{"id":14910,"date":"2012-12-08T15:46:55","date_gmt":"2012-12-08T13:46:55","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14910"},"modified":"2012-12-08T15:46:55","modified_gmt":"2012-12-08T13:46:55","slug":"iv-r-87-05-umdeutung-der-namens-einer-voll-beendeten-kg-erhobenen-klage-fehlerhafte-adressierung-der-einspruchsentscheidung-betriebliche-veranlassung-von-devisentermingeschaeften-und-dax-optionsschein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-87-05-umdeutung-der-namens-einer-voll-beendeten-kg-erhobenen-klage-fehlerhafte-adressierung-der-einspruchsentscheidung-betriebliche-veranlassung-von-devisentermingeschaeften-und-dax-optionsschein\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;87\/05 &#8211; Umdeutung der namens einer voll beendeten KG erhobenen Klage &#8211; Fehlerhafte Adressierung der Einspruchsentscheidung &#8211; Betriebliche Veranlassung von Devisentermingesch&auml;ften und Dax-Optionsscheinhandel &#8211; Keine Zurechnung von Finanzgesch&auml;ften einer KG beim Komplement&auml;r"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.4.2009, IV R 87\/05<\/p>\n<p class=\"titel\">Umdeutung der namens einer voll beendeten KG erhobenen Klage &#8211; Fehlerhafte Adressierung der Einspruchsentscheidung &#8211; Betriebliche Veranlassung von Devisentermingesch&auml;ften und Dax-Optionsscheinhandel &#8211; Keine Zurechnung von Finanzgesch&auml;ften einer KG beim Komplement&auml;r<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob erhebliche Verluste aus dem Handel mit DAX-Optionsscheinen und Devisentermingesch&auml;ften als Betriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der w&auml;hrend des anh&auml;ngigen Revisionsverfahrens verstorbene fr&uuml;here Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger), Herr K., war Gesellschafter der S-KG, die durch Umwandlung zum 1. Januar 1992 aus der S-GmbH hervorgegangen ist. An der S-KG waren Herr K. als Komplement&auml;r mit einer Festeinlage von 490 000 DM (= 98 v.H.) und Frau S. mit einer Kommanditeinlage von 10 000 DM (= 2 v.H.) beteiligt. Frau S. ist verstorben. Erbe nach Frau S. ist der Beigeladene. Die S-KG betrieb ein Tiefbauunternehmen und war auf die Ausf&uuml;hrungen von gr&ouml;&szlig;eren Erdbewegungen wie z.B. beim Bau von ICE-Strecken und Bundesautobahnen spezialisiert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf Grund der guten Ertragslage verf&uuml;gte die S-KG trotz erheblicher Investitionen in Fahrzeug- und Maschinenpark in den Jahren 1992 bis 1994 &uuml;ber freie Mittel von mehreren Millionen DM. Ein Teil dieser Gelder wurde als Termin- bzw. Festgeld angelegt. Mit weiteren freien Mitteln wurden Wertpapiergesch&auml;fte, in der Hauptsache der An- und Verkauf von DAX-Optionsscheinen, get&auml;tigt; au&szlig;erdem wurden in erheblichem Umfang Devisentermingesch&auml;fte, &uuml;berwiegend in US-Dollar, als sog. Differenzgesch&auml;fte abgeschlossen. Im Allgemeinen wurde mit Betr&auml;gen zwischen zwei und sechs Millionen US-Dollar operiert. S&auml;mtliche Gesch&auml;fte wurden &uuml;ber betriebliche Konten (Giro- bzw. Wertpapierkonten) der S-KG, vertreten durch deren gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Gesellschafter Herrn K., abgewickelt und in der laufenden Buchhaltung der S-KG zeitnah erfasst.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Streitjahr 1994 ist aus diesen Gesch&auml;ften ein Verlust in H&ouml;he von 1 762 941 DM angefallen. Der Verlust ergibt sich aus dem Saldo der im Streitjahr erzielten Kursgewinne von 1 008 254 DM und den Kursverlusten von 2 771 195 DM.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In der Feststellungserkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr 1994 erkl&auml;rte die S-KG einen Gewinn nach Verrechnung mit den vorerw&auml;hnten Verlusten in H&ouml;he von 586 256 DM.