{"id":15020,"date":"2012-12-08T14:34:01","date_gmt":"2012-12-08T12:34:01","guid":{"rendered":"http:\/\/steuer.org\/?p=15020"},"modified":"2012-12-08T14:34:01","modified_gmt":"2012-12-08T12:34:01","slug":"v-b-179-07-vorliegen-eines-revisionszulassungsgrunds-steuerfreiheit-von-ausfuhrlieferungen-billigkeitsverfahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-179-07-vorliegen-eines-revisionszulassungsgrunds-steuerfreiheit-von-ausfuhrlieferungen-billigkeitsverfahren\/","title":{"rendered":"V&nbsp;B&nbsp;179\/07 &#8211; Vorliegen eines Revisionszulassungsgrunds &#8211; Steuerfreiheit von Ausfuhrlieferungen &#8211; Billigkeitsverfahren"},"content":{"rendered":"<p class='ueberschrift'>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.3.2009, V B 179\/07<\/p>\n<p class=\"titel\">Vorliegen eines Revisionszulassungsgrunds &#8211; Steuerfreiheit von Ausfuhrlieferungen &#8211; Billigkeitsverfahren<\/p>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Tatbestand<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>1<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                I. Streitig ist, ob die f&uuml;r innergemeinschaftliche Lieferungen geltende Vertrauensschutzregelung in &sect; 6a Abs. 4 des Umsatzsteuergesetzes 1993\/1999 (UStG) auf Ausfuhrlieferungen in ein Drittland entsprechend anwendbar ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>2<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) betrieb unter einer Einzelfirma u.a. den Handel mit Computerteilen. Sie lieferte diese Computerteile &uuml;berwiegend nach Polen, in den Streitjahren (1998 bis 2002) noch Drittlandsgebiet i.S. des &sect; 1 Abs. 2 a Satz 3 UStG. Einem Teil der Ausfuhrlieferungen an polnische Unternehmen lagen Ausfuhrerkl&auml;rungen mit gef&auml;lschten Zollstempeln bei. Bei diesen Lieferungen, insbesondere an die polnischen Unternehmen A, B und C waren die Waren von Beauftragten dieser Unternehmen im Inland bei der Kl&auml;gerin abgeholt worden. Als Nachweis der Ausfuhr nach Polen wurden die Ausfuhranmeldungen mit Stempeln der Grenzzollstellen und als Nachweis des ausl&auml;ndischen Abnehmers die Rechnungen mit jeweiliger Adressierung an polnische Unternehmen vorgelegt. S&auml;mtliche Zollstempel waren gef&auml;lscht: Die Ausfuhrstempel der deutschen Zollstellen waren mit Hilfe von Computertechnik aufgebracht worden. Dabei wurde ein echter Stempelabdruck eingescannt und in eine Bilddatei umgewandelt. Dadurch konnten die Daten weiter ver- und bearbeitet werden, z.B. um das Datum oder die Stempelzahl zu &auml;ndern. Die Aufbringung erfolgte dann mit Hilfe eines Farbtintenstrahl- bzw. Laserdruckers. Die Unterscheidung zu echten Stempeln war nur durch ein Stempelpr&uuml;fger&auml;t oder unter einem Mikroskop m&ouml;glich.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>3<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zu den Zeitpunkten der Warenausfuhr konnte bei den polnischen Zollstellen eine entsprechende Einfuhr nicht festgestellt werden. Die Empf&auml;ngerunternehmen waren zum Zeitpunkt der Lieferungen nicht oder nicht mehr existent bzw. t&auml;tig.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>4<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt &#8211;FA&#8211;) versagte f&uuml;r diese Ausfuhrlieferungen in den Steuerfestsetzungen f&uuml;r die Streitjahre die von der Kl&auml;gerin in Anspruch genommene Steuerfreiheit gem&auml;&szlig; &sect; 4 Nr. 1, &sect; 6 UStG.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>5<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das Finanzgericht (FG) wies die nach erfolglosem Vorverfahren erhobene Klage der Kl&auml;gerin ab. Es f&uuml;hrte zur Begr&uuml;ndung aus, die gesetzlichen Voraussetzungen steuerbefreiter Ausfuhrlieferungen l&auml;gen nicht vor. Eine entsprechende Anwendung der in &sect; 6a Abs. 4 UStG f&uuml;r innergemeinschaftliche Lieferungen vorgesehenen Vertrauensschutzregelung auch bei Ausfuhrlieferungen in Drittl&auml;nder komme im Regelungsbereich des &sect; 6 UStG nicht in Betracht.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>6<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin k&ouml;nne sich mit ihrer Auffassung nicht auf den Vorlagebeschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) an den Gerichtshof der Europ&auml;ischen Gemeinschaften (EuGH) vom 2. M&auml;rz 2006 V R 7\/03 (BFHE 213, 127, BStBl II 2006, 672) berufen, weil dieser Rechtsstreit einen au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Sachverhalt im nichtkommerziellen Reiseverkehr und dessen Ber&uuml;cksichtigung im Erlassverfahren betreffe; beide Voraussetzungen l&auml;gen im hier zu entscheidenden Rechtsstreit nicht vor. Der Grundsatz des Vertrauensschutzes k&ouml;nne allenfalls im Billigkeitswege zum Tragen kommen. Eine solche eigenst&auml;ndig zu treffende Billigkeitsentscheidung liege im Streitfall aber gerade nicht vor. Es sei daher nicht dar&uuml;ber zu entscheiden, ob im Streitfall unter Billigkeitsgesichtspunkten die Vertrauensschutzregelung      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>7<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                des &sect; 6a Abs. 4 UStG gleichsam entgegen den geltenden Gesetzesbestimmungen zur Anwendung komme.