{"id":14979,"date":"2012-12-19T14:59:51","date_gmt":"2012-12-19T12:59:51","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14979"},"modified":"2012-12-19T14:59:51","modified_gmt":"2012-12-19T12:59:51","slug":"ix-r-18-08-aufwendungen-fuer-eine-leerstehende-wohnung-als-vorab-entstandene-werbungskosten-objektbezogene-pruefung-des-einkuenftetatbestandes-bei-vermietung-fehlende-spruchreife","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-18-08-aufwendungen-fuer-eine-leerstehende-wohnung-als-vorab-entstandene-werbungskosten-objektbezogene-pruefung-des-einkuenftetatbestandes-bei-vermietung-fehlende-spruchreife\/","title":{"rendered":"IX&nbsp;R&nbsp;18\/08 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r eine leerstehende Wohnung als vorab entstandene Werbungskosten &#8211; Objektbezogene Pr&uuml;fung des Eink&uuml;nftetatbestandes bei Vermietung &#8211; Fehlende Spruchreife"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.5.2009, IX R 18\/08<\/p>\n<p class=\"titel\">Aufwendungen f&uuml;r eine leerstehende Wohnung als vorab entstandene Werbungskosten &#8211; Objektbezogene Pr&uuml;fung des Eink&uuml;nftetatbestandes bei Vermietung &#8211; Fehlende Spruchreife<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarb 1996 ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten. Im Zeitpunkt des Eigentums&uuml;bergangs wurde die im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses gelegene Wohnung von dem vormaligen Eigent&uuml;mer (E) genutzt. Die beiden im Obergeschoss gelegenen Wohnungen standen leer.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Im Rahmen ihrer Einkommensteuererkl&auml;rung f&uuml;r den Veranlagungszeitraum 1997 machten die Kl&auml;ger Aufwendungen f&uuml;r eine gegen E gerichtete R&auml;umungsklage geltend. Im Zuge des Klageverfahrens haben die Kl&auml;ger hierzu vorgetragen, dass noch vor dem Erwerb des Eigentums an dem Mehrfamilienhaus mit E vertraglich vereinbart worden sei, dass dieser die k&uuml;nftig zur Eigennutzung vorgesehene Erdgeschosswohnung r&auml;umen und eine der Wohnungen im Obergeschoss beziehen solle. Diese Vereinbarung sei von E nicht eingehalten worden. Ferner machten die Kl&auml;ger in den Jahren 1997, 1998 und 2000 bis 2002 (Streitjahre) Kosten f&uuml;r die Renovierung und Instandsetzung des Mehrfamilienhauses &#8211;anteilig&#8211; als Erhaltungsaufwand geltend. Mieteink&uuml;nfte aus den beiden Wohnungen des Obergeschosses erkl&auml;rten die Kl&auml;ger f&uuml;r die Streitjahre indes nicht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Nachdem der Beklagte und Revisionsbeklagte (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) den von den Kl&auml;gern erkl&auml;rten Werbungskosten&uuml;berschuss in einem f&uuml;r das Streitjahr 1997 gem&auml;&szlig; &sect; 165 Abs. 1 der Abgabenordnung vorl&auml;ufig ergangenen Einkommensteuerbescheid ber&uuml;cksichtigt hatte, erlie&szlig; das FA in der Folgezeit &#8211;zum Teil ge&auml;nderte&#8211; Einkommensteuerbescheide, in denen die geltend gemachten Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse bei den Eink&uuml;nften aus Vermietung und Verpachtung wegen fehlender Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht nicht mehr anerkannt wurden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Einspruch und Klage hatten keinen Erfolg. Das Finanzgericht (FG) vertrat die Auffassung, der Kl&auml;ger habe seinen endg&uuml;ltigen Entschluss, die Wohnungen im Obergeschoss zu vermieten, nicht zweifelsfrei belegen k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Mit der Revision r&uuml;gen die Kl&auml;ger, das FG habe zu Unrecht die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers verneint. Ursache des vor&uuml;bergehenden Leerstands der Wohnungen seien die noch vorzunehmenden Renovierungsma&szlig;nahmen gewesen. Der Kl&auml;ger habe die ma&szlig;geblichen Wohnungen durch Aush&auml;nge