{"id":14798,"date":"2012-12-19T15:06:19","date_gmt":"2012-12-19T13:06:19","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14798"},"modified":"2012-12-19T15:06:19","modified_gmt":"2012-12-19T13:06:19","slug":"vii-b-156-08-schwacher-vorlaeufiger-insolvenzverwalter-ist-weder-vermoegensverwalter-noch-verfuegungsberechtigter-verfuegungsberechtigter-aufgrund-mittelbarer-rechtlicher-verfuegungsbefugnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vii-b-156-08-schwacher-vorlaeufiger-insolvenzverwalter-ist-weder-vermoegensverwalter-noch-verfuegungsberechtigter-verfuegungsberechtigter-aufgrund-mittelbarer-rechtlicher-verfuegungsbefugnis\/","title":{"rendered":"VII&nbsp;B&nbsp;156\/08 &#8211; Schwacher vorl&auml;ufiger Insolvenzverwalter ist weder Verm&ouml;gensverwalter noch Verf&uuml;gungsberechtigter &#8211; Verf&uuml;gungsberechtigter aufgrund mittelbarer rechtlicher Verf&uuml;gungsbefugnis"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.5.2009, VII B 156\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Schwacher vorl&auml;ufiger Insolvenzverwalter ist weder Verm&ouml;gensverwalter noch Verf&uuml;gungsberechtigter &#8211; Verf&uuml;gungsberechtigter aufgrund mittelbarer rechtlicher Verf&uuml;gungsbefugnis<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Beschwerdegegner (Kl&auml;ger) wurde im Oktober 1999 vom Amtsgericht (AG) gem&auml;&szlig; &sect; 21 Abs. 1 und 2 der Insolvenzordnung zum vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalter &uuml;ber das Verm&ouml;gen einer GmbH bestellt. Verf&uuml;gungen der GmbH, die gesetzlich von zwei Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern vertreten wurde, sollten nur mit Zustimmung des vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalters wirksam werden. Der Kl&auml;ger wurde erm&auml;chtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen f&uuml;r die Schuldnerin einzuziehen sowie Lastschrift- und Einzugserm&auml;chtigungen zu widerrufen. Die L&ouml;hne f&uuml;r den Monat August 1999 wurden durch die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der GmbH nur teilweise an die Arbeitnehmer ausbezahlt. Die auf die Abschl&auml;ge entfallenden Steuerabzugsbetr&auml;ge f&uuml;hrte die GmbH ordnungsgem&auml;&szlig; ab. Die Restl&ouml;hne wurden im November 1999 von einem vom Kl&auml;ger zum Empfang von Zahlungen von Schuldnern der GmbH eingerichteten Anderkonto &uuml;berwiesen. Lohnsteuern, Kirchensteuern und Solidarit&auml;tszuschl&auml;ge wurden indes nicht abgef&uuml;hrt, weshalb der Beklagte und Beschwerdef&uuml;hrer (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den Kl&auml;ger nach &sect; 69 i.V.m. &sect; 34 Abs. 3 und &sect; 35 der Abgabenordnung (AO) als Haftungsschuldner in Anspruch nahm.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die nach dem erfolglos angestrengten Einspruchsverfahren erhobene Klage f&uuml;hrte zur Aufhebung der angefochtenen Verwaltungsentscheidungen. Das Finanzgericht (FG) f&uuml;hrte aus, dass der Kl&auml;ger in seiner Eigenschaft als Verm&ouml;gensverwalter der GmbH (&sect; 34 Abs. 3 AO) aufgrund der vom AG auferlegten Beschr&auml;nkungen seiner Verwaltungsbefugnisse nicht verpflichtet gewesen sei, die auf die ausbezahlten Restl&ouml;hne entfallende Lohnsteuer &#8211;bei der es sich nicht um eine Masseverbindlichkeit handele&#8211; an das FA abzuf&uuml;hren. Den Gesch&auml;ftsf&uuml;hrern der GmbH sei die Verf&uuml;gungsbefugnis nicht entzogen worden. Eine Haftung nach &sect; 35 i.V.m. &sect; 69 AO komme ebenfalls nicht in Betracht, denn der Kl&auml;ger sei nicht berechtigt gewesen, &uuml;ber das Verm&ouml;gen der Schuldnerin zu verf&uuml;gen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Beschwerde begehrt das FA die Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Zu kl&auml;ren sei die Rechtsfrage, ob ein vorl&auml;ufiger Insolvenzverwalter auch dann mittelbar rechtlich in der Lage sei, &uuml;ber das Verm&ouml;gen eines anderen zu verf&uuml;gen, wenn er zwar rechtlich dazu nicht befugt sei, tats&auml;chlich aber &uuml;ber das Verm&ouml;gen des anderen verf&uuml;ge, ohne dass dieser die Verf&uuml;gung verhindern