{"id":14958,"date":"2012-12-08T15:46:57","date_gmt":"2012-12-08T13:46:57","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14958"},"modified":"2012-12-08T15:46:57","modified_gmt":"2012-12-08T13:46:57","slug":"iv-r-24-08-auslegung-der-klageschrift-bestimmung-des-klaegers-nachholung-einer-fehlerhaft-unterlassenen-beiladung-im-revisionsverfahren-formunwirksamer-vertrag-zwischen-nahen-angehoerigen-schuldzinsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-24-08-auslegung-der-klageschrift-bestimmung-des-klaegers-nachholung-einer-fehlerhaft-unterlassenen-beiladung-im-revisionsverfahren-formunwirksamer-vertrag-zwischen-nahen-angehoerigen-schuldzinsen\/","title":{"rendered":"IV&nbsp;R&nbsp;24\/08 &#8211; Auslegung der Klageschrift &#8211; Bestimmung des Kl&auml;gers &#8211; Nachholung einer fehlerhaft unterlassenen Beiladung im Revisionsverfahren &#8211; Formunwirksamer Vertrag zwischen nahen Angeh&ouml;rigen &#8211; Schuldzinsen aus Darlehensvertr&auml;gen als Sonderbetriebsausgaben eines atypisch stillen Gesellschafters &#8211; Fremd&uuml;blichkeit einer Besicherung &#8211; Bestellung eines Empfangsbevollm&auml;chtigten nach &sect; 183 Abs. 1 Satz 1 AO"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.4.2009, IV R 24\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Auslegung der Klageschrift &#8211; Bestimmung des Kl&auml;gers &#8211; Nachholung einer fehlerhaft unterlassenen Beiladung im Revisionsverfahren &#8211; Formunwirksamer Vertrag zwischen nahen Angeh&ouml;rigen &#8211; Schuldzinsen aus Darlehensvertr&auml;gen als Sonderbetriebsausgaben eines atypisch stillen Gesellschafters &#8211; Fremd&uuml;blichkeit einer Besicherung &#8211; Bestellung eines Empfangsbevollm&auml;chtigten nach &sect; 183 Abs. 1 Satz 1 AO<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. S betrieb eine Tischlerei, an der der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte &#8211;Kl&auml;ger&#8211; (s. hierzu nachfolgend II. 1.;) als atypisch stiller Gesellschafter beteiligt war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger schloss mit seinen &#8211;in den Jahren 1986 und 1989 geborenen&#8211; S&ouml;hnen M und D in den Streitjahren 1999 bis 2003 jeweils mehrere Vertr&auml;ge &uuml;ber verzinsliche Darlehen, die jeweils vom Kl&auml;ger und dem betreffenden Sohn unterzeichnet wurden. Der Kl&auml;ger und seine Ehefrau stimmten den Vertr&auml;gen als gesetzliche Vertreter zu; ein Erg&auml;nzungspfleger wurde zun&auml;chst nicht bestellt. Die Vertr&auml;ge waren mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Jahres k&uuml;ndbar. Die Zinsen in H&ouml;he von 7 % bzw. 8 % waren j&auml;hrlich zum 31. Dezember zu entrichten.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) lie&szlig; die Schuldzinsen aus den Darlehensvertr&auml;gen nicht zum Abzug als Sonderbetriebsausgaben zu, weil die Vertr&auml;ge mangels Bestellung eines Erg&auml;nzungspflegers zivilrechtlich nicht wirksam seien. Hiergegen legte der Prozessbevollm&auml;chtigte des Kl&auml;gers, Steuerberater O, im Auftrag der atypisch stillen Gesellschaft Einspruch ein. O ist zugleich in den von S unterschriebenen Feststellungserkl&auml;rungen f&uuml;r die Streitjahre als von den Beteiligten bestellter Empfangsbevollm&auml;chtigter genannt. W&auml;hrend des Einspruchsverfahrens genehmigten der zwischenzeitlich vollj&auml;hrige M und f&uuml;r D &#8211;nachdem f&uuml;r seine Darlehen eine dingliche Sicherheit bestellt worden war&#8211; eine vom Vormundschaftsgericht bestellte Erg&auml;nzungspflegerin mit vormundschaftsgerichtlicher Genehmigung die Darlehensvertr&auml;ge. Das FA wies die Einspr&uuml;che als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ck; die Einspruchsentscheidung weist im Rubrum und in den Gr&uuml;nden die atypisch stille Gesellschaft als Einspruchsf&uuml;hrerin aus.