in seiner Praxis sowie in benachbarten Gesch&auml;ften zur Vermietung angeboten. Dar&uuml;ber hinaus h&auml;tten zwei verschiedene Makler die Wohnungen in ihre Angebotslisten aufgenommen. Verschiedene Interessenten h&auml;tten die Wohnungen zwar besichtigt, jedoch kein Interesse an einer langfristigen Anmietung gezeigt. Daher sei es vor&uuml;bergehend nur zu Kurzzeitvermietungen an Messebesucher gekommen. Die kleinere, im Obergeschoss rechts gelegene Wohnung sei indes seit November 2004, die gr&ouml;&szlig;ere, im Obergeschoss links gelegene Wohnung nunmehr seit Juli 2005 langfristig vermietet. Nicht ber&uuml;cksichtigt habe das FG &uuml;berdies, dass die K&uuml;ndigung des bei Erwerb des Hauses bestehenden Mietverh&auml;ltnisses im Erwerbszeitpunkt nicht beabsichtigt, sondern lediglich darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren gewesen sei, dass E nicht, wie vertraglich vereinbart, die Erdgeschosswohnung ger&auml;umt und die ihm angebotene Ersatzwohnung bezogen habe.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;ger beantragen,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td>                        das Urteil des FG aufzuheben und die angefochtenen Einkommensteuerbescheide f&uuml;r die Streitjahre, jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidung mit der Ma&szlig;gabe zu &auml;ndern, dass die Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung um die Werbungskosten&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;r 1997 in H&ouml;he von &#8230; DM, f&uuml;r 1998 in H&ouml;he von &#8230; DM, f&uuml;r 2000 in H&ouml;he von &#8230; DM, f&uuml;r 2001 in H&ouml;he von &#8230; DM und f&uuml;r 2002 in H&ouml;he von &#8230; EUR vermindert werden.          <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:36\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA beantragt,      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td>                    die Revision zur&uuml;ckzuweisen.        <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table style=\"margin-left:18\"pt>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Revision ist begr&uuml;ndet. Sie f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung und zur Zur&uuml;ckverweisung der Sache an das FG zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung (&sect; 126 Abs. 3 Nr. 2 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 1 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in der in den Streitjahren geltenden Fassung sind Werbungskosten Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen. Sie sind nach &sect; 9 Abs. 1 Satz 2 EStG bei der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung abzuziehen, wenn sie bei ihr erwachsen, und das hei&szlig;t, durch die sie veranlasst sind (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. z.B. Urteil des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 15. Januar 2008 IX R 45\/07, BFHE 220, 264, BStBl II 2008, 572). Fallen solche Aufwendungen schon an, bevor mit dem Aufwand zusammenh&auml;ngende Einnahmen erzielt werden, k&ouml;nnen sie als vorab entstandene Werbungskosten ber&uuml;cksichtigt werden, wenn ein ausreichend bestimmter wirtschaftlicher Zusammenhang zwischen den Aufwendungen und der Einkunftsart besteht, in deren Rahmen der Abzug begehrt wird.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Aufwendungen f&uuml;r eine leerstehende Wohnung k&ouml;nnen als vorab entstandene Werbungskosten abziehbar sein, wenn der Steuerpflichtige sich endg&uuml;ltig entschlossen hat, daraus durch Vermieten Eink&uuml;nfte nach &sect; 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG zu erzielen und diese Entscheidung sp&auml;ter nicht wieder aufgegeben hat (st&auml;ndige Rechtsprechung, vgl. BFH-Urteil vom 28. Oktober 2008 IX R 1\/07, BFHE 223, 186, m.w.N.). Der endg&uuml;ltige Entschluss zu vermieten &#8211;die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht&#8211; ist eine innere Tatsache, die wie alle sich in der Vorstellung von Menschen abspielenden Vorg&auml;nge nur anhand &auml;u&szlig;erlicher Merkmale beurteilt werden kann. Aus objektiven Umst&auml;nden muss auf das Vorliegen oder Fehlen der Absicht geschlossen werden (Beschluss des Gro&szlig;en Senats des BFH vom 25. Juni 1984 GrS 4\/82, BFHE 141, 405, BStBl II 1984, 751, unter C. IV. 3. c, bb, m.w.N.). Daher muss sich der endg&uuml;ltige Entschluss des Steuerpflichtigen zur Vermietung anhand objektiver Umst&auml;nde belegen lassen. Derartige Umst&auml;nde, aus denen sich der endg&uuml;ltige Entschluss zu vermieten ergibt, sind zum einen ernsthafte und nachhaltige Vermietungsbem&uuml;hungen des Steuerpflichtigen (BFH-Urteile vom 9. Juli 2003 IX R 102\/00, BFHE 203, 86, BStBl II 2003, 940, und in BFHE 223, 186). F&uuml;r die Feststellung des Bestehens einer Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht hinsichtlich renovierungsbed&uuml;rftiger &#8211;und deshalb l&auml;nger leerstehender&#8211; Objekte k&ouml;nnen zum anderen beispielweise der zeitliche Zusammenhang zwischen Aufwendungen und sp&auml;terer Vermietung, die Dauer der Renovierung zur Vorbereitung einer Vermietung oder auch die (fehlende) Absehbarkeit, ob und ggf. wann die R&auml;ume im Rahmen der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung genutzt werden sollen, als Indizien herangezogen werden (BFH-Urteil vom 31. Juli 2007 IX R 30\/05, BFH\/NV 2008, 202).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG entscheidet nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen &Uuml;berzeugung, ob im Einzelfall eine Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht vorliegt; es ist bei seiner tatrichterlichen W&uuml;rdigung nicht an starre Regeln f&uuml;r das Gewichten einzelner Umst&auml;nde gebunden (BFH-Urteile vom 14. Juli 2004 IX R 56\/01, BFH\/NV 2005, 37, unter II. 2. c, und in BFHE 203, 86, BStBl II 2003, 940).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Der Tatbestand des &sect; 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG ist objektbezogen, d.h. grunds&auml;tzlich f&uuml;r jede einzelne vermietete Immobilie gesondert zu pr&uuml;fen. Ma&szlig;gebend ist die auf eine bestimmte Immobilie ausgerichtete T&auml;tigkeit des Steuerpflichtigen. Vermietet der Steuerpflichtige mehrere Objekte &#8211;wie im Streitfall zwei Wohnungen&#8211;, so ist jede T&auml;tigkeit grunds&auml;tzlich f&uuml;r sich zu beurteilen. Eine dahingehende Differenzierung ist bei der Beurteilung der Eink&uuml;nfte aus Vermietung und Verpachtung sowohl hinsichtlich des objektiven Tatbestands der Steuernorm als auch hinsichtlich des subjektiven Tatbestands &#8211;der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht&#8211; vorzunehmen (BFH-Urteil vom 26. November 2008 IX R 67\/07, BFH\/NV 2009, 813, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Nach diesen Ma&szlig;st&auml;ben hat das FG zu Unrecht in Bezug auf beide, im Obergeschoss des Mehrfamilienhauses gelegene Wohnungen die gleichen Ma&szlig;st&auml;be bei der Beurteilung der Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht angelegt. Die Sache ist nicht spruchreif; es fehlen ausreichende tats&auml;chliche Feststellungen des FG, die dem Senat die Beurteilung erlauben, ob die tatbestandlichen Voraussetzungen des &sect; 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG vorliegen; dieser &#8211;auch ohne R&uuml;ge von Amts wegen zu beachtende&#8211; materiell-rechtliche Fehler f&uuml;hrt zur Aufhebung der Vorentscheidung (vgl. Lange in H&uuml;bschmann\/Hepp\/Spitaler, &sect; 96 FGO Rz 164).