{"id":14973,"date":"2012-12-19T14:59:49","date_gmt":"2012-12-19T12:59:49","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14973"},"modified":"2012-12-19T14:59:49","modified_gmt":"2012-12-19T12:59:49","slug":"ix-r-40-08-erstattetes-disagio-als-werbungskosten-bei-den-einkuenften-aus-vermietung-und-verpachtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-40-08-erstattetes-disagio-als-werbungskosten-bei-den-einkuenften-aus-vermietung-und-verpachtung\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;40\/08 &#8211; Erstattetes Disagio als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.5.2009, IX R 40\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Erstattetes Disagio als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) erwarb 2003 eine im Bau befindliche Eigentumswohnung in A. Die Verk&auml;uferin, eine st&auml;dtische Wohnungsbaugesellschaft, hatte die erworbene Wohnung einschlie&szlig;lich des dazu geh&ouml;renden Tiefgaragenstellplatzes in der zu ihrem Verkaufsprospekt geh&ouml;renden Preisliste mit 178 350 EUR ausgewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger finanzierte die Anschaffung der Eigentumswohnung durch die Aufnahme zweier Darlehen bei der Sparkasse A. Dabei l&ouml;ste er ein bestehendes Darlehen der st&auml;dtischen Wohnungsbaugesellschaft bei der Sparkasse A teilweise, d.h. soweit dieses auf die erworbene Eigentumswohnung entfiel, im Wege der Schuld&uuml;bernahme ab, wobei sowohl der Nominalzinssatz in H&ouml;he von 3,99 % p.a. als auch die laufende Zinsbindung fortgef&uuml;hrt wurden. Im Gegenzug verpflichtete sich der Kl&auml;ger gegen&uuml;ber der Verk&auml;uferin der Eigentumswohnung, das von dieser im Jahr 2002 an die Sparkasse A gezahlte Disagio anteilig im Verh&auml;ltnis der verbleibenden Zinsbindung zur gesamten Laufzeit zu erstatten. Vor diesem Hintergrund wurde in Ziff. II. 1. des notariell beurkundeten Kaufvertrags vom 9. Dezember 2003 vereinbart: &quot;Der Kaufpreis betr&auml;gt 193 810 EUR (&#8230;) und setzt sich zusammen aus einem Entgelt f&uuml;r den Grundbesitzerwerb in H&ouml;he von 178 350 EUR und einem anteiligen, aus der Finanzierung &uuml;bernommenen Disagio in H&ouml;he von 15 460 EUR.&quot; Nach den weiteren Bestimmungen des Kaufvertrages waren 50 % des Kaufpreises am 23. Dezember 2003 f&auml;llig und zahlbar. Dementsprechend wies der Kl&auml;ger unter dem 16. Dezember 2003 die kreditf&uuml;hrende Sparkasse A an, der Verk&auml;uferin die f&auml;llige Kaufpreish&auml;lfte gutzuschreiben. Am gleichen Tag &uuml;berwies der Kl&auml;ger, wie vertraglich vereinbart, der Verk&auml;uferin den Betrag des anteilig zu erstattenden Disagios in H&ouml;he von 15 460 EUR. Die von dem Kl&auml;ger erworbene Eigentumswohnung ist seit Februar 2004 vermietet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                In seiner Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r das Streitjahr (2003) machte der Kl&auml;ger den Erstattungsbetrag f&uuml;r das Disagio in H&ouml;he von 15 460 EUR sowie die f&uuml;r die Umschreibung des Darlehens angefallenen Kosten in H&ouml;he von 500 EUR und anteilig auf das Streitjahr entfallende Zinsen in H&ouml;he von 86,29 EUR als vorab entstandene Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung geltend. Der Beklagte und Revisionskl&auml;ger (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) veranlagte den Kl&auml;ger zun&auml;chst mit unter dem Vorbehalt der Nachpr&uuml;fung stehenden Einkommensteuerbescheid vom 3. Juni 2004 erkl&auml;rungsgem&auml;&szlig;. Mit &Auml;nderungsbescheid vom 11. Januar 2006 erlie&szlig; das FA einen nach &sect; 164 Abs. 2 der Abgabenordnung ge&auml;nderten Einkommensteuerbescheid f&uuml;r das Streitjahr; darin behandelte das FA das Disagio sowie die damit in Zusammenhang stehenden Kosten in H&ouml;he von insgesamt 16 046,29 EUR nicht mehr als sofort abziehbare Werbungskosten, sondern als Anschaffungskosten der Eigentumswohnung. Der hiergegen gerichtete Einspruch des Kl&auml;gers hatte keinen Erfolg.