{"id":14786,"date":"2012-12-08T14:20:27","date_gmt":"2012-12-08T12:20:27","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14786"},"modified":"2012-12-08T14:20:27","modified_gmt":"2012-12-08T12:20:27","slug":"iv-b-71-08-gewerblicher-grundstueckshandel-bei-veraeusserung-von-personengesellschaftsanteilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-b-71-08-gewerblicher-grundstueckshandel-bei-veraeusserung-von-personengesellschaftsanteilen\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;B&nbsp;71\/08 &#8211; Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel bei Ver&auml;u&szlig;erung von Personengesellschaftsanteilen"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.3.2009, IV B 71\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel bei Ver&auml;u&szlig;erung von Personengesellschaftsanteilen<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. An der im Jahr 1991 gegr&uuml;ndeten Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) &#8211;X-GbR&#8211; waren Herr Y zu 10 % sowie Herr X zu 90 % beteiligt. Letzterer erwarb im Februar 1991 das Grundst&uuml;ck Z-Stra&szlig;e. Eine Teilfl&auml;che dieses Grundst&uuml;cks verkaufte Herr X im Juni 1991 an die Kl&auml;gerin, die hierauf einen Neubau mit insgesamt sechs Wohnungen errichtete, die in den Jahren 1993 und 1994 ver&auml;u&szlig;ert worden sind. Noch vor der Teilung des Grundst&uuml;cks (10. August 1993) hatte Herr X seinen Anteil an der Kl&auml;gerin an die von ihm gleichfalls beherrschte X-GmbH gegen einen Kaufpreis in H&ouml;he von rd. 0,7 Mio. DM &uuml;bertragen. Im Rahmen der einheitlichen und gesonderten Gewinnfeststellung 1993 ging der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) von einem gewerblichen Grundst&uuml;ckshandel aus und stellte zugleich den von Herrn X erzielten Ver&auml;u&szlig;erungsgewinn (rd. 0,6 Mio. DM) als Sonderbetriebseink&uuml;nfte des Herrn X fest. Einspruch und Klage blieben ohne Erfolg. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte hierzu unter anderem aus, dass angesichts der Ver&auml;u&szlig;erung von mehr als drei Objekten die Kl&auml;gerin bereits zum Zeitpunkt des Grundst&uuml;ckserwerbs als gewerbliche Grundst&uuml;cksh&auml;ndlerin t&auml;tig geworden sei (Hinweis auf Beschluss des Gro&szlig;en Senats des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 10. Dezember 2001 GrS 1\/98, BFHE 197, 240, BStBl II 2002, 291; BFH-Urteil vom 21. Juni 2001 III R 27\/98, BFHE 196, 59, BStBl II 2002, 537, 542); im &Uuml;brigen habe die Kl&auml;gerin am 29. M&auml;rz 1993 &#8211;also noch vor der Grundst&uuml;cksteilung und vor der Ver&auml;u&szlig;erung des Gesellschaftsanteils&#8211; in einem Exposee ein Verkaufsangebot unterbreitet und hierbei f&uuml;r die sechs Wohnungen konkrete Verkaufspreise festgelegt. Da das Grundst&uuml;ck Z-Stra&szlig;e der einzige Verm&ouml;gensgegenstand der Kl&auml;gerin gewesen sei, sei auch &#8211;so die Vorinstanz weiter&#8211; der Gewinn aus dem Verkauf des Gesellschaftsanteils als laufender Gewinn zu erfassen (Hinweis auf BFH-Urteile vom 14. Dezember 2006 IV R 3\/05, BFHE 216, 233, BStBl II 2007, 777; vom 10. Mai 2007 IV R 69\/04, BFHE 217, 147). Die Revision wurde vom FG nicht zugelassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die hiergegen erhobene Beschwerde ist unzul&auml;ssig. Sie gen&uuml;gt nicht den Anforderungen an die Darlegung der in &sect; 115 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) genannten Zulassungsgr&uuml;nde (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Vortrag, dass das Urteil des FG deshalb auf einer &quot;gedanklichen Vermischung&quot; beruhe, weil es die (bedingte) Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht auf der Stufe der Kl&auml;gerin mit der Ver&auml;u&szlig;erungsabsicht des Gesellschafters X gleichgesetzt habe, ist ebenso wenig wie der weitere Hinweis darauf, dass Herr X lediglich einen Gesellschaftsanteil (ein Objekt) ver&auml;u&szlig;ert habe und deshalb nicht als gewerblicher Grundst&uuml;cksh&auml;ndler angesehen werden k&ouml;nne, geeignet, die grunds&auml;tzliche Bedeutung der Rechtssache darzulegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Ausf&uuml;hrungen verkennen die tragenden Erw&auml;gungen des vorinstanzlichen Urteils, das im Einklang mit der Rechtsprechung des BFH davon ausgegangen ist, dass ein Gewinn aus der Ver&auml;u&szlig;erung des Anteils an einer Personengesellschaft, zu deren Betriebsverm&ouml;gen im Zeitpunkt der Ver&auml;u&szlig;erung Grundst&uuml;cke geh&ouml;ren, die dem Umlaufverm&ouml;gen des von der Gesellschaft betriebenen gewerblichen Grundst&uuml;ckshandels zuzurechnen sind, als laufender (gewerblicher) Gewinn zu qualifizieren ist (vgl. BFH-Urteile in BFHE 216, 233, BStBl II 2007, 777; in BFHE 217, 147). Demgem&auml;&szlig; w&auml;re es erforderlich gewesen, sich mit dieser rechtlichen Beurteilung substantiiert auseinanderzusetzen und hierbei entweder darzulegen, welche Einw&auml;nde im Schrifttum gegen die Auffassung des BFH erhoben worden sind, oder konkret dazu Stellung zu nehmen, inwieweit der Streitfall Anlass geben k&ouml;nnte, die Rechtsprechung fortzuentwickeln oder zu pr&auml;zisieren (vgl. hierzu Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 116 Rz 33, m.w.N.). Der blo&szlig;e Hinweis der Beschwerde, der BFH habe bisher &uuml;ber einen vergleichbaren Sachverhalt noch nicht entschieden, gen&uuml;gt dem nicht. Gleiches gilt f&uuml;r den weiteren Vortrag der Beschwerde, das FG habe den Streitfall unzutreffend entschieden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 6.3.2009, IV B 71\/08 Gewerblicher Grundst&uuml;ckshandel bei Ver&auml;u&szlig;erung von Personengesellschaftsanteilen Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. An der im Jahr 1991 gegr&uuml;ndeten Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) &#8211;X-GbR&#8211; waren Herr Y zu 10 % sowie Herr X zu 90 % beteiligt. Letzterer erwarb im Februar 1991 das Grundst&uuml;ck Z-Stra&szlig;e. 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