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen einer Au&szlig;enpr&uuml;fung, die auch die Veranlagungszeitr&auml;ume 1992 und 1993 betraf, vertrat der Pr&uuml;fer die Auffassung, dass ein Betriebsausgabenabzug der Verluste aus den Devisentermingesch&auml;ften und dem Handel mit DAX-Optionsscheinen, die sich allein in den Jahren 1992 bis 1994 auf insgesamt rund 5 327 000 DM belaufen haben, wegen des spekulativen und branchenuntypischen Charakters der Gesch&auml;fte zu versagen sei. Die Wertpapierbest&auml;nde (Optionsscheine), welche in der Handelsbilanz ausgewiesen seien, seien nicht dem gewillk&uuml;rten Betriebsverm&ouml;gen, sondern dem Privatverm&ouml;gen des Herrn K. zuzurechnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) folgte den Ergebnissen der Au&szlig;enpr&uuml;fung und erlie&szlig; gerichtet an die S-KG gem&auml;&szlig; &sect; 164 Abs. 2 der Abgabenordnung (AO) f&uuml;r die jeweiligen Pr&uuml;fungsjahre (und f&uuml;r 1995) ge&auml;nderte Feststellungsbescheide.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dagegen wurde namens der S-KG Einspruch eingelegt, der sich auf s&auml;mtliche ge&auml;nderten Feststellungsbescheide f&uuml;r 1992 bis 1995 bezog.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Einvernehmen und auf Antrag der S-KG erlie&szlig; das FA die &#8211;auf den Feststellungsbescheid f&uuml;r das Streitjahr 1994 beschr&auml;nkte&#8211; Einspruchsentscheidung vom 8. August 2000, mit der der Rechtsbehelf der S-KG als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen wurde. Die Einspruchsentscheidung weist im Rubrum als Einspruchsf&uuml;hrerin die S-KG aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Klage wird geltend gemacht, dass die von der S-KG erzielten Verluste aus den Devisentermingesch&auml;ften und den Optionsgesch&auml;ften steuerlich anzuerkennen seien. Die Verluste seien betrieblich veranlasst, weil die Gesch&auml;fte, aus denen sie entstanden seien, dem Betrieb der S-KG zuzuordnen gewesen seien. Im Rubrum der Klageschrift wird ausschlie&szlig;lich die S-KG genannt. Allerdings lautet der Eingangssatz, dass die Klage &quot;namens und im Auftrag des Kl&auml;gers&quot; (meint: Herrn K.) erhoben wird. Die der Klageschrift beigef&uuml;gte Vollmacht lautet ebenfalls auf die S-KG und ist offensichtlich von Herrn K. unterschrieben worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) hat der Klage stattgegeben. Die Entscheidung vom 13. Dezember 2004&nbsp;&nbsp;5 K 2546\/00 ist in Entscheidungen der Finanzgerichte 2005, 1333 ver&ouml;ffentlicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Bereits mit notariellem Vertrag vom 23. Dezember 1997 wurde die S-KG &#8211;erneut&#8211; auf die S-GmbH umgewandelt. Die Eintragung der S-GmbH ins Handelsregister erfolgte am 1. April 1998.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die erneute Umwandlung der S-KG auf die S-GmbH ist im bisherigen Verfahren &uuml;bersehen worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen das Urteil des FG richtet sich die Revision des FA.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                W&auml;hrend des Revisionsverfahrens ist am 1. Januar 2008 das Insolvenzverfahren &uuml;ber das Verm&ouml;gen des Herrn K. er&ouml;ffnet worden. Zum Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt R bestellt worden. Der Insolvenzschuldner ist am 3. Januar 2008 verstorben. Das Insolvenzverfahren wird daher als Nachlassinsolvenzverfahren fortgef&uuml;hrt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf Nachfrage des Berichterstatters hat der Insolvenzverwalter erkl&auml;rt, dass er den Rechtsstreit gem&auml;&szlig; &sect; 240 der Zivilprozessordnung (ZPO) i.V.m. &sect; 85 Abs. 1 Satz 1 der Insolvenzordnung (InsO) aufnimmt, soweit der erkennende Senat die Klage als solche des Herrn