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) gab der Klage aus den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2008, 1872 ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;nden statt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision vertritt das FA weiter die Auffassung, die vom Kl&auml;ger im Streitjahr geltend gemachten Kosten &#8211;f&uuml;r die Erstattung des Disagios, f&uuml;r die Umschreibung des Darlehens und f&uuml;r Schuldzinsen&#8211; stellten Anschaffungskosten dar. Voraussetzung f&uuml;r die Zugeh&ouml;rigkeit eines Disagiobetrages zu den eigenen Finanzierungskosten des Erwerbers sei, dass bei Verausgabung des Disagios die F&auml;lligkeit einer zu finanzierenden Hauptschuld des Erwerbers gegeben sei. Ein vor F&auml;lligkeit der Hauptschuld vom Ver&auml;u&szlig;erer geleisteter Disagiobetrag geh&ouml;re bei Erstattung durch den Erwerber des Geb&auml;udes zu dessen Anschaffungskosten. Bei wirtschaftlicher Betrachtung des gesamten Vorgangs seien die Zahlungen daher nicht als Verg&uuml;tung f&uuml;r die &Uuml;berlassung von Kapital zur Finanzierung der Anschaffungskosten anzusehen, sondern als Kosten, die dem Ersatz eigener Aufwendungen des Ver&auml;u&szlig;erers dienten. Diese seien indes Anschaffungskosten des Erwerbers.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das angefochtene Urteil des FG vom 24. Juli 2008 aufzuheben und die Klage abzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Kl&auml;ger beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        die Revision zur&uuml;ckzuweisen.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist unbegr&uuml;ndet und nach &sect; 126 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO) zur&uuml;ckzuweisen. Zutreffend ist das FG davon ausgegangen, dass die vom Kl&auml;ger im Zusammenhang mit der anteiligen Erstattung des Disagios getragenen Aufwendungen als sofort abziehbare Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung i.S. des &sect; 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) anzusehen sind.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 EStG in der in den Streitjahren geltenden Fassung sind Werbungskosten Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen. Sie sind nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 2 EStG bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung abzuziehen, wenn sie bei ihr erwachsen, und das hei&szlig;t, durch die sie veranlasst sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 15. Januar 2008 IX R 45\/07, BFHE 220, 264, BStBl II 2008, 572). Fallen solche Aufwendungen schon an, bevor mit dem Aufwand zusammenh&auml;ngende Einnahmen erzielt werden, k&ouml;nnen sie als vorab entstandene Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt werden, wenn ein ausreichend bestimmter wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Aufwendungen und der Einkunftsart besteht, in deren Rahmen der Abzug begehrt wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Welche Aufwendungen im Gegensatz dazu zu den &#8211;bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung nur im Wege der Absetzungen f&uuml;r Abnutzung zu ber&uuml;cksichtigenden&#8211; Anschaffungskosten einer Immobilie z&auml;hlen, bestimmt sich auch f&uuml;r die Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung nach &sect; 255 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches. Danach sind Anschaffungskosten die Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Verm&ouml;gensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, ferner die Nebenkosten und nachtr&auml;glichen Anschaffungskosten (BFH-Urteil vom 28. M&auml;rz 2007 IX R 53\/04, BFH\/NV 2007, 1845, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Ein im Rahmen der Ver&auml;u&szlig;erung einer