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rubrum der Klageschrift bezeichnete O die atypisch stille Gesellschaft als Kl&auml;ger. Das Finanzgericht (FG) legte die Klage als Klage von S und dem Kl&auml;ger aus und gab ihr statt. Der Nichtbeachtung der zivilrechtlichen Formerfordernisse sei im Streitfall keine entscheidende Bedeutung beizumessen. Die Darlehensvertr&auml;ge entspr&auml;chen inhaltlich dem unter Fremden &Uuml;blichen und seien entsprechend dem Vereinbarten durchgef&uuml;hrt worden. Die fehlende Besicherung der R&uuml;ckzahlungsanspr&uuml;che stehe dem nicht entgegen, da eine Besicherung unter fremden Dritten erst bei langfristigen Darlehen &uuml;blich sei. Im Streitfall seien die Darlehen hingegen mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende k&uuml;ndbar gewesen. Die Nichtbeachtung der Formvorschriften sei den Beteiligten nicht anzulasten, da sie dem Kl&auml;ger &#8211;nach seiner glaubhaften Einlassung&#8211; nicht bekannt gewesen seien. Der Formfehler sei auch zeitnah nach seiner Aufdeckung behoben worden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit seiner Revision r&uuml;gt das FA die Verletzung materiellen Rechts.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt, die Revision zur&uuml;ckzuweisen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Klage ist so auszulegen, dass sie nur f&uuml;r den Kl&auml;ger und &#8211;entgegen der Auffassung des FG&#8211; nicht auch f&uuml;r S erhoben wurde; das Rubrum dieses Verfahrens ist entsprechend zu berichtigen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Klageschrift ist nach den f&uuml;r Willenserkl&auml;rungen geltenden Grunds&auml;tzen auszulegen. F&uuml;r die Bestimmung des in der Klageschrift genannten Kl&auml;gers sind alle dem FG und FA bekannten und vern&uuml;nftigerweise erkennbaren Umst&auml;nde tats&auml;chlicher und rechtlicher Art zu ber&uuml;cksichtigen. (Beschluss des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 6. Mai 1998 IV B 108\/97, BFH\/NV 1999, 146, m.w.N.). Nach dem Grundsatz der rechtsschutzgew&auml;hrenden Auslegung ist im Zweifelsfall anzunehmen, dass das Rechtsmittel eingelegt werden sollte, das zul&auml;ssig ist (BFH-Urteil vom 29. November 2007 IV R 81\/05, BFHE 220, 94, BStBl II 2008, 561, m.w.N.). Dies gilt grunds&auml;tzlich auch f&uuml;r Schrifts&auml;tze von rechtskundigen Bevollm&auml;chtigten (vgl. BFH-Urteil vom 19. April 2007 IV R 28\/05, BFHE 218, 75, BStBl II 2007, 704).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Die Klageschrift ist &#8211;wie auch das FG zu Recht angenommen hat&#8211; auslegungsbed&uuml;rftig und auslegbar. In ihrem Rubrum ist die atypisch stille Gesellschaft als Kl&auml;ger bezeichnet. Eine atypisch stille Gesellschaft kann jedoch nicht Beteiligte eines finanzgerichtlichen Verfahrens sein, das die gesonderte Feststellung ihrer Eink&uuml;nfte betrifft (BFH-Beschluss vom 3. M&auml;rz 1998 VIII B 62\/97, BFHE 185, 131, BStBl II 1998, 401, m.w.N.). Diese fehlerhafte Kl&auml;gerbezeichnung hat das FA dem Grunde nach veranlasst, weil es in der Einspruchsentscheidung die atypisch stille Gesellschaft als Einspruchsf&uuml;hrerin bezeichnet hat. Die Klage ist daher dahin gehend auszulegen, dass sie vom Kl&auml;ger als dem durch die Einspruchsentscheidung beschwerten Gesellschafter erhoben worden ist (vgl. auch BFH-Beschluss in BFH\/NV 1999, 146); denn sie richtet sich gegen die Feststellungsbescheide f&uuml;r die Streitjahre in der Fassung der Einspruchsentscheidung.