K. auslegt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Begr&uuml;ndung der Revision f&uuml;hrt das FA aus, das FG-Urteil sei schon wegen der Unzul&auml;ssigkeit der Klage aufzuheben. Die Klage sei von der S-KG zu einem Zeitpunkt erhoben worden, zu dem sie bereits nicht mehr existent und damit nicht mehr klagebefugt gewesen sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zudem r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts. Zu Unrecht habe das FG die Verluste aus dem DAX-Optionshandel und den Devisentermingesch&auml;ften bei der Ermittlung der Eink&uuml;nfte der S-KG ber&uuml;cksichtigt. Die Gesch&auml;fte seien durch den pers&ouml;nlich haftenden Gesellschafter K mit Eigenmitteln der S-KG abgewickelt worden. Die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungsbefugnis des K habe sich jedoch gem&auml;&szlig; &sect; 6 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages nur auf alle gew&ouml;hnlichen und\/oder branchen&uuml;blichen Gesch&auml;fte erstreckt. F&uuml;r andere Gesch&auml;fte, worunter auch die hier streitigen Options- und Termingesch&auml;fte fielen, sei die Zustimmung der Gesellschafterversammlung erforderlich gewesen. Eine entsprechende Beschlussfassung der Gesellschaft habe im Zeitpunkt der Gesch&auml;ftsabwicklung nicht vorgelegen. Die Wertpapiergesch&auml;fte des Herrn K. seien daher nicht betrieblich veranlasst gewesen. Die Verluste seien Herrn K. vielmehr auf dessen Verm&ouml;gensebene zuzurechnen. Eine nachtr&auml;gliche konkludente Genehmigung durch die vorangegangene Bilanzaufstellung k&ouml;nne die Zuordnung nicht mehr &auml;ndern, da, entgegen der Annahme des FG, betrieblichen Vorg&auml;ngen, die vom Willen des Steuerpflichtigen abhingen, keine ex-tunc-Wirkung beigelegt werden k&ouml;nne.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt sinngem&auml;&szlig;,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage als unzul&auml;ssig, jedenfalls aber als unbegr&uuml;ndet abzuweisen.        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    die Revision als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckzuweisen.        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und deshalb zur&uuml;ckzuweisen (&sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;). Das FG hat die Klage im Ergebnis zu Recht f&uuml;r zul&auml;ssig und begr&uuml;ndet erachtet. Der angefochtene Bescheid f&uuml;r 1994 &uuml;ber die einheitliche und gesonderte Feststellung von Besteuerungsgrundlagen ist rechtswidrig und verletzt den Kl&auml;ger in seinen Rechten (&sect; 100 Abs. 1 Satz 1 FGO). Zu Recht hat das FG angenommen, dass die Verluste aus den Wertpapiergesch&auml;ften und den Devisentermingesch&auml;ften in H&ouml;he von 1 762 941 DM betrieblich veranlasst waren.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Klage ist zul&auml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Das FG ist zu Unrecht von der Kl&auml;gerstellung der S-KG ausgegangen. Mit der Eintragung der Umwandlung in das Handelsregister war die S-KG voll beendet. Damit ist auch ihre Befugnis gem&auml;&szlig; &sect; 48 Abs. 1 Nr. 1 FGO entfallen, f&uuml;r ihre Gesellschafter Rechtsbehelfe gegen die Gewinnfeststellungsbescheide einzulegen. Nach der Vollbeendigung sind allein die von dem angefochtenen Feststellungsbescheid betroffenen Gesellschafter nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 2 FGO klagebefugt. Eine namens der S-KG erhobene Klage w&auml;re danach unzul&auml;ssig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Senat legt die Klage indes dahin aus, dass sie im Namen des Herrn K. erhoben worden und das Rubrum des vorinstanzlichen Urteils entsprechend zu berichtigen ist. Die Auslegung der Klageschrift erfolgt dabei nach den f&uuml;r die Willenserkl&auml;rungen geltenden Grunds&auml;tzen. F&uuml;r die Auslegung und Bestimmung der in der Klageschrift