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>8<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FG-Urteil ist in Deutsches Steuerrecht\/Entscheidungsdienst 2008, 232 abgedruckt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>9<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Gegen dieses ihr am 19. Juli 2007 zugestellte Urteil hat die Kl&auml;gerin fristgerecht Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt, die sie erst nach Ablauf der Begr&uuml;ndungsfrist (19. September 2007) am 20. September 2007 begr&uuml;ndet hat.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>10<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Auf den entsprechenden Hinweis der Gesch&auml;ftsstelle des Senats vom 24. September 2007, zugestellt am 26. September 2007, hat die Kl&auml;gerin mit Schreiben vom 23. Oktober 2007, beim BFH eingegangen am 25. Oktober 2007, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gem&auml;&szlig; &sect; 56 der Finanzgerichtsordnung (FGO) beantragt.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>11<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Zur Begr&uuml;ndung des Wiedereinsetzungsantrags hat die Kl&auml;gerin im Wesentlichen vorgetragen, die in der Kanzlei des Prozessbevollm&auml;chtigten zu 2. angestellte Rechtsassessorin X habe &quot;aufgrund eines Missverst&auml;ndnisses die Begr&uuml;ndungsfrist zun&auml;chst falsch&quot; errechnet. Sie habe einen Tag sp&auml;ter den Fehler bemerkt und ihn in ihrem Kalender korrigiert, nicht aber die f&uuml;r das Fristenbuch der Kanzlei zust&auml;ndige Angestellte von dem Fehler informiert.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>12<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Kl&auml;gerin begehrt Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung der Rechtssache gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO und zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>13<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Das FA meint, die Voraussetzungen einer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand l&auml;gen nicht vor; jedenfalls sei die Nichtzulassungsbeschwerde unbegr&uuml;ndet.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p style=\"font-weight:bold;\">Entscheidungsgr&uuml;nde<\/p>\n<div>\n<table>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>      <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>14<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                II. Die Nichtzulassungsbeschwerde der Kl&auml;gerin hat keinen Erfolg. Der Senat l&auml;sst offen, ob der Kl&auml;gerin wegen der Vers&auml;umung der Frist f&uuml;r die Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew&auml;hren ist. Denn jedenfalls liegen die geltend gemachten Zulassungsgr&uuml;nde nicht vor.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>15<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                1. Die Revision kann nicht gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO zugelassen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>16<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                a) Die Kl&auml;gerin tr&auml;gt zur Begr&uuml;ndung vor, bisher sei von der Rechtsprechung &#8211;auch h&ouml;chstrichterlich&#8211; eine analoge Anwendung der Vertrauensschutzregelung des &sect; 6a Abs. 4 UStG auf Ausfuhrlieferungen abgelehnt worden (Hinweis auf BFH-Beschluss vom 6. Mai 2004 V B 101\/03, BFHE 205, 416, BStBl II 2004, 748). Ob an dieser Rechtsprechung festgehalten werden k&ouml;nne, sei aufgrund des Vorlagebeschlusses des BFH in BFHE 213, 127, BStBl II 2006, 672 zweifelhaft geworden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>17<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                b) Diese Ausf&uuml;hrungen der Kl&auml;gerin rechtfertigen keine Zulassung der Revision wegen grunds&auml;tzlicher Bedeutung, weil die Rechtslage gekl&auml;rt ist.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>18<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                aa) Dabei kann der Senat offenlassen, ob die von der Kl&auml;gerin aufgeworfene Rechtsfrage im Zeitpunkt der Einlegung und Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde grunds&auml;tzliche Bedeutung hatte.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>19<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Denn ma&szlig;gebend f&uuml;r die Beantwortung der Frage, ob ein Zulassungsgrund i.S. von &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO vorliegt, sind die Verh&auml;ltnisse im Zeitpunkt der Entscheidung &uuml;ber die Nichtzulassungsbeschwerde (vgl. z.B. Gr&auml;ber\/Ruban, Finanzgerichtsordnung, 6. Aufl., &sect; 115 Rz 14 und &sect; 116 Rz 61, m.w.N.). Eine auf &sect; 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO gest&uuml;tzte Nichtzulassungsbeschwerde hat deshalb keinen Erfolg, wenn zwar im Zeitpunkt der Einlegung und Begr&uuml;ndung der Nichtzulassungsbeschwerde die grunds&auml;tzliche Bedeutung der bezeichneten Rechtsfrage zu bejahen war, diese aber sp&auml;ter durch eine kl&auml;rende Entscheidung des BFH, die mit der vom FG vertretenen Ansicht &uuml;bereinstimmt, entfallen ist (vgl. z.B. BFH-Beschl&uuml;sse vom 12. Oktober 1993 X B 122\/93, BFH\/NV 1994, 712; vom 28. Juli 2000 III B 66\/97, BFH\/NV 2001, 158; vom 25. Juni 2008 X B 210\/05, BFH\/NV 2008, 1649; Gr&auml;ber\/Ruban, a.a.O., &sect; 116 Rz 61, m.w.N.).