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger ist nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO klagebefugt. Danach kann wegen einer Frage, die einen Beteiligten pers&ouml;nlich angeht, dieser Beteiligte Klage erheben, wenn er durch die Feststellungen &uuml;ber die Frage ber&uuml;hrt wird. Diese Voraussetzung ist erf&uuml;llt, wenn &uuml;ber Sonderbetriebseinnahmen oder Sonderbetriebsausgaben eines Gesellschafters gestritten wird (BFH-Urteil vom 4. Mai 2000 IV R 16\/99, BFHE 191, 539, BStBl II 2001, 171). Im Streitfall hat das FA mit der Einspruchsentscheidung (nur) &uuml;ber die Abziehbarkeit der Schuldzinsen aus den Darlehensvertr&auml;gen zwischen dem Kl&auml;ger und seinen S&ouml;hnen als Sonderbetriebsausgaben entschieden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entgegen der Auffassung des FG ist die Klage nicht zugleich als Klage des S auszulegen; denn er w&auml;re nach &sect; 48 FGO nicht klagebefugt und die Klage damit unzul&auml;ssig. Eine Klagebefugnis nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 1&nbsp;&nbsp;1. Alternative FGO kommt nicht in Betracht, da es bei der atypisch stillen Gesellschaft &quot;einen zur Vertretung berufenen&quot; Gesellschafter nicht gibt. Die Vorschrift kann auf den Inhaber des Handelsgesch&auml;fts auch nicht analog angewandt werden (vgl. BFH-Beschluss in BFHE 185, 131, BStBl II 1998, 401, m.w.N.). Nach &sect; 48 Abs. 1 Nr. 2 FGO ist S nicht klagebefugt, weil mit O ein Klagebevollm&auml;chtigter nach &sect; 48 Abs. 1 Satz 1&nbsp;&nbsp;2. Alternative, Abs. 2 S&auml;tze 1 und 3 FGO i.V.m. &sect; 183 Abs. 1 Satz 1 der Abgabenordnung (AO) vorhanden ist; auch eine am Feststellungsverfahren nicht beteiligte Person kann zum Empfangsbevollm&auml;chtigten bestellt werden (vgl. Brandis in Tipke\/Kruse, Finanzgerichtsordnung, &sect; 183 AO Rz 10; S&ouml;hn in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 183 AO Rz 62). Eine Klagebefugnis des S kann ferner nicht aus &sect; 48 Abs. 1 Nrn. 3 bis 5 FGO abgeleitet werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Aus den zuvor genannten Gr&uuml;nden ist auch der Einspruch so auszulegen, dass der Kl&auml;ger Einspruch eingelegt hat und die Einspruchsentscheidung damit nur ihm gegen&uuml;ber ergehen konnte. Die Frage, wer Einspruchsf&uuml;hrer war, konnte angesichts des durch das Einspruchsschreiben eng umgrenzten Personenkreises nach Ablauf der Rechtsbehelfsfrist beantwortet werden (vgl. BFH-Urteil vom 1. Juli 2004 IV R 4\/03, BFH\/NV 2005, 162).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Das FG hat es verfahrensfehlerhaft unterlassen, O zum Verfahren nach &sect; 60 Abs. 3 Satz 1 FGO notwendig beizuladen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Gem&auml;&szlig; &sect; 60 Abs. 3 Satz 1 FGO sind Dritte zum Verfahren beizuladen, wenn sie an dem streitigen Rechtsverh&auml;ltnis derart beteiligt sind, dass die Entscheidung auch ihnen gegen&uuml;ber nur einheitlich ergehen kann. Dies gilt nicht f&uuml;r Mitberechtigte, die nach &sect; 48 FGO nicht klagebefugt sind (&sect; 60 Abs. 3 Satz 2 FGO). O ist als Klagebevollm&auml;chtigter gem&auml;&szlig; &sect; 48 Abs. 1 Satz 1&nbsp;&nbsp;2. Alternative, Abs. 2 FGO i.V.m. &sect; 183 Abs. 1 Satz 1 AO klagebefugt und w&auml;re damit notwendig beizuladen gewesen (vgl. BFH-Beschluss vom 14. November 2008 IV B 136\/07, BFH\/NV 2009, 597; sowie Steinhauff in HHSp, &sect; 48 FGO Rz 142 und 309, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Das Unterlassen der notwendigen Beiladung durch das FG begr&uuml;ndet einen Versto&szlig; gegen die Grundordnung des Verfahrens, der vom Revisionsgericht von Amts wegen zu pr&uuml;fen ist (BFH-Urteil vom 11. Oktober 2007 IV R 52\/04, BFHE 219, 129). Die Beiladung kann zwar in der Revisionsinstanz nach &sect; 123 Abs. 1 Satz 2 FGO nachgeholt werden. Der Senat &uuml;bt sein ihm in dieser Vorschrift einger&auml;umtes Ermessen aber dahin gehend aus, dass er die Beiladung nicht selbst vornimmt. Denn der Zweck einer Beiladung im Revisionsverfahren, eine Zur&uuml;ckverweisung der Sache an die Vorinstanz zu vermeiden (vgl. BFH-Beschluss vom 18. Dezember 2002 I R 12\/02, BFH\/NV 2003, 636, m.w.N.), kann im Streitfall nicht erreicht werden, da das angefochtene Urteil schon aus anderen Gr&uuml;nden aufzuheben und die Sache an das FG zur&uuml;ckzuverweisen ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Zu Unrecht hat das FG entschieden, dass die Schuldzinsen aus den Darlehensvertr&auml;gen zwischen dem Kl&auml;ger und seinen S&ouml;hnen als Sonderbetriebsausgaben zu ber&uuml;cksichtigen sind. Die Beurteilung der Darlehensvertr&auml;ge durch das FG h&auml;lt einer revisionsrechtlichen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht stand.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Sonderbetriebsausgaben sind die Aufwendungen, die durch die Beteiligung an der Personengesellschaft veranlasst sind. Aufwendungen aufgrund eines Vertrags zwischen nahen Angeh&ouml;rigen k&ouml;nnen nur durch die Beteiligung veranlasst sein, wenn der Vertrag steuerrechtlich anzuerkennen ist (vgl. BFH-Urteil vom 25. Januar 2000 VIII R 50\/97, BFHE 191, 267, BStBl II 2000, 393, m.w.N.). Nach st&auml;ndiger Rechtsprechung des BFH sind Vertragsverh&auml;ltnisse zwischen nahen Angeh&ouml;rigen steuerrechtlich grunds&auml;tzlich anzuerkennen, wenn die Vertr&auml;ge b&uuml;rgerlich-rechtlich wirksam vereinbart worden sind und sowohl die Gestaltung als auch die Durchf&uuml;hrung des Vereinbarten dem zwischen Fremden &Uuml;blichen entsprechen. Diese Anforderungen gr&uuml;nden auf der &Uuml;berlegung, dass es innerhalb eines Familienverbundes typischerweise an einem Interessensgegensatz fehlt und zivilrechtliche Gestaltungsm&ouml;glichkeiten steuerrechtlich missbraucht werden k&ouml;nnen. Im Interesse einer effektiven Missbrauchsbek&auml;mpfung ist es daher geboten und zul&auml;ssig, an den Beweis des Abschlusses und an den Nachweis der Ernstlichkeit von Vertragsgestaltungen zwischen nahen Angeh&ouml;rigen strenge Anforderungen zu stellen. Die besonderen Anforderungen der Rechtsprechung bilden Beweisanzeichen (Indizien) bei der im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu treffenden Entscheidung, ob die streitigen Aufwendungen in einem sachlichen Zusammenhang mit dem Erzielen von Eink&uuml;nften stehen oder dem nicht steuerbaren privaten Bereich (&sect; 12 des Einkommensteuergesetzes &#8211;EStG&#8211;) zugeh&ouml;rig sind (BFH-Urteil vom 22. Februar 2007 IX R 45\/06, BFHE 217, 409, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Lassen die Vertragsbeteiligten zivilrechtliche Formerfordernisse unbeachtet, so f&uuml;hrt dieses Beweisanzeichen gegen die Ernsthaftigkeit der getroffenen Vereinbarung &#8211;anders als z.B. das Nichterf&uuml;llen eines gesetzlichen Tatbestandsmerkmals&#8211; nicht allein und ausnahmslos dazu, das Vertragsverh&auml;ltnis steuerrechtlich nicht anzuerkennen (BFH-Urteile in BFHE 217, 409, und vom 7. Juni 2006 IX R 4\/04, BFHE 214, 173, BStBl II 2007, 