genannten Kl&auml;ger sind alle dem FG und FA bekannten und vern&uuml;nftigerweise erkennbaren Umst&auml;nde tats&auml;chlicher und rechtlicher Art zu ber&uuml;cksichtigen. Dabei sind auch die Umst&auml;nde heranzuziehen, die nur dem FA als einem Adressaten der Klage (neben dem FG) erkennbar waren (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 6. Mai 1998 IV B 108\/97, BFH\/NV 1999, 146). Im Streitfall besteht die Besonderheit, dass bereits die Einspruchsentscheidung vom 8. August 2000 zu Unrecht an die bereits voll beendete S-KG und nicht an die Gesellschafter adressiert worden ist, obwohl die S-KG schon zum Zeitpunkt des Erlasses der Einspruchsentscheidung in die S-GmbH umgewandelt worden war. Dies war dem FA auch schon vor Erlass der Einspruchsentscheidung bekannt, da es unter dem 26. Juni 2000 die Bescheide betreffend K&ouml;rperschaftsteuer 1998, Feststellung gem&auml;&szlig; &sect; 47 Abs. 2 des K&ouml;rperschaftsteuergesetzes (KStG) und Gewerbesteuer 1998 zutreffend an die S-GmbH gerichtet hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gleichwohl f&uuml;hrte die fehlerhafte Adressierung der Einspruchsentscheidung nicht zu deren Unwirksamkeit, da sie sich trotz Adressierung an die Gesellschaft an deren Gesellschafter richtete und dem Bevollm&auml;chtigten gem&auml;&szlig; &sect; 183 Abs. 2 und 3 AO bekannt gegeben worden ist (vgl. BFH-Urteil vom 28. M&auml;rz 2000 VIII R 6\/99, BFH\/NV 2000, 1074). Entspricht das Rubrum der Klageschrift, in diesem Fall dem der Einspruchsentscheidung, hat das FA die fehlerhafte Kl&auml;gerbezeichnung dem Grunde nach veranlasst. Da aber f&uuml;r das FA erkennbar war, dass die Klage zul&auml;ssigerweise nur von den ehemaligen Gesellschaftern der voll beendeten Gesellschaft erhoben werden konnte, kann auch die Klage gegen den Wortlaut nur dahin ausgelegt werden, dass sie von einem oder allen ehemaligen Gesellschaftern eingelegt worden ist (vgl. BFH-Beschluss in BFH\/NV 1999, 146, und BFH-Urteil vom 1. Juli 2004 IV R 4\/03, BFH\/NV 2005, 162). Dass die Klage von dem rechtskundigen Prozessvertreter erhoben worden ist, steht der Auslegung in diesem Fall nicht entgegen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Da die Prozessvollmacht aber ersichtlich nur von Herrn K. erteilt worden ist, kann die Klageschrift nur dahin ausgelegt werden, dass sie namens des Herrn K. erhoben worden ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                c) Diese Auslegung hat zur Folge, dass der gem&auml;&szlig; &sect; 48 Abs. 1 Nr. 2 FGO klagebefugte Erbe der Kommanditistin Frau S. notwendig beizuladen ist (&sect; 60 Abs. 3 FGO). Die unterlassene Beiladung, die gem&auml;&szlig; &sect; 123 Abs. 1 Satz 2 FGO auch im Revisionsverfahren erfolgen kann, hat der erkennende Senat mit Beschluss vom 28. November 2008 nachgeholt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Zu Recht hat das FG der Klage auch in der Sache stattgegeben. Die Verluste aus dem Handel mit den DAX-Optionsscheinen und den Devisentermingesch&auml;ften waren betrieblich veranlasst.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Nach der Rechtsprechung des BFH stellen Devisen- oder Warentermingesch&auml;fte ebenso wie Aktienoptionsgesch&auml;fte spekulative Gesch&auml;fte dar, die vorwiegend im privaten Bereich get&auml;tigt werden (BFH-Urteile vom 11. Juli 1996 IV R 67\/95, BFH\/NV 1997, 114; vom 19. Februar 1997 XI R 1\/96, BFHE 182, 567, BStBl II 1997, 399, und vom 20. April 1999 VIII R 63\/96, BFHE 188, 358, BStBl II 1999, 466, jeweils m.w.N.). Sie k&ouml;nnen aber auch betrieblich veranlasst sein. Dies erfordert, dass nach Art, Inhalt und Zweck des zu beurteilenden Gesch&auml;fts ein (wirtschaftlicher) Zusammenhang mit dem Betrieb besteht (vgl. BFH-Urteile vom 5. M&auml;rz 1981 IV R 94\/78, BFHE 133, 379, BStBl II 1981, 658, unter 2. der