{"id":14999,"date":"2012-12-19T14:53:38","date_gmt":"2012-12-19T12:53:38","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=14999"},"modified":"2012-12-19T14:53:38","modified_gmt":"2012-12-19T12:53:38","slug":"vi-b-139-07-darlegung-eines-verfahrensmangels-wegen-mangelnder-sachaufklaerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/vi-b-139-07-darlegung-eines-verfahrensmangels-wegen-mangelnder-sachaufklaerung\/","title":{"rendered":"VI&nbsp;B&nbsp;139\/07 &#8211; Darlegung eines Verfahrensmangels wegen mangelnder Sachaufkl&auml;rung"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.4.2009, VI B 139\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Darlegung eines Verfahrensmangels wegen mangelnder Sachaufkl&auml;rung<\/p>\n<p class=\"gruende\">Gr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzul&auml;ssig. Die Kl&auml;ger und Beschwerdef&uuml;hrer (Kl&auml;ger) haben den behaupteten Verfahrensmangel wegen mangelnder Sachaufkl&auml;rung (&sect; 115 Abs. 2 Nr. 3 der Finanzgerichtsordnung &#8211;FGO&#8211;) nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Weise dargelegt (&sect; 116 Abs. 3 Satz 3 FGO).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Vorbringen der Kl&auml;ger gen&uuml;gt diesen Anforderungen bereits deshalb nicht, weil &sect; 76 Abs. 1 Satz 1 FGO eine Verfahrensvorschrift ist, auf deren Einhaltung der Prozessbeteiligte &#8211;ausdr&uuml;cklich oder durch Unterlassen der R&uuml;ge&#8211; verzichten kann (&sect; 155 FGO i.V.m. &sect; 295 der Zivilprozessordnung). Verhandelt der Beteiligte ohne Verfahrensr&uuml;ge zur Sache, obwohl er den Verfahrensmangel kannte oder kennen musste, so verliert er sein R&uuml;gerecht (vgl. z.B. Beschl&uuml;sse des Bundesfinanzhofs &#8211;BFH&#8211; vom 16. Dezember 2003 VII B 370\/02, BFH\/NV 2004, 843; vom 17. Dezember 2004 VIII B 152\/04, BFH\/NV 2005, 1102; vom 26. Juli 2005 VI B 34\/05, juris; vom 8. Januar 2009 VIII B 175\/07, juris; vom 18. Februar 2009 XI B 90\/08 u.a., juris; Seer in Tipke\/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, &sect; 115 FGO Rz 92; jeweils m.w.N.). Die R&uuml;ge, das Finanzgericht (FG) habe den Sachverhalt nicht pflichtgem&auml;&szlig; aufgekl&auml;rt, erfordert daher u.a. den Vortrag, dass die Nichterhebung der angebotenen Beweise in der m&uuml;ndlichen Verhandlung ger&uuml;gt wurde oder weshalb eine solche R&uuml;ge nicht m&ouml;glich war. Die Kl&auml;ger haben jedoch weder dargelegt noch ist aus dem Sitzungsprotokoll des FG ersichtlich, dass sie bzw. ihr fachkundiger Vertreter in der m&uuml;ndlichen Verhandlung vor dem FG eine derartige R&uuml;ge erhoben haben. Gleiches gilt f&uuml;r Umst&auml;nde, nach denen die Kl&auml;ger nicht in der Lage gewesen sein k&ouml;nnten, eine solche R&uuml;ge zu erheben. Ausweislich des Sitzungsprotokolls ist die Sache in tats&auml;chlicher und rechtlicher Hinsicht er&ouml;rtert worden. Dabei h&auml;tte auch Gelegenheit bestanden, auf die Ber&uuml;cksichtigung der von den Kl&auml;gern f&uuml;r entscheidungserheblich gehaltenen Bescheinigung hinzuwirken. Erst recht h&auml;tten die Kl&auml;ger durch einen entsprechenden Beweisantrag auf die Einholung eines medizinischen Sachverst&auml;ndigengutachtens hinwirken k&ouml;nnen.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Des Weiteren l&auml;sst die Beschwerdebegr&uuml;ndung nicht erkennen, dass die angefochtene Entscheidung &uuml;berhaupt auf dem behaupteten Verfahrensmangel beruht bzw. inwiefern dessen Vermeidung zu einer anderen Entscheidung des FG h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen. Das FG hat in seinem Urteil wegen der Einzelheiten des Vorbringens der Kl&auml;ger (auch) im Klageverfahren u.a. auf die von ihnen vorgelegten Unterlagen Bezug genommen. Insoweit ist auch das von den Kl&auml;gern f&uuml;r entscheidungserheblich erachtete, erst nach dem Ergehen der Einspruchsentscheidung und kurz vor Einreichung der Klageschrift erstellte Schreiben der IKK X vom 16. M&auml;rz 2005 von der Bezugnahme des FG umfasst. Soweit sich das FG gleichwohl im Ergebnis mit dem Beklagten und Beschwerdegegner (Finanzamt &#8211;FA&#8211;) auf den Standpunkt gestellt hat, dass zum Nachweis der medizinischen Notwendigkeit einer Kur ein vor deren Antritt ausgestelltes amts&auml;rztliches Attest oder vergleichbare Bescheinigungen h&auml;tten vorgelegt werden m&uuml;ssen, kam es auf nachtr&auml;glich erstellte Bescheinigungen nicht an; Gleiches gilt f&uuml;r die nachtr&auml;gliche Einholung eines medizinischen Gutachtens. Insoweit gen&uuml;gte im Streitfall die Bezugnahme auf die Einspruchsentscheidung des FA, dabei insbesondere auf die darin verarbeitete finanzgerichtliche Rechtsprechung. Wenn die Kl&auml;ger dies anders sehen, so r&uuml;gen sie im Kern Fehler bei der Auslegung und Anwendung des materiellen Rechts im Einzelfall. Solche Fehler rechtfertigen f&uuml;r sich gesehen jedoch nicht die Zulassung der Revision (z.B. BFH-Beschluss vom 11. Februar 2009 VI B 140\/07; Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 24 und &sect; 116 Rz 34, jeweils m.w.N.). Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn das angefochtene Urteil derart schwerwiegende M&auml;ngel bei der Auslegung revisiblen Rechts aufweist, dass die Entscheidung des FG grob willk&uuml;rlich erscheint oder auf sachfremden Erw&auml;gungen beruht und unter keinem denkbaren Gesichtspunkt rechtlich vertretbar ist (z.B. BFH-Beschluss vom 22. Oktober 2007 X B 137\/07, juris, m.w.N.). Die Kl&auml;ger haben aber auch nicht vorgetragen, dass das angefochtene Urteil solche gravierenden M&auml;ngel aufweist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 29.4.2009, VI B 139\/07 Darlegung eines Verfahrensmangels wegen mangelnder Sachaufkl&auml;rung Gr&uuml;nde &nbsp; 1&nbsp; Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzul&auml;ssig. 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