294, jeweils m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entgegen der Auffassung des FA (ebenso Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen &#8211;BMF&#8211; vom 2. April 2007 IV B 2-S 2144\/0, 2007\/0139659, BStBl I 2007, 441) gilt dies auch dann, wenn sich das Formerfordernis eindeutig aus dem Wortlaut des Gesetzes ergibt. Die zivilrechtliche Wirksamkeit des Vertragsschlusses ist nur ein Indiz gegen den vertraglichen Bindungswillen der Beteiligten. Dieses Indiz darf nicht zu einem Tatbestandsmerkmal verselbst&auml;ndigt werden, das schon f&uuml;r sich genommen die steuerrechtliche Anerkennung des Vertragsverh&auml;ltnisses ausschlie&szlig;t (vgl. Beschluss des Bundesverfassungsgerichts &#8211;BVerfG&#8211; vom 7. November 1995&nbsp;&nbsp;2 BvR 802\/90, BStBl II 1996, 34; sowie BFH-Urteil in BFHE 214, 173, BStBl II 2007, 294).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Indizwirkung gegen den vertraglichen Bindungswillen wird aber verst&auml;rkt, wenn den Vertragspartnern die Nichtbeachtung der Formvorschriften insbesondere bei klarer Zivilrechtslage angelastet werden kann (BFH-Urteil in BFHE 217, 409, m.w.N.). In diesem Sinn ist auch die Aussage in dem &#8211;vom FA zur Begr&uuml;ndung seiner gegenteiligen Auffassung angef&uuml;hrten&#8211; BFH-Urteil vom 13. Juli 1999 VIII R 29\/97 (BFHE 191, 250, BStBl II 2000, 386) zu verstehen, die steuerrechtliche Anerkennung eines formunwirksamen Vertrags setze voraus, dass den Vertragspartnern die Nichtbeachtung der Formvorschriften nicht angelastet werden k&ouml;nne.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Ob der Vertrag dem Fremdvergleich standh&auml;lt, ist nach der Gesamtheit der objektiven Gegebenheiten zu entscheiden. Bei einem Darlehensvertrag ist die Fremd&uuml;blichkeit anhand der Vereinbarung &uuml;ber die Laufzeit und R&uuml;ckzahlbarkeit des Darlehens, der regelm&auml;&szlig;igen Entrichtung der Zinsen sowie der Darlehensbesicherung zu &uuml;berpr&uuml;fen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 191, 267, BStBl II 2000, 393, m.w.N.). Dabei kann einzelnen Beweisanzeichen je nach Lage des Falles im Rahmen der Gesamtbetrachtung eine unterschiedliche Bedeutung zukommen. Dementsprechend schlie&szlig;t nicht jede Abweichung vom &Uuml;blichen notwendigerweise die steuerrechtliche Anerkennung des Vertragsverh&auml;ltnisses aus (BFH-Urteil vom 7. Mai 1996 IX R 69\/94, BFHE 180, 377, BStBl II 1997, 196, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Die revisionsrechtliche &Uuml;berpr&uuml;fung der Gesamtw&uuml;rdigung des FG durch den BFH beschr&auml;nkt sich darauf, ob das FG von zutreffenden Kriterien ausgegangen ist, alle ma&szlig;geblichen Beweisanzeichen einbezogen und dabei nicht gegen Denkgesetze oder Erfahrungss&auml;tze versto&szlig;en hat (BFH-Urteil vom 19. August 2008 IX R 23\/07, BFH\/NV 2009, 12, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist die Gesamtw&uuml;rdigung des FG rechtsfehlerhaft.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>26<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Zu Unrecht hat das FG die schwebende Unwirksamkeit der Darlehensvertr&auml;ge (vgl. &sect; 177 Abs. 1 i.V.m. &sect; 181, &sect; 1629 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. &sect; 1795 Abs. 1 Nr. 1 des B&uuml;rgerlichen Gesetzbuchs &#8211;BGB&#8211;) in den Streitjahren nicht als verst&auml;rktes Indiz gegen den vertraglichen Bindungswillen der Vertragsbeteiligten gew&uuml;rdigt. Denn der Ausschluss des Kl&auml;gers und seiner Ehefrau von der Vertretung ihrer S&ouml;hne beim Abschluss der Darlehensvertr&auml;ge und damit die Erforderlichkeit einer Erg&auml;nzungspflegschaft (&sect; 1909 BGB) ergeben sich eindeutig aus dem Wortlaut der genannten Vorschriften.