Gr&uuml;nde; in BFH\/NV 1997, 114, unter 2.a der Gr&uuml;nde). Ein solcher Zusammenhang mit dem Betrieb setzt nicht notwendigerweise voraus, dass es sich um ein branchentypisches Gesch&auml;ft handelt. Bei branchenuntypischen Gesch&auml;ften ist der betriebliche Zusammenhang allerdings sorgf&auml;ltig zu pr&uuml;fen (vgl. BFH-Urteile in BFH\/NV 1997, 114, unter 2.a der Gr&uuml;nde, und in BFHE 188, 358, BStBl II 1999, 466). Die Zuordnung solcher Risikogesch&auml;fte zur betrieblichen Sph&auml;re setzt daher zun&auml;chst einen eindeutigen, nach au&szlig;en verbindlich manifestierten Zuordnungsakt des Steuerpflichtigen voraus (vgl. hierzu z.B. BFH-Urteil in BFHE 133, 379, BStBl II 1981, 658, unter 2.a und b der Gr&uuml;nde; BFH-Beschluss vom 8. Dezember 1995 VIII B 51\/95, BFH\/NV 1996, 474, unter 1.b der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Insoweit ist von wesentlicher Bedeutung, ob die Risikogesch&auml;fte von vornherein als betriebliche Gesch&auml;fte behandelt worden sind (BFH-Urteil in BFH\/NV 1997, 114, unter 2.a der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Des Weiteren erfordert eine betriebliche Zuordnung, dass die Gesch&auml;fte im Zeitpunkt ihrer Vornahme bzw. Durchf&uuml;hrung auch objektiv geeignet sind, den Betrieb (durch Verst&auml;rkung dessen Kapitals) zu f&ouml;rdern. Diese Anforderungen entsprechen den Grunds&auml;tzen, die der BFH f&uuml;r die Bildung des gewillk&uuml;rten Betriebsverm&ouml;gens aufgestellt hat, insbesondere dem Erfordernis eines F&ouml;rderungszusammenhangs (BFH-Urteil in BFH\/NV 1997, 114, unter 2.a der Gr&uuml;nde, mit umfangreichen Nachweisen). Der betriebliche Veranlassungszusammenhang ist f&uuml;r die Devisen- oder Warentermingesch&auml;fte gleicherma&szlig;en zu beurteilen wie f&uuml;r die Aktienoptionsgesch&auml;fte. F&uuml;r die Zuordnung zum betrieblichen Bereich ist deshalb ohne Bedeutung, ob das Gesch&auml;ft durch den bilanziellen Ausweis eines Aktivpostens im Betriebsverm&ouml;gen abgebildet werden kann.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>33<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der betriebliche Veranlassungszusammenhang der spekulativen Finanzgesch&auml;fte ist stets zu verneinen, wenn sich ein Verlust aus dem betreffenden Gesch&auml;ft bereits im Zeitpunkt dessen Widmung zu betrieblichen Zwecken bzw. der erstmaligen Behandlung als betriebliches Gesch&auml;ft abzeichnet (BFH-Urteil in BFHE 188, 358, BStBl II 1999, 466).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>34<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                An der objektiven Eignung eines Gesch&auml;fts zur F&ouml;rderung des Betriebes fehlt es indessen nicht schon allein deshalb, weil es Risiken in sich birgt; denn die mehr oder minder stark ausgepr&auml;gte Risikotr&auml;chtigkeit von Gesch&auml;ften geh&ouml;rt zum Wesen einer jeden unternehmerischen Bet&auml;tigung (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 8. Februar 1985 III R 169\/82, BFH\/NV 1985, 80, unter 2.b der Gr&uuml;nde, m.w.N.). Bei der Ausf&uuml;hrung branchentypischer Gesch&auml;fte ist deshalb regelm&auml;&szlig;ig von deren objektiver Eignung zur F&ouml;rderung des Betriebes auszugehen (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 19. Januar 1977 I R 10\/74, BFHE 121, 199, BStBl II 1977, 287). Je weiter sich jedoch Art und Inhalt des zu beurteilenden Gesch&auml;fts von der Hauptt&auml;tigkeit des Unternehmens entfernen, um so gr&ouml;&szlig;er erweist sich die Gefahr von Verlusten; denn um so weniger vermag der Unternehmer die Chancen und Risiken des Gesch&auml;fts und damit dessen objektive Eignung zur F&ouml;rderung des Betriebes zutreffend einzuordnen. Die Anforderungen an die Feststellung der objektiven Eignung des Gesch&auml;fts zur St&auml;rkung des Betriebskapitals m&uuml;ssen deshalb