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>20<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                bb) So liegt es im Streitfall. Durch das BFH-Urteil vom 30. Juli 2008 V R 7\/03 (BFH\/NV 2009, 438) &#8211;Nachfolgeentscheidung zum EuGH-Urteil vom 21. Februar 2008 Rs. C-271\/06, Netto-Supermarkt (Umsatzsteuer-Rundschau 2008, 508, H&ouml;chstrichterliche Finanzrechtsprechung 2008, 408)&#8211; hat der BFH Folgendes entschieden:      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>21<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                &quot;Aus den im Steuerrecht allgemein geltenden Grunds&auml;tzen der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit und des Vertrauensschutzes ergibt sich, dass die Steuerfreiheit einer Ausfuhrlieferung nicht versagt werden darf, wenn der liefernde Unternehmer die F&auml;lschung des Ausfuhrnachweises, den der Abnehmer ihm vorlegt, auch bei Beachtung der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns nicht hat erkennen k&ouml;nnen. Ob die Voraussetzungen hierf&uuml;r gegeben sind, ist im Erlassverfahren zu pr&uuml;fen.&quot;      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>22<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Der Senat hat in diesem Urteil u.a. ausgef&uuml;hrt, eine analoge Anwendung des &sect; 6a Abs. 4 UStG auf Ausfuhrlieferungen komme nicht in Betracht (unter II.3.c der Gr&uuml;nde). Ob die Grunds&auml;tze des Vertrauensschutzes die Gew&auml;hrung der Steuerbefreiung geb&ouml;ten, obwohl die Voraussetzungen einer Ausfuhrlieferung i.S. des &sect; 6 Abs. 1 UStG nicht erf&uuml;llt seien, k&ouml;nne nur im Billigkeitsverfahren entschieden werden; dem stehe das Gemeinschaftsrecht nicht entgegen (unter II.5. der Gr&uuml;nde).      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>23<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Diesen Rechtsgrunds&auml;tzen entspricht das FG-Urteil.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>24<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                2. Die Revision kann auch nicht gem&auml;&szlig; &sect; 115 Abs. 2 Nr. 2&nbsp;&nbsp;2. Alternative FGO zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung zugelassen werden.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<table>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign='top'>\n<table>\n<tr>\n<td><em>25<\/em>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<td>\n<table>\n<tr>\n<td>                Die Auffassung des FG, eine entsprechende Anwendung der Vertrauensschutzregelung des &sect; 6a Abs. 4 UStG sei im Regelungsbereich des &sect; 6 UStG nicht m&ouml;glich, weicht &#8211;wie dargelegt&#8211; nicht von der Rechtsprechung des BFH ab.      <\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/div>\n<p>   <!-- Ende des eingebetteten Dokumentes --><\/p>\n<p><small>Quelle: bundesfinanzhof.de<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESFINANZHOF Beschluss vom 26.3.2009, V B 179\/07 Vorliegen eines Revisionszulassungsgrunds &#8211; Steuerfreiheit von Ausfuhrlieferungen &#8211; Billigkeitsverfahren Tatbestand &nbsp; 1&nbsp; I. Streitig ist, ob die f&uuml;r innergemeinschaftliche Lieferungen geltende Vertrauensschutzregelung in &sect; 6a Abs. 4 des Umsatzsteuergesetzes 1993\/1999 (UStG) auf Ausfuhrlieferungen in ein Drittland entsprechend anwendbar ist. 2&nbsp; Die Kl&auml;gerin und Beschwerdef&uuml;hrerin (Kl&auml;gerin) betrieb unter einer &hellip; <a href=\"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/v-b-179-07-vorliegen-eines-revisionszulassungsgrunds-steuerfreiheit-von-ausfuhrlieferungen-billigkeitsverfahren\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">V&nbsp;B&nbsp;179\/07 &#8211; Vorliegen eines Revisionszulassungsgrunds &#8211; Steuerfreiheit von Ausfuhrlieferungen &#8211; Billigkeitsverfahren<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[212],"tags":[],"class_list":["post-15020","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bfh-urteile-alle-urteile-des-bundesfinanzhofes-online"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=15020"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/15020\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=15020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=15020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.steuerschroeder.de\/steuer\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=15020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}