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Soweit das FG die Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht hinsichtlich der im Obergeschoss links gelegenen, 68 qm gro&szlig;en und mit einem Balkon bzw. Dacheinschnitt versehenen Wohnung verneint hat, hat es nicht ber&uuml;cksichtigt, dass der Kl&auml;ger im finanzgerichtlichen Verfahren vorgetragen hat, er habe bereits zum Zeitpunkt des Erwerbs beabsichtigt, dieses Objekt an E befristet zu vermieten. Nach dem &#8211;innerhalb eines Zeitraums von zweieinhalb Jahren&#8211; beabsichtigten Wegzug von E sollte diese Wohnung nach den Angaben des Kl&auml;gers wiederum vermietet werden. Das FG wird daher im zweiten Rechtszug zu pr&uuml;fen haben, ob der Kl&auml;ger durch diesen &#8211;bereits mit der Klageschrift geltend gemachten&#8211; Umstand hinsichtlich dieses Objekts eine Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht begr&uuml;ndet hat; ggf. ist sodann zu pr&uuml;fen, ob der Kl&auml;ger eine m&ouml;glicherweise begr&uuml;ndete Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht durch sp&auml;ter eingetretene Umst&auml;nde &#8211;die Weigerung des E, in die Wohnung im Obergeschoss links einzuziehen und die sich daran anschlie&szlig;ende fristlose K&uuml;ndigung seitens des Kl&auml;gers&#8211; wieder aufgegeben hat. Erst im Anschluss daran w&uuml;rde sich die Frage stellen, ob die hinsichtlich der Wohnung im Obergeschoss links nachgewiesenen Vermietungsbem&uuml;hungen ausreichen, um eine (ggf. erneut) begr&uuml;ndete Eink&uuml;nfteerzielungsabsicht des Kl&auml;gers zu bejahen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Demgegen&uuml;ber war eine Vermietung der im Obergeschoss rechts gelegenen, 52 qm gro&szlig;en Wohnung im Zeitpunkt des Erwerbs des Mehrfamilienhauses noch nicht vertraglich vereinbart und wegen diverser M&auml;ngel dieser Wohnung zun&auml;chst wohl auch gar nicht m&ouml;glich. Insoweit wird das FG ber&uuml;cksichtigen, dass im finanzgerichtlichen Verfahren bislang keine Unterlagen &#8211;insbesondere weder Inserate noch Aush&auml;nge&#8211; vorgelegt worden sind, die sich konkret auf dieses Objekt beziehen und die zweifelsfrei belegen, dass dieses Objekt ernsthaft und nachhaltig auf dem Mietmarkt angeboten wurde. Auch die in diesem Zusammenhang vorgelegten, nicht n&auml;her spezifizierten Best&auml;tigungen potenzieller Mietinteressenten lassen nicht erkennen, dass sie sich auf die im Obergeschoss rechts gelegene Wohnung beziehen. &Uuml;berdies ergibt sich aus den Bekundungen der vom FG geh&ouml;rten Zeugen nicht mit hinreichender Deutlichkeit, dass &#8211;und ggf. inwieweit&#8211; diese Wohnung Gegenstand von Vermietungsbem&uuml;hungen des Kl&auml;gers war.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Urteil vom 12.5.2009, IX R 18\/08 Aufwendungen f&uuml;r eine leerstehende Wohnung als vorab entstandene Werbungskosten &#8211; Objektbezogene Pr&uuml;fung des Eink&uuml;nftetatbestandes bei Vermietung &#8211; Fehlende Spruchreife Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Der Kl&auml;ger und Revisionskl&auml;ger (Kl&auml;ger) erwarb 1996 ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten. Im Zeitpunkt des Eigentums&uuml;bergangs wurde die im Erdgeschoss des Mehrfamilienhauses gelegene Wohnung von &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/ix-r-18-08-aufwendungen-fuer-eine-leerstehende-wohnung-als-vorab-entstandene-werbungskosten-objektbezogene-pruefung-des-einkuenftetatbestandes-bei-vermietung-fehlende-spruchreife\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">IX&nbsp;R&nbsp;18\/08 &#8211; Aufwendungen f&uuml;r eine leerstehende Wohnung als vorab entstandene Werbungskosten &#8211; Objektbezogene Pr&uuml;fung des Eink&uuml;nftetatbestandes bei Vermietung &#8211; Fehlende Spruchreife<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-14979","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14979"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14979\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14979"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14979"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}