in entsprechendem Ma&szlig;e steigen (BFH-Urteil in BFH\/NV 1997, 114, unter 2.a der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>35<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Bei Anlegung dieser Ma&szlig;st&auml;be auf den Streitfall erweist sich die Revision des FA als unbegr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>36<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (1) Nach den f&uuml;r den erkennenden Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden Feststellungen des FG hat die S-KG bereits bei den jeweiligen Abschl&uuml;ssen der streitigen Options- und Devisentermingesch&auml;fte unmissverst&auml;ndlich ihren Willen bekundet, die betreffenden Gesch&auml;fte ihrer betrieblichen Sph&auml;re zuzuordnen (Widmung zu betrieblichen Zwecken). So sind die streitigen Gesch&auml;fte stets im Namen der S-KG abgeschlossen, &uuml;ber deren betriebliche Bank- und Wertpapierkonten abgewickelt und in der laufenden Buchf&uuml;hrung erfasst worden. Hinsichtlich der Devisentermingesch&auml;fte wurden auch nicht nur die Belastungsbuchungen, sondern ebenso die Gutschriften aus Differenzgewinnen erfasst und im Betriebsergebnis ausgewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>37<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (2) Auch die weitere W&uuml;rdigung des FG, die von der S-KG get&auml;tigten spekulativen Gesch&auml;fte seien objektiv zur St&auml;rkung des Betriebskapitals geeignet gewesen, l&auml;sst keinen Rechtsfehler erkennen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>38<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung bindet die Tatsachen- und Beweisw&uuml;rdigung des FG nach &sect; 118 Abs. 2 FGO den BFH, auch wenn sie nicht zwingend, sondern nur m&ouml;glich ist. Das gilt nur dann nicht, wenn sie in sich widerspr&uuml;chlich, l&uuml;ckenhaft oder unklar ist, gegen Denkgesetze oder gesichertes Erfahrungswissen verst&ouml;&szlig;t, oder ihr zu hohe Anforderungen an die &Uuml;berzeugungsbildung zu Grunde liegen (vgl. BFH-Urteil vom 27. Oktober 2005 IX R 76\/03, BFHE 212, 360, BStBl II 2006, 359).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>39<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat insoweit rechtsfehlerfrei auf das umfangreiche kaufm&auml;nnische Wissen und die unternehmerischen Erfahrungen des Herrn K. (Komplement&auml;r der S-KG) verwiesen, welches sich nicht zuletzt an dem erheblichen gesch&auml;ftlichen Erfolg der S-KG auf ihrem eigentlichen unternehmerischen Bet&auml;tigungsfeld widergespiegelt habe. Ebenfalls ohne Versto&szlig; gegen die Denkgesetze konnte das FG zu dem Schluss gelangen, dass Herr K. auf Grund der seit Jahren get&auml;tigten spekulativen Gesch&auml;fte hinsichtlich Art, Inhalt und Abwicklung der Options- und Devisentermingesch&auml;fte nicht unerfahren und er durchaus in der Lage gewesen sei, die diesen Gesch&auml;ften anhaftenden Risiken und Chancen zu erkennen und entsprechend am Markt zu agieren. Zu Recht hat das FG in diesem Zusammenhang auch gew&uuml;rdigt, dass die S-KG sich bei der Durchf&uuml;hrung der Gesch&auml;fte auch der fachkundigen Beratung und Mitwirkung der Hausbank bedient habe. Dem FG ist auch darin zu folgen, dass die gute Ertrags- und Liquidit&auml;tslage des Unternehmens es der S-KG erlaubt habe, sich nach Gewinnchancen auf den M&auml;rkten au&szlig;erhalb ihres eigentlichen Bet&auml;tigungsfeldes umzusehen. Die S-KG verf&uuml;gte nach den Feststellungen des FG &uuml;ber liquide Mittel zwischen 2 Mio. DM und 3,5 Mio. DM, denen vergleichsweise geringe Fremdverbindlichkeiten gegen&uuml;berstanden. Zudem war der Bedarf an Sachinvestitionen in das Unternehmen befriedigt. Nach den Feststellungen des FG hat die S-KG zudem bewusst in die streitigen Finanzmarktgesch&auml;fte investiert, da diese bei allen Verlustrisiken, den Vorteil geboten