k&ouml;nne. W&uuml;rde die Rechtsauffassung des FG Bestand haben, bestehe Grund zur Besorgnis, dass es k&uuml;nftig einem schwachen vorl&auml;ufigen Insolvenzverwalter m&ouml;glich w&auml;re, durch &Uuml;berschreiten der Verwaltungsbefugnisse Lohnzahlungen vorzunehmen, ohne f&uuml;r die Abf&uuml;hrung der Lohnsteuer Sorge tragen zu m&uuml;ssen. Es sei zu besorgen, dass derartige F&auml;lle in Zukunft in gro&szlig;er H&auml;ufigkeit auftreten werden. Im Streitfall sei der Kl&auml;ger durch die &Uuml;berweisung der Restl&ouml;hne nach au&szlig;en als Verf&uuml;gungsberechtigter aufgetreten. Dabei sei unbeachtlich, ob er hierzu berechtigt gewesen sei. Dagegen h&auml;tten die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer keine M&ouml;glichkeit gehabt, ohne Zustimmung des Kl&auml;gers Zahlungen an das FA zu leisten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger ist der Beschwerde entgegengetreten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Beschwerde hat keinen Erfolg, denn die vom FA aufgeworfene Frage ist nicht von grunds&auml;tzlicher Bedeutung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Einer Rechtsfrage kommt nur dann grunds&auml;tzliche Bedeutung zu, wenn sie kl&auml;rungsbed&uuml;rftig ist (vgl. Entscheidungen des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 16. Juli 1999 IX B 81\/99, BFHE 189, 401, BStBl II 1999, 760, und vom 21. April 1999 I B 99\/98, BFHE 188, 372, BStBl II 2000, 254, m.w.N.). Das ist sie, wenn ihre Beantwortung zu Zweifeln Anlass gibt, so dass mehrere L&ouml;sungen vertretbar sind (vgl. Beermann in Beermann\/Gosch, FGO &sect; 115 Rz 102 ff., und Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 28). An der zu fordernden Kl&auml;rungsbed&uuml;rftigkeit fehlt es jedoch, wenn sich die Beantwortung der Rechtsfrage ohne weiteres aus dem klaren Wortlaut und Sinngehalt des Gesetzes ergibt oder die Rechtsfrage offensichtlich so zu beantworten ist, wie es das FG in seiner Entscheidung getan hat, wenn die Rechtslage also eindeutig ist (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Beschl&uuml;sse vom 18. Dezember 1998 VI B 215\/98, BFHE 187, 559, BStBl II 1999, 231, und vom 31. Mai 2000 X B 111\/99, BFH\/NV 2000, 1461). Dar&uuml;ber hinaus ist eine Rechtsfrage auch dann nicht kl&auml;rungsbed&uuml;rftig, wenn sie durch die Rechtsprechung des BFH hinreichend gekl&auml;rt ist und keine neuen Gesichtspunkte erkennbar oder vorgetragen sind, die eine erneute Pr&uuml;fung und Entscheidung dieser Frage durch den BFH geboten erscheinen lassen (BFH-Beschluss vom 4. Mai 1999 IX B 38\/99, BFHE 188, 395, BStBl II 1999, 587).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Mit seiner Beschwerde will das FA die Frage gekl&auml;rt wissen, ob ein sog. schwacher vorl&auml;ufiger Insolvenzverwalter, der unter &Uuml;berschreitung seiner ihm vom Insolvenzgericht &uuml;bertragenen Verwaltungsbefugnisse L&ouml;hne an die Arbeitnehmer des Schuldners ausbezahlt hat, als Verf&uuml;gungsberechtigter i.S. von &sect; 35 AO angesehen und folglich als Haftungsschuldner nach &sect; 69 AO in Anspruch genommen werden kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Voraussetzungen, unter denen Personen, die weder gesetzliche Vertreter noch Verm&ouml;gensverwalter sind, dennoch die steuerlichen Pflichten eines gesetzlichen Vertreters zu erf&uuml;llen haben, sind in der Rechtsprechung bereits grunds&auml;tzlich gekl&auml;rt. Der Streitfall weist keine Besonderheiten auf, die eine erneute Entscheidung des BFH erforderlich machen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Als Verf&uuml;gungsberechtigter nach &sect; 35 AO kann eine Person nur dann angesehen werden, wenn sie auch in der Lage ist, die Pflichten eines gesetzlichen Vertreters rechtlich und tats&auml;chlich zu erf&uuml;llen. Mit dieser auf Anregung des Bundesrates in die Vorschrift eingef&uuml;gten Einschr&auml;nkung soll klargestellt werden, dass eine tats&auml;chliche Verf&uuml;gungsm&ouml;glichkeit nicht ausreicht, um die Pflichten eines gesetzlichen Vertreters zu begr&uuml;nden (BTDrucks 7\/4292, S. 19 zu &sect; 35 AO). Es bedarf vielmehr auch der F&auml;higkeit, aufgrund