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>27<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Entgegen der Auffassung des FG ist unerheblich, ob dem Kl&auml;ger diese Vorschriften bekannt waren oder nicht. Der Formmangel ist den Vertragspartnern schon dann als verst&auml;rktes Indiz gegen ihren Rechtsbindungswillen &quot;anzulasten&quot;, wenn die Zivilrechtslage &#8211;objektiv&#8211; klar ist. Eine verst&auml;rkte Indizwirkung ist mithin auch dann anzunehmen, wenn den Vertragspartnern in Bezug auf den Formmangel weder ein vors&auml;tzliches noch ein fahrl&auml;ssiges Handeln vorzuwerfen ist (so auch Heuermann, Der Betrieb 2007, 1267, unter V.). Hinzu kommt, dass das FA oder das FG &#8211;worauf das FA zu Recht hinweist&#8211; nur schwer feststellen k&ouml;nnten, ob die Beteiligten das Formerfordernis gekannt haben oder h&auml;tten kennen m&uuml;ssen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>28<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) Unzutreffend ist die Auffassung des FG, die fehlende Besicherung der Darlehen sei fremd&uuml;blich, weil die Darlehensvertr&auml;ge mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Jahres k&uuml;ndbar waren und eine Besicherung unter fremden Dritten erst bei langfristigen Darlehen &uuml;blich sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>29<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                F&uuml;r die Fremd&uuml;blichkeit einer Besicherung ist entscheidend, ob ein fremder Gl&auml;ubiger unter gleichen oder &auml;hnlichen Verh&auml;ltnissen eine Sicherheit gefordert h&auml;tte (zu Darlehensvertr&auml;gen zwischen einer Kapitalgesellschaft und ihrem beherrschenden Gesellschafter BFH-Urteil vom 29. Oktober 1997 I R 24\/97, BFHE 184, 482, BStBl II 1998, 573). Hierzu hat das FG keine tats&auml;chlichen Feststellungen getroffen. Der Umstand, dass die Erg&auml;nzungspflegerin die Darlehensvertr&auml;ge mit D erst genehmigt hat, nachdem f&uuml;r seine Darlehen eine dingliche Sicherheit bestellt worden war, legt allerdings nahe, dass ein fremder Gl&auml;ubiger nicht auf eine Sicherheit verzichtet h&auml;tte. Entgegen der Auffassung des FG ist dem BFH-Urteil vom 7. November 1990 X R 126\/87 (BFHE 163, 49, BStBl II 1991, 291) nicht zu entnehmen, eine Besicherung sei unter fremden Dritten nur bei langfristigen Darlehen &uuml;blich. Der BFH hat dort vielmehr offengelassen, ob und unter welchen Voraussetzungen auch bei einer k&uuml;rzeren Vertragsdauer als vier Jahren nach den Umst&auml;nden des Einzelfalles eine Besicherung der Darlehensforderung unter fremden Dritten &uuml;blich sei.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>30<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auch ist im Fall eines K&uuml;ndigungsdarlehens &#8211;wie den Darlehensvertr&auml;gen im Streitfall&#8211; f&uuml;r die Frage, ob es sich um ein langfristiges Darlehen handelt, grunds&auml;tzlich darauf abzustellen, ob der Gl&auml;ubiger unter Aussch&ouml;pfung seiner K&uuml;ndigungsrechte eine kurzfristige oder nur eine langfristige R&uuml;ckzahlung des Darlehens erzwingen kann (BFH-Urteil vom 28. Januar 1993 IV R 109\/91, BFH\/NV 1993, 590, m.w.N.); ein langfristiges Darlehen ist jedenfalls bei einer Laufzeit von mindestens vier Jahren anzunehmen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 163, 49, BStBl II 1991, 291). Im Streitfall ist dabei zu ber&uuml;cksichtigen, dass die minderj&auml;hrigen S&ouml;hne f&uuml;r eine wirksame K&uuml;ndigung der Einwilligung eines Erg&auml;nzungspflegers bedurften (vgl. &sect; 107, &sect; 1909 i.V.m. &sect; 181, &sect; 1629 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. &sect; 1795 Abs. 1 Nr. 1 BGB).