-wirtschaftsgueter-unzulaessigkeit-von-sammelbuchungen\/","title":{"rendered":"X&nbsp;B&nbsp;226\/08 &#8211; Bildung von Ansparr&uuml;cklagen f&uuml;r mehrere Wirtschaftsg&uuml;ter &#8211; Unzul&auml;ssigkeit von Sammelbuchungen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.3.2009, X B 226\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Bildung von Ansparr&uuml;cklagen f&uuml;r mehrere Wirtschaftsg&uuml;ter &#8211; Unzul&auml;ssigkeit von Sammelbuchungen<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) macht zwar geltend, der Streitfall habe grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) sei zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO). Seine Beschwerdebegr&uuml;ndung erf&uuml;llt jedoch nicht die Darlegungserfordernisse des &sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Der Kl&auml;ger f&uuml;hrt nicht in der gebotenen Weise aus, dass die Voraussetzungen des Zulassungsgrundes der grunds&auml;tzlichen Bedeutung erf&uuml;llt sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Grunds&auml;tzliche Bedeutung i.S. des &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO kommt einer Rechtssache nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH zu, wenn die f&uuml;r die Beurteilung des Streitfalles ma&szlig;gebliche Rechtsfrage das abstrakte Interesse der Allgemeinheit an der einheitlichen Entwicklung und Handhabung des Rechts ber&uuml;hrt, d.h. wenn die Beantwortung der Rechtsfrage aus Gr&uuml;nden der Rechtssicherheit, der Rechtseinheitlichkeit und\/oder Rechtsentwicklung im allgemeinen Interesse liegt (Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 23). Der Beschwerdef&uuml;hrer hat zu begr&uuml;nden, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage strittig ist, was eine Auseinandersetzung mit der zu dieser Rechtsfrage vorhandenen Rechtsprechung und Literatur erfordert (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 32).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Vortrag des Kl&auml;gers erf&uuml;llt diese Voraussetzungen nicht. Zwar formuliert der Kl&auml;ger die Rechtsfrage, &quot;ob f&uuml;r die Inanspruchnahme der Gewinn mindernden R&uuml;cklage gem. &sect; 7g EStG in denjenigen F&auml;llen, in denen die Anzahl und Auswahl der zu investierenden Vermietungsgegenst&auml;nde, von einem in der Zukunft liegenden Ereignis (hier einer &auml;rztlichen Verordnung) abh&auml;ngt, die spezifizierte Benennung eines einzelnen Wirtschaftsgutes vom Gesetz gefordert ist; und damit bestimmte Unternehmer von der Gewinn mindernden R&uuml;cklage ausgeschlossen werden sollen&quot;. Er tr&auml;gt jedoch nicht vor, in welchem Umfang, von welcher Seite und aus welchen Gr&uuml;nden die Beantwortung der Rechtsfrage streitig ist, sondern f&uuml;hrt lediglich an, soweit ersichtlich, liege hierzu keine h&ouml;chstrichterliche Entscheidung vor. Damit l&auml;sst sein Vortrag nicht erkennen, warum die Beantwortung der aufgeworfenen Rechtsfrage im allgemeinen Interesse liegen soll.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im &Uuml;brigen ist die vom Kl&auml;ger aufgeworfene Rechtsfrage durch die Rechtsprechung bereits beantwortet. Der BFH leitet aus der gesetzlichen Regelung ab, dass grunds&auml;tzlich f&uuml;r jedes Wirtschaftsgut, das voraussichtlich angeschafft oder hergestellt werden soll, eine gesonderte R&uuml;cklage zu bilden ist. Dementsprechend sind bei mehreren k&uuml;nftigen Investitionen die einzelnen R&uuml;cklagen in der Buchf&uuml;hrung prinzipiell getrennt zu behandeln (BFH-Urteil vom 12. Dezember 2001 XI R 13\/00, BFHE 197, 448, BStBl II 2002, 385, unter II.1.a, m.w.N.). Sammelbuchungen f&uuml;r mehrere Wirtschaftsg&uuml;ter sind daher &#8211;wie sich insbesondere auch aus &sect; 7g Abs. 3 Satz 3 Nr. 3 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ergebe&#8211; in aller Regel ausgeschlossen. Sei indessen die Anschaffung mehrerer vollkommen gleichartiger Wirtschaftsg&uuml;ter geplant, so k&ouml;nne ausnahmsweise eine Sammelbuchung dann f&uuml;r gen&uuml;gend erachtet werden, wenn die Summe der voraussichtlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht &uuml;ber den f&uuml;r einen einzelnen Bilanzstichtag in &sect; 7g Abs. 3 Satz 5 EStG statuierten H&ouml;chstbetrag der beg&uuml;nstigten Investitionen hinausgehe (Senatsurteil vom 11. Oktober 2007 X R 1\/06, BFHE 219, 151, BStBl II 2008, 119).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Auch die Ausf&uuml;hrungen des Kl&auml;gers zum Zulassungsgrund in &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO sind nicht hinreichend substantiiert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Eine Entscheidung des BFH zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung ist erforderlich, wenn das Finanzgericht (FG) mit einem das angegriffene Urteil tragenden und entscheidungserheblichen abstrakten Rechtssatz von einem eben solchen Rechtssatz einer anderen Gerichtsentscheidung abgewichen ist. Das angefochtene FG-Urteil und die (vorgeblichen) Divergenzentscheidungen m&uuml;ssen dabei dieselbe Rechtsfrage betreffen und zu gleichen oder vergleichbaren Sachverhalten ergangen sein (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 48 und 53, m.w.N. aus der Rechtsprechung des BFH). Diese Voraussetzungen sind darzulegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Hieran fehlt es. Der Kl&auml;ger hat im Streitfall keinen abstrakten Rechtssatz aus der angefochtenen Vorentscheidung herausgearbeitet und diesem einen abstrakten Rechtssatz aus dem Senatsurteil in BFHE 219, 151, BStBl II 2008, 119 gegen&uuml;bergestellt. Im &Uuml;brigen rechtfertigt nicht schon die Unrichtigkeit des angefochtenen Urteils im Einzelfall, sondern nur die Abweichung im Grunds&auml;tzlichen die Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2 Alternative 2 FGO. Blo&szlig;e Subsumtionsfehler sind im Zulassungsverfahren grunds&auml;tzlich unbeachtlich (Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 115 Rz 55, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 31.3.2009, X B 226\/08 Bildung von Ansparr&uuml;cklagen f&uuml;r mehrere Wirtschaftsg&uuml;ter &#8211; Unzul&auml;ssigkeit von Sammelbuchungen Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Der Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) macht zwar geltend, der Streitfall habe grunds&auml;tzliche Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) und eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) sei zur Sicherung &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/x-b-226-08-bildung-von-ansparruecklagen-fuer-mehrere-wirtschaftsgueter-unzulaessigkeit-von-sammelbuchungen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">X&nbsp;B&nbsp;226\/08 &#8211; Bildung von Ansparr&uuml;cklagen f&uuml;r mehrere Wirtschaftsg&uuml;ter &#8211; Unzul&auml;ssigkeit von Sammelbuchungen<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14762","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14762","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14762"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14762\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14762"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14762"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14762"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}