Immobilie als kalkulatorischer Teil des Kaufpreises ber&uuml;cksichtigtes Disagio geh&ouml;rt nach Ma&szlig;gabe der h&ouml;chstrichterlichen Rechtsprechung zu den Anschaffungskosten des Erwerbers f&uuml;r das erworbene Wirtschaftsgut und nicht zu seinen Finanzierungskosten. Wird dagegen eine Vereinbarung &uuml;ber die Erstattung des Disagios unabh&auml;ngig vom Kaufvertrag getroffen, geh&ouml;rt dieses nicht zum Kaufpreis; es handelt sich dann um &#8211;ggf. als Werbungskosten zu ber&uuml;cksichtigende&#8211; Finanzierungskosten des Erwerbers (BFH-Urteile vom 27. Juli 2004 IX R 32\/01, BFHE 207, 200, BStBl II 2004, 1002, und IX R 44\/01, BFH\/NV 2005, 188, m.w.N.). Notwendig ist insoweit eine klare &#8211;ggf. auch auf einer einheitlichen vertraglichen Grundlage basierende&#8211; Vereinbarung, aus der sich Grund und H&ouml;he der erstatteten Aufwendungen entnehmen lassen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                3. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben ist die Annahme des FG, die Aufwendungen des Kl&auml;gers im Zusammenhang mit der Erstattung des Disagiobetrages stellten Finanzierungskosten und deshalb sofort abziehbare Werbungskosten des Kl&auml;gers bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung dar, eine nicht zwingende, aber jedenfalls m&ouml;gliche W&uuml;rdigung des Sachverhalts und damit revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG hat die von dem Kl&auml;ger und der Verk&auml;uferin im Zusammenhang mit der Erstattung des Disagiobetrages abgegebenen Willenserkl&auml;rungen dahin gedeutet, dass diese unabh&auml;ngig vom Kaufvertrag getroffen und der Erstattungsbetrag mithin nicht Teil des Kaufpreises gewesen sei. Zu Recht weist das FG darauf hin, dass der Kl&auml;ger die Erstattungszahlung ma&szlig;geblich deshalb get&auml;tigt hat, um selbst g&uuml;nstige Finanzierungskonditionen zu erlangen. Ferner entspricht das im notariell beurkundeten Kaufvertrag ausgewiesene &quot;Entgelt f&uuml;r den Grundbesitzerwerb&quot; dem Preis der Wohnung nebst Tiefgaragenstellplatz laut Preisliste der Verk&auml;uferin; der dar&uuml;ber hinaus geschuldete Restbetrag f&uuml;r die Erstattung des Disagios in H&ouml;he von 15 460 EUR sollte danach kein Entgelt f&uuml;r den Erwerb der Eigentumswohnung sein und ist betragsm&auml;&szlig;ig eindeutig von dem Entgelt f&uuml;r den Grundbesitzerwerb getrennt worden. Daher begegnet der vom FG gezogene Schluss, dass es sich bei dem Verkauf der Eigentumswohnung einerseits und der Schuld&uuml;bernahme andererseits trotz &auml;u&szlig;erlicher Verkn&uuml;pfung in einer Notarurkunde um selbst&auml;ndige Rechtsgesch&auml;fte gehandelt habe, keinen Bedenken. Auch die im Zusammenhang mit der Schuld&uuml;bernahme angefallenen Kosten sowie die in der Person des Kl&auml;gers angefallenen Schuldzinsen stellen Finanzierungskosten dar.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                4. Dieser Beurteilung steht das BFH-Urteil vom 17. Februar 1981 VIII R 95\/80 (BFHE 133, 37, BStBl II 1981, 466) nicht entgegen. In jenem Fall hatten sich die K&auml;ufer im Kaufvertrag verpflichtet, den Disagiobetrag neben dem Kaufpreis zu entrichten; dieser war aufgrund der von den Beteiligten gew&auml;hlten Sachverhaltsgestaltung kalkulatorischer Teil des Kaufpreises f&uuml;r die erworbene Immobilie geworden. Auf diese Besonderheit und die Abgrenzung zu denjenigen F&auml;llen, in denen eine Vereinbarung &uuml;ber die Erstattung des Disagio unabh&auml;ngig vom Kaufvertrag getroffen wird, hat der BFH in dem genannten Urteil ausdr&uuml;cklich hingewiesen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.5.2009, IX R 40\/08 Erstattetes Disagio als Werbungskosten bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionsbeklagte (Kl&auml;ger) erwarb 2003 eine im Bau befindliche Eigentumswohnung in A. 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