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>31<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                cc) Ferner hat das FG rechtsfehlerhaft nicht alle f&uuml;r eine Gesamtw&uuml;rdigung erforderlichen Feststellungen getroffen und demzufolge nicht alle ma&szlig;geblichen Beweisanzeichen in seine Gesamtw&uuml;rdigung einbezogen. Das FG hat sich im Wesentlichen auf die Feststellung beschr&auml;nkt, dass die Gestaltung und die Durchf&uuml;hrung des Vereinbarten dem zwischen Fremden &Uuml;blichen entspr&auml;chen. Es hat indes nicht festgestellt, ob der Kl&auml;ger die vereinbarten Darlehenszinsen tats&auml;chlich fortlaufend an seine S&ouml;hne gezahlt hat. Auch fehlt es an tats&auml;chlichen Feststellungen zur Fremd&uuml;blichkeit der Vereinbarungen &uuml;ber die R&uuml;ckzahlbarkeit der Darlehen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>32<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Das FG ist von anderen Grunds&auml;tzen ausgegangen; die Vorentscheidung ist daher aufzuheben. Die Sache ist nicht spruchreif. Das FG wird im zweiten Rechtsgang die fehlenden tats&auml;chlichen Feststellungen zur Fremd&uuml;blichkeit der streitigen Darlehensvertr&auml;ge nachholen und sie insgesamt neu beurteilen. Dabei weist der Senat darauf hin, dass allein eine fortlaufende Zinszahlung nicht f&uuml;r die steuerrechtliche Anerkennung der streitigen Darlehensvertr&auml;ge gen&uuml;gen wird. Au&szlig;erdem wird es O zum Verfahren beiladen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 23.4.2009, IV R 24\/08 Auslegung der Klageschrift &#8211; Bestimmung des Kl&auml;gers &#8211; Nachholung einer fehlerhaft unterlassenen Beiladung im Revisionsverfahren &#8211; Formunwirksamer Vertrag zwischen nahen Angeh&ouml;rigen &#8211; Schuldzinsen aus Darlehensvertr&auml;gen als Sonderbetriebsausgaben eines atypisch stillen Gesellschafters &#8211; Fremd&uuml;blichkeit einer Besicherung &#8211; Bestellung eines Empfangsbevollm&auml;chtigten nach &sect; 183 Abs. 1 Satz 1 AO Tatbestand &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/iv-r-24-08-auslegung-der-klageschrift-bestimmung-des-klaegers-nachholung-einer-fehlerhaft-unterlassenen-beiladung-im-revisionsverfahren-formunwirksamer-vertrag-zwischen-nahen-angehoerigen-schuldzinsen\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IV&nbsp;R&nbsp;24\/08 &#8211; Auslegung der Klageschrift &#8211; Bestimmung des Kl&auml;gers &#8211; Nachholung einer fehlerhaft unterlassenen Beiladung im Revisionsverfahren &#8211; Formunwirksamer Vertrag zwischen nahen Angeh&ouml;rigen &#8211; Schuldzinsen aus Darlehensvertr&auml;gen als Sonderbetriebsausgaben eines atypisch stillen Gesellschafters &#8211; Fremd&uuml;blichkeit einer Besicherung &#8211; Bestellung eines Empfangsbevollm&auml;chtigten nach &sect; 183 Abs. 1 Satz 1 AO<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14958","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14958","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14958"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14958\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14958"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14958"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14958"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}