h&auml;tten, dass das Kapital nicht in H&ouml;he der Basiswerte, sondern nur in H&ouml;he der m&ouml;glicherweise auszugleichenden Kursverluste bzw. in H&ouml;he der Optionspr&auml;mien bzw. der Glattstellungsbetr&auml;ge eingesetzt und gebunden gewesen sei. Auch h&auml;tten die einzelnen get&auml;tigten Finanzgesch&auml;fte keine Gr&ouml;&szlig;enordnung angenommen, die zu einer konkreten Gef&auml;hrdung der finanziellen Grundlagen des eigentlichen Unternehmens der S-KG h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen. Die S-KG habe mit der Dollarparit&auml;t bzw. dem DAX-Index Basiswerte gew&auml;hlt, bei denen extreme Preis- und Kursschwankungen nicht zu erwarten gewesen seien. Eine Beendigung des Engagements h&auml;tte bei eintretenden verlusttr&auml;chtigen Entwicklungen kurzfristig erfolgen k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>40<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Aus diesen Feststellungen hat das FG den &#8211;selbst unter Anwendung des bei branchenfremden Risikogesch&auml;ften gebotenen strengen Ma&szlig;stabs&#8211; m&ouml;glichen und daher f&uuml;r den erkennenden Senat gem&auml;&szlig; &sect; 118 Abs. 2 FGO bindenden Schluss gezogen, dass die von der S-KG get&auml;tigten Gesch&auml;fte zur St&auml;rkung des Betriebskapitals objektiv geeignet und ausschlie&szlig;lich durch den Betrieb veranlasst gewesen seien.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>41<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Dem FG ist auf Grund der obigen Feststellungen auch dahin zu folgen, dass die get&auml;tigten Finanzgesch&auml;fte im Streitfall trotz ihres spekulativen Charakters nicht in die N&auml;he von Gl&uuml;cksspielen zu r&uuml;cken, sie vielmehr Ausdruck wirtschaftlichen Handelns im Rahmen professioneller Anlagestrategien gewesen seien, um wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>42<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                (3) Schlie&szlig;lich hat das FG auch dem Einwand des FA, dass Herr K. die Finanzgesch&auml;fte ohne Zustimmung der Gesellschafterversammlung get&auml;tigt habe, im Ergebnis zu Recht keine Bedeutung beigemessen. Herr K. war als Komplement&auml;r gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 161 Abs. 2, 125 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs (HGB) zur Vertretung der S-KG (im Au&szlig;enverh&auml;ltnis) erm&auml;chtigt. Gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 161 Abs. 2, 126 Abs. 2 HGB gilt die Vertretungsmacht gegen&uuml;ber Dritten unbeschr&auml;nkt. Wie unter II.2.b (1) dargelegt, sind die Finanzgesch&auml;fte stets im Namen und auf Rechnung der S-KG durchgef&uuml;hrt worden. Die Finanzgesch&auml;fte sind daher stets der S-KG zuzurechnen gewesen, unabh&auml;ngig davon, ob Herr K. im Innenverh&auml;ltnis seine Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungsbefugnis gem&auml;&szlig; &sect;&sect; 161 Abs. 2, 116 Abs. 2 HGB &uuml;berschritten haben sollte. Die vom FA behauptete &Uuml;berschreitung der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrungsbefugnis des Herrn K. ist daher schon vom Ansatz her nicht geeignet, diesem die namens der S-KG durchgef&uuml;hrten Finanzgesch&auml;fte steuerlich zuzurechnen und die damit zusammenh&auml;ngenden Verluste aus dem betrieblichen Veranlassungszusammenhang der S-KG zu l&ouml;sen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.4.2009, IV R 87\/05 Umdeutung der namens einer voll beendeten KG erhobenen Klage &#8211; Fehlerhafte Adressierung der Einspruchsentscheidung &#8211; Betriebliche Veranlassung von Devisentermingesch&auml;ften und Dax-Optionsscheinhandel &#8211; Keine Zurechnung von Finanzgesch&auml;ften einer KG beim Komplement&auml;r Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. 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