b&uuml;rgerlich-rechtlicher Verf&uuml;gungsmacht im Au&szlig;enverh&auml;ltnis wirksam zu handeln (BFH-Urteil vom 21. Februar 1989 VII R 165\/85, BFHE 156, 46, BStBl II 1989, 491). Wer seine Verf&uuml;gungsbefugnis lediglich vort&auml;uscht, ohne die mit der behaupteten Befugnis verbundenen steuerlichen Pflichten tats&auml;chlich und rechtlich erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen, ist kein Verf&uuml;gungsberechtigter i.S. von &sect; 35 AO (Jatzke in Beermann\/Gosch, AO &sect; 35 Rz 20, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Um die notwendige Eigenst&auml;ndigkeit von &sect; 35 AO gegen&uuml;ber den Regelungen in &sect; 34 AO zu gew&auml;hrleisten, hat der BFH jedoch auch eine nur mittelbare rechtliche Verf&uuml;gungsbefugnis als ausreichend angesehen. Danach ist auch derjenige als Verf&uuml;gungsberechtigter anzusehen, der aufgrund seiner Stellung in der Lage ist, tats&auml;chliche und rechtliche Rechtsverh&auml;ltnisse herbeizuf&uuml;hren, die ihn dazu bef&auml;higen, rechtlich verbindlich die Pflichten des gesetzlichen Vertreters entweder selbst zu erf&uuml;llen oder durch die Bestellung der entsprechenden Organe erf&uuml;llen zu lassen (BFH-Urteil vom 16. M&auml;rz 1995 VII R 38\/94, BFHE 177, 209, BStBl II 1995, 859). Wie der Senat entschieden hat, besteht eine solche M&ouml;glichkeit f&uuml;r einen Alleingesellschafter einer GmbH, der sich jederzeit selbst zum Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellen oder f&uuml;r die Einsetzung eines anderen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers Sorge tragen kann (Senatsurteil vom 27. November 1990 VII R 20\/89, BFHE 163, 106, BStBl II 1991, 284).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Auf den Streitfall lassen sich diese Grunds&auml;tze ohne weiteres &uuml;bertragen, so dass eine erneute Befassung des BFH durch eine Zulassung der Revision nach &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO zur Kl&auml;rung der vom FA aufgeworfenen Frage nicht geboten ist. Erg&auml;nzend weist der Senat darauf hin, dass ein sog. schwacher vorl&auml;ufiger Insolvenzverwalter mit Zustimmungsvorbehalt kein Verm&ouml;gensverwalter i.S. von &sect; 34 Abs. 3 AO ist. Denn in diesem Fall bleibt es trotz des Zustimmungsvorbehalts bei der Verf&uuml;gungsbefugnis des Schuldners (Senatsbeschluss vom 30. Dezember 2004 VII B 145\/04, BFH\/NV 2005, 665). Selbst f&uuml;r den Fall, dass er seine Verwaltungsbefugnisse &uuml;berschreitet, kann er weder als Verm&ouml;gensverwalter noch als Verf&uuml;gungsberechtigter i.S. von &sect; 35 AO angesehen werden. Denn er ist nicht in der Lage, ohne Mitwirkung des Insolvenzgerichts seine Verwaltungsbefugnisse beliebig auszudehnen und sich eine Verf&uuml;gungsbefugnis &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Schuldners zu verschaffen, die ihm vom Insolvenzgericht bewusst nicht &uuml;bertragen worden ist. Seine Stellung ist daher mit der Stellung eines Alleingesellschafters einer GmbH, der selbstst&auml;ndig Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer bestellen kann, nicht vergleichbar. Allein der Umstand, dass ein vorl&auml;ufiger Insolvenzverwalter unter Missachtung der ihm vom Insolvenzgericht auferlegten Beschr&auml;nkungen tats&auml;chlich &uuml;ber Gelder des Schuldners verf&uuml;gt, reicht zur Begr&uuml;ndung der Stellung eines Verf&uuml;gungsberechtigten i.S. von &sect; 35 AO nicht aus. Dabei ist entscheidend, dass er selbst nicht in der Lage ist, sich auch die rechtliche M&ouml;glichkeit zu verschaffen, &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Schuldners zu verf&uuml;gen. Unter Ber&uuml;cksichtigung dieser Gesichtspunkte erweist sich das erstinstanzliche Urteil jedenfalls im Ergebnis als richtig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 27.5.2009, VII B 156\/08 Schwacher vorl&auml;ufiger Insolvenzverwalter ist weder Verm&ouml;gensverwalter noch Verf&uuml;gungsberechtigter &#8211; Verf&uuml;gungsberechtigter aufgrund mittelbarer rechtlicher Verf&uuml;gungsbefugnis Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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